Berichte 2005


> 4Tagemarsch Nijmegen
> Ustertag-Schiessen
> Adventsball
> Herbstausflug ins Toggenburg
> Vereinsreise nach Heidelberg
> Schiesssektion
> 2 Tagemarsch
> Salutschiessen
> Frühlingsausflug Brünig Indoor
> Sportberichte
> Ehrungen an der GV 2005
> Jahresberichte 2005


   
  Fotogalerie Nijmegen 2005: hier klicken  
   

Welkom in Nijmegen
89ste Internationale Vierdaagse Afstandsmarsen!


Eindrucksvolle Erinnerungen an den 89. Internationalen Viertagemarsch von Nijmegen,
der grössten Wanderveranstaltung der Welt und dieses Jahr zum 45. Mal mit der Marschgruppe
des Artillerievereins Luzern.



 
Als man den Viertagemarsch im Jahr 1909 ins Leben rief und 306 uniformierte Teilnehmer mitmarschierten, dachte noch kaum jemand, dass 96 Jahre danach eine so grosse Völkerwanderung mit um die 47‘000 Marschierenden und Walkern durch die Gegend rund um Nijmegen in fröhlichem Marschschritt stattfinden wird. Wäre seit dem Vorjahr nicht eine Teilnehmerlimite eingeführt worden, es wären bereits deutlich über 50‘000 Wanderer.
Wer bereits einmal an dieser grössten mehrtägigen Wanderveranstaltung der Welt teilgenommen hat, kennt die einzigartige Atmosphäre mit all den uniformierten und zivilen Marschierenden, die sich zu einem wahren Verbrüderungsfest verbinden und all die Strapazen schnell vergessen lassen. Während vier Tagen nehmen gegen 47‘000 Menschen aus allen Kontinenten, darunter auch 220 Angehörige der Schweizer Armee teil. All diese Marschbegeisterten folgen dem Ruf in vier Teilstrecken sternförmig um die Stadt Nijmegen zu marschieren.
Die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern nahm dieses Jahr zum 45. Mal in ununterbrochener Reihenfolge mit dem Schweizerischen Marschbataillon am Viertagemarsch teil. Damit sind wir eine der Traditionsmarschgruppen und eines der Aushängeschilder. Diese Verantwortung ehrte uns auf der einen, verpflichtete uns jedoch auch auf der anderen Seite, eine Vorbildfunktion für die übrigen Marschgruppen zu sein.

Am Samstag, 16.Juli 2005 war die gemeinsame Abreise vom Treffpunkt im Bahnhof SBB in Basel. Zusammen mit zwei anderen Gruppen fuhren wir mit der Deutschen Bahn über Mannheim, auf der Neubaustrecke Richtung Köln, Emmerich, Arnhem nach Nijmegen. Durch die neue Streckenführung, gehörte die frühere Rheinuferfahrt, vorbei an der berühmten „Loreley“, der Geschichte an. Nach der Ankunft in Nijmegen und der Busfahrt ins Militärcamp Heumensoord, bezogen wir die, durch das „Dienstdetachement“ des Schweizerischen Marschbataillons vorbereitete Unterkunft. Aus Kostengründen liegen wir heute ein wenig enger beisammen als noch vor wenigen Jahren. Was den anschliessenden Ausgang betrifft, so waren die Bedürfnisse so individuell, dass der Schreibende aus Diskretionsgründen nicht allzu viel erzählen möchte und über die eigenen Eskapaden zu berichten, wäre so oder so nie objektiv.

Der Sonntag, 17. Juli 2005 diente einigen zum Ausschlafen, andere erkundeten die Stadt Nijmegen oder gaben sich ein Stelldichein auf dem „Pfannkuchenschiff“ und schlemmerten, allen voran unser Schwyzer Edgar Gwerder. Unser Gruppenführer absolvierte mit ein paar Laufkameraden anderer Marschgruppen einen einstündigen, ca. 12-km langen Trainingslauf. Der Abend war reserviert für den offiziellen Empfang der Delegationen. Das heisst: Das Schweizerische Marschbataillon ist zusammen mit der Bundeswehr (BRD) Gastgeber und empfängt die kommunalen und regionalen Behörden, die Spitzen des Organisationskomitees und die Chefs und Angehörigen der verschiedenen militärischen Delegationen. Dieser Anlass wurde musikalisch umrahmt von einem deutschen Luftwaffenmusikkorps und der Feldmusik Luzern. Kulinarisch gab es ein grosses Schweizer Käsebuffet und Schweizer Weisswein, Schweinshaxen mit Sauerkraut,
Salzbrezel und ein kühles Pils vom Fass.

Der Montag, 18. Juli 2005 ist selbstverständlich nochmals ein Ruhetag. Für einige auch Einkaufsbummel und Kartenschreiben in der Stadt Nijmegen oder der Tag wird für Ausflüge in die Region Gelderland oder nach Amsterdarn benutzt. Vor allem dient der Montag den letzten Vorbereitungen. Es wird die Ausrüstung vorbereitet, das Gewicht
von 10 kg abgewogen, die Schuhe nochmals auf Hochglanz gebracht und innerlich steigt der Pulsschlag bereits an. Denn manch ein Marschierer kann es kaum erwarten bis es heisst „Vorwärts Marsch!“ Ein erster Höhepunkt ist bestimmt die Flaggenparade, wo Vielen das Herz höher schlägt. Ein ähnliches Spektakel wie Eröffnungsfeierlichkeiten an Olympischen Spielen. Einfach reduziert auf ein zweistündiges Abendprogramm und selbstverständlich mit einer Parade aller Delegationen und mit hervorragenden Klängen von zahlreichen Militärkapellen und Musikgesellschaften. Die Schweiz war dieses Jahr mit der Feldmusik Luzern, unter der Leitung von Christoph Walter, vertreten. Eine besondere Ehre viel dem Artillerieverein Luzern zu. Unser Gruppenführer, Four Urs Vogel, trug als Bataillonsfähnrich mit Stolz die Schweizer Fahne ins Goffertstadion vorbei an den vollen Zuschauerrängen und führte damit das Fahnendetachement der Schweizer Delegation an. Diese Eröffnungszeremonie war bereits ein erster eindrücklicher und attraktiver Höhepunkt. Die weiteren folgten für den einen oder anderen im Verlauf der Woche Schlag auf Schlag!

Dienstag, 19. Juli 2005, erster Marschtag, um 03‘15 Tagwache, ein etwas langes Anstehen beim Fassen des Morgenessens hätte durchaus ein wenig Unordnung in den Tagesbefehl bringen können, trotzdem, die Marschgruppe des Artillerievereins ist rechtzeitig zum Abmarsch um 04‘30 bereit. Die Startformation mit den beiden Zugpferden Oberstlt Edgar Gwerder und Fw Rolf Meister gaben von Anfang den Schritt an, der es uns erlaubte praktisch immer unter den ersten Gruppen des Schweizerischen Marschbataillons zu sein. Die Standarte mit dem Schweizer Hoheitszeichen trug Fw Beat
Schlüchter. Zusammen mit unserem „Hamburger“ Füs Urs Limacher marschierten die beiden im zweiten Glied. Auch dieses Jahr verstärkte Oblt Markus Heller (Vilan Zürich) unsere Marschgruppe. Markus befindet sich gegenwärtig bei der Schweizer Garde in Rom als Hellebardier. – Der erste Tag führt uns durch Nijmegen, über Lent nach Bemmel, wo traditionsgemäss die Schweizer Woche stattfindet und uns bereits in den frühen Morgenstunden die örtlichen Behörden und der Kdt des Schweizerischen Marschbataillons, Oberst i Gst Jean-Jacques Joss, untermalt mit imposanter Marschmusik der
Feldmusik Luzern, begrüssten. In Elst hielten wir für den ersten Marschhalt an und genehmigten, die von unserem Betreuer bestellte Verpflegung in Form von Suppen und Getränken. Weiter ging es über Valburg, Oosterhout, Lent zurück nach Nijmegen und zurück ins Camp Heumensoord, wo wir dieses Jahr nicht vor 12‘30 Uhr einrücken durften.
Dadurch konnten wir es auf den letzten Kilometern etwas ruhiger nehmen, was dem einen oder anderen entgegen kam. Die AVL-Marschgruppe gehörte jedoch wieder voll zu den vorbildlichsten Heimkehrern!

Mittwoch, 20. Juli 2005, zweiter Marschtag, um 03‘45 Tagwache, das Fassen des Morgenessens ging deutlich speditiver vor sich und wir waren vorbildlich früh zum Abmarsch bereit. Die weniger Erfreuliche und vielleicht einzige Negative am diesjährigen Vierdaagse gleich zu Beginn, unsere Gruppe hatte bereits vor dem Start zum zweiten Marschtag einen Ausfall zu beklagen. Sdt Dominik Schneider hatte derart Probleme mit seinen Füssen, dass ihn der Arzt aus dem Marsch nehmen musste. – Somit war das Tagesziel, die Strecke mit dem Durchmarsch in Wijchen, über Beuningen durch Nijmegen und zurück nach Heumensoord möglichst schadlos und ohne weitere Ausfälle zu bestehen. Einzelne hatten jedoch bereits im Verlaufe des zweiten Marschtages die ersten Beschwerden und mussten sich in Wijchen oder bei der 2. Rast in Beuningen verarzten lassen. Bei der Rückkehr ins Militärcamp begrüsste Divisionär Hans-Ulrich Solenthaler, Ausbildungschef Heer, als offizieller Vertreter der Armee, jeden einzelnen persönlich und beglückwünschte uns für die bereits absolvierten ersten beiden Tage. Am Abend erwartete uns, aus Anlass der Schweizer Wochen in Bemmel, das Konzert der Feldmusik
Luzern. Eine alljährliche Tradition, wo immer wieder konzertante Blasmusik vom Besten geboten wird.

Donnerstag, 21. Juli 2005, dritter Marschtag, um 03‘15 Tagwache. Nach 04‘40 konnten wir abmarschieren. Von Heumensoord durch Brakkestein, Malden, Mook, bis nach Plasmolen. Nach etwas mehr als 3 Stunden durften wir den ersten wohlverdienten Marschhalt einschalten und dort wo nötig die vorhandenen Blessuren verarzten. Nach Milsbeek auf dem 2. Militärrastplatz mussten wir nochmals eine kurze Rast einschalten, damit die Gruppe wieder neu aufgetankt weiter marschieren konnte. Der dritte Tag ist Jahr für Jahr eine „Rennerei“, denn gegen 10‘30 Uhr sollte das Gros des Marschbataillons auf dem Kanadischen Friedhof in Groesbeek sein. Denn auch dies ist eine Tradition, die keine Marschgruppe verpassen will. Wir vom AV Luzern haben es unter wenigen geschafft, uns kurz nach 10‘30 Uhr, beim Delegationschef zur Kranzniederlegung zu melden. Der Friedhof ist auch alljährlich Treffpunkt und Begegnungsstätte von zahlreichen Schweizern, sei es als Zuschauer oder als zivile Marschteilnehmer. Es war auch der erste Tag seit Marschbeginn, wo wir unsere zivilen AV-Kolleginnen und Kameraden an diesem Vierdaagse trafen. Dieses Jahr folgten uns Oberst Edwin Singer, Motf Josef Distel, Gfr Franz Wicki, Hanneke Distel und Oberst Hansruedi Weber. Durch die unterschiedlichen Startzeiten, Startorte und Massen von Wanderern war eine frühere Begegnung schlicht nicht möglich.

Nach der eindrücklichen Totenehrung, umrahmt von der Feldmusik Luzern, setzten wir in Begleitung unserer zivilen Kollegen den Marsch fort bis nach Berg en Dal.  Traditionsgemäss ist dort Einkehr zu einem kräftigen Cognac! Dieses Jahr gespendet
von unseren beiden zivilen Marschkollegen EM Edwin Singer und Josef Distel. – Recht herzlichen Dank Edi und Seppi! – Nach dem „Kanadischen“ sind mehr als 2/3 des Vierdaagse geschafft und durch den immensen Zuschaueraufmarsch und die angenehmen Zwischenhalte, sind die letzten Kilometer eher zu ertragen. Nach dem Einrücken, der Körperpflege, dem Rapport und dem anschliessenden Nachtessen konnten wir uns entweder ausruhen und schlafen oder uns einen Ausgang gönnen. Am späten Abend, so gegen 23‘00 Uhr, auf diesem Breitengrad dunkelt es im Sommer nicht früher ein, fand auf dem Wal (Rhein) das grosse Feuerwerk statt. Jedoch sind die Meisten derart müde, dass sie sich bereits in ihren Schlafsack einkuschelten.

Freitag, 22. Juli 2005, vierter Marschtag, um 03‘45 Tagwache. Nach 05‘00 war Abmarsch aus dem Camp und Aufbruch zum 4. und letzten Marschtag. Die Strecke führte uns über Overasselt, Nederasselt nach Grave. Dort, nach rund drei Stunden der erste Halt, auch hier im traditionellen Lokal wie in all den Jahren zuvor. Zweifellos ist der 4. Tag der Höhepunkt für jeden Teilnehmer. Obwohl die Strecke auf sehr langen, asphaltierten oder betonierten Geraden verläuft und dadurch nicht besonders attraktiv erscheint, ist der Durchmarsch in Grave, Beers und Cuijk, vor tausenden von Zuschauern
und die Überquerung der Pontonbrücke ein weiterer Höhepunkt, der die Müdigkeit, Strapazen und für viele auch Schmerzen vergessen lassen! Vor allem nach dem etwas ausgedehnteren Halt und der Stärkung mit etwas Kräftigerem in Form von Cognac. Von Cuijk bis zum Retablierungsplatz des „4 Daagse“ dürften es noch ca. 10 km sein und die Strassen sind über die ganze Distanz fast ununterbrochen von Tausenden von Zuschauern flankiert! Nach einem triumphalen Einzug auf dem Retablierungsplatz, durfte unser Gruppenführer allen zum bestandenen Marsch gratulieren und seine Kameraden mit der wohlverdienten Marschmedaille auszeichnen damit jeder wohl dekoriert die letzten 4 km unter die leidenden Füssen nehmen konnte.

Sicher ist dies für jeden Teilnehmer eines der grossartigsten und unvergesslichsten Erlebnisse. Ehre wem Ehre gebührt; aus Anlass seiner 15. Teilnahme in Nijmegen fiel unserem Gruppenführer, Four Urs Vogel, die stolze Aufgabe des Bataillonsfähnrichs zu. An der Spitze durfte Urs zusammen mit zwei Fahnenwachen das Marschbataillon anführen
und war dadurch zwangsläufig im Blitzlicht der Fotografen und Kameras. Zu den Klängen der Feldmusik Luzern marschierten die beiden Kompanien des Schweizerischen Marschbataillons vor einer imposanten Zuschauerkulisse von um die 300-Tausend Zuschauer ins Stadt-Zentrum. Vorbei an der Ehrentribüne mit den Offiziellen und den Würdenträger der in- und ausländischen Armeen, die uns den Gruss erwiderten! So nahm das grandiose Defilee sein Ende und wir kehrten mit den bereitgestellten Bussen in unser Camp zurück!

Nach den bataillonsinternen Ehrungen, traf sich unsere Gruppe zum gemeinsamen Nachtessen.

Alle Kameraden des AVL haben sich hervorragend ins Zeug gelegt und haben den Marsch optimal absolviert, allen voran Fw Rolf Meister, Fw Beat Schlüchter, Sdt Edi Berger, Wm Daniel Winter, Kpl Erik Dollinger und Kpl Elmar Emmenegger. Besonders positiv und ohne Schwierigkeiten ist unser Neumitglied, Urs Limacher mitmarschiert. Einer der vermutlich stark leiden musste, jedoch hervorragend auf die Zähne gebissen hat und ohne Klagen fertiggekämpft hat, war Oberstlt Edgar Gwerder. Unser „Rom Gardist“, Oblt Markus Heller hat sich auch sehr gut in die Gruppe integriert, hatte wie es mir
schien, doch ab und zu ein wenig zu leiden.
Als Betreuer und Verpfleger amtete zum 5. Mal Fw Marcel Furrer, der seine Aufgabe umsichtig wahrnahm und uns vor allem mit abwechslungsreichen Getränken und Flüssigkeiten und auch fester Nahrung in Form von Früchten, Riegeln und anderem kulinarisch Schnellverdaulichem versorgte. Marcel ist selber während drei Jahren aktiv mitmarschiert und weiss aus eigener Erfahrung, was es heisst einen Vierdaagse mit Schmerzen an den Füssen zu absolvieren. Marcel, herzlichen Dank!
Dass der eine oder andere sich mit Blasen oder anderen Problemen an Füssen, Beinen und Muskeln herumschlagen und leiden musste, kann allenfalls mit einem noch um fassenderen Training verbessert werden.
Lobenswert war auch dieses Jahr die ganze Organisation, die zur Verfügungstellung und der Unterhalt der Infrastruktur durch den Delegationsstab und deren Mitarbeiter unter der Leitung des Chefs Oberst i Gst Jean-Jacques Joss.

Am Samstag, 23. Juli kehrten wir mit zahlreichen eindrücklichen und unvergesslichen Erlebnissen zurück in unsere Heimat.
Allen die zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben, möchte ich an dieser Stelle recht herzlich danken! – Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Jahr – zur 90. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 18.–21. Juli 2006!

 Urs Vogel
 
Hier die verdienten Topmarschierer der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern:
 
  Oblt
Kpl
Fw
Oberstlt
Sdt
Kpl
Fw
Fw
Wm
Sdt
Sdt
Four
 
Markus Heller
Erik Dollinger
Marcel Furrer (3/5)
Edgar Gwerder
Eduard Berger
Elmar Emmenegger
Beat Schlüchter
Rolf Meister
Daniel Winter
Dominik Schneider
Urs Limacher
Urs Vogel
 
9. Teilnahme
8. Teilnahme
8. Teilnahme
5. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
15. Teilnahme
  Ebenfalls verdienen die fünf zivilen Marschteilnehmer ein grosses Bravo, einen Applaus
und herzliche Gratulation:
 
  Gfr
Oberst

Motf
Oberst
Franz Wicki
Hansruedi Weber
Hanneke Distel
Josef Distel
Edwin Singer
42. Teilnahme
41. Teilnahme
38. Teilnahme
33. Teilnahme
20. Teilnahme

Viertagemarsch 2005 in Nijmegen
Rückblick aus der Sicht eines zivilen Teilnehmers
 
Neunzehn Mal – erstmals 1963, letztmals 2003 – durfte ich den Internationalen Viertagemarsch mit einer militärischen Marschgruppe absolvieren. Zuerst und zuletzt als „gewöhnliches“ Mitglied, dazwischen einige Jahre als Gruppenchef. Viel Erfahrung im Umgang mit mir selber und mit Kameraden hat sich in dieser langen Zeit angesammelt.
Geblieben sind wie oft im Leben nur die positiven Erlebnisse vor, während und nach der grossen physischen Leistung von jeweils 4x40 Kilometern auf den harten Pflaster-, Asphalt und Betonstrassen in der Umgebung der 2000 Jahre alt gewordenen Kaiser- und Universitätsstadt Nijmegen im Südosten der Niederlande. Unvergessen bleiben auch die Erinnerungen an viele lustige Begebenheiten in der eigenen Marschgruppe und mit Kameraden aus andern schweizerischen und ausländischen Gruppen. Nicht vergessen ist auch begeisternde Unterstützung, welche die Marschierenden – seien es
Soldaten oder Zivilisten – von Seite der holländischen Bevölkerung Jahr für Jahr stets wieder von neuem erfahren.

Schweizerische Vorschriften erlauben die Absolvierung des Viertagemarsches als Angehöriger unserer Armee nur bis zum vollendeten 60. Altersjahr. Eine glückliche Konstellation ermöglichte es mir, noch zwei Jahre darüber hinaus in der Uniform teilzunehmen. 2004 war es dann aber endgültig vorbei. Weil mental noch nicht zur Umstellung bereit, verzichtete ich auf eine Teilnahme als Zivilist. Der im Kopf steckende Marschvirus (eine schwer und fast unheilbare Krankheit) und der Wille, die Anzahl absolvierter Märsche nicht bei der ungeraden Zahl 19 zu belassen, bildeten den Auslöser, es im laufenden
Jahr nochmals zu versuchen. Konkret hiess das, auf den Vorteil der Organisation von Anmeldung, Unterkunft und Verpflegung durch die Armee verzichten und alles selber managen zu müssen. Das begann mit der Anmeldung, bzw. der postwendenden Antwort aus Holland, aufgrund der grossen Zahl (47‘000!) der erwarteten Interessenten würden die TeilnehmerInnen ausgelost. Aber wie heisst das Sprichwort? Auch blindeSäue finden hin und wieder Eicheln. So gehörte dann auch ich zu den glücklich Ausgewählten. Für die zivile Unterkunft durfte ich mich auf Kamerad Franz Wicki, AVL-Mitglied und in diesem Jahr zum 42.Mal ! ! ! am Viertagemarsch, verlassen. Die Verpflegung war das kleinste Problem. Restaurants, Takeaways und andere Imbissbuden gibt es auch in Holland in grosser Zahl. Negativ aufgefallen sind mir eigentlich nur die bedingt durch die grosse Teilnehmerzahl jeweils langen Wartezeiten beim morgendlichen Start und die von den Marschierenden mindestens auf den ersten Kilometern „verstopften“ Strassen.

Zusammenfassend stelle ich fest, der Viertagemarsch war auch als Zivilist ein grossartiges Erlebnis. Die Kilometer messen ebenfalls 1’000 Meter. Die Mühen, der Schweiss, der Durst und der Muskelkater unterscheiden sich in keiner Weise von jenen in Uniform. Meine Folgerung aus dieser Erfahrung: Wenn es die Gesundheit und das Losglück erlauben, gibt es für mich eine 21. Teilnahme am Internationalen Viertagemarsch im kommenden Jahr.

 Edwin Singer

Anzahl Teilnahmen am Internationalen Viertagemarsch Nijmegen NL
(ewige Rangliste – Stand August 2005)

 

Name

Vorname

Grad

Jahrgang

Anzahl bis 2005

Letzte
Teilnahme

   

   

   

   

   

   

   

   

Wicki

Franz

Gfr

1935

42

2005

   

Weber

Hansruedi

Oberst

1939

41

2005

   

Distel

Hannecke

   

1946

38

2005

   

Distel

Josef

Motf

1941

33

2005

   

Bucher

Xaver

Gfr

1923

25

1985

   

Singer

Edwin

Oberst

1941

20

2005

   

Kuster

Karl

Wm

1916

18

1984

   

Schmid

Peter

Gfr

1955

17

1996

   

Bieri

Josef

Wm

1953

16

1991

   

Distel

Franz

Gfr

1945

16

1986

   

Bösch

Kurt

Oberstlt

1950

15

2001

   

Vogel

Urs

Four

1953

15

2005

   

Gamma

Alois

Füs

1912

13

1975

   

Hess

Ernst

Gfr

1947

12

1990

   

Küng

Franz

Wm

1940

12

1982

   

Christen

Roland

Kpl

1944

10

2001

   

Heller

Markus

Oblt

1975

9

2005

   

Aregger

Philipp

Wm

1950

8

1989

   

Dollinger

Erik

Kpl

1975

8

2005

   

Berger

Edi

Sdt

1973

5

2005

   

Gwerder

Edgar

Oberstlt

1961

5

2005

   

Helfenstein

Georges

Wm

1965

5

1994

   

Kiener

Hans

Fw

1952

5

2004

   

Steffen

Bruno

Kpl

1978

5

2003

   

Verrillo

Antonio

Sdt

1972

5

2004

   

Kammermann

Hansruedi

Füs

1957

5

1992

   

Emmenegger

Elmar

Kpl

1965

4

2005

   

Schlüchter

Beat

Fw

1979

4

2005

   

Meister

Rolf

Fw

1971

3

2005

   

Dietschy

Urs-Louis

Oblt

1975

3

2004

   

Eiholzer

Robert

Sdt

1960

3

2004

   

Schneider

Dominik

Sdt

1983

2

2004

   

Winter

Daniel

Wm

1967

2

2005

   

Rogger

Carlo

Sdt

1951

1

1990

   

Limacher

Urs

Sdt

1982

1

2005

   

   

   

   

   

   

   

   

Als Marschierer

und Betreuer

   

   

   

   

   

Strebel

Walter

Gfr

1925

(08/11) 19

1984

   

Stutz

Hans

Kan

1929

(10/07) 17

1984

   

Biscontin

Remo

Gfr

1954

(02/06)   8

2000

   

Furrer

Marcel

Fw

1975

(03/05)   8

2005

   

Zemp

Franz

Motf

1938

(06/01)   7

1991

   

 


37. Ustertag-Schiessen, Samstag 19. November 2005
 


Unter strahlendem Sonnenschein bestiegen beim Stadion Allmend eine gutgelaunte Schützenschar den Car, um sich im friedlichen Wettstreit in Uster zu messen. Wie gewohnt, legten wir in Gisikon einen kleinen Halt ein, um unsere Schützen-Kameraden aus dem Seetal an Bord zu nehmen. Während wir uns in Uster mit der obligaten „Wurst & Brot“ verpflegten, marschierte bereits die legendäre Zürcher „Miliz-Compagnie 1861“ auf, um die Teilnehmenden mit einer dreifachen Ehrensalve zu begrüssen. Sodann hiess es für die 300m „Feuer frei“. Etwas später begaben sich die Pistolen-Schiessenden zum Wettkampf. Nach geschlagener Schlacht gab es strahlende... oder lange... Gesichter. Aber was soll’s. Im Restaurant Neuhof in Rüti war nach dem Absenden... und dem sehr guten Essen die Welt wieder in Ordnung.

Doch vor den Resultaten der Rangliste, sei unser Schützenkamerad Seppi Helfenstein besonders erwähnt, der sich mit sagenhaften 97 Punkten mit der Pistole, 50m Einzel, in den 1. Rang schoss. Herzliche Gratulation.
 



...Ehrensalve für Seppi Helfenstein...
 

Gruppenresultate 300m: Gruppenresultate 50m:
Rang Gruppe Punkte Rang Gruppe Punkte
37
39
136
248
283
 
Heilomalt
Wasserturm
Lapin
Barbara
Rigi
Pilatus
179
178
166
149
137
94
7
49
56
Musegg
Gütsch
Sonnenberg
355
314
301
Einzelkränze
300m: Mathis Markus, Elmiger Otto, Achermann Paul, Imfeld Rudolf,
Dossenbach Silvan, Küng Franz, Helfenstein Seppi, Albisser Roger, Käppeli Thomas, Thalmann Peter, Lussy Sepp, Guidali Alex, Staub Louis, Zaugg Hans.
 
50m: Helfenstein Seppi, Küttel Armin, Lussy Sepp, Bernet Oskar, Bucher Fredy

Allen Beteiligten herzliche Gratulation zu ihren Resultaten.
Ein spezieller Dank gebührt Roger Albisser, der uns mit seiner tollen Organisation wiederum einen Supertag erleben liess.
Das nächste Ustertag-Schiessen findet am 18. 11. 2006 statt, bei dem hoffentlich wieder eine beachtliche Anzahl Schützinnen und Schützen teilnehmen wird.

Rolf Lötscher

 


 

Adventsball im Hotel Schweizerhof
Am 10. Dezember 2005 fand der alljährliche Barbaraball des Artillerieverein - Luzern, neu unter dem Namen Adventsball, statt. Zum ersten Mal konnten auch Nichtmitglieder daran teilnehmen.
Pünktlich um 19.00 Uhr trafen die ersten Gäste ein und der Abend wurde mit einem Glas Proseco eröffnet. Die 92 Gäste wurden vom Hotel Schweizerhof kulinarisch verwöhnt. Auch für die Unterhaltung wurde gesorgt. Es spielte eine Live Band, die mit ihrem Repertoire für gute Musik sorgte, das von den Gästen auch rege zum Tanz benutzt wurde. Zwischendurch sorgten die Kellner GmbH für Verwirrung im Saal. Mit allerhand Unfug und Showeinlagen brachten sie die Gäste zum Lachen. Auch der Samichlaus durfte an so einem Abend nicht fehlen. Er stimmte uns mit besinnlichen Worten auf die bevorstehende Weihnachten ein. Selbstverständlich hatte der Karikaturist Samy den ganzen Abend alle Hände voll zu tun mit Porträts zu zeichnen. Im Foyer frisierte Susanne Schmid vom Coiffeur Haarkult die Damen. Punkt Mitternacht überraschten uns noch die Swiss Highland Pipers mit ihren Dudelsackklängen. Bis um 2.00 Uhr wurde noch getanzt und dann neigte sich dieser wunderbare Abend zu Ende.
   


  


 


Herbstausflug ins Toggenburg
 
Der 28. September 2005 begann wettermässig etwas unsicher. Das spielte jedoch keine grosse Rolle, wir hatten ja unseren Car. Stolze 32 Teilnehmer trafen sich pünktlich um 09.00 Uhr auf dem Inseli in Luzern zum kleinen Abenteuer, unserem Ausflug ins Toggenburg. Die gegenseitigen Begrüssungen waren durch’s Band herzlich. Viele haben sich lange nicht mehr gesehen, der Kontakt untereinander wurde gesucht. Die Fahrt nach Lichtensteig im Toggenburg verlief problemlos, Chauffeur Pius Lötscher war jederzeit Herr der Dinge! In Lichtensteig angekommen besuchten wir Fredy’s mechanisches Musikmuseum. Das Staunen fand seinen Anfang! Die Instrumente aus drei Jahrhunderten sorgten da und dort für ein „Aah“ und „Ooh“. Wir erhielten eine ausgezeichnete Führung, die uns durch die Welt der Unterhaltungstechnik vergangener Zeiten, in die Welt der mechanischen und elektropneumatischen Musikautomaten führte. Von der Spieldose im Kleinstformat bis zum monströsen Orchestrion haben wir viele Exponate bestaunt. Sie faszinierten durch ihre Bewegungen, ihren Klang und ihre Liebe zum Detail. Beim Apéro in Fredy’s Museum durften wir unsere Eindrücke nochmals Revue passieren lassen.
Im Restaurant Mediterran nahmen wir das verdiente und sehr gute Mittagessen ein und hatten Zeit für gemeinsame Gespräche.
Nach dem guten Essen besuchten wir die grösste Eisenbahnanlage Europas der Spur 0. Die Anlage umfasst ca. 1.100 m Schienen. Die Anlage ist auf 500 m2 aufgebaut, es fahren jeweils 15 Züge gleichzeitig. Es wurde uns fachmännisch erklärt, wie diese Anlage – gebaut in den 40er- und 50er-Jahren – technisch funktioniert. Uns Männern schlug das Herz höher, viele erinnerten sich an eigene Erlebnisse mit Modell-Eisenbahnen. Im gleichen Komplex ist das Töff-Museum von Sepp Schlumpf untergebracht. Vom einfachen Velo-Solex bis zur schweren BMW oder der eleganten Harley war alles vorhanden. Dutzende von Motorrädern der unterschiedlichsten Art haben wir besichtigt.

 

 
Die Zeit verging wie im Fluge! Es hiess Abschied nehmen von Lichtensteig, wir alle nahmen eine ganze Menge neues Wissen mit nach Hause. Mein Fazit: Es war ein eindrücklicher, interessanter Tag, die Kameradschaft wurde sehr gepflegt. Ein ganz herzlicher Dank gebührt Franz Erni, der uns diesen Ausflug in eine einmalige Welt in einer schönen, ländlichen Gegend ermöglichte. Franz Erni hatte seine „Schäfchen“ immer „im Griff“ und führte toll durch das Programm. Einen herzlichen Dank auch an Pius, der uns, mit vielen guten Kommentaren zur Gegend zwischen Lichtensteig und Luzern, wieder heil in die Leuchtenstadt brachte.

Roli Birrer, Aktuar
 

 
Morgartenschiessen 2005

 
Dieses Jahr hatte der Nebel uns Schützen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Jedenfalls den 300m Schützen. Das 92. Morgartenschiessen wurde wegen zuviel Nebel abgesagt. Das 48.Historischen Morgarten-Pistolenschiessen hingegen konnte durchgeführt werden.

Die Ergebnisse beim Pistolenschiessen:
Mit 40.625 Punkten platzierte sich unser AVL-Pistolentrupp auf dem 26.Gesamtrang von 44 Stammsektionen.

Es haben geschossen mit Pistole:
 
Käppeli Thomas
Hess Monika
Meier Roger
Thalmann Peter
Felder Roland
Caluori Lorenz
Käppeli Luzia
Albisser Roger
47 Punkte
45 Punkte
43 Punkte
42 Punkte
42 Punkte
36 Punkte
35 Punkte
35 Punkte
 
Roland Felder ist der diesjährige Gewinner des Pistolen Morgartenbechers.

Die weiteren Schützen waren: Schumacher Peter und Henseler Josef.
Beteiligt waren 1900 Schützen von insgesamt 183 Sektionen.

Die 300 Meter-Schützen müssen das Programm nachschiessen, und zwar am 25.3.06 von 10-12 Uhr im Stand Hüslenmoos. Es sind 2 Scheiben für den AVL reserviert.

Zur Erinnerung
Es sind folgende Schützen zum 300m Schiessen gemeldet:
Achermann Paul, Albisser Roger, Käppeli Luzia, Käppeli Thomas, Schumacher Peter, Staub Louis, Thalmann Peter, Zaugg Hans, Küng Franz, und Bernet Oskar.

Das nächste Morgartenschiessen ist wie immer am 15.November, dies fällt 2006 auf einen Mittwoch.

Kameradschaftliche Grüsse
Roland Felder
 


Vereinsreise nach Heidelberg 26.-29.Mai 2005

Die Vereinsreise 2005 stand unter dem Motto „Gaudeamus Igitur“, dem Titel des bekannten Studentenliedes und führte uns in eine berühmte Studenten-Stadt, nach Heidelberg. Auch dieses Jahr wurde die Reise von Hans und Elisabeth Thomann und Charles Gallo bestens vorbereitet und begleitet. Unser Ziel konnte wieder eine beachtliche Zahl von Reiselustigen anlocken und so war der Car unseres bewährten Chauffeurs Pius Lötscher für die Fahrt nach Deutschland mit 34 Teilnehmern gut besetzt.
Die Reise führte via Basel durch die rheinische Tiefebene. Von unseren erhöhten und klimatisierten Plätzen aus, konnten wir die Spargel- und Erdbeerernte, die bei fast 30 Grad Aussentemperatur in vollem Gange war, ohne einen Schweisstropfen zu vergiessen beobachten und uns bereits auf die kommenden kulinarischen Genüsse freuen. Bekannterweise wird uns Artilleristen auch im Car einiges zur Unterhaltung geboten. Neben dem Durchblättern der von Hans gestalteten, umfassenden Reisedokumentation und der literarischen Einstimmung durch Charles, war in diesem Jahr eine neue Disziplin angesagt: das Einüben von Studentenliedern. Als Chorleiter amtete dabei Werner Sarbach, der die Gesänge aus seiner Studentenzeit noch bestens vorzutragen wusste.
 

weitere Bilder zum Vergrössern anklicken

Gegen Mittag erreichten wir das Neckartal und folgten dem Fluss nach Heidelberg, wo wir direkt hoch zum Schloss führen. Die ehemalige kurpfälzische Residenz thront von weitem sichtbar über der Stadt. In der Schlossweinstube wurde uns nach dem Apéro ein köstliches Mittagessen serviert. Als Hauptgang wurde Ente aufgetragen, wobei jeder Vogel, oder zumindest jede Speisekarte, eine individuelle Nummer trug. Nach dem Mittagessen folgte die Besichtigung des Heidelberger Schlosses. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert von den Truppen des französischen Königs zerstört und danach nur zum Teil wieder aufgebaut. Die imposante Anlage bildet so eine reizvolle Kombination aus zerfallenen und erhalten gebliebenen Teilen mit Baustilen aus mehreren Jahrhunderten. Im Schlosskeller bestaunten und bestiegen wir natürlich auch die Hauptattraktion, das Grosse Fass. Es hat mit über 200'000 Litern Inhalt riesige Ausmasse und dient dazu, jedes Jahr den Zehnten, also die Steuern der Weinbauern im Herrschaftsgebiet des Schlosses aufzunehmen. Daneben hatten wir Gelegenheit, das im Schloss untergebrachte Apothekermuseum zu besuchen. Neben einigen sehr schönen, alten Apotheken, die besichtigt werden können, gibt es einen interessanten Einblick in die, manchmal etwas gruselige Geschichte der Heilmittel.

 

 

Den Weg vom Schloss hinunter in die barocke Altstadt Heidelbergs legten wir zu Fuss zurück. Der schattige Weg bot uns wunderbare Ausblicke auf die Stadt und den Neckar. Nach einem kurzen Rundgang in der Altstadt bezogen wir unsere zwei zentral gelegenen Unterkünfte, den Schönenberger Hof und das Hotel Perkeo.

Für das Nachtessen war für uns im „Güldenen Schaf“ ein Saal reserviert. Im mittelalterlich dekorierten Lokal erwartete uns ein besonderes Essen. Ein historisches Mahl aus sechs Epochen. Der Wirt des Lokals, ein ehrwürdiger, ins Alter gekommene Doktor der Philosophie kündigte jeden Gang an, indem er ein Musikinstrument aus der entsprechenden Zeit vorführte und humorvoll erklärte. Die kulinarisch-musikalische Zeitreise führte uns von der Bronze-Zeit bis in den Barock und bot uns sechs wirklich interessante Spezialitäten, angereichert mit dem Klang von einigen altertümlichen, noch nie gehörten Instrumenten. Nach dem fröhlichen Nachtmahl liessen es sich einige Unentwegte nicht nehmen, das Nachtleben in den Studentengässchen Heidelbergs zu erkunden.

 


Für den zweiten Reisetag stand die Rheinfahrt auf dem schönsten Abschnitt des Stromes auf dem Programm. Mit dem Car fuhren wir am frühen Morgen westlich des Rheins durch die Pfalz und den Hunsrück nach Braubach, wo wir an Bord des Raddampfers Goethe gingen. Auf der Fahrt dorthin wurden wir von Charles bestens auf den sagenumwobenen Abschnitt des Rheins eingestimmt und wussten nun, dass uns manche umkämpfte Burg, viele berühmte Ortschaften und auch die Loreley persönlich auf ihrem Felsen erwartete.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Bei bestem, sommerlichem Wetter genossen wir die abwechslungsreiche Schifffahrt, vorbei an malerischen Ortschaften und unzähligen Burgen und Festungen. Interessant waren auch die Begegnungen mit den vielen Frachtschiffen, die mit uns die Fahrrinne teilten. Besonders eindrücklich war die Passage vorbei an der Loreley, eine Strecke, die auch noch heute von den Schiffsführern viel Können und Konzentration abfordert. Je weiter wir rheinaufwärts nach Süden kamen, desto mehr öffnete sich das Tal und die bewaldeten Hänge und Felsen wichen zunehmend grosszügigen Weinbergen. Nach gut 5 Stunden Fahrt und ca. 50 km auf dem Fluss erreichten wir Rüdesheim, wo wir von Bord gingen. Rüdesheim ist ein altes Winzerdorf, das sich mit der berühmten Drosselgasse voll dem Tourismus verschrieben hat. Da die Drosselgasse doch etwas kurz ist und neben Weinstuben nur unzählige Souvenirläden zu bieten hat, flohen viele Artilleristen vor der Hitze entweder ins Musikautomatenmuseum , oder mit der Seilbahn hoch zum Niederwald, wo wir gemeinsam mit dem riesigen Standbild der Germania einen schönen Ausblick auf den Rhein und Rüdesheim geniessen konnten. Die Rückfahrt mit dem Car durch das Rheingau am Ostufer des Stromes bildete den Abschluss des Tages.

Mit einer genaueren Erkundung der Heidelberger Altstadt begannen wir den dritten Reisetag. Dabei besichtigten wir die zuerst die winzige Geburtswohnung von Friedrich Eberts, der in Heidelberg unter sehr bescheidenen Bedingungen aufwuchs und 1919 zum ersten Reichspräsidenten Deutschlands gewählt wurde. Anschliessend besichtigten wir die „Alte Brücke“ über den Neckar. Eigentlich handelt es sich dabei um die neue Brücke, denn die alte war teilweise aus Holz und wurde beim Hochwasser von 1784 durch Eisschollen zerstört. Auch erfuhren wir, dass der Schweizer Dichter Gottfried Keller zwei Jahre in Heidelberg verbrachte und dabei der Brücke, oder eher einer jungen Dame, die jeweils am Sonntag über die Brücke spazierte, ein Gedicht widmete. Als Abschluss besuchten wir die Heiliggeistkirche, die 2 Jahrhunderte von beiden Konfessionen, allerdings durch eine Mauer getrennt, benutzt wurde.

Der Nachmittag war zur freien Verfügung oder konnte für einen Ausflug nach Schwetzingen genutzt werden. Das Schwetzinger Schloss wurde als Sommerresidenz der Heidelberger Kurfürsten gebaut und verfügt über eine weitläufige Gartenanlage von europäischer Bedeutung,
Am frühen Abend machten wir uns, herausgeputzt für den Opernbesuch, auf den Weg nach Mannheim. Diese Stadt diente den Kurpfälzer Fürsten ab 1720 als Residenz und war ca. 100 Jahre vorher als Stadt gegründet worden. Obwohl Mannheim im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, konnten wir auf unserer kurzen Stadtrundfahrt das imposante Schloss und die schachbrettartigen Strassenzüge der Altstadt erkennen. Interessanterweise gibt es dort keine Strassennamen und die einzelnen Häuser sind mit Koordinaten adressiert.
Im modernen Mannheimer Nationaltheater genossen wir Mozarts Zauberflöte. Neben den Leistungen der Sänger und Sängerinnen beeindruckte die reich ausgestattete Vorführung mit dem imposanten Bühnenbild, das auf einer riesigen drehbaren Bühne aufgebaut war.
 


 

Am letzten Reisetag hiess es Abschied nehmen von Heidelberg, denn wir wollten auf den Rückweg der alten Kaiserstadt Speyer einen Besuch abstatten. Der Dom von Speyer ist der grösste romanische Kirchenbau Deutschlands und seine 4 Türme sind schon von weitem sichtbar. Der Dom ist nicht wie andere Kathedralen zwischen Plätzen und Stadthäusern eingeklemmt, sondern wird auf drei Seiten von einem Park mit grossen Bäumen umgeben. So kann man den Dom auf angenehme Art umwandern und das imposante Bauwerk auf sich einwirken lassen.
Bevor wir den Dom von innen besichtigten, machten wir einen kurzen Spaziergang zu einer Seitengasse, wo in einem Innenhof Überreste des Judenviertels zu besuchen sind. Neben der Ruine einer Synagoge liegt der Eingang zum unterirdischen Judenbad, das bald 900 Jahre nahezu unverändert erhalten geblieben ist. Der Besuch des 10 Meter tiefen Badeschachtes brachte neben den geschichtlichen Eindrücken auch eine willkommene Abkühlung.
Zurück beim Dom machten wir uns daran, das Bauwerk auch von innen zu besichtigen. Neben dem riesigen Kirchenschiff beeindruckt vor allem die Krypta und die Grabgruft, in der 8 Kaiser und Könige beigesetzt sind. Auch der für unsere Geschichte bedeutsame Rudolf von Habsburg hat unter dem Dom von Speyer seine letzte Ruhestätte gefunden.
Bevor wir wieder den Reisecar bestiegen, blieb genügend Zeit, von der Süddeutschen Kultur und Lebensart bei einem Mittagessen im Biergarten Abschied zu nehmen. Die Vereinsreise 2005 wird uns nicht nur wegen dem prächtigen Sommerwetter in guter Erinnerung bleiben. Es gab viel Interessantes zu entdecken und neben der Kultur ist auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz gekommen.
 
  Text & Bilder: Peter Imgrüt


VSAV-Schiessen 2005
 
Die Schiesssektion des AVL erlebt das erste Jahr ohne eigentlichen Schiessbetrieb (ohne Jahresmeisterschaft). Die noch verbliebenen Anlässe erfreuen sich jedoch nach wie vor reger Nachfrage. So fanden am 19.8.05 und 27.8.05 total 27 Schützen den Weg ins Hüslenmoos. Am 19.8.05 war der Ansturm recht gross. Einige bekannte Gesichter standen plötzlich wieder vor dem Schalter, um ein Standblatt zu lösen. Herzlichen Dank für die Teilnahme.

Ich möchte es nicht unterlassen, allen Helferinnen und Helfern nachträglich nochmals zu danken. Ohne ihren Einsatz wäre der Anlass nicht so reibungslos verlaufen. Hier noch die Highlights der beiden Tage:

300m: Thalmann Peter 56 P, Grisch Benedict 55 P, Sarbach Werner und Lussi Josef 54 P.

25m: Bernet Oskar, Helfenstein Josef und Zinniker Roman 149 P, Käppeli Thomas 148 P, Bucher Fredy 146 P.

Weitere Resultate können im Schiessbericht auf unserer Homepage abgerufen werden.

Schiesskommission AVL: Thomas Käppeli
Luzerner Kantonales Veteranenschiessen 2005 in Emmen
– eindrückliche Leistungen von AVL-Mitgliedern
 
„Auch wenn der Schiessbetrieb auf der Luzerner Allmend nur noch auf Sparflamme läuft, geschossen wird nach wie vor. Die AVL-Mitglieder schiessen jetzt halt zum grossen Teil in Emmen (Gewehr) und in Kriens (Pistole). In Kriens in bewährter Zusammenarbeit mit dem dortigen Pistolenclub. So erstaunt es wenig, wenn am Veteranenschiessen 2005
von den über 60-jährigen Schützen ganz hervorragende Resultate erzielt wurden. Hier die besten Ergebnisse:

Veteranenstich Gewehr 300m (414 Schützen)
11. Rang: Werner Sarbach, 95 Punkte. 72. Rang: Hans Kneubühler, 91 Punkte.

Veteranenstich Pistole 50m (60 Schützen)
1. Rang: Armin Küttel, 96 Punkte. 2. Rang: Josef Helfenstein, 94 Punkte. 9. Rang: Peter
Thalmann, 91 Punkte. 14. Rang: Kurt Wagner, 90 Punkte.

Veteranenstich Pistole 25m (79 Schützen)
1. Rang: Josef Helfenstein, 100 Punkte (Maximum). 5. Rang: Armin Küttel, 98 Punkte. 7.
Rang: Albert Probst, 97 Punkte. 21. Rang: Josef Henseler, 94 Punkte.

Allen diesen Schützen, und auch den Nichtgenannten, danken wir für die kameradschaftliche
Teilnahme am sehr gut organisierten Veteranenschiessen im Hüslenmoos in
Emmen und gratulieren zu den schönen Resultaten.


Schiesssektion AVL
 


Barbaraschiessen 2005
 
„Es het weder klöpft!“ und zwar in Emmen. Das diesjährige Barbaraschiessen war somit bedeutend schneller zu erreichen als das letztjährige, es wurde im Hüslenmoos Stand vom AV Oberseetal durchgeführt.
Wir schossen am 2. und 3. September: Bei warmem, sonnigem Wetter konnten wir die schwierige B-Scheibe auf 300m im guten Licht anpeilen. Davon konnten aber natürlich auch die anderen Vereins-Gruppen profitieren.
Die Ergebnisse und auch Anderes wurden dann von uns gleich am Freitagabend vor dem Stand bei Bratwurst und Bier und am Samstagmorgen bei Kaffee und Gipfeli diskutiert.
Wie immer konnte jeder auf alle Distanzen 300m/50m/25m schiessen, was auch viele getan haben. Die Resultate sind mehrheitlich erfreulich, so richtig nach vorne preschten wir beim Pisolenschiessen!

Beim 300m-Schiessen hat’s uns für folgende Plätze in der Rangliste gereicht: Rang 10 für Gruppe Barbara mit 270 Punkten (von 300), Rang 13 mit 266 für Gruppe Musegg, Rang 25 mit 255 für Wasserturm und auf Platz 29 mit immerhin noch 251 Punkten für Pilatus. Einzelresultate: Auf den 25. Gesamtrang (von 212) kam Käppeli Thomas mit 56 Punkten von 60 möglichen, Gratulation! Ebenfalls 56 Punkte schoss Dossenbach Silvan (34. Gesamtrang). Zinniker Roman (51. Rang), Sarbach Werner (57), Küng Franz (60) und Thalmann Peter (62) konnten je 55 Punkte erreichen.
Dass nur drei Gruppen beim 50m mitgemacht haben, schmälert das Resultat der Gruppe Barbara nicht, denn mit 318 von 375 Punkten wäre ihr Platz 1 auch bei mehr Teilnehmern möglich gewesen! Die Gruppe Wasserturm belegte mit 288 Punkten den dritten Platz. Die besten Einzelresultate schossen: mit 68 von 75 Punkten Bernet Oskar (Rang 2!), mit 65 Punkten der Schreibende (3) und mit 64 Punkten Grisel Charly (5 von 29 Gesamträngen). Gratulation!

Das 25m-Schiessen brachte uns dann so richtig Punkte: Mit sagenhaften 730 von 750 schoss sich Gruppe Barbara auf den ersten Rang! Gruppe Wasserturm kam mit 716 Punkten auf den 4. Platz und Gruppe Pilatus mit glatten 700 auf Platz 7 von 9. Helfenstein Josef hat keinen einzigen Punkt von 150 verloren und sich damit zuoberst auf der Einzelrangliste platziert, herzliche Gratulation! Auf Platz 10 mit 147 landete Küttel Armin und unmittelbar dahinter auf 11 mit ebensoviel Punkten kam Zinniker Roman.

Hier noch alle 27 aktiven AVL-Barbara-Schützen, besten Dank für die Teilnahme!
Achermann Paul, Albisser Roger, Bernet Oskar, Bucher Fredy, Caluori Lorenz, Dossenbach Silvan, Felder Roland, Galliker Marcel, Grisel Charly, Helfenstein Josef, Henseler Josef, Hess Monika, Käppeli Luzia, Käppeli Thomas, Kneubühler Hans, Küng Franz, Küttel Armin, Lussy Josef, Lustenberger Hans, Meier Roger, Sarbach Werner, Schumacher Peter,
Staub Louis, Thalmann Peter, Vogel Urs, Weber Hansruedi und Zinniker Roman.

Übrigens: sämtliche Resultate im Detail sind im Internet unter www.barbaraschiessen.ch ersichtlich.

Mit kameradschaftlichen Grüssen Marcel Galliker
 

 

46. Schweizerischer Zweitagemarsch vom 23./24. April 2005 in Bern-Belp


 

Ja, es stimmt: Den „Zweitägeler“ gibt’s schon seit 46 Jahren. An menschlichen Massstäben gemessen, befindet er sich damit im besten Alter. Auch die 17 Teilnehmer starke Marsch-gruppe AVL stellt erfreut fest, die grösste schweizerische Marschveranstaltung hat in dieser langen Zeit nichts an Beliebtheit, Attraktivität und Internationalität eingebüsst. Selbstver-ständlich besitzt der Berner Zweitagemarsch bei weitem nicht den Bekanntheitswert des Viertagemarsches von Nijmegen in den Niederlanden. Man darf die beiden Veranstaltungen auch nicht miteinander vergleichen. Trotzdem, der Berner Zweitagemarsch ist ein fester Wert in der Agenda vieler in- und ausländischer militärischer und ziviler Marschfreunde. Zur AVL-Delegation zählten in diesem Jahr folgende Kameraden:
 
Marschgruppe J+S
Oblt
Wm 
Fw
Oberstlt
Fw
Kpl
Sdt
Sdt
Sdt
Sdt
Kpl
Four
Kpl
Oberstlt
Motf
Oberst
 
Michael Weber
Urs Dietschi
Daniel Winter
Rolf Meister
Edgar Gwerder
Beat Schlüchter
Elmar Emmenegger
Edi Berger
Urs Limacher
Antonio Verrillo
Robert Eiholzer
Erik Dollinger
Urs Vogel
Roland Christen
Kurt Boesch
Josef Distel
Edwin Singer
1985
1975
1967
1971
1961
1979
1965
1973
1982
1972
1960
1975
1953
1944
1950
1941
1941
 
 2. Teilnahme
 2. Teilnahme
 2. Teilnahme
 3. Teilnahme
 3. Teilnahme
 4. Teilnahme
 4. Teilnahme
 5. Teilnahme
 6. Teilnahme
 6. Teilnahme *
 7. Teilnahme
 9. Teilnahme
12. Teilnahme
25. Teilnahme
27. Teilnahme
31. Teilnahme
35. Teilnahme
* in diesem Jahr erstmals als Betreuer
 
Weitere
Gfr
Gfr
Haneke Distel
Peter Schmid
Franz Wicki
1946 1955 1935 18. Teilnahme
26. Teilnahme
41. Teilnahme
 
Halten wir ohne falsche Bescheidenheit fest: Unsere Marschgruppe war (wie üblich) sackstark und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sämtliche AVL-Teilnehmer die grosse Leistung von 2 x 40 km – das entspricht immerhin der Strecke von Luzern nach Schüpfheim und zurück – in Bestzeit und mit Bravour bestanden haben. Haubitzius war, wie Insidern längst bekannt, auch in diesem Jahr als blinder Passagier mit dabei und hat das Geschehen mit offenen Sinnen mitverfolgt. Deshalb hat er auch Grund zu klagen: Es ist trotz allem auch am Zweitagemarsch nicht mehr alles so, wie es früher war. Entweder haben die Kameraden an jugendlichem Übermut eingebüsst, oder dann verhindert die gute und straffe Führung durch Gruppenchef Four Urs Vogel die früher üblichen Eskapaden! Wie Engelchen (nicht so süss, aber so brav) rückten sie am Freitagabend getreu nach Tagesbefehl in der Unterkunft im Schulhaus Belp ein, standen am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe schon beim ersten militärisch tönenden Weckruf pünktlich um 4 Uhr auf, fanden sich eine Stunde später beim spartanischen Frühstück in der Festhalle ein und ergötzten sich kurz vor dem Start um 6 Uhr köstlich, wie der Gruppenchef in eifriger Hektik den Startort suchte! Schlussendlich startete die Gruppe dann aber doch am richtigen Ort, und erst noch pünktlich.

Entgegen dem Regen versprechenden Wetterbericht entwickelte sich der erste Marschtag abgesehen von der sehr kühlen Morgentemperatur zu einem prächtigen Marschevent. Zügigen Schrittes ging’s auf der Aaretalseite des Belpbergs über Gerzensee-Kaufdorf-Seftigen zum Wendepunkt in Wattenwil. Auf dem von der Streckenführung her betrachtet eher langweili-gen Rückweg marschierte die Gruppe der dem Tal den Namen gebenden Gürbe entlang via Mühlethurnen-Kaufdorf zurück nach Belp. Am Ziel begrüsste Oberst i Gst Jean-Jacques Joss, Chef der Sektion ausserdienstliche Tätigkeit im VBS und damit oberster Wehrsportler der Schweiz, die Marschteilnehmer. Anschliessend war duschen, retablieren und ausruhen befohlen und am Abend traf sich die Gruppe in corpore im Restaurant Kreuz in Belp beim gemeinsamen Nachtessen.

Weil gute Leistungen belohnt sein wollen, setzte der Gruppenchef die Tagwache am zweiten Morgen eine halbe Stunde später an. Dem gut hörbaren Geraune war jedoch zu entnehmen, dass auch 04.30 Uhr von beruflich in hohen Ämtern stehenden Juristen und „Lieberlangschläfern“ als unchristlich betrachtet wird. Unabhängig davon und trotz dem inzwischen einsetzenden Regen startete die Gruppe auch am zweiten Tag militärisch pünktlich und erst noch am richtigen Ort! Womit einmal mehr bewiesen war, dass auch gute und erfahrene Gruppenchefs lernfähig sind! Weil scheinbar auch Petrus ein Marschfreund ist, liess er den Regen nach der ersten Marschstunde einstellen. Das ermöglichte der Gruppe bei zwar kühlen und windigen Verhältnissen, ohne grössere Probleme (nur der schönste Feldweibel der Schweizer Armee klagte über Fussschmerzen) zügig via Kehrsatz und Köniz nach Bern, und von dort der Aare entlang zurück nach Belp zu marschieren.

Ein ganz besonderes Kompliment verdiente an beiden Tagen Kamerad Antonio Verrillo, alias Salami. Nachdem er den Zweitägeler bereits fünfmal als Marschierer absolviert hatte und die Bedürfnisse der Gruppe deshalb besonders gut kannte, übernahm er erstmals den Part des Betreuers. Gut gemacht Antonio! Ein herzlicher Dank gebührt natürlich auch Four Urs Vogel, dem unermüdlichen Gruppenchef, dessen vielseitige Fähigkeiten seinesgleichen suchen. Wer von den Leserinnen und Lesern Mühe hat, diese komische Formulierung zu verstehen, erhält von Haubitzius auf Anfrage erschöpfende Auskunft! Aber Spass bei Seite, Urs ist nicht nur für seine grosse Geduld mit einzelnen als leicht aufmüpfig zu bezeichnende Angehörige der Gruppe zu danken. Dank verdient vor allem auch die immer gute, technisch und administrativ professionelle Vorbereitung und Organisation. Es klappt tatsächlich immer (fast) alles. Und es besteht kein Zweifel, Urs wird am 47. Berner Zweitagemarsch vom 29./30. April 2006 auch den Startort auf Anhieb finden! Wenn sich interessierte Vereinskameraden oder Angehörige davon überzeugen und im kommenden Jahr mitmachen wollen, erteilt Ihnen Urs gerne weitere Auskünfte. Man erreicht ihn unter den Telefonnummern 061 831 39 35 und 079 647 11 65 sowie unter ursvogel@bluewin.ch.
 
Ihr Büroord Haubitzius
 


Salutschiessen vom 1. August 2005
 

Aus Sicht des Kommandanten der Geschützmannschaft möchte ich zuerst allen Vereinsmitgliedern danken, die diesem traditionellen Anlass beigewohnt haben. Denjenigen von Euch, die dem trockenen und schönen Wetter trotzten
und den kurzen, unbeschwerlichen Weg unter die Füsse genommen haben.
Spass beiseite. Es hat mich gefreut, das eine oder andere Gesicht unter unseren Zuschauern zu entdecken, welches man nicht all die letzten Jahre schon immer zu seinen Fans zählen durfte. Vor allem Gäste, welche mir verzeihen, dass ich noch
immer an meinen Kommandos feilen muss. Passanten die gespannt die Finger in Ihre Ohren stecken um dann beim ersten
Schuss geduckt ein oder zwei Schritte zurücktreten. Menschen die sich freuen, kurz miteinander anzustossen um anschliessend ein paar Worte zu wechseln. An dieser Stelle möchte ich Yvonne Bamert vom Casino für das Bereitstellen
der kühlen Terrasse und Getränke danken, welche für eine Atmosphäre sorgte, die wohl wärmer war als die auf der
Rütliwiese. Danke auch an die Zeughaus-Mitarbeiter in Luzern und Rothenburg welche, in einer für sie schwierigen
Zeit, noch immer mit Freude hinter diesem Anlass stehen und aktiv mithelfen. Ich hoffe auch nächstes Jahr spielen all diese Komponenten wieder zusammen, so dass es erneut heissen kann: „ Gschötz eis – bereit?


David Merz, Kommandant Geschützmannschaft
 
weitere Bilder zum Vergrössern anklicken
Bilder: Jörg Lütolf  





Frühlingsausflug zur Brünig-Indoor-Schiessanlage
Der Frühlingsausflug führte uns am 30.April , wie sollte es anders sein, bei strahlendem Frühlingswetter ins schöne Obwaldnerland. Entweder mit dem Automobil oder mit der, neu in Zentralbahn umbenannten Brünigbahn und einem anschliessenden kurzen Ausmarsch, erreichten die 34 Ausflügler des AVL den Eingang zur Brünig-Indoor-Schiessanlage. Hier übergab Franz Erni, der den Anlass zusammen mit dem Ausschuss der alten Garde organisiert hatte, das Wort an unseren Führer, Herrn Vogler.

  Besammlung vor dem Eingang

Nach kurzer Einleitung folgten wir ihm in den Berg, denn das Brünig Indoor liegt, wie es der Name vermuten lassen würde, nicht nur im Trockenen, sondern wurde gleich vollständig in den Fels gebaut. So entstand eine weltweit einzigartige Sportanlage, in der theoretisch das ganze Jahr rund um die Uhr geschossen werden kann.
Wer im Innern des Berges enge, feuchte und kühle Stollen in Festungs-Manier erwartete, wurde positiv überrascht. Die Anlage besteht aus hellen, grossen Räumen und ist beheizt. Neben dem gemütlichen Restaurant "Cantina Caverna" ist sogar ein Waffengeschäft im Berg untergebracht. Nur im grossen 300m Schiesskanal sind die Felswände unverkleidet. Die Wände der roh ausgebrochenen Halle reflektieren den Schall in alle Richtungen und bewirken so eine gute Dämpfung.
 In den 300m -Kanal wird aus dem 3-stöckigen "Schützenhaus" geschossen, wobei die erste Etage für die Jäger reserviert ist, deren Scheiben in 100 bzw. 150m Distanz aufgestellt sind.     

 Im "Schützenhaus"   Blick in den 300m-Schiesskanal

In den zwei weiteren, für die Kurzdistanz ausgelegten Hallen kann mit Pfeil und Bogen, Blasrohr, Armbrust, Druckluftwaffe, Pistole und Jagdwaffen auf die für die entsprechende Sportart geeigneten Ziele geschossen werden. Im letzten November wurde die Olympiahalle eröffnet, die auch von der Nationalmannschaft des Schweizer Schiesssportverbandes benützt wird. Neben Trainingsmöglichkeiten für "Profis" bieten die Betreiber aber auch Kurse an und es werden regelmässig Plauschveranstaltungen durchgeführt.
Auch für uns Artilleristen wurde ein solcher in Form eines Armbrust-Wettschiessens durchgeführt. Nach der Besichtigung hatten wir Gelegenheit uns mit der Armbrust auf 10m Distanz zu messen. Nach 2 Probeschüssen folgten 5 Schuss auf die Zehnerscheibe.


  Konzentration beim Armbrust-Wettschiessen    Imbiss im Resaturant "Cantina Caverna"


Beim Absenden zeigte sich, dass die Aufteilung der Schützen in drei Kategorien eigentlich nicht nötig gewesen waren, konnten doch Tell's Töchter und auch die Jungmannschaft den geübten Schützen durchaus das Wasser reichen:
 

Männer
46 P. Lütolf Werner
45 P. Arnold Robert
43 P. Bütler Franz
Frauen
44 P. Messmer Agnes
41 P. Küttel Erika
40 P. Bucher Jeanette
Jugend
38 P. Jenny Kari
35 P. Jenny Brigitte
32 P.Jenny Adolf

Für den gemütlichen Teil nahmen wir im der "Cantina Caverna" Platz, wo uns als Imbiss Hackbraten mit "hausgemachtem" Kartoffelstock serviert wurde. So fand der rundum gelungene Ausflug auch kulinarisch einen ausgezeichneten Abschluss.

Bilder & Text: Peter Imgrüt

Sport / Wehrsport


Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2005
 
Entsprechend unserem Jahresprogramm erhalten wir mit den nachfolgenden Zeilen einen Überblick über die in den vergangenen Frühlingsmonaten absolvierten sportlichen Aktivitäten der „Luzerner Artilleristen“. Ich knüpfe an den bereits veröffentlichten Bericht in der letzten Ausgabe „Der Artillerist“ (auf Seite 18) an, wo die ersten beiden Märsche des Jahres 2005 eine kurze Erwähnung fanden.

Aktivitäten der Marschgruppe
Mit dem zweiten Marschtraining mit Start und Ziel auf dem „Unteren Hausenstein“ absolvierten wir am 2. April bereits eine anspruchsvolle Prüfung. Vor allem ist dort das Gelände ein stetiges Auf und Ab; von Hauenstein über Ifenthal, die Belchenflue, Spitzenflüeli, Lauchflue hinunter nach Eptingen, über die Fürbergsegg, Läufelfingen, hinauf nach dem „Unteren Hausenstein“. Diese Herausforderung von rund 30 Leistungskilometern nahmen sieben Kameraden an und marschierten bei herrlichem Sonnenschein aber trotzdem kühlen Temperaturen auf einer der schönsten Wanderrouten!
37. Marsch um den Zugersee: Die zweite uniformierte Marschprüfung in diesem Frühling war am Samstag, 16. April 2005, der „37. Marsch um den Zugersee“. Pünktlich um 11’00 Uhr trafen 13 Kameraden mit dem TAZ 90 ausgerüstet im Fussballstadion Herti ein. Es waren dies die beiden Ehrenmitglieder Edi Singer und Kurt Bösch, die Mitglieder Edi Berger, Roland Christen, Josef Distel, Erik Dollinger, Elmar Emmenegger, Urs Limacher, Rolf Meister, Beat Schlüchter, Michael Weber, Daniel Winter und Urs Vogel. Die effektiv zurückgelegte Distanz dürfte etwa 32 - 33 Km betragen, was auf Grund der bewältigten Höhendifferenz rund 41 Leistungskilometer ergibt. Dafür benötigten wir 4 Stunden und 50 Minuten effektive Marschzeit und absolvierten damit eine sehr gute Vorbereitung auf einen der ersten Saisonhöhepunkte am darauf folgenden Wochenende.
46. Schweizerischer Zweitagemarsch von Bern-Belp: Mit 17 Teilnehmern in der Gruppe und noch 3 weiteren AVL-Mitgliedern, die individuell, je nach Alter die 2 x 30 oder 40 km absolvierten (Total 20 Teilnehmer), war dieses Marschwochenende für den AVL ein beachtenswerter Erfolg! Mehr über den Schweizerischen Zweitage-Marsch erfahren wir aus dem Bericht unserer Büroord Haubitzius. Ihm danken wir an dieser Stelle für die ausführliche Berichterstattung und die aufmerksame Schilderung dieser beiden Tage.
34. 50 Km Lauf Emmental vom Samstag, 7. Mai 2005
Eine Härtprüfung der Superlative darf man diese Langdistanzveranstaltung von 50,4 km durchaus nennen. Denn dieses Jahr herrschte kaltes Wetter, mit zum Teil starker Bise als hartnäckigen Gegenwind, so dass es einem richtig gehend fröstelte. Trotzdem starteten vier AV Luzern-Mitglieder in einer der verschiedenen Kategorien zu dieser Herausforderung mit über 1'000 m Höhendifferenz. Ehrenmitglied Edwin Singer absolvierte diese Übung erfolgreich (7'39'08,8) als Marschierer und war mit Jahrgang 41 der Viertbeste der über 60-jährigen! Die 26-jährige Nachwuchshoffnung Beat Schlüchter absolvierte den 25-km langen Mänziwilegglauf, mit anderen Worten die erste Teilstrecke des 50 km-Laufes mit den happigen Steigungen und dies in einer Zeit von 2'03'33,0, was ihm den 4. Kategorierang (M 20) einbrachte. Den gesamten 50 Km-Lauf absolvierten Robert Eiholzer in 5'05'58,5 was den 40. Rang unter 58 Klassierten in der Kategorie M 40 ergab und unser Technischer Leiter Urs Vogel erreichte in 4'25'21,3 den hervorragenden 5. Platz in der Kategorie M 50, unter 31 Klassierten und verpasste die „Bronzemedaille“ um nur 2 ¼ Minuten. Allen vier Aktiven gebührt einen kräftigen Applaus, es war eine Superleistung. Übrigens war die diesjährige Austragung die Zweitletzte. Das nächste Jahr wird der Lauf wieder um den 20. Mai 2006 zum 35. und letzten Mal durchgeführt!
20. Nidwaldner Sternmarsch Stans-Oberdorf: Am Samstag 21. Mai 2005 absolvierten wir mit diesem Marsch die vierte uniformierte Marschprüfung. 13 AV Luzern-Mitglieder, 11 Uniformierte und 2 zivile Veteranen nahmen bei schönem Wetter eine der abwechslungsreichen Strecken unter die Füsse und marschierten sternförmig durch den Kanton Nidwalden.
Weitere Marschtrainings:
Am letzten Maisonntag trafen sich 9 Marschbegeisterte bei sonnigem und warmen Frühlingswetter zum Trainingsanlass in Hildisieden ein. Der Organisator, Turmvogt und Ehrenmitglied Edwin Singer, absolvierte mit uns bei herrlichem Frühlingswetter einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Marsch auf den Anhöhen über dem Sempacher- und Baldeggersee. Die Routenwahl führte uns von Hildisrieden nach Neudorf über Römerswil, hinunter nach Urswil, über Rain zurück nach Hildisrieden. Nach den 30 absolvierten Leistungskilometern durften wir uns anschliessend im Garten von Edi und seiner Gattin Esther mit einem echt Schweizerischen Käsebuffet und einem guten Glas Rotwein aufs Vorzüglichste stärken und verwöhnen lassen. Recht herzlichen Dank Esther und Edi!
Das nächste Marschtraining war 14 Tage später, am Sonntag, 12. Juni im Fricktal, genauer in Rheinfelden. Diesmal lud der Marschgruppenleiter Urs Vogel ein und organisierte einen anspruchsvollen Marsch durch die Fricktaler Chriesbaumlandschaft. Leider waren die süssen Früchte zu diesem Zeitpunkt noch nicht reif. Jedoch durften wir sie anschliessend dann trotzdem noch in flüssiger Form geniessen. 9 Teilnehmer nahmen um 07’00 Uhr die Strecke mit happigen Höhenunterschieden unter die Füsse. Zahlreiche Wald- und Wiesenwege führten uns bei schönstem Sonnenschein durchs untere Fricktal im Raum Rheinfelden (AG), um den Sonnenberg über Magden (AG), Maisprach (BL), Buus (BL) über das Eigenried nach Zuzgen (AG), Zeiningen, Möhlin zurück an den Ausgangsort, den Bezirkshauptort Rheinfelden. Dort war anschliessend Einkehr bei den Gastgebern Estelle und Urs, wo kulinarisch wieder aufmunitioniert werden durfte.
30. Klettgauer-Marsch-Tage Waldshut-Tiengen: Drei Mitglieder des AV Luzerns, wovon zwei, Kpl Erik Dollinger und Fw Marcel Furrer, uniformiert und Hanneke Distel in zivil, nahmen an diesem Internationalen Zweitage Marsch, mit 2 x 25 km, im Süddeutschen Klettgau teil. Das Wetter zeigte sich auch an diesem Wochenende von seiner besten Seite, strahlenden Sonnenschein und sehr warme Temperaturen. Den Teilnehmern herzliche Gratulation.

Mehrkämpfe
23. Alois Salzmann-Mehrkampf, Emmenbrücke: Am Freitagabend, 15. April fand bereits die 23. Austragung statt. Wie in den vergangenen Jahren sind hier immer um die 90 bis 100 Mehrkämpfer am Start und liefern sich in den einzelnen Kategorien spannende Wettkämpfe. Zweifellos ein interessanter und gelungener Anlass. Aus Sicht des AV Luzerns fällt auf, dass wir recht gute Läufer sind und im Geländelauf, ohne spezielle Vorbereitungen, zu den besten drei Läufern der jeweiligen Kategorie gehören. Jedoch im Schiessen und vor allem im Übungsgranatenwerfen sind wir leider weit entfernt von Spitzenresultaten. Robert Eiholzer war in der Kategorie M 40 auch noch der zweitbeste Schütze, hatte leider beim Werfen nicht das nötige Glück um auf einen Podestplatz zu kommen. Jedoch reichte es ihm immerhin zur Spezialauszeichnung. – Bravo Robi! Unser Technische Leiter, Urs Vogel lieferte einen ausgeglichenen Wettkampf, jedoch auch bei ihm reichte ein unterdurchschnittliches Wurfresultat nicht einmal zu einer Spezialauszeichnung, es fehlten 94 Punkte. Vielleicht hatte er sie aber auch 100 m vor dem Ziel des Geländelaufes vergeben, rannte er in vollem Laufschritt, wegen der unklaren Streckenmarkierung, in einen im Waldranddickicht gespannten Drahtzaun, stürzte, verletzte sich leicht und vergab hier ca. 10 bis 15 Sekunden. Trotzdem freuen wir uns am Positiven und an der Auszeichnung dem „Kaffiglas“.
Vereinsinterne Rangliste: 1. [6. von 9 Katg. M 40] Eiholzer Robert mit 3'084 Punkten und 2. [8. von 11 Katg. M 50] Vogel Urs mit 2'806 Punkten.
Regionale Artillerie Sporttage in Gunzwil / Rickenbach vom 10./11. Juni 2005
Drei Mitglieder vertraten die Farben des AV Luzerns und überzeugten teilweise mit ausgezeichneten Resultaten. Im Zweikampf (300 m Schiessen und HG-Werfen) belegte Paul Achermann mit 111 Punkten den hervorragenden 18. Platz, Robert Eiholzer mit 110 Punkten den 22. Rang und Urs Vogel mit 70 Punkten den 104. Platz unter 110 Klassierten. Im Mehrkampf mit Geländelauf, Skorelauf, Distanzenschätzen und drei Mal HG-Werfen (in einen Kreis, durch ein Fenster und durch eine Türe) erzielte Robert Eiholzer mit 128 Punkten und mit durchs Band überdurchschnittlichen Leistungen den 12 Schlussrang unter 51 Klassierten. Urs Vogel erzielte trotz dem zweitbesten Resultat im Distanzenschätzen und einem mittelguten Laufergebnis vor allem wegen dem völligen „Danebenwerfen“ 105,5 Punkte und kam nur noch auf Platz 44. Wer im HG-Werfen mehrere Nuller erzielt, wird derart bestraft, dass man es mit guten Leistungen in den anderen Disziplinen nicht mehr wettmachen kann. Allen drei erfolgreichen Absolventen herzliche Gratulation ein grosses Bravo!

Waffenläufe
Der 57. Neuenburger Waffenlauf vom 10. April war gleichzeitig die Saisoneröffnung der Schweizer Waffenlaufmeisterschaft. Über die Halbmarathondistanz von 21,1 km mit Start und Ziel in der Kaserne Colombier, vertrat in diesem Jahr Fw Beat Schlüchter die Farben des AV Luzerns und absolvierte mit Erfolg diese militärsportliche Herausforderung in einer Zeit
von 1 Std. 35’14 Min. – bravo Beat!
Zwei AVL-Mitglieder, Mitr Robert Eiholzer und Four Urs Vogel starteten am dritten April-Sonntag zum 46. St. Galler Waffenlauf über 18,7 km und 300 m Höhendifferenz. Es war der zweite Lauf der laufenden Meisterschaft und für beide gleichzeitig die Saisoneröffnung, da beide in Neuenburg verhindert waren. Es war ein unfreundlicher, mit Regenwolken verhangener, kalter Sonntagvormittag. Unsere beiden Athleten hatten am Vortag den Marsch um den Zugersee absolviert und damit noch etwas müde Oberschenkel, was sich vor allem im Endkampf um gute Plätze in Form von fehlender Kraft zeigte. Trotzdem hinterliessen sie einen sehr guten Eindruck und beide kamen mit rund 1 ½ Minuten Zeitabstand nahe beieinander ans Ziel und belegten in ihren Kategorien zufällig die gleichen Plätze. Vereinsinterne Rangliste: 1. [52. von 93 Katg. M 40] Mitr Robert Eiholzer mit 1 Std. 34’56,1 Min. und 2. [52. von 150 Katg. M 50] Four Urs Vogel mit 1 Std. 36’38,0 Min.
Die 52. Austragung des Hans Roth-Waffenlaufes in Wiedlisbach fiel leider mit dem Zweitage Marsch Bern-Belp zusammen. Somit konnten wir von dieser Herausforderung keine Lorbeeren holen. Mir ist es nach wie vor unverständlich, dass es hier den Organisatoren nicht gelingen will, die Daten so zu planen, dass eine Kollision mit anderen, vor allem bedeutenderen militärsportlichen Veranstaltungen, zu verhindern. Wenn man bedenkt, dass alle über sinkende Teilnehmerzahlen klagen und die Verantwortlichen wissen müssten, dass alle um die gleiche Kundschaft werben, die treuen ausserdienstlichen Militärwettkämpfer.
2. Pfingstwaffenlauf Wohlen: Dieses Jahr zählte der am Samstag, 14. Mai zum zweiten Mal durchgeführte Waffenlauf zur Schweizer Meisterschaft. Damit war selbstverständlich ein deutlich besseres Teilnehmerfeld als im Vorjahr anwesend. Die gesamte nationale Elite war am Start und damit ein hoch stehender Wettkampf mit der Gewehrpackung. Gesamthaft klassierten sich 231 WaffenläuferInnen, 210 Männer und 21 Frauen. Die neue auf 11 Km verlängerte Strecke führte fast ausschliesslich durch den Wald und ist ein schöner, abwechslungsreicher Rundkurs, als Waffenlauf sehr gut geeignet. Nur ein Teilnehmer vertrat die AV Luzern-Farben und absolvierte recht erfolgreich diese als Sprintwaffenlauf ausgelobte Strecke mit zum Teil anspruchsvollen Steigungen von rund 140 m Höhendifferenz. Four Urs Vogel erreichte in der Katg. M 50 den 36. Rang von 93 Klassierten. – Bravo!
Wir gratulieren den drei AV Luzern-Waffenläufern und spenden einen Applaus für ihre Leistungen und die treue zum Waffenlauf!

Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön und weiterhin viel Motivation und Erfolg!
Urs Vogel - TL

 
Fleissauszeichnung VSAV 2004
 
Der Verband Schweizerischer Artillerievereine (VSAV) zeichnet alljährlich diejenigen Mitglieder aus, die mindestens an 8 Anlässen teilgenommen haben und durch ihr überdurchschnittliches Engagement aufgefallen sind. Jeder Gewinner der Auszeichnung in Form einer Fleisskarte ist ein Leistungsträger und ein Aushängeschild des Vereins.

Wer 5, 10 oder 20 Fleisskarten besitzt, wird vom Verband Schweizerischer Artillerievereine mit einer besonderen Auszeichnung zum gegebenen Anlass geehrt. Diejenigen, die heute bereits 5, 10 oder sogar 20 Fleisskarten haben, bitten wir, diese der Technischen Kommission bis Ende Oktober 2005 zukommen zu lassen. Die entsprechende Auszeichnung wird nach der Delegiertenversammlung im Jahr 2006 überreicht werden.

Anlässlich der Delegiertenversammlung vom 10. April 2005 wurden die folgenden Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Der Vorstand und die Technische Kommission gratulieren und danken euch für den Einsatz und wir freuen uns, euch weiterhin zu den Leistungsträgern des Artillerie Vereins Luzern zählen zu dürfen. - Herzliche Gratulation!

 
Name  Vorname Grad  Jahrgang BesuchteAnlässe
 
Vogel
Eiholzer
Singer
Distel
Gwerder
Schlüchter
Berger
Dollinger
Emmenegger
Meister
Winter
Furrer
Distel
Verrillo
Boesch
Kiener
Weber
Dietschy
 
Urs
Robert
Edwin
Josef
Edgar
Beat
Edi
Erik
Elmar
Rolf
Daniel
Marcel
Hanneke
Antonio
Kurt
Hans
Hansruedi
Urs Louis
 
Four
Sdt
Oberst
Motf
Oberstlt
Fw
Sdt
Kpl
Kpl
Fw
Wm
Fw

Sdt
Oberstlt
Fw
Oberst
Oblt
 
1953
1960
1941 - EM
1941
1961
1979
1973
1975
1965
1971
1967
1975
1946
1972
1950 - EM
1952
1939
1975
 
37
25
21
17
17
17
14
13
13
13
13
12
11
11
10
10
10
9
 
 
         
         
         
Sport - Aktivitäten in den Sommermonaten 2005
 
Aktivitäten der Marschgruppe
Vor der Herausforderung „89. Vierdaagse 2005 in Nijmegen“ absolvierten wir noch zwei Marschtrainings. Das eine im Entlebuch, bei unseren beiden treuen Kameraden Hanneke und Josef Distel. Das letzte vor Holland im Kanton Schwyz, genauer in Küssnacht am Rigi bei unserem Kameraden Edgar Gwerder und seiner Monika.
6 Marschierer fanden sich am Sonntag, 26. Juni am Ausgangsort in Schüpfheim ein. Die von Seppi Distel rekognoszierte Strecke war wie erwartet eine sehr anspruchsvolle Trainingseinheit. Einige happige Steigungen halfen wesentlich mit, die bereits in den frühren Märschen erworbene Kraft und Grundkondition auszufeilen. Im Anschluss an die viereinhalbstündige sonntägliche Leibesübung, führte uns die kulinarische Ehrenrunde ins Weghus bei Klusstalden. Dafür danken wir Euch, Hanneke und Seppi herzlich! Am „Rigitraining“ vom 2. Juli waren wir 8 Teilnehmer. Unser Tagesorganisator, Edgar
hatte auch an diesem Sonntag eine äusserst anspruchsvolle Strecke vorgegeben. Anfänglich verlief die Wanderung bei Sonnenschein von Küssnacht am Rigi, dem See entlang nach Vitznau. Ab hier stieg es dann erheblich an, in Richtung Rigi. Ein ständiges Auf und Ab gab den 8 Teilnehmern die Möglichkeit, die Muskeln noch einmal richtig zu fordern und durchzutrainieren. Nach den rund 35 Leistungskilometern durften wir bei Monika und Edgar Gwerder eine verdiente Marschpause einlegen und den Trainingstag bei einem Glas Wein und dem Genuss der Köstlichkeiten aus der Küche ausklingen lassen. Monika und Edgar, wir danken Euch recht herzlich!
Nun sind wir gerüstet und können mit gutem Gewissen und mit Stolz dem Marschbefehl des Schweizerischen Marschbataillons nach Nijmegen folgen! Zwei ausführliche Berichte über die erfolgreichen vier Tage von Nijmegen, werden Sie in hier lesen.

12. Schweizerische Militärstafette vom 13. August 2005

Bereits wird dieser militärsportliche Anlass der Superlative zum 12. Mal durchgeführt. Auf der einen Seite verbindet er Tradition mit modernem Sportgeist und verlangt von den Teilnehmerlnnen einen Totaleinsatz. Daher ist bereits die Teilnahme, egal welcher Rang, ein grossartiger Erfolg und ein Sieg über sich selbst. Dieses Jahr kam eine Neuerung zum Tragen, der Radfahrer absolvierte sein Pensum ohne Waffe und war daher wesentlich beweglicher auf dem Rad und der eine oder andere trat auch kräftiger in die Pedalen. Sicher mag diese Neuerung für den einen oder anderen Quereinsteiger
reizvoller sein, die traditionellen Militärradfahrer mögen es allenfalls bedauern und meinen allenfalls einen Vorteil preisgeben zu müssen.
Mit dem Start der Waffenläufer um 13‘00 Uhr war der Wettkampf lanciert und die 52 Gestarteten absolvierten die bekannt schnelle Strecke mit der gewohnten Waffenlaufpackung von 6,2 kg. Drei Mal waren die 5,7 km zurückzulegen, was bei der diesjährigen Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen warmen Temperaturen zu einer harten Auseinandersetzung um gute Plätze ging. Das Ziel eines jeden Läufers war es, seinen Radfahrer möglichst vor denjenigen seiner direkten Gegner auf die Strecke von 22,4 km (nach der 1. Übergabe) und 16,8 km (nach der 2. Übergabe) zu schicken, in der
Hoffnung, dieser möge den Vorsprung noch ausbauen. Jedoch Sieger sind alle und alle werden an diesem Anlass auch belohnt. Für den AV Luzern schulterte Four Urs Vogel die Gewehrpackung und absolvierte mit seinem militärradfahrenden Kollegen Wm Franz Brunner (nicht AVL-Mitglied) diese für einige bereits traditionelle Schweizerische Militärstafette
sehr erfolgreich.
Wie immer in den vergangenen Jahren, war wieder eine tadellose und vorbildliche Organisation mit einem grosszügigen Gabentempel. Jedes Finisher-Paar bekam neben dem schönen T-Shirt weitere attraktive Naturalgaben. Dafür gebührt dem OK (SVMLT Sektion Aargau) ein Dankeschön. Allen Wettkämpfem herzliche Gratulation und ein grosses Bravo für ihre hervorragenden Leistungen!

Waffenlauf
Der Waffenlauf sicher eine der traditionsreichsten und wohl echtesten schweizerischen Sportbesonderheiten. Wenn früher noch an 11 Sonntagen im Jahr, eine riesige Läuferschar (zwischen 700 und 1100) uniformiert und mit der Gewehrpackung an den verschiedenen Austragungsorten verteilt über die ganze Schweiz, zum sportlichen Wettkampf über Distanzen von 19 bis 42 km starteten, so ging ein Raunen durch die Sportnation Schweiz und die Medien sowohl Fernsehen als auch alle bedeutenden Zeitungen berichteten in Grossaufmachung. Und heute wo noch acht Meisterschaftsläufe ausgeschrieben
sind und die Teilnehmerzahlen auf rund ein Drittel oder sogar ein Viertel von früher schrumpften, eine Überalterung auszumachen ist, fragen wir uns, Waffenlauf wie weiter? Wie lange wird diese, für viele die Traumsportart, den Schreibenden inbegriffen, noch bestehen? Nachdem die Organisatoren der Waffenläufe von Lichtensteig im Toggenburg, Fribourg, Chur, Kriens und Altdorf das Handtuch in den vergangenen drei Jahren geworfen haben und man bereits spricht, dass der „Reinacher“ und der „Thuner“ auch vor dem Aus stehen!
Was der laufsportinteressierte Leser wissen muss, die Qualität der Läuferschar ist nach wie vor hoch. Denn die Spitzenwaffenläufer gehören auch national zur absoluten Spitze im Langstreckenlauf. Auf den Spitzenplätzen und auf den Podesten der nationalen Meisterschaftsläufe und der zahlreichen laufsportlichen Grossanlässe finden wir immer
auch unsere Waffenläufer. Nicht zu vergessen, dass der „Grösste Waffenläufer aller Zeiten“ Mitr Albrecht Moser, 1972 an den Olympischen Spielen in München im 10‘000 m-Final ins erste Dutzend lief! Oder heute der ihm nachfolgende Luzerner Jürg Hafner an den verschiedenen Stadt- und grossen Volksläufen immer mit den zahlreichen Schwarzafrikaner um Spitzenplätze läuft.

62. Aargauischer Waffenlauf Reinach vom Sonntag, 11. September 2005
231 Läuferinnen und Läufer absolvierten den 62. Reinacher Waffenlauf. Im Vorjahr waren es noch deren 287 und im Jahr 2003 noch 330 Finisher. In der Kategorie M 50 beendeten auch 20 über 60jährige die anspruchsvolle Strecke von 24,8 km und mit einer Höhendifferenz von über 280 m. Der AV Luzern war mit 3 Läufern vertreten, wovon sich alle drei hervorragend in Szene gesetzt hatten. Als bester „Luzerner Artillerist“ beendete Fw Beat Schlüchter den „Reinacher“ in 2‘10‘27 als M 20-Kategorien-14., Four Urs Vogel kam bei der M 50 mit 2‘16‘50 auf den 37. und Sdt Robert Eiholzer bei
der Kategorie M 40 mit 2‘29‘15 auf den 38. Platz. Auffallend war dieses Jahr, dass fast ausnahmslos alle Läufer schlechtere, teilweise deutlich schlechtere Zeiten liefen als in den beiden Vorjahren, obwohl die Strecke identisch war. Mögliche Gründe könnten sein, dass es der erste Herbstwaffenlauf war und damit noch Trainingsrückstände vorhanden
sind. Auch das relativ warme und feuchte Wetter in der ersten Septemberhälfte, der Himmel war über die ganze Zeit bedeckt, die Temperaturen waren über 10° C höher als zum Beispiel im Vorjahr und daher ungewohnt und unüblich für den „Reinacher“, wobei dieser in all den vergangenen Jahren immer am letzten Sonntag im September ausgetragen wurde wo es meistens deutlich kühler war. Sicher ist, dass der Aargauische Waffenlauf landschaftlich eine der schönsten und auch eine der härtesten Strecken anbietet. Wie aus den Medien und aus den Diskussionen zu entnehmen war, dürfte es
bestimmt der Vorletzte oder sogar der letzte „Reinacher“ Waffenlauf gewesen sein. Bei einem so bescheidenen Teilnehmerfeld sicher nicht verwunderlich. Trotzdem allen Waffenläufern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und weiterhin viel Erfolg für die laufende Herbstsaison.
Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön und weiterhin viel Motivation und Erfolg!

Urs Vogel – TL




Die 300 m – Schützen zu Gast beim Wehrverein Hochdorf
 
Am 2. April 2005 fand im Schiessstand Kannenbühl in Hochdorf zum 23. Mal das Freundschaftsschiessen AVL gegen den Wehrverein Hochdorf statt. Leider traten dabei nur 9 Artilleristen gegen 19 Schützen vom Wehrverein Hochdorf an. Um es gleich vorweg zu nehmen, der Wehrverein Hochdorf siegte auch dieses Jahr wieder bravourös gegen einen gut motivierten Artillerieverein. Der begehrte Wanderpokal, gestiftet von Karl Meier, bleibt ein weiteres Jahr im Seetal.


Der Wehrverein Hochdorf siegte mit einem Sektionsdurchschnitt von 90.542 Punkten vor dem Artillerieverein Luzern mit einem Sektionsdurchschnitt von 81.913 Punkten. Tagessieger wurde wie letztes Jahr Hansruedi Waltisberg vom Wehrverein Hochdorf mit sagenhaften 99 Punkten.
 
Einzelresultate AVL: Einzelresultate WV Hochdorf:
89 P.
88 P. 
87 P. 
85 P.
84 P
80 P.
75 P.
66 P.
65 P.
 
Charly Grisel
Franz Küng
Peter Schumacher
Hans Kneubühler
Werner Sarbach
Adolf Achermann
Thomas Käppeli
August Käppeli
Alex Guidali
 
99 P.
94 P.
94 P.
91 P.
90 P.
90 P.
89 P.
88 P.
86 P.
86 P.
85 P.
84 P.
82 P.
81 P.
81 P.
74 P.
73 P.
69 P.
65 P.
  
Hansruedi Waltisberg
Franz Kronenberg
Franz Achermann
Xaver Scherer
Niklaus Klingler
Martin Scherer
Anton Emmenegger
Ueli Graf
Xaver Elmiger
Josef Egli
Ruedi Imfeld
Paul Achermann
Josef Spiess
Brigitte Graf
Anton Bieri
Reto Ulrich
Josef Weibel
Josef Schmid
Carmen Jurt
 
  Der Berichterstatter:
Adolf Achermann
 
   
       

 


Ehrungen an der Generalversammlung  2005


 
An der Generalversammlung, die am 16. März im Hotel Rütli in Luzern durchgeführt wurde, konnten die folgenden Ehrungen vorgenommen werden:
Folgende drei Mitglieder wurden aufgrund ihrer Verdienste zu Ehrenmitglieder ernannt
  Luzia Käppeli-Bammert
Roger Albisser
Urs Lischer


 
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2005 (Eintritt 1954)
  Robert Arnold
Josef Dolder
Arnold Keller
Moritz Rogger
Jakob Wicki

 
Freimitglieder per 1.1.2005 (Eintritt 1979)
  Anton Dilger
Hermann Furrer
Beat Pauli
Edwin Singer

 
Veteranen VSAV per 1.1.2005
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1984)
  Adolf Achermann
Renato Amado
Heinrich Blättler
Leonhard Buchecker
Roland Christen
Franz Erni
Robert Erni
Ueli Fässler
Hans Gmünder
Gaston Guex
Karl Halter
August Käppeli
Franz Kurzmeyer
Max Landolt
Ralph Müller
Gerard Popp
Albert Probst
Max Schmid
Hanspeter Schnarwiler
Alois Sidler
Robert Sigrist
Urs Strebel
Walter Studer
Benedikt Thoma
Robert Weber-Schmid
Albert Wespi

 

 


 

Jahresberichte  

Jahresbericht des Präsidenten 2005

An der 144. Generalversammlung vom 16. März 2005 war ein Hauptpunkt der Wechsel im Amt des Turmvogtes: Josef Reichlin ist nach erfolgreicher Tätigkeit zurückgetreten, und Edwin Singer ist mit grossem Applaus zum neuen Turmvogt gewählt worden. Im Übrigen stand die Generalversammlung im Zeichen der Konsolidierung. So wurden die übrigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

Über das Wochenende des 09./10. April 2005 führte der AVL in Luzern die Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine VSAV durch. Aufgrund der Rückmeldungen darf das OK stolz auf diesen gelungenen
Anlass sein, der den Teilnehmenden viel geboten hat.

Für die Anlässe, welche durch die einzelnen Kommissionen und Gruppen durchgeführt wurden, kann auf die jeweiligen Jahresberichte der Obmänner verwiesen werden. Hier nur folgende Bemerkungen:

Der neue Turmvogt Edwin Singer hat sein erstes Amtsjahr mit Bravour gemeistert, herzliche Gratulation dazu. Mitglieder und Gäste fühlten sich im Wasserturm bestens betreut. Ihm und der Turmmannschaft gebührt für ihre grossartige Arbeit
ein herzlicher Dank.

Das Schiesswesen mit Grosskaliber wurde an den ausgewählten Anlässen gepflegt, auf der Allmend fand das Luftdruckschiessen statt. Besten Dank an Oberschützenmeister Roger Albisser und seine Helfer für ihre Arbeit.

Der Leiter der Sport- und Technische Kommission Urs Vogel hat wiederum sehr viele Anlässe im Wehrsport und für die Marschgruppe betreut. Neu hat er für alle AVL-Mitglieder eine zweitägige Bergwanderung am 08./09. Oktober 2005 organisiert. Die teilnehmenden Mitglieder mit Kind und Kegel erlebten dabei eine sehr schöne Zeit. Herzlichen Dank an Urs Vogel für seine grosse Arbeit.

Die Alte Garde hat zwei Anlässe organisiert: Der Frühlingsausflug führte in die unterirdische Schiessanlage in Giswil, ein Ausflug im Herbst ins schöne Toggenburg. lch danke auch dem Ausschuss der Alten Garde unter der Leitung des
Obmannes Franz Erni bestens für ihre Arbeit.

Die Vereinsreise über Fronleichnam am 26. – 29. Mai 2005 hatte als Hauptziel die schöne Stadt Heidelberg. Interessante Besichtigungen und Führungen, aber auch viel Gemütlichkeit beim Essen und Trinken und individuelle Freizeit machten
die Reise zu einem Erlebnis. Herzlichen Dank an die Organisatoren und Reiseleiter Hans und Lisbeth Thomann sowie Charles Gallo für die schöne Zeit.

Die Geschützmannschaft führte das traditionelle Salutschiessen am 1. August vor dem Casino durch. Es wurde wiederum musikalisch umrahmt durch den Jodlerklub Bärgkristall und bot das gewohnt eindrückliche Bild. Leider waren nicht sehr viele Zuschauer anwesend. Die Geschützmannschaft unter ihrem Kommandanten David Merz hätten eine grosse Kulisse verdient.

Zum Eidg. Bettag vom 18. September 2005 erfolgte eine Einladung zur Teilnahme am traditionellen Bettagsgottesdienst der drei Berghofpfarreien Römerswil, Hildisrieden und Rain. Unser Turmvogt und Ehrenmitglied Edwin Singer, gleichzeitig
Kirchgemeindepräsident von Hildisrieden, war bereit, die Artilleristen zu empfangen. Er meldete zurück, er hätte keine gesehen.

Am 21. September 2005 fand eine zweite Konferenz mit Präsidenten von städtischen Vereinen im Hotel Schweizerhof statt. An dieser wurden erste Rückmeldungen zum Entwurf der neu geschaffenen Homepage «www.vereineluzern.ch»
ausgetauscht. Die Homepage ist überarbeitet worden und soll nun im Verlauf des Jahres 2006 in volle Aktion treten. Informieren Sie sich, was bei den anderen Vereinen geht
.
Der Barbara-Bittgottesdienst fand am 30. November 2005 wie gewohnt in der St. Peterskapelle statt. Pfarrer Burkard Zürcher und der Jodlerklub Bärgkristall gestalteten wiederum einen sehr schönen, eindrücklichen Gottesdienst, wofür ich an dieser Stelie herzlich danke.

Im vorausgegangenen Jahr 2004 war an der Barbara-Feier ein erneuter Rückgang von AVL-Mitgliedern zu verzeichnen gewesen. Eine Durchführung im Hotel Schweizerhof bei so wenigen Teilnehmern wäre nicht mehr möglich gewesen. Aus diesem Grund hat der Vorstand beschlossen, die Barbara-Feier auch für Aussenstehende zu öffnen. Dies verbunden mit dem Zweck, den Anlass als potentielles Rekrutierungsgefäss für neue Mitglieder zu benützen. Zum Zeichen der Öffnung wurde der Anlass neu als «Adventsball» bezeichnet. Der Adventsball war ein toller Erfolg, wobei mehr als zwei Drittel der Teilnehmer nicht AVL-Mitglieder waren. Der allgemeine Tenor von Insidern war, dass es die schönste Feier gewesen sei, die sie je miterlebt hätten. Es herrschte eine fröhliche Stimmung, es wurde viel und bis zur
letzten Minute (nach 02.00 Uhr!) getanzt. Die angestrebte Öffnung und Belebung ist somit gelungen. Dem OK bestehend aus Jörg Lütolf, Stefan Gumpp und Markus Inäbnit gebührt ein herzlicher Dank für ihre grosse und gute Arbeit.

Wer Zugang zum Internet und unsere Homepage www.avluzern.ch und die Homepage www.vereineluzern.ch besucht hat, wird die aktuelle und schöne Gestaltung bemerkt haben. Informationen, Berichte, Anmeldungen usw. sind möglich.
lch danke unserem Redaktor Peter Imgrüt herzlich für seine grosse Arbeit.

Dank richte ich auch an alle anderen aus, die im AVL mitgeholfen haben. Es ist schön, dass der Verein von vielen seinen Mitgliedern getragen wird. Die Teilnehmer an den Veranstaltungen danken es ihnen.

Markus Kaufmann, Präsident
 
Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2005

Zwei Besichtigungen wurden von der Alten Garde organisiert und durchgeführt, die von einer grossen Schar Artilleristen besucht worden sind:
1. Die unterirdische Schiessanlage in Giswil OW.
2. Der Ausflug im Herbst ins Toggenburg.

Auch 2006 werden wir wieder einiges in Bewegung setzen, so den Familienausflug des Artillerievereins auf die Krienseregg, am Sonntag 21. Mai 2006. Für den Herbst sind wir noch am Abklären für eine Besichtigung (die nur Werktags möglich ist).

Der Ausschuss der Alten Garde tagte an zwei Sitzungen. Den Kommissions-Mitgliedernmöchte ich recht herzlich Danken.
Es sind dies die Kameraden: Henseler Josef, Helfenstein Josef, Lustenberger Hans, Singer Edwin, Kaufmann Markus (Präsi AVL).

Franz Erni, Obmann Alte Garde
 
Jahresbericht der Schiesskommission 2005

Mit dem Ustertagschiessen 2005 ging auch dieses Jahr die Freiluftsaison der Schützen zu Ende. Auf diese Saison hin wurde das Angebot stark reduziert. Es wurden nur noch «AVL-spezifische» Schiessen angeboten bzw. organisiert.
Beim 300m-Freundschaftsschiessen mit dem WV Hochdorf war die Beteiligung seitens AVL mässig. Hier erhoffe ich für 2006 eine Steigerung ansonsten ist auch dieses Schiessen gefährdet.
Beim VSAV-Schiessen konnte eine leicht höhere Beteiligung erzielt werden als letztes Jahr.
Das Barbaraschiessen wurde dieses Jahr durch den AV Oberseetal organisiert und fand in Emmen statt. Bei den Pistolendistanzen holten sich die Gruppen des AVL jeweils den 1. Platz.
Das 25. Freundschaftsschiessen 25m mit der Schiesssektion der Stapo konnte der AVL wieder einmal für sich entscheiden.
Das Morgartenschiessen fand nur teilweise statt. Das 300m-Gewehrschiessen musste wegen Nebel abgesagt werden. Es wird am 25.3.2006 im Hüslenmoos nachgeschossen. Das 50m-Pistolenschiessen musste bei teilweise stark eingeschränkter Sicht durchgeführt werden, was mässige Resultate zur Folge hatte.
Beim Ustertagschiessen gab es bei der Gewehrdistanz sehr erfreuliche Resultate. Beim 50m-Pistolenschiessen erreichte Seppi Helfenstein den Einzelsieg, ansonsten waren die Resultate eher durchzogen.

Die Förderung des Luftdruckschiessen wird dieses Jahr das Hauptziel der Schiesssektion sein. Leider hat der LUPI-Verantwortliche Beat Schleiss sein Rücktritt auf Ende der laufenden Saison erklärt. Hier muss noch ein Nachfolger/in gefunden werden.

Zum Schluss möchte ich noch allen Danken die den Schiessbetrieb des AVL ermöglicht haben. Einen speziellen Dank möchte ich den Mitgliedern der Schiesskommission aussprechen, welche durch ihren Einsatz eine reibungslose und unfallfreie Schiesssaison ermöglichten.

Ihnen allen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr

Roger Albisser, Oberschützenmeister
 
Jahresbericht der Turmkommission 2005

Die ordentliche Generalversammlung des Artillerievereins Luzern hat mir am 16. März 2005 als Nachfolger von Ehrenmitglied Seppi Reichlin die ehren- und verantwortungsvolle Aufgabe als Turmvogt übertragen. Ich habe das Amt mit viel Freude, aber auch mit leicht gemischten Gefühlen übernommen. Bin ich fähig, das vom Vorgänger während fünf Jahren sehr professionell und mit Herzblut betriebene Engagement mit ähnlichem Erfolg weiter zu führen? Zwei sehr wesentliche Umstände haben dazu beigetragen, dass mir das nach eigener Beurteilung im ersten Jahr einigermassen gelungen ist. Einerseits hat mich Seppi Reichlin in hervorragend kameradschaftlicher Weise detailliert in die Aufgaben eingeführt. Ich durfte ihn jederzeit anrufen und um Auskunft bitten. Das war hervorragend! Anderseits haben mich die Stubenmeisterinnen und Stubenmeister in ebenso vorbildlicher Weise unterstützt und mich nie spüren lassen, dass sie als «alte Hasen» ohnehin alles viel besser wussten und konnten als das unerfahrene Greenhorn, das da plötzlich
glaubte, den Chef spielen zu können. Auch das verdient meinen grossen Dank.

Unsere Crew darf erneut auf eine erfolgreiche Turmsaison zurück blicken. An 199 Anlässen (174 im Vorjahr) besuchten 4’952 Gäste (4’238 im Vorjahr) den Wasserturm. Rund einen Drittel der Anlässe bildeten die Führungen ohne Konsumation. Das waren zur Hauptsache die von Luzern Tourismus organisierten «Galgenfrist-Führungen», die unter anderen Sehenswürdigkeiten eben auch die Besichtigung des Wasserturms beinhalten. Selbstverständlich erfolgen diese Führungen immer in Anwesenheit von jemandem aus der Turmcrew. Diese schon seit einigen Jahren bestehende gute Zusammenarbeit mit dem Verkehrsbüro der Stadt Luzern verstehen wir als städtischer Verein als unseren selbstverständlichen Beitrag zur Förderung des für Luzern so wichtigen Tourismus. Zwei der vielen Anlässe
verdienen es, hier speziell erwähnt zu werden. Am 5. November 2005 tagte der Zentralvorstand des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine (VSAV) im Wasserturm erwies damit dem Artillerieverein Luzern eine grosse Ehre. Und am 1. Dezember 2005 durften wir den Turm für eine sehr würdig organisierte inoffizielle Verabschiedung von Korpskommandant Beat Fischer, Mitglied unseres Vereins, zur Verfügung stellen.

Die Turmkommission erledigte die laufenden Geschäfte in drei Sitzungen. Die Investitionen beschränkten sich im Berichtsjahr auf die Anschaffung eines Backofens und einer Tiefkühlvitrine. Die beiden Geräte erlauben es, den Gästen Apérogebäck sehr flexibel anbieten zu können. Weil die voluminöse Tiefkühltruhe unmöglich über die enge Turmstiege in den Dachboden gebracht werden konnte, wurde beschlossen, das Nützliche mit dem Praktischen zu verbinden. In Zusammenarbeit mit der Seepolizei organisierten wir am 29. Juni 2005 eine Abseilübung. In der ersten Phase wurde die Tiefkühltruhe aus dem Boot der Seepolizei hoch gezogen, anschliessend konnten sich die «Mutigen» im wahren Sinn des Wortes «am Seil hinunter lassen». Die dabei feucht gewordenen Hosen hatten aber nichts mit Angst, sondern ausschliesslich mit der stürmischen und regnerischen Witterung zu tun!

Zum Schluss darf ich danken: Den Stubenmeisterinnen und Stubenmeistern Marlene und Carlo Rogger, Yvonne und Roland Christen, Brigitte und Rolf Bühler, Annemarie Iwert, Agnes Smania und Mario von Borstel für den grossen, professionellen Einsatz und die tolle Kameradschaft. Ein weiterer Dank gebührt der Turmkommission für die kollegiale Unterstützung und die Akzeptanz, die ich auch von dieser Seite erfahren durfte.

Edwin Singer, Turmvogt
 
Jahresbericht der Sport- und Technischen Kommission 2005

Als Verantwortlicher der Technischen Kommission fällt mir bereits zum vierten Mal die ehrenvolle Aufgabe zu, den Jahresbericht zu verfassen. Eine Aufgabe, die umso mehr Freude macht, wenn wir über ein abwechslungsreiches, erfolgreiches und spannendes Jahr berichten dürfen.

In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten beinhalten, standen 30 (Vorjahr 32) wertungsberechtigte Anlässe in unserem Jahresprogramm. 30 (47) Damen und Herren haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und mindestens einen Anlass absolviert. 21 (24) Mitglieder absolvierten mindestens 3 und 17 (21) mindestens 4 oder mehr wehrsportliche Veranstaltungen. Wir können positiv zurückblicken, denn wir hatten in den zur Jahresmeisterschaft «Sport» zählenden Anlässen eine Teilnehmersteigerung von 15 %, denn im Jahr 2005 registrierten wir 256 Teilnehmer, im Vorjahr nur deren 222.
In der Wertung um den Wanderpreis «Alpini Quattro» standen 7 Anlässe an. 12 (Vorjahr 10) Kameraden haben sich an mindestens 2 bis 5 Anlässen beteiligt.
In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 5 Anlässe ausgeschrieben. 15 (Vorjahr 13) Kameraden haben an mindestens 2 bis 5 Anlässen teilgenommen.
Damit ist die Beteiligung auf ähnlich gutem Niveau wie in den Vorjahren. Es ist Wirklichkeit, dass im Artillerie Verein Luzern etwas läuft. Wer bisher nicht dazugehörte, kann es im neuen Jahr nachholen und darf auch mitmachen. Nie wird es zu
spät sein, um ein Wanderer, Marschierer, Läufer oder Mehrkämpfer zu werden. Auch die Berichte über die Sportaktivitäten in den vergangen drei Ausgaben des «Der Artillerist» sind als Bestandteil dieses Jahresberichtes zu betrachten, gehen sie doch vermehrt in die Tiefe der einzelnen Anlässe und geben die eine oder andere Begebenheit viel detaillierter wieder als in diesem Jahresrückblick.

Die Marschgruppe

Die Marschgruppe des AV Luzerns ist der aktivste Teil der ausserdienstlichen Vereinsaktivitäten.
In der Reihenfolge ihrer Bedeutung war wie jedes Jahr der Viertagemarsch im niederländischen Nijmegen der absolute Saisonhöhepunkt. Zum 45. Mal nahm eine Marschgruppe des AV Luzerns an der 89. Austragung der grössten Marsch-
und Walkingveranstaltung der Welt teil. Auch dieses Jahr waren wir fest verankert im Schweizerischen Marschbataillon und eines dessen Aushängeschilder. Unsere Marschgruppe umfasste 12 Teilnehmer, die im Tarnanzug 90 und mit 10 kg Gepäck die 4 Tage zu je 40 Km erfolgreich absolvierte. Ebenfalls nahmen 5 Mitglieder des AVL unter den Zivilisten am diesjährigen Vierdaagse teil. Damit erreichten wir ein internes Teilnehmerfeld von 17 Marschierern und können das hohe Teilnehmerniveau (17 – 19) der vergangenen 4 Jahre halten. Übrigens finden wir auf unserer Homepage «www.avluzern.ch» einen umfangreichen, bebilderte Rückblick auf die schönsten vier Tagen im Jahr!
Ein Vierdaagse kann selbstverständlich nur erfolgreich unter die Füsse genommen und ohne allzu grosse Blessuren absolviert werden, wenn wir uns richtig vorbereiten. Auch hier gilt: «Wer in der Vorbereitung scheitert, bereitet sich vor, am Vierdaagse zu scheitern!»
Als einen der wichtigsten Vorbereitungsanlässe gilt Jahr für Jahr der «Berner 2 Tagemarsch. Ende April absolvierten wir Marschierer des AV Luzerns mit Total 20 Teilnehmern und grossem Erfolg den 46. Schweizerischen Zweitagemarsch mit
Start- und Zielort Bern-Belp.
Die weiteren, offiziellen und im Ordonnanzanzug 90 absolvierten Märsche waren, anfangs November 2004 mit 14 Teilnehmern der 46. Zentralschweizer Distanzmarsch nach Neudorf. 5 Teilnehmer nahmen am 42. Sternmarsch des SMSV (Schweiz. Militär-Sanitäts-Verband) nach Aarburg teil. Mitte April begab sich eine 13 Mann starke Marschgruppe an die 37. Austragung Rund um den Zugersee und vertrat damit die Farben des AV Luzerns. Am ersten Mai-Samstag 2005 absolvierten 4 Mitglieder des AVL die 50 Km durchs Emmental mit Start und Ziel in Hindelbank, wobei jedoch nur einer, EM Edwin Singer, als Marschierer in Erscheinung trat. Zu den übrigen drei kommen wir etwas später. Mit all den Steigungen und den Höhenunterschieden entspricht diese Strecke rund 60 Leistungskilometern. Übrigens wird dieser Anlass nur noch in ziviler Kleidung absolviert. In der zweiten Maihälfte nahmen 13 Teilnehmer am 20. Nidwaldner Sternmarsch teil und absolvierten bis zu 35 km. Der Internationale Zweitage-Marsch durchs Klettgau mit Start und Ziel
in Waldshut-Tiengen (Baden-Würtemberg) war vom Termin her unglücklich, sodass sich nur 3 AVL-Mitglieder über die zwei Mal 25 km begaben. Am ersten Oktober- Wochenende 2005 absolvierten als Saisonabschluss und bei nasskaltem Regenwetter 7 Teilnehmer den 44. Bündner Zweitagemarsch von je 25 Km.
Dazwischen trainierten wir an 6 in ziviler Kleidung ausgetragenen Märschen um die 25 bis 35 km, die jeweils von einem Gruppenmitglied vorbereitet und organisiert werden. Hier nahmen jeweils zwischen 6 und 10 Teilnehmer daran teil.
An diesen Anlässen treffen wir uns meistens nach dem Trainingsanlass zur kulinarischen Ehrenrunde beim jeweils organisierenden Gruppenmitglied und geniessen die Spezialitäten aus Küche und Keller und pflegen den geselligen Teil.

Die Waffen- und Langstreckenläufer

Ein paar Hartgesottene stürzten sich auch im vergangen Jahr in den Tarnanzug, schnürten die Laufschuhe und schnallten die Gewehrpackung von 6,2 kg auf den Rücken und absolvierten einen der 8 zur Schweizer Meisterschaft zählenden Waffenläufe (5 Läufe zählten / 3 Streichresultate). Diese Waffenläufer vom AV Luzern, die es verdienen erwähnt zu werden, waren: Fw Beat Schlüchter, Jg. 79, mit 4 absolvierten Läufen und dem 20. Schlussrang unter 89 Rangierten der Kategorie M 20, Mitr Robert Eiholzer Jg. 60, mit 4 absolvierten Läufen und dem 57. Schlussrang
unter 176 Rangierten der Kategorie M 40 und Four Urs Vogel, Jg. 53, mit 5 absolvierten Läufen und dem 39. Schlussrang unter 241 Rangierten der Kategorie M 50.

Bekanntlich wird der 50 Km-Lauf durchs Emmental nicht nur als Marsch, sondern auch als Langstreckenlauf ausgetragen. Im Jahr 2005 waren es drei AVL-Mitglieder, die diese Herausforderung auf sich nahmen. Beat Schlüchter absolvierte die 25 km lange Bergstrecke, den Mänziwilegglauf in 2’03’33. Die gesamten 50 km rannte Robert Eiholzer in 5’05’58 und Urs Vogel in 4’25’21 was ihm den hervorragenden 5. Kategorienrang eintrug.
Zwei Mitglieder nahmen auch an den Bieler Lauftagen teil und absolvierten, Urs Vogel den 100 km-Lauf und Beat Schlüchter den Marathon über 42,195 km.

Die Mehrkämpfer

Der Mehrkampf müsste eigentlich eine Kerndisziplin eines jeden ausserdienstlichen und wehrsportorientierten Vereins sein. Leider ist dem im AV Luzern nicht mehr so. Wir hatten vier Anlässe im Jahresprogramm und wie in den vergangenen Jahren war unsere Beteiligung auf tiefem Niveau. Die 23. Austragung des A. Salzmann-
Mehrkampfes in Emmenbrücke wurde von zwei Mitgliedern wie im Vorjahr besucht.
An den Regionalen Artillerie Sporttagen in Beromünster / Gunzwil nahmen noch 3 Kameraden teil, Robert Eiholzer und Urs Vogel absolvierten sowohl den Mehrkampf als auch den Zweikampf und Paul Achermann bemühte sich im Zweikampf
um Lorbeeren. Dieser Wettkampf ist eine verbandsinterne, ausserdienstliche Übung, die unsererseits eine grössere Beteiligung verdienen würde.
Die beiden weiteren Wettkämpfe waren die «Rütihofstafette» (Schweiz. Waffenläufer- und Militärradfahrer-Stafette) mit einem Teilnehmer und der Seetaler Mehrkampf von Ende Oktober in Hochdorf. Auch hier war nur noch ein AV Luzern-Mitglied bemüht Ansehen für den Verein zu ergattern. Dies war ihm jedoch auch umso besser gelungen. Mitr Robert Eiholzer vertrat die Farben der Luzerner Artilleristen und war in Hochdorf einer der Besten!

Zusammenfassung

Wichtig war uns, das vielseitige Angebot zu nutzen. Die Organisatoren verdienen es. Bei gewissen Anlässen würde uns eine grössere Beteiligung sehr gut anstehen. Etwas sehr Wichtiges war auch in diesem Jahr der faire und verletzungsfreie Wettkampf, das Messen der eigenen Leistung und allenfalls der Vergleich zum Kollegen und Mitbewerber um gute Plätze. Für die Meisten jedoch stand der Spass und die körperliche Ertüchtigung, vor allem die Ausdauer und dort wo sie noch nicht vorhanden war, deren trainieren im Vordergrund und das ist auch gut so! Diese
Ziele erreichte jeder, der regelmässig mit unserer Marschgruppe unterwegs war. Auch im vergangenen Vereinsjahr boten wir wieder abwechslungsreiche Trainingsanlässe und Marschveranstaltungen an. Ein Mitmachen in unserer schlagkräftigen Marschgruppe ist nicht nur reines Marschieren. Nein, zahlreiche Entdeckungen durften wir unterwegs machen. Immer wieder lernen wir eine neue Umgebung und im persönlichen Gespräch auch neue Menschen kennen. Auf den gemeinsamen Märschen im Gruppenverband lernen wir uns gegenseitig besser kennen. Bekannte
Gesichter geben auch immer wieder neue Eindrücke von sich.
Zum Schluss dieses Jahresberichtes gehören auch ein paar Worte des Dankes. Viele hat es, die es verdienen und hier denke ich vor allem an unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unser Steckenpferd, den ausserdienstlichen
Sport so viel Verständnis und Wohlwollen entgegenbringen. Ihnen gehört ein grosses Dankeschön begleitet mit einem kräftigen Applaus. Selbstverständlich beglückwünsche ich auch alle TeilnehmerInnen die aktive mitmachten und durch ihr kameradschaftliches Verhalten zum Erfolg beigetragen haben. Dankeschön werte Kameraden.
Gleichzeitig möchte ich hier alle aufrufen im neuen Jahr wieder mitzumachen. Vielleicht nimmt von den Marschierern wieder einmal einer das Stgw. in den Anschlag und einen Übungswurfkörper in die Hand und begibt sich an einen der
spannenden Mehrkämpfe. – Ich wünsche allen eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison.

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission