Berichte 2002
 
> Zu Gast bei der Pz Hb Abt 48
> Barabaraball  2002
> Morgartenschiessen
> Ustertag-Schiessen 2002
> Salutschiessen 1.August 2002
> Vereinsreise nach Verona 19. - 21.Juli 2002
> Muttertagsausflug vom 12.Mai 2002
> Jahresberichte 2002



Der AVL zu Gast bei der Pz Hb Abt 48
Im Dezember 2002 absolvierte „unsere“ Luzerner Pz Hb Abt 48 in der Konfiguration Armee 95 den letzten Wiederholungskurs. Aus diesem Anlass luden der Kdt Art Rgt 8, Oberst i Gst Bruno Staffelbach (Mitglied AVL) und der Kdt Pz Hb Abt 48, Oberstlt i Gst Urban Müller, die ehemaligen Kommandanten, die Angehörigen der Wehrmänner und den AVL zum Tag der offenen Türe ein. Organisiert durch den Ausschuss der Alten Garde reiste am 18. Dezember 2002 ein „verstärkter Zug“ AVL-Mitglieder unterstützt von Angehörigen des AV Suhrental nach Frauenfeld. Um es vorweg zu nehmen, die Reise hat sich mehr als gelohnt. Unsere Artillerie zeigte im wahren Sinn des Wortes, was sie ist und was sie kann. Und zwar professionell! Der Begrüssung durch den Rgt Kdt und der Einführung in das umfangreiche WK-Programm durch den Abt Kdt folgte die Besichtigung von Material und Fahrzeugen, die Präsentation der Tätigkeit der Feuerleitstelle und ein „trockener“ Stellungsbezug in der Panzerhalle im Auenfeld. Das Mittagessen aus der Truppenküche beinhaltete genau das, was vermutlich alle Besucher erwarteten, nämlich einen währschaften Militärspatz.

Die PzHbBttr I/48 in der Feuerstellung ...

Mehr als gut und reichlich genährt begaben wir uns am Nachmittag zur Besichtigung der Artillerie im praktischen Einsatz. Dazu gehörten die Lauerstellung und die Feuerstellung, aber auch der Einsatz der Schiesskommandanten im Felde. Den Höhepunkt des Tages bildeten zuerst ein Bttr, und anschliessend ein Abt Schiessen. Man hörte die Herzen der jungen und jung gebliebenen Artilleristen (und auch jene mit anderer waffengattungsmässiger Herkunft) förmlich schlagen, als die Granaten heran flogen und im Zielhang aufschlugen. Es war eindrücklich und trotz der rauen Bise wirklich schön! Quasi als Dessert defilierte die Abteilung zum Abschluss der Übung mit ihren Panzerhaubitzen M 109 ein letztes Mal vor dem Divisions-, dem Regiments-, dem Abteilungskommandanten und den Besuchern.
... und die Wirkung im Zielgebiet

Der Besuchstag in Frauenfeld bleibt den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in bester Erinnerung. Dem Berichterstatter bleibt, Oberst i Gst Bruno Staffelbach, Oberstlt i Gst Urban Müller und allen Angehörigen der Pz Hb Abt 48 für den unvergesslichen Tag und die erlebte Gastfreundschaft herzlich zu danken. Wir wünschen unseren Artilleristen auch in der Armee XXI gute, unfallfreie und erlebnisreiche Dienstleistungen. Hoch Barbara, hoch Artillerie!

Für den Ausschuss der Alten Garde AVL
Ord Haubitzius

Das neue Schiesskommandantenfahrzeug M4, M6, M8, 2DM, ... Einrichten mit dem Bttr-Instrument Schiess-Simulator für die Panzerhaubitze weitere Bilder
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Barbaraball vom 7. Dez. 2002
Am 7. Dezember 2002 traf sich der Artillerieverein-Luzern im Hotel Schweizerhof zum alljährlichen Barbaraball.
Punkt 18oo öffnete der Bringolf-Saal, wo sich Artilleristen, Ehepartner und Gäste zumApéro trafen. Nachdem alle ihren Platz im Zeugherr-Saal gefunden hatten wurde ein herrliches Nachtessen serviert.



Zum Tanz und Unterhaltung spielte die Musik Com 4. Weitere Auftritte hatte Bauchredner Rolli Berner der beim Publikum sehr gut ankam. Die Showtanzgruppe Cray Dancers beendete den wunderbaren Abend mit einem Auftritt aus ihrem Repertoire.

Ich hoffe der Barbaraball bleibt Ihnen allen in guter Erinnerung und bis zum nächsten Jahr.

Unterhaltung Artillerieverein-Luzern Jörg Lütolf



Morgartenschiessen 2002
Mit Pulver, Schrot und Korn ging’s auch heuer wieder auf zum historischen Schauplatz. Es war das 89.Morgartenschiessen 300m und das 46. Pistolenschiessen. Es galt wieder einmal in den Spuren der alten Eidgenossen zu wandeln, unsere bisherigen Bestleistungen noch zu überbieten und ein kameradschaftliches Beisammensein zu pflegen.
300m
Dieses Mal war es nicht allzu kalt, bewölkt, es zogen vereinzelte Nebelschwaden über die Hänge und als wir am Schiessen waren, setzte gerade ein leichter Nieselregen ein. Wir mussten dieses Jahr ziemlich früh aufstehen und waren tatsächlich am Morgen etwas knapp. Aber all dies schreckte uns natürlich nicht, und wacker erklimmten wir im Morgengrauen den historischen Hang. Wir hatten diesmal die obersten Scheiben Nr.71-75, dort wo der Hang noch nicht so steil ist.
Es wurde durchschnittlich-genau getroffen. Das beste Resultat erzielte August Käppeli mit 43 Punkten. Zweiter wurden Louis Staub und Käppeli Thomas mit je 41 Punkten. Dicht gefolgt von Paul Achermann mit 40 Punkten, dem diesjährigen Bechergewinner. Gratuliere!
Die weiteren Resultate: Roland Birrer und Luzia Käppeli erreichten je 39 Punkte, Rudolf Gassman hatte 38 Punkte, Roger Albisser 36, Peter Schumacher und der Schreibende hatten je 35 Punkte erreicht.
Leider haben wir Mühe, genügend 300m-Schützen für das Morgartenschiessen zu finden und so waren wir froh, dass uns zwei Horwer Schützen aushalfen. Louis Staub hätte mit seinem Resultat sogar den Becher gewonnen, verzichtete allerdings darauf, da er ihn vor acht Jahren schon in einer anderen Sektion gewonnen hatte.

50m
Nachdem wir uns in die morastigen Parkplätze manövriert hatten, waren wir bereit herauszufinden, wie’s mit unserer Treffsicherheit beim Pistolenschiessen steht. Hier war es wieder August Käppeli der mit einem Glanzresultat von 54Punkten am besten schoss. Herzliche Gratulation zum Resultat und dem schönen Kranz, den nur ein Prozent aller Schützen erhalten! ‚Guschti’ war damit der neunt-beste Schütze aller Teilnehmer.
Zweiter wurde Armin Küttel mit 47 Punkten, dritter ist Seppi Henseler mit 45 Punkten.
Die weiteren Resultate: Monika Hess mit 42 Punkte, Thomas Käppeli 36 Punkte, Peter Schumacher 35 Punkte, Fritz Habegger 34 Punkte, Roger Meier 31 Punkte, Adolf Schumacher 30 Punkte. Der letzte in Rangliste war zugleich der Erste: Roger Albisser war heuer das erste Mal dabei und gewann auch gleich den Becher weil die anderen ihn nämlich schon haben. Auch ihm herzlichen Glückwunsch!

Anschliessend trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein im „Schiff“ Unterägeri. Dort wurde wie immer bei Bier oder Kaffee das Absenden durchgeführt und ein Jass gespielt.

Die Gesamtrangierung von uns bei der 50m-Sektion ist 24 von 44.
Bei der 300m-Sektion sind wir auf Rang 101 von insgesamt 205 Sektionen.

SM Marcel Galliker



Ustertag-Schiessen 2002
Bei schönstem Wetter und bester Laune zog eine grosse Schaar Schützenkameraden des Artillerievereins Luzern gemeinsam und sicher in einem bequemen Car zum Ustertag-Schiessen. Es war ein grossartiges kamaradschaftliches Erlebnis. Unser Kamarad, Roger Albisser, hat es wiederum verstanden, den Anlass tadellos zu organisieren.
Als „Uster-Tag-Gäste“ durften wir dieses Jahr unsere Schüsse ohne den Geldbeutel zu zücken, abgeben. Die Einen Schützen trafen meist ins Schwarze; der Unterzeichnete mehr ins Weisse. Erstere waren aber in klarerer Mehrheit, was sich anschliessend bei einem währschaften Essen im traditionellen „Neuhof“ bestätigt hat. Einer hat sogar ein wackerer Teil der Uster-Scholle (Erde) unter dem Restaurant-Tisch liegenlassen. Gewesen ist es natürlich der Nachbar oder vielleicht auch nicht ? Den Organisatoren, ein herzliches Vergelt’s Gott. Und auch allen die es verpasst haben:
Bis zum nächsten mal in Uster. Mit oder ohne Auszeichnung, es ist schön dabeizusein!

Andrea Grisch
Die Resultate:
300 m
   
Gruppe: Heliomalt
Gruppe: Pilatus
Gruppe: Lapin
Gruppe: Barbara
Gruppe: Rigi
Gruppe: Wasserturm
174 P.
168 P.
167 P.
151 P.
147 P.
125 P.
 
Schützen mit Auszeichnungen waren:
Gruppe Heliomalt:
Gruppe Pilatus:
Gruppe Lapin:
Gruppe Barbara:
Gruppe Rigi:
Gruppe Wasserturm:
GruppeTitlis:
Achermann Franz 49 P.; Achermann Paul 42 P.
Zaugg Hans 47 P.; Luterbach Anton 43 P.; Staub Louis 42 P.
Bernet Oskar 46 P.; Birrer Roland 41 P.
Sarbach Werner 47 P.; Thalmann Peter 45 p.; Helfenstein Franz 44 P.
Galliker Marcel 48 P.; Lussy Josef 45 P.; Achermann Adolf 42 P.
Helfenstein Josef 44 P.
Albisser Roger 45 P.; Koch Niklaus 45 P.; Guidali Alex 45 P.
25/50 m    
Gruppe: Musegg
Gruppe: Gütsch.
Gruppe: Sonnenberg
Gruppe: Biregg
Gruppe: Dattenberg
342 P.
333 P.
285 P.
268 P.
213 P.
 
Schützen mit Auszeichnungen waren:
Gruppe Musegg:.
Gruppe Gütsch:
Gruppe Sonnenberg: Gruppe Dattenberg:
Helfenstein Josef 92 P.; Käppeli August 87 P., Küttel Armin 87 P.
Thalmann Peter 89 P.; Caluori Lorenz 87 P.
Habegger Fritz 82 P.
Schumacher Peter 81 P.

 

 



Salutschiessen 1.August 2002
Zum Bundesfeiertag führte der AVL das traditionelle Salutschiessen auf dem Mathias-Luchsinger-Platz vor dem Casino durch.

Nach der musikalischen Einstimmung durch das Alphornduo Echo vom Wichelsee und den Jodlerclub Wasserturm zeigte unsere Geschützmannschaft ihr Können:

  

Unter den präzisen Kommandos ihres Kommandanten Franz Eichmann schoss sie mit den beiden 7,5 cm Feldkanonen abwechslungsweise für jeden Kanton einen Einzelschuss und zu Ehren der Eidgenossenschaft eine Salve mit viermal zwei Schuss. Trotz Vorwarnung sind wohl einige Zuschauer vom ersten Knall überrascht worden, aber sie haben sich schnell an das Schiessen gewöhnt, und die Überraschung im Gesicht ist bei den meisten durch eine stille Begeisterung ersetzt worden.

Nachdem der letzte Kanonendonner verhallt war, schlossen Alphornklänge und der Gesang des Jodlerchors das Salutschiessen ab.
Es war schön zu erleben, dass sich diverse Zuschauer, darunter einige Touristen, speziell für den gebotenen Anlass bedankt haben. Im Anschluss an das Salutschiessen fand wiederum ein Apéro für die Mitwirkenden und die anwesenden Mitglieder des AVL statt, wo man gemütlich zusammen war. Und einige blieben gleich noch zum Mittagessen und genossen das feine 1. August-Menu des Casinos.
Viele habe zum guten Gelingen des Salutschiessens beigetragen, wofür ihnen an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Dabei geht ein besonderer Dank an die Direktion der Kursaal-Casino AG, welche auch dieses Jahr den Apéro offeriert und uns Gastrecht gewährt hat. Besonders danken möchten wir aber auch den Behörden der Stadt Luzern für die Unterstützung des Anlasses, so für die Hilfe der Verkehrspolizei, und den militärischen Stellen, insbesondere den Verwaltungen des Zeughauses Luzern und Sursee und des AMP Rothenburg für die Hilfsbereitschaft beim Rüsten des nötigen Materials.

Markus Kaufmann



 

Vereinsreise nach Verona 19. - 21.Juli 2002
Am frühen Morgen des 19. Juli 2002 versammelte sich die unternehmenslustige Reisegruppe des AVL auf der Luzerner Allmend zur Vereinsreise 2002. Für die allzu früh Erschienenen bot der Zirkus Knie mit seinem Stellungsbezug eine willkommene Unterhaltung. Bald waren die bekannten und neuen Gesichter begrüsst und der Reisecar bestiegen.
Unser bewährter Chauffeur Pius Lötscher steuerte sein komfortables Fahrzeug mit gewohnter Sicherheit durch den Gotthard Richtung Chiasso. Dabei konnte er elegant die drohenden Staus bei den sogenannten Dosierstellen umfahren und bot uns Gelegenheit die Lastwagenkolonnen von der leeren Kantonsstrasse aus zu betrachten. Infolge der, wegen einem Unfall auf dem Seedamm von Melide, gesperrten Autobahn konnten wir ausgiebig das Ufer des Luganersees zwischen Lugano-Paradiso und Melide studieren.
Trotzdem wurde es uns im Car nicht langweilig, den für Unterhaltung sorgte diemal nicht nur unser Reiseleiter Charles Gallo, sondern auch das Bordorchester in der Person von Toni Küng mit seiner Handorgel.
Nach reibungslosem Grenzübertritt ging es dann in rascher Fahrt weiter in Richtung Gardasee. Bald erreichten wir, mit bereits hörbar knurrenden Mägen das romantische Tal des Mincio, dem südlichen Abfluss des Gardasees.
 
In der Antica Locanda Mincio
Die Pasta ist hausgemacht Die Brückenfestung Viscento Unsere Unterkunft weitere Bilder
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In Valeggio sul Minico würden wir für die nächsten zwei Tage untergebracht sein. Für das Mittagessen fuhren wir aber direkt in den kleinen Vorort Borghetto, wo man sich unmittelbar ins Mittelalter zurück versetzt fühlt. Direkt unterhalb der gewaltigen Brückenfestung Viscento aus dem 14. Jahrhundert liegt Borghetto, von Fluss und Kanälen umflossen in einmaliger Landschaft. In der Antica Locanda Mincio erwartete und ein köstliches Mittagessen im mit Fresken geschmückten Speisesaal. Zu erfrischenden Weinen servierte man, neben anderen Leckerbissen, die berühmten Tortellini di Valleggio und bald meldeten die zufriedenen Bäuche: Wir sind in Italien!

Nach dem Zimmerbezug im Albergo Al Cacciatore machten wir uns auf nach Verona. Von einem hoch über der Stadt gelegenen Aussichtspunkt verschafften wir uns einen ersten Überblick über die, in einer Flussschleife des Adige, gelegenen Stadt und machten, ganz in artilleristischer Manier, Zielbezeichnungsübugen nach dem Motto:
Wo ist die Arena? Wo ist die Arena?
Blick auf Verona
Bis zur Öffnung der Arena blieb anschliessend genügend Zeit für die individuelle Erkundung der Stadt oder einen Kaffee auf der Piazza. Bei bestem Wetter stand für den ersten Abend die Oper Il Trovatore von Verdi auf dem Programm. In der einmaligen Atmosphäre in der bald 2000 Jahre alten römischen Arena wird jede Aufführung unter dem offenen Nachthimmel zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die grosse Bühne nimmt einen beträchtlichen Teil der Grundfläche der Arena in Anspruch und bietet genügend Platz für kolossale Bühnenbilder und die unzähligen Mitwirkenden. Nach der eindrücklichen Vorführung, zurück im Hotel wurde uns zum Abschluss des Tages ein kleiner Mitternachtsimbiss serviert.
Bereit für die Oper
Il Trovatore
Vor der Arena In der Arena Il Trovatore Il Trovatore
Am Samstag, nach einem reichhaltigen Frühstück, bestiegen wir unseren Reisecar, um das Weingebiet des Valpolicella zu erkunden. Das Valpolicella liegt zwischen Verona und dem südlichen Ende des Gardasees. Natürlich durfte eine Weindegustation nicht fehlen, zu der wir zu Gast waren auf dem Gut Corte Rugolin, das von den Geschwistern Coati geführt wird. Elena Coati präsentierte uns ihre verschiedenen Erzeugnisse und konnte beim Öffnen der Flaschen und beim Übersetzen ihrer Ausführungen auf unsere tatkräftige Hilfe zählen. Im Verlauf der Degustation wurden die Weine immer gehaltvoller, bis zum Spitzenerzeugnis, dem Amarone, der aus luftgetrockneten Trauben gekeltert wird, und von dem manche Kiste in unseren Car geladen wurde.
Für das Mittagessen verliessen wir den Weinkeller und fuhren in den hügeligen Teil des Valpolicella, von dessen Höhen in der Ferne das östliche Ufer des Gardasees sichtbar ist.
Unser Ziel, das malerisch gelegene Dörfchen San Giorgio, war gar nicht so einfach zu erreichen. Mehrere Haarnadelkurven gaben unserem Chauffeur Pius Lötscher Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Obwohl dabei immer alle vier Räder Bodenberührung behielten, sollen einige Fahrgäste dabei weiche Knie bekommen haben.
In der Trattoria Dalla Rosa Alta genossen wir ein wunderbares Mittagessen, das mit einem köstlichen, roten Dessertwein beschlossen wurde.
Auf dem anschliessenden Verdauungsspaziergang führte uns Charles Gallo in die dreischiffige Kirche von San Giorgio, die in Teilen aus der Zeit der Langobarden stammt, aus deren Geschichte wir interessantes erfuhren.
San Giorgio Mantua
Am Abend durften wir, wiederum unter optimalen Wetterbedingungen, die Arena für Nabucco, unsere zweite Verdi-Oper betreten. Nabucco wurde in dieser Saison zum ersten Mal aufgeführt und so ging die Vorstellung nicht ganz reibungslos über die Bühne. Einmal liess sich ein grosses Tor des Bühnenbildes von der dafür vorgesehen Darstellerin nicht alleine schliessen oder ein offenes Feuer der Bühne drohte ausser Kontrolle zu geraten und musste mit dem Feuerlöscher gebändigt werden. Trotz den, doch eher amüsanten Zwischenfällen, konnten wir einen modern inszenierten Nabucco geniessen. Da die Arena für Nabucco voll ausgebucht war, dauerte der Nachtspaziergang zum Car etwas länger, wir konnten uns für die Nacht aber wiederum mit einem mitternächtlichen Imbiss stärken.
Den letzten Tag unserer Reise benutzten wir um die Stadt Mantua zu besuchen. Mantua liegt weiter südlich im Tal des Mincio, geschützt von künstlich angelegten Seen. Die Stadt war viele Jahrhunderte unter der ununterbrochenen Herrschaft der Gonzoga, die zu den hervorragensten Förderern der Kultur und Kunst der Renaissance gezählt werden. Sie besassen eine sehr umfangreiche Kunstsammlung, die aber zum grossen Teil aus Geldnot verkauft werden musste.
Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt und über den Flomarkt hatten wir Gelegenheit den Palazzo Ducale zu besichtigen. Dieser über die Jahrhunderte gewachsene Palast besitzt über 500 Zimmer und Säle, von denen einige mit wertvollen Fresken geschmückt sind.
Verwirrt durch die vielen Gänge, Treppen und Räumlichkeiten sollen einige Reiseteilnehmer den Ausgang des Palazzo nur mit fremder Hilfe gefunden haben.
Wir verliessen Mantua nicht, ohne die örtliche Küche im Hotel Cristallo versucht zu haben. Nach den reichhaltigen und abwechslungsreichen Mittagessen hiess es Aufbrechen in Richtung Schweiz.
Die Fahrt wurde von vielen benutzt, um den verpassten Schlaf nachzuholen. Wieder neigte sich eine vorbildlich von Lisbeth und Hans Thomann organisierte und von Charles Gallo bestens geführte Vereinsreise ihrem Ende zu, das diesmal durch einen farbenprächtigen Sonnenuntergang über dem Bürgenstock markiert wurde.

 

Text: Peter Imgrüt
Fotos: Hans Thomann & Peter Imgrüt



Muttertagsausflug vom 12.Mai 2002
Mit einer Teilnehmerzahl von 56 Personen starteten wir vom Bahnhof Triengen aus zum Muttertagsausflug. Die ersten neugierigen Ausflügler trafen etwas früher ein um die Dampfbahn zu bestaunen. Pünktlich um 1030 begann die Aperofahrt mit der Dampfbahn von Tiengen nach Sursee.

Zur allgemeinen Unterhaltung spielte die Ländlermusik Z'moos auf was die Zugfahrt so richtig gemütlich machte. Etwa zur Halbzeit musste die Dampfbahn in Büron anhalten , weil dort ein Töffrennen stattfand und die Rennstrecke über die Geleise führte. Ein herrliches Schauspiel. Beim Fotohalt wurden reichlich geblitzt und die Zugführer mit Fragen überschwemmt. Punkt 1200 trafen wir wieder am Bahnhof Tiengen ein. Im Bahnhofschopf wartete bereits ein Mittagessen auf uns nämlich Schinken im Brotteig und Härdöpfusalot. Nach dem Kaffee und ein paar Jassrunden bekamen die Frauen noch eine Muttertagsblume, was Sie immer sehr gerne entgegennahmen. Um 1600 ging der Ausflug dem Ende zu und ich hoffe er bleibt allen in guter Erinnerung.

Jörg Lütolf


Jahresbericht 2002 des Präsidenten
Der an der Generalversammlung vom 20. März 2002 neu zusammengesetzte Vorstand nahm seine Arbeit mit viel Elan auf. Ziel war es, die Qualität der Veranstaltungen des AVL zu wahren bzw. sie noch zu verbessern. Daneben wurden auch die Arbeiten für die Positionierung des AVL in der Zukunft aufgenommen, dies im Hinblick auf die Änderungen des Umfeldes für unseren Verein (Armeereform, Individualisierung in der Gesellschaft usw.). Dieser eingeleitete Prozess wird weitergeführt werden.

Für die Anlässe, welche durch die einzelnen Kommissionen und Gruppen durchgeführt wurden, kann auf die jeweiligen Jahresberichte der Obmänner verwiesen werden. Hier nur folgende Bemerkungen:

 Im Wasserturm hat die Turmmannschaft und die Turmkommission unter unserem Turmvogt Josef Reichlin wiederum hervorragende Arbeit geleistet. Mitglieder und Gäste sind des Lobes voll über die freundliche und kompetente Aufnahme im Wahrzeichen der Stadt Luzern. Sämtlichen Mitwirkenden, allen voran Turmvogt Josef Reichlin, gebührt ein herzlicher Dank für diese grossartige Leistung.

Auch im Schiesswesen wird sehr gute Arbeit geleistet. Überschattet wird das Schiesswesen dabei durch die Diskussionen um die Schliessung des Schiessstandes Allmend für Grosskaliberwaffen, welche per Ende 2003 erfolgen wird. Die Schiesskommission wird alles unternehmen, um unseren Schützen weiterhin akzeptable Trainings- und Matchbedingungen bieten zu können.

Im Bereich der technischen Kommission konnte im Verlauf des Jahres Urs Vogel als Vertreter des Wehrsportes sowie der Marschgruppe für die Mitarbeit gewonnen werden. Urs Vogel hat seine Aufgabe bereits aufgenommen, er hat auch den Bericht der technischen Kommission verfasst. Zusammen mit der Schiesskommission und der Marschgruppe ist er dabei, die Reglemente für die Jahresmeisterschaften und die Wanderpreise zu überprüfen. Aufgrund der Ungewissheit über das Schicksal der ausserdienstlichen Tätigkeiten in der neuen Armee XXI wird eine Änderung der Reglemente erst per 2004 erfolgen. Der Vorstand wird der Generalversammlung 2003 vorschlagen, Urs Vogel als neuen Chef der technischen Kommission in den Vorstand zu wählen. Zum Wehrsport gehört auch unsere Marschgruppe, welche wiederum erfolgreich diverse Märsche absolviert hat; herzliche Gratulation zum Erreichten und zum Einsatz.

Auch die Alte Garde war aktiv – ihr Ausschuss hat unter der Leitung des Obmannes Franz Erni einen interessanten Ausflug zur NEAT-Baustelle in Amsteg organisiert. Weiter wurde der Besuch der Panzerhaubitz-Abteilung 48 in Frauenfeld zu deren letzten Schiessdemonstration vor der Auflösung durch den Ausschuss der Alten Garde organisiert.

Der Muttertagsausflug wurde vom neuen Chef Unterhaltung Jörg Lütolf vorbereitet und durchgeführt. Mit der Dampfbahn fuhren wir von Triengen nach Sursee und zurück. Unterbrochen wurde die Fahrt durch ein Motocross-Rennen, das über die Schienen führte. Nach der Bahnfahrt sass man zum gemütlichen Mittagessen im Bahnhof Triengen zusammen. Der Ausflug wurde allseits als sehr schön und gemütlich empfunden. Herzlichen Dank an Jörg Lütolf.

Im Juni fand der 4-tägige Vereinsausflug nach Verona statt, wo in der einzigartigen Arena zwei Opern besucht wurden. Neben der Musikkultur kam aber auch die Tafelkultur voll zur Geltung, gehören doch bei einem Ausflug nach Italien immer auch Speis und Trank zu den grossen Freuden. An dieser Stelle sei den Organisatoren Lisbeth und Hans Thomann sowie dem Reiseleiter Charles Gallo für die Durchführung dieser schönen Reise bestens gedankt.

Zu Ehren des Nationalfeiertages wurde am 1. August wieder das traditionelle Salutschiessen vor dem Casino durchgeführt. Das letzte Mal unter ihrem langjährigen Kommandanten Franz Eichmann boten die Kanoniere in ihren historischen Uniformen wie gewohnt ein sehr schönes Bild. Umrahmt wurde das Salutschiessen durch den Jodlerchor Wasserturm, vereinigt mit den Stadtjodlern. Dem abtretenden Kommandanten der Geschützmannschaft Franz Eichmann sei auch an dieser Stelle für seine langjährige aktive Mitarbeit in der Geschützmannschaft herzlich gedankt. Als neuer Kommandant wurde an einem Treffen der Geschützmannschaft unser Fähnrich David Merz bestimmt, Stellvertreter ist unser Aktuar und Vizefähnrich Marco Wicki. Ich wünsche der Geschützmannschaft unter der neuen Führung viel Erfolg.

Am Eidg. Bettag fand der Familienausflug statt. Jörg Lütolf hatte einen rustikalen Anlass in der Jagdhütte der Jagdgesellschaft Ruswil im Obersäliwald organisiert. Bei schönem Wetter konnte den Grilladen, Salaten und Desserts zugesprochen werden. Daneben gehörte das gemütliche Beisammensein bei Gespräch, Jassen usw. zum schönen Inhalt dieses Familienausfluges.

Höhepunkte des Vereinsjahres waren wiederum der Barbara-Bittgottesdienst und die Barbara-Feier. Beide wurden ebenfalls von Jörg Lütolf organisiert, und wir dürfen unserem Chef Unterhaltung für die gelungenen Anlässe herzlich gratulieren. Der Barbara-Bittgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Burkart Zürcher war eindrücklich, ebenso die schöne musikalische Umrahmung durch den Jodlerclub Wasserturm, vereint mit den Stadtjodlern. Die Barbara-Feier im Hotel Schweizerhof bot ein feines Essen und ein schönes Rahmenprogramm. Es gibt nur noch wenige dieser klassischen Bälle und der AVL darf sich glücklich schätzen, einen solchen durchführen zu können. Gleichzeitig soll uns das auch Ansporn sein, mittels eines solchen gesellschaftlichen Anlasses wieder neue Mitglieder für den AVL begeistern zu können.

Im Jahre 2002 nahm unser Redaktor Peter Imgrüt die Arbeiten für eine Homepage auf. Er gestaltete diese, und zusammen mit Helfern wurden die Artikel und Berichte über den AVL geschrieben und eingefügt. Pünktlich zum Jahresende bzw. zu Beginn des neuen Jahres wurde die Homepage unter "www.avluzern.ch" aufgeschaltet. So kann nun jeder weltweit Informationen über unseren Verein aus dem Internet abfragen. An dieser Stelle sei unserem Redaktor Peter Imgrüt nochmals bestens für diese hervorragende Arbeit gedankt.

Zum Schluss möchte ich es nicht unterlassen, allen jenen herzlich zu danken, die in irgendeiner Art und Weise für den AVL Leistungen erbringen oder ihn unterstützen. Ohne diese Unterstützung könnte ein Verein nicht bestehen. In der Gewissheit, dass dies auch in der Zukunft so sein wird, schliesse ich diesen Jahresbericht 2002 und freue mich auf das kommende Jahr.

Markus Kaufmann, Präsident

 

Jahresbericht 2002 des Oberschützenmeisters
Mit dem Ustertagschiessen 2002 ging auch dieses Jahr die Freiluftsaison der Schützen zu Ende. Dieses Jahr endete die Schiesssaison auf dem Schiessplatz Allmend schon Mitte September.Die letzen beiden Trainings absolvierten die Schützen auf der Anlage Hüslenmoos, Emmen.
An den drei Schiessdaten für das Bundesprogramm (Obligatorisch) nahmen 59 Gewehr-und 35 Pistolenschützen teil.Diese Abnahme gegenüber 2001 ist wegen eines Schiesstages weniger und dem Weglassen einer persönlichen Einladung an "C-Schützen" zu erklären. Besten Dank an alle Funktionäre für den reibungslosen Ablauf. Am Feldschiessen nahmen dieses Jahr 33 Gewehr-und 31 Pistolenschützen teil. Etwas weniger als letztes Jahr. Vielleicht deswegen, weil anstelle des Sonntagmorgen am Freitagabend geschossen werden musste (Einschränkung wegen Lärmschutzverordnung). Unser diesjähriger Schwerpunkt war das Kantonalschützenfest in Willisau. Unsere Erwartungen als Sektion konnten wir nicht erfüllen, dennoch gab es eine stattliche Anzahl an Kranzschützen des AVL. Unsere Pistolengruppe brillierte an diversen Schiessen und hat auch dieses Jahr die Farben des AVL hochgehalten.
Die Schliessung der Schiessanlage Allmend für die 300m-Distanz ist nun definitiv, nachdem der Regierungsrat auf Ende 2003 "Ende Feuer" befiehlt. Ob eine Sanierung der 25/50m-Anlagen machbar ist und weiterhin mit grosskalibrigen Waffen geschossen werden darf, klärt die SG der Stadt Luzern im Detail noch ab. Die Frage stellt sich, ob eine Aufteilung der Schützen auf zwei Standorte (300m evtl.Kriens/Emmen, 25/50m Luzern) überhaupt wünschenswert ist. Auch ist noch keinenfalls entschieden ob die Luzerner Schützen in Kriens oder Emmen überhaupt Aufnahme finden. Anlässlich der Präsidenten-und Oberschützenmeisterkonferenz am 27.11.2002 erwarte ich von der Stadt Luzern und vom VSSV Fakten zu diesem Punkt. Man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben.
Zum Schluss möchte ich noch allen danken, die den Schiessbetrieb des AVL ermöglicht haben. Einen speziellen Dank möchte den Mitgliedern der Schiesskommission aussprechen, welche durch ihren Einsatz einen reibungslosen und unfallfreien Schiesssaison ermöglichten.

Roger Albisser, Oberschützenmeister


Bericht aus dem Wasserturm
Am 5./6.April war wieder "Turm-Putzete" angesagt.Wie alle Jahre wurde gereinigt und der Turm auf Hochglanz gebracht von unseren Stubenmeisterinnen-Meister. Am 16.April durften wir die ersten Gäste empfangen. Mit gegen 70 Voranmeldungen war ein erfolgreiches Jahr angesagt. Es war auch ein gutes Jahr für den Verein und die Kasse.
Über 5000 Gäste an 208 Anlässen haben dem Wasserturm die Ehre erwiesen. Es waren Gäste aus der ganzen Schweiz, und aus allen Schichten, die den Wasserturm für ihren Anlass auswählten. Etliche Anlässe wurden musikalisch umrahmt. Chöre, Guggenmusigen, Klassische Instrumente kamen zum Einsatz. Bei einem Mittagessen, wo Generäle mit Partner aus 8 Nationen zu Gast waren, gaben 2 Jodlerinnen in Begleitung mit einer Handorgel ihr Bestes. Bei einer Whisky-Degustation wurde eine echte Irische Band eingeflogen. Die Luzern Tourismus AG mit ihrer neuen Tour "die Galgenfrist" brachte uns etliche Besucher in den Turm, wo das Gefängnis ein Bestandteil dieser Führung war. Im November und Dezember ist eine Innen-Reinigung des Dachstuhles vorgesehen sowie die gesamte Überprüfung der elektrischen Anlagen in der Turmstube und im Dachstock, sowie einer neuer Beleuchtung des Dachgebälkes. Die Turmkommission erledigte an drei Sitzungen die vorhandenen Aufgaben in kameradschaftlicher Zusammenarbeit. Ich möchte dem ganzen Turm-Team, es sind dies Marlene +Carlo Rogger, Yvonne + Roland Christen, Yvonne Odermatt, Annamarie Iwert, Agnes Smania sowie den Mitgliedern der Turmkommission recht herzlich danken für die gute Zusammenarbeit, das erleichtert auch die Arbeit des Turmvogtes. Danken möchte ich unseren Lieferanten, die uns immer prompt belieferten.

Der Turmvogt Seppi Reichlin

Bericht Obmann Alte Garde
Das Jahr 2002 geht zu Ende, aber vom Winterschlaf ist keine Rede. Im Ausschuss der Alten Garde werden bereits neue Aktivitäten geplant.

Für das Jahr 2003 wollen wir auf vielseitigen Wunsch das Bundeshaus etwas näher kennen lernen. Wir sind bereits mit Persönlichkeiten aus der Politik in Verbindung getreten, um unseren Artilleristen und ihren Angehörigen einen schönen Tag in Bern zu gestalten.

Leider sind aus unserem Kreise auch schon einige Kameraden verstorben, welche wir ja anlässlich unserem Barbara Bittgottesdienst am 04. Dezember in der Petruskapelle in Luzern gedenken.

Unserem Kameraden, Oberst im Generalstab, Bruno Staffelbach, sei hier gedankt für die Einladung, um an der letzten Schiessübung, der Pz Hbt Abt 48, teilzunehmen.

Danke!

Der Obmann Erni Franz


Jahresbericht Wehrsport 2002
Nicht der Wehrsport im Artillerieverein ist wiederauferstanden sondern die Berichterstattung. Der AV Luzern hat nach wie vor eine stattliche Anzahl von Läufer, Sportler und Wanderer, die im Jahre 2002 an regionalen, nationalen und internationalen Märschen und Wettkämpfen teilnahmen und mit Stolz und äußerer und innerer Achtungsstellung die Farben des Artillerievereins Luzern vertreten haben.
In der Jahreswertung Wehrsport klassierten sich im Jahre 2002 19 Vereinsmitglieder, davon 16, die mindestens an drei wehrsportlichen Anlässen teilnahmen.
Das vergangene Jahr war reich befrachtet mit Höhepunkten des militärsportlichen Vereinslebens. In der Reihenfolge ihrer Bedeutung für den AVL, war einmal mehr der absolute Höhepunkt, der Vier-Tage-Marsch im Holländischen Nijmegen. Mit einer eigenen Marschgruppe von 15 AVL-Mitgliedern und 2 Gästen, absolvierten wir diesen Traditonsmarsch. Um sich für den Vierdaagse zu qualifizieren absolvierten wir mit 13 Teilnehmern den Schweizerischen Zwei-Tage-Marsch von Bern, der in diesem Jahr auf einer neuen Strecke mit Start und Ziel in Belp durchgeführt wurde.
Weitere offizielle Marschveranstaltungen, wo unsere Marschgruppe die Farben des AVL vertrat, waren mit 11 Teilnehmer, der Marsch um den Zugersee, mit je 8 der Stanser Sternmarsch und der Zentralschweizer Nachtdistanzmarsch in Menznau.
Bevor wir jedoch all diese offiziellen Veranstaltungen besuchten, trainierten wir an 7 Trainigsanlässen mit um die 25 bis 30 km die Marschtüchtigkeit, die Kondition und schulten das disziplinierte Marschieren in der Gruppe. Selbstverständlich wurde anschliessend auch der gesellige Teil in der einen oder anderen, zu einem Culinarium umgebauten Wohnung der jeweiligen Marschgruppenmitglieder gepflegt und die Spezialitäten aus Küche und Keller genossen.
Im Läuferischen Bereich darf die Teilnahme von 2 AVL-Mitglieder an den in die Bieler Lauftage eingebetteten [CISM] Militär-Marathon Welt- und Schweizermeisterschaften als Höhepunkt im Sportjahr 2002 gesehen werden. Bei einer für einen Marathonläufer drückenden Hitze von gegen 25º C, absolvierten Four Urs Vogel im 14. und Kpl Elmar Emmenegger im 33 Rang, die offizielle Militärmarathon Schweizermeisterschaft. Wie es sich für eine solch bedeutende Veranstaltung gebührt, unter den Augen unseres Chefs VBS, Herr Bundesrat Samuel Schmid und zahlreichen Spitzen unser Armee und ausländischen Militärdelegationen. Um die Bedeutung und den Stellenwert dieses Wettkampfes für uns Militärsportler gebührend einzuordnen, muss erwähnt werden, dass der Vizemilitärmarathonweltmeister einige Monate später in München bei den Leichtathletik-EM Vizeeuropameister im Marathon wurde. Das heisst nichts anderes, dass AVL-Läufer sich mit den besten der Welt massen und anschliessend auf der Expo-Arteplage die protokollarischen Ehrbezeugungen mit Nationalhymnen und Fahnenaufzug miterleben durften. Da in der Mannschaftswertung Schweiz I Weltmeister wurde, war das Abspielen der Nationalhymne auch für uns AVL-Teilnehmer ein Höhepunkt und ein verdienter Lohn der den Puls auch nach dem Wettkampf nochmals höher schlagen lies.
Ein weiterer harter Kern von 2 manchmal 3 Läufern absolvierte erfolgreich die Waffenlaufsaison 2002. Bedauerlicherweise nahmen an den Regionalen Artillerie Wettkämpfen nur 2 Mitglieder am Zweikampf und nur einer am Mehrkampf teil. Hier müssen wir in Zukunft wieder eine deutliche Steigerung bewerkstelligen. Unglücklich ist jedoch einmal mehr, dass es Organisatoren von militärsportlichen Anlässen schaffen, sich gegenseitig zu konkurrenzieren und sich die Teilnehmer abwerben und gleichzeitig über sinkende Teilnehmerzahlen klagen [im Jahr 2003 gleichzeitig mit dem Stanser Sternmarsch].
Zusammenfassend besuchten total 132 Teilnehmer aus der Wehrsportdelegation des AVL 24 Veranstaltungen. Davon wurde an 17 Anlässen die Uniform [TAZ 90] getragen und damit ein Solidaritätszeichen zu unserer Milizarmee gesetzt.
An dieser Stelle gehört allen die dazu Ihren Beitrag geleistet haben ein herzliches Dankeschön und für die absolvierten Leistungen einen grossen Applaus und die besten Glückwünsche!

Urs Vogel, TL Wehrsport