Berichte 2009

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Fotografische Impressionen von Vereinsanlässen
Besichtigung Paketzentrum Härkingen, 24. Oktober 2009





Barbarafeier, 5. Dezember 2009











Aus dem Wasserturm

Der Zeugherr berichtet

Eines unserer wertvollsten und waffenhistorisch interessantesten Stücke aus der Rüstkammer ist die dreipfünder-Kanone Ord. 1819. Eigenartigerweise ist ihre Existenz in keinem Waffenverzeichnis seit Bestehen der Waffensammlung dokumentiert. Und auch die Art und Weise, wie der AVL zu diesem Prachtsexemplar gekommen ist, scheint nicht restlos bekannt zu sein.

Ich bin nun der Frage der Herkunft nachgegangen und glaube, fündig geworden zu sein. Anfangs der Siebzigerjahre, das heisst zur Präsidialzeit von Robi Arnold, ist unserem ehemaligen Präsidenten und Turmvogt Mathias Luchsinger in einem Schopf des Werkhofs der Stadt Luzern im Tribschengebiet eine alte verstaubte Kanone aufgefallen.«Diese gehört in den Wasserturm, zu uns Artilleristen», war seine Aeusserung. Toni Erni, Josef Dolder und Lorenz Caluori transportierten mit einem Lieferwagen der Firma Eggstein das Geschütz an die Bahnhofstrasse. Dort wurde sie soweit es ging zerlegt und in den Turm befördert. Das war aber leichter gesagt als getan.

Das Kanonenrohr allein wiegt 215 kg. Um das Rohr besser tragen zu können, steckte Seppi Dolder ein kräftiges Rundholz in den Lauf, schulterte es und hinten hoben die beiden andern Kameraden die schwere Last. Auf diese Weise gelang es, Tritt für Tritt die steile Stiege hochzukommen. Man kann sich die gewaltige Kraftanstrengung sehr wohl vorstellen. Nachdem man auch die übrigen Geschützteile ebenfalls hochtransportiert hatte setzte man diese zusammen und platzierte das Geschütz über der Oeffnung zum Verlies, wo es heute noch steht.

Das Militärreglement von 1817 schrieb drei, sechs und zwölfpfünder Feldgeschütze und zwölf und vierundzwanzig Pfünder Haubitzen vor. In der Ordonnanz 1823 verliess man das Dreipfünderkaliber und ersetzte es mit dem Vierpfündernkaliber.



Daten unserer 3 Pfünderkanone:
Vorderlader-Geschützrohr aus Bronce, Rohr glatt, ohne Züge; Kaliber 7,5 cm Schussweite bis 1200 m (praktische Schussweite 500 m); Geschossgewicht: 1,5 kg = drei Pfund, daher der Name Dreipfünder; Zündung Bänderchen; Geschosse: Vollkugeln, Kartätschen, Granatkartätschen.

PS: Falls jemand ergänzende Daten über unsere 3 Pfünderkanone geben kann, möge er sich an den Zeugherrn wenden.


Geschenke an die Waffensammlung

Im Herbst 2008 durften wir von Franz Xaver Leu, Seniorchef der Firma Leu und Helfenstein, Schiessanlagen in St. Erhard (LU) ein sehr grosszügiges Geschenk im Wert von mehreren tausend Franken entgegennehmen. Es handelt sich einerseits um ein sehr seltenes Infanteriegewehr Ordonnanz 1889/96 und andererseits um einen Prototypen eines Sturmgewehrs 1990 mit dem äusserst seltenen Kaliber 6,45 der Waffenfabrik Bern, das nur in sehr geringer Stückzahl hergestellt wurde, samt dazugehöriger Munition, deren Produktion gänzlich eingestellt ist.

Wir danken Herrn Leu herzlich für die äusserst grosszügige Geste. Sein Geschenk wird eine weitere wertvolle Bereicherung unserer Sammlung sein.

Der Zeugherr: Werner Sarbach


   
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93. Viertagemarsch Nijmegen 2009


Zum 49. Mal und in ununterbrochener Reihenfolge war eine Delegation des Artillerievereins Luzern an den berühmten vier Tagen rund um Nijmegen. In der Woche 30, der vierten Juli-Woche des Jahres 2009 genauer gesagt vom Dienstag, 21. bis Freitag, 24. Juli marschierten unsere Gruppe und auch unsere fünf zivilen Marschteilnehmer an der weltweit grössten Walking- und Marschveranstaltung über die 4 x 40 Kilometer. Bei den Zivilisten weicht die Distanz je nach Alter allenfalls etwas ab, das heisst, die ganz Erfahrenen und grossen Kämpfer durften sich mit 4 x 30 Kilometer begnügen. Auch dies ist eine lobenswerte Leistung.



Dieses Jahr herrschten ganz kurlige Wetterverhältnisse. Manchmal hatten wir einen wolkenverhangenen Himmel und es herrschten angenehm kühle Temperaturen, dann wieder Sonnenschein und zwischendurch starker Regenfall, der nicht nur uns, sondern auch unser Unterkunft-Camp komplett durchnässte. Für manch einen wurde dies vielleicht auch zu einem Wechselbad der Gefühle. Dass dies, vor allem nachts nicht besonders angenehm sein kann, hatte bestimmt schon der eine oder andere Marschteilnehmer auch in früheren Jahren erleben müssen.

  

Gemäss offizieller Statistik des Veranstalters waren 41’205 eingeschriebene Teilnehmer registriert. Jedoch am ersten Marschtag starteten effektiv 40’645 Marschierende. Am vierten Marschtag, dem Freitag, 24.7.2009 erreichten schlussendlich noch 37’106 das Ziel in Nijmegen und durften ihre verdiente Auszeichnung in Empfang nehmen.



Die Schweizer Delegation von um die 180 uniformierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, inklusive des Delegationsstabes, stand dieses Jahr unter der neuen Leitung von Oberst Laurent Ducret, der erfolgreich von Hptadj Markus Grünenfelder, ebenfalls neu, assistiert wurde. Für beide Verantwortungsträger war es ihre erste Übung «Vierdaagse Nijmegen.» Die beiden neuen Gesichter haben die Organisation des Schweizerischen Marschbataillons auch mit Bravur bestanden und verdienen einen grossen Applaus und ein Dankeschön. Die Marschgruppe des AV Luzerns nahm mit 14 Teilnehmern, 13 Marschierende und einem Betreuer am grössten Marschund Walkingspektakel der Welt teil. Diese 14 Kameraden, davon zwei Frauen, absolvierten auch dieses Jahr im Gruppenverband erfolgreich die 4 x 40 Kilometer. Die männlichen Marschteilnehmer hatten je 10 kg Gepäck mitzutragen, was über die Dauer der vier Tage beim einen oder anderen durchaus zu Beschwerden führen konnte. Jedoch hatten sich unsere Marschierenden bestens auf diesen Marsch eingestellt und sich vorbildlich verhalten. Wir gehörten, wie in all den Jahren auch dieses Mal zu den topvorbereiteten und bestens trainierten Teilnehmern des Marschbataillons.

Von dieser Kompetenz überzeugte sich auch Br Hans-Peter Wüthrich, höchster Artillerist der Schweizer Armee und offizieller Vertreter des VBS und damit der Schweiz.

Unsere Marschgruppe hatte auch dieses Jahr die vier Tage ohne nennenswerte Pannen erfolgreich überstanden und hatte keine Ausfälle zu verzeichnen. Somit kehrten wir am Samstag, 25. Juli zufrieden und mit zahlreichen eindrücklichen und unvergesslichen Erlebnissen zurück in unsere Heimat und freuen uns bereits wieder aufs nächste Jahr. Allen, die zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben, möchte ich an dieser Stelle recht herzlich danken. Speziell verdienen unsere hier erwähnten TopmarschiererInnen der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern einen grossen Applaus:
 


Die 13 Marschierenden
Four  Wm  Oberst Fw
Kpl
Sdt Obgfr  Hptfw Four
Lt Hptfw Hptm Hptm
Four Vogel
Zwahlen Benjaminn
Gwerder E Schlüchter Beat Emmenegger Elmar
Eiholzer Robert
Limacher Urs
Plüss Marlen
Häfliger Yves-Marc
Hochstrasser Tirza
Masson Patrick Zihlmann Thomas Premerlani Romeo
18. Teilnahme
9. Teilnahme
8. Teilnahme
6. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme

Der Betreuer
Gfr Hofer Heinz 17. Teilnahme (6 x Marschierer / 11 x Betreuer)
Die vier marschierenden Zivilisten
Ebenfalls verdienen die vier zivilen Marschteilnehmer ein grosses Bravo, einen Applaus und herzliche Gratulation für die eindrücklichen Leistungen!
Oberst
Gfr

Motf
Oberst
Hansruedi Weber
Franz Wicki
Hanneke Distel
Josef Distel
Edwin Singer
44. Teilnahme
44. Teilnahme
41. Teilnahme
36. Teilnahme
23. Teilnahme



Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Jahr – zur 94. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 20. bis 23. Juli 2010 und dem grossen Jubiläum der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern!

Urs Vogel – TL m>

50. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp – vom 16./17. Mai 2009


Nach dem die Fortführung des Schweizerischen 2-Tagemarsches noch vor zwei Jahren alles andere als sicher war, kam es in diesem Jahr zum grossen Jubiläum! Mit viel Initiative und Tatendrang gelang es den neuen Organisatoren, die Veranstaltung zu retten und in eine verheissungsvolle Zukunft zu lenken. Es scheint, dass die Fortführung für die kommenden Jahre gesichert ist. Somit verdienen die Organisatoren den grössten Applaus und durften mit stolz jubilieren, ihnen war es zu verdanken, dass all die MarschiererInnen zum grossen Wanderjubiläum antreten durften!

Dass diese Veranstaltung erfolgreich durchgeführt werden kann, dazu braucht es selbstverständlich neben den unzähligen, engagierten und treuen HelferInnen eine entsprechend grosse Teilnehmerzahl. Dies war am diesjährigen Jubiläumsanlass wieder einmal der Fall. Aus Nah und Fern pilgerten die MarschiererInnen wieder massenweise nach Bern-Belp. Vor allem viel auf, dass wieder zahlreiche Delegationen und Wanderfreunde aus dem Ausland, vor allem aus unserem nördlichen Nachbarland, Deutschland anreisten. Auch viele Niederländer fanden den Weg in die Alpenrepublik und bewunderten einmal Mehr die fantastischen Ausblicke in die Alpen.

Ideales Marschierwetter begleitete uns am Samstag, fantastischer Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und bräunende Sonnenstrahlen unterstützten uns Wanderfreunde am Sonntag. All dies trug zu einer äussert guten Stimmung bei. Ebenfalls feierten die Organisatoren das Jubiläum 50. Schweizerischer Zweitagemarsch Bern-Belp zusammen mit allen Teilnehmern und beschenkten uns äusserst grosszügig.

Neben der üblichen und bereits bekannten schönen Auszeichnung, war dieses Jahr jeder ein Jubilar und durfte das Schweiz. Zweitagemarsch-Jubiläums T-Shirt und eine Flasche Jubiläumsrotweinassemblage mit nach Hause nehmen, um damit das Fest auch nachhaltig in Erinnerung zu halten. Neben den Organisatoren gab es einen zweiten Jubilar. Unsere Marschgruppe des Artillerievereins Luzern hatte ebenfalls ein Jubiläum. Es war unsere 50. Teilnahme. Das heisst seit Beginn des Zweitagemarsches, war immer auch eine Marschgruppe des AV Luzerns mit von der Partie. Unsere Marschgruppe wurde, neben der Holland-Marschgruppe SVMLT speziell ausgerufen und vor versammelten Gästen und Zuschauern mit einer Sonderauszeichnung geehrt.

Allen unseren Kameraden und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, ein Bravo und herzliche Gratulation!

Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden den diesjährigen Zwei-Tage-Marsch:
Oberst
Motf
Oberstlt
Four
Wm
Sdt
Obgfr
Fw
Kpl
Oberst
Hptfw
Lt
Four
Hptfw
Hptm
Hptm
Singer Edwin
Distel Josef
Bösch Kurt
Vogel Urs
Zwahlen Benjamin
Eiholzer Robert
Limacher Urs
Schlüchter Beat
Emmenegger Elmar
Gwerder Edgar
Plüss Marlen
Hochstrasser Tirza
Häfliger Yves-Marc
Masson Patrick
Zihlmann Thomas
Premerlani Romeo
39. Teilnahme
35. Teilnahme
31. Teilnahme
16. Teilnahme
12. Teilnahme
9. Teilnahme
9. Teilnahme
7. Teilnahme
6. Teilnahme
6. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
Unser Betreuer:
Wm Winter Daniel 4. Teilnahme (3 x Marschierer / 1 x Betreuer)
Ausserhalb unser Marschgruppe:
Oberst
Gfr
Gfr
Frau
Weber Hansruedi
Wicki Franz
Schmid Peter
Distel Hanneke
46. Teilnahme
43. Teilnahme
29. Teilnahme
20. Teilnahme
 

Start in die Saison 2009 
Marschtraining im Waldenburgertal

Der Start in die neue Marschsaison fand am ersten März-Samstag bei sonnigem Winterwetter statt. Über Nacht fielen in den höheren Regionen des Waldenburgertals gegen 50 cm Neuschnee. Am Startort Niederdorf, auf 470 m über Meer gelegen, waren die Felder und Wege bereits leicht verschneit. Doch der anstrengendere Teil folgte auf unserer Trainingsroute und forderte uns Marschierer wie noch selten. Der Weg auf der ersten Hälfte führte uns nach Langenbruck, mit zum Teil stark ansteigenden Feld- und Waldwegen und erschwerend kamen die winterlichen Verhältnisse mit den fast kniehohen Neuschneemengen dazu. Der höchst gelegene Punkt war auf ca. 800 m über Meer. Für den vielen Schnee konnte unser Gruppenmitglied Tirza Hochstrasser, die uns durch ihre engere Heimat führte, nun wirklich nichts. Jedoch war es eine willkommene Gelegenheit, unsere Kräfte bereits am Saisonanfang ernsthaft zu prüfen. Im Anschluss an die körperliche Leistung, verwöhnte uns Tirza mit einem zur winterlichen Stimmung passenden Käsefondue und einem guten Weisswein.

Recht herzlichen Dank, Tirza! 




Marschtraining Hildisrieden – Sempachersee

14 Tage nach dem winterlichen Baselbieter Marschtraining, fand unser zweiter Anlass eher in einer uns gewohnteren Umgebung statt. Einmal mehr durften wir die schöne Aussicht und die landschaftlichen Schönheiten rund um den Sempachersee geniessen. Unser Gruppenmitglied Edi Singer organisierte diesen Vorbereitungsanlass im Gruppenverband. Auch dieses Mal stimmte das Wetter in Bezug auf die herrlichen Sonnenstrahlen, jedoch weniger was die relativ tiefen Temperaturen betrafen. Auch dieses rund 5-stündige Marschieren über eine Distanz von um die 28 Lkm an diesem sonnigen Samstag ging dem einen oder anderen in die Oberschenkel. Die verdiente Pause nach dem Marsch und das Ausklingen des Trainingstages war bei unserem Marschkameraden Edi Singer und seiner Gattin Esther. Hier wurden wir einmal mehr mit echt Schweizerischen Käsespezialitäten aufs Vorzüglichste verwöhnt.

Danke Esther und Edi.


Schiesssektionen  

Ein Vereinsmitglied als Schützenkönig

Unser Vereinsmitglied Peter Thalmann ist am diesjährigen Entlebucher Wyberschiesset zum Schützenkönig erkoren worden. Wir gratulieren Peter ganz herzlich zu diesem speziellen Erfolg und wünschen weiterhin «Guet Schuss».



Fleiss zahlt sich aus

Anlässlich der diesjährigen DV des VSAV wurde unser EM Josef Henseler vom VSAV für die langjährige Tätigkeit im ausserdienstlichen Wehrsport geehrt. Aufgrund der unzähligen Fleisskarten erhielt er folgende Auszeichnungen: Ein Bajonett auf Holz montiert, eine Medaille und als Sonderauszeichnung ein Zinnkanne. Wir gratulieren Seppi ganz herzlich zu diesen Auszeichnung und wünschen weiterhin viel Erfolg.





10 m – Schiessanlässe
Steinhofcup Luzern
Bis im März 1984 wurde im Steinhofschulhaus in Luzern mit Luftdruck-Sportgeräten geschossen. Dort fand jeweils jährlich der Steinhof-Cup statt. Im Herbst 1984 durfte dann die Luftdruck-Schiessanlage Allmend, mit grosszügigen 25 Scheiben, in Betrieb genommen werden. Im Vergleich zum Steinhof-Schulhaus sind die Teilnehmerzahlen auf der Allmend rasant angestiegen. Sicher trug auch das grosse Parkplatzangebot und die gemütliche Schützenstube dazu bei.

Am 17. November 2008 startete der Steinhof-Cup, der Name hat sich über die Jahre eingebürgert, mit 58 Luftpistolen-Schützinnen und -Schützen in die Schiesssaison 2008/09. Vom Artillerieverein Luzern waren dabei: Peter Thalmann, Armin Küttel, Robert Koch, Josef Henseler, Josef Helfenstein und Oskar Bernet. Die Medaillenverteilung am Final vom 28. Januar 2009 sah wie folgt aus: 1. Rang: Guido Muff, SG der Stadt Luzern, 365 Punkte; 2. Daniel Wolf, SG Pilatus Luzern, 364; 3. Josef Helfenstein, Artillerieverein Luzern, 363 Punkte. Im nächsten Herbst startet der neue Steinhof-Cup.
Ein Muss für jeden Pistolenschützen.

Zollbrugg LP Meisterschaft Rheinau ZH
Mit einer Gruppe zu 4 Mann ging es an den Start. Geschossen wurde mittelprächtig. Oskar Bernet 366 Punkte; Armin Küttel 364; Josef Helfenstein 360 und Roger Meier 357. Diese Resultate reichten für den guten 6. Rang von 24 Gruppen.

Johanniter-Meisterschaft Reiden LU
Es sind fast immer die gleichen, welche für den Artillerieverein Luzern im Einsatz sind. In Reiden mussten wir mal unten durch. Nur Rang 15 von 29 Gruppen. Getroffen haben: Roger Meier 367 Punkte; Josef Helfenstein 364; Armin Küttel 357 und Oskar Bernet 347 Punkte.

Luzerner Luftpistolen-Meisterschaft Allmend-Luzern
An fünf Tagen konnten sich 233 Luftpistolenschützinnen und -schützen aus der ganzen Schweiz im Wettkampf messen. Ein ganz hervorragendes Resultate erzielte mit 385 Punkten (max. 400) Markus Abt von den Pistolenschützen Olten. Etwas bescheidener zeigten sich die LUPI-Schützen vom AVL. Die Besten waren Oskar Bernet 371 Punkte und Josef Helfenstein 369 Punkte. Weitere Teilnehmer: Roger Albisser, Robert Koch, Armin Küttel, Roger Meier und Peter Thalmann. Von 38 Gruppen reichte es uns für Rang 10.

«Wurst-und-Brot-Cup» Mittwoch, 25. März in Luzern
Zum Saisonende traf sich der «harte Kern» unserer Luftpistolenschützen auf der Allmend zum «Wurst-und-Brot-Cup» (ehemals Emil Lischer-Cup). Bei den Älteren schoss sich Oski Bernet an die Spitze und wurde Wanderpreis-Gewinner, gefolgt von Armin Küttel und Seppi Helfenstein. Weitere Rangierte waren: Peter Thalmann, Roger Albisser, Robert Koch und Dr. Roman Kost. Philipp Helfenstein zeigte bei den Jungen, wo’s lang geht. Er liess sich mit einem ganz schönen Resultat als Sieger feiern. Wenn er im Tschutten bei den Junioren Cham auch so gut trifft – ein armer Torhüter bei den Gegnern! Als weitere Jungs waren die Gebrüder Dominique und Pascal Bernet dabei. Ein kleiner Gabentempel fand grossen Gefallen bei den Anwesenden. Der gemütliche Teil dauerte wie gewohnt etwas länger als das Wettschiessen. Speziell erfreute uns der Besuch unseres Vereinspräsidenten Andrea Grisch mit seiner Gemahlin. Allen unseren Luftpistolenschützen danken wir für den unermüdlichen Einsatz während des ganzen Jahres. Nun freuen wir uns auf die 25/50-m-Schiess-Saison.

     
Der Gabentempel vom Wurst- und Brot-Cup              Zuverlässiger Einsatz im Büro, Josef Henseler


3. Pascal Bernet, 1. Philipp Helfenstein, 2. Dominique Bernet

Abteilung LUPI, Josef Helfenstein
  





Generalversammlung  2009
 
Ehrungen
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2009 (Eintritt 1958)
Jost Alfons
Schaffhauser Hans
Von Rotz René
Freimitglieder per 1.1.2009 (Eintritt 1983)
Achermann Adolf
Bächler Manfred
Brändli Hanspeter
Brügger Sigi
Egli Hanspeter
Elmiger Hans Peter
Emmenegger Heinz
Gallati Hans
Käch René
Stalder Hans
Stöckli Walter
Veteranen VSAV per 1.1.2009
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1988)
Bolli Hans
Jeker Hans
Kupper Josef
Leupi Rudolf
Märchy Urs
Schmidlin Jürg
Sigrist Max
Suter Max
Welf Edwin
Zbinden Beat


Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2009

Das vielfältige Angebot an Aktivitäten in allen Sektionen war auch dieses Jahr mit grossem Einsatz aller Beteiligten vorbereitet und durchgeführt worden. Nebst vielen Herausforderungen war das Jahr 2009 bereits begleitet von Vorbereitungen auf unser 150. Jubiläum im Jahr 2011, was im 2010 intensiv weitergeht und uns alle stark fordert aber auch Freude bereitet. Erfreulich ist, dass wiederum einige Jungmitglieder dazugestossen sind und auch aktiv an den Veranstaltungen teilnehmen.

Besonders erspriesslich sind die vielen Kontakte und das Zusammenwirken mit Gesellschaften, Vereinen und Organisationen, die die gleichen oder ähnliche Ziele verfolgen wie wir. Dies gilt es nun auszubauen und zu festigen.

Es ist mir ein Anliegen, diese Angebote, wie sie aus den folgenden Jahresberichten der Sektionen hervorgehen, noch vermehrt beliebt zu machen. Es sind dies im Besonderen:

Der Turmvogt, Edwin Singer mit seiner Turmmannschaft. Sie haben dieses Jahr eine Spitzenleistung für unseren Verein und die vielen begeisterten Turmbesucher geleistet. Es ist eines der Hauptanliegen, diese sehr professionelle Tätigkeit auch unter dem Zepter des neuen Turmvogtes in Zukunft zu sichern. Für die grosse uneigennützige Arbeit verbleibt uns nur zu danken. Danke ganz besonders Edwin Singer, der für den Verein auf seine perfekte Weise in all den Jahren uneigennützlich Grossartiges geleistet hat.

Was den Turm anbetrifft, ist Edwin Singer mit einem grossen Kreis an sehr kompetenten Fachleuten an der Redaktion unseres neuen Turmbuches. Bestimmt wird es zu einem Erfolg werden, wir sind gespannt darauf. Zu diesem Anlass ist ebenfalls unser Archiv schon weitgehend reorganisiert worden. Ganz besonders erwähnen will ich den professionellen und für uns unbezahlbaren Einsatz unseres Zeugherren, Dr. Werner Sarbach. Nach einer vieljährigen leidenschaftlichen Betreuung und steten systematischen Erweiterung unserer Waffensammlung im Turm mit vielen Unikaten haben wir nun eine Sammlung auf die wir sehr stolz sein dürfen. Er hinterlässt seinem Nachfolger, Renato Steffen, einen kleinen Schatz. Dafür danke ich Dr. Sarbach ganz herzlich. Auch er ist uns ein wahres Vorbild.

Nicht desto weniger haben auch die anderen Sektionen mit ihren Tätigkeiten Grosses geleistet, so das Schiesswesen mit seinen vielen interessanten Programmen. Der Oberschützenmeister hat mit seinen Kommissionsmitgliedern und vielen Helfern ebenfalls Gewaltiges geleistet. Bei der Suche nach seinem Nachfolge hat es sich wiederum gezeigt, wie schwer es ist, in der heutigen Zeit einen würdigen Nachfolger zu finden. Es ist erfreulich, wie sich auch unsere älteren Kameraden ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten bei Anlässen immer tatkräftig mithelfen. Roger danke ich für den langjährigen Einsatz und ganz besonders, dass er uns in der Kommission weiterhin zur Verfügung steht.

Nicht daran vorbei und mehr als nur erwähnenswert ist die vorbildliche Leistung der Sport- und Technischen Kommission, es ist Urs Vogel. Viele Anlässe hat er fast im Einmannbetrieb organisiert und auch dieses Jahr perfekt durchgeführt. Die grösste Herausforderung waren dieses Jahr wohl die Regionalen Art Wettkämpfe. Er hat diesen anspruchsvollen Anlass zusammen mit seinen vielen «Gehilfen» vorbildlich organisiert und durchgeführt, sogar mit einem finanziellen Gewinn. Es gibt hier noch vieles zu erwähnen, so die Marschgruppe, den Wehrsport und nicht zuletzt die Bergwanderung. Bei diesem schönen Erlebnis hoffe ich, dass im 2010 viele Begeisterte daran teilnehmen werden. Es ist eine Wunderschöne Wanderung für jung und alt. Danke Urs für Deine grossartige Arbeit.

Ganz herzlichen Dank auch unserem Obmann der Alten Garde, Franz Erni. Er hat nicht nur den interessanten Anlass beim Logistikzentrum der Post in Härkingen organisiert, sondern ist stets auch zur Stelle wenn wir ein verdientes Mitglied beglückwünschen dürfen oder auch wenn es um die letzte Ehre geht. Tatkräftig unterstützt wird er auch stets von unserem Fähnrich, Marco Wicki und nicht zuletzt von unserem Josef Helfenstein, der stets zur Stelle ist, wenn es zu helfen gilt. Herzlichen Dank.

Die traditionelle «Vereinsreise», wenn auch etwas im Stillen, führte dieses Jahr unter Führung von Hans und Lisbeth Thomman nach Bad Ischgl und Salzburg. Es war ein wunderschönes Gemeinschaftserlebnis. Danke.

Marco Wicki und seiner Mannschaft danke ich für das gelungene Salutschiessen am 1. August. Es war wieder ein schöner Anlass auch zur Freude unserer Gäste. Danke dem Casino für den traditionellen Apéritiv.

Die Barbara-Feier haben wir dieses Jahr am 5. Dezember nach dem Barbara-Bittgottesdienst, wiederum auf dem Vierwaldstättersee verbracht. 2011 wird es dann wieder gesellschaftliche Anlässe im grösseren Rahmen geben. Dem Jodelchor Bärgkristall unter der Leitung ihres Präsidenten, Ruedi Gilli, danke ich ganz herzlich für die schönen Beiträge. Dem Jodelchor sind wir natürlich ganz besonders verbunden, da er einst aus unserem Verein hervorgegangen ist.

Ein grosser Dank gebührt unserem Redaktor, Peter Imgrüt. Den Beweis für seine Leistung können Sie dem Internet, www.avluzern.ch entnehmen.

Die Verdienste unseres Kassiers, Peter Wolf entnehmen wir seiner Jahresrechnung, es ist eine grosse, sorgfältige Arbeit, dafür ein ganz herzliches «Vergelts Gott».

Danken will ich wiederum meinen Vorstandsmitgliedern für den uneigennützigen Einsatz, für die tolle Kameradschaft und allen, die etwas für unseren Verein beigetragen haben, direkt oder indirekt, Ihnen allen, dass Sie dabei sind und uns unterstützen.

Andrea Grisch , Präsident


Jahresbericht des Oberschützenmeisters 2009

 Mit dem Ustertagschiessen 2009 ging auch dieses Jahr die Freiluftsaison der Schützen zu Ende. Beim 300-m-Freundschaftsschiessen mit dem WV Hochdorf war die Beteiligung seitens AVL ein zweites Mal in Folge dürftig, mit 8 Schützen ist gerade noch die nötige Anzahl Schützen ins Seetal gereist. Ein Sieg lag somit auch dieses Jahr ausser Reichweite. Beim Verbandsschiessen VSAV konnte die Beteiligung nicht ganz gehalten werden, jedoch waren die Resultate wiederum gut bis sehr gut. Bei Pistolen 25 m erreichten Armin Küttel und Oskar Bernet beide das Punktemaximum von 150 Pt. Gratulation! Die Pistolenschützen konnten im Sektionsstich 50 m am Kantonalschützenfest beider Basel den hervorragenden zweiten Platz erringen.

Das Barbaraschiessen VSAV wurde dieses Jahr durch den AV Rottal organisiert und fand in Wolhusen statt. Der Gruppentitel 50 m Pistole konnte leider nicht verteidigt werden. Auf 25 m reichte es leider auch nur für Rang 5. Bei der Gewehrkonkurrenz schossen einige Schützen sehr gute Resultate. Die beste AVL-Gruppe rangierte sich auf Rang 6. Das Freundschaftsschiessen Pistolen 25 m mit der Schiesssektion der STAPO wurde 2009 von der STAPO gewonnen. Der Wanderpreis bliebt somit definitiv bei der Schiessektion der Stadtpolizei. Es ist ein Fortführen des Freundschaftsschiessen mit der neu fusionierten Luzerner Polizei geplant.

Das Morgarten-Schiessen wurde vom AVL diese Jahr wieder auf beide Distanzen besucht. Die Resultate konnten wohl nicht alle Schützen zufrieden stellen. Das Ustertagschiessen fand dieses Jahr bei guten äusseren Bedingungen statt. Dementsprechend waren die Resultate einiges besser als letztes Jahr.

Die Luftdrucksaison ist Mitte Oktober eröffnet worden. Die Resultate werden laufend veröffentlicht.

Der Stand Hüslenmoos Emmen ist nun lärmsaniert. Somit sollte einem ausgedehnten Schiessbetrieb nichts mehr im Wege stehen. Die Eröffnung der neuen Schiesshalle auf der Allmend wird voraussichtlich nicht vor 2012 erfolgen.

Nach zehn Jahren als Oberschützenmeister werde ich, wie angekündigt, anlässlich der GV 2009 (März 2010) von diesem Amt zurücktreten. Es freut mich mitzuteilen, dass Marcel Galliker sich breit erklärt hat, dieses Amt – unter Vorbehalt seiner Wahl durch die GV – zu übernehmen. Marcel Galliker ist ein langjähriges Mitglied der Schiesskommision und amtete bereits als Jungschützenbetreuer. Ich danke Marcel für seine Bereitschaft. Leider hat Roland Felder seinen Rücktritt aus der Schiesskommission erklärt. Ich möchte Roland für seine geleistet Arbeit an dieser Stelle danken.

Zum Schluss möchte ich noch allen danken die den Schiessbetrieb des AVL über die Jahre ermöglicht haben. Einen speziellen Dank möchte ich den Mitgliedern der Schiesskommission und den Aufsichtspersonen im LUPI-Schiessen aussprechen, welche durch ihren Einsatz eine reibungslose und unfallfreie Schiesssaison ermöglichen.

Roger Albisser, Oberschützenmeister


Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2009

Flüchtig verrinnen die Jahre, auch für uns im Vorstand, Komissionen und vom Ausschuss Alte Garde. Kaum starten wir ins neue Jahr, bereiten wir uns für die GV, für Jahresprogramme und natürlich für unsere 150 Jahrfeier im Jahre 2011 vor.

Die Alte Garde organisiert für alle unsere Mitglieder, dieses Jahr in nächster Nähe , das Militärmuseum in Kriens. Für eine interessante Führung durch das Museum konnten wir unser Mitglied Divisionär Walter Zimmermann aD. gewinnen. Ein Datum wird frühzeitig publiziert.

Leider haben uns im Jahre 2009 zehn Kameraden für immer verlassen: Sie hinterlassen für uns und Ihre Angehörige eine grosse Lücke. An unserem Bittgottesdienst zu Ehren der Hl. Barbara gedenken wir jedes Jahr unserer verstorbenen Kameraden. Unserem Feldprediger, Herrn Pfarrer Burkard Zürcher, sei hier unser Dank gesprochen. Die Kollekte, die wir anlässlich unseres Gottesdienstes für das Blindenheim Horw gesammelt haben, ergab die stolze Summe von Fr. 207.50. Herzlichen Dank !

Franz Erni, Obmann Alte Garde


Jahresbericht der Turmkommission 2009

Die Turmkommission und das Team der Stubenmeisterinnen und Stubenmeister blicken auf ein erfreuliches Jahr zurück. Das durfte zu Beginn allerdings nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Das schwieriger gewordene wirtschaftliche Umfeld liess auch Optimisten befürchten, dass der Wasserturm von den negativen Begleiterscheinungen ebenfalls betroffen sein könnte. Und so präsentierte sich der Saisonstart nach der Winterpause dann auch eher schleppend. Die drei Sommermonate Juni, Juli und August waren zusammengefasst dann aber doch besser als im Vorjahr. Und schlussendlich sorgten die sehr guten Ergebnisse im Herbst und Vorwinter dafür, dass das Jahresergebnis zwar nicht das Rekordresultat von 2007 erreichte, aber doch wesentlich besser war als 2008. Dafür gebührt den Stubenmeisterinnen und Stubenmeistern ein grosser Dank. Sie sind es, welche die aufwändige Arbeit immer sehr professionell und engagiert leisten.

Die Turmkommission tagte wie üblich dreimal. Im Hinblick auf den im Frühjahr 2010 erfolgenden Rücktritt des Zeugherrn, Dr. Werner Sarbach, wählte die Generalversammlung 2009 Renato Steffen als Mitglied und künftigen Nachfolger in die Kommission. Renato hat sich in die Belange des Wasserturms allgemein und in jene der Waffensammlung im Besonderen sehr gut eingearbeitet. Für die Regelung meiner eigenen Nachfolge wäre es mir mehr als recht gewesen, wenn mein Nachfolger als Turmvogt

ebenfalls bereits ein Jahr zuvor verfügbar gewesen und sich damit gut in die arbeitsintensive Aufgabe hätte einarbeiten können. Aber eben, das Sprichwort sagt «Gut Ding will Weile haben» und so waren sowohl der Vorstand wie auch die Turmkommission glücklich, wenigstens gegen Ende 2009 die Nachfolge geregelt zu haben.

Ich habe in den beiden letzten Jahresberichten darauf hingewiesen, dass der Vorstand im Hinblick auf das 150-Jahre-Jubiläum des Vereins im Jahre 2011 beschlossen hat, das 1978 erstmals und 10 Jahre später in zweiter Auflage herausgegebene Turmbuch mit dem Titel «Der Wasserturm in Luzern» durch ein vollständig neues und mehr auf den Turm als Kulturobjekt und weniger auf den Verein bezogenes Buch zu schaffen und herauszugeben. Die mit Top-Fachleuten besetzte Arbeitsgruppe hat in mehreren Sitzungen tolle Arbeit geleistet. Das Buch wird im Frühjahr 2010 in Druck gehen und rechtzeitig auf den Beginn des Jubiläumsjahres für interessierte Vereinsmitglieder und weitere Bevölkerungskreise verfügbar sein. Ich danke der Arbeitsgruppe, die ich – das war mir eine besondere Ehre – leiten durfte, ganz herzlich für den grossartigen Einsatz, die fachkompetente Arbeit und die gute Kameradschaft, die in diesem bunt zusammen gewürfelten Team geleistet wurde und herrschte.

Ein ganz besonderes Highlight des Berichtsjahres war ganz klar der Tag der offenen Türe im Wasserturm am Samstag, 12. September 2009. Aus Anlass des europäischen Tags des Denkmals unter dem Motto «Am Wasser» organisierten wir diesen Tag zusammen mit der kantonalen Denkmalpflege. Diesem vorausgegangen war ein Besuchstag für Schulklassen. Insgesamt besichtigten an den beiden Tagen zwischen 800 und 900 Personen den Wasserturm. Für uns war das eine einmalige Werbemöglichkeit für den Turm und für den Verein. Überschattet wurde der Erfolg nur durch den Umstand, dass sich einzelne interessierte Menschen wegen dem grossen Andrang und den deshalb nicht zu verhindernden langen Wartezeiten teilweise sehr aufregten und ihrem Ärger auch mit Leserbriefen in der Tagespresse Ausdruck gaben. Für künftige derartige Anlässe werden sich die mit der Organisation beauftragten Funktionäre etwas einfallen lassen müssen, wobei nicht vergessen werden darf, dass die besonderen logistischen Verhältnisse im Turm auch weiterhin ein- und beschränkend bleiben.

So trete ich nun an der Generalversammlung vom 11. März 2009 nach fünf Jahren dankbar und erfüllt von vielen schönen und interessanten Begegnungen mit unseren Besucherinnen und Besuchern von der ehrenvollen Aufgabe als Turmvogt und damit verbunden als Mitglied des Vorstandes zurück. Die vergangenen fünf Jahre waren die Krönung meiner bisher rund 30 Jahre dauernden Mitgliedschaft im Verein. Ich danke unseren vielen Gästen für die Treue und Freundschaft, die sie uns als Organisation und mir persönlich entgegengebracht haben. Ich danke dem Team der Stubenmeisterinnen und Stubenmeister, welche mich akzeptiert und stets vorbehaltlos unterstützt haben. Und schlussendlich danke ich den Mitgliedern der Turmkommission und dem Vorstand für das Vertrauen, dass ich stets positiv spüren durfte. Ich wünsche dem Verein, seinen Mitgliedern und allen Freunden und Sympathisanten des Artillerievereins Luzern – Gesellschaft zum Wasserturm weiterhin viel Freude und Erfolg. Und als älter gewordener Soldat bleibt mir ganz zum Schluss nur noch der Hinweis:
So trete ich nun an der Generalversammlung vom 11. März 2009 nach fünf Jahren dankbar und erfüllt von vielen schönen und interessanten Begegnungen mit unseren Besucherinnen und Besuchern von der ehrenvollen Aufgabe als Turmvogt und damit verbunden als Mitglied des Vorstandes zurück. Die vergangenen fünf Jahre waren die Krönung meiner bisher rund 30 Jahre dauernden Mitgliedschaft im Verein. Ich danke unseren vielen Gästen für die Treue und Freundschaft, die sie uns als Organisation und mir persönlich entgegengebracht haben. Ich danke dem Team der Stubenmeisterinnen und Stubenmeister, welche mich akzeptiert und stets vorbehaltlos unterstützt haben. Und schlussendlich danke ich den Mitgliedern der Turmkommission und dem Vorstand für das Vertrauen, dass ich stets positiv spüren durfte. Ich wünsche dem Verein, seinen Mitgliedern und allen Freunden und Sympathisanten des Artillerievereins Luzern – Gesellschaft zum Wasserturm weiterhin viel Freude und Erfolg. Und als älter gewordener Soldat bleibt mir ganz zum Schluss nur noch der Hinweis:

«Kameraden, ich melde mich ab!»
Edwin Singer, Turmvogt


Jahresbericht der Sport – und Technischen Kommission 2009

Eine der Aufgaben des Vorsitzenden der Technischen Kommission ist es, der Versammlung Rechenschaft für den Bereich Sport und Wehrsport und dadurch über einen Teil der ausserdienstlichen Tätigkeiten im vergangenen Jahr abzugeben. Damit ist dies mein 8. Jahresbericht, für dessen Urheberschaft ich mich verantwortlich zeichne. Selbstverständlich nehme ich diese Aufgabe mit sehr grossem Interesse wahr und berichte der 149. Generalversammlung über unsere Aktivitäten! Der folgende Jahresbericht soll dem Vereinsmitglied und dem Leser Einblick in unser abwechslungsreiches und interessantes Vereinsjahr geben. Es ist auch eine Bilanz über die durchgeführten und besuchten Anlässe. Für manche mag es auch den Wissenshunger über all unsere Aktivitäten, Erfolge und Resultate stillen. Vor allem wenn diese gross mehrheitlich erfolgreich, angenehm und erfreulich waren.

Einleitung
Ich glaube, ich gehöre nicht zu den Neujahrspredigern, die schon seit einiger Zeit den Niedergang des traditionellen Vereinslebens beklagen. Ich stelle jedoch fest, dass ein Verein und deren Mitglieder sich auf die veränderten gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen einstellen und die neuen Herausforderungen anpacken müssen, um weiterhin erfolgreich fortbestehen zu können. Hier sind wir alle, jedes Vereinsmitglied in der Verantwortung und wir müssen uns durch unser engagiertes Teilnehmen am Vereinsleben und am Rekrutieren neuer junger Mitglieder aktiv hervortun. Es ist mir wichtig, uns diese Botschaft auch nach den vergangenen 365 Tagen wieder einmal in Erinnerung zu rufen.

Aus diesem Grund verfasse ich den Jahresbericht auch dieses Jahr in einer ausführlichen und umfassenden Form und gebe damit der 149. Generalversammlung Rechenschaft und Aussenstehenden Einblick in einen kompetenten ausserdienstlichen Verein hier auf dem Platz Luzern. Besonders hebe ich hervor, dass der Artillerieverein Luzern durch seine gute Kameradschaft und den inneren Zusammenhalt unter den Mitgliedern getragen wird und wesentlich dazu beiträgt, dass wir im wehrsportlichen und gesellschaftlichen Leben Luzerns bekannt und anerkannt sind. Wir werden beobachtet und gehört! Diese Annehmlichkeiten ehren uns auf der einen Seite, bringen jedoch auch Verantwortung mit und verpflichten uns für die Zukunft. Wir dürfen stolz sein, dem Artillerieverein Luzern anzugehören!

Das Umfeld in das auch unser Verein eingebettet ist und das für die Nachwelt bestimmt interessant ist, hier festgehalten zu werden, war im abgelaufenen Jahr 2009 wirtschaftlich gesehen alles andere als rühmenswert und wird als Krisenjahr in die Geschichte eingehen. Meines Erachtens, ein unentschuldbares Fehlverhalten gewisser Wirtschaftführer. Politisch und gesellschaftlich gesehen, war es jedoch nicht allzu schlecht, wenn es auch von zahlreichen Meinungsmachern und solchen, die die öffentliche Meinung beeinflussen, laufend schlecht geredet wird. Unser schönes Land steht deutlich besser da, als die meisten Staaten Europas und auch der übrigen Welt! – Wir hatten bekanntlich eine Abstimmung im vergangenen Jahr, die klar aufgezeigt hat, dass die veröffentlichte Meinung und die öffentliche Meinung zur Überraschung einiger meinungsbildender Protagonisten mit Volkes Stimme nicht deckungsgleich war, um es moderat auszudrücken. Die Schweiz steht im internationalen Vergleich hervorragend da und hebt sich in verschiedenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belangen deutlich von anderen Staaten im Positiven ab. Dies ist gut so! – Nehmen wir unser Land auch als Vorbild für die ausserdienstlichen Aktivitäten und damit für unseren Verein!

Wir, die Schweizerinnen und Schweizer, haben einen neuen Sport- und Verteidigungsminister, der die beste Armee will und wir Ausserdienstlichen werden unseren Bundesrat dahingehend unterstützen, um diese beste Armee auch möglichst bald zu haben! Auch das ist gut so! Ebenfalls haben wir einen neuen und kompetenten obersten Chef der Schweizer Armee. – Als Mitglieder eines ausserdienstlichen Vereins, Bürger in Uniform und politisch denkende Menschen darf und muss uns dies interessieren.

Nun werte Leserin, geschätzter Leser dieses Jahresberichts, Sie haben bestimmt Verständnis, dass ich hier nicht weiter auf die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und auch nicht auf all die grossen Erfolge und Errungenschaften eingehen werde, sondern mich auf die Aktivitäten unserer Wehrsportler im Artillerieverein Luzern beschränke. Denn dies ist unsere Kernkompetenz und damit leistet unser Verein einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt einer Stadt und einer ganzen Region. Ich wiederhole es noch einmal, dies ist gut so und wir dürfen stolz sein, «Stadt Luzerner Artilleristen» zu sein!

Statistik und Vergleiche
In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten beinhaltet, standen 29 (Vorjahr 32) wertungsberechtigte Anlässe in unserem Jahresprogramm. Total haben 289 Aktive alle diese Wettkämpfe, Läufe und Märsche besucht, damit haben wir die Vorjahreszahlen erreicht. Positiv ist festzustellen, dass es auch in unserem Verein einige engagierte Mitglieder gibt, die vom reichhaltigen Angebot Gebrauch machen und sich mit Überzeugung im Tarnanzug dem sportlichen Wettkampf stellen.

In der Wertung um den Wanderpreis «Alpini Quattro» standen wiederum 7 Anlässe an und es wurden alle besucht und durchgeführt. In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 6 Anlässe ausgeschrieben. Auch hier fanden alle Veranstaltungen Teilnehmer, die sich in die Übungskontrolle einschrieben.

Marschgruppe – Marschszene
Wie bereits in der Juli-Ausgabe des «Der Artillerist» erwähnt, war die 50. Teilnahme unserer Marschgruppe an der 50. Austragung des Schweizerischen 2-Tagemarschs Bern-Belp ein erster Saisonhöhepunkt. 21 Marschiererinnen und Marschierer vertraten hier unsere Farben. Dafür wurden wir mit einer Sonderauszeichnung speziell geehrt. Mit dem 93. Internationalen Viertagemarsch in Holland fand dann mitten im Sommer der bereits schon zur Tradition gewordene Jahreshöhepunkt statt. Zum 49. Mal nahm eine uniformierte Marschgruppe des Artillerievereins Luzern am Vierdaagse in Nijmegen teil. Damit leisteten wir erneut unseren Beitrag zum erfolgreichen Gelingen der Schweizer Delegation mit dem Marschbataillon. Wir, der AV Luzern, sind einer der Eckpfeiler im ausserdienstlichen Einsatz in Nijmegen. Unser Verein war mit 14 uniformierten und 5 zivilen MarschiererInnen an dieser grössten Völkerwanderung der Welt mit dabei. Damit stellten wir, wie in all den vergangenen Jahren eine eigene Marschgruppe. – Bravo! Um jedoch unsere Marschtüchtigkeit zu erhalten, benötigten wir auch im vergangenen Jahr einige Trainings- und Vorbereitungsmärsche. Bekanntlich beginnt das Verbandsjahr mit dem 1. November und somit war der 50. Zentralschweizer Distanzmarsch die erste Herausforderung in unserem Jahresprogramm. Am 8. November 2008 absolvierten wir mit Start und Ziel in Schenkon, über Geuensee, Wauwil, Ettiswil, Buttisholz, Nottwil und zurück nach Schenkon 35 Leistungskilometer.

Der eigentliche Saisonbeginn des vergangenen Jahres 2009 fand im März mit den Trainingsmärschen im Basellandschaftlichen Niederdorf und in Hildisrieden statt. Anschliessend absolvierten wir das dritte Marschtraining im Raum des «Unteren Hauensteins» in den Kantonen Solothurn und Basel-Landschaft. Dann folgten Schlag auf Schlag, die uniformierten Traditionsmärsche. Der 41. Marsch um den Zugersee von Mitte April mit 13 Teilnehmern, gefolgt vom Marschtraining über 50 Kilometer im Emmental von anfangs Mai. Hier begeisterten sich bei wunderschönem Wetter 9 «Luzerner Artilleristen». Eine Woche später nahmen wir am 24. Nidwaldner Sternmarsch in Stans mit 13 MarschiererInnen teil. Anschliessend kam, wie bereits erwähnt, der Qualifikationsmarsch für Holland, die zwei Mal 40 km des Schweizerischen Zweitagemarsches in Bern-Belp wo wir uns entsprechend den Weisungen des Chefs Kompetenzzentrum Sport + Prävention, erfolgreich für Holland empfahlen. Vor dem Höhepunkt folgten noch die drei Trainingsmärsche in Rheinfelden im Fricktal, in Küssnacht am Rigi und in Schüpfheim im Entlebuch. 3 HollandmarschiererInnen legten mit dem Absolvieren des 100-km-Laufs von Biel eine zusätzlich harte Trainingseinheit ein.

Waffenlauf – Langstreckenlaufszene
Der 2007 neu gegründete Waffenlauf-Verein Schweiz hat sein drittes Jahr erfolgreich hinter sich und kann sich heute als fest etablierte Grösse in der Waffenlauf- und Laufsportszene betrachten. Bereits zum zweiten Mal wurde eine Schweizer Waffenlauf Jahresmeisterschaft durchgeführt. An diesen uniformierten Langstreckenläufen mit der Gewehrpackung von 6,2 kg nahmen auch regelmässig zwei «Luzerner Artilleristen» erfolgreich teil, Robert Eiholzer und Urs Vogel waren die Aushängeschilder unseres Vereins.

Am vergangenen 12. Dezember 2009 fand in Wädenswil die dritte Generalversammlung statt. Gegen 100 aktive und ehemalige Waffenläuferinnen und Waffenläufer folgten der Einladung und gaben sich die Ehre unter Gleichgesinnten Rückschau aufs vergangene Jahr zu halten, ihre Jahresmeister zu feiern, die zahlreichen Jubilare zu ehren und sich im kameradschaftlichen Beisammensein mit grossartigen, laufsportlichen Erinnerungen mit der Gewehrpackung auszutauschen. An dieser Versammlung wurde Urs Vogel einstimmig an die Spitze des Waffenlauf-Vereins Schweiz und damit zum neuen Präsidenten und «obersten Waffenläufer» gewählt.

Auch im vergangenen Vereinsjahr hatten wir zivile Laufsportanlässe in unserem Jahresprogramm. An diesen Langstreckenläufen setzten sich einige Mitglieder aus dem AV Luzern hervorragend in Szene. Den Hallwilerseelauf über 21,1 km haben erfolgreich absolviert: Robert Eiholzer und Urs Vogel. Als Erlebnislauf nahmen ihn auch unsere Kameraden Hanneke und Josef Distel erfolgreich unter die Füsse. Am diesjährigen Luzern- Marathon nahmen erfolgreich teil: Elmar Emmenegger und Rolf Meister über die gesamten 42,195 Kilometer und Urs Erni über die Halbmarathonstrecke. Allen diesen erfolgreichen Langstreckenläufern herzliche Gratulation und einen grossen Applaus.

Mehrkampf
Im Jahre 2009 stand weniger unsere Teilnahme als aktive Mehrkämpfer im Vordergrund. Im abgelaufenen Jahr waren wir gefordert, die Mehrkampfszene durch die Organisation der Regionalen Artillerie Sporttage in Buchrain und Inwil zu bereichern. Ich glaube festhalten zu können, es ist uns gelungen. Trotz Wetterpech am Freitag, wurde der Mehrkampf mit dem abwechslungsreichen Orientierungslauf vom Samstag zu einem gelungenen Anlass. Die Regionalen Artillerie Sporttage 2009 können wir dadurch als einen der Jahreshöhepunkte festhalten. Allen engagierten Helferinnen und Helfer möchte ich an dieser Stelle nochmals recht herzlich danken und ein grosses Bravo spenden! – Als aktive Teilnehmer nahmen leider nur zwei Kameraden an diesem Anlass teil. Zu erwähnen ist, dass sich Robert Eiholzer als hervorragender 10. bester Mehrkämpfer und Siebent bester in der Kombination und Paul Achermann als 11. bester Zweikämpfer hervortaten und dadurch auch bei den Aktiven voll erfüllten!

Ende Oktober 2009 fand der Seetaler Mehrkampf statt. Auch hier nahm nur ein Teilnehmer unseres Vereins, Robert Eiholzer, die Herausforderung an. Dafür hatte die attraktive Rütihofstafette (Waffenläufer + Militärradfahrer) wieder zwei Teilnehmer aus dem AV Luzern, Robert Eiholzer und Urs Vogel, die die 6,2 kg schwere Gewehrpackung schulterten, sich einen Militärradfahrer angelten, an den Start gingen und hervorragend gelaufen sind!

Zusammenfassung
Ziehen wir die Berichte der Sportaktivitäten der vergangenen drei Ausgaben des «Der Artillerist» ebenfalls als Ergänzung zu diesem Rückblick auf des vergangenen, sportliche Vereinsjahr bei. Gravierende Verletzungen oder tragische Unfälle sind mir im abgelaufenen Vereinsjahr keine bekannt, somit können wir auf äusserst erfolgreiche ausserdienstliche Aktivitäten zurückschauen. Sicher nicht immer selbstverständlich, da es in unserem Sport vielfach auch immer schneller, weiter und höher gehen muss.

Zum Schluss wollen wir all den Verdienten einen riesen Applaus spenden, ein Bravo und ein Dankeschön sagen! Diese Worte des Dankes richte ich an alle meine Vereinskameraden, MarschiererInnen, aktiven Wehrsportler, Mehrkämpfer und auch den Teilnehmern an der Wanderung. Einen speziell Dank verdienen all die zahlreichen HelferInnen, die uns an den von uns organisierten Anlässen besonders unterstützt hatten. Ebenfalls danke ich vor allem auch unseren Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen. Diejenigen, die mir immer wieder wohlwollende und positive Rückmeldungen liefern und mich unterstützen, denen sage ich herzlichen Dank!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit!» beende ich meinen Jahresbericht. Es lohnt sich, und die zahlreichen Organisatoren von wehrsportlichen und ausserdienstlichen Laufsport- und Mehrkampfangeboten verdienen eine grössere Beteiligung! Auch das Jahr 2010 wird uns allerhand abwechslungsreiche und attraktive sportlichen Herausforderungen bieten. Denken wir nur an unsere 50. Teilnahme an der weltweit grössten Marschveranstaltung, dem 94. Viertagemarsch von Nijmegen.

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission