Berichte 2006

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Zweitätige Herbstwanderung vom 16. / 17. September 2006
Sonntäglicher Herbstausflug vom 17. September 2006
Geographie und Geschichte haben den Kanton Neuenburg zu einer der markantesten Landschaften der Schweiz geprägt. Vor 200 Jahren war Neuenburg noch Protektorat und teilweise auch ab und zu Mal Sommerresidenz des Preußischen Königs.
Heute eine Tourismushochburg mit zauberhaften Landschaften, wild fliessenden Gewässern und kulinarischen Besonderheiten.

 
Durch die Weinberge ...


Begeistert von Erlebnissen zahlreicher Wanderer, begaben sich am Samstag, 16. September 11 Luzerner Wanderfreunde an die Gestade des «Lac de Neuchâtel». Von Auvernier aus wanderten wir durch die reichlich mit reifen Trauben behangenen
Weinberge nach Boudry. Entlang dem Flüsschen «Areuse», zuhinterst im Dorf, begann der Einstieg in die zauberhafte Areuse-Schlucht. Bei Sonnenschein durchwanderte unsere heterogene Gruppe, wo der älteste Teilnehmer im 74. Alterjahr und die beiden Jüngsten 10 und 12 Jahre alt waren, die berühmte Areuse-Schlucht und stieg ins Val de Travers auf, ins Tal der «Grünen Fee». Auf dem Weg nach Couvet machten wir alle noch den mühsamen, jedoch lohnenden Abstecher auf den berühmten «Creux du Van» mit einer Höhendifferenz von 970 m und der einmaligen Aussicht ins Val de Travers und in den furchterregenden Abgrund des «Creux du Van». Lassen wir uns nochmals mit den mitgebrachten Bildern an die angenehmen und schönen Augenblicke zurückerinnern.

 
... und die Areuse-Schlucht...


... zur Creux du Van

 

 

An unserem Übernachtungsort in Couvet angekommen, dem Besuch des Hallenbads, dem Nachtessen und der komfortablen Nacht im «Centre Sportif» stiessen wir am zweiten Wandertag, bei leider gar nicht bezauberndem Wetter über Môtiers
nach Boveresse zu unseren Vereinskameraden, die sich auf den Tagesausflug aufgemacht hatten. Was sie uns von Luzern mitbrachten war Regen. Denn ab vormittags um 10.00 Uhr goss es draussen aus Kübeln und der Ausflug versank im wahrsten Sinne des Wortes im Wasser. Mit dem Besuch des Museums «Séchoir à Absinthe», wo wir in die Geschichte und in die Geheimnisse des berühmt-berüchtigten Absinth- Getränks eingeführt wurden und durch dessen Genuss nur noch an die angenehmen Seiten des Lebens erinnert wurden. Mit dem gemeinsamen Mittagessen, einem Spaziergang im Regen und der Rückfahrt in unsere Ausgangsorte endete auch dieses Wochenende viel zu schnell. 37 Mitglieder und Angehörige aus der AV Luzern-Familie nahmen an diesem Wochenende teil.

Urs Vogel – TL

 
Das Absinthe-Museum
 
Gemütliches Mittagessen im Schützenhaus von Couvet

45. Bündner Zweitagemarsch
vom 30. September / 1. Oktober 2006
Dieses Jahr nahm die Marschgruppe des AV Luzerns zum zweiten Mal an diesem Anlass im schönen Bündnerland teil. Am Samstagmittag rückten wir in der Kaserne von Chur ein. Nach dem Anmeldeprozedere und dem Zimmerbezug, rückte der Start bald in greifbare Nähe. Um 14 Uhr stellten sich alle Marschgruppen im Halbkreis auf dem Kasernenvorplatz auf. Hierauf hielt der Marschkdt Major Markus Fankhauser eine kurze Ansprache. Er begrüsste alle Marschteilnehmer, insbesondere die ausländischen Gäste speziell herzlich. Nach dem Startschuss, der aus einer Miniaturkanone abgefeuert wurde, starteten zuerst die Marschgruppen der Kategorie B (22 km) und nach 2 Minuten diese der Kategorie A (19 km). Diese Massnahme wurde getroffen, damit der Verkehrsfluss in Chur nicht zu stark behindert wurde.

Buender2TageMarsch

Das Wetter war am Samstag leicht bewölkt und angenehm warm, kurzum, es war ein perfektes Marschwetter. Die Marschstrecke führte an beiden Tagen durch eine herrliche Landschaft. Unterwegs gab es alle 3 - 4 Kilometer Verpflegungsposten mit Tee und frischem Obst. Die Strecke führte uns von Chur über den Plong dil Pre zum Bahnhof Reichenau, danach über die Rheinbrücke am Schloss Reichenau vorbei nach Tamins. Von Tamins aus ging es nach Felsberg. Von hier aus führte der Weg wieder ins Ziel zur Kaserne Chur. Als sympathischer und bald schon zur Tradition
gewordener Aufsteller, wird am letzten Marschhalt vom Samstag, auf dem Schulhausplatz von Felsberg ein Imbiss in Form eines Käsebuffets und einheimischen Weinen serviert.
Der Samstagabend gilt der Pflege der Kameradschaft. Auf dem Kasernenareal sind in einer Halle die Tische festlich gedeckt und allen Marschteilnehmern werden dort das Nachtessen und ein unterhaltsames Abendprogramm mit Tanzmusik geboten.
Ebenfalls kommen die verdienten mehrjährigen Teilnehmer zu Ehren. Ihnen werden hier ihre Auszeichnungen überreicht. Übrigens immer nach 4 absolvierten Zweitagemärschen erhält der Teilnehmer eine Medaille. Anschliessend begann das
Gedränge an der gleich daneben aufgestellten «Läufer-Bar». Dieses kameradschaftliche Beisammensein ist meines Erachtens die entscheidende und nicht zu verpassende Besonderheit dieses Anlasses.

Für manch einen war die Nacht auf den Sonntag etwas kurz. Denn nach dem frühen Aufstehen und dem Morgenessen, fuhren uns die Postautos bereits um 6.30 Uhr, es war noch stock dunkel, an den Startort Maienfeld. Dort nahmen wir die 25 km des zweiten Marschtages in Angriff. Das zügige Wandern führte uns über Jenins nach Malans anschliessend folgte das Dorf Igis und wir marschierten im Gruppenverband durch Zizers nach Trimmis. Der weitere Streckenverlauf führte uns über Haldenstein dem Rheinufer entlang ins Ziel in der Kaserne Chur, wo wir nochmals 36 mit einem Imbiss verwöhnt wurden. Der Marschkommandant verabschiedete uns persönlich und überreichte uns über unseren Gruppenführer die verdiente Bestätigungskarte und einen Halbliter Rotwein.
Der Bündner Zweitagemarsch ist in der Marsch- und Walkingszene für viele Marschierer ein beliebter Saisonabschluss. Neben den zahlreichen Schweizer Marschgruppen beteiligen sich Jahr für Jahr Teilnehmer aus ausländischen Armeen wie
der Bundesrepublik Deutschland, dem Österreichischen Bundesheer und ein oder zwei uniformierte Franzosen. Selbstverständlich sind auch das Grenzwachtkorps, verschiedene kantonale und städtische Polizeikorps, der Rotkreuzdienst und einige J+S-Teilnehmer an diesem Anlass gut vertreten.

Michael Weber
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90. Viertagemarsch Nijmegen 2006
Der Jubiläumsanlass wurde zur Todesfalle!



Es hätte ein Jubiläumsanlass der besonderen Art werden sollen. Jubiläen, erst recht solch aussergewöhnliche wie 90 Jahre „Vierdaagse Nijmegen“, sind Augenblicke des Erinnerns und der Freude! Den wenn sich gegen 48'000 Marschierer und Wanderer auf den Weg begeben und in fröhlichem Marschschritt und singend durch die Dörfer und Städte ziehen und dies bereits zum 90. Mal, dann darf gefeiert werden. Auch der Wettergott spielte, wie sich das für ein Jubiläum gebührt, mit und bereits die Tage davor waren in den herrlichsten Sonnenschein mit heißen Temperaturen eingebetet.
Auch aus der Schweiz waren einige Hundert Marschierer, Wanderer und Walker angereist um die berühmten vier Tage von Nijmegen in den Niederlanden mitzufeiern und aktiv, auf Schusters Rappen, mitzuerleben. Das Schweizerische Marschbataillon war mit 240 weiblichen und männlichen Angehörigen und ehemaligen Angehörigen der Armee bereits zum 48. Mal mit von der Partie. Die Schweizer Militärdelegation stand auch dieses Jahr unter der Leitung von Oberst i Gst Jean-Jacques Joss, Chef Sport und Ausserdienstliche Tätigkeit im Kdo Ausbildung des Heeres. Als offizieller Vertreter der Schweizerischen Armee besuchte bereits am ersten Marschtag der Ausbildungschef des Heeres, Divisionär Hans-Ulrich Solenthaler die im Militärcamp Heumensoord, südlich von Nijmegen stationierte Truppe von Marschiererinnen und Marschierern.



Die Hitze machte den Vierdaagse zum Eendaagse!

Das Jubiläumsabenteuer „Viertagemarsch 2006“ fiel nicht ins Wasser, sondern der Hitze zum Opfer. Leider mussten die Behörden zusammen mit den Organisatoren den 90. Vierdaagse bereits nach dem ersten Tag abbrechen. – Was war geschehen?
Aufgrund der hohen Temperaturen, bereits am ersten Marschtag, dem Dienstag war es um die 36º C und es gab zahlreiche Hitzegeschädigte, über 1000 Wanderer erreichten das Ziel nicht und mussten vorzeitig aufgeben, bis zu 300 Personen mussten in die umliegenden Spitäler eingeliefert werden, gegen 30 waren in äußerst kritischem Zustand und für 2 Marschierer kam jede Hilfe zu spät und sie verstarben. Letztmals, im Jahre 1972, gab es ebenfalls wegen Hitze, zwei Tote. Vor allem auf dem Damm, der die Marschierer von Oosterhout nach Lent und dann zurück über die Wal-Brücke, nach Nijmegen führt, sei es zu dramatischen Szenen gekommen, denn das Gros der Marschierer war dort zwischen 11’30 und 14’30 Uhr unterwegs, alle der prallen Sonne ausgesetzt und vermutlich Zahlreiche schlecht auf diese Verhältnisse vorbereitet. Die Sanität war pausenlos im Einsatz und wäre völlig überfordert gewesen. Wer die Strecke persönlich kennt, weiss, dass es dort wenige Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten gibt und die Sanitätsfahrzeuge wegen der Massen von Abertausenden von Marschierern nur schlecht durchkamen. Die Spitäler von Nijmegen und der näheren und weiteren Umgebung, bis nach Arnhem, wären bereits am Dienstagabend an die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit gestossen. Auch im Militärcamp Heumensoord waren die Sanitätswagen am späten Dienstagnachmittag pausenlos mit der aufheulenden Sirene im Einsatz, etwas, was langjährige Marschteilnehmer noch nie erlebt hatten.
Da für Mittwoch noch eine grössere Hitze und Temperaturen bis zu 42º C prognostiziert wurden, die dann auch eingetroffen waren, entschlossen sich die Behörden und das OK noch am Dienstagabend, den Vierdaagse abzubrechen. Man wollte keine weiteren Risiken eingehen und durfte auch keine weiteren Todesfälle in Kauf nehmen. - Diese hohen Temperaturen und heissen Sommertage über mehrere Wochen waren in den vergangenen Jahrzehnten noch nie vorgekommen oder sogar seit Menschengedenken erinnert sich niemand daran. Fragen kann man sich höchstens – warum gerade am 90. Vierdaagse?
Rückblickend betrachtet und aus der Sicht der gut vorbereiteten Schweizer Marschgruppen, hätte es vor allem für die gut Trainierten und geübten Marschierer sicher bessere Lösungen gegeben, jedoch wie trennen wir die schlecht Vorbereiteten von den gut Trainierten? Eine Diskussion an dieser Stelle erübrigt sich zweifellos. Vor allem unter den Zivilisten hätte man zahlreiche ausmachen können, die die alte Weisheit „Wer in der Vorbereitung scheitert, bereitet sich vor zu scheitern!“ nach wie vor zuwenig ernst nehmen oder diese gar nicht kennen.

Eindrückliche Kranzniederlegung des Schweizerischen Marschbataillons

Vielleicht die eindrücklichste Zeremonie der vergangenen Jahrzehnte führte das Schweizerische Marschbataillon durch. Es gehört zur Tradition der Schweizer, dass die Marschierer immer am dritten Marschtag, auf dem an der Marschstrecke liegenden „Kanadischen Friedhof“ in Groesbeek einen Marschhalt einlegen und mit einer Kranzniederlegung den rund 2'600 Kanadischen Soldaten gedenken, die im Herbst 1944 bei einer Luftlandeaktion ihr Leben verloren. Aufgrund, dass die MarschiererInnen, dieses Jahr aus Pietätsgründen mit Bussen hingeführt wurden, dadurch nicht übermüdet waren und auch nicht unter Zeitdruck standen, wurde die Kranzniederlegung noch würdevoller. Die AdA des Schweizerischen Marschbataillons hatten dieses Jahr deutlich mehr Zeit die Totenehrung, gestaltet vom Armeeseelsorger, Hptm Dr. Bernhard Willi und musikalisch umrahmt von der Stadtmusik Kloten eindrucksvoll zu begehen. Dies ist jedes Mal ein unter die Haut gehendes Ereignis, das Seinesgleichen sucht und bei jedem Teilnehmer tief einfährt.
Danach brach auch das Schweizerische Marschbataillon die Übung „90. Viertagemarsch Nijmegen 2006“ ab und kehrte am Freitag vorzeitig in die Schweiz zurück.

Freuen wir uns aufs nächste Jahr! - Es lebe der 91. Vierdaagse 2007!
Urs Vogel

Vereinsreise zu den Schlössern an der Loire
15. bis 18. Juni 2006
An Fronleichnam, noch vor 6 Uhr, besammelte sich die AVL-Reisegruppe beim Inseli. Der frühe Aufbruch hatte gute Gründe, denn unsere Vereinsreise sollte uns ins Herz Frankreichs, zu den Schlössern an der Loire führen. Im brandneuen Reisecar von Pius Lötscher und bei wunderbarem Reisewetter machten sich die 33 Teilnehmer auf den Weg Richtung Westen.
Für Vorbereitung und Reiseleitung zeichnete auch dieses Jahr das bewährte Team Hans und Elisabeth Thomann und Charles Gallo. Für Unterhaltung auf der langen Fahrt sorgte neben der reichhaltigen, von Hans gestalteten Reisedokumentation auch Charles, der uns mit Lesungen aus seiner scheinbar grenzenlosen Bibliothek, bestens in die Geschichte und Kultur unseres Reiseziels einführte.
Nach dem Grenzübertritt bei Vallorbe ging die Fahrt dem Doubs entlang über Besançon ins Burgund. In Beaune begann unsere ausgedehnte Mittagsrast mit dem Besuch der grössten Sehenswürdigkeit, des Hôtel-Dieu.
Hôtel-Dieu
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Das Armenspital wurde von einer wohltätigen Stiftung erbaut und erstrahlt noch heute mit seinen mit farbigen Ziegeln gedeckten Dächern und den reich ausgestatteten Sälen in vollem Glanz. Auf einer Führung durch die bestens erhaltenen Gebäude erfuhren wir viel über die mittelalterliche Wohltätigkeit und Heilkunde, mit einigen aus heutiger Sicht schauerlichen Methoden. Das 1443 gegründete Spital war bis 1971 in Betrieb und wir dürfen wohl annehmen, dass nicht alle Heilmethoden beibehalten wurden.
Wenige Schritte vom Hôtel-Dieu entfernt erwartete man uns im Restaurant Bernard Morillon zum Mittagessen. Geboten wurde uns ein ausgezeichnetes Mittagsmahl mit erlesenen Köstlichkeiten begleitet von köstlichen Weinen aus der Gegend.
Nach dem ausgezeichneten Essen in bester Stimmung ging die Fahrt weiter, bis wir in der Gegend von Orléan das Tal der Loire und später unser Ziel, die alte Königsstadt Blois erreichten. Dort bezogen wir unser Hotel Anne de Bretagne, das uns für die nächsten drei Nächte beherbergen sollte.

Am Morgen des zweiten Reisetages besichtigten wir als erstes das königliche Schloss in Blois, welches vom Hotel aus bequem zu Fuss zu erreichen war. Das Schloss wurde mehrmals erweitert und vereinigt Baustile aus
5 Jahrhunderten. Bei der Besichtigung der Gemächer und Hallen im Schloss erfuhren wir von all den Bluttaten, Intrigen und Verschwörungen, die sich im Schloss ereignet haben. In diesem Schloss wurde wahrlich Politik gemacht, residierten darin doch über die Jahrhunderte sieben Königen und elf Königinnen. Anschliessend bestiegen wir vor dem Schloss zwei Pferdewagen, mit denen wir eine gemütliche Rundfahrt durch die Strassen der Altstadt von Blois unternahmen. Dabei überquerten wir auf der eindrücklichen alten Bogenbrücke zweimal die Loire. 
  Blois

Für den Nachmittag waren gleich zwei Schlösser angesagt. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Schloss Chambord. Dieses liegt nicht in der Stadt sondern, seiner Verwendung als Jagdschloss entsprechend, in einem von einer 32km langen Mauer umgebenen Wald. Bescheidene Schweizer würden bei einem Jagdschloss wohl eine einfache Burg erwarten. Dabei steht man in Chambord staunend vor dem Prototypen eines Märchenschlosses. Unter einer eindrücklichen Dachlandschaft mit unzähligen Dächern, Türmchen, Galerien und Kaminen warteten 440 Zimmer darauf, von den Hoheiten und ihrer Dienerschaft, meist während nur wenigen Tagen im Jahr bewohnt zu werden. Im Innern des Schlosses beeindruckt die grosse zweigängige Treppe um die sich die auf drei Stockwerken angeordneten Säle und Gemächer gruppieren.
 
Chambord
Immer noch geblendet von so viel in Stein gehauenem Prunk sollte das nächste Schloss etwas bescheidener sein. Das Schloss Cheverny ist seit Jahrhunderten im Besitzt der gleichen Adelsfamilie und wird noch heute bewohnt. So hatten wir die Gelegenheit ein vollständig möbliertes und ausgestattetes Schloss, wenigstens zum Teil zu besichtigen.

Daneben hat Cheverny mit einer besonderen Attraktion aufzuwarten. Es beherbergt eine Meute von ungefähr 70 Jagdhunden, die jeweils Nachmittags öffentlich gefüttert werden. Aus sicherer Warte, hinter einem hohen Gitterzaun, konnten wir miterleben, wie sich die ganze Meute erst nach Erlaubnis der beiden Wärter auf einen Haufen Fleisch und Eingeweide stürzte und in wenigen Minuten unter wildem Gebell und Gezanke alles verschlang.

Zurück in Blois spazierten wir nach dem Eindunkeln nochmals zum Schloss, um der Son-et-Lumière-Aufführung beizuwohnen. Beim eindrücklichen Spektakel im Innenhof des Schlosses wurden die verschiedenen Flügel des Schlosses, mit immer neuen Lichteffekten beleuchtet. Begleitet von passender Musik kamen dabei auch die wichtigsten Akteure aus der Geschichte des Schlosses „zu Wort“ und wanderten in Überlebensgrösse über die Fassaden.

Am dritten Reisetag folgten wir dem Lauf der Loire weiter Richtung Atlantik und erreichten bald Amboise. Dort thront das imposante Königliche Schloss hoch über der Stadt und bietet so eindrückliche Ausblicke auf die Loire und über die Dächer der Stadt. Nächste Station war das in Sichtweite gelegene Schlösschen Clos-Lucé. Hier verbrachte Leonardo da Vinci die letzten drei Jahre seines Lebens. Eine interessante Ausstellung im Schloss beleuchtet die technische Seite des Universalgenies. Viele seiner Erfindungen wurden nach den Originalskizzen als Modelle nachgebaut und belegen so die Funktionstüchtigkeit seiner Entwürfe.

 
Amboise
Nach einer kurzen Pause im Rosengarten des Schlosses fuhren wir weiter nach Tours, wo wir die imposante Kathedrale besichtigten. Für den Nachmittag hatten wir die Wahl zwischen einem Stadtbummel in Tours oder der Besichtigung der Gartenanlagen des Schlosses in Villandry. Der grössere Teil unserer Gruppe entschied sich für das Zweite und wurde nicht enttäuscht. Wir haben es einem Spanier, der das Schloss 1906 kaufte zu verdanken, dass in Villandry ein Renaissance-Garten neu entstanden ist.
So bietet sich von der Aussichtsterrasse über dem Schloss ein phantastischer Ausblick über die einmalige Gartenanlage.

  Villandry

Für das Nachtessten, zurück in Blois, war für uns ein historisches Lokal reserviert. In der Orangerie du Chateau, die früher zu den Gärten des Königsschlosses gehörte, genossen wir ein vorzügliches Mahl.

Am nächsten Morgen hiess es schon Abschied nehmen von Blois und den Schlössern an der Loire. Durch das alte Jagdrevier der Französischen Könige, die Sologne fuhren wir nach Bourges. Dort besuchten wir als erstes die gotische Kathedrale Saint Etienne. Das beeindruckende Bauwerk hat neben dem breitesten Kirchenschiff aller französischen Kathedralen eine wahre Galerie von Kirchenfenstern zu bieten, welche durch ihre Anordnung aus der Nähe studiert werden können. Von der französischen Küche konnten wir uns gleich neben der Kathedrale in der Taverne de Maitre Kanter bei einem währschaften Mittagessen verabschieden. Mit einer abwechslungsreicher Fahrt durch das Burgund und den französischen Jura klang unsere Vereinsreise aus. Besten Dank den Organisatoren, wir freuen uns schon auf die nächste Reise mit dem Artillerieverein Luzern.

Bourges

 

Text und Bilder: Peter Imgrüt 


47. Schweizerischer Zweitagemarsch Bern-Belp
vom 29. / 30. April 2006
Zum 46. Mal nahm eine Marschgruppe des Artillerie Vereins Luzern an der diesjährigen Austragung des Schweizerischen Zweitagemarsches durch das Gürbental und im Raum der Stadt Bern teil.


Mit einem Grossaufgebot von sage und schreibe 24 uniformierten und 4 zivilen Marschteil-nehmerInnen lieferte der Artillerieverein Luzern positive Schlagzeilen, wie wir sie in all den Jahren noch nie erleben durften. Die uniformierten TeilnehmerInnen folgten dem Aufgebot des Marschgruppenführers Four Urs Vogel zum diesjährigen Zweidaagse und rückten bereits am Freitagabend in die Unterkunft in der Turnhalle Neumatt in Belp ein.
Am Samstag war das Wetter bedeckt, knapp an den Niederschlägen vorbei und bei kühlen oder noch besser gesagt bei kalten Temperaturen. Am zweiten Tag, dem Sonntag war es äusserst kalt, am morgen in der Früh knapp über 0º C jedoch wolkenlos und im Verlaufe des Tages kam ein sehr schöner Frühlingstag zum Vorschein.
Der diesjährige Zweitagemarsch beinhaltete zahlreiche Neuerungen im Allgemeinen und aus der Sicht des AV Luzerns, im Speziellen. Es war neben einer anderen, eher besseren Unterkunft vor allem die neue Streckenwahl am zweiten Tag. Diese führte uns Marschierenden durch die Bundesgasse, über den Bundesplatz, vorbei am Hauptportal des Bundeshauses, durch die Innenstadt wie Kram- und Gerechtigkeitsgasse an den Bärengraben und dort am linken Aareufer zurück nach Belp!

 

Und jetzt im Speziellen aus der Sicht des AV Luzerns, 7 junge und noch in der militärischen Aus- oder Weiterbildung steckende Angehörige der Armee marschierten in unserer Gruppe mit und absolvierten ebenfalls die zwei mal 40 Leistungskilometer. Ich möchte hier die Gelegenheit benützen und die beiden neuen Teilnehmerinnen und fünf neuen Teilnehmer im Alter zwischen 21 und 24 Jahren in unserer Gruppe willkommen heissen und recht herzlich begrüssen. Sie verdienen hier namentlich genannt zu werden: Hptfw Marlen Plüss, Obgfr Melanie Bürkli, Hptfw Andreas Christen, Hptfw Andreas Eugster, Hptfw Andreas Hefti, Hptfw Tomislav Sisko und Sdt Andreas von Gunten (ein Durchdiener). Die Meisten hatten in den vergangenen Monaten bereits regelmässig auch an unseren Trainingsanlässen und übrigen offiziellen Märschen teilgenommen. Bei allen wäre das Ziel am 90. Viertagemarsch 2006 in Nijmegen teilzunehmen. Nur leider müssen wir bereits heute bedauerlicherweise zur Kenntnis nehmen, dass von den 7 nur deren drei Urlaub für die dritte Juli-Woche erhalten werden. Speziell möchte ich erwähnen, dass wer die Dynamik und das hohe Marschtempo unserer Gruppe kennt, weiss, dass man besonders gut trainiert sein muss um problemlos mithalten zu können. Und hier hielten die beiden Frauen, Marlen und Melanie hervorragend mit und sind eine echte Bereicherung für die AVL-Marschgruppe!



Allen Absolventen und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und ein Dankeschön. Wir sind ein starkes, topmotiviertes und schlagkräftiges Team! – Bravo!

Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden den diesjährigen Zwei-Tage-Marsch:

Die 22 Marschierenden:
Oberst
Oberstlt
Four
Sdt
Sdt
Fw
Wm
J + S
Hptfw
Hptfw
Hptfw
Edi Singer
Kurt Bösch
Urs Vogel
Robert Eiholzer
Edi Berger
Beat Schlüchter
Daniel Winter
Michael Weber
Andreas Christen
Andreas Hefti
Tomislav Sisko
36. Teilnahme 
28. Teilnahme
13. Teilnahme
8. Teilnahme
6. Teilnahme
5. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
  Motf
Kpl
Kpl
Sdt
Kpl
Fw
Oblt
Obgfr
Hptfw
Hptfw
Sdt
Josef Distel
Roland Christen
Erik Dollinger
Urs Limacher
Elmar Emmenegger
Rolf Meister
Urs-Louis Dietschy
Melanie Bürkli
Andreas Eugster
Marlen Plüss
Andreas von Gunten 
32. Teilnahme
25. Teilnahme
10. Teilnahme
7. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme 
 
Die beiden Betreuer:
 
Fw
Sdt
 
Marcel Furrer
Antonio Verrillo
 
9. Teilnahme
7. Teilnahme
 
  (4 x Marschierer / 5 x Betreuer)< (5 x Marschierer / 2 x Betreuer)
Mitglieder des AVL, die ausserhalb der Marschgruppe den Zweitagemarsch ebenfalls erfolgreich absolvierten:
 
Oberst
Gfr
Gfr
 
Hansruedi Weber Franz Wicki
Peter Schmid
Hanneke Distel
43. Teilnahme
42. Teilnahme
27. Teilnahme
19. Teilnahme
 
         

Sportberichte Herbst 2006
 
48. Zentralschweizer Distanzmarsch, Inwil

Bekanntlich ist der Zentralschweizer Distanzmarsch die erste Übung für das neue Verbandsjahr. Es ist die erste Übung für die begehrten Punkte um die Jahresmeisterschaften und es ist die einzige Marschübung, die für alle drei Wanderpreiswertungen zählt. Dies allein sind gute Gründe daran teilzunehmen und einige Kilometer auf Schusters Rappen zurückzulegen.



Am Samstag, 4. November 2006 rückten unsere Marschgruppenmitglieder im TAZ 90 am Start- und Zielort Inwil ein. Punkt 14 Uhr marschierte die Gruppe mit 17 Marschiererinnen und Marschierer nach Eschenbach an den ersten Kontrollposten. Von dort führte uns der Weg bei herrlichem Sonnenschein nach Urswil. Nach der Kontrolle ging es weiter nach Hildisrieden. Nach dem Abstempeln unserer Marschkarten, hatten wir bereits 14 Leistungskilometer zurückgelegt und somit Zeit für eine verdiente Pause. Unser Gruppenmitglied Elmar Emmenegger und seine Monika luden
uns zu einem kühlen Hell an die Sonnhalde ein. Herzlichen Dank Monika und Elmar! Ab diesem Zeitpunkt waren auch die äusseren Temperaturen bereits stark abgekühlt, da die Sonne um ca. 16.30 Uhr bereits am Untergehen war. Über Rain wanderten wir nach Rothenburg, wo wir bereits in der dunklen Nacht marschierten. Unterwegs über Felder und durch Wälder ging es weiter an den Zielort Inwil, den wir um 19.45 Uhr erreichten. Die Marschgruppe legte an diesem Samstag 33 km zurück.



Gemäss der erstellten Übungskontrolle waren an diesem Tag 22 Marschierer unterwegs, also fünf weitere, die ausserhalb der Gruppe ebenfalls Spass am Zentralschweizer Distanzmarsch fanden. Diejenigen mit dem ganz grossen Appetit trafen sich anschliessend zum wohlverdienten Schlemmern im Gasthof Tell in Gisikon. Allen erfolgreichen Absolventen dieses Marsches ein Bravo und herzliche Gratulation!


Waffenlauf

Nicht vergessen wollen wir die beiden, die sich an den noch verbleibenden November-Waffenläufe beteiligten. Am Samstag, 11. November 2006 waren es zwei «Luzerner-Artilleristen», die sich an die Langstreckenprüfung im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung von 6,2 kg nach Thun an die 48. Austragung begaben. Es war die zweite Austragung des Thuners auf der verkürzten Strecke über die Halbmarathondistanz von 21,1 km. Erfolgreich haben diesen Lauf beendet Robert Eiholzer in 1’44’16 (32. von 73 in der Kategorie M 40) und Urs Vogel in 1’46’51 (30. von 117
in der Kategorie M 50) und damit Gewinner der Spezialauszeichnung, die nur an die 30 Kategorienersten geht.

Eine Woche später, am Sonntag, 19. November 2006 fand der 72. Frauenfelder Militärwettmarsch statt. Wenn er auch nach wie vor offiziell Militärwettmarsch heisst, ist er schon längst ein Langsteckenlauf über die Marathondistanz wo nicht mehr marschiert, sondern was Herz und Muskeln hergeben, um gute Zeiten und Plätze gerannt wird. Hier kann nur der gut trainierte Langstreckenläufer bestehen. Denn eine gute Platzierung verlangt, dass wir vom Start bis ins Ziel durchrennen, auch die happigen Ansteigungen, die Gesamthöhendifferenz beträgt 520 m. Zweifelsfrei die wohl traditionsreichste und echteste schweizerische Härtprüfung in Uniform. Der AVL war nur mit Urs Vogel vertreten, der den Lauf in 3’55’32 beendete und den guten 24. Kategorienrang (unter 87 M 50-Absolventen) erreichte.

Urs Vogel
 


Sport-Aktivitäten in den Sommermonaten 2006

Was geschah in den vergangenen Sommermonaten in unserem abwechslungsreichen Marsch- und Sportangebot?

Aktivitäten der Marschgruppe

Vor der Herausforderung «90. Vierdaagse 2006 in Nijmegen» absolvierten wir noch zwei Marschtrainings. Am Sonntag, 25. Juni waren wir zuhinterst im Entlebuch, der Trainingsleiter Kamerad Josef Distel führte uns in den Raum Marbach. Sepp Distel
bereits ein langjähriger Marschkamerad unserer Gruppe zeigte uns bei herrlichem Wetter die Entlebucher Bergwelt einmal von einer anderen Seite. Anschliessend waren wir zu Gast bei unseren beiden Vierdaagse-Kameraden Hanneke und Josef
Distel in Schüpfheim. Beiden ein herzliches Dankeschön!
Das letzte Training vor Holland war am 2. Juli in Küssnacht am Rigi im Kanton Schwyz. Unser Kamerad Edgar Gwerder nahm den Besuch der berühmten «Hohlen Gasse» ins Marschtraining auf und bereicherte damit den sportlichen Ausfl ug auch
mit einer kulturhistorischen Besonderheit und rief dem einen oder anderen wieder einmal seine Schulbanklektionen über die Schweizer Geschichte in Erinnerung. Die Geschichte lässt sich vor Ort und in der Wirklichkeit betrachtet, besser einprägen.
Bei herrlichem Sonnenschein und Sommertemperaturen genossen wir im Garten von Edgar und seiner Monika den kulinarischen Teil. Beiden recht herzlichen Dank!


Marschgruppe am Küssnachter-Marschtraining



Herrliche Aussicht auf Küssnacht am Rigi  

13. Schweizerische Militärstafette vom 12. August 2006

Eine Ausdauerprüfung und militärsportliche Veranstaltung der Extraklasse. Hier geben sich die besten Waffenläufer und die besten Militärradfahrer jährlich ein Stelldichein. Das OK (SVMLT Sektion Aargau) mit Divisionär a. D. Paul Müller und OK-Präsident Sepp Schibli an der Spitze sind besorgt, dass es Jahr für Jahr eine
Topveranstaltung ist.
Leider war nur einer aus der AV Luzern-Familie am Start. Four Urs Vogel (Jg. 53) schulterte die Gewehrpackung und absolvierte mit seinem militärradfahrenden Kollegen Kpl Walter Ryter (Jg. 44 / nicht AVL-Mitglied) diese für einige bereits
traditionelle Schweizerische Militärstafette sehr erfolgreich und belegte unter 50 Teams den 38. Schlussrang. Allen Wettkämpfern gebührt ein grosses Bravo für ihre hervorragenden Leistungen!

Waffenlauf: 63. und letzter Aargauischer Waffenlauf in Reinach vom Sonntag, 10. September 2006. Der Reinacher, eine militärsportliche Tradition läuft sich tot oder wie ihn der Zeitgeist dahin raffte!

Es erfüllt uns mit Stolz, werte Leserinnen und Leser, mit ein paar einfallsreichen Zeilen auf diesen besonderen Anlass und die beiden «Luzerner Artilleristen», effektiv sind beide vom «Spiegel» her Infanteristen, auf dieses Ereignis hinzuweisen. Sicher
werden es auch Zahlreiche erwarten, dass wir so verdiente Langstreckenläufer im Tarnanzug auch gebührend erwähnen, vor allem wenn es den Waffenlauf bald nicht mehr geben wird. Und weil es der letzte Reinacher war, benützen wir die Gelegenheit einen kurzen Blick in die Geschichte zu werfen. Vermutlich kennen diese die wenigsten!
Mahlzeiten-Coupons und Aufrufe an die Bevölkerung um Lebensmittelspenden
Wir schreiben die Jahre des Zweiten Weltkriegs, das Jahr 1944. Beeindruckt von den Berichten über den «Frauenfelder Militärwettmarsch, reifte im Wynental die Idee im Kanton Aargau etwas ähnliches auf die Beine zu stellen. Einen Militärwettmarsch unter Einbezug der Disziplinen Schiessen und HG-Werfen. Diese beiden Zusatzdisziplinen wurden dann später fallen gelassen und der Reinacher wurde zum reinen Langstreckenlauf, in den ersten Jahren über 32, später 30, dann 34 und wieder 30 Kilometer, seit 1985 24,8 km.
Zufolge der Rationierung während der Kriegsjahre verursachte dies organisatorische Kraftakte, wie wir sie es uns heute kaum vorstellen können. Um die Verpflegung sicher zu stellen, mussten die Wettkämpfer Mahlzeiten-Coupons abgeben und
das OK musste eine Bewilligung zum Bezug von Nahrungsmitteln einholen. Dazu folgte der Aufruf an die Bevölkerung Kartoffeln, Lauch, Kohl, Rüebli, Linden- und Münzentee, usw. abzugeben. Unschwer zu erkennen, dass hier ein währschafter
«Spatz» abgegeben wurde. Ob es ein «Vegetarischer» war, ist aus den Analen nicht auszumachen, denn von Fleischlieferungen und entsprechenden Aufrufen finden wir nichts. Das Fehlen von Autos wirkte sich hemmend auf die Vorbereitungen aus, hatte jedoch auch Vorteile, die ganze Strecke war auto- und abgasfrei.

In Achtungsstellung verharrt
Trotz der schweren Zeit und einer sich deutlich bemerkbar machenden breiten Militärmüdigkeit (7 Monate vor Kriegsende) wurde am Herbstsonntag, 24. September 1944, zum ersten Reinacher Militärwettmarsch gestartet. Bereits diese erste Austragung wurde ein Vollerfolg. 236 Wettkämpfer waren am Start und die Organisation klappte hervorragend. Es war eine Zeit, wo die Läufer am Start in Achtungsstellung verharrten und der Startschuss nach dem Abspielen des Fahnenmarschs erfolgte. - In prächtiger Form kam der Spitzenläufer daher und salutierte nach flotter Soldatenart den am Strassenrand stehenden Oberst – waren das noch Zeiten!
Die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre des Reinacher Waffenlaufs über 24,8 Kilometer sprechen Bände. Konnten vor 20 Jahren noch 772 Läufer klassiert werden waren es zehn Jahre später noch deren 471, und vor Jahresfrist schulterten gerade noch 231, 2004: 287 und 2003: 330 LäuferInnen, die 6,2 kg wiegende Gewehrpackung. An der letzten Austragung beendeten total 321 TeilnehmerInnen, 299 männliche und 22 weibliche Waffenläufer den Lauf. Jedoch müssen wir berücksichtigen, dass rund 80 AdA einer Kaderschule, die vermutlich ihren ersten und gleichzeitig auch ihren letzten Waffenlauf absolviert hatten und aufgrund ihrer gelaufenen Zeiten mit drei bis vier Ausnahmen, keine Läufer sind und für das Unternehmen «63. Reinacher Waffenlauf» nur als Vorbereitung im Hinblick auf ihre bevorstehenden Leistungsprüfungen
gegen Ende ihrer Kaderschule abkommandiert wurden. So waren effektiv etwa 241 echte WaffenläuferInnen, 10 mehr als im Vorjahr, ins Ziel in Reinach gelangt. Mit dem Verschwinden des Reinacher Waffenlaufes tritt die wohl traditionsreichste
militär-sportliche Veranstaltung in der Region ab. Kaum ein anderes Ereignis hatte in den letzten 63 Jahren wohl so viel Tradition wie der Waffenlauf am (über Jahrzehnte) letzten September-Sonntag. Damit verschwindet in der Zentralschweiz
nach dem Krienser und dem Altdorfer, eine der vielleicht urschweizerischsten aller Ausdauersportarten endgültig von der sportlichen Bildfläche! Viele mögen es bedauern, aber es ist nun mal Tatsache der Waffenlauf ist leider am Ende! Der Zeitgeist
hat ihn dahin gerafft!

Die «Artillerieverein Luzern»-Läufer

Kurz noch ein paar Zeilen zu den beiden Waffenläufern des AV Luzerns. Die äusserst anspruchsvolle Strecke mit über 280 m Höhendifferenz und sehr kräfteraubenden und happigen Steigungen bewältigten dieses Jahr nur zwei AVL-Vertreter. Andere
Jahre waren es auch schon mehr. Als bester «Luzerner Artillerist» beendete Sdt Robert Eiholzer in der Kategorie M 40 mit 2’22’51 auf dem sehr guten 29. Platz die letzte Austragung. Robert verbesserte sich zum Vorjahr trotz der Hitze um über 6
Minuten. Bravo! Während der zweite Luzerner, Four Urs Vogel, sich vielleicht wegen dem schwülen Wetter um über 8 Minuten zum Vorjahr verschlechterte und in der Kategorie M 50 mit 2’25’12 den 41. Platz belegte; übrigens seine schlechteste Zeit
in 17 Teilnahmen. Beide klassierten sich jedoch deutlich in der ersten Hälfte sowohl ihrer Kategorie, als auch des Gesamtklassements.

Waffenlauf ist etwas Symbolträchtiges und erfüllt uns mit Stolz

Nochmals nehmen wir das Wort «Stolz» auf: Und jetzt dürfen vor allem all diejenigen, die vielleicht das erste Mal eine Wortmeldung zu einem solchen Ereignis oder ähnlichen Anlass lesen, besonderes aufmerksam weiterlesen.
Der Waffenlauf ist für einige bereits fast zur Gewohnheit geworden und für andere nach wie vor etwas Aussergewöhnliches. Für den Schreibenden ist es auf jeden Fall nach wie vor eine einmalige, attraktive Ausdauersportart, die Seinesgleichen sucht. Der Waffenlauf hat auch etwas Symbolträchtiges. Er verkörpert die Wehrbereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer. Er zeigt die Verbundenheit zur Armee. Er zeigt auch den Sportler in Uniform und den Soldaten als Leistungssportler. Der Waffenlauf beweist weiter auch das Vertrauen, der von uns demokratisch gewählten
Obrigkeit in uns Bürger und Soldaten, die ihre Waffe zuhause halten und sie auch für sportliche Wettkämpfe benützen dürfen! Der Ursprung unserer Sportart hat, ob wir es wollen oder nicht, einen militärischen Hintergrund und damit ist eine militärsportliche Ausgangslage gegeben und dafür sind wir Waffenläufer stolz!
Wie jede Abwehr und Verteidigung, sei sie im Kleinen oder im Grossen, sei sie vor Jahrhunderten oder in der technologisch hoch entwickelten Welt von heute, sie besteht immer aus der geistigen und körperlichen Leistungsbereitschaft und Fitness
ihrer Bürger und Soldaten; und hier sind wir Waffenläufer Vorbilder und Aushängeschilder!

Urs Vogel – TL


Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2006

Die Frühlingsmonate des Jahres 2006 waren inbezug auf die meteorologischen Verhältnisse und diese sind bekanntlich bei unseren sportlichen Betätigungen in der freien Natur sehr gut wahrnehmbar, deutlich anders als in all den Jahren zuvor. Nach dem vielen Schnee und den extrem kühlen Temperaturen im März und April, dauerte es bis fast zu den Fussball-Weltmeisterschaften, bis endlich warme und angenehme Wanderverhältnisse anzutreffen waren und wir Tenueerleichterungen vornehmen durften.



Der Nachwuchs der AVL-Marschgruppe bei einem Pausenhalt nach anstrengendem Marsch



Kurzer Marschhalt



Abwechslung in der Trainingsgestaltung


Aktivitäten der Marschgruppe


Am Samstag, 8. April organisierte unser Kamerad Urs-Louis Dietschy einen Trainingsmarsch durchs Limmattal. 14 Marschkameradinnen und Kameraden folgten dem Aufgebot am Startort Killwangen bei Spreitenbach. Um 09’00 war Abmarsch und die Strecke führte uns am linken Limmatufer entlang Richtung der Stadt Zürich. Auf der Höhe des Hardturmstadions überquerten wir die Limmat um über Höngg, die Werdinsel, auf dem rechten Limmatufer entlang über Unterengstringen, Kloster Fahr bis zum Pausenhalt in Geroldswil zu marschieren. Dort überraschte uns unser Marschgruppenbetreuer Marcel Furrer mit stärkenden Getränken und einem Frühschoppen. Danke Marcel, dies kam bei den ersten Sonnenstrahlen im Jahr sehr gut an. Nach dieser Rast setzen wir den Marsch fort um wieder ans Ziel in Killwangen zu gelangen. Anschliessend war Einkehr bei Esther und Urs-Louis Dietschy in Spreitenbach. Dort durften wir die verbrannten Kalorien wieder aufmunitionieren und die trockenen Kehlen gebührend nässen. Esther und Urs wir danken euch recht herzlich!

38. Marsch um den Zugersee vom Samstag, 22. April 2006

14 MarschiererInnen starteten zur 38. Austragung des Marschs um den Zugersee. Der MuZ war für einige TeilnehmerInnen bereits die dritte uniformierte Frühjahresprüfung in diesem Jahr. Die Gruppe wurde, aufgrund einer Verpflichtung unseres Gruppenführers Urs Vogel für den VSAV, von Oblt Urs-Louis Dietschy geführt. Drei Marschgruppenmitglieder, EM Edi Singer, EM Kurt Bösch und Urs Vogel hatten jedoch den MuZ bereits vorgeholt gehabt und den gesamten Zugersee umwandert und somit können wir unsere Gruppenstärke protokollarisch mit total 17 Absolventen festhalten.

47. Schweizerischer Zweitagemarsch von Bern-Belp

24 Marschierende in und 4 AVL-Mitglieder ausserhalb unserer Gruppe absolvierten den Schweizerischen Zweitagemarsch. Total ergibt dies 28 TeilnehmerInnen, die unter dem Namen des Artillerievereins Luzern auftraten. Mehr über den Schweizerischen Zweitage-Marsch erfahren wir aus dem separaten Bericht.


21. Nidwaldner Sternmarsch Stans-Oberdorf vom Samstag, 20. Mai 2006

12 Marschierende vertraten die Farben des AV Luzerns am diesjährigen Nidwaldner Sternmarsch. 9 Uniformierte marschierten in der Gruppe und die übrigen drei individuell. Einer der es besonders verdient hat erwähnt und hervorgehoben zu werden, ist unser ehemaliger Marschgruppenführer Gfr Xaver Bucher. Xaver absolvierte mit seinen 83 Jahren 29 Leistungskilometer und belegte in der Schlussrangliste den 5. Kategorienrang. Hier verdient unser Kamerad nicht nur eine herzliche Gratulation, sondern auch eine innere Achtungsstellung! - Bravo Xaver! Auch Hanneke Distel belegte in ihrer Kategorie (Damen) mit 47 Leistungskilometern den hervorragenden 4. Rang, dies ist ebenfalls einen Applaus wert. Wenn wir bedenken, dass an diesem Tag auch der Emmentaler 50-Km-Lauf/Marsch stattfand, so waren wieder 16 Aktive zu Fuss unterwegs.

35. 50 km-Lauf Emmental vom Samstag, 20. Mai 2006

Der 35. 50 Km-Lauf und Marsch war zugleich die letzte Austragung dieses traditionellen Langstreckenlaufs und Marsches auf den Kulminationspunkt, die Mänziwilegg und über Hasle-Rüegsau, Lyssach zurück nach Hindelbank. Dieses Jahr herrschten wieder äusserst kühle Temperaturen und ein sehr starker, böiger Wind lähmte sowohl die Marschierer, als auch die Läufer für ein schnelles Vorwärtskommen. An der letzten Austragung war noch einmal ein sehr starkes Teilnehmerfeld an den Start in Hindelbank gegangen und mehr oder weniger die gesamte Elite mit all den Koryphäen der Ultralangstreckenlaufszene gab sich hier ein letztes Stelldichein. Für viele war es eine Vorbereitung auf die Nacht der Nächte, die 100 Km von Biel, für andere ein Vorbereitungsmarsch auf den Viertagemarsch Nijmegen. - Vier Teilnehmer trugen die Farben des AV Luzerns durchs Emmental und vielen durch äusserst gute Leistungen auf. Davon zwei als Marschierer, EM Edi Singer und Michael Weber absolvierten die 50 Km in 8 Std. und 25 Minuten. Sie starteten am Samstagmorgen um 07’00 Uhr und erreichten vor Halbvier das Ziel in Hindelbank. - Elmar Emmenegger und Urs Vogel starteten um 09’00 Uhr zum Langstreckenlauf über die 50,4 km. Beide erreichten das Ziel fast miteinander. Elmar belegte mit 4’26’42 in der Kategorie M 40 den 26. Rang unter 57 Klassierten und Urs absolvierte in diesem Jahr seinen 10. 50-km Lauf mit den 1'000 m Höhendifferenz und belegte mit 4’24’54 in der Kategorie M 50 den 15. Rang unter 44 Klassierten. Seine 10. Teilnahme wurde mit einer wunderschönen Wappenscheibe geehrt. - Als Auszeichnung erhielten wir dieses Jahr neben der grossen Medaille ein schönes Erinnerungssackmesser.

Weitere Marschtrainingsanlässe

Am Sonntag, 7. Mai fand das Marschtraining im sonnigen Fricktal (AG) satt. Es war die dritte zivile Distanzübung und 12 Teilnehmer besammelten sich am Ausgangspunkt in Frick. Der Tagesorganisator Daniel Winter führte uns über eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke entlang dem Rhein im Raum Sisseln, Laufenburg, Kaisten über Eiken und Stein zurück nach Frick. Einige Anhöhen mussten überwunden werden und die Kilometer im oberen Fricktal gingen in die Muskeln. Eine Rast in den Rebbergen der Region gab uns die Möglichkeit zusätzlich noch viel Sonne aufzutanken. Anschliessend durften wir der Einladung ins Heim von Daniel in Wittnau folgen, wo uns unser Kamerad kulinarisch verwöhnte. Daniel an dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank.
Am Sonntag, 28. Mai war das Marschtraining im Raum Sempachersee angesagt. 8 Teilnehmer erschienen am Ausgangspunkt in Hildisrieden. Der Organisator dieses Anlasses war unser Ehrenmitglied Edwin Singer, der uns ebenfalls eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke vorgab, die teilweise entlang dem Sempachersee und auf die umliegenden Anhöhen führte. Auch hier kam der eine oder andere mit müden Muskeln zum anschliessenden Gang um das Käsebuffet bei Esther und Edi. Für eure kulinarische Ehrenrunde danke wir euch beiden nochmals recht herzlich.

31. Klettgauer Marschtage vom 17./18. Juni 2006

Das erste Mal, dass der Artillerieverein Luzern in Gruppenstärke von 8 TeilnehnmerInnen an diesen zweitägigen Anlass im benachbarten Baden-Württemberg einrückte und pro Tag gegen 40 km zurücklegte. Weitere zwei Mitglieder absolvierten die kürzere Strecke über 25 km. Mehr über diese beiden sehr anspruchsvollen Marschtage mit Start- und Zielort Waldshut-Tiengen erfahren wir in einem separaten Bericht von unserem Mitglied Michael Weber.

Mehrkämpfe

24. Alois Salzmann-Dreikampf, Emmenbrücke vom 5. Mai 2006

Zwei Teilnehmer des AV Luzerns absolvierten in diesem Jahr den Dreikampf in Emmenbrücke. Zweifellos ein interessanter und gelungener Anlass. Aus unserer Sicht fällt einmal mehr auf, dass es nicht jedem nach Wunsch lief und der eine oder andere in den technischen Disziplinen enttäuschte oder sogar völlig versagte, dabei meinte der Schreibende vor allem sich selber.
Leider kam es auch dieses Jahr wieder vor, dass der eine oder andere Läufer auf eine falsche Strecke kam und damit völlig aus dem Rennen geworfen wurde. Dem Streckenchef, vermutlich ist es keine Läufer, gelingt Jahr für Jahr die Kunst, an neuralgischen Wegverzweigungen keine Markierung oder Streckensicherung anzubringen und damit nicht ortskundige Läufer fehlzu-leiten. Trotz den weniger guten Platzierungen, gehören die AVL-Mehrkämpfer, wenn man die Laufzeiten betrachtet, zu den Besseren. Leider fehlt uns vor allem die Treffsicherheit im UWK-Werfen, denn dort vergeben wir eine Vielzahl von Punkten. Trotzdem allen erfolgreichen Absolventen herzliche Gratulation und einen grosses Applaus!
Vereinsinterne Rangliste: 1. Eiholzer Robert mit 2'997 Punkten und 2. Vogel Urs mit 2'602 Punkten.

Regionale Artillerie Sporttage in Dagmersellen vom 9./10. Juni 2006

Nur zwei Mitglieder vertraten die Farben des AV Luzerns und klassierten sich im grossen Mittelfeld des Zweikampfs (300 m Schiessen und HG-Werfen). Robert Eiholzer belegte mit 90 Punkten den 63. Rang und Paul Achermann mit 83 Punkten den 83 Schlussrang unter 114 klassierten Zweikämpfern. Leider ging im Mehrkampf kein „Stadt-Luzerner“ an den Start. Den beiden Wettkämpfern herzliche Gratulation!

Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön, einen grossen Applaus und weiterhin eine erfolgreiche Saison. Der Höhepunkt steht uns ja erst bevor!

Urs Vogel - TL


Sportberichte: Start in die Saison 2006

Zentralschweizer Distanzmarsch

Das neue Verbandsjahr beginnt am 1. November 2005 und somit zählt der Zen-tralschweizer Distanzmarsch bereits für die neue Saison 2006. Die 47. Austragung dieses traditionellen Distanzmarsches nahm eine Gruppe des AV Luzern am Nach-mittag des 5. Novembers in Mauensee unter die Füsse. 11 Teilnehmer marschierten eine Distanz von um die 25 km mit zahlreichen Anstiegen, was somit ca. 30 Leistungs-kilometern entspricht. Weitere 4 AVL-Mitglieder absolvierten den Marsch individuell ihrem Leistungsvermögen entsprechend ebenfalls mit Bravour. Gemeinsam trafen wir uns anschliessend zum Schlemmerplausch im Restaurant Bahnhöfli in Sursee.

Marschtraining um den Hallwilersee

Die eigentliche Saisoneröffnung jedoch war der Samstag, 4. März mit einem Trainingsmarsch rund um den Hallwilersee. Entsprechend den Verhältnissen wagten an diesem Samstag nur deren 5 Kameraden einzurücken, um sich auf den Weg zum Start- und Zielort Beinwil am See aufzumachen. Wer hätte geglaubt, dass uns ein dermassen «grosser» Schneefall erwartete. Es war der Vierteljahrhundert-Schneefall den wir miterleben durften und den Marsch eher zu einem Schneestampfen mach-ten. Denn während des Marsches schneite es weiterhin ununterbrochen und wir wa-teten in ca. 40 cm tiefem Neuschnee. Dass dies dem einen oder anderen dermassen in die Muskeln fuhr, ist verständlich, denn für die meisten war es die erste grössere sportliche Betätigung im neuen Jahr.

43. Sternmarsch SMSV nach Aarburg vom 18. März 2006

Einer der ersten sonnigen Samstage jedoch immer noch bei Kühlschranktemperaturen nahmen fünf Mitglieder und vier Neuinteressente den ersten offiziellen Marsch der neuen Saison 2006 unter die Füsse. Damit begrüssen wir die vier neuen TeilnehmerInnen im Alter zwischen 22 und 24 Jahre, Wm Marlen Plüss, Sdt Melanie Bürkli, Sdt Andreas Christen und Sdt Andreas Eugster recht herzlich in unserer Gruppe. Alle Viere haben sich bereits am ersten gemeinsamen Trainingsmarsch hervorragend integriert und sind durch sehr gute Leistungen und Durchhaltewillen aufgefallen. Ebenfalls ein Novum ist, dass zwei weibliche Angehörige der Armee bei der AVL-Marschgruppe mitmachen. Drei dieser jungen Vierdaagse-Interessierten, absolvieren gegenwärtig den FW LG 3 in Sion und werden in absehbarer Zeit zu Fw und Hptfw befördert werden. Die weiteren AVL-Mitglieder waren Edi Singer, Josef Distel, Robert Eiholzer, Daniel Winter und Urs Vogel.

In zwei Tagen den «Weg der Schweiz» und auf den Brünig-Pass!
Marschtrainings-Wochenende vom 25. / 26. März 2006

Ein Novum in unserer Jahresplanung war, dass wir einmal ein zweitägiges Marschtraining zusammen mit einer anderen «Holland-Marschgruppe» absolvierten. Hptm Marco Valli, Chef der SWISS MILITARY RESCUE WALKER TEAM (-Marschgruppe) organisierte für seine Mannen ein Wochenende mit Unterkunft in der «ALST TRUFF» in Stans und fragte uns an ob wir ebenfalls mitmachen möchten. Es waren dann 7 AVL-Marschgruppenmitglieder, die dem Marschbefehl für den Freitagabend Folge leisteten und in Stans einrückten. Zusammen mit unseren Kollegen des SMRWT’s waren wir 12, wovon drei Kameraden Französischer Sprache waren und dadurch ein röstigrabenüberschreitendes Trainigswochende stattfand. Am Samstag absolvierten wir den «Weg der Schweiz» mit Startort Seelisberg, hinunter nach Bauen, über Isleten, Seedorf, Flüelen, Tellskapelle und Tellsplatte, nach Sisikon, hinauf auf 820 m und dann über Morschach hinunter an den Zeilort Brunnen. Die rund 40 Leistungskilometer, effektiv sind es deren 35 km, absolvierten wir in 5 Stunden und 10 Minuten. Für alle war es ein einmaliges Erlebnis bei teilweise leicht sonnigem Wetter und ohne Regen den gesamten Urnersee umwandert zu haben.
Durch die Zeitumstellung von Samstag auf den Sonntag war die Nacht fast ähnlich kurz wie in Nijmegen und dadurch ein gutes Herantasten an Vierdaagse-Verhältnisse. Am Sonntag liessen wir uns nach Alpnachstad fahren. Dort begann die zweite Trainingseinheit über Alpnach, dem Wichelsee entlang nach Sarnen, dem See entlang über Sachseln bis es auf der Höhe von Giswil an der Südostseite des Tals steil anstieg um auf die Höhe des Lungerersees zu gelangen. Wegen den gewaltigen Unwetterschäden im Raum Sarnen – Sachseln – Giswil führte uns die Marschstrecke manchmal zum Teil über Hindernisse oder sogar auf gefährlichen Umwegen ans Ziel. Am vierten See, dem Lungerersee entlang führte der Weg über Lungern bis an unseren Zielort hinauf auf die Brünig-Passhöhe. Die letzten Kilometer überhalb Lungern waren bei herrlichem Sonnenschein kräfteraubend, da noch eine dicke Schnee- und Eisschicht die Wege belegten. Für ein schnelles Vorwärtskommen war dies bestimmt nicht förderlich, trotzdem legten wir die einzelnen Teilstrecken fast in der Hälfte oder in 2/3 der auf den Wanderwegweisern angegebenen Zeiten zurück. Dies ist zweifellos ein Beweis, dass wir bereits in sehr guter Verfassung sind.Am Schluss waren es rund 36 Leistungskilometer und effektiv deren 28 km, die wir in 5 Stunden und 16 Minuten zurücklegten. Die jungen Teilnehmer der AV Luzern Marschgruppe, die sich bereits hervorragend und bestens auf diese anspruchsvollen Trainingseinheiten einstellten, sind: Fw Beat Schlüchter, Wm Marlen Plüss, Wm Tomislav Sisko, Sdt Melanie Bürkli, Sdt Andreas Christen, Sdt Andreas Eugster und Four Urs Vogel.

 


Waffenläufe

Trotzdem, dass der Waffenlauf überall todgeschrieben wird, gibt es nach wie vor einige Hartgesottene, die dem Zeitgeist zum Trotz weiterhin ihre Lieblingssportart ausüben und sich die eine oder andere laufsportliche Härteprüfung im Tarnanzug nicht nehmen lassen. Unter diesen Nimmermüden finden wir auch drei Kameraden aus dem Artillerieverein Luzern. Und gerade diese verdienen es, dass ihre ausserordentliche Leistung hier erwähnt wird.

47. und letzter St. Galler Waffenlauf vom 2. April 2006

Nachdem der Neuenburger Waffenlauf dieses Jahr einfach nicht mehr stattfand, ohne dass im Vorjahr eine diesbezügliche Vorankündigung vorausging, war der St. Galler die diesjährige Waffenlaufsaisoneröffnung und mit seiner 47. Austragung auch seine letzte Durchführung.
Und nun gehört auch der St. Galler Waffenlauf endgültig der Geschichte an! Manch einer der an diesem Sonntag, 2. April 2006 in St. Gallen am Start auf den Startschuss wartete, mag mit Wehmut auf seinen letzten St. Galler Waffenlauf Ausblick gehalten haben. Denn einen Startschuss gab es nicht. Ist dem OK oder dem VBS die Munition ausgegangen?
Einst weckten die Waffenläufe im Allgemeinen und der St. Galler im Speziellen nationales Interesse, jetzt sind sie Randveranstaltungen und die Demonstration des Wehrwillens als Sport hat für gewisse Kreise ausgedient. Wenn jetzt der St. Galler seine letzte Austragung hatte, scheinen die Waffenläufe wirklich bald der Vergangenheit anzugehören. Es war vielleicht geradezu symptomatisch für diesen Wehrsportanlass. Irgendwie kam es einem etwas komisch vor, denn es herrschte fast schon eine Art Untergangsstimmung. Denn am Start zum letzten St. Galler war es still, nicht einmal mehr ein Militärspiel wie in all den Jahren zuvor, wurde aufgeboten oder delegiert, um nochmals eine Ambiance einer militärsportlichen Topveranstaltung zu schaffen. Vermutlich wollten die Verantwortlichen und die Gäste vom VBS keine weitere Grabrede auf den Waffenlauf mit militärmusikalischer Begleitung inszenieren. Den Kommentar dazu hielt die NZZ am Sonntag vom 9. April 2006 unter dem Titel „Eine Tradition läuft sich tot“ treffend.
Als am 13. März 1960 zum ersten St. Galler Waffenlauf gestartet wurde, waren es 640 Wettkämpfer, die die damalige Strecke von 16,5 km und mit 370 m Höhendifferenz in Angriff nahmen. Aufgrund der Klagen etlicher Läufer, dass die Strecke mit extrem steilen Anstiegen, vor allem im Schlussteil des Laufes, zu hart seien, hielt das OK für die zweite Austragung nach einer neuen Strecke Ausschau. Und diese Strecke hatte mit unwesentlichen Änderungen bis zur 47. und letzten Austragung Bestand. Und dieser St. Galler Waffenlauf weckte einst nationales Interesse und an seiner letzten Aufführung kam es einem vor wie an einer Götterdämmerung! Denn zum letzten St. Galler machten sich nochmals 352 Männer und 25 Frauen, zusammen 377 WaffenläuferInnen auf die Strecke von 18,7 km und 300 m Höhen-differenz.
Aus dem Lager des AV Luzerns schnallten 3 Waffenläufer die Gewehrpackung von 6,2 kg auf den Rücken und lieferten sich einen spannenden Wettkampf um gute Zeiten und Kategorien-plätze. Entsprechend ihren Kräften und der jugendlichen Frische, klassierten sich unsere drei „Luzerner“; der Jüngste, Beat Schlüchter bestätigte die vereinsinterne Leaderstellung vor Robert Eiholzer und Urs Vogel. Alle, die die letzte Austragung des St. Gallers erfolgreich absolvierten, durften sich an diesem Sonntag nocheinmal zu den militärsportlichen und ausserdienstlichen Gewinnern zählen. Allen erfolgreichen Absolventen herzliche Gratulation und ein grosses Bravo!
Vereinsinterne Rangliste:
[M 20 36, M 40 104 und M 50 162 klassierte Teilnehmer]
1. [M 20: 20.] Schlüchter Beat 1'35'48,0
2. [M 40: 52.] Eiholzer Robert 1'37'50,0
3. [M 50: 60.] Vogel Urs 1'42'36,4

53. Hans Roth Waffenlauf Wiedlisbach vom 30. April 2006

Leider konnte der Schreibende und auch die übrigen AVL-Waffenläufer an diesem traditionellen Waffenlauf nicht teilnehmen, da alle mit der AVL-Marschgruppe, von sage und schreibe 24 Frauen und Mannen am Schweizerischen Zweitagemarsch in Bern-Belp engagiert waren und dort im Tarnanzug ihre körperliche Tüchtigkeit als Vorbereitung auf den Vierdaagse in Holland unter Beweis gestellt hatten. Erlauben sie mir trotzdem einen kurzen Kommentar. Es ist zu bedauern, dass es die Organisatoren des Hans Roth Waffenlaufs nach wie vor nicht schaffen (wollen), ihren schönen Lauf auf ein anderes Datum zu verlegen. Vorallem wären in diesem Frühjahr genügend Wochende ohne militärsportliche Konkurrenzveranstaltungen zur Verfügung gestanden. Ich schätze, dass etwa 15 – 20 Zweitagemarschierer dies am „Wiedlisbacher“ honoriert hätten. Allein aus unserer Marschgruppe wären es bestimmt 4 eventuell sogar 5 gewesen, die sogar alle, zum Teil deutlich, in die erste Ranglistenhälfte gelaufen wären! Vorallem der Blick in die Rangliste zeigt, dass der eine oder andere eine starke Konkurrenz aus dem AVL zu fürchten gehabt hätte und dieses Jahr zu schlagen gewesen wäre.

3. Sprint-Waffenlauf Wohlen vom Samstag, 2. Juni 2006

Eingebettet in die 40. Austragung des Internationalen Pfingstlaufs in Wohlen, wurde der 3. Sprint-Waffenlauf über 11 km ausgetragen. Hervorragende Verhältnisse und ideale Wetterbedingungen belohnten die Bemühungen der Organisatoren und auch alle teilnehmenden Läuferinnen und Läufer am diesjährigen Jubiläumsanlass. In den Kategorien des Waffenlaufs klassierten sich in ihrer dritten Austragung 217 LäuferInnen im Tarnanzug - Als positiven Eindruck bleibt die schöne und abwechslungsreiche Strecke, die mehrheitlich durch den kühlen Wald führt. Wir alle hatten ein Laufsporterlebnis der besonderen Art und durften unter der Vielzahl der Zivilläufer unser Bekenntnis zur Armee mit dem Auftritt im Tarnanzug deutlich markieren. Allen aktiven LäuferInnen herzliche Gratulation für das erfolgreiche Durchkommen.
Vereinsinterne Rangliste
[M 20 24, M 50 88 klassierte Teilnehmer]
1. [M 20: 18.] Schlüchter Beat 50'44,3
2. [M 50: 34.] Vogel Urs 53'44,2


26. Freundschaftsschiessen
Stadtpolizei - AVL
vom Dienstag, 25. Oktober im Schiesskeller der Stadtpolizei
15 Schützinnen und Schützen der STAPO sowie 16 der Artillerie beteiligten sich an diesem äusserst interessanten Schiessen. Eine kleine Abänderung, die übrigens schon lange hätte erfolgen müssen, betraf die Wahl der Waffen.
Während in den vorangegangenen Schiessen die Artillerieschützen mit jeder beliebigen Waffe (Kleinkaliber, Sportwaffe oder Ordonnanzwaffe) schiessen durften, mussten die Polizeischützen mit ihrer Dienstwaffe schiessen, was sicher ein grosses Handycap bedeutete. Nachdem nun alle beteiligten nur noch mit der Armeewaffen schiessen, ist der Wettkampf interessanter und ausgeglichener. Das Programm bleibt wie bisher bestehen. 2 Einzelne Probeschüsse ohne Zeitlimite und 2 Seriefeuer à je 5 Schuss Scheibe 7 Sekunden sichtbar und 3 Sekunden weg. Zur Rangierung zählen je 8 Pflichtresultate.

Rangliste der Stadtpolizei
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
Theiler Andre
Poletti Patrik
Urwyler Martin
Camenzind Karl
Besse Roger
Limacher Lars
Portmann Jan
Gassmann Andreas
Heer Stefan
Casutt Marcel
Meier Jean-Pierre
Gremminger Melanie
Giger Jessica
Garattoni Roger
Stöckli Claire
  95 Pkt. Jg.
95 Pkt. Jg.
95 Pkt. Jg.
94 Pkt
93 Pkt. Jg.
93 Pkt. Jg.
92 Pkt.
91 Pkt.
90 Pkt.
89 Pkt.
87 Pkt.
85 Pkt.
82 Pkt. Jg.
82 Pkt. Jg.
63 Pkt
Durchschnitt der 8. Pflichtresultate 93.500 Punkte


Rangliste der Artillerieschützen

1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Helfenstein Josef
Bucher Fredy
Bernet Oskar
Kost Roman
Thalmann Peter
Hess Monika
Küttel Armin
Zinniker Roman
Schumacher Peter
Meier Roger
Albisser Roger
Henseler Josef
Felder Roland
Grisch Benedict
Häfliger Anton
Koch Robert
  98 Pkt.
95 Pkt.
93 Pkt.
91 Pkt.
90 Pkt.
89 Pkt.
88 Pkt.
87 Pkt.
85 Pkt.
84 Pkt.
83 Pkt.
79 Pkt.
77 Pkt.
74 Pkt.
64 Pkt.
61 Pkt.
Durchschnitt der 8. Pflichtresultate 91.375 Punkte
Demzufolge ziert der Wanderpreis wiederum ein Jahr das Schützenstübli der Stadtpolizei.

Herzliche Gratulation!

2007, wenn dann die Stadtpolizei im Wasserturm Gastrecht geniesst, werden wir alles dransetzen den Wanderpreis im Wasserturm zu platzieren.
Anschliessend offerierte uns die Stadtpolizei noch einen Apero sowie exklusive Fleisch- und Käseplatten aus der Stapoküche. Leider musste während der Verpflegung der eine oder andere Polizeischütze infolge einer Schiesserei an der Bernstrasse ausrücken um dort wiederum für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sicher durften auch diese Schützen anschliessend auch noch etwas von den herrlichen Platten geniessen.
Vor dem Schiessen waren wir noch zu einer interessanten Führung über die transparente Polizeiarbeit und ihre Einsatzgeräte eingeladen. Einen speziellen Dank gebührt dem Kommando der STAPO für die Bewilligung zu diesem Schiessen sowie ihrem Schützenmeister Camenzind Karl für die grosse Arbeit.
  Der Oberschützenmeister AVL, Albisser Roger
Der Pistolenschützenmeister, Lorenz Caluori


Morgartenschiessen 2006
Dieses Jahr war das Wetter wieder so wie es sein sollte. Trocken und sonnig. Das 93. Morgartenschiessen und das 50. Historische Morgarten-Pistolenschiessen konnten heuer beide durchgeführt werden.

Mit 31.375 Punkten rangierte sich unser AVL-Pistolentrupp auf den 40.Gesamtrang von insgesamt 43 Sektionen. Leider schossen wir nur mit acht Schützen. Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger Schützen zu finden, die an diesem schönen und traditionellen Schiessen teilnehmen wollen.

Es haben geschossen mit der Pistole:
Käppeli Thomas
Thalmann Peter
Henseler Josef
Käppeli Luzia
Felder Roland
48 Punkte Gratulation
45 Punkte
44 Punkte
37 Punkte
32 Punkte

Käppeli Luzia ist die diesjährige Gewinnerin des Pistolen Morgartenbechers – Herzliche Gratulation

Die weiteren Schützen waren:
Albisser Roger, Schumacher Peter und Achermann Adrian.

Beim 300 Meter-Schiessen haben wir wie folgt geschossen:

Mit 361 Punkten sind wir auf dem 75 Gesamtrang von 175 rangierten Vereinen gelandet. Auch hier gab es gute Einzelresultate:
Mit 47 von 50 möglichen Punkten kam Zaugg Hans auf den 18. Rang. Herzlichen Glückwunsch!

Weiter haben geschossen:
Käppeli Luzia
Küng Franz
Thalmann Peter
Staub Louis
Achermann Paul
Käppeli Thomas
44 Punkte
44 Punkte
42 Punkte
41 Punkte
41 Punkte
39 Punkte

Weitere Schützen waren:

Albisser Roger, Schumacher Peter und Achermann Adrian.

Der 300m-Morgartenbecher geht dieses Jahr an Achermann Adrian.

Das nächste Schiessen ist wie immer am 15.November, dies fällt 2007 auf einen Donnerstag.
 
  Roland Felder


  38. Ustertag–Schiessen 18. November 2006  
Bei strahlendem, warmem Herbstwetter bestiegen eine Schar von gutgelaunten Schützen beim Station Allmend den Car. Nach kurzer Fahrt kamen auch noch die restlichen Schützen in Gisikon dazu. Nun waren wir komplett und steuerten unser Ziel, den Schützenstand Uster an. Bevorzugt - wie immer - fuhr unser Chauffeur direkt vor das Schützenhaus. Es fehlte nur noch der rote Teppich!!! Die 14 Pistolenschützen konnten gleich in den Wettkampf einsteigen, während wir Gewehrschützen noch Zeit hatten die «bekannte» Bratwurst zu vertilgen. Mit etwas Verspätung kamen die 300m Schützen an die Reihe. Nach getaner Arbeit (sprich: Programm geschossen) verliessen wir das Schützenhaus mit zum Teil gemischten Gefühlen. Der Schreiberling inbegriffen. Aber was soll’s, wir waren dabei! Anschliessend hatten wir noch Zeit für die Kameradschaft zu pflegen und einen Jass zu klopfen. Anschliessend fuhren wir gemeinsam Richtung Rüti ins Rest. Neuhof. Noch bevor das feine Nachtessen serviert wurde, war unser Oberschützenmeister Roger Albisser an der Reihe und liess die Katze aus dem Sack. In gewohnter Manier brachte Roger das Absenden über die Bühne. Mit 17 Auszeichnungen war die Ausbeute gar nicht so schlecht! Im Namen aller Schützen möchte ich dem Organisator Roger Albisser für die gute Arbeit recht herzlich danken. Sehr gut verpflegt und bester Laune traten wir die Heimreise an unter dem Motto «nächstes Jahr wieder!».
        Franz Küng  
Gruppenresultate 300m:   Gruppenresultate 50m:  
Rang

98.
151.
195.
227.
254.
Gruppe

Barbara
Lapin
Heliomalt
Rigi
Wasserturm
Punkte

 173
 166
 160
 155
 151 
Rang

5.
67.
77.


Gruppe

Musegg
Gütsch
Sonnenberg


Punkte

361 (Bravo)
286
270

  
Einzelkränze 300m:
Käppeli Thomas 47 P., Staub Louis 46 P., Achermann Franz 46 P., Achermann Paul 46 P., Hodel Adrian 45 P., Schumacher Peter 44 P, Küng Franz 43 P., Lussi Josef 42 P., Helfenstein Josef 42 P., Thalmann Peter 42 P., Bernet Oskar 42 P.

Einzelkränze 50m:
Helfenstein Josef 95 P., Bernet Oskar 93 P., Küttel Armin 88 P., Bucher Fredy 85 P., Henseler Josef 84 P., Thalmann Peter 81 P.  


VSAV-Schiessen 2006
Das VSAV-Schiessen ist ein Anlass, der sich immer einer grossen Nachfrage erfreut. Erstmals in diesem Jahr wurde nur noch auf der Distanz 300m und 25m geschossen. Die 50 m Distanz vermisste niemand wirklich. So fanden am 18.08.06 und 26.08.06 total 30 Schützen den Weg ins Hüslenmoos. Dank für die Teilnahme.

Ich möchte es nicht unterlassen, allen Helferinnen und Helfern nachträglich nochmals zu danken. Ohne ihren Einsatz wäre der Anlass nicht so reibungslos verlaufen. Hier noch die Highlights der beiden Tage:

300m: Zinniker Roman 58P, Käppeli Luzia 56P, Achermann Paul 56P, Barmet Franz 55P, Käppeli Thomas 55P, Kneubühler Hans 55P, Staub Louis 55P, Zaugg Hans 55P, Henseler Josef 54P, Sarbach Werner 54P. Thalmann Peter 54P, Albisser Roger 53P, Schumacher Peter 53P, Küng Franz 52P, Helfenstein Josef 51P, Lussi Josef 50P, Eiholzer Robert 46P, Galliker Marcel 46P, Bernet Oskar 45P, Vogel Urs 45P, Weber Hansruedi 39P und Achermann Adrian 37P.

25m: Bernet Oskar 148P, Helfenstein Josef 147P, Küttel Armin 147P, Henseler Josef 146P, Meier Roger 146P, Zinniker Roman 146P, Käppeli Thomas 145P, Sarbach Werner 142P, Albisser Roger 141P, Felder Roland 140P, Schumacher Peter 140P, Lussi Josef 137P und Caluori Lorenz 131P.

Thomas Käppeli, Schiesskommission AVL


Luftpistolenschiessen Beromünster
Roger Meier voraus!

Mit ganzen 5 Pistolenschützen konnten wir in Beromünster antreten. Eigentlich ein Armutszeugnis für einen angesehenen Verein mit 600 Mitgliedern. Ein kleiner Trost, auch anderswo fehlt das Interesse.

Nur bringt uns das nicht weiter. Aber, Vereinsmitglieder, sagt uns, was uns weiter bringt! Also, die Gruppe des Artillerievereins Luzern klassierte sich von 44 Gruppen im guten 10. Rang mit 1452 Punkten. Die Siegergruppe aus Stalden VS kam auf 1498 Punkte. Von so viel Punkten dürfen wir noch träumen.

Unsere Einzelresultate: Roger Meier 367 Punkte; Armin Küttel und Josef Helfenstein je 365 Punkte; Oskar Bernet 359 und Fredy Bucher 355 Punkte. Alle mit Auszeichnung. Wir gratulieren und danken für den Einsatz.


Steinhof-Cup Luzern
Oskar Bernet im Hoch!

Nicht allen geht es so gut wie Oskar. Der zweimalige Titelverteidiger Josef Helfenstein musste in der 2. Cuprunde im Feld A sein bisher schlechtestes Resultat schreiben lassen und schied aus. Nach gründlicher Analyse wurde der Fehler gefunden und, das «Tief» füllt sich zusehends auf.

Im B-Cup schied Peter Thalmann ebenfalls aus. Nun sind noch drei Artillerieschützen im Rennen. Es sind dies: Oskar Bernet, Fredy Bucher und der ehrenvolle Kassier der Luzerner LUPI-Schützen, Armin Küttel. Allen drei wünschen wir in der 3. Cuprunde und im Finaldurchgang «Guet Schuss». Der Schlussbericht folgt im nächsten «Artillerist ».

Josef Helfenstein


Barbaraschiessen 2006
 
Dieses Jahr am 1. und 2. September, durften wir das Barbaraschiessen im schönen Schiessstand (Müssi) in Sempach durchführen. Es wurde vom AV Sempach und Umgebung organisiert.
Bei den 300m Schützen waren unsere Besten: Hans Zaugg mit 57 Punkten (Gesamtrang 15 von 221), sowie Roman Zinniker und Franz Bammert (beide je 56 Punkte), Herzliche Gratulation !
Gruppe Wasserturm kam mit 263 Punkten auf Platz 15 von 39. Als beste Pistolenschützen 50m sind Oskar Bernet mit 72 Punkten auf Gesamtrang 1 von 28 und Roger Meier mit 71 Punkten auf Gesamtrang 2; auf Gesamtrang 6 kam Roman Zinniker mit 67 Punkten. Herzliche Gratulation! Die Gruppenresultate 50m sind zwar sehr gut, aber leider mussten wir hier ausser Konkurrenz antreten, da alle anderen Vereine keine Gruppen gestellt hatten.
Bei der 25 Distanz erzielten Helfenstein Josef, Küttel Armin und Bucher Fredy jeweils 148 Punkte und schafften es damit auf Gesamtrang 2,4 und 5 von 63. Herzliche Gratulation auch Ihnen zu diesem Spitzenresultat! Unsere Gruppe Barbara
25m war mit 728 Punkten beste aller 9 Gruppen!
Die Gesamtrangliste mit sämtlichen Teilnehmer ist im Internet unter www.barbaraschiessen.ch einsehbar. Danke an alle Schützen, die teilgenommen haben – auf ein Neues im nächsten Jahr!
Marcel Galliker
 


Die 300 m – Schützen zu Gast beim Wehrverein Hochdorf
Am 25. März 2006 fand im Schiessstand Kannenbühl in Hochdorf zum 24. Mal das Freundschaftsschiessen AVL gegen den Wehrverein Hochdorf statt. Dabei traten 10 Artilleristen gegen 13 Schützen vom Wehrverein Hochdorf an. Alle Schützen hatten mehr oder weniger stark mit dem aufkommenden Seitenwind zu kämpfen. Bei der Erstellung der Rangliste gab es eine Riesenüberraschung. Denn die Artilleristen vermochten erstmals seit 10 Jahren, den begehrten Pokal, gestiftet von Karl Meier sel., aus dem Seetal nach Luzern zu entführen, was von den Schützen des Wehrverein Hochdorf mit etwas Wehmut zur Kenntnis genommen worden ist. Ebenso stellte der AVL dieses Jahr den besten Einzelschützen.

Das Bild zeigt die Übergabe des Wanderpokals von Paul Achermann, Präsident des Wehrverein Hochdorf (rechts) an den Oberschützenmeister des Artillerieverein Luzern, Roger Albisser (links).

 

Der Artillerieverein Luzern siegte mit einem Sektionsdurchschnitt von 85.708 Punkten vor dem Wehrverein Hochdorf mit einem Sektionsdurchschnitt von 85.108 Punkten. Tagessieger wurde Hans Kneubühler, Luzern mit 95 Punkten.
 
95 P. Hans Kneubühler
90 P. Charly Grisel
87 P. Roger Albisser
85 P. Franz Küng
84 P. Peter Schumacher
83 P. Josef Helfenstein
80 P. Silvan Dossenbach
79 P. Adolf Achermann
70 P. Josef Henseler
63 P. Adrian Achermann

 Einzelresultate WV Hochdorf:

94 P. Otto Elmiger
92 P. Niklaus Klingler
89 P. Franz Achermann
89 P. Hans Dambach
89 P. Rudolf Imfeld
87 P. Xaver Scherer
86 P. Ruth Dambach
84 P. Anton Emmenegger
81 P. Franz Kronenberg
79 P. Paul Achermann
77 P. Anton Bieri
73 P. Carmen Jurt
65 P. Reto Ulrich


Der Berichterstatter: Adolf Achermann
 


Schiessberichte Luftdruckschiessen
 

31. Zollbrugg-Luftpistolenschiessen in Rheinau ZH

AVL-Gruppe gut, aber nicht Spitze
 
Von Mitte bis Ende Januar 2006 fand das LUPI-Schiessen im schönen Zürcher Weinland statt.
Die AVL Gruppe kam mit 1452 Punkten auf den guten 12. Rang von ca. 50 Gruppen. Gewonnen wurde der Wettkampf von Andelfingen mit 1504 Punkten, vor Arbon und Winterthur-Wülflingen.

Die AVL-Einzelresultate: Josef Helfenstein 367 Punkte; Roger Meier 365 P.;Armin Küttel 361 P. und Fredy Bucher 359 Punkte. Dank unserem Besuch kamen auch die Rheinauer-Lupi-Schützen an das Luzerner-Lupi-Schiessen im Februar auf die Allmend. Hand in Hand geht’s besser.

1. Johanniter LUPI Meisterschaft in Reiden LU

Keine Glanzresultate

Die erstmals durchgeführte Johanniter-Lupi-Meisterschaft in Reiden wollten wir nicht verpassen.
174 Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz nahmen teil. Davon 5 Schützen des AVL.
Gross brillieren konnten wir allerdings nicht. Unsere Resultate fielen ganz brav aus. «Schliesslich mussten wir uns zuerst an den Schiessstand und die neue Umgebung gewöhnen». Darf man das als Ausrede gelten lassen? Nächstes Jahr zielen wir dann besser in die Mitte der Scheiben!
Die AVL-Gruppe lesen wir in der Rangliste mit 1446 Punkten auf Platz 8 von total 21 Gruppen.
Auf Rang 1 platzierte sich Stalden VS mit 1511 Punkten, vor Küssnacht am Rigi und Kölliken AG.
Hier noch die Einzelresultate der AVL-Schützen: Josef Helfenstein 364 Punkte; Roger Meier und Armin Küttel je 362 P.; Fredy Bucher 358 P. und Oskar Bernet 354 Punkte.

Luzerner Luftpistolenschiessen auf der Allmend

Ein Licht geht auf!

Etwas wie «Morgenrot am Horizont» kann das AVL-Gruppenresultat beschrie-ben werden. Nur, zu mehr als dem 7. Rang von insgesamt 41 Gruppen reichte es leider nicht. Enorm viel braucht es, um nach vorne zu kommen. Gegen einen Teil der «Hammergruppen» sehen wir wie Anfänger aus mit unseren eigentlich ganz guten 1466 Punkten. Im 1. Rang mit 1508 Punkten steht Sarnen 1, gefolgt von Sarnen 2 und Olten.
9 AVL-Schützen machten am LUPI-Schiessen mit. Bestresultat lieferte zur Abwechslung Fredy Bucher mit 372 Punkten, gefolgt von Josef Helfenstein 371 P., Roger Meier und Oskar Bernet je 368 Punkte, Armin Küttel 355 P., Peter Thalmann 342 P., Roger Albisser 316 P., Charly Grisel 312 P. und Robert Koch mit 284 Punkten. Im 2007 dürften ruhig noch einige mehr mitmachen.

Allen AVL-Teilnehmern an den diversen Anlässen danken wir sehr für den grossen Einsatz und die Kameradschaft. Den Auszeichnungsberechtigten gratulieren wir herzlich.
für die LUPI-Sektion
Josef Helfenstein


Morgarten Nachschiessen 2005
Nun konnte also das Morgarten Schiessen auf die 300m-Distanz doch noch geschossen werden.Am 25. 3. 2006 trafen sich die Schützen zum zweiten Mal, um dieses Mal auf dem Hüslenmoos ihre Treffsicherheit zu messen. Jetzt konnte man wenigstens bis zu den Scheiben sehen.
Weitere Schützen waren: Albisser Roger, Bernet Oskar und Schumacher Peter.
Bechergewinner ist dieses Mal Küng Franz. Herzliche Gratulation.
Danke allen Schützen für die Teilname an diesem traditionellen Anlass.
Das nächste Historische Morgartenschiessen findet wie jedes Jahr am 15. November statt.
Das ist 2006 ein Mittwoch.
Wir hoffen alle auf eine rege Teilnahme und besseres Wetter.

Interessierte können sich noch bei mir anmelden.   Roland Felder


Ehrungen an der Generalversammlung  2006
An der Generalversammlung, die am 15. März im Hotel Rütli in Luzern durchgeführt wurde, konnten die folgenden Ehrungen vorgenommen werden:
Stefan Gumpp wurde  aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt


 
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2006 (Eintritt 1954)
Huber Josef
Keller August
Renggli Hugo

 
Freimitglieder per 1.1.2006(Eintritt 1980)
Biscontin Remo
Blaesi Gerarld
Blättler Heinrich
Fähndrich Franco
Helfenstein Andreas
Helfenstein Georges
Isenschmid René
Lüthi Roland
Mumenthaler Chris
Nauer Martin
Schumacher Adolf
 
Veteranen VSAV per 1.1.2006
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1985)
Bourguinet Georges
Burri Alois
Elmiger Hans Peter
Heussi Caspar
Reichlin Franz
Waller Norbert
Zürcher Burkard
Züsli Hugo

 



Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2006

An der 145. Generalversammlung vom 15. März 2006 ist Peter Wolf als neuer Kassier gewählt worden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass er sich bestens in den Vorstand eingefügt hat und sein Amt hervorragenden ausübt.

Für die Anlässe, welche durch die einzelnen Kommissionen und Gruppen durchgeführt wurden, kann auf die jeweiligen Jahresberichte der Obmänner verwiesen werden. Hier nur folgende Bemerkungen:

Die Turmmannschaft unter der Leitung des Turmvogtes Edwin Singer hat auch das vergangene Jahr die Mitglieder und Gäste im Wasserturm hervorragend betreut. Herzlichen Dank für die grossartige Arbeit.

Das Schiesswesen hat sich unter den neuen Rahmenbedingungen eingependelt. Auch hier ein Dankeschön an die Betreuer, vorab an den Oberschützenmeister Roger Albisser.

Urs Vogel hat als Leiter der Sport- und Technischen Kommission wiederum sehr viele Anlässe organisiert. So für die Marschgruppe oder den Wehrsport, oder den Herbstausflug verbunden mit einer Wanderung. Herzlichen Dank auch an ihn für seine grosse Arbeit.

Die Alte Garde hat zwei Anlässe organisiert: Den Frühlingsausflug auf die Fräkmüntegg und die Besichtigung der Pilatus Flugzeugwerke in Stans. Besten Dank dem Ausschuss der Alten Garde unter der Leitung des Obmannes Franz Erni für ihre Unterstützung und ihre Arbeit.

Die Vereinsreise über Fronleichnam am 15. – 18. Juni 2006 führte ins Loire-Tal mit seinen berühmten Schlössern. Es war wieder eine höchst interessante Reise, die auch kulinarisch sehr zu gefallen wusste. Herzlichen Dank an Hans und Lisbeth Thomann sowie Charles Gallo für die tolle Organisation und Reiseleitung.

Am 1. August 2006 fand das traditionelle Salutschiessen vor dem Casino statt. Es war wie immer ein eindrücklicher Anlass, an dem sich die musikalischen Klänge des Jodlerklub Bärgkristall und das Donnern der Geschütze abwechselten. Ich danke der Geschützmannschaft unter ihrem Kommandanten David Merz. Aufgrund der auch dieses Jahr geringen Resonanz bei unseren Mitgliedern muss der Anlass in dieser Form jedoch überdacht werden.

Am 2. Dezember 2006 fand die zweite Auflage des Adventsballs statt. Die Öffnung der Barbara-Feier hat erste Früchte gebracht, sind doch einige Teilnehmer des Balls Mitglieder geworden. Es war wiederum ein sehr schöner Anlass war, bei dem die Zeit bei Essen und Trinken, Musik, Tanz und Unterhalten schnell verging. Herzlichen Dank den Organisatoren Stefan Gumpp und Markus Inäbnit für diesen schönen Abend.

Der Barbara-Bittgottesdienst fand am Barbara-Tag selbst statt. Die Teilnehmer erlebten am 4. Dezember 2006 in der St. Peterskapelle wiederum eine eindrückliche Jodlermesse, gesungen vom Jodlerklub Bärgkristall und geleitet von Pfarrer Burkard Zürcher. Besten Dank für diesen schönen Anlass.

Grossartige Arbeit leistet auch unser Redaktor Peter Imgrüt. Die Homepage ist immer aktuell, der Artillerist gut gemacht. Zudem hat er im vergangenen Jahr für den AVL in Fronarbeit eine Online-Vereinsverwaltung programmiert, die unsere Bedürfnisse gut abdeckt und jedem Vorstandsmitglied einfachen, gesicherten Zugang zu den benötigten Daten gewährt. Besten Dank dafür!

Viele anderen haben ebenfalls mitgeholfen, die Vereinsarbeit zu erledigen. Dazu gehören auch die nicht speziell erwähnten Mitglieder des Vorstandes und der Kommissionen. Auch Ihnen richte ich meinen herzlichsten Dank aus. Nicht nur für die Arbeit selbst, sondern auch für die angenehme Zusammenarbeit.

Markus Kaufmann, Präsident


Jahresbericht der Schiesskommission 2006

Mit dem Ustertagschiessen 2006 ging auch dieses Jahr die Freiluftsaison der Schützen zu Ende. Dies war die zweite Saison mit dem reduzierten Angebot des «AVLspezifischen » Schiessens. Der Aufwand für die Schiesskommission hat sich auf ein erträgliches Niveau eingependelt.

Beim 300m-Freundschaftsschiessen mit dem WV Hochdorf war die Beteiligung seitens AVL wiederum mässig, trotzdem reichte es dieses Jahr zum ersten Sieg. Ob diese Schiessen weiterhin durchgeführt wird, ist noch offen, da die Beteiligung von beiden Seiten zu wünschen übrig lässt.

Beim VSAV-Schiessen konnte die Beteiligung gehalten werden, und die Resultate waren durchaus zufriedenstellend.
Das Barbaraschiessen wurde dieses Jahr durch den AV Sempach organisiert und fand in Schiessstand Mussi statt. Bei den Pistolendistanzen holten sich die Gruppen des AVL jeweils wiederum den 1. Platz.

Das Freundschaftsschiessen 25m mit der Schiesssektion der Stapo wurde 2006 von der Schiesssektion der Stapo gewonnen, wir konnten den Titel leider nicht verteidigen. Dafür durften wir einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Stapo werfen. Nochmals besten Dank für die Führung.

Das Morgarten-Schiessen fand bei herrlichstem Spätherbstwetter statt. Die Resultate waren leider eher durchzogen, vielleicht lag es am Sonnenschein…
 
Auch beim Ustertagschiessen gab es frühlingshafte Temperaturen. Die Resultate waren hier auch schon besser. Beim 50 Pistolenschiessen erreichte die Gruppe Musegg den guten 5. Platz.

Die Förderung des Luftdruckschiessen war dieses Jahr das Hauptziel der Schiesssektion sein. Leider konnte dieses nicht erreicht werden, es konnten kein neuer Verantwortlicher gefunden werden. Hier wird die Schiesskommission noch eine Lösung finden müssen.

Zum Schluss möchte ich noch allen danken die den Schiessbetrieb des AVL ermöglicht haben. Einen speziellen Dank möchte ich den Mitgliedern der Schiesskommission und den Aufsichtspersonen im LUPI-Schiessen aussprechen, welche durch ihren Einsatz eine reibungslose und unfallfreie Schiesssaison ermöglichen.

Ihnen allen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr

Roger Albisser, Oberschützenmeister


Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2006

Der Familien-Ausflug auf die Krienseregg war leider wegen der ungünstigen Witterung nicht so gut besucht. Aber das Wetter wird ja nicht von uns geregelt.

Eine sehr gut besuchte Besichtigung der Pilatus Flugzeugwerke ( 45 Teilnehmer ) hat uns gezeigt, dass solche Anlässe bei unserer Vereinsfamilie immer noch im Trend liegen.

Am Donnerstag, 27. September 2007 Mittags werden wir die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden besuchen. Die Führung, auf der wir rund 300 Treppentritte begehen werden, wird inklusive Degustation ca. 2 Stunden dauern. Vereinskameraden reserviert Euch dieses Datum! Die Ausschreibung im Artillerist folgt.

Franz Erni, Obmann Alte Garde


Jahresbericht der Turmkommission

Im Turmbuch «Der Wasserturm in Luzern» ist nachzulesen, dass die Generalversammlung des Artillerievereins Luzern am 27. Februar 1937 einem Antrag des Vorstands zur Übernahme des Wasserturms als Vereinslokal und Archiv grossmehrheitlich zustimmte. Noch im selben Jahr wurde mit der Fronarbeit zur umfangreichen Instandstellung des Turms begonnen. Im Frühjahr 1939 fanden die ersten Vereinsanlässe im Turm statt und Ende März 1941 wurde der Bevölkerung mit einem «Tag der offenen Türe» erstmals Gelegenheit geboten, das Turminnere zu besichtigen. Wenn man den GV-Beschluss von 1937 als «Geburtsstunde» annimmt, dürfen wir 2007 auf 70 Jahre Wasserturm als Vereinslokal zurückblicken. Es ist noch zu früh zum feiern, ich gehe aber davon aus, dass wir dieses Fest 2011 mit dem 150-Jahr-Jubiläum des Artillerievereins Luzern zusammenlegen. Nehmen wir aber trotzdem schon heute dankbar zur Kenntnis, dass unsere damaligen Kameraden in wirtschaftlich und politisch schwieriger Zeit sehr weitblickend entschieden und gehandelt haben. Ich habe grosse Zweifel, ob das im aktuellen politisch / gesellschaftlichen Umfeld noch im gleichen Masse möglich wäre.

Die Turmkommission und die StubenmeisterInnen blicken auf eine erneut sehr intensive Turmsaison zurück. Personelle Veränderungen gab es im Berichtsjahr in der Kommission und im Team. Die Generalversammlung vom 15. März 2006 wählte Ehrenmitglied Hans Lustenberger in die Kommission. Er hat intern die Aufgabe als Stellvertreter des Turmvogts übernommen. Brigitte Bühler-Kost ist auf den Beginn der Turmsaison 2006 aus dem Team der StubenmeisterInnen ausgetreten. Für Ihre leider nur eine Saison dauernde wertvolle Mitarbeit sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Nachfolge von Brigitte übernahm Hildegard Kaufmann-Birrer.

 Das Team bewältigte 2006 insgesamt 225 Anlässe (199 im Vorjahr) und begrüsste dabei 5117 Gäste (4952 im Vorjahr). Die Anlässe verteilten sich im üblichen Verhältnis von je etwa einem Drittel auf Führungen ohne Konsumation, Apéros und Essen. Bei den Anfragen für, und der Organisation von Firmenanlässen stellten wir in zunehmendem Masse den Einfluss von Event-Agenturen fest. Unsere Abklärungen haben ergeben, dass der – uns nicht störende – Trend zur Delegation solcher Aufgaben im Zusammenhang mit dem allgemein gestiegenen Leistungsdruck der zuständigen Kaderleute steht.

Zwei ganz besondere Turmanlässe dürfen in diesem Bericht nicht unerwähnt bleiben. Am 21. April 2006 mietete die Emmi Gruppe aus Anlass ihrer Bilanzpressekonferenz den Wasserturm zur Präsentation eines neuen Produkts. Wir haben für diese Miete unsere Zustimmung gegeben und so zierte dann während rund vier Stunden ein etwa 4 x 4 Meter grosses Transparent mit dem Logo und dem neuen Produkt der genannten Firma die gegen die Seebrücke und den Bahnhof gerichtete Aussenfassade des Turms. An dieser durch die Medien weltweit verbreiteten und damit auch der Werbung für den Tourismusstandort Luzern dienenden Aktion hatten erwartungsgemäss nicht alle Leute Freude. Die Frage der Bewilligung lag dabei bei Emmi.

Der zweite besondere Anlass war der am Samstag, 11. November 2006 durchgeführte Tag der offenen Türe. Ein Anlass, der früher regelmässig, in den letzten Jahren etwas seltener durchgeführt wurde. Wir haben uns bemüht, den Anlass professionell zu organisieren und glauben auch, dass uns das gelungen ist. Das nicht zuletzt auch dank der grossen Unterstützung durch die Medien. Redaktionelle Beiträge in der Neuen Luzerner Zeitung und im Anzeiger Luzern haben ebenso erfolgreich geworben wie Radio Pilatus und Sunshine. Mehr als 1400 Personen – darunter sehr viele Kinder – aus Luzern und weit über die Region hinaus haben an diesem Samstag von 9 bis 17 Uhr unserer Einladung Folge geleistet und dabei Wartezeiten auf der Kapellbrücke – notabene bei starker Bise – von bis zu einer halben Stunde in Kauf genommen.

Ich danke unseren Mitgliedern, welche vielfach zusammen mit Bekannten und Freunden an den Monatsstämmen teilnehmen und auch sonst bei Gelegenheit einen Familien- oder Firmenanlass im Turm durchführen. Ich danke den vielen Gästen, die uns bei Führungen und gesellschaftlichen Anlässen besuchen. Vor allem aber danke ich den Stubenmeisterinnen und Stubenmeistern Marlene und Carlo Rogger, Yvonne und Roland Christen, Annemarie Iwert, Hildegard Kaufmann, Mario von Borstel und Rolf Bühler für den grossen geleisteten Einsatz. Ein weiterer, ganz herzlicher Dank gehört den Mitgliedern der Turmkommission für ihre immer konstruktive Mitarbeit und Unterstützung. Gerne erwähne ich an dieser Stelle unser Ehrenmitglied Max Haslimann. Seit mehr als 50 Jahren gehört er dem Verein als treues Mitglied an, die letzten sieben Jahre als versierter Aktuar der Kommission. Max ist kein Blender und kein Schaumschläger, sondern ein stiller, zuverlässiger, liebenswürdiger Mitarbeiter und Kamerad. An der Generalversammlung 2007 tritt er aus Altersgründen zurück. Max, ich danke dir für alles, was du während vielen Jahrzehnten in verschiedensten Funktionen für den Artillerieverein Luzern und für die Turmkommission geleistet hast. Es ist nicht wenig!

Edwin Singer, Turmvogt


Jahresbericht der Sport – und Technischen Kommission 2006

Zum fünften Mal fällt mir die ehrenvolle Aufgabe zu, Rückblick zu halten und Rechenschaft über das vergangene Sportsjahr abzugeben und dies Ihnen werte Leserin, geschätzter Leser vorzustellen.

Zuerst jedoch danke ich an dieser Stelle allen engagierten Teilnehmern und Aktiven für ihr konstruktives Mittun und die erfolgreiche Mitarbeit im vergangenen Vereinsjahr. Speziell danke ich allen, ob alt oder jung, die aktiv in unserer Marschgruppe erfolgreich mitmarschiert sind.

Ein denkwürdiges und unvergessliches Jahr
Es war ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Jahr. Ein Jahr, das in vielen Belangen in die Geschichte eingehen wird. Es war das erste Mal, dass weibliche Angehörige der Armee mit unserer Marschgruppe teilnahmen und unsere Farben eben so ehrenvoll vertraten wie all die altgedienten und erfahrenen männlichen Mitmarschierer. Es war das erste Mal das der Internationale Viertagemarsch von Nijmegen abgebrochen werden musste. Es war vermutlich auch das erste Mal, dass unser erstes Marschtraining am 4. März 2006 mehr oder weniger zu einem Schneestampfen bei teilweise fast kniehohem Schnee wurde und es ununterbrochen weiterschneite. Es war auch das Jahr, wo das OK des Schweizerischen Zweitagemarsches kurz entschlossen nach dem Marsch mitteilte, das wäre es jetzt gewesen, die 47. Austragung wäre auch gleichzeitig der letzte Schweizerische Zweitagemarsch gewesen. Einen besonders geschickten und kompetenten Eindruck wird dieser Entscheid, vor allem im benachbarten Ausland kaum hinterlassen, das Swissair-Grounding lässt grüssen! Neben dem Zweitagemarsch waren im 2006 noch einige weitere Wehrsportanlässe, die das letzte Mal stattfanden (St. Galler, Reinacher und Zürcher Waffenlauf; 50 km-Lauf Emmental; A. Salzmann-Mehrkampf Emmen).

Werbebesuche
Als Verantwortlicher für die Technische Kommission und die Marschgruppe des AV Luzerns durfte ich im vergangenen Jahr zwei Werbebesuche in Rekrutenschulen unternehmen. Der erste Auftritt war am 4. Oktober 2006 in der Genie RS 73-2/06 in der Kaserne in Brugg und der Zweite am 9. November 2006 in der Vet D und A Tiere RS 57-2/06 in der Kaserne Sand - Schönbühl BE. An diesen beiden Werbebesuchen mit Total um 160 TeilnehmerInnen, stellte ich vor allem die Aktivitäten unserer Marschgruppe, also unsere Kernkompetenz vor und ging mit einem bebilderten Vortrag speziell auf die Teilnahmebedingungen und die Einmaligkeit des Vierdaagse von Nijmegen NL ein. Selbstverständlich durften die ZuhörerInnen auch von unserem abwechslungsreichen Vorbereitungsprogramm, mit all den Trainingsmärschen und absolvierten offiziellen Marschanlässen Näheres erfahren. Die Früchte und positiven Auswirkungen werden wir bestimmt in Form von weiterem Zuwachs in den kommenden Jahren ernten können.

Statistik und Vergleiche
In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten beinhalten, standen 29 (Vorjahr 30) wertungsberechtigte Anlässe in unserem Jahresprogramm. 53 (34) Damen und Herren haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und mindestens einen Anlass absolviert. 27 (21) Teilnehmer absolvierten mindestens 3 und 23 (17) mindestens 4 oder mehr wehrsportliche Veranstaltungen. Wir können positiv zurückblicken, denn wir etablieren uns auf gutem Niveau.

In der Wertung um den Wanderpreis «Alpini Quattro» standen wiederum 7 Anlässe an, besucht wurden jedoch nur deren 6. 15 (Vorjahr 12) Kameraden haben sich an mindestens 2 bis 5 Anlässen beteiligt.

In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 5 Anlässe ausgeschrieben. 20 (Vorjahr 15) Kameraden haben an mindestens 2 bis 5 Anlässen teilgenommen. Damit ist auch hier eine Steigerung festzustellen. 

Auf Wachstum getrimmte Marschgruppe
Trotz zahlreichen wehrsportlichen Negativmeldungen und dadurch lähmendem Pessimismus in den vergangenen zwölf Monaten, besteht speziell im Artillerieverein Luzern alles andere als eine Untergangsstimmung. Ich glaube wir können wieder mit grossem Optimismus in die nahe Zukunft blicken. Denn im vergangenen Jahr hatten wir zahlreiche Junge und Neuinteressenten, die in der Marschgruppe des AV Luzerns schnupperten und begeistert die Strapazen der zahlreichen Märsche durchhielten.
Am Schweizerischen Zweitagemarsch Bern nahmen total 28 «Luzerner Artilleristen» teil, eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl! Wir dürfen uns ähnlich vorkommen wie die Lage jenes Bergsteigers, der nach mühsamem Aufstieg bald oben ankommt. Jedoch wir versichern hier, eine Rast legen wir noch nicht ein, wir steigen weiter, denn der Gipfel ist noch nicht erreicht!

Der Viertagemarsch in Nijmegen hätte auch dieses Jahr den Saisonhöhepunkt und grosse Jubiläumsmarsch der besonderen Art werden sollen. Es war die 90. Austragung in Nijmegen. Manch einer hatte sich so gefreut mit der Marschgruppe des AV Luzerns zum 46. Mal nach Holland zu reisen. Zur Reise kam es, jedoch nicht zu den fantastischen vier Tagen. Bekanntlich wurde die grösste Marsch- und Walkingveranstaltung von der Politik und den Organisationsverantwortlichen bereits nach dem ersten Tag abgebrochen. Rückblickend meinen wir, hätte dies nicht sein müssen. Über die Ereignisse und Gründe, die dazu führten, finden wir einen ausführlichen Bericht in der Oktober-Ausgabe des «Der Artillerist».

Trotzdem kam unsere Marschgruppe im vergangenen Jahr zu besonderen Ehren. Zweimal fanden wir bei der Redaktion der Fachzeitschrift für Militärsport «Schweizer Wehrsport» grosse Aufmerksamkeit und zierten die Titelseite der März- und der August-Ausgaben 2006. In all den Jahren als Abonnent des «Schweizer Wehrsport» und als langjähriger Marschteilnehmer und Kenner der Szene, ist mir nicht bekannt, dass es einer anderen Marschgruppe je gelungen ist, auf die Titelseite eines Presseorgans und Printmediums zu kommen und dies sogar zweimal im gleichen Jahr! Unsere Marschierer wurden auch im redaktionellen Teil ausführlich in Wort und Bild dargestellt. Die gesamte Wehrsport-Nation Schweiz kennt nun die 12 uniformierten Hollandmarschierer des AV Luzerns. Einmal mehr ist der Tatbeweis, dass die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern eines der Aushängeschilder der Schweizerischen Armee und der uniformierten Marschszene ist, geliefert.

Um sich für Holland zu qualifizieren und zu solchen Ehren zu kommen haben wir jedoch auch etwas dafür tun müssen. Unsere Vorbereitungen begannen bereits anfangs März mit dem 1. Trainingsmarsch rund um den Hallwilersee. Bekanntlich gab es an diesem denkwürdigen Samstag Schnee in unbeschreiblichen Massen, zum Marschieren echt zu viel. Der erste offizielle Marsch im TAZ 90 war der Sternmarsch der «blauen Truppen» nach Aarburg mit 9 Teilnehmern. Eine Woche später absolvierten wir ein Marschtrainingswochenende. 7 Kameraden nahmen daran teil. Am Samstag absolvierten wir den kompletten «Weg der Schweiz» mit um die 40 Leistungskilometer und am Sonntag vom Alpnachersee auf den Brünig mit gegen 36 Kilometern.

An der 38. Austragung des Marschs um den Zugersee nahmen gesamthaft 18 MarschiererInnen teil. Eine der Hauptvorbereitungsanlässe ist Jahr für Jahr der Schweizerische Zweitagemarsch von Bern-Belp mit zwei Mal um die 40 Leistungskilometer. Die weiteren offiziellen Vorbereitungsmärsche entsprechend unserem Jahresprogramm waren der Nidwaldner Sternmarsch und am gleichen Tag die 50 km durchs Emmental. Zusammen waren wir 16 die an den beiden Märschen teilnahmen. Der letzte uniformierte Marsch vor Holland waren die Klettgauer Marschtage im Raum Waldshut-Tiengen. Fantastisches Wetter begleitete uns an diesen beiden Tagen dem Schweizerischen und Deutschen Rheinufer entlang. Weitere Marschtrainings im Gruppenverband absolvierten wir im Fricktal, im Raum Sempachersee und Hildisrieden, im Entlebuch und im Raum Küssnacht am Rigi. An diesen Trainingsanlässen durften wir jeweils die Spezialitäten des Hauses aus Küche und Keller beim gemütlichen Beisammensein geniessen.

Die Waffen- und Langstreckenläufer
Vier Kameraden gehören zu den ganz verbissenen Langstreckenläufer im Tarnanzug und mit der 6,2 kg schweren Gewehrpackung. Diese hartgesottenen Leistungssportler stürzten sich am einen oder anderen Waffenlauf ins Wettkampfgeschehen und rennen um gute Zeiten. Im Jahr 2007 fanden noch 7 Waffenläufe statt und es war die 40. und letzte Waffenlauf-Schweizer Meisterschaft unter dem Dach der IGWS und die Letzte in der bisher ausgetragenen Form.

Die vier Waffenläufer vom AV Luzern, die es verdienen erwähnt zu werden, waren: Füs Urs Limacher, Jg. 82, mit einem absolvierten Waffenlauf; Fw Beat Schlüchter, Jg. 79, mit 3; Mitr Robert Eiholzer Jg. 60, mit 4; und Four Urs Vogel, Jg. 53, mit 6 absolvierten Läufen.

Die vierzigste Waffenlauf-Saison ist vorbei. Bedauerlicherweise war es die letzte Meisterschaft. Am Samstag, 9. Dezember 2006 fand in Oensingen die letzte Meisterschaftsfeier statt. Während am Vormittag die IGWS ihre Delegiertenversammlung abhielt und die Auflösung der Interessengemeinschaft definitiv vollzog, feierten am Nachmittag zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Militär, IGWS-Funktionäre, ehemalige und aktive Waffenläufer die wohlverdienten Sieger und Diplomplätze des vergangenen Meisterschaftsjahres 2006. Als aktiver Waffenläufer nahm ich an der Delegiertenversammlung und an den Feierlichkeiten teil.

Der eigentliche Festakt, die Meisterschaftsfeier vom Nachmittag war ein eindrücklicher Anlass, der von den beiden Läufergruppen Niederbipp und Matzendorf hervorragend organisiert wurde. Fast die gesamte Prominenz der Schweizerischen Waffenlaufszene war anwesend. Die meisten ehemaligen Waffenlauf-Schweizer- Meister und ganz Grossen der Szene, unter anderen Werner Fischer, Albrecht Moser, Hans Furrer und Charly Blum, gaben mit ihrer Anwesenheit, diesem Anlass die ihm gebührende Bedeutung.

Bekanntlich wird der 50 km-Lauf durchs Emmental nicht nur als Marsch, sondern auch als Langstreckenlauf ausgetragen. Im Jahr 2006 waren es zwei AVL-Mitglieder, die diese Herausforderung auf sich nahmen. Die gesamten 50 km absolvierten Elmar Emmenegger und Urs Vogel im Laufschritt und erzielten ausgezeichnete Resultate. Urs Vogel nahm einmal mehr an den Bieler Lauftagen teil und absolvierte äusserst erfolgreich den 100 km-Lauf.

Die Mehrkämpfer
Der Mehrkampf müsste eigentlich eine Kerndisziplin eines jeden ausserdienstlichen und wehrsportorientierten Vereins sein. Leider ist dem im AV Luzern nicht mehr so. Wir hatten vier Anlässe im Jahresprogramm und wie in den vergangenen Jahren war unsere Beteiligung auf tiefem Niveau. Die 24. Austragung des A. Salzmann- Mehrkampfes in Emmenbrücke wurde von zwei Mitgliedern wie im Vorjahr besucht. Übrigens war es die letzte Austragung dieses attraktiven wehrsportlichen Anlasses. Auch hier haben die Organisatoren das Handtuch geworfen. An den Regionalen Artillerie Sporttagen in Dagmersellen nahmen noch 2 Kameraden teil, Robert Eiholzer und Paul Achermann bemühten sich im Zweikampf um Lorbeeren. Dieser Wettkampf ist eine verbandsinterne, ausserdienstliche Übung, die unsererseits eine grössere Beteiligung verdienen würde.

Die beiden weiteren Wettkämpfe waren die «Rütihofstafette» (Schweiz. Waffenläufer- und Militärradfahrer-Stafette) mit einem Teilnehmer, Urs Vogel schnallte sich die Gewehrpackung an den Rücken und lief die drei Runden zu 5,7 km. Am Seetaler Mehrkampf von Ende Oktober in Hochdorf war auch nur noch ein AV Luzern-Mitglied bemüht Ansehen für den Verein zu ergattern, dies war Robert Eiholzer, der Ehre für die Luzerner Artilleristen einlegte und einen guten Wettkampf absolvierte!

Zusammenfassung
Die Berichte über die Sportaktivitäten in den vergangen drei Ausgaben des «Der Artillerist» sind als Bestandteil dieses Jahresberichtes zu betrachten, gehen sie doch vermehrt in die Tiefe der einzelnen Anlässe und geben die eine oder andere Begebenheit viel detaillierter wieder als in diesem Jahresrückblick.

Wichtig war uns, das vielseitige Angebot zu nutzen. Die Organisatoren verdienen es. Bei gewissen Anlässen und hier denke ich im Speziellen an die attraktiven Mehrkämpfe, würde uns eine grössere Beteiligung sehr gut anstehen. Erfreulicherweise waren im vergangenen Jahr sämtliche Wettkämpfe fair und verletzungsfrei abgelaufen. Das Messen der eigenen Leistung und der Vergleich zum Kameraden und Mitbewerber um gute Plätze stand für die Meisten im Vordergrund. Wichtig war auch und das ist gut so, dass wir Spass an der körperlichen Ertüchtigung hatten und unsere Ausdauer ausgiebig trainieren und beüben konnten.

Nach einem äusserst abwechslungsreichen Jahr der wehrsportlichen Tätigkeiten und zum Schluss eines erfolgreichen und unfallfreien Sportjahres, verdienen alle Beteiligten, seien sie zum 40. oder zum 1. Mal dabei, einen riesen Applaus, ein Bravo und ein Dankeschön! Diese Worte des Dankes richte ich speziell an alle meine Marschkameraden, Läufer, aktiven Wehrsportler und alle die uns dabei unterstützt haben. Und dies sind speziell unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die so viel Verständnis für unsere Freizeitaktivitäten mitbringen. Herzlichen Dank!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit! Es lohnt sich!» Das Jahr 2007 bringt uns zahlreiche Neuerungen und Veränderungen im wehrsportlichen Veranstaltungskalender.

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission