Berichte 2007

> Vereinsreise ins Burgund
> Freundschaftsschiessen Hochdorf
> Sportberichte
> Luftdruckschiessen
> Generalversammlung 2007
> Jahresberichte 2007


Besichtigung Brauerei Feldschlösschen
Ausflug der Alten Garde vom 27. September 2007
 

Es war wieder mal soweit und eine grosse Schar der Alten Garde inklusive Frauen und ein paar wenigen jüngeren Mitglieder versammelte sich am Mittag beim Inseli. Man freute sich auf die bevorstehende Reise Richtung Rheinfelden, genauer gesagt zur Brauerei Feldschlösschen. Im Car diskutierte man wieder über das aktuelle politische, fachsimpelte über die Armee 21 oder schwelgte in alten Erinnerungen aus der aktiven Militärzeit. Gegen Ende der Reise sah man auch schon den imposanten Bau der Brauerei von der Autobahn her und es dauerte noch ein paar Minuten bis am umstieg, in einen historischen Zug, der direkt in die Brauerei fuhr.
Vor Ort begrüsste man uns mit der Beschriftung «Arttielerie Verein Luzern», was bei den einen ein Lachen hervorzog und bei andern eher ein Runzeln zeigte. Nach einer Videopräsentation wurden wir dann in zwei Gruppen aufgeteilt und noch mit Kopfhörer ausgestattet. Einige wiederum interpretierten dies falsch, was sogleich Gelächter auslöste, während unsere Brauerei Führerin/Leiterin viele Nerven brauchte. Die Führung selber war interessant und imposant: Man erfuhr vieles über den Hopfen, die Gärung und Brauung, die verschiedenen Biersorten und über den Unterschied der heutigen Herstellung gegenüber von früher. Auch durften die Brauerei- Rösser nicht fehlen, sowie der Umschlagplatz der Glasflaschen.
Am Schluss konnten wir dann zu Tisch selber alle Biere probieren, bekamen noch ein kaltes Stück Fleischkäse dazu und genossen die gemütliche Runde. Während die einen noch ein Souvenir aus dem Shop kauften oder man ein Bier nach dem anderen vernichtete und dabei um Nachschub kämpfte, beschenkte unser Obmann Franz unsere zwei Damen von der Brauerei noch mit einem Präsent.
Bald aber war die Heimfahrt angesagt und man bestieg wieder den Car Richtung Luzern. Auf der Heimfahrt stieg dann die Stimmung in die Höhe und man erzählte sich die neusten, lustigsten und «hier besser nicht hinzuschreibenden» Witze, während einige sich einem kleinen Schläfchen ergaben. Am Ziel angekommen, verabschiedete man sich wieder und man war sich einig, dass es wieder mal ein gelungener Anlass war. Danke an das OK!

Marco Wicki, Archivar/Fähnrich/Kdt. Geschützmannschaft





  

Rheinfelden und das Fricktal

In Ergänzung zum Besuch der Brauerei Feldschlösschen Rheinfelden und damit zum eigentlichen kulinarischen Kulturgut Bier, gibt es über Rheinfelden und das Fricktal noch anderes und äusserst Interessantes zu berichten, das einer Vielzahl von Mitbürgerinnen und Mitbürgern gar nicht bewuss ist. Vielleicht stösst dieser Beitrag an dieser Stelle auf Interesse.

Das Fricktal besteht aus zwei, dem Kanton Aargau angehörende Bezirke, Laufenburg und Rheinfelden und liegt nördlich der aargauischen Jurakette und dem Rhein. Das Fricktal war vorübergehend ein eigener Kanton. Die nachfolgenden Angaben stammen aus dem Buch «Revolution im Aargau».

«Der Friede von Campo Formio» gestand Frankreich in geheimen Klauseln die Herrschaft über das bis zu diesem Zeitpunkt österreichischen Fricktal zu. Im Frieden von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich wurde es 1801 offiziell französisch. Da Napoleon Bonaparte das Gebiet vor allem als Tauschobjekt ansah, hielt die französische Verwaltung keinen Einzug. Österreich informierte aus finanziellen Überlegungen das Fricktal über den Hoheitswechsel ebenfalls nicht. So zahlte das eigentlich nun französische Fricktal während fast einem Jahr weiterhin Steuern nach dem vorderösterreichischen Freiburg im Breisgau. Nach dem Scheitern des geplanten Gebietstausches (Fricktal gegen Wallis) sah Napoleon Bonaparte eine Trennung des Fricktals vor, den unteren Teil mit Rheinfelden wollte er mit Basel, den oberen mit Laufenburg mit dem Aargau verknüpfen. Der Basler Rat lehnte mit Hinweis auf die ländlichkatholische Bevölkerung ab, von der er keine Unterstützung städtischer Interessen erwartete. Nun wurde das Fricktal in eigener Sache tätig. Der Kopf der Fricktaler Bewegung war der Breisgauer Arzt Sebastian Fahrländer, seit 1791 Stadtphysikus in Waldshut. 1798 hatten er und sein Bruder Karl die Bürgerrechte von Oeschgen (Nachbargemeinde von Frick) und Münchenstein (heute BL) erworben. Am 2. Februar 1802 liess Fahrländer die fricktalischen Gemeindeabgeordneten und Vögte versammeln und erläuterte, er sei von der helvetischen Regierung und den französischen Gesandten beauftragt worden, den helvetischen Kanton Fricktal zu schaffen. Sein Plan wurde ohne Gegenstimme angenommen. Am 9. Februar 1802 wurde in Rheinfelden ein «Vollziehungskomitee» des Fricktals ernannt und der Kanton Fricktal ausgerufen, am 20. Februar die Verfassung beraten und unterzeichnet. Tags darauf bestimmte Paris Fahrländer zum formellen «Präfekten» des neuen Kantons. Bitter war für die Partei Fahrländers nur, dass nicht Laufenburg, sondern Rheinfelden zur Hauptstadt gewählt wurde. Doch nur rund ein Jahr existierte der Kanton Fricktal. Am 12. Januar 1803 fällt Napoleon den Grundsatzentscheid, die Existenz des Kantons Aargau sei nicht mehr in Frage zu stellen. Er hielt das Gebiet des Fricktals für zu klein, um einen eigenen Kanton zu bilden. Am 2. Februar 1803 wurde das ganze Fricktal mit dem Aargau vereinigt, der wiederum der Eidgenossenschaft beigetreten war. Der selbständige Kanton Fricktal, im Februar 1802 ausgerufen, hörte auf zu existieren.

Das kleine Rheinfelden, nun Hauptort des gleichnamigen Bezirks, wuchs nur langsam über die alte Ringmauer hinaus. Mit der Entdeckung der Salzlager 1844 begann eine neue Zeit. Zwei Salinen wurden gegründet: die mittlerweile stillgelegte Saline Rheinfelden und die Saline Riburg. Dank seiner Solebäder stieg Rheinfelden zu einem international bekannten Badekurort auf, der seine Glanzzeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg erlebte. Aus dieser Zeit stammt der Name «Königliche Kur- und Bäderstadt Rheinfelden-les-Bains». Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Basel- Brugg 1875 führte zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung, zu dem auch die beiden Brauerein Salmenbräu (später Cardinal und dann Feldschlösschen) und das noch heute bestehende Feldschlösschen beitrugen. Profitieren konnten Stadt und Umgebung auch vom 1898 in Betrieb genommenen Kraftwerk Rheinfelden, das auf der deutschen Rheinseite ausgedehnte Industrieanlagen und den Ort Badisch- Rheinfelden entstehen liess.

Der Erste Weltkrieg versetzte dem Kurort einen Schlag, von dem es sich lange nicht erholte. Heute bieten wieder mehrere Hotels Solebäder an. Weit herum bekannt ist «sole uno», die Bade- und Saunalandschaft des Kurzentrums.

Urs Vogel br>


Salutschiessen vom 1. August 2007
Bei strahlendem Wetter konnten wir auch dieses Jahr das traditionelle Salutschiessen auf dem Matthias-Luchsingerplatz durchführen. Stramm in den historischen Uniformen präsentierte unsere Geschützmannschaft die beiden 7,5 cm Feldkanonen, in diesem Jahr mit grosser Begeisterung kommandiert von meinem Sohn Benedict. Abwechslungsweise schossen sie für jeden Kanton einen Einzelschuss und zu Ehren der Eidgenossenschaft eine Salve mit viermal zwei Schuss. Umrahmt worden ist das spannende und exakte Schiessen durch das Alphorntrio aus Kriens und der Jodlerklub Bärgkristall. Dies erfreute die stattliche Zahl von begeisterten Zuschauern. Im Anschluss an das Salutschiessen durften alle Mitglieder unseres Vereins und Gäste den traditionellen Apéro geniessen und dabei die Kameradschaft pflegen.



An dieser Stelle danke ich allen Mitwirkenden und Helfern ganz herzlich für das gute Gelingen des Anlasses. Ganz besonders danke ich der Kursaal-Casino AG, welche auch dieses Jahr den grosszügigen Apéro offeriert hat, ganz speziellen Dank auch den Behörden der Stadt Luzern für die Unterstützung des Anlasses, der Stadtpolizei und den Militärbehörden, insbesondere auch dem AMP Rothenburg für die Hilfsbereitschaft beim Rüsten des nötigen Materials. Danken möchte ich auch den Medien für ihre Berichterstattung.

Andrea Grisch




91. Viertagemarsch Nijmegen 2007


Es war doch merkwürdig, dass wir im Anschluss an den letztjährigen Viertagemarsch in den Zeitungen vielfach in mehrspaltigen Meldungen und mit farbigen Bildern vom Abbruch des Vierdaagse 2006 lasen. Schlagzeilen wie «Hitze fordert zwei Todesopfer » oder ähnliche zogen sich wie ein roter Faden durch die Presselandschaft. Und dieses Jahr? Haben Sie eine Pressemeldung oder ein farbiges Bild mit fröhlichen Wanderern oder strammen Marschgruppen gesehen? Hatten die Medien über den diesjährigen Vierdaagse überhaupt etwas berichtet? Nein, denn in diesem Jahr verlief während diesen vier Marschtagen in Nijmegen einmal mehr – wie in all den Jahren – alles konform und ohne nennenswerte Pannen. Es gab keine Hitzetote, es gab keine Skandale, es gab keine Pöbeleien oder Ausschreitungen. An der 91. Austragung ist die Normalität wieder eingekehrt und darüber berichten unsere Medien eben nicht! Scheinbar ist keine Sensationslust zu befriedigen!
Gemäss offizieller Statistik des Veranstalters waren 42270 Marschierende eingeschrieben. 37505 sind am ersten Tag gestartet und 34019 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beendeten den Vierdaagse 2007 mit grossem Erfolg. Es waren insgesamt etwas weniger Teilnehmer als in den Jahren zuvor. Vermutlich hat der eine oder andere im vergangenen Jahr entsprechende Erfahrungen gemacht oder etwas darüber gelesen, das ihn an die alte Weisheit erinnerte: «Wer in der Vorbereitung scheitert, bereitet sich vor, zu scheitern!» – und hat sich dies gleich zu eigen gemacht und ist folglich dieses Jahr nicht an den Start gegangen…



Die Marschgruppe des AVL

Unter den topvorbereiteten und bestens trainierten Teilnehmern war auch dieses Jahr eine Marschgruppe des Artillerievereins Luzern am Start. Und dies bereits zum 47. Mal in ununterbrochener Reihenfolge. Am Samstag, 14. Juli 2007 startete die gemeinsame Anreise vom Treffpunkt Bahnhof SBB in Basel. Mit der Deutschen Bahn fuhren wir über Frankfurt, Köln, Oberhausen, Emmerich, Arnhem nach Nijmegen. Wie gewohnt, bezogen wir die vom  Delegationsstab des Schweizerischen Marschbataillons vorbereitete Unterkunft im Camp Heumensoord.
Nach dem samstäglichen Ausgang diente der Sonntag, 15. Juli 2007 einigen zum Ausschlafen, andere besuchten den «Vierdaagse-Gottesdienst» oder erkundeten die Stadt Nijmegen. Der Sonntagabend ist der traditionelle Empfang der ausländischen militärischen Marsch-Delegationen durch die beiden Gastgeber, die Bundeswehr und das Schweizerische Marschbataillon. Musikalisch vertrat dieses Jahr die Stadtmusik Huttwil die Schweiz.
Der Montag, 16. Juli 2007 war selbstverständlich nochmals ein Ruhetag. Für einige auch Einkaufsbummel, Kartenschreiben, Stadtbesichtigung von Nijmegen und Vorbereitungstag auf die vier folgenden Tage. Es wird die Ausrüstung vorbereitet, das Gewicht von 10 kg abgewogen, die Schuhe nochmals auf Hochglanz gebracht und innerlich steigt der Pulsschlag bereits an. Denn manch ein Marschierer kann es kaum erwarten, bis es heisst «Vorwärts Marsch!» Ein erster Höhepunkt ist bestimmt die Flaggenparade, wo vielen das Herz höher schlägt. Jahr für Jahr ein grandioses Spektakel von vorbeiparadierenden Militärmusikkapellen und zivilen Musikkorps. Damit wird diese Eröffnungszeremonie bereits zum ersten eindrücklichen Höhepunkt. Die weiteren folgten im Verlauf der Woche Schlag auf Schlag!
Am Dienstag, 17. Juli 2007, folgte der Paukenschlag um 4.30 Uhr und damit der Start für den Vierdaagse 2007. Übrigens bei sehr angenehmen Temperaturen und idealem Wanderwetter! Der erste Tag führte uns durch Nijmegen, über Lent nach Bemmel, wo traditionsgemäss alljährlich die Schweizer Woche stattfindet. Am Mittwoch war wie in all den Jahren zuvor der Durchmarsch in Wijchen. Zahlreiche Zuschauer hiessen uns dort willkommen, wie übrigens auch in Beuningen. Durch die Stadt Nijmegen führte uns die Strecke zurück in den Heumensoord.
Der Donnerstag ist der Tag mit der grossartigen Kranzniederlegung auf dem Kanadischen Friedhof in der Nähe von Groesbeck. Ebenfalls durften wir dort die ersten Cognacspenden geniessen und uns damit die einen oder anderen Schmerzen 20 Der Artillerist • 4 – 2007 wegstecken. All den Spendern ein grosses Dankeschön. Der wohl eindrücklichste Tag war zweifellos der Freitag mit dem Vorbeimarsch in Cuijk und dem grandiosen und einmaligen Einmarsch durch die Stadt Nijmegen.Wenn das Wetter während den vier Marschtagen hervorragend und ideal zum Marschieren war, kein Tropfen Regen, so begann es rund eine Stunde vor dem Schlusseinmarsch zu regnen wie noch nie in den vergangenen 17 Jahren! So was von Durchnässtsein hatten wir kaum je erleben müssen. Trotzdem, das jubelnde Publikum war uns treu und harrte am Strassenrand aus, um uns zu beglückwünschen.
Für zwei Kameradinnen und zwei Kameraden war es das erste Mal, dass sie den Viertagemarsch Nijmegen aktiv miterleben durften. Für Lt Tirza Hochstrasser, Hptfw Marlen Plüss, Hptfw Andreas Christen und Sdt Andreas von Gunten wurde es zweifellos zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis. Das Aussergewöhnliche nahmen jedoch die vier ganz unterschiedlich wahr. Jede und jeder könnte wohl etwas anderes erzählen. Alle vier erlebten es auf ihre ganz persönliche Art und hatten ihre eigenen, teilweise fast dramatischen Erlebnisse. Manchmal brachen auch die Emotionen durch – und das war bei jeder Persönlichkeit auch völlig unterschiedlich! Jedoch allen ist eines gemeinsam: Alle vier neuen haben den Vierdaagse 2007 erfolgreich bestanden und dazu gratulieren wir ihnen von ganzem Herzen und spenden einen sehr grossen Applaus! Bravo und herzliche Gratulation!



Urs Limacher, der zum zweiten Mal die 4 x 40 km unter die Füsse nahm, überstand sie ohne grössere Probleme, oder er sprach mindestens nicht davon. Daniel Winter und Dominik Schneider, die einmal gemeinsam zu unserer Marschgruppe stiessen und dieses Jahr ihre 3. Austragung absolvierten, machten einmal mehr ganz unterschiedliche Erfahrungen. Daniel kam wie ein alter Routinier problemlos über die vier Tage, während Dominik im wahrsten Sinne des Wortes vom ersten bis zum letzten Tag auf die Zähne beissen musste, mit jedem Schritt sauber über die Blasen abrollte und nur ein Ziel vor Augen hatte: nämlich die wunderschöne Auszeichnung mit der Zahl 3. Unser Gast in der Gruppe war Hptfw und angehender Berufsunteroffizier Roger Steiner. Er war ein sehr souveräner Wanderer, der den Vierdaagse mit viel Witz, Spass und Charme hinter sich brachte und kaum mit Problemen kämpfen musste und dieses Jahr zum vierten Mal ans Ziel kam. Rolf Meister, auch er das vierte Mal erfolgreich in Nijmegen, war unser Zugpferd. Rolf bereitet sich dieses Jahr konzentriert auf den Luzern Marathon von Ende Oktober vor. Dieses regelmässige Training zeigte ihn auch in Holland in einer beneidenswerten Form, sodass wir übrigen Marschierer ihn als Vorbild nachahmen und ihm auch unser Hoheitszeichen, die Standarte anvertrauen konnten. Diese trug er mit Stolz während den vier Tagen. Einer der sich dieses Jahr eine Zusatzauszeichnung verdiente, ist Oberstlt Edgar Gwerder. Edgar absolvierte den 6. Vierdaagse und bekam dadurch unsere Gruppenauszeichnung. Diese hatte er sich wirklich verdient! Dafür musste er in den vergangenen Jahren ab und zu leiden. Die Beine und Füsse wollten nicht immer, jedoch der Wille und die mentale Stärke hatten auch bei Edgar gesiegt, und die verdiente Auszeichnung ist ihm nicht mehr zu nehmen.
Eines unserer ganz wichtigen Mitglieder war unser Betreuer Antonio Verillo. Antonio hatte den Viertagemarsch bereits fünf Mal als Marschteilnehmer absolviert. Nach zweijähriger Pause, konnte er dieses Jahr sein Können als Betreuer unter Beweis stellen. Es war sein erster Einsatz in dieser Funktion und Antonio hat die Aufgabe souverän gelöst und zur vollen Zufriedenheit der gesamten Marschgruppe die Verpflegung und die anderen anfallenden Dienstleistungen sichergestellt. Bravo und herzlichen Dank Antonio!
Dass der eine oder andere sich mit Blasen oder anderen Problemen an Füssen, Beinen und Muskeln herumschlagen und leiden musste, kann allenfalls mit noch besseren Vorbereitungsmassnahmen und einem noch gesteigerten oder effizienteren Training verbessert werden. Vollständigkeitshalber hatte unsere Marschgruppe auch noch einen Gruppenführer. Four Urs Vogel war in dieser Funktion verantwortlich, dass das Jahresprogramm und die Trainingsanlässe standen und rechtzeitig am richtigen Ort in schriftlicher Form vorlagen, die Meldungen an die SAT gemacht wurden und die Vorbereitungen für den Viertagemarsch richtig kanalisiert wurden und schliesslich, dass die Kameraden bei der Hin- und Rückfahrt auch in den richtigen Zug stiegen und eine Fahrkarte bei sich hatten. Ebenfalls hatte Urs die Aufgabe, die Verbindung zwischen den Verantwortlichen des Schweizerischen Marschbataillons und der Marschgruppe sicher zu stellen, damit alle Kameraden auch zum befohlenen Zeitpunkt in der korrekten Ausrüstung und am richtigen Ort sich einfanden. Mit all diesen Aufgaben hatte der Gruppenführer, der bereits 16 Mal dabei war, keine Zeit mehr, an Beschwerden oder körperliche und konditionelle Unannehmlichkeiten zu denken. Manch einer aus der Gruppe freute sich, im Nachhinein noch ein paar nette, lobende und aufmunternde Worte zu vernehmen, oft untermalt mit aussagekräftigen Bildaufnahmen.
Lobenswert war auch dieses Jahr die ganze Organisation, die Zurverfügungstellung und der Unterhalt der Infrastruktur durch den Delegationsstab und deren Mitarbeiter unter der Leitung des Chefs Oberst i Gst Jean-Jacques Joss. Auch Ihnen gehören ein Applaus und ein grosses Dankeschön.
Am Samstag, 21. Juli kehrten wir mit zahlreichen eindrücklichen und unvergesslichen Erlebnissen zurück in unsere Heimat! Wir freuen uns bereits wieder aufs nächste Jahr! Allen, die zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben, möchte ich an dieser Stelle recht herzlich danken! Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Jahr zur 92. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 15. – 18. Juli 2008!

Urs Vogel

Hier die verdienten Topmarschierer der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern, die alle einen grossen Applaus verdienen:

Die 11 Marschierenden:
Oberstlt
Fw
Hptfw
Wm
Sdt
Sdt
Lt
Hptfw
Hptfw
Sdt
Four

Der Betreuer:
Sdt
Gwerder Edgar
Meister Rolf
Steiner Roger
Winter Daniel
Schneider Dominik
Limacher Urs
Hochstrasser Tirza
Christen Andreas
Plüss Marlen
von Gunten Andreas
Four Vogel Urs


Verrillo Antonio
 6. Teilnahme
4. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
16. Teilnahme


6. Teilnahme
(5 x Marschierer/1 x Betreuer)
Die 5 marschierenden Zivilisten:
Ebenfalls verdienen die fünf zivilen Marschteilnehmer ein grosses Bravo, einen Applaus und herzliche Gratulation. Wenn wir deren Anzahl Teilnahmen bewundern, so sind die Anerkennung und die Ehrung dieser Leistungen in Form einer inneren Achtungsstellung angebracht! Kameradinnen und Kameraden: der AV Luzern ist stolz auf euch!
Gfr
Oberst

Motf
Oberst
Franz Wicki
Hansruedi Weber
Hanneke Distel
Josef Distel
Edwin Singer
43. Teilnahme
42. Teilnahme
39. Teilnahme
34. Teilnahme
21. Teilnahme

Feldmeisterschaftsauszeichnungen  

Medaille

Folgende Schützen erhielten Feldmeisterschaftsauszeichnungen im 2007:

Adrian Birrer 
Josef Helfenstein
2. Auszeichnung 300 m
4. Auszeichnung 300 m und 25/50 m
Herzliche Gratulation und weiterhin «Guet Schuss»!

Zur Erinnerung: Eine Feldmeisterschaftsmedaille erhält der Schütze/die Schützin, wenn je acht Annerkennungskarten Feldschiessen- und Obligatorischprogamm errungen wurden.
Weitere Auskünfte erteilt der Oberschützemeister Roger Albisser.

Schiesskommission AVL

39. Ustertag-Schiessen vom 17. November 2007



Am 17. November 2007 fuhren wir frohgelaunt und zielstrebig nach Uster um zusammen mit einer grossen Schar Schützenkameraden aus der ganzen Schweiz einen fairen Wettkampf zu liefern. Begrüsst von der strammen Zürcher Miliz + Compagnie 1861 und gestärkt mit einer feinen Ustertags-Wurst konnte eine Gruppe nach der andern ihr Glück anvisieren. Die eigenen Erwartungen waren wie stets sehr hoch. Mit der Compagnie 1861 durften wir interessante Gespräche führen und wer weiss, vielleicht treffen wir sie einmal anlässlich eines ganz besonderen Anlasses bei uns in Luzern, zurückversetzt in anno dazumal… Nach dem Schiessen konnten die Pistolenschützen ihre Scheibe gleich mitnehmen, die meine war noch wie neu. Ich wurde aber mit den Worten getröstet, mitmachen gehe über alles und so kann ich getrost jedes Vereinsmitglied einladen auch mitzumachen, es war ein Erlebnis. Auf der gemütlichen Rückreise teils über Landstrassen haben wir den traditionellen Halt zur Verteilung der Auszeichnungen, zu einem kleinen Jass und ganz speziell zu einem reichhaltigen Nachtessen im Rest. Neuhof in Rüti eingeschaltet. Trotz den ausgezeichneten Schiessresultaten, waren einige Kranzgewohnte Spitzen-Schützen nicht ganz zufrieden. Auch die Besten können angeblich immer noch besser werden und das ist wohl stets eine neue Herausforderung. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.
Gruppenrangliste 300 m   Gruppenrangliste 50 m
Rang Gruppe Punkte   Rang Gruppe Punkte
25.
89.
104.
239.
Wasserturm
Heliomalt
Barbara
Lapin
179
170
168
147
  14.
65.
68.
Musegg
Gütsch
Sonnenberg
342
253
246
Einzelkränze 300 m: Thalmann Peter 48 P., Albisser Roger 46 P., Henseler Josef 45 P., Mathis Markus 44 P., Dubach Hansjörg 44 P., Küng Franz 43 P., Helfenstein Josef 43 P., Imfeld Rudolf 43 P., Guidali Alex 43 P., Achermann Adolf 43 P., Staub Louis 41 P., Zaugg Hans 41 P.

Einzelkränze 50 m: Helfenstein Josef 91 P., Kijttek Armin 87 P., Bernet Oskar 85 P., Henseler Josef 82 P., Thalmann Peter 81 P. Ein Dankeschön an Roger Albisser, der den Schiesstag wieder perfekt organisiert hat und bis zum nächsten Mal, am 22. November 2008.

Andrea Grisch

Luftpistolenschiessen

Luftpistolenschiessen Beromünster

Roger Meier wieder voraus!

Mit ganzen 5 Pistolenschützen konnten wir in Beromünster antreten. Die Gruppe des Artillerievereins Luzern klassierte sich von 49 Gruppen im guten 14. Rang mit 1443 Punkten. Die Siegergruppe der Pistolenschützen Stans kam auf 1501 Punkte. Von so viel Punkten dürfen wir weiterhin träumen. Unsere Einzelresultate: Roger Meier 369 Punkte; Josef Helfenstein 366 Punkte; Oskar Bernet 362, Fredy Bucher 361 Punkte und Armin Küttel 351 Punkte. Alle mit Auszeichnung. Wir gratulieren und danken für den Einsatz.

Schweizerische Gruppenmeisterschaft 10 m

Die AVL-Gruppe ist noch im Rennen

Die Trauben hängen sehr hoch in diesem Wettkampf. Die Resultate an den Ranglistenspitzen sprechen Bände. Wer noch einigermassen dabei sein will, muss pro Passe im Schnitt 95 Punkte erzielen. Wir vom AVL geben uns da noch etwas bescheidener. Mehr Punkte wären auch unser Ziel, aber die Zitrone ist ausgepresst. Mehr liegt einfach nicht drin. Basta!

 In den Ausscheidungsrunden des Kantons Luzern belegte der AV Luzern mit 2916 Punkten den flotten 3. Rang. Erste wurden die PS Reiden mit 2934 Punkten und zweite die PS Hitzkirchertal mit 2925 Punkten.

Folgende Einzelresultate der Artillerieschützen durften notiert werden: Oskar Bernet 368 + 360 Punkte; Fredy Bucher 369 + 349; Josef Helfenstein 369 + 360; Armin Küttel 364 + 360; Roger Meier 373 + 362

Zur 1. Hauptrunde der Schweizerischen Pistolen-Gruppenmeisterschaft 10 m mit 200 Gruppen starteten wir am 15. Januar 2008. Die AVL Gruppe kam auf gute 1463 Punkte. Für uns ein sehr erfreuliches Resultat, denn es reicht uns präzis für die begehrte Kranzauszeichnung, zum 1. Mal auf die 10 Meter-Distanz. Heiss erkämpft also!

Wer lieferte was: Oskar Bernet 367 Punkte; Fredy Bucher 355 P.; Josef Helfenstein 376 P.; Armin Küttel 347 P. und Roger Meier 373 Punkte. Herzliche Gratulation!

So wie es aussieht, werden wir zur 2. Hauptrunde anzutreten haben, leider immer noch mit einem minimalen Personalbestand. Allen LUPI-Schützen «Guet Schuss»!

Josef Helfenstein

27. Freundschaftsschiessen Stadtpolizei - Artillerieverein

vom Dienstag den 23. Oktober im Schiesskeller der Stadtpolizei




14 Schützinnen und Schützen der Stadtpolizei ( 2006/15) sowie 12 der Pistolensektion des Artillerievereins (2006/12) beteiligten sich an diesem interessanten Schiessen im Schiesskeller der STAPO. Das Schiessprogramm umfasste wie üblich 8 Pflichtresultate auf der F-Scheibe 10er Wertung. 2 einzelne Probeschüsse ohne Zeitlimite sowie 2 Seriefeuer à je 5 Schuss Scheibe 7 Sekunden sichtbar 3 Sekunden weg. Dabei erzielten die Kameraden der Stapo die folgenden Ausgezeichneten Resultate: Poletti Patrik, Maximum 100 Pkt., bravo; Portmann Jan, 95 Pkt.; Casutt Marcel, 93 Pkt.; Gremminger Melanie, 91 Pkt., bravo; Theiler Andre, 90 Pkt.; Britschgi Wenzel, 89 Pkt.; Wobmann Roland, 88 Pkt. sowie Zurfluh Rene, 83 Pkt. Das ergibt einen Durchschnitt von 91.125 Pkt. (2006/ 93.500 Pkt.). Resultate der 8 Pflichtschützen der Artillerieschützen: Käppeli Thomas, 98 Pkt., bravo; Bucher Fredy, 90 Pkt.; Felder Roland, 88 Pkt.; Helfenstein Josef, 87 Pkt.; Jg. Thalmann Peter; 87 Pkt.; Jg. Kost Roman; 80 Pkt.; Jg. Hodel Adrian, 80 Pkt. sowie Albisser Roger, 71 Pkt. Das ergibt einen Durchschnitt von 85.125 Pkt. (2006/91.375 Pkt.) Der Wanderpreis behält demzufolge auch dieses Jahr seinen Standort bei der Stadtpolizei.

Zum anschliessenden Absenden dislozierten wir ususgemäss in unsere Turmstube im Wasserturm, wo wir wie üblich wiederum einige gemütliche Stunden bei Speis und Trank verbringen durften und unsere Schützen des A.V.L. den Ausrutscher 2007 vergessen konnten. Den Schützen der Stadtpolizei herzliche Gratulation zu ihrem Erfolg. Besten Dank auch dem Schützenmeister Poletti Patrik für die Ausgezeichnete Organisation im Schiesstand. Gute Genesung auch dem abwesenden Schützenmeister Camenzind Kari der sich nach dem schweren Unfall mit dem Traktor langsam aber sicher wieder gut erholt. Einen speziellen Dank gebührt auch dem Kommando der STAPO für die Bewilligung dieses Anlasses was nicht selbstverständlich ist. Dank auch unserer Turmmannschaft dem Turmvogt Singer Edy sowie seiner Crew Hildegard Kaufmann und Rolf Bühler. Die Grüsse unseres Vereins überbrachte unser Präsident Grisch Andrea.

Der Schützenmeister der Stadtpolizei Poletti Patrik A.V.L.,
Schützenmeister Albisser Roger,
Schützenmeister Caluori Lorenz

Das 28. Freundschaftsschiessen STAPO - ARTILLERIE findet statt am: Dienstag, 21. Oktober 2008


VSAV-Schiessen 2007
Auch dieses Jahr nahmen am VSAV- Schiessen wieder zahlreiche Schützen teil. Neu wurde diesmal der Schiessbetrag auf Fr. 20.– gesetzt (statt vorher auf Fr. 19.– ). Trotz der Erhöhung des Schiessbetrags, nahmen 24 Schützen an unseren Anlass teil. Danke für die zahlreiche Teilnahme am VSAV!
Ich möchte es nicht versäumen, auch den zahlreichen Helfern und Helferinnen nachträglich zu danken für den grossen Einsatz, den sie geleistet haben. Selbst Petrus war auf unsere Seite und bescherte uns gutes Wetter zum Schiessen.

Die Resultate vom Schiessen:
300m Steffen Renato Kneubühler Hans
Staub Louis
Albisser Roger
Vogel Urs
Schumacher Peter
Eiholzer Robert
Käppli Luzia
Küng Franz
Achermann Adrian
58 P
56 P
54 P
54 P
53 P
52 P
52 P
51 P
48 P
46 P
  Zinniker Roman
Zaugg Hans
Achermann Paul
Hodel Adrian
Sarbach Werner
Barmet Franz
Bernet Oskar
Helfenstein Josef
Henseler Josef
Lussy Josef
58 P
56 P
54 P
54 P
52 P
52 P
52 P
50 P
46 P
45 P
 
25m Bernet Oskar   
Küttel Armin  
Felder Roland   Henseler Josef  
Koch Robert
Caluori Lorenz
Vogel Urs
149 P
146 P
145 P
143 P
140 P
138 P
104 P
  Roman Zinniker
Helfenstein Josef
Käppli Thomas
Sarbach Werner 
Lussy Josef
Albisser Roger
148 P
145 P
144 P
140 P
139 P
130 P
 
Schiesskommission AVL

Adrian Achermann


  Barbaraschiessen 2007

Heuer fand das Barbaraschiessen beim AV Bern am Freitag, dem 7. und am sonnigen Samstag, dem 8. September in der schönen Schiessanlage Riedbach statt. Viele von unseren Schützenkameraden trafen sich am Samstagmorgen und konnten so gemütlich nach dem Schiessen zusammensitzen und schon über die Resultate diskutieren. Einige nutzten die Gelegenheit, am Nachmittag mit der Familie wieder einmal die Altstadt Bern und ihre Umgebung zu besuchen.
Unsere Resultate:

Unser bester 300 m Schütze ist Hans Zaugg mit 56 Punkten und Gesamtrang 11 von 151, herzliche Gratulation! Ebenfalls 56 Punkte erreichten Louis Staub, Josef Helfenstein und der schreibende Marcel Galliker. Die beste Gruppe war Wasserturm mit 270 Punkten. Sie kam damit auf Rang 2 von 26. Die Gruppe Barbara erreichte mit 262 Punkten Rang 12.

Der beste Pistolenschütze 50 m ist Bernet Oskar mit 65 Punkten. Er platzierte sich damit auf Gesamtrang 3 von 24, herzliche Gratulation! Armin Küttel und Adrian Hodel erreichten je 63 Punkte, dicht gefolgt von Josef Helfenstein mit 62 Punkten.
Unsere Gruppe Barbara konnte sich mit 303 Punkten auf den 2.Platz rangieren.

Oskar Bernet erreichte bei der 25 m Distanz als einziger Schütze die maximale Punktezahl von 150! Herzliche Gratulation zu diesem Spitzenresultat!
Josef Helfenstein erreichte mit 146 Punkten den Rang 5, Käppeli Thomas mit 145 Punkten Rang 13. Unsere beste Gruppe erreichte den vordersten Platz! Es war die Gruppe Barbara mit 727 Punkten! I

In der nachfolgenden Tabellen sind alle unsere erzielten Einzel- und Gruppenresultate eingetragen. Die Gesamtrangliste mit sämtlichen Teilnehmer ist im Internet unter http://www.vsav.info/ einsehbar.

Danke an alle Schützen, die teilgenommen haben – und auf ein Neues im nächsten Jahr!

Marcel Galliker
Rangliste 25 m

Name, Vorname


Jahrgang


Gruppe


Punkte


Gesamtrang
Bernet Oskar
Helfenstein Josef
Käppeli Thomas
Henseler Josef
Hodel Adrian
Küttel Armin
Albisser Roger
Koch Robert
Lussy Josef
Galliker Marcel
Felder Roland
Caluori Lorenz
Achermann Adrian
Vogel Urs

Gruppe Barbara
Gruppe Wasserturm
61
38
66
33
84
41
69
40
32
76
73
26
79
53
Barbara
Barbara
Barbara
Barbara
Einzel
Barbara
Wasserturm
Wasserturm
Pilatus
Wasserturm
Pilatus
Wasserturm
Wasserturm
Pilatus
150
146
145
144
144
142
140
137
136
136
135
108
86
78

727
607
1
5
13
16
17
21
26
32
34
36
37
47
51
52

1
6
Rangliste 50 m

Name, Vorname


Jahrgang


Gruppe


Punkte


Gesamtrang
Bernet Oskar
Küttel Armin
Hodel Adrian
Helfenstein Josef
Henseler Josef
Albisser Roger
Galliker Marcel
Felder Roland
Koch Robert

Gruppe Barbara
61
41
84
38
33
69
76
73
40
Barbara
Barbara
Einzel
Barbara
Barbara
Barbara
Wasserturm
Wasserturm
Wasserturm
65
63
63
62
57
56
56
55
38

303
3
6
7
8
12
15
16
19
24

2
Rangliste 300 m

Name, Vorname


Jahrgang


Gruppe


Punkte


Gesamtrang
Zaugg Hans
Staub Louis
Helfenstein Josef
Galliker Marcel
Achermann Paul
Albisser Roger
Hodel Adrian
Henseler Josef
Käppeli Thomas
Käppeli Luzia
Bernet Oskar
Lussy Josef
Vogel Urs

Gruppe Wasserturm
Gruppe Barbara
37
29
38
76
50
69
84
33
66
67
61
32
53
Wasserturm
Wasserturm
Barbara
Barbara
Wasserturm
Wasserturm
Einzel
Barbara
Wasserturm
Barbara
Barbara
Pilatus
Pilatus
56
56
56
56
54
53
52
51
51
51
48
46
45

270
262
11
14
15
16
37
41
67
72
78
80
104
117
123

2
12
 

Sportberichte
 
49. Zentralschweizer Distanzmarsch, Ettiswil

ZDM

Mit dem Zentralschweizer Distanzmarsch anfangs November begann unser neues Verbandsjahr. 12 aktive und allenfalls zukünftige Mitglieder unserer Marschgruppe versammelten sich ausgerüstet mit dem TAZ 90 am 3. November 2007 zum Start in Ettiswil. Drei weitere AVL-Mitglieder absolvierten diesen Distanzmarsch ausserhalb unserer Marschgruppe. Es war die erste Vereinsübung die wertvolle Punkte für unsere Jahresmeisterschaft eintrug. Bei herrlichem Sonnenschein, jedoch kalten Temperaturen führte unsere Streckenwahl vom zentralen Start- und Zielort Ettiswil zum 8 km entfernten Buttisholz. Die zweite Etappe führte uns nach Nottwil. Von dort kehrten wir über einen anderen Weg zurück nach Buttisholz um total weitere 2 x 5 Leistungskilometer gutgeschrieben zu erhalten. Inzwischen ist es bereits dunkle Nacht geworden und der Nebel hängte über das Luzerner Hinterland. Der letzte Stecken-abschnitt führte uns auf dem 8 km langen Weg zurück an den Zielort Ettiswil. Dort durften wir die wohlverdiente Medaille mit dem Kranzaufsatz «Wasserturm» als Gruppenauszeichnung in Empfang nehmen. Gemäss der erstellten Übungskontrolle waren an diesem Tag 15 Marschierer aus der AVL-Familie unterwegs. Allen erfolgreichen Absolventen dieses Marsches ein Bravo und herzliche Gratulation!

Waffenlauf

Nicht vergessen wollen wir die beiden, die sich an den noch verbleibenden November- Waffenläufe beteiligten. Am Samstag, 3. November 2007 vormittags waren es zwei «Luzerner-Artilleristen», die sich an die Langstreckenprüfung im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung von 6,2 kg nach Thun an die 49. Austragung begaben. Übrigens verreisten diese beiden im Anschluss an den Thuner Waffenlauf gleich an den Zentralschweizer Distanzmarsch um mit der Gruppe die geforderten Kilometer zu absolvieren!

Zur 49. Austragung wurde der Thuner Waffenlauf als 1. Schweizermeisterschaft im Halbmarathon-Waffenlauf offiziell ausgelobt. Gemäss Ausschreibung betrug die Strecke 21,2 km. Vom Gefühl und von den Zeiten die gestoppt wurden könnte dies durchaus stimmen. Jedoch gemäss den offiziellen, internationalen Standards eines Halbmarathons, müsste die Strecke 21,093 km messen. Hier in Thun hätten die Organisatoren genügend Spielraum und Platz im Start- und Zielgelände, um eine korrekt vermessene Halbmarathonstrecke anzubieten. Sicher ist, dass die Streckenführung mit der letztjährigen identisch war und dadurch Vergleichsmöglichkeiten zur Form vom Vorjahr ermöglichten. – Dieser Waffenlauf fand zum dritten Mal an einem Samstag statt. Total waren 204 klassierte TeilnehmerInnen auszumachen, 187 Waffenläufer mit der 6,2 kg- und 17 Waffenläuferinnen mit der 5 kg-Packung. Dies ist ein Rückgang zum Vorjahr von 73 WettkämpferInnen.

Erfolgreich haben diesen Waffenlauf beendet, Robert Eiholzer in 1’47’23 (27. von 52 in der Kategorie M 40) und Urs Vogel in 1’49’05 (22. von 61 in der Kategorie M 50).

Vierzehn Tage später, am Sonntag, 18. November 2007 fand der 73. Frauenfelder Militärwettmarsch statt. Dieser Waffenlauf über die Marathonstrecke von 42,2 km und mit 520 m Höhendifferenz vermochte nur einen aus unserem Verein anzusprechen. Eine der wohl härtesten Prüfungen im Langstreckenlauf. Wer ein gutes Resultat oder eine befriedigende Platzierung erreichen will, muss die gesamte Strecke im Laufschritt absolvieren. Dies im Tarnanzug und mit der 6,2 kg-Packung. Der AVL war mit Urs Vogel vertreten, der den Lauf in 3 Std 56’06 beendete und den guten 15. Kategorienrang unter 80 M 50-Absolventen erreichte.

Urs Vogel

Sportliche Aktivitäten in den Herbstmonaten  
33. Hallwilerseelauf vom Samstag, 13. Oktober 2007

Trozdem, dass diese Laufsportveranstaltung nicht zu unserer punkteberechtigten Jahresmeisterschaft gehört, verdienen es unsere fünf Vereinsmitglieder kurz erwähnt zu werden. Der Hallwilerseelauf hat sich an seiner 33. Austragung zu einer der grössten und bedeutendten Laufsportveranstaltung der Schweiz gemacht. Die Organisation nimmt Masse an, die sich mit den ganz grossen Läufen der Schweiz vergleichen lassen und wurde professionell vorgenommen. Bei strahlendem Sonnenschein und sehr kühlen und für uns Läufer fast idealen Temperaturen, verpassten die Veranstalter den Teilnehmerrekord vom Vorjahr nur knapp. 5861 Läuferinnen und Läufer waren angemeldet und 5300 haben den See erfolgreich umrundet. Zweifellos einer der schönsten Läufe und Seeumrundungen.

Vom Artillerieverein Luzern waren vier Läufer über die Halbmarathondistanz von 21,1 km und eine Läuferin über die Kurzstrecke von 6,9 km am Start. Die folgenden Leistungserbringer verdienen einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für das erfolgreiche Bestehen!

Vereinsinterne Rangliste (M 30 644, M 40 885 und M 50 432 klassierte Teilnehmer): 1. (125. M 40) Emmenegger Elmar 1‘30‘52,3; 2. (209. M 40) Eiholzer Robert 1‘34‘23,7; 3. (112. M 50) Vogel Urs 1‘38‘58,6; 4. (304. M 30) Meister Rolf 1‘41‘33,3; 5. (161. Kurzlauf) Distel Hanneke 52‘49,0.

1. Luzern Marathon vom Sonntag, 28. Oktober 2007 br>
Dem Schreibenden ist bekannt, dass sich auch drei «Luzerner Artilleristen» auf die berühmten 42,195 km wagten und damit die Farben des AV Luzerns vertraten. Die 1. Austragung des Luzern Marathons war für die Veranstalter ein grosser Erfolg und Luzern könnte damit zu einem Marathon-Eldorado werden und manch einer anderen Stadt den Rang ablaufen. Auch unsere drei Langstreckenläufer konnten durchwegs auf einen äusserst erfolgreichen Lauf zurückblicken und haben ihre Ziele erreicht. Hier spenden wir einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für diese tollen Leistungen! Hier die Resultatübersicht:

Kategorien: M 30 692 und M 40 854 klassierte Teilnehmer
1.  249. M 40
2.  329. M 40
3.  443. M 30
Emmenegger Elmar
Eiholzer Robert
Meister Rolf
3‘29‘16,8
3‘36‘04,2
3‘54‘23,6
  

Urs Vogel


Wehrsportliche Aktivitäten in den Sommermonaten 
Des Öfteren werden längere Ausdauerprüfungen aus der Perspektive zahlreicher Beobachter als brutal, unmenschlich bis unverhältnismässig angesehen. Doch unsere Generation von Ausdauersportlern liefert den Beweis, dass neben Leistung und Durchhaltevermögen auch Lust und Emotionen dazu gehören. Unsere Ausdauerprüfungen und Langdistanzmärsche bewältigen wir durchaus auch mit einem Lächeln! Das besondere Vergnügen und der überwältigende Durchhaltewille kommen speziell zum Tragen, wenn wir uns für den andern anstrengen, also gemeinsam im Team das Ziel erreichen.

Aktivitäten der Marschgruppe
Noch blieben uns ein paar Wochen zur Vorbereitung auf die grosse Herausforderung, «91. Vierdaagse 2007 in Nijmegen». Dazu brauchten wir noch einige Trainingskilometer.

100 km Biel
Am 15./16. Juni 2007 waren es drei aus unserer Marschgruppe, Hptfw Christen Andreas, Hptfw Plüss Marlen und Sdt Limacher Urs, die uniformiert die 100 km von Biel, die Nacht der Nächte erfolgreich absolvierten; herzliche Gratulation!

Marschtraining Schüpfheim
Das darauffolgende, sonntägliche Marschtraining vom 17. Juni führte uns ins Entlebuch, genauer gesagt nach Schüpfheim zu Hanneke und Josef Distel. Als erfahrener und langjähriger Hollandmarschierer wusste Seppi Distel genau, was für Trainingseinheiten für uns nötig waren. Einmal mehr durften wir neun Marschierer und Marschiererinnen mit einer anspruchsvollen Bergstrecke Bekanntschaft machen. Der anfängliche Anstieg führte uns beim bekannten Wallfahrtsort Heiligkreuz vorbei. Dort legten wir unseren ersten verdienten Halt ein und unterbrachen unser Marschtraining zu einer kurzen, kulturellen Bereicherung. Anschliessend führte uns ein weiterer Anstieg in die Berge, wo wir eine fantastische Aussicht geniessen durften. Das Wetter spielte ja auch voll mit. Die anschliessende Bergab- und Talwanderung führte uns zur bereits traditionellen Einkehr ins Weghus bei Klusstalden. Hanneke und Seppi verwöhnten uns einmal mehr. Den beiden Gastgebern ein herzliches Dankeschön!

32. Internationalen Klettgauer Marschtage
Am Wochenende vom 23./24. Juni 2007 fanden die 32. Internationalen Klettgauer Marschtage statt. Start und Ziel dieses über zwei Mal 40 km führenden Zweitagemarsches ist Waldshut-Tiengen. Genauer umschrieben ist es der Stadtteil Tiengen, der Ausgangspunkt dieser Marschtage ist. Die Marschstrecken führen durch zahlreiche malerische Dörfer am Hochrhein entlang, unter anderen durch die Gemeinde Küssaberg mit der stolzen Burgruine «Küssaburg». Sie zählt zu den historischen Highlights des Hochrheins und verleiht der Gegend einen romantischen Charakterzug. Ein Grossteil der Strecke führt durch üppige Wälder und sowohl auf deutscher, als auch auf schweizerischer Seite dem Rhein entlang. Die Marschgruppe des AV Luzerns war mit 5 stolzen Teilnehmern und Teilnehmerinnen vertreten, die für ihre Leistung einen grossen Applaus und ein Bravo verdienen!

Marschtraining Horw – Kriens
Der erste Sonntag im Juli, es war auch der erste des Monats, liess uns die Marschschuhe in Horw schnüren. Unsere beiden Kameraden Rolf Meister und Antonio Verrillo waren Gastgeber und Trainingsgestalter. Die letzte Gelegenheit, uns vor Holland im Gruppenverband zu üben. Auch hier war die Streckenwahl äusserst anspruchsvoll. Die eine nicht enden wollende Ansteigung führte uns bei herrlichstem Sommerwetter auf die Fräkmüntegg. Anschliessend wanderten wir hinunter ins Eigenthal und zurück an den Ausgangspunkt. Der gemütliche Teil fand bei einem Grillplausch im Garten unserer Gastgeber in Horw statt. Auch hier allen Beteiligten ein Bravo und ein herzliches Dankeschön!

14. Schweizerische Militärstafette vom 11. August 2007
Die Rütihofstafette ist ein äusserst spektakulärer, ausserdienstlicher und militärsportlicher Wettkampf. Wer zu den guten Militärradfahrern und noch besseren Waffenläufern zählen will, startet in Baden-Rütihof. Diese Militärstafette besteht aus einem tarnanzugbekleideten Läufer mit einer Gewehrpackung von 6,2 kg und der absolviert drei Runden zu 5,7 km (= 17,1 km). Er übergibt nach Absolvieren einer Laufrunde an seinen Partner, dem Militärradfahrer, ebenfalls im Tarnanzug 90, jedoch seit wenigen Jahren ohne Waffe und mit dem Ordonnanzrad 05. Dieser legt einmal eine Runde von 22,4 km und das zweite Mal eine von 16,8 km (= 39,2 km) zurück. Vom Artillerieverein Luzern war nur ein Startender auszumachen. Für Urs Vogel ist es Jahr für Jahr Ehrensache die Gewehrpackung zu schultern und zusammen mit einem Kameraden um einen guten Rang zu kämpfen.

Urs Vogel – TL

 

39. General Guisan Marsch Spiez – vom 5./6. Mai 2007
Aufgrund, dass in der letzten Ausgabe für diesen Beitrag zuwenig Platz mehr war, berichten wir dieses Mal über den 39. General Guisan Marsch in Spiez. Unseres Wissens war es die erste Teilnahme einer Marschgruppe des AV Luzerns an diesem Marsch. Vom Namen her müsste es einer der ganz grossen und denkwürdigen Marschveranstaltung sein. Jedoch wurde dieser Marsch ins Leben gerufen, als der Namensgeber bereits von der Bühne abgetreten war und unseres Wissens nie Pate stehen konnte, die strammen Marschierer in der jeweiligen Ordonnanzbekleidungen zu begrüssen.
Wir «Luzerner Artilleristen» mussten uns dieses Jahr für die Teilnahme in Spiez entscheiden, da es der vom Schweizerischen Marschbataillon vorgegebene Qualifikationsmarsch für den Vierdaagse in Holland war und dies aufgrund, dass das OK Berner 2-Tagemarsch im letzten Herbst das Ende ankündigte. Schlussendlich fand der Berner, wie wir in der letzten Ausgabe lesen konnten, jedoch dann trotzdem statt.



Nun zum eigentlichen Ereignis. Unsere 3 Kameradinnen und 11 Kameraden, total 14 Uniformierte rückten am Freitag in die Kaserne Thun ein und bezogen dort für zwei Nächte Unterkunft. Ursprünglich ist der General Guisan Marsch ein Eintagesanlass. Um jedoch den Vorgaben des Kdt des Schweizerischen Marschbataillons zu genügen und den sich für Holland zu qualifizierenden Marschgruppen den Trainingseffekt zu gewähren, wurde er auf zwei Tage ausgedehnt. Wir Marschgruppen absolvierten jedoch an beiden Tagen die gleiche Strecke mit denselben steilen, langandauernden Auf- und Abstiegen. Dürfen diese aber rühmen, denn sie führte in einer wunderschönen Umgebung rund um Spiez auf die umliegenden Anhöhen mit Blick auf den Thunersee und wenn das Wetter mitgespielt hätte, ins Berner Alpenpanorama. Dieses Jahr war es ein Wochenende mit bedecktem und verhangenem Himmel mit teilweise ergiebigen Regenfällen. Rückblickend vielleicht die einzige Marschveranstaltung dieses Jahres, die nicht nur fröhlich sondern ausgiebig feucht bis nass über die Bühne ging.

Und so kam es zur viel beachteten Aufnahme mit den vier «Hooters-Schönheiten»!

Der erste Marschtag gab dann auch Appetit auf anderes und wir liessen uns in Thun kulinarisch aufmunitionieren. Auffällig war, dass sich unsere Mädels vom kräftezehrenden ersten Marschtag und der anschliessenden üppigen Verpflegung, bald müde ins Bett fallen liessen, während die Jungs das Nachtleben von Thun entdecken wollten. Gegenüber der Kaserne hat ein einfallsreicher Gastronom eine Marktnische gefunden und eine Gaststätte und Bierausschänke der modernen Art eingerichtet, die ganz auf das junge, männliche und uniformierte Publikum zugeschnitten ist. Daher war es für uns fleissige und gut trainierte Marschierer selbstverständlich, dass wir den Schlummerbecher dort verköstigten. Geschätzte Leserin, werter Leser, Sie können sich denken, wie die Wirtsleute voll des Lobes waren, als wir die Gaststätte mit unserem Besuch beehrten. Auf die Frage der Frau Wirtin, warum uns denn einer uniformiert begleite, antworteten wir, wir würden unseren Kameraden an seinem Dienstwochenende in Thun besuchen. Die Frau Wirtin war voll des Lobes ob dieser Kameradschaft! Mit dem Ausruf «Freude herrscht» rief sie den Wirt herbei, der uns wiederum mit seinen vier Töchtern bekannt machte. Als wir ihnen erzählten, dass wir eines der Aushängeschilder des Schweizerischen Marschbataillons wären und dieses Jahr zum 47. Mal an den Vierdaagse nach Nijmegen reisen würden, frohlockten die Wirtsleute und der Wirt rief seinen vier Mädels zu, stürzt euch in die orangen kurzen Höschen, die Farbe der Holländer, gemeinsam werden wir mit diesen tüchtigen Vierdaagsemarschierern einen Fotoauftitt machen!



Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden und Kameradinnen den diesjährigen 39. General Guisan Marsch:

Die 13 Marschierenden:
Hptfw
Oberstlt
Sdt
Hptfw
Oblt
Sdt
Wm
Christen Andreas
Gwerder Edgar
Limacher Urs
Plüss Marlen
Schwarz Andrea
von Gunten Andreas
Zwahlen Benjamin
  Sdt
Lt
Fw
Sdt
Four
Wm
Eiholzer Robert
Hochstrasser Tirza
Meister Rolf
Schneider Dominik
Vogel Urs
Winter Daniel
Unser Betreuer:
Sdt Verrillo Antonio      


48. Berner 2 Tagemarsch Bern-Belp
vom 28./29. April 2007
Im vergangenen Herbst hatten wir über die Medien erfahren, dass der Schweizerische Zweitagemarsch mit der 47. Austragung im Jahre 2006 der Letzte gewesen sei. Diese Pressemeldung hatte unter zahlreichen Marschgruppen und treuen Marschierern fast einen Aufstand verursacht. Kurz vor Weihnachten hatte sich dann unter der Führung von Ruedi Lehmann (SVMLT) ein Organisationskomitee gefunden, die Ende April 2007 eine 48. Austragung durchführen wollten. Und genau zu dieser 48. Austragung kam es in diesem Jahr. Nur hiess der Marsch jetzt 48. Berner 2 Tagemarsch Bern-Belp und nicht mehr Schweizerischer Zweitagemarsch. Teilnahmeberechtigt waren dieses Jahr nur uniformierte Marschgruppen, also keine Zivilisten und Einzelmarschierer. So meldete sich auch eine Gruppe des AV Luzerns und rückte nach Bern ein. Änderungen bringen vielfach auch Vorteile und Neuerungen mit sich. Mit dem neuen Organisationskomitee kamen wir auch zu vorzüglichen und komfortablen Unterkünften, wie wir sie in Bern in all den Jahren nicht erleben durften. Unser diesjähriges Quartier war die umgebaute und in Bezug auf Komfort aufgerüstete Kaserne Bern. Die anspruchsvollen Strecken der beiden Marschtage wurden mit geringen Änderungen vom bisherigen Marsch übernommen. Und so kam es dass unsere Marschgruppe vom Artillerieverein Luzern äussert erfolgreich diese Neuauflage des Berner Zweitagemarsches absolvierte. Allen unseren Kameraden und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und ein Dankeschön. Wir sind ein starkes und schlagkräftiges Team! – Bravo!

Berner 2 Tagemarsch

3 US-Amerikaner

Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden den diesjährigen Zwei-Tage-Marsch:

Die 11 Marschierenden
Oberst
Motf
Oberstlt
Four
Sdt
Fw
Oberstlt
Hptfw
Hptfw
Sdt
Lt
Edi Singer
Josef Distel
Kurt Bösch
Urs Vogel
Urs Limacher
Rolf Meister
Edgar Gwerder
Andreas Christen
Marlen Plüss
Dominik Schneider
Tirza Hochstrasser
37. Teilnahme
33. Teilnahme
29. Teilnahme
14. Teilnahme
8. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
Unser Betreuer:
Sdt Antonio Verrillo 8. Teilnahme (5 x Marschierer / 3 x Betreuer)
Mitglieder des AVL, die ausserhalb der Marschgruppe den Zweitagemarsch ebenfalls erfolgreich absolvierten:
Oberst Hansruedi Weber mit der 44. Teilnahme.



Vereinsreise ins Burgund
07. – 10.Juni 2007
Die Vereinsreise führte uns in diesem Jahr ins Burgund, auf die Spuren der Kelter und Römer. Die Vorbereitungen waren mit viel Arbeit verbunden, wurden aber auch mit Freude geplant, organisiert und begleitet von Hans und Elisabeth Thomann und Charles Gallo.
Frühmorgens um sechs, pünktlich und gutgelaunt, brachte uns Pius Lötscher wie jedes Jahr sicher und souverän mit seinem Car auf den richtigen Weg, währenddessen Charles Gallo unsere kleine Reisegruppe nach der ersten Kaffeepause mit interessanten Geschichten und Informationen wach hielt oder später mit seiner netten Stimme ins Land der Träume schickte. Insbesondere aber seine Lateinkenntnisse erhielten einen verdienten Applaus. Diejenigen, die vor der Reise wenig Wissen über Vercingétorix, Gaius Julius Cäsar und die römischen Legionen verfügten, konnten dies mit der erhaltenen ausführlichen Dokumentation von Hans Thomann nachholen und Charles Gallo`s Vorlesungen lauschen. So war man bei der Ankunft in Glux-en- Glenne bereits bestens geistig ausgerüstet.
Mit etwas Verspätung kamen wir alle schon hungrig zum Mittagessen an im „Centre de recherches archéologiques“ und mit grosser Überraschung stellten wir fest, dass wir die Verspätung mit diesem schnellen 30-Minuten-4-Gang-Menue fast wieder aufholen konnten. Gleichzeitig Vorspeise, Hauptgang, Käse und Dessert mit Getränk holte sich jeder selbst auf sein Tablett.
Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das 2km entfernte Bibracte – Museum. Pius Lötscher brachte uns alle mit einer holländischen Museumsführerin im Car auf dem schmalen Weg zum Aussichtspunkt auf den Gipfel des  „Mont Beuvray“.

Die Sicht war nicht klar, das Wetter schlug dann schnell um, gerade als wir die Ausgrabungsstätte besichtigen wollten. Donnergrollen begleitete die Worte unserer Führerin. Bibracte, eine gewaltige gallische Stadt, von einem Wall umschlossen und die Hauptstadt der grössten Stämme im damaligen Gallien, der Häduer. Im Jahre 52v. Chr. wurde hier Vercingétorix zum Anführer der gallischen Stämme gewählt, die sich zur Verteidigung gegen die Römer zusammenschlossen. Die 135 Hektar grosse Siedlung war nicht nur eine der Hauptproduktionsstätten für zahlreiche Handwerkserzeugnisse, sondern auch ein bedeutender Umschlagplatz für Handelswaren verschiedener Herkunft. Einige Jahrzehnte nach dem Sieg Cäsar`s über die Gallier verlor Bibracte seine Bedeutung, die Bevölkerung siedelte sich im Tal an, insbesondere im heutigen Autun, ca. 25km vom Mont Beuvray entfernt. Während wir den Worten unserer deutschsprechenden Holländerin folgten, donnerte es wieder und Sekunden später folgte ein Platzregen. Wir suchten uns ein Dach und warteten. Nach einem weiteren Versuch, die Führung einigermassen trocken fortzufahren, kam der Regen wieder stärker und wir beschlossen, unseren Chauffeur um Hilfe zu rufen. So lief unser Ex-Präsident Markus Kaufmann los....
Durch die Nässe und die Wärme versank die Umgebung in einem Nebel, der den Wald in einer besonderen Stimmung erscheinen liess und wir liessen sie auf uns einwirken. Froh, wieder im Trockenen zu sitzen, fuhr uns Pius zurück zum Museum, wo wir dann in den Genuss von keltischem Wein kamen. Die für uns ungewohnte Geschmacksrichtung begeisterte nicht alle, aber die Degustation erfreute sie doch.

Weisswein mit Bockshornklee
Rotwein mit Estragon
Rotwein zusätzlich mit Honig
weitere Bilder zum Vergrössern anklicken
 Bibracte  Bibracte  Bibracte  Bibracte  Bibracte  Bibracte
Auf der Fahrt nach Saulieu und zu unserem Hotel „La Tour d`Auxois“ haben sich die meisten ausgeruht und die Landschaft genossen. Diese versetzte uns in eine andere Zeit, über Hügel führte die Strasse (heute geteert) kilometerweit geradeaus, auf und ab. Links und rechts säumten Bäume, Wälder Sträucher und Wiesen die Welt, soweit das Auge reichte. Nebst ganz wenigen Schafen, waren nur Charolais – Kühe zu sehen (weisse Tiere, eine französische Rinderrasse, ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert. Sie wird zur Fleischproduktion und insbesondere zur Kreuzung mit anderen Rassen eingesetzt), in vielen Herden und übers ganze Land verteilt.

 
Nach dem Bezug des Hotelzimmers und einer kurzen Siesta verliessen wir abends unser Hotel, um gegenüber das Hotel „Le Relais Bernard Loiseau“ zu betreten und uns dort kulinarisch verwöhnen zu lassen. Abgesehen davon, dass Hans und Elisabeth Thomann mit Charles Gallo uns in jedem Jahr nur das Beste zukommen lassen, möchte ich hier einmal eines dieser besonderen  Menus benennen

DINER DU JEUDI 7 JUIN 2007
  
BALLOTTINE DE TRUITE DE MER
AUX GIROLLES ET CRESSON SAUVAGE
 
FILET DE CANARD DE CHALLANS À LA PEAU CARAMÉLISÉE,
ÉTUVÉE DE PETITS POIS ET JEUNES CAROTTES
 
CROQUANT DE CHOCOLAT TAÏ NORI, GANACHE DE FRUITS DE LA PASSION
CARAMEL MOU AUX FRUITS SECS ET À LA SAUGE
 
CHABLIS « VIGNE DE LA RAINE » 2005
DOMAINE DE L`EGLANTIÈRE
 
CHOREY-LES-BEAUNE 2005
DOMAINE MARÉCHAL-CAILLOT
Die einen fanden dann bald mal in ihr Zimmer, die anderen gönnten sich einen Schlummertrunk. ...

Freitagmorgen, nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir los nach Alésia, um die dortige Ausgrabungsstätte zu besichtigen und mehr über die Geschichte von Vercingétorix zu erfahren. Auch heute begleitete uns der Regen, was aber die meisten unserer Reiseteilnehmer nicht abschrecken konnte, die Ausgrabungen zu besichtigen und der ausführlich erzählenden Führerin zu folgen. Alésia war die Hauptstadt der Mandubier, eines mit den mächtigen Häduern in Verbindung stehenden gallischen Volksstammes, und nach der Eroberung durch Julius Cäsar eine römische Stadt Oppidum in Gallien. Um 52 v. Chr. war Alésia Schauplatz der Entscheidungsschlacht zwischen den Römern unter Julius Caesar und den Galliern unter Vercingétorix. Die Eroberung bestimmte das Schicksal dieses Landes. In der Schlacht um Alésia gewannen die Römer im Gallischen Krieg die Oberherrschaft über Gallien. Die Schlacht wird detailliert von Caesar in seinem De Bello Gallico (7. Buch, 68–89) beschrieben.



Schon 58 v. Chr. fielen die Römer unter Julius Cäsar in das südliche Siedlungsgebiet der Gallier ein. Erst aber im Jahre 52 v. Chr. stiessen Cäsar und seine Truppen auf ernsthaften Widerstand  der sich vereinigten Galliern unter Vercingétorix.
Nach vielen Kämpfen und grossen Verlusten auf beiden Seiten verfolgte Cäsar den fliehenden Vercingétorix und schloss ihn durch umfangreiche Belagerungswerke ein. Sechs Jahre später, als Cäsar wieder nach Rom kam, um seine Siege in Gallien, Ägypten, Kleinasien und Afrika in einem Triumphzug zu feiern, wurde Vercingétorix, der bisher im Gefängnis sass, in Ketten durch Rom mitgezogen und anschliessend auf Befehl Cäsars im Tullianum hingerichtet. Der gallische Widerstand unter Vercingétorix, der in der Niederlage bei Alésia endete, wurde vor allem im 19. Jahrhundert ein nationaler Mythos in Frankreich.  So sind in Alésia heute die Reste von Bauten der galloromanischen Stadt noch zu finden, Ruinen und Fundamente von Wohnungen, Theater, einem offenen Tempel und die Basilika der heiligen Königin, die im 3.Jahrhundert in Alésia den Märtyrertod fand. 
Das Mittagessen konnten wir in Monbard im Hotel de l` Ecu geniessen, speziell war das „verlorene Ei“ als Vorspeise. Das Ambiente und das Essen erfüllte unsere kulinarischen Erwartungen und wir setzten unsere Reise in die Vergangenheit gut gesättigt fort.
Den Nachmittag verbrachten wir, in der Abtei von Fontenay, die im Jahr 1118 gegründet wurde vom Heiligen Bernhard von Clairvaux. Es ist eine der ältesten Zisterzienserabteien, die direkt aus Citeaux, dem Mutterkloster des Zisterzienserordens, das im Jahr 1098 gegründet wurde, hervorgegangen ist. Die Abtei zählte im 12. Jh., der grossen Zeit des Wohlstandes, mehr als 200 Mönche. Sie waren wirtschaftlich unabhängig, Ackerbau und Viehzucht gab es genügend, denn das Kloster war gross. Eine eigene Bäckerei, eine  Schmiede, ein Gefängnis, ein Krankentrakt und mehr, ermöglichte diese Eigenständigkeit. Der einzig „lebende Zeuge“ von damals, der heute noch im Kloster steht, ist ein Baum aus dem 17. Jahrhundert.



 Fontenay  Fontenay  Fontenay  Fontenay  Fontenay  Fontenay
Die Kirche beeindruckte mit ihrer schlichten, einfachen aber grosszügigen Art, die Schmiede mit ihrer Grösse von 53m Länge x 13,5m Breite . Damals zählte die Arbeit ebensoviel wie die Kirche. Seit 1906 ist die Abtei von Fontenay im Besitz der Familie Aynard und 1981 ist sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.
Eine kurze Fahrt brachte uns danach ins Musée du Chatillonnais, Chatillon-sur-Seine. Hier findet man die Ausgrabungsschätze - „ den Schatz von Vix“ genannt. Seit 1929 fanden sich, zunächst als Zufallsfunde eines dort ansässigen Botanikers, zunehmend auch auf gezielte Suche hin, am Mont Lassois viele tausend Keramikscherben, Fibeln, Schmuck und andere Bronze- und Eisenobjekte. Im Januar 1953 entdeckte ein Grabungsteam unter der Leitung von René Joffroy dann ein großes Objekt, das sich später als der spektakuläre Fund des Kraters von Vix herausstellte.
Dieses schönste Stück in Form einer Vase griechischer Herkunft ist - kaum zu glauben aber zu staunen: 164 cm hoch, 208 kg schwer, mit einem Fassungsvermögen von 1100 Litern! Der aus Bronzeblech bestehende „Krater“ ist einzigartig und das sollte jeder selbst gesehen haben. Die Verzierungen zeigen Krieger und Pferde, unglaubliche Details wurden geschaffen.

Schatz von Vix  Schatz von Vix

Einen Monat später, im Februar, wurde das Grab einer Frau, bedeckt mit Schmuck, entdeckt, die später als Fürstin von Vix in die archäologische Nomenklatur einging. Die Grablegung fand wohl etwa zwischen 500 und 450 v. Chr. statt. Der tatsächliche Status der gefundenen weiblichen Leiche ist bisher ungeklärt. Deshalb gibt es neben der Titulierung als Fürstin auch die Bezeichnungen Priesterin von Vix, Prinzessin von Vix oder Dame von Vix unzweifelhaft ist jedoch wegen der reichen Grabbeigaben ihr herausgehobener Stand. Sie scheint bei ihrem Tod etwa 30 bis 35 Jahre alt gewesen zu sein. Die Fürstin ruhte in einem frei stehenden Wagenkasten, von dem die Räder abmontiert waren, und war überreich mit Schmuck ausgestattet. Nur die metallischen Teile des Wagens und der Räder bleiben erhalten. Auffälligster Schmuck ist ein Torques (offener Halsreif) von 480 Gramm aus reinem, 24-karätigem Gold. Daneben fand sich ein zweiter Torques aus Bronze, 6 Fibeln, 6 Armreifen aus lokal vorkommendem Schiefer, sowie ein Armreif aus Bernsteinperlen.
Und mit all den eindrücklichen Bildern dieses Tages kehrten wir zurück nach Saulieu ins Hotel, zur Entspannung und späterem Nachtessen. Wie schon bald zur Gewohnheit geworden, wurden wir im Speisesaal unseres Hotels mit feinen Köstlichkeiten verwöhnt und stiessen mit Charles Gallo auf seinem Geburtstag an.
Den dritten Tag unserer Reise verbrachten wir nach einem frühen Frühstück und einer  ca. zweistündigen Carfahrt in Vézelay. Von Weitem konnte man die Kirche erblicken, als wäre sie der Mittelpunkt der Erde, mit seinem Städtchen am Hang, eingebettet in eine noch gut erhaltene Stadtmauer. Um auch die Freude der Menschen von damals nachempfinden zu können, endlich angekommen zu sein nach langer, einsamer Reise, stiegen wir alle zu Fuss den steilen Weg zur Kirche Ste-Madeleine hinauf.

Vézelay

Aus der Nähe betrachtet, kann man ihre Fassade und ihre Gemäuer aus dem 9. Jahrhundert betrachten, die zum Teil mehrmals während Kriegen und auch durch einen Brand am 22.07.1120 beträchtlich verwüstet und zerstört, dann wiederhergestellt und auch vergrössert wurde. Im 19. Jahrhundert fielen die Restauratoren über die Kirche her und erweiterten die glanzvolle Geschichte dieses mystischen Ortes. Vézelay zeigte sich im 11.Jh. in höchstem Ruhm und wurde einer der grossen Pilgerorte seines Zeitalters. Papst Johannes VIII weihte die Kirche 878, sie wurde berühmt durch die hl. Maria Magdalena,  den Dichter Prosper Mérimé, den hl. Bernhard, Ludwig VII, König von Frankreich, König Philipp August von Frankreich, Richard Löwenherz, König von England und den hl. Franz von Assisi, um nur einige zu nennen.
Nach dieser Besichtigung erkundeten alle das Städtchen frei, einige suchten ein schattiges Plätzchen fürs Mittagessen, flanierten in den Gässchen zwischen den alten eindrücklichen Häusern. Auch ein Spaziergang rund um die Stadtmauern lohnte sich und liess erkennen, warum in Vézelay so viel Honig verkauft wurde: in den Linden summten die Bienen zu Tausenden und die Blüten verströmten ihren Duft....
Einen Kaffe vor der Abfahrt, ein kühles Bier tat gut, war aber in den meisten Restaurants und Gartenwirtschaften nur bis drei Uhr zu erhalten, danach war Siesta angesagt und in ézelay wurde es still. So holte uns unser Chauffeur wieder ab und fuhr uns zurück nach Saulieu, wo alle ihren freien Abend nach eigenen Wünschen gestalten konnten.
Nach der Besichtigung der Kirche von Saulieu, begleitet durch die Musik der neuen Orgel, die eingestimmt werden musste, zogen sich fast alle für eine Weile in ihre Hotelzimmer zurück, danach wurde kurzfristig ein Essen in der Guingette „La Serrée“ organisiert für alle, die erreicht werden konnten.Nach einer kurzen Fahrt mit Pius Lötscher, der wie immer auch spontan für uns da war, kamen wir in diesem gemütlichen „Fischzuchtbeizli“ an und haben auf der „Seeterrasse“ unser Abendessen genossen. Es war leicht kühl, aber eine stimmungsvolle Nacht ohne Regen.
Zufrieden und bester Laune kehrten wir für die letzte Nacht nach Saulieu zurück.
Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück und dem Kofferpacken traten wir die Heimreise an, natürlich wie immer mit kulturellem und kulinarischem Hintergrund. Der Besuch von Autun stand uns bevor, die Besichtigung der Kathedrale St-Lazare und das Mittagessen in „Les Ursulines“. Diese Stadt mit heute knapp 17000 Einwohnern spielte eine wichtige Rolle im Burgund, war davor lange Zeit eine Keimzelle des Widerstandes und in der frühen Herzogszeit Schaltzentrale der Macht. Sie verlor ihr politisches Gewicht, als die Herzogsgeschlechter auf Beaune und Dijon setzten, sie blieb jedoch immer ein wichtiger Teil ihrer Geschichte.

Autun

Im 12. Jh. wurde die Kathedrale errichtet und steht als Sinnbild der Burgunder Vergangenheit.
Eindrücklich ist der „Tympanon“ (in der Architektur bezeichnet das Tympanon das oft reliefartig geschmückte Giebelfeld) über dem Eingangsportal: Szenen von Kindern, dies ich an einen Engel hängen , einem Verdammten, von höllischen Händen umklammert, Petrus und die Apostel, den Jahreszeiten, den Monaten und den Sternzeichen u.a.
Nach den Erläuterungen von Charles Gallo nahmen einige an der Messe teil, die anderen Reiseteilnehmer machten einen Spaziergang oder nahmen in einer Gartenwirtschaft Platz bis wir gemeinsam in der Ursuline zum Mittagessen erwartet wurden. Auch die letzte gemeinsame Mahlzeit dieser Reise war vorzüglich.
Gerade als wir uns wieder auf den Weg zu unserem Car antreten wollten, begann es erneut zu regnen und wir alle beeilten uns, die Sitzplätze einzunehmen. Und so begann unsere spektakuläre Heimreise. Abwechselnd vom Sonnenschein in stürmische Gewitterzonen , , durch Regen und Hagel, brachte uns Pius Lötscher sicher und wohlbehalten von einer wunderschönen Reise zurück nach Hause.
 
 Text Agnes Messmer
 Bilder Agnes Messmer und Peter Imgrüt


Hochdorf Die 300 m – Schützen zu Gast beim
Wehrverein Hochdorf
Am 31. März 2007 fand im Schiessstand Kannenbühl in Hochdorf zum 25. Mal das Freundschaftsschiessen AVL gegen den Wehrverein Hochdorf statt. Dabei traten 11 Artilleristen gegen 17 Schützen|innen vom Wehrverein Hochdorf an. Die Überraschung blieb dieses Jahr aus. Der von Karl Meier sel. gestiftete Pokal bleibt für ein Jahr wieder im Seetal.

Der Wehrverein Hochdorf siegte mit einem Sektionsdurchschnitt von 89.157 Punkten vor dem Artillerieverein Luzern mit einem Sektionsdurchschnitt von 85.513 Punkten. Tagessieger wurde Otto Elmiger, Hochdorf, mit 93 Punkten.
Einzelresultate AVL: Einzelresultate WV Hochdorf:
88 P.
87 P.
86 P.
86 P.
84 P.
84 P.
83 P.
82 P.
76 P.
72 P.
57 P.



Alex Guidali
Josef Helfenstein
Hans Kneubühler
Franz Küng
Josef Henseler
Werner Sarbach
Josef Lussy
Adolf Achermann
Roger Albisser
Adrian Achermann
Rolf Lötscher



93 P.
93 P.
91 P.
89 P.
89 P.
89 P.
88 P.
88 P.
87 P.
86 P.
85 P.
84 P.
83 P.
81 P.
80 P.
75 P.
75 P.
Otto Elmiger
Franz Achermann
Hansjörg Dubach
Josef Egli
Kaspar Brunner
Paul Achermann
René Köpfli
Anton Bieri
Xaver Elmiger
Ruedi Imfeld
Niklaus Klingler
Urs Dambach
Carmen Jurt
Ruth Dambach
Anton Emmenegger
Andrea Stadelmann
Hans Dambach
Der Berichterstatter:
Adolf Achermann


Sport-Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2007

Die Marschgruppe



Marschtraining

Marschgruppe


Am Samstag, 31. März war das Marschtraining in Sichtweite des Sempachersees angesagt. 10 Marschgruppenmitglieder folgten dem Aufgebot und erschienen am Ausgangspunkt in Hildisrieden. Der Organisator dieses Anlasses war unser Ehrenmitglied Edwin Singer, der uns eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke vorgab. Hoch über dem Sempachersee wanderten wir am Landessender vorbei nach Beromünster, wo wir einen kurzen Halt zur Besichtigung einer Sehenswürdigkeit der örtlichen Domherren einlegten. Danach führte uns der Trainingsanlass am bekannten Golfplatz vorbei zurück nach Hildisrieden. Auch hier kam der eine oder andere mit müden Muskeln zum anschliessenden Gang ans Käsebuffet und zum Glase Rotwein bei Esther und Edi. Für eure kulinarische Ehrenrunde danken wir euch beiden recht herzlich.

Marschgruppe


39. Marsch um den Zugersee vom Samstag, 21. April 2007

MuZ

4 weibliche und 11 männliche, total 15 uniformierte Marschierer starteten zur 39. Austragung des Marschs um den Zugersee. Der MuZ war für einige TeilnehmerInnen bereits die zweite uniformierte Frühjahresprüfung und für einige bereits der erste Härtetest. Die erhebliche Höhendifferenz bedingt durch sehr steile Anstiege war noch nicht für alle gewohnt und der oder die eine oder andere unserer Gruppe machte die erste Bekanntschaft mit den eigenen Grenzen. Diese Entdeckungen werden dazu führen, dass wir die Trainings etwas intensivieren und werden verlängern müssen. Allen hat es jedoch trotzdem zur verdienten Auszeichnung gereicht und daher erhalten alle erfolgreichen Absolventen des diesjährigen MuZ ein grosses Bravo und herzliche Gratulation!

50 km-Lauf Emmental vom Sonntag, 13. Mai 2007
Bis vor einem Jahr war dieser Marsch eine offizielle Veranstaltung im Schweizerischen Lauf- und Marschkalender. Nachdem nun die Organisatoren ebenfalls das Handtuch geworfen hatten und diesen 50 Km-Lauf und Marsch nicht mehr durchführen, haben wir uns entschieden, diesen dieses Jahr trainingshalber zu absolvieren. Am Sonntag 13. Mai brachen vier AV Luzern-Marschierer um 07’00 Uhr in Hindelbank auf und absolvierten erfolgreich die äusserst anspruchsvollen 50 km und rund 1000 Höhenmeter, was rund 60 Leistungskilometer ergibt. Nach einer effektiven Marschzeit von 8 ¾ Stunden waren wir abgekämpft zurück am Ausgangsort Hindelbank bei Burgdorf. Zum Unterschied zum Vorjahr war kein Publikum am Ziel und es gab auch keine Auszeichnung. Herzliche Gratulation den vier Marschierern, Tirza Hochstrasser, Edwin Singer, Andreas von Gunten und Urs Vogel.  

22. Nidwaldner Sternmarsch Stans-Oberdorf vom Samstag, 2. Juni 2007
Wie im Vorjahr waren wir auch dieses Jahr 12 Marschierende, die den Artillerieverein Luzern ehrenvoll vertraten. Jedes Gruppenmitglied absolvierte 27 Leistungskilometer. Dieses Jahr wurde unsere Gruppe mit den zweitmeisten Teilnehmern in der Vereinsrangliste auf den 2. Platz gesetzt. In der Gruppenwertung nach Anzahl Kilometern erreichten wir den beachtlichen 4. Rang. In den Einzelwertungen kamen Mitglieder des Artillerievereins Luzern auf hervor-ragende Spitzenplätze, Hanneke Distel wurde mit 48 Kilometern 2. und Josef Distel mit 27 Kilometern in seiner Kategorie 7.

Mehrkämpfe

Regionale Artillerie Sporttage in Geiss bei Menznau – vom 8./9. Juni 2007  
Ende gut alles gut oder den Tüchtigen steht schlussendlich das schöne Wetter trotzdem noch zur Seite. Aus der Sicht eines Teilnehmers hatte schlussendlich alles zum Besten geklappt und die Wettkampftage endeten mit Erfolg. Wer am darauf folgenden Montag die Zeitungen gelesen hatte, fand in etwa die folgenden Schlagzeilen: „Tote und grosse Verwüstungen bei lokalen Gewittern!“ – Bei den folgenschwersten Gewittern seit August 2005 sind am Freitagabend im Emmental drei Menschen umgekommen. In den auf wenige Quadratkilometer begrenzten Gewittern nördlich des Napfgebietes wurden Häuser in die Fluten gerissen. Die Gewitter richteten auch im Luzerner Hinterland Millionenschäden an. In Menznau wurde ein Dorfteil überflutet und es gab Überschwemmungen und Unterspülungen der Bahngeleise. Aller schlechten Dinge sind deren drei! Diese Aussage hatte leider auch die organisierende Sektion der diesjährigen Regionalen Artilleriewettkämpfe, der AV Rottal erfahren müssen. Neben dem Wetterpech vom Freitag auf den Samstag, waren bedauerlicherweise der OK-Präsident drei Wochen vor den Wettkampftagen tragisch verunglückt und ein weiteres tragendes Mitglied kurz vor den Wettkampftagen schwer erkrankt. Und nun zu den eigentlichen Wettkämpfen. Einmal Mehr fanden nur zwei aus der AV Luzern-Familie den Weg nach Geiss bei Menznau. Diese beiden, Robert Eiholzer und Urs Vogel absolvierten dann sowohl den Zwei- als auch den Mehrkampf und kamen auf beachtliche Resultate. Im Zweikampf (300 m Schiessen und HG-Werfen) erreichte Robert Eiholzer mit 108 Punkten den 16. und Urs Vogel mit 87 Punkten den 76. Rang unter 102 klassierten Zweikämpfern. Im Mehrkampf belegten die beiden „Stadt-Luzerner“ unter 51 TeilnehmerInnen, Urs mit 114 Punkten den 29. und Robert mit 110 Punkten den 34. Rang. Den beiden Wettkämpfern herzliche Gratulation!  

Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön, einen grossen Applaus und weiterhin eine erfolgreiche Saison. Der Höhepunkt steht uns ja erst bevor!

Urs Vogel - TL

Start in die Saison 2007
 
Marschtraining im Raum Sursee

Der erste März-Samstag hat sich in den vergangenen Jahren zur Eröffnung der Marschsaison herauskristallisiert. Am Samstag, 3. März trafen sich 10 Marschgruppenmitglieder und eine neu brevetierte Frau Leutnant zum ersten Marschtraining in Sursee-Mariazell. Unser Mitglied Kurt Bösch organisierte dieses erste Training über Tann, Geuensee, Büron, die Schaubern zurück nach Mariazell, wobei wir nicht überall den direkten Weg nahmen, sondern Kurt wählte den Weg so, dass wir die nötigen Trainingskilometer, am Schluss deren 21 zurückgelegt hatten. Im Anschluss an das Training war Einkehr bei unserem Marschkameraden und seiner Elisabeth in ihrem Zuhause unweit des Sempachersees. Hier wurden wir ein Mal mehr zum Besten aus Küche und Keller verwöhnt. Elisabeth und Kurt recht herzlichen Dank, gerne wiederholen wir diese Übung!

44. Sternmarsch SMSV nach Aarburg vom 17. März 2007

Das dritte Mal, dass eine uniformierte Marschgruppe des AV Luzerns an diesem Sternmarsch im Raum Aarburg teilnahm. Auch dieses Jahr herrschte herrlicher Sonnenschein. Die diesjährige Streckenwahl führte uns vom Startort Aarburg nach Olten. Nach dem Kontrollposten führte uns der Gruppenführer ins solothurnische Kappel. Nach dem Abstempeln unserer Kontrollkarten, marschierten wir weiter um den Hügelzug «Born» der Aare entlang zurück nach Aarburg. Dort angekommen hatten wir bereits 20 Kilometer hinter uns. Um das Ziel von mindestens 30 Leistungskilometer absolviert zu haben, wählten wir den Weg, der Wigger entlang nach Zofingen, an den Kontrollposten beim Bahnhof. Nach dem Kontrollstempel führte uns der gleiche Weg zurück nach Aarburg.



Da dieser Marsch vom Schweizerischen Militär-Sanitäts-Verband durchgeführt wird, ist es hier Tradition, dass danach noch ein Ersthilfe-Test absolviert werden muss. Für alle fünf richtigen Fragen, erhält der Teilnehmer zusätzliche 25 Punkte. Somit kamen die Mehrheit unserer Gruppe auf ein Total von 57 Punkten, (Marsch 30 / Gepäck 2 / Test 25). Unser ältestes Gruppenmitglied Josef Distel (Jg. 41) erhielt einen AHV-Zuschlag und kam somit auf eine Totalpunktezahl von über 70 Punkten, das zur Spezialauszeichnung, Medaille mit Lorbeerblatt, berechtigte. Allen erfolgreichen Absolventen herzliche Gratulation.



Urs Vogel


Steinhof-Cup Luzern
Rang 1 bis 3 für Artillerieverein Luzern

Das «Guet Schuss» im letzten «Artillerist» wurde hoch oben erhört. Unsere Druckluftschützen Oskar Bernet, Fredy Bucher und Armin Küttel schafften mit Bravour die 3Cup-Runde. Am 31. Januar durften die drei Schützen vom AVL, plus Nik Heggendorn von der Schützengesellschaft Kriens, in der LUPI-Halle auf der Allmend zum Cup- Final antreten. Mehrere interessier-te Zuschauer verfolgten die Pistolenwettkämpfe. Heinz Rodel vom Druckluftschützenvorstand war ein umsichtiger Leiter und hatte die Sache im Griff. Keiner der vier Finalschützen wurde von weniger guten Schüssen
verschont. Alle hatten mit den Nerven zu kämpfen. Nach gut einer Stunde war der Wettkampf vorbei und bald nachher folgte die Rangverkündigung.



                 Fredy Bucher                         Oskar Bernet                   Armin Küttel                    Nik Heggendorn

Steinhof-Cup Sieger 2007 und Wanderpreisgewinner wurde Armin Küttel mit 364 Punkten. Im 2. Rang mit 363 Punkten wurde Oskar Bernet und im 3. Rang mit 362 Punkten Fredy Bucher ausgerufen. Also eine haarscharfe Entscheidung, aber korrekt und elektronisch ausgewertet. Nik Heggendorn totalisierte 356 Punkte. Wir gratulieren allen diesen Schützen zur Finalteilnahme und zu den erzielten Resultaten, speziell aber Armin Küttel zum Cupsieg. Im Herbst 2007 machen sicher alle und noch ein paar mehr am Steinhof-Cup mit.

Josef Helfenstein

Druckluftschiessen – was war los?
Schweizer Pistolen-Gruppenmeisterschaft 10 m
0,3413 % – wie viel sind das?

Statt 1465 Punkte kamen wir «nur» auf 1460 Punkte. 5 Punkte, oder die oben erwähnten Prozentpunkte fehlten uns. Schade. Das Ziel, erstmals die hohe Kranzlimite zu schaffen, erreichten wir knapp nicht. Wer sind die wir? Oskar Bernet, Fredy Bucher, Josef Helfenstein, Armin Küttel und Roger Meier. Die kantonalen Ausscheidungsschiessen schafften wir, wie auch, überraschend, die 1. Eidgenössische Hauptrunde im 106. Rang von 200 Sektionen. 120 Sektionen kamen eine Runde weiter. Von 1447 Punkten in der 1. Eidg. Hauptrunde, steiger-ten wir uns auf
gute 1460 Punkte in der 2. Eidg. Hauptrunde. Aber wie geschrieben, gut genügt manchmal nicht, so auch hier. Um ein Weiterkommen in die 3. Eidg. Hauptrunde zu ermöglichen, wären 1477 Punkte nötig gewesen. Ob wir es mal bis in die 3. Runde schaffen, steht in den Sternen geschrieben.
Zu den 1460 Punkten beigetragen haben: Roger Meier 369 Punkte; Josef Helfenstein 366 Punkte; Fredy Bucher 365 Punkte; Oskar Bernet 360 Punkte. Armin Küttel war Ersatzschütze.

Es war ein brutaler und Kräfte raubender Wettkampf.

Internationales Zollbrugg-Luftpistolen-Schiessen in Rheinau ZH
Roger Meier vorn

Wer kommt, schiesst, und trifft, auch im Zürcher-Unterland? Roger Meier erstaunte positiv mit seinen 369 Punkten. Oskar Bernet 362 Punkte, sowie Armin Küttel und Josef Helfenstein je 358 Punkte. Das Zollbrugg-Schiessen ist schon etwas Spezielles. Mal der Anfahrtsweg. Ausgerechnet am 24. Januar 2007 wurde es kurz Winter. Die Strassen verschneit und vereist. Wir mit, aber viele Autos ohne Winterausrüstung. Schneepflüge und Salzequipen verspätet im Einsatz. Und wir vier Schützen unterwegs vom Luzernbiet nach Rheinau. Zweieinhalb Stunden dauerte die mühsame Fahrt.

Dann, im grossen Estrich vom Gasthaus Hirschen zu Rheinau, bei mageren 13 Grad , hatten wir auf zehn Meter möglichst das Zentrum treffen. Wir kamen uns vor wie an einer Kilbi. Wer riskierts, wer probierts? Spass beiseite. Scheinbar ging es den meisten anderen Schützen auch nicht besser. Mit unseren nicht gerade ruhmreichen
1447 Punkten kamen wir zum ehrenvollen 9. Rang. Nach dem Schiessen gab‘s dann im einheimischen «Rössli» ein grosses feines Cordon-bleu zwischen die Zähne. Das war der Aufsteller für den ganzen Abend und eine gute Grundlage die nächtliche winterliche Heimfahrt.

Luzerner Luftpistolenschiessen
Fredy Bucher mit den besten Nerven

Auf der heimischen Allmend schossen wir ganz klar unter unseren Möglichkeiten. Wollten wir zuviel und verkrampften uns dadurch? Die Gruppe vom Artillerieverein Luzern kam mit mässigen 1437 Punkten auf Rang 12 von total 44 Gruppen. Beigetragen haben: Fredy Bucher 363 Punkte, Oskar Bernet 360 Punkte, sowie Roger eier und Josef Helfenstein mit je 357 Punkten. Weitere AVL-Schützen waren: Roger Albisser, Armin Küttel und Peter Thalmann.

Luftpistolen-Meisterschaft in Stans
Uni schwarz!

Ob da die Vorfreude auf die Fasnacht einen schädigenden Einfluss hatte? Die Nervosität war fast direkt spürbar. Und so weit hinten sah man bisher die AVL-Gruppe selten. Gerade mal zu einem Gruppentotal von 1421 Punkten reichte es. Das gab den 19. Rang von 39 Gruppen. In Stans waren dabei: Roger Albisser, Oskar Bernet, Fredy Bucher, Josef Helfenstein, Roger Meier und Peter Thalmann.

Johanniter-Meisterschaft in Reiden LU
Schön ausgeglichen


Nur 1 Punkt trennte unsere Gruppenschützen. Armin Küttel und Oskar Bernet je 363 Punkte, Roger Meier und Josef Helfenstein je 362 Punkte. Das ergibt ein Total von 1450 Punkten und Rang 13 von 36 Gruppen. Als Goldene Reserve mit dabei war Fredy Bucher.

1. Wurst und Brot-Cup auf der Allmend
Sven Huber und Oskar Bernet als Sieger


Mehr Wurst und Brot als Teilnehmer. Die Rangliste war bald erstellt von Seppi Henseler. Bei den Jungs schoss Sven Huber am besten, vor Dominik Bernet und Pascal Bernet. Die Rangliste der Aktiven führt Oskar Bernet an, vor Lorenz Caluori (Bravo!), Roger Albisser und Josef Huber. Den Wanderpreis, eine grosse Luzerner Zinnkanne vom ehemaligen Emil Lischer-Cup, durfte Oskar Bernet in Empfang nehmen. Und für die vorderen Plätze in der Rangliste gab es auf Hochglanz polierte Zinnbecher. Das Tageshöchstresultat lieferte als Organisator dieses Wettkampfes, ausser Konkurrenz, Josef Helfenstein. Am Absenden in der Schützenwirtschaft wurde zu jedem Resultat schön applaudiert, bei Wurst und Brot ganz gemütlich beisammen gesessen und friedlich geplaudert. In irgend einer Form sollte dieser Cup eigentlich weiter geführt werden können.

Zusammenfassend gratuliere ich den verdienten Kranzschützen, danke allen
Kameraden für’s Mithelfen und Mitmachen bei den diversen Anlässen.

Josef Helfenstein


Generalversammlung  2007

An der 146. Ordentlichen Generalversammlung des Artillerievereins Luzern von Mittwoch, 14. März 2006, hat sich der Verein einen neuen Namen und neue Statuten gegeben. Neu heisst der Verein "Artillerieverein Luzern – Gesellschaft zum Wasserturm". Damit soll das Vereinlokal, der Wasserturm, in das Zentrum gerückt werden. Gleichzeitig soll die Öffnung des Vereins für alle Personen, auch ohne jeden militärischen Bezug, dokumentiert werden. Es wurden entsprechende Statutenänderungen vorgenommen. Der Artillerieverein Luzern, die Gesellschaft zum Wasserturm, will ein Verein mit primär gesellschaftlichen und sportlichen Zielen werden, der seine historischen Wurzeln seit der Gründung 1861 aber nicht leugnet. Die rund 600 Mitglieder sollen sich wohl fühlen.  

An der Generalversammlung hat zudem der langjährige Präsident Dr.iur. Markus Kaufmann sein Amt an Andrea Grisch, Luzern übergeben. Er sowie die Vorstandsmitglieder Peter Imgrüt und Urs Vogel sind von der Generalversammlung mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet worden. Der neue Präsident Andrea Grisch hat als rer.pol. an der HSG abgeschlossen und arbeitet als Steuer- und Erbschaftsberater bei der Credit Suisse am Schwanenplatz. Er wohnt in Luzern, ist verheiratet und Vater von 3 erwachsenen Söhnen.
Ehrungen
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2007 (Eintritt 1955)
Schmidlin Josef
Straub Roland
 
Freimitglieder per 1.1.2007 (Eintritt 1981)
Arnold Urs
Beer Hansrudolf
Birrer Adrian
Bühlmann Erwin
Fäh Paul
Hächler Fritz
Mahler Walter
Pauli Markus
Pfund Daniel
Probst Albert
Scheiwiller Peter
Sigrist Max
Wyss Bruno
Veteranen VSAV per 1.1.2007
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1986)
Aregger Max
Bründler Oskar
Fuchs Fredy
Haas Gino
Küng Edmund
Küttel Armin
Meier Marco
Müller Alex
Rudolf René
Stalder Hans
Stoll Bernhard
Villiger Franz
Weber Hansruedi
Welf Beatrice
Wirz Josef

 


Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2007

Das Vereinsjahr war für unseren Verein wiederum äusserst vielfältig, eine wahre Fundgrube an Aktivitäten in allen Sektionen und Bereichen. Es galt insbesondere auch, uns intensiv mit der Zukunftsstrategie zu befassen. ganz nach dem Moto, das Gute bewahren, für Neues offen sein aber immer der Gemeinschaft verpflichtet. So gilt es, das an der letzten GV erweiterte Gefäss «Artillerieverein Luzern – Gesellschaft zum Wasserturm» auch für die Zukunft nachhaltig aufzufüllen und zu stärken. Somit war es auch für unsere Kommissionsmitglieder und Gruppen wiederum anspruchsvoll, aber auch spannend und sehr befriedigend, im Wissen für unsere Mitglieder auch das Beste gegeben zu haben. Allen, die in irgend einer Form an unserem Geschehen teilgenommen haben, danke ich ganz herzlich. Im Einzelnen geht so Manches aus den jeweiligen Jahresberichten hervor.

Die Turmmannschaft, unter der professionellen Leitung unseres Turmvogtes Edwin Singer, hat im vergangenen Jahr uns und die vielen Gäste mit viel Einsatz und Begeisterung verwöhnt. Es ist mir eine Freude, ihnen dafür danken zu dürfen.

Auch das Schiesswesen hat uns dieses Jahr viel Interessantes, Abwechslungsreiches und vor allem viel Kameradschaft und neue Bekanntschaften gebracht. Ganz besonders in diesem Bereich gilt es, uns den künftigen gesellschaftlichen Entwicklungen zu stellen und entsprechende Wege zu gehen und unsere Chancen zu nutzen. Speziellen Dank gilt unserem Oberschützenmeister Roger Albisser und seinen Kommissionsmitgliedern, die auch diese Jahr Grossartiges geleistet haben und so den Erwartungen unserer aktiven Mitglieder voll entsprechen konnten.

Ein besonderer Dank gebührt unserem Leiter der Sport- und Technischen Kommission. Mit viel Energie und vorbildlicher Arbeit hat er viele Anlässe organisiert und beispielhaft durchgeführt, sei es für die Marschgruppe, den Wehrsport oder auch im Zusammenhang mit einer erlebnisreichen Bergwanderung, die alle Teilnehmer, gross und klein, begeistert hat. Es lohnt sich mitzumachen.

Etwas ganz Besonderes sind die vielfältigen und geschätzten Beiträge der Alten Garde und insbesondere die tatkräftige Unterstützung seitens des Obmanns Franz Erni. Auch der minuziös organisierte und bis auf den letzten Platz belegte Ausflug in die Bierbrauerei Feldschlösschen hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Ganz herzlichen Dank.

Die traditionelle Vereinsreise unter kundiger Führung von Hans und Lisbeth Thomman sowie Charles Gallo und Adrian Achermann war, wie wir im Artillerist nachlesen konnten, ein grosser Erfolg. Der Verein unterstützt diesen Anlass nach wie vor aus voller Überzeugung. In einem so grossen Verein kann es auch ab und zu kleine Missverständnisse geben, aus denen wir bei allseitigem guten Willen wieder gestärkt hervorgehen können und wollen.

Zur beliebten Tradition gehört das Salutschiessen vom 1. August vor dem Casino mit den alten Geschützen und Uniformen, umrahmt von den wunderschönen Beiträgen des Jodlerklub Bärgkristall und den Alphornbläsern aus Kriens. Allen zusammen mit der strammen Geschützmannschaft sei herzlich gedankt. Mit grosser Freude hat mein Sohn Benedict den Schiesskommandanten Marco Wicki vertreten. Viele Gäste haben an diesem Ereignis teilgenommen, so ist es auch ein Beitrag an die breite Oeffentlichkeit und an die Stadt Luzern. Die Frage stellt sich uns stets, was wir noch besser oder anders machen können, dass noch mehr Mitglieder unseres Vereins angesprochen werden. Für Anregungen sind wir immer dankbar.

Der Adventsball war wiederum ein Höhepunkt in unserem Vereinsleben. Vielen Dank den umsichtigen Organisatoren, Stefan Gumpp und Markus Inäbnit. Auch diese Jahr konnten dadurch Neumitglieder gewonnen werden und es hatte doch einige junge Mitglieder dabei. Wir machen uns jedoch Gedanken wie wir die Barbarafeier noch attraktiver gestalten können, damit sie auch in den kommenden Jahren den Erwartungen einer grösseren Zahl unserer Mitglieder entspricht.

Traditionell fand am Barbara-Tag, 4. Dezember, der Bittgottesdienst in der St. Peterskapelle statt, organisiert von unserem 1. Fähnrich und Geschützkommandanten Marco Wicki. Danke allen Mitwirkenden, den Fahnendelegationen, dem Jodelklub Bärgkristall und ganz besonders Pfarrer Burkard Zürcher. Es ist eine Freude, wenn auch an diesem Anlass viele Mitglieder ihre Verbundenheit mit unserer Sache, unserem Verein bekunden.

Unser Redaktor Peter Imgrüt leistet regelmässig eine glänzende Arbeit, die sich in unserer Homepage und im Artillerist laufend wiederspiegelt. Besten Dank.

Viele nichterwähnte Mitglieder des Vereins, des Vorstandes, der Kommissionen haben verschiedentlich mitgeholfen, die Vereinsarbeit zu erledigen. Ihnen allen, die in irgendeiner Form zum Wohle des Vereins einen Beitrag geleistet haben, danke ich ganz herzlich. Die Zusammenarbeit war immer konstruktiv und kameradschaftlich und ich hoffe, dass alle Mitglieder etwas Positives mitbekommen haben.

Andrea Grisch , Präsident


Jahresbericht der Schiesskommission 2007

Mit dem Ustertagschiessen 2007 ging auch dieses Jahr die Freiluftsaison der Schützen zu Ende. Nach dem Motto klein aber fein wurden wiederum nur wenig Schiessen besucht bzw. durchgeführt, dafür waren die Resultate mehrheitlich gut.

Beim 300 m-Freundschaftsschiessen mit dem WV Hochdorf war die Beteiligung seitens AVL wiederum mässig, und wir konnten trotz einiger sehr guter Resultate den letztjährigen Sieg nicht wiederholen.

Beim VSAV-Schiessen konnte die Beteiligung gehalten werden, und die Resultate waren durchwegs gut bis sehr gut.

 Das Barbaraschiessen VSAV wurde dieses Jahr durch den AV Bern organisiert und fand in Schiessstand Riedbach statt. Die besten Gruppen des AVL schossen sich auf bei Pistolen 25 m auf den 1. Platz, bei Pistolen 50 m und, sehr erfreulich seit Jahren wieder einmal, bei Gewehr 300 m auf den 2. Platz. Oskar Bernet gewann die Pistolen 25 m Einzelkonkurrenz mit dem Punktemaximum von 150 Pt. Bravo Oski! Das Freundschaftsschiessen 25 m mit der Schiesssektion der Stapo wurde 2007 wieder von der Schiesssektion der Stapo gewonnen. Hier erhoffen wir mit dem neuen Programm ab 2008 wieder einen Sieg des AVL.

Das Morgarten-Schiessen fand dieses Jahr bei schwierigen Bedingungen statt. Schneetreiben und Wind liessen das Schiessen zu einer Lotterie werden. Die Resultate waren dementsprechend eher mässig.

Beim Ustertagschiessen gab es herrliches Winterwetter. Die Resultate waren hier ganz passabel. Zu Top-Ten-Plätzen reicht es jedoch nicht.

Die Luftdrucksaison ist Mitte Oktober eröffnet worden. Die Resultate werden laufend veröffentlicht. Leider konnte immer noch kein neuer Verantwortlicher LUPI gefunden werden. Die Schiesskommission ist immer noch an der Lösungssuche. Ich möchte einen speziellen Dank an Seppi Helfenstein aussprechen, der das LUPI-Schiessen ad interim organisiert.

Zum Schluss möchte ich noch allen Danken die den Schiessbetrieb des AVL ermöglicht haben. Einen speziellen Dank möchte ich den Mitgliedern der Schiesskommission und den Aufsichtspersonen im LUPI-Schiessen aussprechen, welche durch ihren Einsatz eine reibungslose und unfallfreie Schiesssaison ermöglichen.

Ihnen allen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Roger Albisser, Oberschützenmeister


Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2007

Höhepunkt war die Besichtigung der Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden am 27. September 2007 mittags. 48 Mitglieder – eine Zahl, die den Ausschuss der Alten Garde nur erfreuen konnte und wieder anspornt, neue Besichtigungen zu organisieren!

Leider haben 14 Mitglieder unsere Welt verlassen, möge Gott sie auf ihrem weiteren Weg begleiten. Den Angehörigen wünschen wir viel Kraft und Zuversicht.
Unser Fähnrich konnte leider aus beruflichen Gründen nicht an allen Gedenkfeiern anwesend sein. (Auch hier Personalmangel, kein 2. Fähnrich.) Den verstorbenen Kameraden gedenken wir immer anlässlich unseres Barbara-Bittgottesdienstes am 4. Dezember in der Peterskappelle in Luzern. Zu diesem Bittgottesdienst sind die Angehörigen ebenfalls herzlich eingeladen.

Franz Erni, Obmann Alte Garde


Jahresbericht der Turmkommission 2007

Vor einem Jahr habe ich in der Einleitung zum Jahresbericht 2006 erwähnt, dass der Wasserturm dank der Weitsicht unserer damaligen Kameraden im Jahre 1937 – und somit vor genau 70 Jahren – als Vereinslokal übernommen werden konnte. Das inoffizielle Jubiläum ist mir im Berichtsjahr häufig durch den Kopf gegangen. Und ebenso häufig habe ich mich gefragt, ob die heutige Generation der AVL-Mitglieder – unabhängig davon, ob «gewöhnliches» Mitglied oder in verantwortlicher Funktion – sich genügend bewusst ist, welch grosses Privileg und welch grosse Verantwortung mit dem Recht zur Nutzung dieses einmalig historischen Bauwerks verbunden ist. Ich hoffe es! Denn nur wenige Vereine und Organisationen befinden sich in einer vergleichbar glücklichen Situation, und beneiden uns entsprechend. Unsere Generation schuldet den damaligen Vereinskameraden und all jenen, die vor uns in den vergangenen 70 Jahren Sorge zum Turm getragen haben, grossen Dank!

Die Turmsaison 2007 darf in jeder Hinsicht als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Der Wasserturm ist für Familien-, Vereins- und Firmenanlässe nach wie vor sehr gefragt. Unsere Gäste stammen nach wie vor mehrheitlich aus der Stadt und Region Luzern. Zunehmend interessieren sich aber auch Gruppierungen und vor allem Event- Agenturen aus den verschiedensten Landesteilen für eine Belegung der Lokalitäten. Das Team der Stubenmeisterinnen und Stubenmeister betreute 2007 an insgesamt 226 Anlässen (225 im Vorjahr) 5438 Besucherinnen und Besucher (5117 im Vorjahr). Selbstredend ist damit auch der logistische und personelle Aufwand angestiegen. Deshalb und weil wir im Berichtsjahr einen Weggang im Team verzeichneten, müssen wir auf die Saison 2008 hin personell aufstocken.

Wenn Sie Freude und Erfahrung im Umgang mit Gästen haben und die damit verbundene Arbeit nicht scheuen, bitte ich Sie, sich bei mir zu melden (Mobile: 079 418 34 73/ E-Mail: e.singer@bluewin.ch).

Personelle Änderungen hat es auch in der Turmkommission gegeben. Bereits im letzten Jahresbericht durfte bzw. musste ich Ehrenmitglied Max Haslimann als langjährigen Turmschryber – so nennen wir bekanntlich unseren Aktuar – verabschieden. Als Nachfolger wählte die Generalversammlung Edgar Gwerder aus Küssnacht am Rigi. Es galt aber nicht nur Max Haslimann, sondern auch den an der Generalversammlung 2007 zurück getretenen und zum Ehrenmitglied ernannten bisherigen Vereinspräsidenten Markus Kaufmann zu ersetzen. Weil der Präsident den Kommissionen statutengemäss von Amtes wegen angehört, mussten wir aber keinen Ersatz suchen, sondern durften an der nächsten Kommissionssitzung neben Edgar Gwerder auch Andrea Grisch als neue Mitglieder der Turmkommission willkommen heissen. Beide Kameraden haben sich schnell und gut in das Team integriert und sind sehr wertvolle Mitarbeiter. Weil bekanntlich nichts so ständig wie der Wechsel ist, gilt es auch auf die Generalversammlung 2008 hin wieder, einen langjährigen, zuverlässigen und lieben Kameraden aus der Kommission zu verabschieden. Ehrenmitglied Franz Helfenstein II. wünscht nach vielen Jahren Tätigkeit zuerst als Kassier im Hauptverein und anschliessend nach ebenso langer Zeit als Säckelmeister (für Neumitglieder: das ist der Finanzverantwortliche der Kommission) in das zweite Glied zurück zu treten. Schade! Der Verein und die Kommission sind Franz für seinen grossen Einsatz zu höchstem Dank verpflichtet. Wie fast alle Menschen, die etwas sind und etwas können, hat sich auch Franz ganz nach dem Motto «Mehr sein als scheinen» nie ins Rampenlicht gestellt. Ein stiller, zuverlässiger Schaffer, ohne grosse Worte, das war Franz. Aber es gab gelegentlich auch Ausnahmen: Wenn man nämlich bei Franz sein grosses, fast professionell betriebenes Hobby – den Wein allgemein und jenen aus dem Bordeaux im Besonderen – ansprach, dann, ja dann kam Franz voll aus sich heraus. Dazu war beziehungsweise ist er aufgrund seines professionellen Fachwissens auch im höchsten Grade legitimiert. Als Nachfolger von Franz Helfenstein II schlagen der Vorstand und die Turmkommission der Generalversammlung vom 12. März 2008 unseren Vereinskameraden Lukas Lengwiler aus Ruswil vor. Ich heisse Lukas in der Turmkommission schon heute herzlich willkommen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Eine grosse und sehr aufwändige Arbeit wird die Turmkommission im neuen Jahr an die Hand nehmen. Aus zwei Gründen gilt es, das von unserem verstorbenen Ehrenmitglied Alfons Marechaux verfasste und 1978 anlässlich des Jubiläums «800 Jahre Stadt Luzern» erstmals herausgegebene Buch «Der Wasserturm in Luzern» nicht nur nachzuführen, sondern auch den heutigen Anforderungen anzupassen und neu herauszugeben. Für diese Aufgabe haben wir uns auch die Mitarbeit von ausserhalb des Vereins stehenden Fachleuten gesichert. Das neue Buch soll spätestens 2011 – wenn der Artillerieverein Luzern das Jubiläum des 150-jährigen Bestehens feiern darf – erscheinen.

Zum Schluss darf ich traditionellerweise danken. Mein Dank gilt in erster Linie unseren vielen Gästen, die den Wasserturm besuchen. Er gilt aber nicht weniger meinen Stubenmeisterinnen und Stubenmeistern, Marlene und Carlo Rogger, Yvonne und Roland Christen, Annemarie Iwert, Hildegard Kaufmann, Mario von Borstel und Rolf Bühler (der uns gegen Ende des Berichtsjahres verlassen hat) für die grosse Arbeit, die sie wiederum geleistet haben. Ich danke ebenso sehr den Mitgliedern der Turmkommission und des Vereinsvorstandes für die Mitarbeit, das Mitdenken und das Vertrauen, das sie mir stets entgegenbringen. Ich freue mich, mit diesem Team weiter arbeiten und viele frohe Stunden im Wasserturm verbringen zu dürfen.

Edwin Singer, Turmvogt


Jahresbericht der Sport – und Technischen Kommission 2007

Dieses Jahr wird es mein sechster Jahresbericht sein, den ich zuhanden der bevorstehenden 147. ordentlichen Generalversammlung verfassen darf. Bekanntlich soll uns der Jahresbericht einen Überblick über das vergangene Jahr geben und all die verdienten Aktiven und Vereinsmitglieder nochmals hochleben lassen. Darum betrachte ich das Verfassen dieses Berichtes als ehrenvolle Aufgabe.

Einleitung
Zuerst danke ich an dieser Stelle allen Kameraden und Kolleginnen, die mit ihrem Dazutun für das gute Gelingen des vergangenen Jahres beigetragen haben und speziell denjenigen, die bei der Organisation des einen oder anderen Anlasses mit an vorderster Front gestanden sind. Das Jahr 2007 war – verglichen mit den Jahren zuvor – in zahlreichen ausserdienstlichen Anlässen mit anderen Vorzeichen gestartet.

Die beiden, im Einzugsgebiet des AV Luzerns bekannten Mehrkämpfe – A. Salzmann- Mehrkampf Emmenbrücke und Seetaler Mehrkampf, Hochdorf – fanden mangels initiativen Organisatoren und/oder mangels Teilnehmer nicht mehr statt.

In der Waffenlaufszene fand keine Schweizer-Jahresmeisterschaft mehr statt. Einige Organisatoren von Waffenläufen haben ihre Veranstaltungen definitiv abgesagt. Erfreulich ist, dass neue hinzugekommen sind und mit neuen Ideen die Waffenlaufszene wieder beleben werden. Ebenfall hat sich ein neuer Waffenlauf-Verein Schweiz gegründet, wo sich der Schreibende als Gründungsmitglied an vorderster Front für die ausserdientlichen, sportlichen Tätigkeiten einsetzen und nach neuen Ufern aufbrechen wird.

Werbebesuche
Als Verantwortlicher für die Technische Kommission und die Marschgruppe des AV Luzerns durfte ich im vergangenen Jahr wieder einen Werbebesuch in einer Rekrutenschule unternehmen. Dieser Anlass fand am 6. Juli 2007 am Verlegungsstandort der Vet D und A Tiere RS in Andermatt statt. An diesem RS-Besuch mit 80 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, stellte ich vor allem die Aktivitäten unserer Marschgruppe, also unsere Kernkompetenz vor und ging mit einem bebilderten Vortrag speziell auf die Teilnahmebedingungen und die Einmaligkeit des Viertagemarsches von Nijmegen NL ein. Selbstverständlich durften die Zuhörer und Zuhörerinnen auch von unserem abwechslungsreichen Vorbereitungsprogramm mit all den Trainingsmärschen und absolvierten offiziellen Marschanlässen Näheres erfahren. Die Früchte und positiven Auswirkungen werden wir bestimmt in Form von weiterem Zuwachs in den kommenden Jahren ernten können.

Statistik und Vergleiche
In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten beinhaltet, standen 29 (Vorjahr 29) wertungsberechtigte Anlässe in unserem Jahresprogramm. Durch das jedoch die beiden bereits erwähnten Mehrkämpfe nicht durchgeführt wurden, hatten wir schlussendlich nur noch 27 Startmöglichkeiten. 54 (53) Damen und Herren haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und mindestens einen Anlass absolviert. 19 (27) Teilnehmer absolvierten mindestens 3 und 16 (23) mindestens 4 oder mehr wehrsportliche Veranstaltungen. Wir können positiv festhalten, dass wir immer noch Teilnehmer finden, die mit Freude und Engagement an uniformierten, wehrsportlichen Anlässen aktiv teilnehmen. In der Wertung um den Wanderpreis «Alpini Quattro» standen wiederum 7 Anlässe an und es wurden alle besucht. 14 (Vorjahr 15) Kameraden haben sich an mindestens 2 Anlässen beteiligt. In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 6 Anlässe ausgeschrieben. 17 (Vorjahr 20) Kameraden haben an mindestens 2 bis 6 Anlässen teilgenommen.

Dynamische Marschgruppe
Auch dieses Jahr war die Marschgruppe des AVL der eigentliche wehrsportliche Leistungsträger des Vereins. Wir begannen das Vereinsjahr mit dem Zentralschweizer Distanzmarsch mit Start und Ziel in Inwil. 22 TeilnehmerInnen absolvierten bei kühlen Spätherbsttemperaturen erfolgreich diese 48. Austragung.

Der eigentliche Startschuss zur diesjährigen Marschsaison fiel anfangs März 2007 mit einem ersten Trainingsmarsch im Raum Sursee – Sempachersee. 11 Marschierer und Marschiererinnen konnten sich zum Saisonstart begeistern und bei sonnigem Wetter ihre Beinmuskeln trainieren. Ende März erfolgte ein weiterer Trainingsmarsch über dem Sempachersee im Raum Hildisrieden – Beromünster mit 10 Teilnehmern. Dazwischen absolvierten wir Mitte März den ersten uniformierten Gepäckmarsch. An der 44. Austragung des Sternmarschs der SMSV nach Aarburg nahmen 7 Kameraden und Kameradinnen erfolgreich teil. Wie wir im Nachhinein erfahren mussten, war dies die letzte Austragung dieses ausserdienstlichen Sternmarsches. Die Organisatoren klagten über eine zu geringe Teilnehmerzahl und liessen mitteilen, dass die diesjährige Veranstaltung die Letzte war. An den Frühlingswochenenden nach Ostern folgten Schlag auf Schlag die folgenden ausserdienstlichen Distanzmärsche: Der 39. Marsch um den Zugersee mit 15 Teilnehmern, eine Woche danach, die 48. Austragung des neu lancierten Berner Zweitagemarsches mit 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Am ersten Mai-Wochenende nahmen wir das erste Mal am General Guisan-Marsch in Spiez teil. Dies war der offizielle Qualifikationsmarsch für unseren Saisonhöhepunkt, den Vierdaagse in Nijmegen.

Ein weiterer Trainingsanlass war das vereinsinterne Marschtraining über die 50 Kilometer durchs Emmental mit Start- und Zielort Hindelbank. Zur Distanz bewältigten wir zusätzlich noch rund 1000 Höhenmeter. Nur 4 TeilnehmerInnen konnten sich am Sonntagmorgen in der Früh für diese körperliche Ertüchtigung begeistern. Wir absolvierten diese Strecke als Training, da ja bekanntlich dieser Lauf und Distanzmarsch von den bisherigen Organisatoren nicht mehr durchgeführt wird. Bis zum Sommer absolvierten wir noch die folgenden Marsch- und Trainingsveranstaltungen: Den 22. Sternmarsch Stans mit 12 Teilnehmer. 3 Hollandmarschierer starteten an der 49. Austragung des 100 km-Laufs (-Marschs) von Biel. Mit 9 Teilnehmern unternahmen wir ein weiteres Marschtraining in Schüpfheim im Entlebuch. Als letzte Vorbereitungen auf den Viertagemarsch Nijmegen absolvierten 5 Teilnehmer und Teilnehmerinnen die 32. Klettgauer Marschtage und zwei Wochen vor der Abreise nach Holland das Marschtraining in Horw/Kriens.

Der absolute Jahreshöhepunkt war einmal Mehr der 91. Internationale Viertagemarsch im Niederländischen Nijmegen. Der Artillerie Verein Luzern war mit seiner Marschgruppe zum 47. Mal dabei. 10 männliche und 2 weibliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen marschierten im Ordonnanzanzug und die männlichen Kameraden mit dem befohlenen 10 kg-Gepäck auf dem Rücken vier Mal 40 Kilometer. Unsere ViertagemarschiererInnen beeindruckten als Aushängeschild des Schweizerischen Marschbataillons einmal Mehr all die Massen von Zuschauern und «Wegelagerern» an diesem einmaligen Anlass. Neben der Marschgruppe nahmen auch die fünf AV Luzern-Angehörige in zivil, die 91. Herausforderung «Vierdaagse 2007» unter die Füsse und bestanden ebenfalls erfolgreich.

Wenn wir in die Statistik der vergangenen 47 Jahre zurückblicken und vorausgesetzt, sämtliche Quellen sind korrekt nachgeführt, so können wir erfreut feststellen, dass wir mit 17 «Luzerner Artilleristen» einmal mehr grossartig auf den Strassen von Nijmegen präsent waren und Ehre für den Verein, das Schweizerische Marschbataillon und die Schweizerische Eidgenossenschaft eingelegt hatten. Zum Vergleich, in den beiden Vorjahren waren wir immer 16 oder 17 Marschierende, was einem konstant guten Niveau entspricht. An vorderster Front verdienen fünf AVL-Mitglieder speziell auch in diesem Jahresbericht namentlich erwähnt zu werden. Diese Kameraden und Kameradinnen decken sich mit den vorhergehend erwähnten Marschangehörigen in zivil: Gfr Franz Wicki hatte zum 43., Oberst Hansruedi Weber zum 42., Hanneke Distel zum 39., Seppi Distel zum 34. und Oberst und EM Edi Singer zum 21. Mal die vier schönsten Tage des Jahres erfolgreich absolviert.

Die Waffen- und Langstreckenläufer
Zwei Luzerner Artilleristen gehörten zu den ganz verbissenen Militärsportlern und absolvierten den einen oder anderen Waffenlauf. Im Jahre 2007 wurden die folgenden 6 Waffenläufe ausgetragen: Zum 54. Mal Wiedlisbach, 26,3 km; zum 1. Mal Lenzburg über 15,4 km; zum 4. Mal Wohlen über 10 km; zum 1. Mal der Fricktaler Waffenlauf, Kaisten über 15,4 km; zum 49. Mal Thun über 21,1 km und zum 73. Mal Frauenfeld über die Marathondistanz von 42,2 km. Im Tarnanzug und mit der 6,2 kg-Gewehrpackung absolvierten Robert Eiholzer 3 Waffenläufe und Urs Vogel deren 5. Beide klassierten sich jeweils deutlich im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes und bewiesen damit, dass sie hervorragende uniformierte Langstreckenläufer sind.

Ausserhalb unseres Jahresprogramms betätigten sich einige Luzerner Artilleristen an zivilen Langstreckenläufen. Hier verweise ich auf die separaten Beiträge in dieser Ausgabe.

Die Mehrkämpfer
Wie bereits einleitend erwähnt, fanden zwei klassische Mehrkämpfe in diesem Verbandsjahr nicht mehr statt. Somit standen uns nur noch die Regionalen Artillerie Sporttage in Menznau zur Verfügung. Zu zweit nahmen wir an diesen bestens organisierten und äusserst attraktiven Wettkämpfen teil. Robert Eiholzer und Urs Vogel, wir beide bemühten uns sowohl im Zweikampf, als auch im Mehrkampf um Lorbeeren. Diese Sporttage sind eine verbandsinterne, ausserdienstliche Übung, die unsererseits eine grössere Beteiligung verdienen würde.

Einen weiteren äusserst attraktiven Wettkampf ordne ich ebenfalls hier ein, die «Rütihofstafette» oder die Schweiz. Waffenläufer- und Militärradfahrer-Stafette in Baden-Rütihof, organisiert vom SVMLT Sektion Aargau. Hier schnallte ich die Gewehrpackung an den Rücken und absolvierte als Vertreter des AVL drei Mal die 5,7 km lange Laufstrecke ab.

Zusammenfassung
Die Berichte über die Sportaktivitäten in den vergangen drei Ausgaben des «Der Artillerist» sind ebenfalls als Bestandteil dieses Jahresberichtes zu betrachten, gehen sie doch vermehrt in die Tiefe der einzelnen Anlässe und geben die eine oder andere Begebenheit viel detaillierter wieder als in diesem Jahresrückblick. Erfreulicherweise waren im vergangenen Jahr sämtliche Wettkämpfe fair und verletzungsfrei abgelaufen. Das Messen der eigenen Leistung und der Vergleich zum Kameraden und Mitbewerber um gute Plätze stand für die Meisten im Vordergrund. Wichtig war auch und das ist gut so, dass wir Spass an der körperlichen Ertüchtigung hatten und unsere Ausdauer ausgiebig trainieren und beüben konnten.

Alle Beteiligten verdienen einen grossen Applaus, ein Bravo und ein Dankeschön! Diese Worte des Dankes richte ich speziell an alle meine Marschkameraden, Läufer, aktiven Wehrsportler und alle die uns dabei unterstützt haben. Und dies sind speziell unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die so viel Verständnis für unsere Freizeitaktivitäten mitbringen. Herzlichen Dank!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit! Es lohnt sich und die zahlreichen Organisatoren von wehrsportlichen und ausserdienstlichen Laufsport- und Mehrkampfangeboten verdienen eine grössere Beteiligung!» Auch das Jahr 2008 wird uns allerhand Neuerungen und Veränderungen im wehrsportlichen Veranstaltungskalender bieten.

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission