Berichte 2011

Jubiläumsveranstaltungen


Im Jahr 2011 feierten wir unser 150-jähriges Bestehen.
Hier präsentieren wir einen Rückblick auf die Jubiläumsanlässe. 

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Rütlischiessen 300 m 2011




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Am Mittwoch vor Martini, dem 9.11.11 konnten wir mit acht Schützen wieder einmal ans Rütlischiessen (Das letzte Mal waren wir 1994 mit dabei). In unserem Jubiläumsjahr haben uns die Stadtschützen Luzern es mit Ihrer Unterstützung ermöglicht, als Gastsektion an diesem schönen historischen Schiessen teilzunehmen. Vielen Dank!

Am Morgen früh ging‘s bereits los, wir trafen uns auf dem Rütlischiff zur Extrafahrt um 5 Uhr in der Früh von Luzern zum Rütli. An Bord konnten wir bei Kaffe einen Jass machen und nachdem viele Schützenkameraden von anderen Vereinen mit Kapelle zugestiegen waren, herrschte bereits früh am Morgen schon richtig Feststimmung.

Bei der Schiffsstation angekommen ging‘s noch im Dunkeln hinauf zur Rütliwiese, wo wir sogleich einen Tisch in Beschlag nahmen und unsere Standarte und die Luzerner Lebkuchen als einheimische Spezialität aufstellten. (Vielen Dank an Marco fürs organisieren.) Danach hatten wir genug Zeit, um auch die Tische der anderen zu besuchen/ besichtigen und uns bei einem Kaffee zu wärmen bis die Sonne aufging.

Nach dem «Abspitzen» der Munition und ein paar letzten Gewehr-Tragriemen-Positions- Tipps von Renato Steffen, machten wir uns schliesslich parat auf den «Lägern». Die kniende Stellung und die Richtung nach oben zu den Scheiben ist ziemlich ungewöhnlich und auch recht schwierig. So gab‘s dann trotz unseren Trainigsschiessen doch den einen oder anderen «Härdöpfel» und mit unserem Resultat konnten wir nicht so ganz glänzen. Nach dem Schiessen konnten wir uns «Zmittag» mit Siedfleisch wieder stärken und mit einem feinen Kaffee-Schnaps oder einem Glas Wein (vom Tisch der Tessiner Kollegen) über die Resultate nachsinnen.

Die Harmoniemusik Stans erfreute uns dabei mit gelungenen, flotten Musikstücken. Sie begleitete den Anlass den ganzen Tag hindurch.Nach Ende Feuer wurde am späten Nachmittag schliesslich zum feierlichen Absenden geblasen. Nach der Ansprache von Korps-Kommandanten André Blattmann und der Verteilung der Bundesgabe wurden die Becherpreise verteilt: Der Beste von uns, Renato hatte diesen Preis bereits früher gewonnen und somit ging der Becher an den Zweitbesten, Roger Albisser. Herzliche Gratulation!

Die weiteren Resultate:
Name

Renato Steffen
Roger Albisser
Thomas Käppeli
Marcel Galliker
Paul Achermann
Luzia Käppeli
Peter Imgrüt
Adrian Achermann
Punkte

61
48
40
39
39
36
21


                                                          
Die Punkte sämtlicher Schützen, die am Rütlischiessen teilgenommen haben, sind unter www.ruetlischiessen.ch abrufbar. Wir hoffen darauf, wieder an diesem schönen historischen Schiessen teilnehmen zu können. (Vielleicht schon in diesem Jahr zum Pistolen- Rütlischiessen) und werden diesen speziellen Anlass in guter Erinnerung behalten.

Luzern, Januar 2012, Marcel Galliker, OSM AVL


Zweitägige Herbstwanderung vom 1./2. Oktober 2011


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Am Samstag, 1. Oktober 2011 fuhren wir in die Grenzregion Graubünden / St. Gallen um unsere bereits zur Tradition gewordene zweitägige Herbstwanderung in Angriff zu nehmen. Bei herrlichstem Sonnenschein beförderte uns die Bahn in die Bündner Herrschaft. Am Bahnhof in Bad Ragaz hatten wir uns verabredet und hier war der eigentliche Ausgangspunkt, um gemeinsam die beiden Tage auf Schusters Rappen in Angriff zu nehmen. Mit dem Regionalzug liessen wir uns in nur wenigen Minuten nach Maienfeld befördern. Vom Bahnhof her kommend durchwanderten wir das wunderschöne Dorf mit allerhand historischen Gemäuern, um am anderen Ende in einem Weingut abzusteigen. Damit wurde bereits der erste Marschhalt zur wahren Genusseinkehr.

Vergessen wir nicht, wir befanden uns im 150. Jahr des Artillerievereins Luzern, also im Jubiläumsjahr! Also liessen wir uns die Genüsse vorführen und die Feste feiern wie sie anfielen! Ein deftiges Bündner-Herrschafts-Znüni begleitet mit einer Auswahl der besten und feinsten Gutstropfen verwöhnte unsere Gaumen. Den flüssigen Nachtisch in Form des hausgemachten Marc und dieser in mehreren Runden, waren dann noch die Krönung und die zusätzliche Stärkung für die uns bevorstehende erste harte Wanderprüfung, hinauf auf «Pardiel» unterhalb des «Pizols».

Zu Fuss wanderten wir über Bad Ragaz, der Tamina entlang ins Badtobel und durch die Taminaschlucht hinauf nach Valens. Hier war unsere nachzuholende Mittagsrast mit Verpflegung aus dem Rucksack angesagt. Der eine oder andere hatte sich mit einer Flasche Blauburgunder aus der Bündner Herrschaft eingedeckt und so konnten wir unsere Genusswanderung fortsetzten. Denn anschliessend begann der lange und vielleicht für den einen oder anderen doch anstrengende Aufstieg über den Valenserberg, über «Burschi» unterhalb des Gipfels «Schlösslichopf».

Dort oben angekommen war in der Zwischenzeit die Sonne bereits hinter den Berggipfeln untergegangen und ein eisiger Wind blies über die Kreten. Trotzdem, die Wanderung ging weiter und führte uns über den «Bettlerweg» an unseren Zielort des ersten Tages, in unser Nachtlager «Pardiel» auf 1633 m über Meer.

Mit dem Gastgeber und Wirt waren wir auf ca. 18.00 Uhr verabredet, um das Nachtessen um 19.00 Uhr einzunehmen. Aufgrund, dass der vormittägliche Weingutbesuch bei den Teilnehmern so gut ankam und wir die kostbare Zeit mit den Genüssen aus dem Weinberg etwas gar stark ausdehnten, hatte sich der Zeitplan etwas verschoben und wir trafen kurz nach 19.00 Uhr im Berggasthof Pardiel ein. Der Schatten und die kühlen Temperaturen verwiesen bereits auf die annähende Nacht. Der Unterkunftsbezug und die Körperpflege mussten äusserst schnell gehen, da die Küchenchefin ihre kulinarischen Köstlichkeiten bereits auf dem Feuer hatte und uns zu Tische erwartete.

Wie die Welt klein ist, zeigte sich dahingehend, dass der Wirt des Hauses, Jürg Widrig, ein naher Verwandter zum ehemaligen Generalkonsul der Schweiz in den Niederlanden, Bruno Widrig, ist, der 2004 am Vierdaagse in Nijmegen zusammen mit der AVL-Marschgruppe einen Teil des 3 Marschtages absolvierte.

Bei Sonne und wolkenlosem Himmel führte uns der zweite Wandertag mit dem Sessellift auf den Berg «Laufböden» auf 2226 m über Meer. Auf dem Panarama-Höhenweg erreichten wir in ¾ Stunden die Pizolhütte auf 2227 m. Dort trafen Wanderer und Wandergruppen aus allen Richtungen ein. Bereits am Vormittag waren einige Hundertschaften unterwegs. Ich schätze, es waren gegen 1000 Wanderer und Ausflügler, die das gleiche Ziel wie auch wir verfolgten und die «5-Seen-Wanderung» in Angriff nahmen. Zweifellos ist dies eine der schönsten Panorama-Bergwanderungen der Schweiz.

Das einzigartige Erlebnis brachte uns nach einem über einstündigen, sehr steilen Anstieg am Pizolgletscher vorbei zum Wildsee. Einer der 5 sagenumwobenen, kristallklaren Bergseen. Den übrigen 4 Seen begegneten wir anschliessend in einem stetigen Auf und Ab. Auf den Anhöhen bestaunten wir die einmalige Weitsicht ins Rheintal bis über den Bodensee und in die Bündner Bergwelt. Bei der Mittagsrast auf einer kleinen Anhöhe unweit des Schottenseeufers genossen wir nochmals unseren hochgetragenen Bündner Blauburgunder, der hervorragend zu unseren selbstmitgebrachten Fleisch- und Dauerwurstwaren passte.

Auf der Alp «Gaffia», 1861 Meter über Meer, war dann unsere Wanderung nach fast 6 Stunden beendet und die verdiente Einkehr in der Alpwirtschaft diente nochmals der Stärkung. Vor uns stand die Talfahrt mit dem Sessellift und anschliessend mit der Pizolbahn nach Wangs.

An der Haltestelle des öffentlichen Verkehrs stellten wir fest, dass an diesem Sonntag nur eingeschränkte Fahrzeiten angeboten wurden – oder es hiess ganz einfach warten – nur dies liess uns an unsere Kernkompetenz erinnern, dass wir schliesslich Wanderer sind und wegen einer Wanderung hierhin kamen. Also nahmen wir die noch verbleibenden 4 Kilometer an den Bahnhof von Sargans unter die Füsse. Mit der Bahn fuhren wir wieder an die unterschiedlichen Ausgangsorte zurück.

Wir waren uns einig, es war ein äusserst gelungener Wanderausflug mit eindrücklichen Erinnerungen, der uns die Naturschönheiten einer ganz anderen, für die meisten völlig unbekannten Region und Bergwelt etwas näher brachte. Allen ein Dankeschön für das positive Mitmachen.

Urs Vogel



43. Ustertag-Schiessen Samstag 19. November 2011
BBei stellenweisem Nebel aber trockenem Spätherbst-Wetter bestieg vor dem Schiessstand Zihlmatt eine gutgelaunte Schützengruppe den Car, um wie jedes Jahr die Freiluftsaison mit dem Ustertagschiessen abzuschliessen. Auch wie jedes Jahr, legten wir in Gisikon einen Zwischenhalt ein, um unsere Schützen-Kameraden aus dem Seetal an Bord zu nehmen. Mit dem offiziellen Tourbus der aktuellen Show von DJ Bobo trafen wird pünktlich in Uster ein.



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Seit langem wieder einmal musste das 300-m-Schiessen wegen Nebels im Zürcher Oberland kurzzeitig unterbrochen werden, daraus resultiert für uns eine Verzögerung um ca. 30 Minuten. So konnten wir uns ohne Hast der obligaten Ustertagwurst widmen. Die meisten Pistolenschützen nutzen die Verzögerung beim Gewehr auch um ihr Programm zu absolvieren. Nachdem die 22 Gewehrschützen ihr Programm absolviert hatten, wurde noch der eine oder andere Jass geklopft, bevor es Abfahrt Richtung Restaurant Neuhof in Rüti ZH hiess.

Vor dem wie gewohnt guten «Zobig» im Restaurant Neuhof erfolgte das Absenden. Wie immer gab es Zufrieden und weniger Zufriedenen. Hier die wichtigsten Resultate. Bei den Pistolenschützen waren die Ergebnisse eher dürftig, drei Schützen erreichten das Kranzlimite. Es konnten wieder zwei Gruppen rangiert werden.

Gruppenresultate 300m
Gruppe

Pilatus
Heliomalt
Wasserturm
Barbara
Lapin
Punkte

178
173
162
161
160


56. Gesamtrang von 284 Gruppen
Einzelkränze 300 m
Achermann Franz, Albisser Roger, Arnold Beat, Dubach Hansjörg, Imfeld Rudolf, Jurt Carmen, Käppeli Thomas, Lötscher Rolf, Mathis Markus, Thalmann Peter

Einzelkränze 50 m
Bernet Oskar, Steffen Renato, Thalmann Peter

Allen Teilnehmern herzlichen Dank und Gratulation den Kranzschützen! Das nächste Ustertag-Schiessen findet am 17. November 2012 statt, bei dem hoffentlich wieder eine beachtliche Anzahl Schützinnen und Schützen teilnehmen wird.

Der Organisator Roger Albisser

Die 300-m-Schützen zu Gast beim Wehrverein Hochdorf
Am 25. Juni 2011 fand im Schiessstand Kannenbühl zum 29.Mal das Freundschaftsschiessen AVL gegen den Wehrverein Hochdorf statt. Dabei traten 10 Artilleristen gegen 17 Schützen/Innen vom Wehrverein Hochdorf an. Der Wehrverein Hochdorf siegte dabei mit einem Sektionsdurchschnitt von 88.978 Punkten vor dem Artillerieverein Luzern mit einem Sektionsdurchschnitt von 84.695 Punkten. Tagessieger wurde Rudolf Imfeld vom Wehrverein Hochdorf mit 95 Punkten.

Rangliste AVL
Name

Roger Albisser
Renato Steffen
Franz Küng
Adolf Achermann
Werner Sarbach
Rolf Lötscher
Josef Lussy
Adrian Achermann
Josef Henseler
Kurt Achermann
Punkte
 
92
90
87
87
82
80
79
78
77
51
                                                                                   
8 Pflichtresultate

der Berichterstatter: Adolf Achermann

67. Barbaraschiessen 2011
Das diesjährige Barbaraschiessen war am 2. und 3.September und fand auf der schönen Schiessanlage Schollenholz in Frauenfeld statt und wurde vom AV Frauenfeld durchgeführt. Ein grosser Teil von uns schoss das Programm am Freitagnachmittag. Wir traten mit zwei 300-m-Gruppen, einer 50-m-Gruppe und zwei 25-m-Gruppen an. Total waren wir 12 Schützen. Danke an alle, die mitgemacht haben.

Bei schönem, mildem Herbstwetter konnten wir je Distanz die 15 Schuss abgeben und danach gemütlich bei Wurst und Bier den Abend geniessen. Adrian Achermann und Adrian Hodel wurden übrigens noch interviewt und haben für den «Schützenkönig» (Ausgabe 4 auf Seite 50) kurz über unsere jährlichen Schiessanlässe berichtet.

Wir haben natürlich auch gut getroffen: Beim 50 m und auch beim 25 m wurde jeweils unsere Gruppe erste! Nämlich die Gruppe Barbara mit 707 Punkten beim 25 m und ebenfalls die Gruppe Barbara vom 50 m mit 272Punkten. Das beste 300-m-Einzelresultat hat Peter Thalmann geschossen mit 58 Punkten (3. Gesamtrang). Er war auch gleichzeitig unser bester 50-m-Schütze (2. Gesamtrang). Bernet Oskar kam bei der 25m Distanz auf den ersten Gesamtrang! Herzliche Gratulation den beiden!

Anbei ist die Liste mit allen unseren Resultaten:

300m

Name

Thalmann Peter
Zaugg Hans
Galliker Marcel
Henseler Josef
Käppeli Thomas
Achermann Paul
Käppeli Luzia
Hodel Adrian
Albisser Roger
Vogel Urs
Achermann Adrian


Punkte
 
58
55
54
53
52
52
51
50
44
38
27


Gesamtrang

3
17
36
43
49
56
62
77
112
123
129


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
                    
50m

Name

Thalmann Peter
Bernet Oskar
Galliker Marcel
Hodel Adrian
Albisser Roger
Achermann Adrian


Punkte
 
64
62
62
45
39
8


Gesamtrang

2
6
7
20
23
24


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
                    
20m

Name

Bernet Oskar
Thalmann Peter
Henseler Josef
Käppeli Thomas
Zaugg Hans
Hodel Adrian
Galliker Marcel
Albisser Roger
Achermann Adrian


Punkte
 
148
145
140
138
136
134
133
120
58


Gesamtrang

1
6
17
26
34
39
41
54
58


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
                    
Kameradschaftliche Grüsse und guet Schuss beim 68. Barbaraschiessen in Lausanne!

Marcel Galliker, OSM


Impressionen vom Salutschiessen 1. August 2011 











Fotos: Urs Vogel



95. Internationaler Viertagemarsch Nijmegen NL
51. Teilnahme des Artillerievereins Luzern

Ein starkes Stück Vierdaagse, die Marschgruppe des AV Luzerns und der WSG Schwyz!
Zwei traditionelle Vereine - eine dynamische und starke Marschgruppe!



Aufnahme vom Mittwoch 20. Juli 2011, dem zweiten Marschtag am Waal in Nijmegen!


Aufnahme vom Donnerstag, 21. Juli 2011, hier auf dem Bild geht es gegen das Ende des dritten Marschtages, eine gewisse Müdigkeit können auch wir nicht mehr verstecken!


Aufnahme vom Freitag, 22. Juli 2011 ausserhalb von Grave! Es ist der vierte und letzte Marschtag und wir sehen das Ende nahen. Der eigentliche Höhepunkt besteht uns hier jedoch noch bevor!










Aktivitäten der Marschgruppe in der ersten Jahreshälfte 2011 
Marschtraining im Oberen Fricktal vom Samstag, 12. März 2011
Die Marschsaison begann am Samstag, 12. März 2011 mit dem ersten Trainingsanlass im Fricktal, bei unserem Kameraden Daniel Winter in Wittnau. Gleich am ersten Anlass stimmte auch das Wetter, es herrschte herrlichster Sonnenschein bei bereits angenehmen Wandertemperaturen. Daniel marschierte mit uns durch kleine, teilweise steil an- und absteigende Juratäler im Oberen Fricktal. Wir durchstreiften das Grenzgebiet der Kantone Aargau und Baselland und Daniel liess uns zahlreiche versteckte Naturschönheiten und Aussichtspunkte an milden Waldrändern entdecken. Für diesen Trainingsanlass liessen sich 6 Marschierer begeistern, um ihren Formaufbau in Angriff zu nehmen. Im Anschluss an den 5 ½-stündigen Ausmarsch, war Einkehr bei Daniel, wo wir die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und die trockenen Kehlen gebührend mit einem Glas Wein feucht legen durften. Daniel, wir danken dir herzlich und freuen uns bereits wieder auf ein anderes Mal!

Marschtraining im Raum Unterer Hauenstein vom Samstag, 26. März 2011
Der Chronologie unseres Jahresprogramms folgend, stellte sich das nächste Marschtraining bereits 14 Tage später, am Samstag, 26. März 2011 ebenfalls im langgezogenen Juramassiv ein. Auch dieser Anlass hat bereits eine mehrjährige Tradition und die bezaubernde Gegend findet bei den Teilnehmern eine grosse Beliebtheit. Start und Ziel war auch dieses Jahr der Passübergang des Unteren Hauensteins an der Kantonsgrenze Basel- Land – Solothurn. Dieser Pass war vor der Eröffnung der A 2 und des Belchentunnels am 8. Juni 1966, einer der grossen Nord- Süd-Verbindungen, mit einer für damalige Verhältnisse entsprechenden Verkehrslawine, die sich durch die Dörfer des oberen Baselbiets und den angrenzenden Kanton Solothurn schlängelten. – Heute ist auf dieser Anhöhe glücklicherweise die Ruhe und Gelassenheit zurückgekehrt. Dieses Jahr absolvierten wir unseren Marschtrainingsanlass in östlicher Richtung des Hauensteins über die Fixpunkte wie die «Frohburg» – «Burgweid» – «Burgchopf». Auch an diesem Samstag herrschte wunderschönes Wanderwetter mit bereits warmen Temperaturen. Nach dem überqueren der verschiedenen Jurahöhen, kam ein erster Abstieg ins Baselbiet, nach Zeglingen anschliessend führte uns der Gruppenführer Richtung Häfelfingen über Mapprach, mit dem einen oder anderen steilen Anstieg aufs Geisshörnli. Danach kam derAbstieg ins Solothurnische Wisen um dann im Auf und Ab wieder an den Ausgangspunkt in Hauenstein zurückzukehren. Auch hier waren wir um die 5 ½ Stunden unterwegs.



Marschtraining in Hildisrieden vom Samstag, 7. Mai 2011
Am ersten Maisamstag trafen sich 8 Marschbegeisterte auch hier bei sonnigen und angenehmen Frühlingstemperaturen zum Trainingsanlass mit Start und Ziel in Hildisieden ein. Der Organisator, unser Kamerad und Ehrenmitglied Edwin Singer, absolvierte mit uns einmal Mehr einen abwechslungsreichen Marsch auf den Anhöhen über dem Sempachersee. Die Routenwahl führte uns von Hildisrieden nach Schenkon und wieder hinauf in den Fläcken Münster, der eigentlich erst seit 1934 den Namen Beromünster trägt.
Nach glaubhafter Überlieferung wurde hier Graf Bero auf einer Bärenjagd getötet. Die Grafen von Lenzburg gründeten hier das Chorherrenstift als ihre Grabstätte. Die sehenswerte Kirche wurde um das Jahr 1000 gebaut. Bei St. Stephan stand schon um 800 eine Holzkirche. Da hier im Jahr 1931 auf dem ehemaligen Gemeindegebiet von Gunzwil (2009 mit Beromünster fusioniert), der Landessender angesiedelt wurde, musste zur Abhebung und Unterscheidung der zahlreichen, im deutschsprachigen Raum vorkommenden Orte mit dem Namen Münster, eine Namensänderung vorgenommen werden. Zu Ehren des erwähnten Grafen Bero von Lenzburg wurde dieses Münster zum heutigen Beromünster!
Über Neudorf, in die nähere Umgebung des Gormunds und vorbei am inzwischen weitherum berühmten und viel bewunderten Golfplatz, führte uns die Marschstrecke zurück nach Hildisrieden. Dort war Einkehr bei Esther und Edi, inzwischen in ihrem neuen, wunderschönen Zuhause. Diese wohnliche Veränderung, von vielen vielleicht gar nicht wahrgenommen, ist für uns alle ein deutliches Zeichen, dass sich diese Welt dauernd verändert und wir tatsächlich älter werden und wir uns diesen Veränderungen rechtzeitig stellen müssen! – Freuen wir uns jedoch am leckeren und reichhaltigen Käsebuffet und dem guten Tropfen Rotwein. Für die Nichtautofahrer war neben dem Kaffee auch noch der eine oder andere Schluck «Gebranntes» in Reichweite und so wurden wir einmal Mehr aufs Vorzüglichste verwöhnt. Ein grosses Dankeschön an Esther und Edi!

50 km-Marsch durchs Emmental – Hindelbank BE vom Sonntag, 5. Juni 2011
Für unsere Marschgruppe ist diese Strecke seit ein paar Jahren ein fester Bestandteil unseres Trainingskalenders. Da der offizielle Marsch nicht mehr stattfindet, jedoch die Strecke äusserst anspruchsvoll und abwechslungsreich ist, nehmen wir sie Jahr für Jahr trotzdem unter die Füsse. Für die 50 Distanzkilometer mit zu absolvierenden rund 1000 m Höhendifferenz, was rund 60 Leistungskilometer ergibt, benötigten wir dieses Jahr 7 Stunden und 38 Minuten. Hier verdienen die 6 TeilnehmerInnen für ihre hervorragende Trainingsleistung einen grossen Applaus! – Bravo!

Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön und weiterhin viel Motivation und Erfolg!

Urs Vogel

52. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp – vom 21./22. Mai 2011


Entdecken Sie die reizvolle Umgebung des südlichen Ausläufers des Belpberges und die Schönheiten des Gürbetals am ersten Tag. Begeben Sie sich durch die landschaftlich reizvollen Gegenden südlich des Gurten, das Köniztäli, über Liebewil, Herzwil zurück nach Köniz und lassen Sie sich anschliessend durch unsere prachtvolle Bundeshauptstadt, speziell die Berner Altstadt, am zweiten Tag überraschen. Das Weitermarschieren bringt uns an den Bärengraben, entlang der Aare und am Flugplatz vorbei, zurück nach Belp. Und somit sind Sie erfolgreich den Marschiererinnen und Marschierer der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern, am diesjährigen Schweizerischen Zweitagemarsch gefolgt!

 Wenn im Vorjahr bedeckter Himmel und äusserst kühle Temperaturen vorherrschten, so brillierte die diesjährige Austragung mit wunderschönem Sonnenschein und warmem Wetter. 22 Marschiererinnen und Marschierer waren den Verlockungen der Marsch- und Wanderszene erlegen und nahmen am diesjährigen Schweizerischen 2-Tagemarsch in Bern-Belp teil. Das Streckenangebot des «Berners» erstreckt sich auf Rundenlängen von 10 bis 40 Kilometer und je nach Lust und Trainingszustand hat der tüchtige Wanderer oder ambitionierte Marschierer die Qual der Wahl!





Für unsere Marschgruppe war es selbstverständlich Ehrensache, die Hauptstrecke über die 2 x 40 Kilometer zu absolvieren. Denn es ist für die zukünftigen Vierdaagseteilnehmer der eigentliche Qualifikationsmarsch, der bestanden werden musste. Für die AVL-Marschgruppe war es die 52. Teilnahme an diesem schweizweit bekanntesten Marsch- und Walkingspektakel. Im Gruppenverband absolvierten und bestanden dieses Jahr 15 MarschiererInnen den diesjährigen Zweitagemarsch erfolgreich und schafften die Qualifikation für Holland. Am ersten Marschtag benötigten wir 5 Stunden und 55 Minuten und die zweite Teilstrecke schafften wir in 5 Stunden und 40 Minuten!

5 Kameraden aus dem AV Luzern oder dessen Umfeld absolvierten in unterschiedlichen Formationen die eine oder andere Marschdistanz und alle kamen ebenfalls zu ihrer verdienten Auszeichnung. Manch einer hängte sich nach erfolgreich absolviertem Marsch mit beachtlichem Stolz diese wunderschöne und wohlverdiente Medaille an die Brust!

Die Führungsriege und Leitung der bevorstehenden Schweizer Vierdaagsedelegation in Nijmegen liess es sich selbstverständlich nicht nehmen, ihre Marschiererinnen und Marschierer zu inspizieren und sich über den Trainingszustand der einzelnen Marschgruppen zu informieren. Speziell musste ihr die Dynamik der Marschgruppe des AV Luzerns aufgefallen sein. Die Vierdaagsedelegationsleitung konnte sich von unserem guten Trainingszustand überzeugen, war beeindruckt von unserer Pünktlichkeit beim morgigen Ausmarsch und dem geschlossenen Einrücken um die Mittagszeit!

Auch dieses Jahr wird als Kdt in Nijmegen Frau Oberst Rita Eymann die Schweizer Marschdelegation anführen. Ihr zur Seite wird neu als LSO (Liaison Offizier) unser Marschkamerad Oberst Edgar Gwerder seines Amtes walten. Edgar wird sich daher von den zahlreichen Annehmlichkeiten des Marschierens, den muskulatur-stärkenden und freudigen vier Wandertagen in Nijmegen befreien müssen. Uns in der Gruppe fehlt damit ein tüchtiger Marschierer!

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle einen Neueinsteiger aus Luzern, Major Thomas Seitz. Thomas hatte mit uns bereits das eine oder andere Marschtraining absolviert und sich mit dem diesjährigen erfolgreichen Abschneiden am Zweitagemarsch selbstverständlich für eine weitere Herausforderung, den Vierdaagse empfohlen. Damit rückt Thomas seinem Ziel, alle Jahre einen neuen Challange in Angriff zu nehmen, deutlich näher. Dieses Jahr wird es der bevorstehende Viertagemarsch in Nijmegen sein! Auch Thomas hat sich unser Motto bereits verinnerlicht, das heisst: «Wer in der Vorbereitung nicht scheitert, bereitet sich vor nicht zu scheitern!» – Bravo und herzliche Gratulation!

An dieser Stelle erwähne ich einen weiteren Kameraden. Four Yves-Marc Häfliger konnte aus beruflichen Gründen am diesjährigen Zweitagemarsch nicht im Gruppenverband teilnehmen. Um jedoch die Qualifikation für den Vierdaagse trotzdem zu schaffen und den Tatbeweis der guten Vorbereitung zu unterstreichen, marschierte Yves in der Nacht von Samstag auf den Sonntag von Zürich bis nach Langenthal, dies sind um die 70 Kilometer. Von dort setzte Yves die Übung mit dem öffentlichen Verkehrsmittel fort und erwartete unsere Gruppe am Bärengraben und überraschte uns mit einem leckeren Eis! – Herzlichen Dank Yves für diese Überraschung und ebenfalls einen grossen Applaus und die besten Glückwünsche für das erfolgreiche Bestehen deiner Langdistanznachtübung!

Die Namen zweier anderer KameradInnen dürfen hier auch noch aufgeführt werden, da auch sie den Tatbeweis des erfolgreichen Durchhaltens über die 2 x 40 Kilometer ebenfalls erbracht hatten. Bestimmt wird einer der Namen dem einen oder anderen Vereinsmitglied nicht unbekannt sein. Es handelt sich um die Tochter unseres ehemaligen Marschkameraden und Vierdaagsebetreuers Remo Biscontin. Sdt Carola Biscontin war das 1. Mal erfolgreich dabei und dies zusammen mit ihrem Kameraden, Wm Oliver Clare, der den Berner bereits zum 4. Mal absolviert hatte. – Wir in der Gruppe freuen uns, euch beide im nächsten Jahr als gute Verstärkung begrüssen zu dürfen. Ihr beide seid herzlich eingeladen!

Allen Absolventen und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und ein Dankeschön. Wir sind ein starkes, topmotiviertes und schlagkräftiges Team! – Bravo!

Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden den diesjährigen Zwei-Tage-Marsch:
Oberst
Motf
Oberstlt
Four
Wm
Sdt
Obgfr
Fw
Fw
Kpl
Adj Uof
Wm
Adj Uof
Major
Major
Obgfr
Singer Edwin
Distel Josef
Bösch Kurt
Vogel Urs
Zwahlen Benjamin
Eiholzer Robert
Limacher Urs
Schlüchter Beat
Meister Rolf
Emmenegger Elmar
Plüss Marlen
Winter Daniel
Masson Patrick
Premerlani Romeo Seitz Thomas Limacher Fredy
41. Teilnahme
37. Teilnahme
32. Teilnahme
18. Teilnahme
12. Teilnahme
11. Teilnahme
10. Teilnahme
9. Teilnahme
8. Teilnahme
8. Teilnahme
6. Teilnahme
6. Teilnahme
4. Teilnahme
3. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
Ausserhalb unser Marschgruppe:
Oberst
Gfr
Gfr
Frau
Weber Hansruedi Schmid Peter
Distel Hanneke
Zwahlen Benjamin
48. Teilnahme
44. Teilnahme
31. Teilnahme
22. Teilnahme
14. Teilnahme
 


Frühjahres-Waffenläufe 2011
Ein wesentlicher Bestandteil der ausserdienstlichen Tätigkeiten sind bestimmt die Waffenläufe. Und weil in diesem Frühjahr der eine oder andere unserer Vereinsmitglieder wieder einmal die Packung schulterte, verdienen es unsere Leistungssportler kurz erwähnt zu werden. Ebenfalls lassen sich vom einen oder anderen Waffenlauf immer wieder einzigartige Geschichten erzählen.



4. Domleschger Waffenlauf in Scharans GR
Der Exot unter den Waffenläufen hatte auch dieses Jahr die Ehre am ersten Mai-Sonntag die Waffenlaufsaison bei sonnigen und angenehmen Frühlingstemperaturen zu eröffnen. Eine etwas kurrlige Veranstaltung, denn aus der Sicht von uns Waffenläufern aus dem Mittelland und der Zentralschweiz schon fast am Ende der Schweiz, wobei geographisch gesehen, wir natürlich schön in der Mitte des Landes eingebettet sind. Die langen Anreisewege bescherten den Organisatoren auch dieses Jahr nur 87 TeilnehmerInnen, einer weniger als im Vorjahr. Verglichen mit der ersten Austragung von vor drei Jahren, wo 112 GewehrpackträgerInnen die anspruchsvolle Strecke absolvierten, nach wie vor ein deutliches Minus. Wenn ich hier von etwas kurrliger Veranstaltung spreche, so möchte ich dies doch ausdeutschen und genauer erklären. Wir Teilnehmer und Läufer sind in erster Linie Wettkämpfer und Waffenläufer. Wir wollen uns im läuferischen Wettkampf mit unseren Kameraden messen und uns unser Leistungsvermögen, mancher bis an seine Grenzen, aufzeigen. Wir Waffenläufer machen uns am Sonntagmorgen früh aus dem Bett um an einen Waffenlauf zu fahren. Wir beabsichtigen nicht 2 Stunden und mehr ins Bündnerland an die Scalotta-Chilbi zu fahren, sondern an eine Veranstaltung unserer Kerndisziplin Waffenlauf. Chilbis haben wir in unserer Umgebung jahraus, jahrein zur Genüge und das Bier fliesst auch bei uns aus dem Fass oder aus der Flasche! Oder anders gesagt, ein initiativer Kamerad hatte vor vier Jahr die Idee, an eine bestehende Lauf- und Chilbiveranstaltung in einem Domleschger Bergdorf noch einen Waffenlauf zu integrieren, um damit mehr Teilnehmer aus dem Unterland anzulocken! Dies ist den Veranstaltern insofern gelungen, dass der Lauf zur Jahresmeisterschaft des Waffenlauf-Vereins Schweiz zählt und der Läufer, wenn er Ambitionen auf einen guten Platz hat, auch diesen Lauf nicht auslassen sollte und dadurch ins Domleschg reisen muss. Aus unserem Verein absolvierten die 14,2 Kilometer lange und äusserst anspruchsvolle Strecke mit extrem starken Ansteigungen und entsprechenden Bergabläufen (230 m Höhendifferenz) die beiden Fouriere Yves-Marc Häfliger und Urs Vogel.

Das Wochenende mit zwei Waffenläufen:
5. Lenzburger Waffenlauf vom 28. und
5. Fricktaler Waffenlauf in Kaisten vom 29. Mai 2011

Das erste Mal in der Geschichte des Waffenlaufs, dass an einem Wochenende zwei uniformierte Laufsportveranstaltungen nach einander über die Bühne gingen. Wegen längerfristigen Planungsvorgaben in der einen oder anderen Gemeinde und auch aus organisatorischen Gründen, war es für dieses Jahr unausweichlich, dass sich eines der beiden Organisationskomitees von seinem geplanten Termin abrücken liesse. Entsprechende Bemühungen unternahmen wir bereits vor über einem Jahr! Beides sind Veranstaltungen, wo der Waffenlauf an bestehende Sportanlässe angehängt ist und diese haben in den örtlichen Veranstaltungskalendern seit mehreren Jahren ihren festen Platz. Und so kam es wie es kommen musste, zahlreiche Läufer nahmen an beiden uniformierten Laufsportveranstaltungen teil. Rückblickend sind wir mit unseren Wettkämpfen sogar sehr zufrieden.
Am Samstag, 28. Mai 2011 starteten wir am 5. Lenzburger Waffenlauf über eine Distanz von nur 11,6 Kilometern, mit Start am Nachmittag kurz vor 15’00 Uhr, zu einem Zeitpunkt, wo die Sonne fast am meisten Wärme abgab! Um uns Doppelstartern entgegen zukommen, hatten die Organisatoren die traditionelle Streckenlänge ausnahmsweise um rund 2,8 Kilometer verkürzt. Denn am Sonntag, 29. Mai mit Start bereits um 10’00 Uhr, stand uns Waffenläufern in Kaisten bereits der 5. Fricktaler Waffenlauf über 16,7 Kilometer bevor. Also blieben uns nur rund 17 bis 18 Stunden zur Erholung, um uns wieder im Tarnanzug 90 und mit der Gewehrpackung von 6,2 Kilo am Start aufzustellen. Glücklicherweise herrschte an beiden Tagen herrlicher Sonnenschein mit angenehmen oder sogar warmen Temperaturen um die 16º bis 23º C. An beiden Anlässen führt die Strecke teilweise durch den schattigen Wald. Dort war es meines Erachtens angenehm zu laufen. Jedoch an der prallen Sonne stiegen die Temperaturen erheblich an und für manch einen war es bereits zu heiss. Beide Organisatoren boten uns Läufern genügend Wasserstellen zur Abkühlung an. Diese liessen die läuferischen Strapazen für uns Trainierte aufs Ertragbare reduzieren. In Lenzburg war nur einer aus unserem Verein am Start, meine Wenigkeit. In der Kategorie M 50 belegte ich den 14. Rang unter 29 Klassierten! Am Sonntag waren wir zu zweit, die die 16,7 Kilometer mit der Gewehrpackung erfolgreich zurücklegten. In der Kategorie Männer 50 (= Alter 50 bis 59 Jahre) belegte Robert Eiholzer (51) den 13. und Urs Vogel (58) den 14. Rang von 26 Klassierten!

8. Sprint-Waffenlauf in Wohlen vom Pfingstsamstag, 11. Juni 2011
Laufbedingungen wie schon lange nicht mehr, Temperaturen um die 17º bis 18º C und bedeckter Himmel, ideal zum Laufen, daher waren über die 10 Kilometer schnelle Zeiten zu erwarten. Die Strecke führte mehrheitlich durch den feuchten und kühlen Wald. Äusserst erfreulich hier ankündigen zu können, dass der Spitzenwaffenläufer, Silvio Garattoni aus Luzern seit wenigen Monaten auch Mitglied des Artillerievereins Luzern ist! Somit waren wir an diesem Pfingstsamstag unserer drei Athleten, die in den Tarnanzug schlüpften, die Gewehrpackung von 6,2 Kilo schulterten und die Herausforderung erfolgreich absolvierten: Silvio Garattoni (61) belegte in der Kategorie M 60 den hervorragenden 2. Rang, Beat Schlüchter (32) in der M 20/30 den 11. Platz und der Schreibende, Urs Vogel (58) in der M 50 die 16. Platzierung. Wir spenden unseren erfolgreichen Waffenläufern einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für ihren tollen Einsatz und den guten Wettkampf!

Urs Vogel


Generalversammlung  2011
 
Ehrungen
Freimitglieder per 1.1.2011 (Eintritt 1985)
Bourguinet Georges
Bregy Willy
Burri Alois
Deuring Martin
Eberhard Urs
Gaberthuel Stefan
Gloggner Pius
Hagmann Christoph
Heussi Caspar
Lehn René-Eugen
Leupi Rudolf
Parolini Roger
Sainsbury Rolf
Scherer Erwin
Schmidlin Jürg
Singer Marcel
Zürcher Burkard
Züsli Hugo
Veteranen VSAV per 1.1.2011
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1989)
Achermann Paul
Boesch Kurt
Bühlmann Erwin
Distel-Koutstaal Hanneke
Eberhard Philipp
Felder Josef
Geissbühler Urs
Hilber Rolf
Jambé Max
Leuenberger Hugo
Ruppen Lothar
Weingartner Brigitta Maria
Zaugg Hans


Jahresberichte

Jahresbericht des Präsidenten 2011

Das Jubiläumsjahr 2011 mit seinen Höhepunkten, den vielen gelungenen Anlässen in den Sektionen, hat von allen Beteiligten ein Höchstmass an Einsatz bei den Vorbereitungen wie bei den Durchführungen abverlangt.

Gut gesinnt war uns zum grossen Glück durchwegs das Wetter an den Grossveranstaltungen vom 2./3. April, was viele Mitglieder und Bewohner von nah und fern auf die Beine gebracht hat. Viel Freude, ja Begeisterung, durften wir dabei erfahren. Die Zahl der Teilnehmer an den Festlichkeiten hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Dies wiederspiegelt sich auch bei den Kosten, die einerseits bei den Festlichkeiten höher als budgetiert ausgefallen sind; anderseits haben wir auch einen wahren Sturm auf den Wasserturm erlebt, was die Einnahmen ebenfalls entgegen allen Erwartungen massiv positiv beeinflusst hat. Es war auch ein Ziel, unseren Mitgliedern anlässlich dieses 150-Jährigen Jubiläums etwas ganz Besonderes zu bieten, etwas zurück zu geben. Die Jubiläumsfeiern wurden von vielen Mitwirkenden, so von der Bruderschaft der Herrgottskanoniere, dem Jodelchor Bärgkristall, der Compagnie 1861, den vielen Delegationen unserer militärischen Vereine, der Feldmusik Luzern, den Fotografen und vieler weiterer Teilnehmer/innen und Formationen bereichert. Nebst dem grossen Jubiläumsumzug war insbesondere auch der festliche Anlass im Verkehrshaus Luzern und dem Hans Erni Museum, wo der berühmte Luzerner Maler Hans Erni unser grossartiges Wasserturmbuch mit seinem mystischen Bild «Der Wasserturm» signiert hat. Das von ihm geschenkte Original dürfen wir künftig in der Turmstube bewundern, kommen Sie und feiern Sie weiter mit uns im Wahrzeichen von Luzern, dem Wasserturm. Hans Erni und seiner Gemahlin Doris danke ich für das Bild und für ihre aktive Mitwirkung ganz herzlich. Wir danken auch dem VSAV, Verband Schweizerischer Artillerievereine, für das geschenkte Vertrauen zur Gestaltung der gelungenen Delegiertenversammlung im Regierungsgebäude und der vorbildlichen Unterstützung seitens der Behörde und der Luzerner Polizei. Einen weiteren, bildlichen Einblick erhalten wir unter www.avluzern.ch

Erspriesslich waren auch die vielen Kontakte und die enge Zusammenarbeit mit Gesellschaften, Vereine und Organisationen. Auch diesbezüglich wurden neue Weichen zur Bewältigung der sehr anspruchsvollen und nicht ganz einfachen Zukunftsfragen gestellt. Ganz besonders erwähnenswert ist das Integrations-Instrument «Militär Campus Luzern», dem Herbert Bäder vorsteht. Der erste gemeinsame Grossanlass im Armeeausbildungszentrum, AAL, ist auf den 14. Mai 2012 geplant.

Im Anschluss an das Jubiläumsjahr ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, die Angebote, wie sie auch aus den folgenden Jahresberichten der Sektionen hervorgehen, noch mehr beliebt zu machen, nicht zuletzt auch der jüngeren Generation und unseren Familien, hier können sie echte Gemeinschaft erleben. Es sind dies im Besonderen: Der Turmvogt und Zeugherr, Renato Steffen mit seiner Turmmannschaft. Sie haben in diesem Jahr absolute Spitzenleistung für unseren Verein und die vielen, vielen begeisterten Turmbesucher erbracht. Nebst dem glänzenden Erfolg wurde auch viel in Mehrwert und Unterhalt des Wasserturms investiert, dies auch mit Hilfe der Stadt Luzern und zu deren grossen Nutzen, was auch künftig, so hoffe ich, der Fall sein wird. Dafür danke ich herzlich allen Beteiligten. Auch unserem Alt-Zeugherr Dr. Werner Sarbach, der uns nach wie vor tatkräftig unter die Arme greift, ein herzliches Dankeschön.

Alle Sektionen haben mit ihren Tätigkeiten im Jubiläumsjahr Grosses geleistet, das Schiesswesen mit seinen vielen interessanten Programmen und besonders mit dem 300 m Rütli-Schiessen, wobei gesagt werden kann, das Wichtigste ist das Mitmachen, es können nicht alle gleich Weltmeister sein. Es war ein wunderbares Gemeinschafts- Ereignis. Im 2012 folgt das Rütli-Pistolenschiessen, wir freuen uns darauf. Aus der Schiesskommission scheidet nun Thomas Käppeli aus. Er hat uns langjährig mit Rat und Tat kräftig unterstützt und wird uns hoffentlich trotzdem noch da und dort zur Seite stehen. Vielen Dank Thomas.

Ganz überwältigend ist auch die vorbildliche Leistung der Sport- und Technischen Kommission von Urs Vogel. Die meisten oder vielleicht fast alle Anlässe hat er im Einmannbetrieb organisiert und, wie kann es anders bei ihm sein, auch perfekt durchgeführt. Hervorragend ist der 4-Tagemarsch in Holland und nicht minder die Marschgruppe, der Wehrsport und zu guter letzt die Bergwanderung mit dem gewissen Etwas, dem Besuch des Weinkellers in der Bündner Herrschaft. Bei diesem schönen Erlebnis hoffe ich, dass im 2012 viele Begeisterte daran teilnehmen werden. Es ist ein Gemeinschaftsanlass für Jung und Alt, kommen Sie mit, teilen Sie ihm Ihre Wünsche und Anregungen mit, es lohnt sich. Danke Urs für Deine grossartige Arbeit.

Nicht vergessen dürfen wir unseren Obmann der Alten Garde, Franz Erni, für mich der «Weise» in unserem Verein. Er war ganz einfach immer zur Stelle, nicht nur mit Ratschlägen, sondern auch ganz tatkräftig. Nebst Allem vergisst er nie, wenn es darum geht ein verdientes Mitglied zu beglückwünschen, aber auch wenn es um die letzte Ehre geht. Er ist für uns einzigartig und verdient grosse Anerkennung und Dank. Tatkräftig unterstützt wurde er auch, wenn immer möglich, von unserem vielseitigen Fähnrich, Marco Wicki. Nicht mehr zur Wahl in den Vorstand der Alten Garde stellt sich unser verdienter Kamerad, Edwin Singer. Als Präsident und anschliessend als Turmvogt hat er für den Verein und zuletzt als Mitglied der Alten Garde unbeschreiblich viel geleistet. Wer kennt ihn nicht aus den vielen Tätigkeiten und auch aus den Beiträgen im Artillerist. Mit ihm tritt ein Kamerad ab, von denen es leider immer weniger gibt. Geprägt von einem grossen Leistungswillen, zuverlässig, treu und immer uneigennützlich im Einsatz, er war voll und ganz für unsere Gemeinschaft da. Das letzte Beispiel ist das schöne Wasserturm-Buch, das unter seiner Regie entstanden ist. Lieber Edi, ich danke Dir herzlich.

Die traditionelle «Vereinsreise» führt unser Alt-Präsident Hans Thomann unter einem etwas anderen Stern, d.h. in eigener Regie, mit seiner Frau Lisbeth vorbildlich durch. Nach einer «Schweizerreise» geht es im 2012 nach Italien. Der Erfolg gibt Euch recht, danke für Euren Einsatz.

Im Jubiläumsjahr hat Peter Imgrüt an Stelle von Marco Wicki mit seiner Mannschaft das Salutschiessen vor dem Casino bei schönstem Wetter perfekt durchgeführt. Eine grosse Zahl begeisterter Zuschauer durfte auch hier ein schönes Erlebnis mit nach Hause nehmen. Der Jodelchor Bärgkristall, hervorgegangen aus unserem Artillerieverein, unter der Leitung ihres Präsidenten, Ruedi Gilli, die Alphornbläser und Fahnenschwinger haben alle erfreut. Letztere feiern 2012 ihr 50 jähriges Bestehen. Danke allen Beteiligten und dem Casino für den Apéro.

Ein grosser Dank gebührt Peter Imgrüt auch als Redaktor. Bilder, Filme und Texte hat er meisterhaft im Internet auf der Hompage www.avluzern.ch zusammengestellt. Vergessen werden leicht die stillen Schaffer, so unser Kassier Peter Wolf. Zeugnis davon gibt uns die Jahresrechnung, die absolut professionell erstellt wird. Danke für Deine grosse und sorgfältige Arbeit.

Danken darf ich wiederum und dieses Jahr ganz besonders meinen Vorstandsmitgliedern und allen Mitgliedern einer Kommission, für den stets spontanen und uneigennützigen Einsatz und die Kameradschaft. Danken darf ich auch allen, die etwas für unseren Verein in diesem Jubiläumsjahr beigetragen haben, direkt oder indirekt, Ihnen allen, dass Sie dabei waren und uns, unseren wertvollen Verein, unterstützen. Gerade in der heutigen Zeit wollen wir zu unseren Werten, unserer Freiheit, Sorge tragen und dazu die Gemeinschaft pflegen. Wo Gemeinschaft herrscht, herrscht Friede.

Andrea Grisch , Präsident


Jahresbericht der Schiesskommission 2011

 Im Jubiläumsjahr konnten wir, nebst unseren traditionellen Schiessen, als besonderer Anlass am Rütlischiessen teilnehmen.

Begonnen hat das Schiess-Jahr jedoch mit dem VSAV-Schiessen. Dies fand dieses Jahr am Di,10. und Sa, 21. Mai wieder im Stand Hüslenmoos statt. Die Beteiligung war ein wenig geringer als im Jahr davor. Bestes 300-m-Resultat hat Adrian Hodel geschossen, auf Platz 1 beim 25 m kam Oskar Bernet. Beiden herzliche Gratulation! Siehe auch Bericht von Adrian Achermann im letzten Artillerist. Danke für die Organisation!

Das Freundschaftsschiessen Hochdorf war dieses Jahr im Juni, am Sa, dem 25. Es nahmen 10 Schützen des AVL teil, also eine leicht höhere Beteiligung als zuvor. Leider wurden wir aber wieder nur zweiter Sieger. Unser bester Schütze war Roger Albisser; gratuliere! Siehe auch Bericht von Adolf Achermann. Herzlichen Dank für die Organisation!

Das diesjährige Barbaraschiessen fand in Frauenfeld auf der Schiessanlage Schollholz am 2. und 3. September statt. In den Pistolendistanzen 50 m und 25 m konnte jeweils der erste Platz belegt werden! Es gab eine gute Beteiligung trotz weiter Anreise- Distanz. Siehe auch Bericht Barbaraschiessen.

Das traditionelle Polizei-Freundschaftsschiessen war am 11. Oktober und fand im Schiesskeller der Stapo statt. Es nahmen 15 AVL-Schützen teil, welche aber den Sieg knapp verpassten. Unsere besten Schützen waren Peter Thalmann und Oskar Bernet; gratuliere! Vielen Dank an die Luzerner Polizei fürs Organisieren.

Am 9. November gings bei besten äusseren Bedingungen ans Rütli-Gewehrschiessen. Für alle Teilnehmer war es ein tolles Erlebnis. Bester Schütze war Renato Steffen, Bechergewinner wurde Roger Albisser, herzliche Gratulation! Siehe auch Bericht Rütlischiessen.

Das Ustertagschiessen fand am 19.November statt. Es gab gutes Wetter und gute Resultate. Es nahmen 22 Schützen teil, davon 8 Pistolenschützen. Siehe Bericht Ustertagsschiessen von Roger Albisser. Vielen Dank für die Organisation!

Luftdruckschiessen: Die neue Saison 11/12 startete wie immer Mitte Oktober. Die DV des LSV (Luzerner Luftdruckschützenverbandes) war am 22. September. Seppi Henseler, Armin Küttel, Oskar Bernet und Roger Albisser übernahmen die Aufsicht im Stand für den AVL. Am 18. November besuchten 7 Mitglieder des SVMLT Sektion Luzern als Gäste des AVL die LUPI-Anlage. Es fand eine kleine Instruktion des LUPI-Schiessens statt und ein Plausch-Wettkampf. Besten Dank Adi und Seppi für die Mithilfe.

Marcel Galliker, Oberschützenmeister


Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2011

Ein Interessantes Jahr mit vielen Höhenpunkten ging zu Ende. Ein tolles Buch über den Wasserturm mit vielen Berichten und Analysen von Fachleuten aus den verschiedenen Richtungen. Damit gelang ein interessantes Werk mit vielen schönen Fotos.

Ein weiter Höhepunkt, war die Delegierten-Versammlung des Verbandes Schweizerischer Artillerie- Vereine im Regierungsgebäude und anschliessendem Marsch durch die Altstadt auf den Kapellplatz mit vielen säumenden Zuschauern. Hier konnte gar mancher Artillerist mit Kameraden bei verschiedenem Essen und Getränken gute und interessante Gespräche führen.

 «Gott muss ein Artillerist gewesen sein, dass Er uns so schönes Wetter schenkte.» Ein Spruch der oft zu hören war. Der Bittgottesdienst am Sonntag, 4. Dezember wurde erfreulicherweise von vielen Artilleristen mit Ihren Angehörigen besucht. Es galt ja auch unseren 11 Kameraden zu gedenken, die im Jahre 2011 uns für immer verlassen haben.

Das Opfergeld ergab einen Betrag von Fr. 282 25. Dieser Betrag wurde aufgerundet und an das Blindenheim Horw überwiesen. Danke!

Franz Erni, Obmann Alte Garde


Jahresbericht der Turmkommission 2011

Die Turmkommission darf auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Es liegt mir daran zuerst zu danken. Der Turmkommission und allen Stubenmeisterinnen und Stubenmeister gebührt ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz. Denn ohne die zuverlässige, sehr gute Arbeit des ganzen Teams könnten wir nicht so erfolgreich arbeiten. Die Turmkommission tagte im 2011 dreimal und erledigte die ihr zufallenden Geschäfte und fällte ihre Beschlüsse im Bereich Unterhalt und Investitionen.

Investiert haben wir in unsere Sammlung in der Rüstklammer. Es freut mich besonders, dass es Dr. Werner Sarbach uns immer zur Seite steht und mit viel Liebe die Sammlung ergänzt. Er hat auch die Beschriftung der Sammlung neu erstellt.

Auch beim allgemeinen Unterhalt konnten wir die notwendigen Arbeiten erledigen und Ersatzinvestitionen vornehmen. So haben wir unter anderem die Beleuchtung im Gaden ersetzt. Die städtische Baudirektion ist seit vielen Jahren durch Stadtbaumeister Bruno Weishaupt in der Kommission vertreten – wir werden wir stets grosszügig unterstützt. Dafür gebührt dem Stadtrat und den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser grosser Dank.

Die Turmwirtschaft darf auf ein gutes Jahr zurückblicken. An 278 Anlässen davon 68 Führungen für Luzern Tourismus und 36 vereinsinterne Anlässe und an den Tagen der offenen Türe durften wir insgesamt etwa 6‘400 Personen im Turm begrüssen. Die Anlässe (Apéro’s und Essen) haben enorm zugenommen.  In den kommenden Jahren stehen einige Investitionen an, die wir uns bei solch erfreulichen Ergebnissen auch leisten können.

Renato Steffen, Turmvogt


Jahresbericht der Sport – und Technischen Kommission 2010

Einleitung

Zum 10. Mal schlage ich die Tasten an, um der ehrenvolle Aufgabe des Verfassens des Rechenschaftberichtes der Technischen Kommission und damit der ausserdienstlichen Tätigkeiten und militärsportlichen Aktivitäten gerecht zu werden. – Und dies am Ende unseres grossartigen Jubiläumsjahres – 150 Jahre Artillerieverein Luzern!

Im Vergleich dazu ist dies für mich als Schreibenden ein äusserst bescheidenes Jubiläum. Ist es ein Jubiläum des Schreibens und ein Jubiläum der jährlichen Berichterstattung? – Bestimmt kein physisch Anstrengendes, einmal von der Fingerfertigkeit und der Befähigung des leichten Antippens der Kunststofftasten unserer elektronischen Schreibgeräte abgesehen, verlangt es in diesem Fall einigermassen gesunde und trainierte Hirnzellen.

10 Jahre über wehrsportliche Leistungen zu berichten, wo andere Medien über den ausserdienstlichen Militärsport seit einiger Zeit die Totenglocke läuten lassen oder vom Kampf gegen den Zeitgeist schreiben! – Nicht so im Artillerieverein Luzern, wir geben unsere Bereitschaft für die uniformierte körperliche Ertüchtigung nicht auf! Nach wie vor hält eine stolze Gruppe unsere wehrsportliche Leistungsfähigkeit aufrecht. – In Anlehnung an Gottfried Kellers Novelle «das Fähnlein der 7 Aufrechten» schreibe ich heute und dies ohne falsche Bescheidenheit keine Novelle, jedoch mit etwas stolz von «der Fahne der 14 Aufrechten»! Das ist in etwa die Anzahl Mitglieder unseres Vereins, die regelmässig ihre Marschtüchtigkeit oder ihre wehrsportliche Kompetenz unter Beweis stellen und für einen Einsatz mit einem bevorstehenden Langdistanzmarsch gerüstet sind!

Wenn ich zurückblicke und mir die Jahresberichte der Technischen Kommission anschaue, stelle ich fest, dass jede Ausführung um die 4 bis 5 Seiten umfasst und dies über die 10 Jahre, so ergeben sich 40 bis 50 Seiten festgehaltene wehrsportliche Tätigkeitsberichte. Mit den übers Jahr erscheinenden Marsch-, Wehrsport-, Lauf- und Wanderberichten zusammen, ergibt dies schätzungsweise um die 120 Seiten lebendig erzählte «Luzerner Artillerie-Sportgeschichte». Manch ein Luzerner Artillerist wird in seinem Wohnzimmer vor dem Büchergestell mit sichtbarem Stolz auf und ab gehen und das früher einmal eingeübte Kopfspicken Richtung «Der Artillerist» vorführen. Vor dem Übungsabbruch darf ein kurzes Verharren in der Achtungsstellung und wenn es auch nur eine «Innere» ist nicht fehlen! – Dies ist doch Ehrensache! – Der geübte Marschierer wird selbstverständlich noch den «General Guisan-Marsch», gespielt von einem Militärspiel, auflegen.

Die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern ist das Aushängeschild unserer uniformierten ausserdienstlichen Tätigkeiten. Zahlreich waren unser Auftritte und die Berichte in den vergangenen Ausgaben des «Der Artillerist» und anderer Medien im Jahre 2011.

Ich gehe kurz auf das Umfeld ein, in dem der Artillerieverein Luzern und damit auch wir als ausserdientlich Aktive uns bewegen. Die Welt, Europa und auch die Schweizerische Eidgenossenschaft hatten 2011 ein turbulentes Jahr durchmachen müssen. Ich meinte die Schweiz hat in den vergangenen 12 Monaten im Interesse der Menschen gewirtschaftet und Vieles sehr gut gemacht. Auch im Jahre 2011 ist die Schweiz hervorragend aufgestellt und kann den übrigen Staaten Europas und der Welt Vorbild sein. Unser Staatshaushalt wird einen Überschuss ausweisen. Die Wirtschaft florierte und dies trotz einem allzu starken Franken. Die Frankenstärke resultiert aufgrund der enormen und fast unfassbaren Schuldenwirtschaft in der gesamten Europäischen Union, was unsere Exporte nach und die Preise für die Touristen aus Europa enorm verteuerte und in der einen oder anderen Branche zu Auftragseinbussen und den daraus resultierenden Problemen wie Gewinneinbrüchen und Arbeitsplatzabbaus führte und noch führen wird. Nur eine florierende Wirtschaft, erlaubt uns die Mittel für das Ausüben unserer so geliebten Freizeitbeschäftigung wie den Militärsport zu finden!

Die Diskussionen über die Ausrichtung und den Fortbestand unserer Armee mit dem starken Bestandesabbau und dem in Frage stellen der ihr zustehenden Mittel durch die Politik, sind alles andere als gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Steigerung der Teilnehmerzahlen und erleichtern unsere Bemühungen um den Fortbestand des Waffenlaufs bestimmt nicht!

Vor wenigen Wochen hatten wir die Eidgenössischen Wahlen und unser Parlament wurde neu besetzt. Ein Grossteil unserer gewählten Parlamentarier hinterlässt bei mir nicht den Eindruck, dass sie sich ernsthaft für eine starke Armee und die uneingeschränkte Verteidigungsbereitschaft einsetzen werden. – Als ausserdienstlicher, militärsportlicher Verein darf uns die Debatte über die Zukunft der Armee nicht gleichgültig sein. Ohne eine in der Bevölkerung stark verankerte Milizarmee mit der ihr zustehenden Mittel in ausreichender Grössenordnung werden auch die ausserdienstlichen, wehrsportlichen Aktivitäten keine lange Zukunft oder nur geringe Überlebens-Chancen haben. Darum sagen wir Nein zur Armeeabschaffung auf Raten und ebenfalls ein klares Nein zur GSoA-Initiative für die Aufhebung der Wehrpflicht! – Wir werden mit unseren Mitteln, dem Laufen und Marschieren im Tarnanzug und allenfalls mit der Gewehrpackung noch mehr Gegengewicht geben und Überzeugungsarbeit leisten müssen!

Wir uniformierten Freizeitsportler sind ein Aushängeschild der ausserdienstlichen Tätigkeiten dieser Armee. Wir sind Leistungs- und Werbeträger für unser Milizsystem, wir sind stolze Sportler in Uniform. Und auch das ist gut so! Als Läufer, Marschierer und Wanderer im Tarnanzug sind wir einem harten Wettbewerb in den Freizeitaktivitäten ausgesetzt und wir trotzen dem Zeitgeist! – Wir alle, geschätzte Artilleristen und uniformierte Leistungsträger, sind in der Verantwortung. Wir müssen uns durch unser engagiertes Teilnehmen an den Veranstaltungen und am Rekrutieren junger Aktiver und neuer Mitglieder aktiv hervortun. Zukünftig müssen wir noch vermehrt werben!

Nun werte Leserin, geschätzter Leser dieses Jahresberichts, ändern wir das was wir können und verbessern wir das was wir müssen! Der Artillerieverein Luzern leistet einen beachtenswerten Beitrag zur gesellschaftlichen, kulturellen und militärsportlichen Vielfalt unseres Landes. Auch das ist gut so und wir dürfen stolz sein, Artilleristen zu sein!

Statistik und Vergleiche

In der Wertung der Jahresmeisterschaft «Sport», die alle ausserdienstlichen und wehrsportlichen Aktivitäten, ohne die gesellschaftlichen Anlässe, beinhaltet, standen 39 (Vorjahr 38) wertungsberechtigte Übungen in unserem Jahresprogramm. Total haben 332 Aktive (Vorjahr 363) alle diese Wettkämpfe, Läufe, Märsche, Verbands- und Barbaraschiessen erfolgreich absolviert. Hier muss ich bedauernsweise einen Rückgang von 8,5 % melden! Jedoch gibt es in unseren Kreisen immer auch Positives zu berichten. Der Artillerieverein Luzern hat einige engagierte Mitglieder, die vom reichhaltigen Angebot Gebrauch machen und sich mit Überzeugung im Tarnanzug dem sportlichen Wettkampf stellen und damit Vorbilder sind! Andere nehmen rege am übrigen reichhaltigen Betätigungsprogramm teil und honorieren damit die Bemühungen der organisierenden Vorstandsmitglieder oder Vereinskameraden. – Im Angebotskalender sind leider die Distanzmärsche auch nicht mehr so zahlreich wie in früheren Jahren. Die fordert uns selbstverständlich heraus, neue Strecken zu planen und fantastische Marschanlässe verbunden mit Naturschönheiten zu entdecken. Für den einen oder anderen Leistungsträger bot unser Jahresprogramm auch zivile Langstreckenläufe an. Einige liessen sich erfreulicherweise dafür begeistern und ergatterten wertvolle Wertungspunkte.

In der Wertung um den Wanderpreis «Kdt Art Rgt 8» waren 6 Anlässe ausgeschrieben. Auch hier fanden alle Veranstaltungen Teilnehmer, die sich in die Übungskontrollen einschrieben.

Marschgruppe – Marschszene

Es war das Jahr nach unserem Jubiläumsauftritt in Nijmegen, also unsere 51. Teilnahme am Viertagemarsch. Dies führte dazu, dass sich nur 9 uniformierte Kameraden auf die vier Tage über Hollands Strassen aufmachten. Aufgrund der Altersguillotine dürfen 4 marschierende «Luzerner Artilleristen» nicht mehr mit der Marschgruppe teilnehmen, sonst würden wir locker eine eigene uniformierte Gruppe bilden können. – Da es anderen militärischen Marschvereinen ähnlich erging, fanden wir uns dieses Jahr nach rund eineinhalbjahrzehntem getrenntem marschieren, wieder zu einer Gruppe zusammen. Gemeint sind hier unsere Kameraden der Wehrsportgruppe Schwyz. 9 TeilnehmerInnen der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern und 9 Teilnehmer der Marschgruppe der Wehrsportgruppe Schwyz, Total 17 Marschierende und 1 Betreuer bildeten zusammen eine Marschgruppe und gehörte dem Schweizerischen Marschbataillon an! – Damit waren wir zwei der Traditionsmarschgruppen und Aushängeschilder des Schweizerischen Marschbataillons. Dies ehrte uns auf der einen, verpflichtete uns jedoch auf der anderen Seite, als Vorbilder und dynamische Leistungsträger aufzutreten! Zusammen absolvierten wir erfolgreich die berühmten 4 x 40 Kilometern von Nijmegen. In der Oktober-Ausgabe 4/2011 des «Der Artillerist» findet die begeisterte Leserin und der interessierte Leser einen ausführlichen Bericht über unsere 51. erfolgreiche Teilnahme am 95. Viertagemarsch Nijmegen 2011.

Das wehrsportliche Vereins- und Verbandsjahr beginnt bekanntlich am 1. November, somit war die erste Leistungsprüfung für unsere Jahreswertung, der 52. Zentralschweizer Distanzmarsch (2010) mit Start- und Ziel in Büron. 18 KameradInnen rüsteten sich mit dem TAZ 90 aus und machten sich auf den sechsstündigen Marsch im Gruppenverband auf. Danach kam die verdiente Winterpause. Im Frühjahr hatten wir uns selbstverständlich für unseren Saisonhöhepunkt mit einigen Trainings- und Vorbereitungsmärschen bestens auf den Jubiläumsanlass eingelaufen. Denn um sich für Holland zu qualifizieren und damit zu solchen Ehren zu kommen, mussten wir auch etwas dafür tun! Unsere Vorbereitungen begannen bereits anfangs März mit dem ersten Trainingsmarsch im Raum Wittnau im Fricktal, Kanton Aargau. Hervorragendes Wetter begleitete den frühjährlichen Ausmarsch. Der Chronologie unseres Jahresprogramms folgend, stellte sich das nächste Marschtraining bereits 14 Tage später, am Samstag, 26. März 2011 ebenfalls im langgezogenen Juramassiv ein. Auch dieser Anlass hat bereits eine mehrjährige Tradition und die bezaubernde Gegend findet bei den Teilnehmern eine grosse Beliebtheit. Start und Ziel war der Passübergang des Unteren Hauensteins an der Kantonsgrenze Basel-Land – Solothurn. Dieses Jahr absolvierten wir unseren Marschtrainingsanlass in östlicher Richtung des Hauensteins. Auch an diesem Samstag herrschte wunderschönes Wanderwetter mit bereits warmen Temperaturen. Auch hier waren wir um die 5 ½ Stunden unterwegs.

Mitte April fand der erste uniformierte Marschanlass traditionsgemäss um den Zugersee statt. Die rund 34 Kilometer bewältigten 10 Kameraden nach rund 6 Stunden erfolgreich! Am ersten Maisamstag trafen sich 8 Marschbegeisterte auch hier bei sonnigen und angenehmen Frühlingstemperaturen zum Trainingsanlass mit Start und Ziel in Hildisieden ein. Der Organisator, unser Kamerad und Ehrenmitglied Edwin Singer, absolvierte mit uns einmal Mehr einen abwechslungsreichen Marsch auf den Anhöhen über dem Sempachersee. Die Routenwahl führte uns von Hildisrieden nach Schenkon und wieder hinauf in den Fläcken Münster, heute Beromünster und zurück nach Hildisrieden.

Vierzehn Tage danach fand bei sehr schönem Wetter und angenehmen Temperaturen der 52. Schweizerische Zweitagemarsch von Bern-Belp statt. Wie in der Juni-Ausgabe des «Der Artillerist» bereits ausführlich geschildert, erlagen 22 Kameraden den Verlockungen der Marsch- und Wanderszene und nahmen die zwei Mal 40 Kilometer erfolgreich unter die Füssen.

Seit die 50 Km von Burgdorf, später dann mit Start- und Zielort Hindelbank aus dem Veranstaltungskalender der Schweizerischen Lauf- und Marschszene gestrichen wurden, organisieren wir auf dieser Strecke jährlich einen Trainingsmarsch im Gruppenverband. Damit ist diese Strecke für uns ein fester Bestandteil in unserem Trainingskalender.

Einzelne Marschgruppenmitglieder absolvierten erfolgreich die 100 Km von Biel oder Teilstrecken davon. Nur zwei Vereinsmitglieder zeigten «Stadt-Luzerner-Flagge» an den 36. Klettgauer Marschtage in Waltshut-Tiengen am Rhein. – Die beiden letzten offiziellen Trainingsanlässe vor dem Viertagemarsch fanden am 26. Juni in Schüpfheim im Entlebuch mit 7 und am 3. Juli in Horw und im Raum Pilatus mit 8 Teilnehmern statt. Kurzfristig entschlossen sich noch vier AV Luzern-Marschierer, eine Woche vor der Reise nach Holland, den letzten Trainingsanlass mit den Kameraden der WSG Schwyz auf dem «Weg der Schweiz» zu absolvieren. Damit ist die Trainings- und Vorbereitungsphase abgeschlossen und der 95. Vierdaagse in Nijmegen kann beginnen. Die Frühjahresmärsche waren erfolgreich, die Gruppe bestens vorbereitet und das Viertageabenteuer musste damit einmal mehr zum grossen Erfolg werden.

Im Herbst trafen sich noch 6 Kameraden zum Saisonschlusspunkt, dem 50. Bündner Zweitagemarsch in Chur. Dieses Jahr hatten die Bündner Jubiläum, daher im Nachhinein auch von hier aus herzlichen Glückwünsch! Der Bündner Zweitagemarsch mit Start und Ziel bei der Kaserne Chur, ist ein Anlass, wo der kulinarische und gesellschaftliche Teil bestimmt nicht zu kurz kam und mit den 22 und 25 Distanz-Kilometern weniger die harte Leistung im Vordergrund stand, sondern schon eher ein Saisonausklang durch die Wein- und Obstgärten nördlich von Chur. – Übrigens auch an unseren zivilen Trainingsanlässen durften wir jeweils die Spezialitäten des Hauses aus Küche und Keller beim gemütlichen Beisammensein geniessen und damit auch den immer wieder viel gelobten Beitrag zur Pflege der Kameradschaft und zum Team-Spirit leisten.

Waffenlauf – Langstreckenlaufszene


Was wären die ausserdienstlichen Tätigkeiten ohne die anspruchsvollen Laufsportanlässe im Tarnanzug und mit der 6,2 kg schweren Gewehrpackung. Es ist der Waffenlauf, der manch ein Militärsportler über Jahre begeisterte und es heute immer noch tut. Auch in unserem Verein hat es einige wenige, die sich nach wie vor mit diesen Härteprüfungen auseinandersetzten und einen oder mehrere der 6 im vergangenen Verbandsjahr durchgeführten Waffenläufe, absolvierten. Erwähnen dürfen wir, dass die Waffenläufer des Artillerievereins Luzern mit zu den Besten gehören. 6 Waffenlaufveranstaltungen zählten zur Jahresmeisterschaft 2011:

21. Nov. 2010 76. Frauenfelder Militärwettmarsch, Frauenfeld 42,2 km
AVL-Teilnehmer: Sdt Silvio Garattoni und Four Urs Vogel

1. Mai 2011 4. Domleschger Waffenlauf, Scharans GR 14,2 km
AVL-Teilnehmer: Four Yves-Marc Häfliger und Four Urs Vogel

28. Mai 2011 5. Lenzburger Waffenlauf, Lenzburg AG 11,6 km
AVL-Teilnehmer: Four Urs Vogel

29. Mai 2011 5. Fricktaler Waffenlauf, Kaisten AG 16,7 km
AVL-Teilnehmer: Sdt Robert Eiholzer und Four Urs Vogel

11. Juni 2011 8. Sprint Waffenlauf Wohlen, Wohlen AG 10,0 km
AVL-Teilnehmer: Sdt Silvio Garattoni, Fw Beat Schlüchter und Four Urs Vogel

3. Sept. 2011 1. Murianer Waffenlauf, Muri AG 14,8 km
AVL-Teilnehmer: Four Urs Vogel

Am diesjährigen «Tag der Arbeit» fand in Scharans die Saisoneröffnung bei wunderschönem Frühlingswetter statt. Die Domleschger verzeichneten mit Total 87 WaffenläuferInnen genau die gleiche Teilnehmerzahl wie im Vorjahr.

Ende Mai gingen das erste Mal in der Geschichte des Waffenlaufs, an einem Wochenende 2 uniformierte Laufsportveranstaltungen nach einander über die Bühne. Wegen längerfristigen Planungsvorgaben in der einen oder anderen Gemeinde und auch aus organisatorischen Gründen, war es für dieses Jahr unausweichlich, dass sich eines der beiden Organisationskomitees von seinem geplanten Termin abrücken liesse. Beides sind Veranstaltungen, wo der Waffenlauf an bestehende Sportanlässe angehängt ist und diese haben in den örtlichen Veranstaltungskalendern seit mehreren Jahren ihren festen Platz. Und so kam es wie es kommen musste, für uns Läufer hiess es, an beiden Laufsportveranstaltungen die Gewehrpackung zu schultern. Rückblickend, so meinte ich, war es sehr gut gegangen und die meisten Waffenläuferinnen und Waffenläufer erfreuten sich an ihrer guten Leistung an den beiden Tagen!

Am Samstag, 28. Mai 2011 starteten wir am 5. Lenzburger Waffenlauf über eine Distanz von nur 11,6 Kilometern, mit Start am Nachmittag kurz vor 15’00 Uhr, zu einem Zeitpunkt, wo die Sonne fast am meisten Wärme abgibt! Um uns Doppelstartern entgegen zukommen, hatten die Organisatoren die Strecke ausnahmsweise um rund 2,8 Kilometer verkürzt. Denn am Sonntag, 29. Mai mit Start bereits um 10’00 Uhr, stand uns Waffenläufern in Kaisten bereits der 5. Fricktaler Waffenlauf über 16,7 Kilometer bevor. Also blieben uns nur rund 17 – 18 Stunden zur Erholung, um uns wieder im Tarnanzug 90 und mit der Gewehrpackung von 6,2 Kilo am Start auf zu stellen. Glücklicherweise herrschte an beiden Tagen herrlicher Sonnenschein mit angenehmen oder sogar warmen Temperaturen um die 16º – 23º C. An beiden Anlässen führt die Strecke mehrheitlich durch den schattigen Wald. Dort war es meines Erachtens angenehm zu laufen. Jedoch an der prallen Sonne stiegen die Temperaturen für uns LäuferInnen erheblich an und für manch einen war es bereits zu heiss. Beide Organisatoren boten zur Abkühlung genügend Wasserstellen an. Dies liessen die läuferischen Strapazen für uns Trainierte aufs Ertragbare reduzieren.

Am 5. Fricktaler Waffenlauf darf hervorgehoben werden, dass der Veranstalter jedem Teilnehmer am Rangverlesen die Auszeichnung persönlich überreichte und jede Waffenläuferin, jeder Waffenläufer zusätzlich einen frischen Zopf erhielt. Diejenigen Teilnehmer, die alle 5 Fricktaler Austragungen erfolgreich beendeten, erhielten als eindrückliche Erinnerung ein graviertes Waadtländer Zinnkännchen. Der Schreibende gehörte mit dazu und sein Zinnkännchen nimmt in der grossen Zinnsammlung einen Ehrenplatz ein. Hier spenden wir den Organisatoren ein grosses Bravo und empfehlen dies zur Nachahmung!

Auch der vierte uniformierte Laufsportanlass des Jahres fand bei hervorragend schönem Wetter statt. Zum 8. Mal führten die Wohler Organisatoren ihren Sprint-Waffenlauf am Pfingstsamstag über eine Distanz von 10 Kilometer durch. Trotz der einen oder anderen laufsportlichen Konkurrenzveranstaltung, etabliert sich Wohlen als Waffenlauf- Veranstalter mit den zweitgrössten Teilnehmerzahlen. Die mehrheitlich durch den angenehm kühlen Wald angelegte Strecke, führte auch dieses Jahr zu einem sehr schnellen Rennen auf hohem Niveau.

Besonders freut es mich, dass wir dieses Jahr einen neuen Veranstalter in die Jahresmeisterschaft aufnehmen durften. Der bereits seit einigen Jahren in Muri im Freiamt durchgeführte Herbstlauf, führte am 3. September 2011 auch einen Waffenlauf über eine Distanz von 14,8 Kilometer durch. Dazu beglückwünschen wir die initiativen Veranstalter! Die ungewohnte Hitzeschlacht, mit Temperaturen von deutlich über 30º C führte zum einen oder anderen Ausfall. Dass dies am ersten Murianer Waffenlauf passieren musste, forderte die Organisatoren gleich auf Anhieb heraus. Ich meinte die Veranstalter hatten den Lauf bestens organisiert und die Prüfung mit der Hitze bestanden! Auch im vergangenen Vereinsjahr hatten wir zivile Laufsportanlässe in unserem Jahres-programm. An diesen Langstreckenläufen setzten sich einige Mitglieder aus dem AV Luzern hervorragend in Szene. Den Hallwilerseelauf über 21,1 km hatten gleich fünf «Stadt-Luzerner» erfolgreich absolviert. Als Bester, Robert Eiholzer, vor Urs Vogel und knapp dahinter Rolf Meister. Hanneke und Josef Distel nahmen die Seeumrundung als Erlebniswalker unter die Füsse und kamen auch zur verdienten Siegerauszeichnung. Am vorletzten Tag des Wertungsjahres 2011 absolvierte unsere Kameraden Robert Eiholzer und Rolf Meister erfolgreich den diesjährigen Luzern-Halbmarathon. Allen unseren erfolgreichen Langstrecken- und Waffenläufern herzliche Gratulation und einen grossen Applaus!

Mehrkampf
 

Leider sind die Mehrkampfaktivitäten in unserem Verein alles andere als eine unserer Kernbetätigungsfelder. Weder glänzen wir durch eine grosse Teilnehmerzahl und nur selten durch besonders hervorragende Leistungen. Dieses Jahr kämpften drei Kameraden im Zweikampf um eine beachtenswerte Punktezahl. Die Übung gelang Paul Achermann, Robert Eiholzer und Urs Vogel! – Im Mehrkampf bewältigten Robert Eiholzer und Urs Vogel den anspruchsvollen Parcours südwestlich von Willisau.

Dafür hatte die attraktive Rütihofstafette (Waffenläufer + Militärradfahrer) wieder zwei Teilnehmer aus dem AV Luzern. Robert Eiholzer und Urs Vogel schulterten die 6,2 kg schwere Gewehrpackung, angelten sich einen Militärradfahrer und gingen an den Start. Unsere beiden Vereinsvertreter hervorragend ihre drei Mal 5,7 Kilometer Laufdistanz! Allen diesen erfolgreichen Mehrkämpfern herzliche Gratulation und einen grossen Applaus!

Zweitägige Herbstwanderung vom 1./2. Oktober 2011

Am Samstag, 1. Oktober 2011 fuhren wir in die Grenzregion Graubünden / St. Gallen um unsere bereits zur Tradition gewordene zweitägige Herbstwanderung in Angriff zu nehmen. – Aus Platzgründen wird der ausführliche und bebilderte Bericht erst in der nächsten Ausgabe des «Der Artillerist» erscheinen. – Haben Sie noch etwas Geduld und freuen Sie sich auf ein literarisches Erlebnis!

Zusammenfassung

Ziehen wir die Berichte all unserer Sportaktivitäten der vergangenen drei Ausgaben des «Der Artillerist» ebenfalls ergänzend zu diesem Rückblick auf des vergangenen, sportliche Vereinsjahr bei. Gravierende Verletzungen oder tragische Unfälle sind mir im abgelaufenen Vereinsjahr keine bekannt. Nach einem abwechslungsreichen Jahr der wehrsportlichen Tätigkeiten und zum Schluss dieses Jahresberichtes danke ich allen Marschkameraden, Läufern, aktiven Wehrsportlern, Teilnehmern der Mehrkampfanlässe und auch allen die uns dabei unterstützt haben. Hier denke ich vor allem an unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen. Dem Dankeschön möchte ich jedoch mit dem Aufruf anknüpfen, die Stellung im neuen Jahr wieder einzunehmen und nach neuen, jungen Wehrsportinteressierten Ausschau zu halten. Auch danke ich denjenigen, die mir wohlwollende und positive Rückmeldungen geliefert hatten. Die eigene Selbstkritik bietet für die Zukunft Gewähr, dass trotz Erfolgen, die Ausschau nach dem möglichen Verbesserungspotenzial nicht verbaut wird, nein sie soll sogar Motivation für eine Steigerung sein!


Urs Vogel, Leiter Technische Kommission