Berichte 2010

> 50. Teilnahme Viertagemarsch Nijmegen
> Unterwegs mit dem Velo an den 4-Daagse in Nijmegen
> Schiessberichte
> Marschgruppe/Sportberichte
> Generalversammlung 2010
> Jahresberichte 2010

94. Internationaler Viertagemarsch Nijmegen NL
50. Teilnahme des Artillerievereins Luzern




Einleitung

Nordeuropa, die Benelux-Staaten und speziell die Niederlande mit Nijmegen sind die Kerngebiete der Marsch- und Wanderszene. Hier werden die meisten ein- oder mehrtägigen Distanzmärsche mit grösseren Teilnehmerzahlen durchgeführt. Die Schweiz darbt diesbezüglich dahin, wenn man die rückläufigen Teilnehmerzahlen und das Eingehen des einen oder anderen Distanzmarsches (Sternmarsch SMSV Aarburg, GG-Marsch Spiez, Nidwaldner Sternmarsch und weitere) beobachtet. Viele Junge können oder wollen sich scheinbar nicht mehr für die Wanderund Marschbewegung begeistern. Weil der Funken dieses «Spirits of Nijmegen», dieses Geistes der weltweiten Wanderbewegung mit all seinen hervorragenden und positiven Begleiterscheinungen nicht hinüberspringen will. Es fehlt vor allem auch an der nötigen Aufmerksamkeit in den Medien. Der Viertagemarsch von Nijmegen mit seiner 94. Austragung im Jahre 2010 und der 50. Teilnahme der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern wären somit eine der wenigen Gelegenheiten, unsere Leistungsbereitschaft, unsere Leistungsfähigkeit und unseren Tatbeweis des vorbildlichen Auftretens einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Anrufe an die Redaktion der die «Neue Luzerner Zeitung» werden abgetan, dass sich die Zeitung bei Interesse melden werde. Auf bebilderte und gut dokumentierte Einsendungen wird gar nicht eingegangen, sie verschwinden im elektronischen Papierkorb. Die nicht besonders militärfreundlich geprägte Schweizer Medienlandschaft bewies sich einmal mehr als ignoranter Haufen!

Mit Ausnahme des Abbruchs aufgrund der Hitzeopfer im Jahre 2006, war in den vergangenen Jahren in der grossen Mehrheit der Schweizer Printmedien, von den Elektronischen ganz zu schweigen, nichts aber auch gar nichts über den Viertagemarsch wahrzunehmen. Trotzdem schaffte es die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern, dieses Jahr in Nijmegen mit einer Präsenz und Stärke aufzutreten, wie noch nie in ihrer 50-jährigen Geschichte. War es ein uns selbst gemachtes Geschenk? Wenn dem so wäre, dann Hut ab vor den blasen-verschmierten, verschwitzten und muskelschmerzgebeutelten Selbstbeschenkten. Noch nie war die Holland-Delegation des Artillerievereins Luzern so gross wie dieses Jahr. Sage und schreibe absolvierten 21 TeilnehmerInnen, 16 in der uniformierten Marschgruppe und 5 Zivilisten den diesjährigen 4-Daagse. Die Statistik der vergangenen 50 Jahre zeigt auf, dass in unserem Verein eine positive Entwicklung festzustellen ist und dies vor allem wieder in den vergangenen 10 Jahren. Erfreulich, die Marschszene im Artillerieverein lebt nach wie vor! Dies ist doch ein grossartiger Erfolg! Mit Fug und Recht können wir diese Entwicklung als Erfolgsgeschichte unseres Vereins und unserer Marschgruppe bezeichnen. Das ehrt den Verein im Allgemeinen und unsere Marschgruppe mit ihren Leistungsträgern im Speziellen, die Medien wollen jedoch nichts davon wissen!



Ausgangslage zum 50-jährigen

Aus Anlass der 50. Teilnahme und der grossen Anzahl von Marschbegeisterten im Jubiläumsjahr, kommt der diesjährige Vierdaagse-Bericht etwas umfangreicher daher! Er darf und soll durchaus auch als militärsportlichen Geschichtsvermerk in die Vereinschronik oder eben für unsere Zeitschrift «Der Artillerist» eingehen. Was in den vier Tagen vom 20. bis 23. Juli 2010 alles passierte und wie ausserordentlich erfolgreich unsere Marschgruppe auch dieses Jahr abschnitt, werden wir auf den kommenden Zeilen ausführlich erfahren.

Vermutlich war es auch einer der wenigen Vierdaagse wo während den 4 Marschtagen keine Niederschläge fielen und es immer trocken war. Bestimmt während einer Marschgeneration von ca. 20 Jahren war es das erste Mal, wo wir durchgehend «trockenen» Hauptes ans Ziel kamen. Daher möchte ich einmal in den Raum stellen, dass es der Wettergott äusserst gut meinte mit dem Jubilar, der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern. Auch «von oben» erhielten wir somit ein nicht unwichtiges Jubiläumsgeschenk!

Anreise

Am Samstag, 17. Juli reisten wir mit einem Intercity der Deutschen Bundesbahn wie auch in den Jahren zuvor, sehr komfortabel von Basel über Frankfurt, Köln, Emmerich nach Arnhem und Nijmegen. Die gesamte Marschgruppe und einige Supporter kamen gut vorbereitet in Nijmegen an! Als erstes stand uns der Bezug der Unterkunft bevor, die wir auch dieses Jahr wieder vorbildlich einrichteten. Im Marschgruppenverband verbrachten wir einen ersten gemütlichen Abend beim Nachtessen und einem Glas Wein oder Bier in der Stadt Nijmegen, wo die weit herum bekannten «Sommerfeeten» stattfanden und eine einmalige Stimmung ins Gelderland zauberte.

Zwei unserer Marschkameraden, Marlen Plüss und Rolf Meister, starteten bereits eine Woche früher. Die beiden machten sich mit dem Rad auf die ca. 680 km lange Strecke nach Nijmegen. Dies ergab pro Tag um die 100 km Radfahren. Somit brachten die beiden einen noch besseren Trainingszustand als wir übrigen Marschierer mit. Oder waren etwa ihre Beine bereits vor dem Vierdaagse-Start übermüdet? Mit Ausnahme, dass Marlen durch einen fürchterlichen Sturz mit verwundeten und offenen Armen und Beinen in Nijmegen einrückte, konnte der Gruppenführer keine Schwächen feststellen. Was heisst, dass das Radeln fürs bevorstehende Marschieren nur gut tat und daher nachahmenswert ist!

Eröffnungsfeierlichkeiten

Ehre wem Ehre gebührt! Gleich zu Beginn, am Sonntagmorgen, 18. Juli, hatte unsere Marschgruppe unter der Leitung des Gruppenführers, Four Urs Vogel, die ehrenvolle Aufgabe, das Fahnendetachement des Schweizer Marschbataillons für den Fahnenaufzug auf dem Zentralplatz des Camps Heumensoord zu stellen! Mit Bravour hatte unsere Marschgruppe diese Aufgabe in Anwesenheit aller anderen teilnehmenden Nationen zur vollsten Zufriedenheit der Schweizer Delegation unter der Leitung von Frau Oberst Rita Eymann ausgeführt.

Fantastische Wetterbedingungen und ein angenehm kühler Abend begleiteten die Eröffnungs-Feierlichkeiten des 94. Vierdaagses 2010 vom Sonntagabend. Diese Veranstaltung begleitet mit der Flaggenparade im Fussballstadion Goffert, durfte unsere Marschgruppe verstärkt mit anderen Marschgruppen die Ehrenformation stellen. Neben einer grossen Eröffnungsshow, sorgten ca. 10 Militärmusiken und aus der Schweiz das Spiel der Kantonspolizei Bern für den militärischen Teil. Der Artillerieverein Luzern vertrat das Schweizer Marschbataillon. Übrigens bereits das 2 Mal in den vergangenen 5 Jahren. Oberst Edgar Gwerder führte das Detachement und Four Urs Vogel war der Fahnenträger!

Neben zahlreichen Show- und Musikdarbietungen, waren vor allem die Paraden der Militärmusiken und die ihr folgenden Delegationen der verschiedenen Streitkräfte mit ihren Uniformen eine wahre Augenweide. Der Marschleiter (OK-Präsident) des Vierdaagses von Nijmegen eröffnete vor vielen tausenden strahlenden MarschiererInnen und Zuschauern den 94. Internationalen Viertagemarsch 2010! Die Reaktionen auf den Einmarsch unserer Marschgruppe, waren wir doch für einen Augenblick das Aushängeschild der Schweizer Marschdelegation, waren äusserst positiv! Kompliment der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern. All diese Aufgaben ehren den Artillerieverein im Allgemeinen und unsere Marschgruppe im Speziellen! – Herzliche Gratulation!

Dass danach die gesamten AVL-MarschteilnehmerInnen den erfolgreichen Auftritt mit unserem Turmwein abrundeten, versteht sich fast von selbst. Jubiläen, wie 50 Jahre Marschgruppe AV Luzern sind Augenblicke des Erinnerns und der Freude! Sie verdienen gebührend gefeiert zu werden und an diesem Abend taten wir dies!

Letzte Vorbereitungen

Am Montag, trafen wir die letzten Startvorbereitungen! Angekündigt waren für den Dienstag, Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius. Manche befürchteten, es könnte sich wiederholen, was sich im Jahre 2006 zugetragen hatte, wo der Vierdaagse nach dem ersten Tag, wegen zwei Todesfällen und gegen 1‘000 Hitzegeschädigten abgebrochen werden musste! Unsere Marschgruppe hatte hier keine Bedenken, waren wird doch bestens vorbereitet und wir durften uns auf die bevorstehenden 4 x 40 km richtig gehend freuen!

All denjenigen, die uns bereits zu diesem Zeitpunkt die Daumen drückten, ein herzliches Dankeschön!

Erster Marschtag nach Bemmel-Elst

Am Dienstag, 20. Juli 2010 war es dann soweit. Punkt 03.15 Uhr war in unserem Camp Tagwache. Der Auftakt zum Wachwerden bildete der «General-Guisan-Marsch»! Dem einen half er zum Sprung aus dem Schlafsack, andere verharrten allenfalls noch kurz in der Achtungsstellung! Jeder freute sich auf seine Art auf das bevorstehende 50. Jahr-Nijmegen-Abenteuer!

Aufgrund des befürchteten Hitzetages, wurden die Startzeiten kurzfristig um eine Stunde vorverschoben, so dass wir am ersten Marschtag bereits um 04.40 Uhr abmarschieren durften. Endlich ging es los. Los auf die ersten 44 km! Die Marschgruppe war mit 16 Angehörigen der Armee gestartet. Ebenfalls waren zum gleichen Zeitpunkt auch unsere 5 Zivilmarschierenden in ihrem Startgelände im Zentrum der Stadt Nijmegen bereit und harrten auf den Startschuss und all das, was ihnen bevorstand.

Der Ausmarsch war traditionsgemäss begleitet von einem Militärmusikkorps. Im Marschschritt defilierten wir vor der uns beehrenden Generalität und Delegationsleitung vorbei. Zügig führte uns die Strecke in die Stadt Nijmegen, über die grosse Wal-Brücke durch Lent nach Bemmel, Elst, Valburg, Oosterhout und wieder über die Brücke zurück nach Nijmegen und in unser Camp Heumensoord.

Der Erste Marsch- und Suppenhalt schalteten wir wie in all den Jahren zuvor in Elst ein. Den Zweiten dann auf dem Militärrastplatz in Oosterhout. Am frühen Morgen waren die Temperaturen angenehm. Ab und zu erfrischte uns auch noch ein kühler Wind. Je näher es gegen Mittag ging, wurde es deutlich wärmer und die Sonne strahlte auf unsere Köpfe. Unter diesen Bedingungen taten sich die Luzerner Artilleristen trotzdem nur positiv hervor! Die Versorgungsqualitäten unseres Betreuers waren am heutigen Tag selbstverständlich gefragt. Hatte doch unser Daniel Winter äusserst viel zu tun, erledigte jedoch seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit sämtlicher MarschteilnehmerInnen! Bravo und ein Dankeschön!

Auch die Organisatoren leisteten mit zahlreichen Wasserstellen ihren Beitrag, es standen gegen Hundert Paletten Mineralwasser am Stassenrand, verteilt auf die Streckenteile mit der grossen Sonneneinstrahlung. Bravo!

Nach einer Marschzeit von 7 Std. 09 Minuten meldeten wir uns geschlossen und ohne grösseren Beschwerden im Camp Heumensoord zurück. Der befürchtete Hitzetag war glücklicherweise nicht eingetreten. Als Besucher und offizieller Vertreter der Armee, war Herr Divisionär Marco Cantieni alle vier Tage anwesend. Bereits morgens in der Früh begrüsste uns Div Cantieni beim Ausmarsch, während des Vormittags auf der Stecke und am Mittag bei der Rückkehr ins Lager. Er konnte sich vom positiven Erscheinungsbild und dynamischen Marschieren der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern persönlich überzeugen.

Entlang der Strecke entdeckten wir auch unseren Luzerner Supporter und ehemaligen Marschkameraden Peter Schmid. Peter hatte den Vierdaagse im Gruppenverband selber 17 Mal erfolgreich absolviert, zuletzt 1996! Er erwartete uns bei brühtender Hitze auf dem, dem rechten Wal-Ufer entlang führenden Damm. Vermutlich um uns dort beizustehen, wo aufgrund der Erfahrungen aus dem Jahre 2006 die grösste Gefahr lauerte.

Keine Angst wir waren bestens auf die warmen Temperaturen vorbereitet. Nichts hätte unserer Gruppe was antun können! Und somit war uns der erste Tag bestens geglückt. Am Abend mussten auch bei uns der eine oder andere die Blessuren und Blasen an den Füssen auskurieren, trotzdem war der erste Tag an unserem 50-Jahrjubiläum erfolgreich geglückt!

Zweiter Marschtag nach Wijchen-Beuningen

Die Tagwache des zweiten Marschtages, den Mittwoch, 21. Juli 2010 war ordnungsgemäss mit dem Marsch «Alte Kameraden» am 03.45 Uhr erfolgt. Die Organisation erwartete normales warmes Vierdaagse-Wetter, das zu keinen besonderen Massnahmen führen sollte. Für uns Angehörigen der Armee war die grüne Strecke dieses Jahr um ca. 3 km verkürzt worden, also eine wesentliche Streckenänderung. Es sollte die etwas längere Strecke vom Vortag kompensieren. So traf es sich, dass wir relativ früh, bereits eine halbe Stunde früher als in den Jahren zuvor, um ca. 07.35 Uhr in Wijchen eintrafen. Leider war der Defilierpunkt um diese Zeit noch nicht besetzt. Vermutlich waren die zu grüssenden Würdenträger noch beim Frühturnen oder beim Morgenessen.

Traditionsgemäss ist in Wijchen immer unser erster Marschhalt. Unser Betreuer Daniel organisierte auch hier eine warme Tomaten- oder Fleischsuppe und jedem ein kühles Cola oder Wasser! Anschliessend machten wir uns auf die noch vor uns liegenden 21 km. Vorher, ca. bei Kilometer 30 schalteten wir auf dem Militärrastplatz ausgangs des Vorortes Beuningen unseren zweiten Marschhalt ein, um uns nochmals für die letzten 10 km zu stärken. Nach dem Weitermarsch, bei der Schleuse vor Nijmegen, wer wartet auf uns? Unser Kamerad Franz Wicki! Wollte Franz sich ganz einfach von der Dynamik unserer Gruppe überzeugen oder einfach mit uns weitermarschieren? Leider war dem nicht so, Franz musste aus gesundheitlichen Gründen, bereits am 1. Tag seinen 45. Vierdaagse beenden. Wobei uns dies zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewusst war und wir es erst später erfuhren.

Die Fortsetzung der Marschstrecke führte uns anschliessend durch die Stadt Nijmegen, dem Hafen entlang, wo uns unsere Vereinskameraden und Supporter aus Luzern, Roland und Yvonne Christen und Marlen und Carlo Rogger auf dem Vorbeimarsch zujubelten und einige Meter begleiteten! Dies ist immer eine grosse Freude, von Landsleuten aus der Heimat begrüsst und unterstützt zu werden! Wie üblich marschierten wir anschliessend zügig durch den beeindruckenden Zuschauerspalier in der Innenstadt von Nijmegen und zurück an unseren Ausgangspunkt, ins Militärlager Heumensoord. Schon fast selbstverständlich absolvierten wir auch den zweiten Tag erfolgreich und somit war bereits Halbzeit des diesjährigen Vierdaagses.

Den ganzen Tag schien die Sonne und es herrschten Temperaturen um die 28° Celsius. Die Marschgruppe des Artillerievereins war auch heute hervorragend unterwegs und wir gehörten mit zu den Besten. Wenn auch der eine oder andere die ersten Beschwerden spürte und dadurch etwas Leiden musste, der Dynamik des schnellen Marschierens tat dies nichts ab. Denn wir waren bereits um 12.30 Uhr und nach einer Marschzeit von 6 Stunden und 13 Minuten zurück in der Unterkunft Heumensoord.

Übrigens besteht unsere Ausrüstung aus dem Tarnanzug 90, der Grundtrageinheit und dem Rucksack. Für jeden männlichen Teilnehmer bis Alter 49 muss das mitgeführte Gepäck 10 Kilo betragen. Dieses Jahr wurde unsere Gruppe an keiner der angekündigten Gewichtskontrollen aufgehalten und überprüft. Trotzdem gilt auch in unserer Gruppe, das Tragen des Gewichtes von 10 Kilogramm ist Ehrensache und selbstverständlich. Treu dem Motto: «Nur der Soldat hat schneid, der auch sein Gewicht über die vier Tage mit ins Ziel in Nijmegen treid!»

Während wir MarschiererInnen unsere Füsse pflegten, die Beine massierten, unseren Geist und Körper ausruhen liessen oder uns ganz einfach zur Ruhe legten und erholten, waren parallel noch drei Supporter unterwegs nach Holland. Unser Präsident Andrea Grisch, unser ehemaliger Marschkamerad aus der Gründergeneration, Walter Strebel und seine nette Freundin Eva Zürcher trafen am späteren Nachmittag in Arnhem ein, um an den folgenden beiden Tagen das Erlebnis Vierdaagse als treue Supporter selber mitzuerleben.

Nach dem Nachtessen durften wir uns von den Künsten des Schweizer Musikkorps, anlässlich ihres Konzerts für die Bevölkerung in Bemmel, berieseln lassen. Dieses Jahr war es das Spiel der Kantonspolizei Bern, das das Schweizer Bataillon begleitete und bei den Bewohnern Bemmels, anlässlich der Schweizer Wochen, einquartiert war. Nach der Rückkehr ins Camp, verpflegte uns unser Betreuer Daniel Winter wieder mit einer Brotzeit aufs Vorzüglichste und wir genossen noch die eine oder andere Flasche unseres begehrten und beliebten Turmweins vor dem um 23.30 Uhr zu Schlaffsacke gehn.



Dritter Marschtag nach Groesbeek und Kanadischer Friedhof

Wie in all den Jahren waltete der Weckdienst am dritten Marschtag bereits um 03.15 Uhr seines Amtes. Denn es ist Donnerstag und damit der Tag, wo die Rennerei auf den Kanadischen Friedhof stattfindet. Es ist auch der Tag, wo manch ein Marschierer bereits etwas angeschlagen ist oder die eine oder andere Verletzung an den Füssen dermassen wahrnimmt, dass ihm das schnelle Vorwärtsschreiten nie so unangenehm erschien, wie an diesem Donnerstag. Denn es stehen uns noch zwei Mal 40 km, also noch die Hälfte des Vierdaagses bevor! Also um 04.40 Uhr ging’s los, wir marschierten und marschierten!

Der erste Marschhalt schoben wir nach etwa knapp 2¾ Stunden in Plasmolen, an den Gestaden eines kleinen Sees, ein. Neben dem Verpflegen, diente dieser Halt dem einen oder anderen vor allem auch für das Abdecken, Verarzten oder Verbinden seiner Füsse oder andere Körperteile wurden mit wohltuenden Salben eingerieben! Der Donnerstag ist auch der einzige Tag, wo drei recht nahrhafte Anstiege und noch einige weitere puckelartige Hügelzüge zu überwinden sind und diese standen uns nun nach dieser Pause bevor! Also vorwärts marsch, wir wollten ja rechtzeitig auf dem Friedhof eintreffen. Selbstverständlich schafften wir dies, es ist doch Ehrensache! Zuvor durchwanderten wir das Stadtchen Groesbeek, das unweit der Grenze zu Deutschland in eine hügelige Landschaft eingebetet ist. Der Kanadische Friedhof liegt auf einer Anhöhe und davor war eine äusserst steile Rampe zu durchwandern. Das grosse anspornende Zuschauerspalier lässt einem jedoch richtiggehend den Berg hinauf tragen!

Auf dem Friedhof angekommen, durften wir uns zuerst einmal verpflegen, etwas ausruhen, allfällige Verletzungen verarzten lassen oder uns mit den aus der Schweiz angereisten Gästen und mit unseren zum Teil sehr marscherprobten und fachkundigen Vereinskameraden, Franz Wicki, Peter Schmid, Roland und Yvonne Christen und Marlen und Carlo Rogger und einigen Zivilmarschierenden, wie Edi Singer unterhalten. Roland Christen hatte den Vierdaagse 10 Mal, zuletzt 2001 und Carlo Rogger 1990 ebenfalls ein Mal erfolgreich absolviert.

Das Kommando für den Aufmarsch des Marschbataillons zur feierlichen Kranzniederlegung hatte dieses Jahr unser Marschgruppenkamerad, Oberst Edgar Gwerder. Punkt 11.00 Uhr standen wir in Achtungsstellung vor der Gedenkstätte mit den rund 2’600 Gräbern von jungen kanadischen Soldaten, die anlässlich des Zweiten Weltkriegs bei den Luftlandungen 1944 um die Befreiung Westeuropas in dieser Gegend gefallen waren! Begleitet vom Spiel der Kantonspolizei Bern legte zuerst die Schweizer Delegation mit Div Marco Cantieni und Oberst Rita Eymann einen Kranz nieder. Anschliessend durfte jeder eine Rose auf irgendeines der vielen Grabstätten ablegen und eine kurze Besinnung und Ehrbezeugung an die tausenden kanadischer Kameraden einlegen!

Danach besammelten wir uns wieder gruppenweise, denn es war angesagt, Anlegen des Gepäcks, die Marschbereitschaft erstellen, ab zu marschieren und die restlichen 10 km unter die Füsse zu nehmen. Div Marco Cantieni liess es sich nicht nehmen mit unserer Gruppe mit zumarschieren und sich vom Leistungsvermögen, dem Trainingszustand, der Tüchtigkeit und der Disziplin unserer Marschiererin und den 14 Marschierern und dem einen Betreuer zu überzeugen. Für die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern war es die 50. Teilnahme an diesem Viertagemarsch, das 50. Mal, dass wir andieser Gedenkstätte auftraten! Auch unser zivil marschierender Kamerad Edwin Singer stiess hier zur Gruppe und schloss sich uns an, um den Stallgeruch des militärischen Marschierens im Gruppenverband nicht zu verlieren. Da die zivil Marschierenden völlig andere Startzeiten haben und die Startorte zum Militär eine gute Stunde auseinander liegen, ist es an den vier Tagen nur schlecht möglich auf einander zu stossen.

Einigen gelingt es manchmal, anderen nicht. So reichte es dieses Jahr unseren anderen beiden Vereinskameraden, Hanneke und Josef Distel nicht, zur Gruppe aufzuschliessen. Mit zunehmendem Alter vermögen einem die Beine ganz einfach nicht mehr so schnell über Hollands Asphaltstrassen zu tragen. Und so verpassten Hanneke und Seppi den zur Tradition gewordenen Cognac-Ausschank in Berg-en-Dal. Von dort war es dann noch rund eine Stunde bis an den Ausgangspunkt.

Bei idealen Sommertemperaturen meldeten wir uns geschlossen und ohne allzu schlimme Beschwerden nach einer Marschzeit von 7 Std. 12 Minuten in unserem Lager Heumensoord bei unserer Delegationsleitung, Frau Oberst Rita Eymann zurück. Danach war für diejenigen mit den ausgetrockneten Kehlen Einkehr im Bierzelt um den ersten grossen Durst mit einem kühlen Hell zu löschen, bevor es unter die Dusche und zur Erholung auf die Liegen ging.

Gästebesuch mit Nebengeräuschen beim Zutritt

Im Verlauf des Nachmittags meldete sich am zentralen Lagereingang Heumensoord, unsere am Mittwoch aus der Schweiz angereisten Gäste. Unser Vereinspräsident Andrea Grisch, unser ehemaliger Marschkamerad aus der Gründergeneration, Walter Strebel (Jg 25) und Eva Zürcher, die mit ihrer digitalen Spiegelreflexkamera einen schönen Teil der hervorragenden Bilder zu diesem Bericht leistete. – Herzlichen Dank Evi!

Leider wurden unsere Gäste vom zentralen Sicherheitsdienst nicht besonders überzeugend willkommen geheissen und wurden richtig gehend abgewiesen! Für alle drei war es das erste Mal, dass sie dieses moderne Militärlager mit den rund 4‘000 Armeeangehörigen aus aller Welt draussen im Wald besichtigen konnten. Jedoch die Weisungen des Kommandos sind dermassen strikt, dass grundsätzlich keine Besuche mehr zugelassen werden. Erst nach zähen eineinhalbstündigen Verhandlungen unseres Gruppenführers, gelang es uns, für die drei Gäste ein zweistündiges Besuchervisum zu erhalten.

Evi, Walti und Andrea konnten dann endlich einen Einblick in den Komfort unserer Ferienwoche in Nijmegen haben und damit unser Schlaflager und die gesamte Infrastruktur kurz besichtigen. Mit einem feinen Schluck AVL-Turmwein spülten wir den unerwarteten Ärger von den Lippen und feierten somit das gelungene und spontane gemütliche Zusammentreffen!

Walti Strebel hatten den Vierdaagse bereits vor der ersten offiziellen Teilnahme unserer Marschgruppe mit der Gruppe Bramberg Luzern erfolgreich absolviert, bevor er dann später zum AV Luzern stiess. Walti hatte den Vierdaagse 9 Mal als Marschierer und 12 Mal als Betreuer, total 21 Mal absolviert. Auch du Walti verdienst einen grossen Applaus und herzliche Gratulation!



Vierter Marschtag nach Grave – Cuijk und über die Via Gladiola ins Zentrum von Nijmegen

Für alle HollandteilnehmerInnen ist bestimmt der vierte Tag der absolute Höhepunkt, der Vielen nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Am letzten Marschtag sieht bereits manch einer das Ende des Leidens nahen! Es ist der Tag mit den meisten Zuschauerkontakten und dem grössten ohrenbetäubenden Klamauk und Freudenkrach! Es ist der Tag der Feierlichkeiten, der Gratulationen, des Applaudierens, des Hochlebens der Marschierenden. Aber warten, bevor es soweit kam, kommandierte uns der Weckdienst um 03.15 Uhr mit den «Worten zum letzten Marschtag» aus unseren Schlafsäcken! Auch wenn es der vierte und damit der finale Schlusstag war, das Aufstehen fiel trotzdem besonders schwer. Langsam machten sich die kurzen Nächte und das wenige Schlafen bemerkbar und die Müdigkeit steckte bestimmt nicht nur in den Gliedern!

Trotzdem ging’s los und wie, bereits nach ca. 3 Stunden erreichten wir Grave wo uns unser Daniel den ersten Marschhalt vorbereitete. Unsere Gruppe immer noch komplett und voll der Freude und Zuversicht, was uns noch alles an Erfreulichem bevorstehen wird. Weiterhin vorwärts marsch! Das nächste Ziel war der immer wieder eindrückliche Durchmarsch in Cuijk, das Städtchen mit den zwei Kirchtürmen und das Überschreiten der Pontonbrücke über die Maas, wo uns unsere treuen Supporter und Gäste aus der Schweiz erwarteten. Hallo und herzlich willkommen, Marschierende und anspornende Zuschauer treffen sich zur traditionellen Runde um die Cognacflasche im weissblauen Zelt! Auch Herr Div Cantieni und die Delegationsleitung liessen es sich ebenfalls nicht nehmen, auf unser grosses Jubiläum anzustossen, was unsere Marschgruppe besonders ehrte. Die stimmungsvollen und schönen Bilder von Evi Zürcher geben einen Einblick!

Auch hier hiess es dann bald darauf wieder «vorwärts marsch!» Es muss noch weitergehen, wir sind noch nicht am Ziel. Jedoch der Retablierungsplatz rückte immer näher. Die letzten 10 km bis dorthin sind ein wahres Spalierlaufen durch die Zuschauermengen entlang den Strassen und durch die Dörfer. Nach rund 7 Stunden und 10 Minuten hatten wir uns auf dem Schuttershof zurückgemeldet und damit den Vierdaagse erfolgreich beendet?

Nein dem war dieses Jahr nicht so. Wir wurden noch nicht ausgezeichnet. Das neue Marschreglement für die Erfüllung des Vierdaagses schrieb vor, dass die Armeeangehörigen im Bataillonsverband und mit dem gesamten Gepäck Einmarschieren mussten. Im Unterschied zu all den Jahren zuvor, wurde die Zielkontrolle erst am Schluss nach dem Freudentaumel der Abertausenden von Zuschauern über die Via Gladiola und entlang der Ehrentribüne vorgenommen. Wenn der von unserer Musikgesellschaft begleitete triumphale Einmarsch für uns Teilnehmer früher eine eindrückliche Zugabe war, so gehörten die letzten 4 km dieses Jahr zum Pflichtteil und erst danach, im Lager Heumensoord durften wir die wohlverdienten Auszeichnungen in Empfang nehmen!

Aus Anlass unseres grossartigen Jubiläums, hiess es auch dieses Jahr wieder einmal Ehre wem Ehre gebührt. Und diese Ehre gebührte unserer Marschgruppe und speziell unserem Mitglied Edgar. Oberst Edgar Gwerder hatte die ehrenvolle Aufgabe, das Schweizer Marschbataillon anzuführen und damit an der Spitze des Marschbataillons zu laufen!

Neben dem 50-jährigen feierten wir parallel auch noch 20- und 10-jährige Jubiläen

Neben unserem 50-jährigen Jubiläum als Gruppe, hatten wir auch noch drei Kameraden, die ebenfalls eine runde Teilnahme feierten. Es startete, in Nijmegen zum 10. Mal, Edgar Gwerder und Benjamin Zwahlen und zum 20. Mal, Urs Vogel. Da jedoch der Marsch im Jahre 2006 abgebrochen wurde und damit nicht zählte, haben zwei erst die Auszeichnung 9 und 19 auf ihrer Medaille! Während Benjamin bereits 10 Mal erfolgreich am Ziel angekommen ist.

Von der Schweizer Delegationsleitung wurden wir für unsere runden Jubiläen anlässlich des Hauptverlesens mit der entsprechenden Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Für die Marschgruppe durfte unser Gruppenführer Urs aus den Händen der Delegationschefin, Frau Oberst Rita Eymann die grossartige Gruppenerinnerungs- und Jubiläumsauszeichnung und die Glückwünsche der gesamten Schweizer Marschdelegation entgegennehmen. Wenn wir schon bei den Auszeichnungen und Erinnerungssymbolen sind, so war wie in anderen Jahren, auch dieses Mal noch die Gruppenauszeichnung vom holländischen Veranstalter, eine goldige Medaille, auszuhändigen. Diese verdiente sich unser Kamerad Elmar Emmenegger, der den Vierdaagse zum 6. Mal erfolgreich absolvierte. Die Gruppenauszeichnung geht an dasjenige Mitglied, das mindestens 5 Viertagemärsche mit unserer Gruppe absolviert hat und noch nicht in deren Besitze ist.



Bedauerlicherweise fand unser diesjähriges Hauptverlesen mit all den genannten Ehrungen ohne unsere zivilen Gäste, ehemaligen Marschkameraden und angereisten Zuschauerinnen und Zuschauer statt. Ebenfalls fehlte das Musikkorps der Kantonspolizei Bern, das den Anlass gebührend begleitet und umrahmt hätte. Allen diesen Gästen wurde der Zutritt ins Militärlager Heumensoord ohne uns verständliche Gründe zu nennen, verweigert. Jegliche Besuche waren dieses Jahr strikte verboten und die Gesuche wurden abgelehnt!

Herzliche Gratulation der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern zum 50. erfolgreichen Absolvieren des Viertagemarsch Nijmegen 2010! 

Die 15 Marschierenden:

Four
Wm
Oberst
Kpl
Fw
Sdt
Obgfr
Adj Uo
Four
Adj Uo
Sdt
Hptm
Major
Oblt
Wm
Vogel Urs
Zwahlen Benjamin
Gwerder Edgar
Emmenegger Elmar
Meister Rolf
Eiholzer Robert
Limacher Urs
Plüss Marlen
Häfliger Yves-Marc
Masson Patrick
von Gunten Andreas
Zihlmann Thomas
Premerlani Romeo
Zugliani Cyrill
Zugliani Michel
19. Teilnahme
10. Teilnahme
9. Teilnahme
6. Teilnahme
6. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
3. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
 
Der Betreuer:
Wm Winter Daniel  4. Teilnahme (3 x Marschierer / 1 x Betreuer)
 
Die 5 zivil Marschierenden:

Ebenfalls verdienen unsere fünf zivilen Marschteilnehmer ein grosses Bravo, einen Applaus und herzliche Gratulation für die eindrücklichen Leistungen! Wobei unser langjähriger Marschgruppenkamerad Franz Wicki seine 45. Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen am ersten Tag vorzeitig abbrechen musste. Darum wird Franz in der Statistik weiterhin mit 44 erfolgreichen Teilnahmen geführt.
Oberst  Gfr

Motf Oberst
Hansruedi Weber Franz Wicki
Hanneke Distel
Josef Distel
Edwin Singer
45. Teilnahme
44. Teilnahme
42. Teilnahme
37. Teilnahme
24. Teilnahme
 
Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Jahr zur 95. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 19. bis 22. Juli 2011 – und mit dabei die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern!

Urs Vogel – TL



Unterwegs mit dem Velo an den 4-Daagse in Nijmegen
Reisebericht der Radtour nach Holland von Plüss Marlen und Meister Rolf, 2 Mitglieder der Marschgruppe des AV Luzern, anlässlich des Jubiläums der Marschgruppe zur 50. Teilnahme am 4-Daagse in Nijmegen 2010. Sie wurden tatkräftig unterstützt und versorgt durch die Familie von Meister Rolf, welche für die Übernachtungen und das Wohl allen dieser Reise bestens besorgt waren.



1. Reisetag, Sonntag, 11. 07. 2010
Reisezeit 6 h/Distanz 120 km

TTreffpunkt 08.30 Uhr in Kleinhühningen in Basel. Nach dem Fertigausrüsten der Fahrräder und einem kurzen Breefing, geht’s dann ab um 09.10 Uhr durch den Zoll und weiter auf der B3. Nach stetem ansteigen auf gut gekennzeichneten Velowegen geht’s dann weiter auf einer schnellen Talfahrt Richtung Müllheim. Schon waren wir in eine Radarfalle getappt, welche uns grimmig warnte, das hier Tempo 50 und nicht 55 sei. Ohne weiteren Folgen geht’s weiter nach Bad Krozingen und Freiburg. Kurz vor Denzlingen bei km 70 und Uhrzeit 12.30 Uhr machten wir ca. 1h Rast. Auch des Hungers wegen und um der Mittagshitze zu fliehen. Während der Mittagsrast teilte uns Nicole mit, dass sie in Seelbach, 2 km östlich von Lahr einen wunderbaren Campingplatz gefunden habe. Die Überraschung war, dass sie mit den Kindern das Zelt schon aufgestellt hatte und sich auf dem Campingplatz ein Hallenbad befindet. Von dieser Neuigkeit begeistert geht’s weiter nach Herbolzheim und an Ettenheim (Rust) vorbei nach Lahr. In Lahr mussten wir dann feststellen, dass es nicht 2 km sondern 7 km geht bis Seelbach und von da noch 2 km. Eine letzte Glace und das Ziel war vor Augen. Wirklich ein schöner Camping. So nun aber ab ins Kühle nass. Nach der ausgiebigen Abkühlung war dann das Nachtessen im Campingrestaurant angesagt. An diesem Abend lief ja noch das WM Finalspiel zwischen Holland und Spanien. Wir verfolgten das Spiel aber nur teilweise, es hatte sich auch in die Länge gezogen. So zogen wir uns ins Zelt zurück und genossen noch die Abendruhe. Um 23.00 Uhr waren dann alle glücklich den 1. Tag gut bestanden zu haben.

2. Reisetag, Montag, 12. 07. 2010
Reisezeit 7 ½ h/Distanz 120 km

TTagwache 06.30 Uhr durch Marlen mit Ihrer lieben Art. Nach dem Morgenessen haben wir alles abgeräumt, unsere Sachen gepackt und sind um 08.30 Uhr Startbereit. Wieder nach Lahr zurück und weiter nach Offenburg. An Offenburg vorbei wurden wir auf wirren Umwegen umher geführt. Endlich hatten wir den Anschluss wieder gefunden und fuhren nach Kehl, dem Rhein entlang nordwärts bis Rastatt. Das mit Radwegen in Deutschland ist so eine Sache für sich. Eigentlich sind sie gut gekennzeichnet. Und wo es keine hat ist nicht überall klar auf welchen Bundesstrassen man fahren darf. So sind wir auch schon auf Autostrassen gelandet und fuhren bis zur nächsten Ausfahrt begleitet von hupenden Autos. So muss man manchmal den Anschluss um in die gleiche Richtung zu kommen etwas suchen. Das ist aber nicht in allen Bundesländern gleich. Endlich Mittagspause und dann noch schlechte Bedienung, dabei waren wir doch eigentlich freundlich, wenigsten war das Essen gut. Nach zu langer Rast geht’s weiter nach Frankfurt und nach Durlacher, wo unsere nächste Übernachtung auf einem Camping ist. Nach einer erfrischenden Dusche und eigenes Retablieren aller Muskeln, vorbeugend natürlich, freuten wir uns aufs Nachtessen inklusive Dessert. Diese Kalorien schlagen wir längstens wieder heraus. Heute sind alle etwas früher mit guter Stimmung im Bett.

3. Reisetag, Dienstag, 13. 07. 2010
Reisezeit 7 h/Distanz 112 km

TTagwache 06.30 Uhr offiziell. Ich war schon um 05.30 Uhr wach und fing an vorzubereiten und aufzuräumen. Heute bin ich an der Reihe alle aufzuwecken. Natürlich durfte das Morgenessen nicht fehlen. Das ist eine der wenigen Gelegenheiten bei der wir gemeinsam Gedanken austauschen können. Gut gestartet geht’s weiter nach Bruchsal und Philippsburg. Den Umweg oder Zusatzschleife nach Brühl mussten wir machen, weil es dort gute Pizzas gab. Den Abstecher nach Brühl kostete uns ca. 20 km zusätzlich. Wir wollten dies abkürzen, indem wir versuchten die kleine Fähre zu nehmen, welche regelmässig fahre, wurde uns erzählt, was aber nicht der Fall war. Also ab aufs Rad und Km abspulen durch Waldwege und an Schlangen vorbei, und auf Strassen, natürlich gegen den Wind. In Speyer angekommen fuhren wir zufällig an einen Chilbipark. Unser erster Gedanke, jawohl eine Etappenglace wohl verdient. Nach dieser Stärkung geht’s weiter nach Neustadt und Hassloch Richtung Bad Dürckheim. Nach etwas hin und herfahren um den Camping zu finden, stürzte Marlen bei einem etwas speziellen Bahnübergang. Glücklicherweise erlitt sie nur ein paar Schürfungen, dem Velo ist nichts passiert. Nicole hat für uns einen super Campingplatz gefunden, mit Seeanstoss. Also sofort ab ins kühle Nass. Nach etwas ausgedehntem Nachtessen zogen wir uns dann zurück zum Zelt und genossen noch den schönen Vollmond diesem Abend. Um 23.00 Uhr war dann Nachtruhe für alle. Bis jetzt alles gut, Muskeln, Beine, Kopf und Stimmung.

4. Reisetag, Mittwoch, 14. 07. 2010
Reisezeit 6 ½ h/Distanz 114 km

TTagwache offiziell um 06.30 Uhr. Ich war um 06.00 Uhr schon wieder wach, also stand ich auf und fing schon an zu packen. 07.30 Uhr war alles abgeräumt und abfahrbereit. Heute einmal anders als sonst frühstückten wir im Campingrestaurant. Bis jetzt hatten wir uns immer beim Zelt gestärkt. Um 08.30 Uhr fuhren wir los Richtung Kaiserslautern. Die Tatsache, dass wir den Camping in Bad Dürckheim hatten, und nicht in Grünstadt wie geplant, bewegte uns die Tagesroute zu ändern. Statt über hügelige Weinberge, welche uns wie geplant kräfteraubend sein würde, führte unsere Strecke zuerst durch eine Talkluft. Als es anfing stetig heftiger zu steigen, wurde uns klar dass uns mit der geänderten Route nichts erspart blieb. Zur Belohnung bekamen wir dann aber einen allmählichen Abstieg welcher uns bis nach Kaiserslautern begleitete. Bei Kaiserslautern fuhren wir eine Weile an amerikanischen Militärkasernen vorbei, dann Richtung Zentrum. Während wir noch einmal tief in die Karte schauten, stand wie durch Zufall eine etwas ältere Frau neben uns, welche uns super erklärte, wie wir weiter auf unserer Route die Stadt verlassen konnten. Auf der B48 Richtung Bad Kreuznach spulten wir unsre Pflicht Km ab, den die Gegend an dieser Strecke war nicht bemerkenswert. Das Tüpfchen auf dem i war dann der ungeplante extreme Aufstieg, den es noch zu überwinden gab und uns noch die 2. letzten Kräfte raubte, bevor es dann nach Bad Kreuznach hinunter ging. Heute war alles etwas anders. Auch fuhren wir mittags durch und machten erst später Pause. Weiter geht’s dann nach Bingen an den Rhein wo wir unser Nachtlager hatten. Oder anders gesagt wo uns meine Familie auf dem Camping mit aufgestelltem und eingerichtetem Zelt erwartete. Während dem Nachtessen am Abend wurden wir noch überrascht von einem heftigen Sturm. Bei allen von uns sorgte dieser Sturm zu etwas Unruhe, mussten wir doch in kürze das ganze Zeltinventar ins Auto räumen, sonst wäre alles noch nässer geworden. Wir hatten das Zelt nur halb zugemacht als wir uns mit dem Auto vom Camping entfernten, um Essen zu gehen. Da war das Wetter noch gut. Glücklicherweise waren wir in der Nähe in einem SUBWAY eingekehrt, so konnten wir fluchtartig auf den Camping fahren. So mussten wir halt etwas später uns im Auto weiterverpflegen. Eben Heute alles etwas anders. Etwas früher als sonst war heute um 22.15 Uhr Nachtruhe.

5. Reisetag, Donnerstag, 15. 07. 2010
Reisezeit11 h/Distanz 173 km Megatrip

Tagwache 05.30 Uhr für Marlen und mich. Der Rest der Familie bleibt noch auf dem Camping. Nach einer Stunde waren wir Startbereit. Wir wussten dass wir heute eine lange Strecke vor uns haben werden, und sind deshalb 2 Std vorher abgefahren als sonst, was zur Folge hatte, dass meine Familie alles selber zusammenräumen musste. Ohne Frühstück fuhren wir los dem Rhein entlang Richtung Lorelei–Koblenz–Remagen. Die Folgen des Sturms von letzter Nacht waren unverkennbar auf allen Radwegen und Strassen zu sehen. Schlamm und Sand bei den Abflüssen und immer wieder Äste und Laub auf der Stecke. An der Lorelei fanden wir eine gute Gaststube, bei der wir ein tolles Frühstück nehmen konnten. Das war Zufall vor allem um 08.00 Uhr morgen in Deutschland. Gaststätten oder Restaurants haben um diese Zeit noch zu. Frisch gestärkt geht’s dann weiter dem Rhein entlang. Nach Koblenz und Bad Neuenahr entfernten wir uns vom Rhein. Die ganze Strecke dem Rhein entlang ging so flott, dass wir kaum merkten wie die km an uns vorbeigingen. In Bad Neuenahr war unsere Mittagspause um ca. 13.30 Uhr. Anschliessend machten wir uns auf den Weg noch Rheinbach was aber nicht so einfach war, den Anschluss zu finden. Mit vollem Magen waren wir gezwungen über einen steilen ca. 2 – 3 km langen Weg hinauf zu fahren. Bei einem Flugplatz vorbei und immer wieder der Gegenwind auf den Anhöhen. Endlich in Rheinbach angekommen, geht’s weiter nach Euskirchen und irgendwie kam es uns heute vor, das die km Angaben nicht der Realität entsprechen konnten. Nach unseren Berechnungen kann das nie übereinstimmen. Das hatten wir schon ein einige Male während unserer Reise festgestellt. Weiter geht’s nach Weilerswist und mit noch mehr Gegenwind. Wir überwinden uns damit, dass wir alle schönen und unschönen Wörtern innerlich zu verfluchten, um unseren Willen damit zu stärken. Der Camping erschien uns noch weit weg, obwohl wir eigentlich kurz davor waren. Nach kurzen hin und herfahren fanden wir dann endlich den Camping. Völlig geschafft waren wir beide froh vor Ort zu sein. Eigentlich ersehnten wir uns einer Erfrischung, welche auch in Form eines Badesees am Camping vorhanden war. Stattdessen plagte uns der Hunger derart, dass wir zuerst auf dem Camping essen gingen. Das mit dem Baden im See war dann Passé. Dem Hunger entwichen freuten wir uns auf die ausgedehnte Dusche. Um den Tag, mit 11 Std auf dem Drahtesel, zu verdauen, genossen wir die restliche Zeit, die heute nur noch von kurzer Dauer war, mit meiner Familie vor dem Zelt. Müde und glücklich einen weiteren Tag ohne Zwischenfall abzuhacken, gings um 22.30 Uhr ins Bett.



6. Reisetag, Freitag, 16. 07. 2010
Reisezeit 5 ½ h/Distanz 77 km Letzte Etappe

TTagwache 06.30 Uhr. Heute stehen alle wieder gemeinsam auf und machen uns fleissig daran den Platz aufzuräumen. So sind wir dann um 07.30 Uhr abfahrbereit. Marlen und ich ziehen los Richtung Kerpen. Wir haben alle noch nicht gefrühstückt, und so sind wir zwei noch auf der Suche nach einem Frühstückhappen und wurden zufällig fündig. Frisch gestärkt und guten Routen Infos ziehen wir dann auf unserer letzten Etappe los. Bis auf einen kurzen Abstecher gelingt unsere Fahrt bis jetzt ziemlich gut durch das etwas wirre Gebiet durch das wir heute hindurchmüssen. Nämlich durch das Ruhrgebiet oberhalb Köln Richtung Duisburg und nach Venlo. Nach Kerpen, Bergheim und Bedburg sind wir kurz daran den Idealen Weg zu finden und so entschieden wir uns weiter nach Erkelenz weiterzuradeln. Der Entscheid war gut, denn es war eine gute und schöne Strecke. In Erkelenz gelingt uns auch der nächste Anschluss nach Wegberg und Niederkrüchten. Einzig was uns immer mehr nervt ist der unermüdliche Gegenwind gegen den wir uns ankämpfen müssen. Nach unserem Empfinden war es heute mal wieder ziemlich heftig. Unser heutiges Tagesziel rückt für heute schon relativ früh in unsere Nähe. Wir hatten ja gestern eine Mordsetappe hinter uns. Wir entschieden uns dass wir unsere letzte Etappe in Brüggen an der holländischen Grenze beenden was auch so ähnlich geplant war. Während wir auf der letzten Etappe unterwegs waren, hatte sich meine Familie auf den Weg nach Uden gemacht, um Ihr ersehntes und auch gegönntes Feriendomiziel in Empfang zu nehmen. Uden liegt ca. 40 km westlich von Neijmegen. Nach gründlichen Retablieren und frischmachen aller Teilnehmer hatten wir uns ein gutes Nachtessen gemeinsam schon längst verdient. So gingen wir alle gemeinsam nach Uden Ins Zentrum und hatten auch etwas Gutes gefunden zum Abschluss dieses Tages und der Tour. Ca. 24.00 Uhr waren dann alle froh in ein weiches Bett zu hüpfen.

  

7. Reisetag, Samstag, 17.07.10

Einrücken ins Militärcamp Heumensoord in Nijmegen Heute war erstmals ausschlafen für alle angesagt. Nachdem dann alle aufgestanden waren und sich frisch gemacht hatten, genossen wir wiedermal gemeinsam miteinander gemütlich frühstücken zu können. Anschliessend packten Marlen und ich unsere Sachen um uns Klarschiff zu machen damit wir ins Camp einrücken konnten. Am Nachmittag reisten wir dann gemeinsam nach Nijmegen zum Militärcamp Heumensoord. Wir verabschiedeten uns von meiner Familie und fassten unsere Sachen. Ohne grössere Probleme schleusten wir uns durch die Eingangskontrolle der holländischen Campwache. Beim Schweizer Marschbataillon angekommen nahmen wir unser Abteil in Empfang und kümmerten uns ums Material unserer Marschgruppe. Wir versuchten der Marschgruppe den Einstieg so gut als möglich zu erleichtern. Um 17.30 Uhr konnten wir dann unsere Marschgruppe begrüssen. Am Abend gingen wir als Marschgruppe des AVL, gemeinsam dann Traditionsgemäss nach Nijmegen in die Pizzeria Romana. Die Marschgruppe war natürlich gespannt über unsere Erlebnisse unserer Velotour und so haben sich verschiedene gemütliche Gespräche im Verlaufe des Abends ergeben. Zurück ins Camp nahmen wir dann einen Apéro im Schlafgemach der Marschgruppe. Um Mitternacht war für mich dann Nachtruhe angesagt.



Bericht von Fw Meister Rolf

Schade eigentlich dass sich an diesem Event, der mit so viel Aufwand verbunden war, nicht mehr Mitglieder des AVL beteiligten. So viele lustige Erlebnisse und Ereignisse wie auf einer solchen Fahrt wird man nicht so schnell wieder vergessen, bedenke man, dass diese Fahrt zum Jubiläum der 50. Teilnahmen der Marschgruppe des AVL gedacht war.



42. Ustertag-Schiessen Samstag 20. November 2010
Bei freundlichem Spätherbst-Wetter bestieg vor dem Schiessstand Zihlmatt eine gutgelaunte Schützengruppe den Car, um wie jedes Jahr die Freiluftsaison mit dem Ustertagschiessen abzuschliessen. Auch wie jedes Jahr, legten wir in Gisikon einen Zwischenhalt ein, um unsere Schützen-Kameraden aus dem Seetal an Bord zu nehmen. Durch die neue Autobahnverbindung konnte die Abfahrtszeiten um ein halbe Stunde nach hinten verschoben werden.

Als wir in Uster eintrafen erfuhren wir, dass der Ablauf bei Gewehr 300 m aufgrund eines tragischen Todesfalls, ein Schützen verstarb im Läger liegend, um eine Stunde nach hinten verschoben wurde. Auch wir musste 2010 von drei bewährten Ustertagschützen für immer Abschied nehmen, am 12. März von Peter Schumacher, am 1. August von Josef Helfenstein und am Sonntag nach dem Ustertagschiessen von Lorenz Caluori. Vor dem Wettkampf in Uster stärkten wir uns mit der obligaten Ustertagwurst.

Die meisten Pistolenschützen nutzen die Verzögerung beim Gewehr um ihr Programm zu absolvieren. Nachdem auch die Gewehrschützen ihr Programm absolviert hatten, wurde noch der eine oder andere Jass geklopft, bevor es Abfahrt Richtung Restaurant Neuhof in Rüti ZH hiess.

Die Schützenschar kurz vor der Abfahrt unter strengster Bewachung eines Angehörigen der «Miliz-Compagnie 1861». Man beachte den Jahrgang. Gerüchteweise hört man von einem Ausfall der Compagnie an unsere Jubiläumsfeierlichkeiten 2011.



Vor dem wie gewohnt guten «Zobig» im Neuhof erfolgte das Absenden. Wie immer gab es Zufrieden und weniger Zufriedenen. Nachfolgend die wichtigsten Resultate:

Wie schon letztes Jahr erreicht einer unserer Gewehrschützen das Maximum von 50 Pt. Franz Achermann aus Hochdorf erreichte mit dem Maximum den hervorragenden 9. Gesamtrang von 1540 Schützen. Bei den Pistolenschützen waren die Ergebnisse eher mager, nur zwei Schützen erreichten das Kranzlimit.

Gruppenresultate 300 m
Gruppe
Heliomalt
Pilatus
Barbara
Lapin
Wasserturm
Punkte
181
167
164
155
155

21. Gesamtrang von 289 Gruppen
Einzelkränze 300 m
Achermann Franz, Köpfli René, Imfeld Rudolf, Dossenbach Silvan, Dubach Hansjörg, Hodel Adrian, Markus Mathis, Staub Louis, Portmann Toni.

Einzelkränze 50 m
Bernet Oskar, Henseler Josef

Allen Teilnehmern herzliche Dank und Gratulation den Kranzschützen. Das nächste Ustertag-Schiessen findet am 19. November 2011 statt, bei dem hoffentlich wieder eine beachtliche Anzahl Schützinnen und Schützen teilnehmen wird.

Der Organisator Roger Albisser


Barbaraschiessen 2010
Das 66. Barbaraschiessen fand letztes Jahr auf der Schiessanlage Cyrillenfeld in Willisau am 3. und 4. September statt. Es wurde vom Artillerieverein Willisau und Umgebung durchgeführt.

Wie immer waren wir zeitlich flexibel und so kamen diejenigen Schützen, die es einrichten konnten, bereits am Freitagnachmittag und die anderen liessen das Pulver am Samstag wirken. Wir fanden uns an besagten Tagen zu kleinen Gruppen zusammen und konnten uns über die Resultate und anderes unterhalten.

Die Schiesspause über Mittag war diesmal sehr willkommen, denn nur so konnten wir bei richtig schönem warmem Wetter am Samstag unser Mittagessen direkt im abgesperrten Teil der Pistolenanlage auch gemütlich geniessen. Im Ganzen waren wir 23 Schützinnen und Schützen:

Achtzehn 300-m-Schützen, neun 50-m-Schützen und fünfzehn 25-m-Schützen (natürlich haben einige auf mehreren Distanzen geschossen).

Wir haben gut getroffen und konnten uns in den Gruppenrangierungen gegenüber dem vorigen Jahr steigern. Beim 300-m schaffte es die Gruppe Barbara mit 269 Pt auf den 5. Gesamtrang. Die Gruppe Wasserturm jedoch nur auf den 28. Rang und die Gruppe Musegg auf den 33. Rang. Die 50-m-Barbaragruppe kam mit 296 Pt auf den ersten Rang und die 25-m-Barbaragruppe mit 723 Pt auf den dritten Rang. Unsere Musegg Gruppe(25 m) wurde sechste und die Wasserturmgruppe (auch 25 m) siebte.

Hans Zaugg hat beim 300-m sogar das Maximum von 60 Pt geschossen und wurde damit erster von der Gesamtrangliste aus 237 Gewehrschützen, herzliche Gratulation!

Ebenfalls sehr gut geschossen haben Franz Küng mit 58 Pt auf 300 m (vierter Gesamtrang) und Roger Meier mit 65 Pt aus 75 Pt beim 50-m (dritter Gesamtrang) und mit 148 Pt aus 150 Pt bei der 25-m-Distanz (ebenfalls dritter Gesamtrang!).

Alle unsere weiteren Einzelresultate sind in nachfolgender Rangliste abgedruckt.

BBesten Dank allen Teilnehmenden
Marcel Galliker
300 m
Zaugg Hans
Küng Franz
Thalmann Peter
Steffen Renato
Galliker Marcel
Henseler Josef
Hodel Adrian
Sarbach Werner
Dossenbach Silvan
Achermann Paul
Barmet Franz
Albisser Roger
Vogel Urs
Käppeli Luzia
Eiholzer Robert
Bernet Oskar
Achermann Adrian
Lussy Josef

50 m
Meier Roger
Bernet Oskar
Küttel Armin
Galliker Marcel
Henseler Josef
Hess Monika
Hodel Adrian
Albisser Roger
Koch Robert

25 m
Meier Roger
Küttel Armin
Thalmann Peter
Bernet Oskar
Henseler Josef
Käppeli Thomas
Galliker Marcel
Sarbach Werner
Zaugg Hans
Hess Monika
Albisser Roger
Lussy Josef
Steffen Renato
Hodel Adrian
Koch Robert
Punkte
60
58
55
55
55
54
54
53
53
50
49
48
45
45
44
41
37
33

Punkte
65
63
62
58
55
53
53
47
44

Punkte
148
146
146
146
145
145
145
142
139
138
137
136
130
130
93
Gesamtrang
1
4
25
34
39
43
60
61
63
135
150
167
199
201
212
221
228
232

Gesamtrang
3
6
7
10
12
14
15
21
23

Gesamtrang
3
7
8
10
11
14
16
28
40
44
46
48
56
57
69
AVL Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18

AVL Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9

AVL Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
 


17. Schweizerische Waffenläufer- und Militärradfahrer- Stafette vom 21. August 2010
Bundesrat Ueli Maurer gab den Startschuss

An der diesjährigen Schweizermeisterschaft der Waffenläufer- und Militärradfahrer- Stafette in Baden-Rütihof war ein Ehrenstarter der besonderen Art vor Ort. Bundesrat Ueli Maurer gab sich die Ehre und war in Begleitung des Aargauer Landammanns Peter C. Beyeler und Div a D Paul Müller an diesem attraktiven Militärsportanlass persönlich anwesend. Bundesrat Maurer war sogar so begeistert, dass er im nächsten Jahr selber aktiv werden will.

Der ehemalige Radfahrer-Bataillonskommandant, Major Maurer werde selber aufs Militärfahrrad steigen und mit einem Läufer oder eben sogar mit einer Läuferin zusammen ein Stafettenpaar bilden. Freuen wir uns! – Starke Konkurrenz auch aus den Reihen des Artillerievereins Luzern wird ihm gewiss sein!

Vielleicht wird sogar einer unserer Läufer mit unserem Verteidigungsminister ein Stafettenpaar bilden, was einem Jubiläumsgeschenk für unser 150 Jahr-Jubiläum gleich käme. Bleiben wir am Ball!


Startschuss von Bundesrat Maurer zur 17. «Rütihofstafette»

Dass ein Bundesrat allerhand in Bewegung setzen kann, hat sich einmal mehr an diesem extrem warmen August-Samstag gezeigt. Es herrschten Temperaturen bis gegen 30° C und eine hohe Luftfeuchtigkeit, die äusserst schweisstreibend war. Noch nie in der 17 jährigen Geschichte dieser attraktiven Stafette waren so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verzeichnen. Sage und schreibe hatten sich gegen 60 Paare an diesem Militärwettkampf eingeschrieben. Noch selten war der Anlass so gut besetzt und in der Start-, Ziel- und Wechselzone, im Twerenbold-Areal in Rütihof, hatten sich auch noch nie so viele ZuschauerInnen und Medienleute herumgetummelt. Also beste Reklame für diesen ausserdienstlichen Leistungssport und unsere wehrsportlichen Aktivitäten. Ebenfalls ist es eine weitere Aufwertung dieser Paradesportdisziplin wo eine Vielzahl von absoluten Spitzenläufern und Spitzenradfahrern mit einfachen Volksläufern zusammen in Uniform um gute Platzierungen kämpfen.

Organisiert wurden diese Schweizer Meisterschaften vom SVMLT (Schweizerischer Verband der Leichten und Mechanisierten Truppen) Sektion Aargau unter dem OKPräsidium von Wm Sepp Schibli, trotz seinen 71 Jahren immer noch ein sehr guter Militärradfahrer. Auch dieses Jahr gebührt dem OK ein Dankeschön und einen großen Applaus für die tadellose Organisation und den schon zur Tradition gewordenen grossen Gabentempel mit schönen Naturalgaben und allerhand nützlichen Gebrauchsgegenständen ähnlich wie an einem Schwingfest!

Diese Militärstafette besteht aus einem tarnanzugbekleideten Läufer mit einer Gewehrpackung von 6,2 kg, der drei Runden zu 5,7 km (= 17,1 km) absolviert. Er übergibt nach Absolvieren einer Laufrunde an seinen Partner, dem Militärradfahrer, ebenfalls im Tarnanzug 90, mit Radhelm, jedoch ohne Waffe und mit dem Ordonnanzfahrrad 05. Dieser legt ein Mal eine Strecke von 22,4 km und das zweite Mal eine von 16,8 km (= 39,2 km) zurück.

Aus unserem Verein stürzten sich 2 Mitglieder in den anspruchsvollen Wettkampf um vor unserem Bundesrat eine Topleistung zu zeigen. Sdt Robert Eiholzer (Jg 60), seine 3. Teilnahme und Four Urs Vogel (Jg 53), seine 14. Teilnahme, hatten je einen Militärradfahrer zur Seite und bildeten mit diesem ein «Stafettenpaar». Beide schlugen sich in dieser Hitzeschlacht hervorragend. Beide kämpften in etwa auf ihrem Leistungsniveau und gegenwärtigen Trainingszustand.


Bundesrat Ueli Maurer umrahmt von Estelle Weingarten und Urs Vogel

Erwähnen müssen wir, dass unsere beiden Läufer auch Jahr für Jahr älter werden. Denn wenn wir die diesjährige Konkurrenz beobachteten, so konnten wir erfreut feststellen, dass zahlreiche neue und junge Gesichter auftauchten! Dies ist doch gut so. Ebenfalls müssen wir berücksichtigen, dass das Niveau in Rütihof äusserst hoch ist und es nur ein absolutes Spitzenteam in die vorderen Ränge schafft. Dann ist auch noch zu erwähnen, dass die Hitze vor allem den Läufern und in diesem Fall auch den Unseren, Robert und Urs, äusserst zu schaffen machte. Als Bester aus unserem Verein und im 39. Gesamtrang schlug sich Robert Eiholzer. Er war von den beiden AVL-Läufern der Schnellere. Roberts Radpartner war gleichzeitig der OK-Präsident Sepp Schibli persönlich. Urs hatte wohl den etwas schnelleren Radfahrer, vermochte diesen Vorteil jedoch nicht für eine noch bessere Platzierung auszunützen und musste sich mit dem guten 40. Rang zufrieden geben. Wir sind der Meinung, dass wir uns trotzdem sehr gut geschlagen hatten, denn wie bereits festgehalten, waren zahlreiche sehr gute und junge Läufer und Radrennfahrer am Start. – Allen einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für den hervorragenden Wettkampf!

Vereinsinterne Rangliste; AVL-Mitglieder fett gedruckt: (Total 55 klassierte Paare, davon 7 Frauen-Teams)


1. (39.)
2. (40.)
Läufer (Jg)

Eiholzer Robert (60)
Vogel Urs (53)
Radfahrer (Jg)

Schibli Sepp (39)
Gazarian Daniel (64)


2’44’18
2’44’53


Regionale Artillerie Sporttage in Buchs – vom 28./29. Mai 2010 Erfolgreiche Wettkampftage für uns Luzerner Artilleristen 
Zweikampf
Grossartiger dritter Platz für unseren Kameraden Paul Achermann von Urswil! 117 Zweikämpfer waren an den diesjährigen Artillerie Sporttagen, organisiert vom Artillerieverein Wiggertal unter dem OK-Präsidium von Hans Haas in Buchs am Start. Von diesen 117 Teilnehmern, erzielte Paul Achermann das zweitbeste Schiessresultat und ebenfalls die zweitbesten HG-Würfe. Dies ergab eine Gesamttrefferzahl von 117 Punkten und reichte zum hervorragenden 3 Schlussrang! – Bravo Paul! Herzliche Gratulation! Erfreulich war, dass noch drei weitere «Stadt-Luzerner-Artilleristen», Four Yves-Marc Häfliger aus Zürich, Mitr Robert Eiholzer aus Winikon und Four Urs Vogel aus Rheinfelden den Zweikampf absolvierten. – Für Yves-Marc war es die erste Teilnahme an einem solchen Zweikampf und unser Kamerad erreichte dank einem hervorragenden Schiessresultat die Punktzahl von 94 und erreichte ebenfalls einen Platz in der ersten Ranglistenhälfte. Robert folgte mit 92 Punkten nur wenige Ränge zurück. Während der Schreibende dieses Jahr in den Wurfdisziplinen gar kein Glück hatte oder eben völlig ungeübt in den Wettkampf stieg und nicht auf die gewünschte Trefferzahl kam.



Mehrkampf
Es war eines der wenigen Sonnenwochenende in diesem Frühjahr und daher beste Bedingungen für einen erfolgreichen und attraktiven Mehrkampf. Das OK besorgte allen Teilnehmern äusserst faire Bedingungen und einen abwechslungsreichen Gelände- und Skorelauf in einer landschaftlich reizvollen Gegend. Zwei Kameraden, Yves-Marc Häfliger und Urs Vogel, beides Fouriere, absolvierten erfolgreich den Mehrkampf und klassierten sich unter 47 Teilnehmern in den Laufdisziplinen (Gelände- und Skorelauf) deutlich in der ersten Ranglistenhälfte. Im Skorelauf erreichten beide das Punktemaximum. Leider misslangen die technischen Disziplinen, so dass beide in die hintere Ranglistenhälfte verdrängt wurden. Mit gelegentlichem oder sogar regelmässigem Wurftraining, würden sich auch die Resultate dieser Disziplinen bestimmt verbessern lassen. Allen vier «Stadt-Luzerner-Artilleristen» herzliche Gratulation für die tolle Leistung!

Urs Vogel – Technischer Leiter


Generalversammlung  2010
 
Ehrungen
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2010 (Eintritt 1959)
Fuchs Hans
Helfenstein Josef
Freimitglieder per 1.1.2010 (Eintritt 1984)
Bühler Rolf
Daubitz Dietrich
Fässler Ueli
Kiener Hans
Krauer Raimund
Kurzmeyer Franz
Ledergerber Peter
Lütolf Remo
Märchy Urs
Portmann Toni
Schaffhauser Hans-Peter
Schürmann Gerhard
Seinet Peter
Studer Walter
Weber-Murer
Weber-Schmid Robert
Veteranen VSAV per 1.1.2010
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1989)
Ammann Dieter
Aregger Rudolf
Bracchi Adolf
Egger René Franz
Schaffner Walter
Schurter Hansruedi
Steiger Bruno
Stocker Robert
Weibel Josef
Zimmermann Walter


Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2010

Wiederum ist ein intensives Vereinsjahr mit zahlreichen Aktivitäten in allen Sektionen vorbereitet und durchgeführt worden. Stark gefordert hat uns die Planung des 150. Jubiläums im Jahr 2011 und insbesondere das neue Buch, «Der Wasserturm zu Luzern » unter der Leitung von Edwin Singer. Für das prachtvolle Werk danke ich allen Mitwirkenden ganz herzlich. Jedes Mitglied kann ein Buch zum Vorzugspreis von Fr. 35.– beziehen. Um die Versandkosten zu ersparen, kann das Buch bei jedem Vereinsanlass direkt bezogen werden.

Nebst unserem eigenen Jahresprogramm ist die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Organisationen, Gesellschaften und Institutionen unter der Leitung des Obmanns des Militärischen Campus Luzern, Herbert Bäder, auf bestem Weg. Für die Anlässe, welche durch die einzelnen Kommissionen und Gruppen durchgeführt wurden, kann auf die jeweiligen Jahresberichte der Obmänner hingewiesen werden, im Besonderen:

Unter der neuen Leitung des Turmvogtes Renato Steffen hat die Turmmannschaft wiederum eine hervorragende Leistung erbracht. Renato und allen Stubenmeister/innen herzlichen Dank. Sie haben die Vereinsmitglieder und Gäste im Wasserturm grossartig betreut.

Der neue Oberschützenmeister Marcel Galliker hat die Schiesssektion den Rahmenbedingungen entsprechend mit grossem Elan geführt. Der Zukunft des Schiesswesens erfordert unsere volle Aufmerksamkeit. Der Hinschied von Josef Helfenstein und von Lorenz Caluori, denen wir sehr viel verdanken, ist auch für die Schiesssektion ein herber Verlust.

Urs Vogel hat als Leiter der Sport- und Technischen Kommission wiederum sehr viele Anlässe höchst kompetent und erfolgreich organisiert. Höhepunkt war die 50. Teilnahme unseres Vereins am 4-Tagemarsch in Holland. Wir hoffen, dass auch künftig an diesem wie auch an den vielen anderen Anlässen recht viele Mitglieder teilnehmen werden. Wir können ihm an dieser Stelle für seine grosse Arbeit nur danken.

Einen speziellen Dank gebührt auch unserem Obmann Alte Garde mit seinem Ausschuss für die Organisation der Besichtigung des Armeemuseums in Kriens. Franz Erni hat uns bei jeder Gelegenheit mit Wort und Tat vorbildlich unterstützt.

Das traditionelle 1. Augustschiessen unter dem Zepter unseres Fähnrichs Marco Wicki war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Eine grosse Schar Zuschauer/innen konnten sich wiederum am Gesang des Jodelchors Bärgkristall, an den Alphornbläsern und an den Fahnenschwingern erfreuen. Ich danke Marco und seiner Geschützmannschaft für diesen gelungenen Anlass. Ein besonderer Dank richte ich auch an das Casino Luzern für den gestifteten Aperitif.

Am 4. Dezember fand der Barbara-Bittgottesdienst zusammen mit unserem neuen Feldprediger, Pfarrer Leopold Kaiser und unserem langjährigen Feldprediger, Pfarrer Burkard Zürcher statt. Ein Wechsel ist immer mit gemischten Gefühlen verbunden, Wir sind aber dankbar, dass Pfarrer Burkard uns so lange treu geblieben ist und dass wir nun einen würdigen Nachfolger begrüssen durften. Wir gedachten insbesondere unseren lieben Verstorbenen und wollen sie in guter Erinnerung behalten. Danke auch unserem Jodelclub Bärgkristall, der uns immer treu und feierlich begleitet.

Anschliessend an den Barbara-Bittgottesdienst durften wir ein paar frohe gemeinsame Stunden auf dem Vierwaldstättersee verbringen. Die Pflege der Kameradschaft, zusammen mit unseren Angehörigen, war wiederum ein schönes Erlebnis. Es ist zu hoffen, dass solche gemeinschaftliche Anlässe noch vermehrt Anklang finden.

Im Stillen wird ebenfalls sehr viel geleistet. Wenn wir einen Blick in die Homepage werfen und den Artillerist lesen, können wir uns vorstellen, dass unser Redaktor Peter Imgrüt sehr viel für uns tut und so auch unser Kassier, Peter Wolf, der die umfangreiche und tadellose Buchhaltung mit allem was dazu gehört, führt.

So haben viele andere ebenfalls mitgeholfen, die Vereinsarbeit zu erledigen. Dazu gehören auch die nicht namentlich erwähnten Mitglieder des Vorstandes und der Kommissionen. Für ihre tatkräftige Mitarbeit und ganz besonders auch für die angenehme Zusammenarbeit danke ich herzlich.

Andrea Grisch , Präsident


Jahresbericht der Schiesskommission 2010

Sechs Schützen von uns kamen im März letzen Jahres zum Freundschaftsschiessen Hochdorf «Hofdere»: die AVL Sektion hat sich wacker geschlagen, war aber nur Zweiter geworden. Nichtsdestotrotz war es ein gemütlicher Anlass, denn unsere Hochdorfer Freunde haben uns wie immer fein bewirtet.

Beim VSAV Schiessen hatten wir siebzehn Schützen bei der 300-m- und dreizehn Schützen auf der 25-m-Distanz und konnten mit durchwegs guten Resultaten glänzen.

Das Barbaraschiessen konnten wir letztes Jahr bei warmem, sonnigem Wetter in Willisau besuchen. Die Beteiligung war erfreulich gut (23 Schützen) und unsere soliden Resultate konnten sich auch hier sehen lassen. Hans Zaugg hat beim 300-m sogar das Maximum geschossen !

Das Morgartenschiessen haben wir im vergangenen Jahr wegen zu wenig Anmeldungen nicht durchgeführt.

Das Freundschaftsschiessen mit der Luzerner Polizei im November haben wir wieder im Schützenkeller der Stapo absolvieren dürfen. Es war das 30. Mal und wie immer ein schöner und interessanter Anlass. Die Polizei hat uns mit 93.6 zu 91.1 Punkten nur knapp übertroffen. Anschliessend konnten wir bei Speis und Trank zusammen den Abend ausklingen lassen. Gastgeber war dies Jahr die Luzerner Polizei.

Beim Ustertagsschiessen gab es unter uns AVL-Teilnehmern wieder ein Maximum-Schütze: Franz Achermann hat beim 300-m auf der anspruchsvollen Zielscheibe die möglichen 50 Punkte erreicht! Wir konnten fünf 300-m-Gruppen und zwei 50-m-Gruppen bilden. Wie immer war dieser Anlass mit dem Abendessen und gemeinsamen Absenden ein gemütlicher Abschluss der mittel- und grosskalibrigen Schiessen.

Mit dem Luftpistolenschiessen kann aber auch im Winter weiter trainiert werden, damit man zielsicher bleibt.

Leider sind dieses Jahr zwei sehr verdiente, gute und aktive Schützen von uns gegangen: Seppi Helfenstein war 31 Jahre in diversen Funktionen in der Schiesskommission aktiv; er war wahrlich ein «Mann für alle Fälle». Caluori Lorenz war sogar stolze 45 Jahre aktiv in der Schiesskommission! Sie beide werden uns sehr fehlen.

In der Schiesskommission und im Vorstand gab es wie angekündigt eine Änderung: Der Schreibende hat das Amt des Oberschützenmeisters von Roger Albisser übernommen, der im letzen Jahr 2010 zurückgetreten ist. Ich möchte an dieser Stelle im Namen der Schiesskommission Roger nochmals herzlich danken für seine 10-jährige wertvolle Arbeit als Oberschützenmeister und seine weiterführende erfahrene Mithilfe in der Schiesskommission. Auch den anderen Schiesskommissionsmitgliedern vielen Dank für Ihre Arbeit und Unterstützung.

Marcel Galliker, Oberschützenmeister


Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2010

Ausflug Alte Garde
Die Besichtigung vom Militärmuseum in Kriens wurde von 33 Kameraden besucht, und wir folgten den interessanten Ausführungen und Erklärungen von Carles Wüest auf dem Weg durch das sehr schöne Museum.

Zum Jahreswechsel
Flüchtig verrinnen die Jahre, mir geht es so, als ginge es immer schneller von einem Jahr zum andern. Wenn die Gesundheit keine Kapriolen macht, so wird es immer wieder zum Ziel führen. Man kann das Ziel auch zu wenig hoch stecken, aber es ist leichter zu erreichen. Der Ausschuss der Alten Garde hat sich für das Jahr 2011 zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Anlässe zu den Feierlichkeiten rund um das 150-Jahre-Jubiläum AVL zu unterstützen. Es wird bestimmt für alle Kameraden und Kameradinnen eine Gelegenheit geben, um an einem der verschiedenen Anlässe teilzunehmen. Der Vorstand und die Alte Garde danken für Ihre Unterstützung. Bitte reserviert Euch die Daten!

Abschied… von der Wiege zur Bahre
10 Kameraden haben uns im Jahre 2010 für immer verlassen. Unter Ihnen zwei Ehrenmitglieder, Kameraden die mit viel Herz und viel Kraft immer wieder in unterschiedlichen Funktionen für den AVL zur Verfügung standen (siehe Nachrufe im Artillerist).

Franz Erni, Obmann Alte Garde


Jahresbericht der Turmkommission 2010

Als neuer Turmvogt darf ich auf ein gutes Jahr zurückblicken. Es liegt mir daran zuerst zu danken. Der Turmkommission und allen Stubenmeisterinnen und Stubenmeister gebührt ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz. Denn ohne die zuverlässige, sehr gute Arbeit des ganzen Teams könnten wir nicht so erfolgreich arbeiten. Ich danke auch meinem Vorgänger Edwin Singer für die gute Einführung.

Die Turmkommission tagte im 2010 dreimal, erledigte die ihr zufallenden Geschäfte und fällte ihre Beschlüsse im Bereich Unterhalt und Investitionen. Neu wurde im Jahr 2010 ein umfassendes Gebühren- und Spesenreglement in Kraft gesetzt. Ebenso wurde beschlossen, dass an den Stammabenden die Getränke für unsere Mitglieder etwas kostengünstiger abgegeben werden als bei einer Vermietung für Apéros und Essen. Investiert haben wir in unsere Sammlung in der Rüstklammer. Es freut mich besonders, dass es Dr. Werner Sarbach gelungen ist, unsere beiden Artilleristen, komplett originalgetreu einzukleiden. Weiter konnten wir ein Handrohr beschaffen. Handrohre oder auch Artilleriebüchsen genannt waren die ersten Feuerwaffen überhaupt. Die ersten wurden seit Ende des 14. Jahrhunderts hergestellt. Siehe nachfolgendes Bild und die Erläuterungen.

Auch beim allgemeinen Unterhalt konnten wir notwendige Arbeiten erledigen und Ersatzinvestitionen vornehmen. So haben wir unter anderem den Boden in der Rüstkammer saniert. Die städtische Baudirektion ist seit vielen Jahren durch Stadtbaumeister Bruno Weishaupt in der Kommission vertreten – wir werden wir stets grosszügig unterstützt. Dafür gebührt dem Stadtrat und den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser grosser Dank.

Die Turmwirtschaft darf auf ein gutes Jahr zurückblicken. An 246 Anlässen davon 46 Führungen für Luzern Tourismus und 37 vereinsinterne Anlässe durften wir insgesamt etwa 4800 Personen im Turm begrüssen.

Renato Steffen, Turmvogt


Jahresbericht der Sport – und Technischen Kommission 2010

Als Verantwortlicher der Technischen Kommission fällt mir bereits zum 9. Mal die ehrenvolle Aufgabe zu, den Jahresbericht zu verfassen. Eine Aufgabe, die umso mehr Freude macht, wenn wir über ein abwechslungsreiches, erfolgreiches und spannendes Jahr berichten dürfen. Dem wehrsportlichen Bereich eines Vereins vorzustehen, dessen Kernkompetenz die ausserdienstlichen, uniformierten Tätigkeiten sind, ist eine besondere Ehre! Es darf nicht nur eine übliche Tugend sein, sondern für mich ist es Pflicht, ein Mal mehr Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen. Es ist eine willkommene Gelegenheit, den interessierten Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit den Wissenshunger über unsere Aktivitäten, Erfolge und Resultate zu stillen. Und wenn diese erfolgreich waren, so ist ein Rückblick erfreulich und angenehm, denn wir können einmal Mehr auf ein positives Vereinsjahr mit einigen Höhepunkten zurückblicken. Das Jahr 2010 war das 149. Vereinsjahr und ging für den Artillerieverein Luzern im wehrsportlichen Bereich in die Geschichte ein! Zum 50. Mal nahm eine uniformierte Delegation aus Luzern erfolgreich am Internationalen Viertagemarsch in Nijmegen Niederlande teil und dies während 50 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge! – Bravo!

Einleitung
Ich gehe kurz auf das Umfeld ein, in dem der Artillerieverein Luzern und damit auch wir ausserdienstlich Aktiven uns bewegen. – Bekanntlich haben es traditionelle Sportarten und Vereine nicht immer einfach in unserer modernen und schnelllebigen Welt. Mit all den neuzeitlichen Trendsportarten und deren Begleiterscheinungen und dem Freizeitverhalten der Jungen haben wir eine Vielzahl von Mitbewerbern. Die Diskussionen über die Ausrichtung und den Fortbestand unserer Armee mit dem starken Bestandesabbau und den Mittelkürzungen durch die Politik, sind alles andere als gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Steigerung der Teilnehmerzahlen und erleichtern unsere Bemühungen um den Fortbestand des Ausserdienstlichen bestimmt nicht! Unter diesen Voraussetzungen waren und sind wir gefordert, uns auf diese veränderten gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen einzustellen und die neuen Herausforderungen anzupacken. Ich meinte, wir haben es auch dieses Jahr wieder hervorragend gemeistert! Mit Fug und Recht dürfen wir stolz sein, Leistungsträger des Artillerievereins Luzern zu sein!

Mit grosser Freude stelle ich der 150. Generalversammlung und Jubiläumsbeschlussfassungskonferenz auch dieses Jahr einen ausführlichen und umfassenden Jahresbericht vor und gebe damit Rechenschaft über das Geleistete und Außenstehenden Einblick in einen dynamischen und kompetenten ausserdienstlichen Verein. Der Artillerieverein Luzern leistet in den ausserdienstlichen Tätigkeiten Hervorragendes und ist unter den militärischen Vereinen ein Aushängeschild. Dies vor allem auch dank der gute Kameradschaft und dem inneren Zusammenhalt unter den Mitgliedern und aktiven Wehrsportlern.

Die Schweiz hatte im abgelaufenen Vereinsjahr 2010 eine wirtschaftliche Krise, wie kein anderes Land in Europa erfolgreich gemeistert. Auch politisch und gesellschaftlich gesehen, war das vergangene Jahr äusserst positiv, wenn es auch von zahlreichen Meinungsmachern und solchen, die die öffentliche Meinung beeinflussen, oft schlecht geredet wird. Unser schönes Land, die Schweiz, steht deutlich besser da, als die meisten Staaten Europas und auch der übrigen Welt! Wir hatten bekanntlich auch im letzten Jahr erneut eine Volksbefragung, wo klar aufgezeigt hatte, dass die öffentliche Meinung und die veröffentlichte Meinung einmal mehr nicht deckungsgleich waren. – Die Schweiz steht im internationalen Vergleich hervorragend da. Und dies ist gut so! – Ein Land und ein Volk, das sich dermassen positiv entwickelt, dem stehen Einmaligkeiten wie der Besitz der persönlichen Waffe des Armeeangehörigen und der Ehemaligen und dem damit verbundenen, verantwortungsbewusste Umgang äusserst gut an und dies darf und soll auch so bleiben! – Und auch dies ist gut so!

Unser Sport- und Verteidigungsminister, Herr Bundesrat Ueli Maurer hat von unseren Aktivitäten als aktive Hollandmarschierer Kenntnis! Er weiss, dass es uns gibt und er weiss, dass wir eine positive und vorbildliche Einstellung zu unserer Armee und selbstverständlich zu unserer Kernkompetenz, den ausserdienstlichen Tätigkeiten haben. Dies ehrt uns auf der einen, verpflichtet uns jedoch auch auf der anderen Seite weiterzumachen und neue junge Mitglieder und Wehrsportler zu finden und zu motivieren!

Werte WehrsportlerInnen, geschätzte Leser und Leserinnen, ich komme hier nachfolgend zum eigentlichen Jahresbericht. Sie teilen bestimmt meine Überlegungen, dass ich an dieser Stelle nicht weiter auf die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und auch nicht auf all die grossen Erfolge und Errungenschaften eingehen werde, sondern ich konzentriere mich auf die Aktivitäten unseres Vereins und unsere Kernkompetenz. Den der Artillerieverein Luzern leistet einen beachtlichen Beitrag zur militärsportlichen und kulturellen Vielfalt unserer Region und der Stadt Luzern!

Statistik und Vergleiche
In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten, ohne die gesellschaftlichen Anlässe, beinhaltet, standen 38 (Vorjahr 44) wertungsberechtigte Übungen in unserem Jahresprogramm. Total haben 363 Aktive (Vorjahr 403) alle diese Wettkämpfe, Läufe, Märsche, Verbands- und Barbaraschiessen erfolgreich absolviert. Positiv ist festzustellen, dass es auch in unserem Verein einige engagierte Mitglieder gibt, die vom reichhaltigen Angebot Gebrauch machen und sich mit Überzeugung im Tarnanzug dem sportlichen Wettkampf stellen oder am übrigen reichhaltigen Betätigungsprogramm beteiligen. Da der eine oder andere traditionelle, uniformierte Distanzmarsch nicht mehr ausgetragen wird, bieten wir seit dem Jahre 2009, also seit zwei Jahren, in unserem Jahresprogramm auch den einen oder anderen zivilen Langstreckenlauf an. An diesen Anlässen konnte sich erfreulicherweise doch der eine oder andere begeistern und hatte aktiv um wertvolle Wertungspunkte gekämpft.
In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 6 Anlässe ausgeschrieben. Auch hier fanden alle Veranstaltungen eine Vielzahl von Teilnehmern, die sich in die Übungskontrollen einschrieben.

Marschgruppe – Marschszene
Es war das Jubiläumsjahr unserer Marschgruppe in Nijmegen und damit bestimmt der eigentliche Jahreshöhepunkt. Ebenfalls hatten drei unserer Gruppenmitglieder ebenfalls einen runden Hollandauftritt zu verzeichnen. Unsere «blau-weissen» Vertreter aus Luzern waren mit 21 Aktiven zum 50. Mal auf den berühmten 4 x 40 Kilometern in Nijmegen unterwegs. Mit etwas stolz können wir heute zurückblicken und feststellen, dass sich unsere Holland-Delegation sehen lassen konnte, denn noch nie waren wir so zahlreich vertreten! Und damit dürfen wir die Entwicklung der Marschszene im Artillerieverein mit Fug und Recht als Erfolgsgeschichte bezeichnen. Selbstverständlich ehrt dies den Verein im Allgemeinen und unsere Marschgruppe mit ihren Leistungsträgern im Speziellen! Wir dürfen stolz sein! In der September-Ausgabe 4/2010 des «Der Artillerist» findet die begeisterte Leserin und der interessierte Leser einen ausführlichen Bericht über unsere 50. erfolgreiche Teilnahme am Viertagemarsch Nijmegen 2010.
Das wehrsportliche Vereins- und Verbandsjahr beginnt bekanntlich am 1. November, somit war die erste Leistungsprüfung für unsere Jahreswertung, der 51. Zentralschweizer Distanzmarsch (2009) mit Start- und Ziel in Buttisholz. 12 KameradInnen rüsteten sich mit dem TAZ 90 aus und machten sich auf den fünfeinhalbstündigen Marsch im Gruppenverband auf. Danach kam die verdiente Winterpause.
Im Frühjahr hatten wir uns selbstverständlich für unseren Saisonhöhepunkt mit einigen Trainings- und Vorbereitungsmärschen bestens auf den Jubiläumsanlass eingelaufen. Denn um sich für Holland zu qualifizieren und damit zu solchen Ehren zu kommen, mussten wir auch etwas dafür tun! Unsere Vorbereitungen begannen bereits anfangs März mit dem ersten Trainingsmarsch im Fricktal. Schnee und Kälte machten diesen Ausmarsch bereits zur ersten Härteprüfung. Am zweiten Trainingsmarsch im Raum Sempachersee war das Wetter bereits deutlich besser und wir konnten das schnelle Marschieren vorbildlich schulen. Danach folgte das Aufgebot für den ersten uniformierten Marsch, einen Klassiker in unserem Jahresprogramm, den Marsch um den Zugersee. Ein weiteres Training führte uns wieder ins Fricktal, zu unserem Gruppenführer nach Rheinfelden. Eine Woche danach absolvierten wir den 25. und letzten Nidwaldner Sternmarsch in Stans. Der Aufstieg auf den Bürgenstock war für uns bereits Tradition und durchaus mit einem Kraft-/Ausdauertraining vergleichbar. Danach folgte eine Woche später das erfolgreiche Bestehen des 51. Schweizerischen Zweitagemarsches in Bern- Belp. Total 18 Marschierende vertraten die Farben unseres Vereins. Zwei Kameraden hatten an dieser Ausdauerprüfung ihr persönliches Jubiläum, Oberst Edwin Singer absolvierte erfolgreich seine 40. Teilnahme und Gfr Peter Schmid seinen 30. Zweitagemarsch. Beiden Kameraden ein grosses Bravo und herzliche Gratulation! Einige wenige Kameraden absolvierten die folgenden äusserst anspruchsvollen Trainings- und Vorbereitungsmärsche: Die 50 Kilometer durchs Emmental, die harten 100 Kilometer in Biel und die beiden Klettgauer Marschtage über je 40 Km im benachbarten Baden- Württemberg. Mit den beiden letzten Trainingsmärschen in der Innerschweiz hatten wir unsere Vorbereitungen für die berühmten vier Tage abgeschlossen und die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Vierdaagseabenteuer erfüllt. – Im Herbst trafen sich noch einige Kameraden zum Saisonschlusspunkt, dem 49. Bündner Zweitagemarsch in Chur. Ein Anlass, wo der kulinarische und gesellschaftliche Teil bestimmt nicht zu kurz kam und mit den 22 und 25 Distanz-Kilometern weniger die harte Leistung im Vordergrund stand, sondern schon eher ein Saisonausklang durch die Wein- und Obstgärten nördlich von Chur. – An unseren zivilen Trainingsanlässen durften wir jeweils die Spezialitäten des Hauses aus Küche und Keller beim gemütlichen Beisammensein geniessen und damit auch den immer wieder viel gelobten Beitrag zur Pflege der Kameradschaft und zum Team-Spirit leisten.

Waffenlauf – Langstreckenlaufszene
Was wären die ausserdienstlichen Tätigkeiten ohne die anspruchsvollen Laufsportanlässe im Tarnanzug und mit der 6,2 kg schweren Gewehrpackung. Es ist der Waffenlauf, der manch ein Militärsportler über Jahre begeisterte und es heute immer noch tut. Auch in unserem Verein hat es einige wenige, die sich nach wie vor mit diesen Härteprüfungen auseinandersetzten und einen oder mehrere der 5 im vergangenen Jahr durchgeführten Waffenläufe, absolvierten. Erwähnen dürfen wir, dass die Waffenläufer des Artillerievereins Luzern mit zu den Besten gehören. Neumitglied Kan Silvio Garattoni und Four Urs Vogel absolvierten erfolgreich alle fünf Waffenläufe der Saison 2010, Mitr Robert Eiholzer deren drei und Four Yves-Marc Häfliger zwei Waffenläufe. Diese Veranstaltungen führten mit dem Königswaffenlauf, dem Frauenfelder Militärwettmarsch, mit dem Domleschger Waffenlauf in Scharans und im Kanton Aargau mit dem Lenzburger, dem Wohler und dem Fricktaler Waffenlauf in Kaisten ihre Jahresmeisterschaft durch. In der Jahreswertung gewann unser neues Vereinsmitglied, der Luzerner Silvio Garattoni den Kategoriensieg M 60 und Urs Vogel belegte in der Kategorie M 50 den sehr guten 11. Schlussrang!
Auch im vergangenen Vereinsjahr hatten wir zivile Laufsportanlässe in unserem Jahresprogramm. An diesen Langstreckenläufen setzten sich einige Mitglieder aus dem AV Luzern hervorragend in Szene. Den Hallwilerseelauf über 21,1 km hatte Robert Eiholzer erfolgreich absolviert. Am Kurzstreckenlauf nahm unsere Kameradin Hanneke Distel erfolgreich teil. Am letzten Tag des Wertungsjahres 2010 absolvierte unser Kamerad Rolf Meister erfolgreich den diesjährigen Luzern-Marathon. Allen unseren erfolgreichen Langstrecken- und Waffenläufern herzliche Gratulation und einen grossen Applaus!

Mehrkampf
Leider sind die Mehrkampfaktivitäten in unserem Verein alles andere als eine unserer Kernbetätigungsfelder. Weder glänzen wir durch eine grosse Teilnehmerzahl und nur selten durch besonders hervorragende Leistungen. Dieses Jahr jedoch war einer der Unseren ganz vorne mit den Besten dabei und es reichte ihm sogar aufs Podest. Paul Achermann erzielte das zweitbeste Schiessresultat und ebenfalls die zweitbesten HGWürfe. Dies ergab eine Gesamttrefferzahl von 117 Punkten und reichte zum hervorragenden 3 Schlussrang!
DerDer Mehrkampf jedoch hat in unserer Sektion leider nur ein Schattendasein und bedarf dringend neuer Aktiven. Deshalb können wir im Artillerieverein Luzern nicht öfters von mehrkämpferischen Höhepunkten erzählen. – An den diesjährigen Regionalen Artillerie-Sporttagen in Buchs LU, organisiert durch den AV Wiggertal, nahmen am Mehrkampf nur zwei Kameraden, Yves-Marc Häfliger und Urs Vogel erfolgreich daran teil. Den Zweikampf absolvierten die vier folgenden AVL-Mitglieder: Paul Achermann, Robert Eiholzer, Yves-Marc Häfliger und Urs Vogel.
Ende Oktober 2010 fand der Seetaler Mehrkampf in Hochdorf statt. Auch hier nahm nur ein Teilnehmer unseres Vereins, Robert Eiholzer, die Herausforderung an.
Dafür hatte die attraktive Rütihofstafette (Waffenläufer + Militärradfahrer) wieder zwei Teilnehmer aus dem AV Luzern. Robert Eiholzer und Urs Vogel schulterten die 6,2 kg schwere Gewehr-packung, angelten sich einen Militärradfahrer und gingen an den Start. Unter den Augen von Herr Bundesrat Ueli Maurer liefen unsere beiden Vereinsvertreter hervorragend ihre drei Mal 5,7 Kilometer Laufdistanz! Allen diesen erfolgreichen Mehrkämpfern herzliche Gratulation und einen grossen Applaus!

Wanderausflug vom 16./17. Oktober 2010 ins Greyerzerland
DieseDieser Wochenendausflug war schon seit Monaten geplant, die entsprechenden Vorbereitungen wurden frühzeitig angepackt, die Reise organisiert und die Unterkunft gebucht. Somit konnten wir vom zweitägigen Wanderausflug ins Greyerzerland und in die Gegend um den Moléson nicht mehr zurücktreten. – Warum denn von einem Ausflug in eine so schöne Gegend zurücktreten? – Kurz gesagt: Am Samstag regnete es ohne Unterbruch den ganzen Tag und schneite bis auf ca. 900 Meter. Am Sonntag war es nicht viel besser, die Berge mit Nebel verhangen und teilweise übersprühte der Himmel die Natur mit leichtem Rieselregen. Die Temperaturen pendelten auf 700 m Höhe zwischen + 4° und 8° C, was in den höher gelegenen Regionen den Schnee ansetzen liess. Auch hier gilt, es gibt kein schlechtes Wetter, nur die richtige Bekleidung! Der Ausgangpunkt und somit auch der Zielort der Hinfahrt war das mittelalterliche Städtchen Bulle. Man darf diesen Ort durchaus auch als eine Stadt der regionalen, kulinarischen Produkte und wie das Stadtmarketing sagt auch der Energie nennen. Bulle ist der Bezirkshauptort des Bezirks «La Gruyère» und liegt am Fusse der Freiburger Voralpen. Manch ein Einwohner darf sich mit Stolz rühmen, in einem privilegierten Ort leben zu dürfen.
Als Läufer und Ausdauersportler entdeckten wir im östlich von Bulle gelegenen Wald «Bois de Bouleyres» ein wahres Lauf-, Orientierungslauf-, Walking- und Bikerparadies. Das leicht kupierte Gelände mit den zahlreichen Pfaden, Wegen und Lauf-Trial-Strecken ist ein Trainingseldorado. Für den Orientierungsläufer sind zahlreiche ausgesteckte Posten vorhanden, die auf einer grossen Karte am Waldeingang zum Übertragen auf die eigene OL-Karte ausgehängt und zum Üben des Orientierungslaufs vorbereitet sind. Der Wanderer durchstreift diesen Wald um anschliessend, nach ca. 1¼ Stunden ins Dorf mit der weltberühmte Schokoladenfabrik Cailler, die seit 1928 zum Nestlé-Konzern gehört, zu gelangen. Auf einem interaktiven, audiovisuellen Rundgang darf der Besucher die Geheimnisse der Schokoladenherstellung verfolgen. Diese Besichtigung erzählt auch die Geschichte des Standorts von 1898 bis heute. Am Schluss erwartete uns eine Degustation der wichtigsten Erzeugnisse von Cailler und wir durften uns den Magen voll mit einer grossen Auswahl an Schokoladenerzeugnissen füllen! Treu dem Motto: «Lieber den Magen verrenkt, als dem Gastgeber was geschenkt!» Ich kann euch sagen, es war lecker, lecker, lecker!
Übrigens liegt die Schokolandenfabrik etwas versteckt, ausserhalb des Dorfes Broc, am Ausgang der «La Jogne-Schlucht» und am Flüsschen «La Jogne», das nach wenigen Hundert Metern in den «Lac de la Gruyère» fliesst. Von dort führte uns der Weg weiter ins Tal der «La Sarine» oder der Saane entlang ins mittelalterliche Städtchen Gruyères mit seinem Charme und seiner malerischen Architektur. Wir standen am Fusse der Voralpen und sahen schon von weitem das Schloss von Gruyères. Der Ort hat seinen Namen nicht nur der Region sondern auch dem köstlichen Käse vererbt. Und somit ist es ganz selbstverständlich, dass die örtliche Gastronomie voll auf diese bekannten Köstlichkeiten wie Käsefondue, Raclette und den fantastisch schmeckenden Greyerzer- Doppelrahm-Nachtischgerichten ausgerichtet ist.
Mit dem Städtchen Gruyères in seiner prachtvollen Umgebung durften wir einen Ort entdecken, in dem die Zeit still zu stehen scheint! – Wären nicht die zahlreichen Touristen! – Unten am Fusse von Gruyères und mitten im Ursprungsgebiet «Le Gruyère AOC», nahe den Alpweiden, liegt Pringy. Die örtliche Schaukäserei lädt zur Besichtigung und zum Entdecken des Geheimnisses rund um diesen traditionellen und weltberühmten Käse ein. Ab hier setzten wir dann die eigentliche Wanderung über Alpweiden fort bis ans Tagesziel in der örtlichen Auberge in Neirivue auf 765 m über Meer am Fusse des «Le Moléson» (1982 m ü. M). Nach einem gemütlichen Abend und einer erholenden Nacht, führte uns der zweite Tag durchs südliche Saanetal zurück an unseren Ausgangsort Bulle.

Zusammenfassung
Ziehen wir die Berichte all unserer Sportaktivitäten der vergangenen drei Ausgaben des «Der Artillerist» ebenfalls ergänzend zu diesem Rückblick auf des vergangenen, sportliche Vereinsjahr bei. Gravierende Verletzungen oder tragische Unfälle sind mir im abgelaufenen Vereinsjahr keine bekannt. Nach einem abwechslungsreichen Jahr der wehrsportlichen Tätigkeiten und zum Schluss dieses Jahresberichtes bietet sich die willkommene Gelegenheit der Abrechnung. Verpacken tu ich sie in Dankesworte und spende einen riesen Applaus, ein Bravo und ein Dankeschön an alle Marschkameraden, Läufer, aktiven Wehrsportler, Teilnehmer der Mehrkampfanlässe und auch an alle die uns dabei unterstützt haben. Hier denke ich vor allem an unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen.
Dem Dankeschön möchte ich jedoch den Aufruf anknüpfen, die Stellung im neuen Jahr wieder zu beziehen und nach Möglichkeit noch auszubauen. Auch danke ich denjenigen, die mir wohlwollende und positive Rückmeldungen geliefert hatten. Die eigene Selbstkritik bietet für die Zukunft Gewähr, dass trotz Erfolgen, die Ausschau nach dem möglichen Verbesserungspotenzial nicht verbaut wird, nein sie soll sogar Motivation für eine Steigerung sein!


Urs Vogel, Leiter Technische Kommission