Berichte 2012

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200 Waffenläufe – oder nur eine Alterserscheinung? 

Ich staunte nicht schlecht, als gegen 1000 Mann im Eilschritt an mir vorbeizogen, da packte es mich und ich tat es ihnen gleich!


Von links nach rechts:
Divisonär Daniel Baumgartner, Chef LBA und selber aktiver Waffenläufer; Josef Broch Ballwil; der Jubilar Urs Vogel und seine Estelle; Korpskommandant Markus Gygax, bis Ende 2012 Kdt Luftwaffe.

Ein Traum geht in Erfüllung
Was für eine Traumerfüllung muss dies für einen Läufer sein, wenn er an einem königlichen Lauf in einer mit landschaftlichen Schönheiten begnadeten Gegend und erst noch bei Kaiserwetter seinen 200. uniformierten Militärgepäckwettlauf erfolgreich ins Ziel läuft und von Hunderten von Zuschauern sowohl auf der Strecke, als auch am Ziel, mit grossem Applaus empfangen wird.

Der König unter den Waffenläufen und der älteste Waffenlauf ist auch gleichzeitig der zweitälteste Langstreckenlauf der Schweiz. Nur der Gedenklauf Murten – Fribourg hat eine Austragung mehr, also deren 79, als der Frauenfelder Militärwettmarsch, der im Jahr 2012 zum 78. Mal ausgetragen wurde. Die abwechslungsreiche und äusserst anspruchsvolle Strecke mit seinen 42,2 Kilometern und 520 Metern Höhendifferenz verläuft über grüne Wiesen, durch bunte Herbstwälder, schmucke Dörfer und saubere Städte von der Thurgauer Kantonshauptstadt nach Wil im Kanton St. Gallen und zurück ins Ziel in Frauenfeld. Und nun durfte ich an diesem so berühmten, fast ehrwürdigen und traditionsreichen Frauenfelder Waffenlauf eines meiner schönsten Laufsporterlebnisse geniessen. Obwohl der «Frauenfelder» einer der härtesten Läufe der Schweiz ist, ist er auch einer der schönsten im reichhaltigen Laufsportangebot.

Am Sonntag, 18. November 2012, punkt 10 Uhr löste eine historische Artilleriekanone auf dem Marktplatz den Startschuss zum 78. Frauenfelder Militärwettmarsch aus. Anfänglich dominierte noch der Hochnebel und es herrschten Kühlschranktemperaturen von um die 4 ° – 7 °C. Jedoch bald nach den ersten Höhenüberquerungen Richtung Wil öffnete sich der Himmel und die Sonne machte uns Waffenläufer und zahlreichen Zuschauern das Ereignis zum läuferischen Leckerbissen.

In Wil bei der Hälfte der Strecke, der grössere Teil der anspruchsvollen und harten Steigungen bereits hinter mir, lief ich bei ca. einer Stunde 52 oder 53 Minuten durch. In der historischen Altstadt herrscht unter den annähernd tausend Zuschauern immer eine hervorragende Stimmung und wir Waffenläufer erhalten grossen Applaus und anspornende Zurufe. Jedoch uns Läufern bleiben nur wenige Sekunden zur Verpflegung, um gleich wieder in vollem Laufschritt weiterzulaufen und möglichst an den direkten Mitbewerbern um gute Plätze dran zu bleiben.

So ab Kilometer 31 – 33, bei zwei extrem steilen Anstiegen, kommt der Zeitpunkt, wo jeder Wettkämpfer die Strapazen, die Mühen oder ganz einfach das Verlassen der Kräfte spürt. Oder es rächt sich das zu schnelle Angehen auf der ersten Streckenhälfte nach Wil. Die Oberschenkel brennen, allenfalls beginnt der Magen zu rebellieren, da die Fettverbrennung eingesetzt hat und immerhin warten noch einige giftige Anstiege. Immer wieder einen Blick auf die Uhr, nur nicht langsamer werden, die Zeit läuft und läuft und die Zielsetzung war, in meinem Fall, unter 4 Stunden ins Ziel zu kommen. Das heisst auch bei den Steigungen möglichst im Laufschritt den Berg hinauf rennen, was nicht immer gelang. Bei Kilometer 35 noch kurz auf den Verpflegungsposten zusteuern und einen letzten Schluck «Rivella Marathon» bei leichtem Traben hinunterleeren und weiter!

Nach 39 ½ Kilometern stand meine liebe Estelle mit einem bemalten Gesicht «Hopp Urs» am Strassenrand und begleitete mich auf den letzten 3 Kilometern, wo es glücklicherweise nur noch bergab ging. «Bravo Urs, du wirst es unter 3’55 schaffen!», dies waren ihre Anfeuerungsrufe. Dann kam der ganz grosse Augenblick wo der Speaker den heranlaufenden Waffenlaufjubilar ausrief, die Zuschauer klatschten und ich überquerte, Hand in Hand mit meiner Estelle zum 200. Mal die Ziellinie eines Waffenlaufs und zum 21. Mal den Frauenfelder! Völlig erschöpft musste ich dann eine kurze Weile durchatmen. Wobei die Erschöpfung nur wenige Minuten dauern durfte, denn meine Estelle und die Laufsport- und Vereinskameraden hatten ein grosses Buffet mit einer Auswahl Schaumweinen, Speisen und Kuchen vorbereitet, das es jetzt galt zu eröffnen, um auf mein Jubiläum anzustossen!

Mit 3 Std. 53 Min. und 52 Sek. habe ich den 78. Frauenfelder Waffenlauf im 9. Kategorienrang erfolgreich beendet und meine gesetzten Ziele sowohl unter 4 Stunden, als auch in die ersten 10 zu laufen, voll erfüllt. Damit hatte ich meinen glanzvollen Jubiläumslauf auch noch mit einer ausgezeichneten Leistung honoriert. Es war von den 21 Teilnahmen, meine fünftbeste je in Frauenfeld gelaufene Zeit.

Unter den zahlreichen Gästen und Gratulanten erwähne ich hier die beiden höheren Stabsoffiziere und Direktunterstellten des CdA, den Kdt der Luftwaffe (bis Ende 2012), Korpskommandant Markus Gygax und den Chef Logistikbasis der Armee, Divisionär Daniel Baumgartner. Div Baumgartner hatte sich im Jahr 2012 selber zweimal in den Tarnanzug gestürzt, die Waffenlaufpackung geschultert und erfolgreich zwei Waffenläufe absolviert. – Bravo!


Bei Kilometer 5,3 – kurz vor dem dritten steilen Anstieg.

Wie alles begann

Es war in den Jahren 1987 und 1989 als ich am ersten Maisonntag nach Wiedlisbach fuhr, um der Faszination Waffenlauf, mindestens als Zuschauer zu frönen. Ich staunte nicht schlecht, als abermals gegen 1000 Mann mit der Gewehrpackung im Eilschritt an mir als Zuschauer vorbeizogen, da packte es mich und ich entschloss mich definitiv, es ihnen gleich zu tun! – Vor bald 24 Jahren, am Sonntag, 4. März 1990 startete ich in Lichtensteig mit der Startnummer 751 am 23. Toggenburger Waffenlauf über 19,7 beschwerliche Kilometer und einer Höhendifferenz von über 300 Metern bei sonnigem Wetter zu meinem 1. Waffenlauf. Teilweise waren die Wege noch mit Schnee und Eis bedeckt und die Temperaturen lagen knapp über dem Gefrierpunkt.

Heute habe ich etwas geschafft, wo ich vor Jahren nicht einmal zu träumen wagte! Sie haben Verständnis, wenn ich an dieser Stelle nicht weiter über die danach folgenden 198 Läufe im Tarnanzug berichte. Bestimmt gäbe es eine Menge über die abwechslungsreichen und eindrücklichen Erlebnisse zu erzählen! Denn die verschiedenen und heute zum grossen Teil nicht mehr durchgeführten ehemaligen Waffenlaufveranstaltungen und auch die in den vergangenen zehn Jahren neu stattfindenden, eher kürzeren Strecken, unterschieden sich durch ihre unterschiedlichen Streckenlängen, Höhenunterschiede, Streckenverhältnisse, Läuferverpflegungen, Organisationen, örtlichen Gewohnheiten, Zuschauerverhalten, Jahreszeiten und jeweiligen Wetterverhältnisse. Diese Vielfalt ist doch einmalig und wunderschön und dies ist doch gut so!

Um erfolgreich 200 Waffenläufe absolvieren zu können braucht es Beständigkeit und Treue zum Laufen im Allgemeinen und zum Waffenlauf im Speziellen. Um in der Waffenlaufszene jedoch auch voll anzukommen, braucht es auch die emotionalen Mechanismen einzuverleiben und von Vorteil ist auch, etwas militärsportlichen Stallgeruch mitzubringen. Ich meinte, diesen aus meinen früheren Aktivitäten als erfolgreichen Militärpatrouillenläufer in den 80er und 90er Jahre mitzubringen.


Der Jubilar im Wettkampf.

Als Waffenläufer verberge ich nicht, dass das Laufen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung, für mich neben der sportlichen Herausforderung immer wieder auch eine verteidigungspolitische Meinungsäusserung ist. Eine Demonstration des Wehrwillens, ein Zeichen der Abwehrbereitschaft zur Erhaltung unserer Unabhängigkeit und dies in Freiheit. Dafür bin ich bereit zu kämpfen oder in diesem Fall auch zu laufen und regelmässig zu trainieren. Dies ist mein symbolischer Beitrag zu den immer wieder geführten Diskussionen über den Fortbestand unserer Armee. Der Waffenlauf ist damit auch Teil eines Ausdrucks meiner staats- und verteidigungspolitischen Haltung – und dies ist sehr gut so! Gerade auch aus diesen Gründen darf der Waffenlauf nicht aussterben!



Urs Vogel, Waffenläufer


Schwere Feld-Haubitz Batterie 175 und deren Standarte
  



Eindrückliche Geschichtslektion mit zwei Artilleristen der Aktivdienstgeneration

Der Obmann der Batterievereinigung und Ehemaligen der Sch F Hb Bttr 5 und 175, Hptm Moritz Rogger, Adligenwil (Mitglied des AVL) informierte uns vor Monaten, dass ihre Batterievereinigung nur noch aus 16 Mitgliedern besteht und die zunehmende Überalterung weiter fortschreitet. Gerne würde die Batterievereinigung dem Artillerieverein Luzern ihre Standarte und die Erinnerungsschrift an den «AKTIVDIENST SCH F HB BTTR 175 – 1939 – 1944» vermachen.
Am Samstag, 5. Mai 2012 trafen sich die beiden Vertreter der Batterievereinigung und Ehemaligen der Sch F Hb Bttr 5 und 175, Hptm Moritz Rogger (Jg. 1921) und Fhr Xaver Bründler (Jg. 1919) mit einer Delegation des AVL-Vorstands in unserem Vereinslokal, dem Wasserturm. Damit wurde diese Standartenübergabe zu einer eindrücklichen Geschichtslektion mit zwei Kameraden aus der Aktivdienstgeneration. Ihr Engagement und ihre Pflichterfüllung verdienen es, die beiden, stellvertretend für die übrigen Kameraden der Batterievereinigung, hier speziell vorzustellen und ihnen im Namen der heutigen und zukünftigen Generationen zu danken.

Die Schwere Luzerner Feld-Haubitz Batterie 175 gehörte zur Schweren Feld-Haubitz- Abteilung 49. Diese Einheit wurde wie der nachfolgende Auszug des letzten Kdt eindrücklich schildert, Ende 1946 aufgelöst. Unsere beiden Gesprächspartner und Vertreter der Batterievereinigung und Ehemaligen waren mit dieser Einheit im Aktivdienst und am damaligen Abtreten mit dabei.

Der letzte Kdt der Sch F Hb Bttr 175 (Hptm Karrer) schrieb im Vorwort zur Erinnerungsschrift (erschienen im Januar 1954): «AKTIVDIENST SCH F HB BTTR 175 – 1939 – 1944»:
Als ich am 20. Dezember 1944 auf dem Bahnhofplatz in Sarnen der zur Entlassung bereiten Sch F Hb Bttr 175 «Abtreten» befahl, dachte keiner von uns, dass damit unser letzter gemeinsamer Dienst zu Ende gegangen war. Noch hatten die alliierten und russischen Armeen die Grenzen des Deutschen Reiches erst stellenweise erreicht. Doch am 8. Mai 1945 ging der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende, ohne dass wir nochmals hatten einrücken müssen. Unerwartet wurde dann auf Ende 1946 die stolze Sch F Hb Bttr 175 im Zusammenhang mit der Neubewaffnung und Motorisierung der Haubitzartillerie leider aufgelöst. – Dies ist eine Schilderung, wie sie sich vermutlich nicht wesentlich von anderen Erlebnissen und Taten anderer Einheiten im letzten Aktivdienst unterscheiden. Und doch bedeuten sie für jeden, der mit dabei war, eine Fülle von Erinnerungen, die trotz der dazwischen liegenden langen Zeit lebendig geblieben sind und es rechtfertigen festgehalten zu werden. Wesentlicher aber als der äussere Ablauf unserer Dienstperioden ist der Geist treuer Pflichterfüllung, in welchem wir unsern Dienst geleistet haben, und der gemeinsame Wille, nach bestem Können alle uns übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Beides war stets in unserer Bttr 175 lebendig, als wir in schwerer Zeit Freud und Leid teilten und in ungezählten Tagen und Nächten unseren bescheidenen Anteil leisteten, damit unsere Heimat vom Kriege und von der Knechtschaft verschont bleibe. Jeder, der einmal zu uns gehört hat, soll und wird diesen Geist treuer Pflichterfüllung hochhalten, wo immer er hingestellt wird, in dankbarer Erinnerung an unsere alte Batterie.

Der heutige Obmann der Batterievereinigung und Ehemaligen der Sch F Hb Bttr 5 und 175, Moritz Rogger war damals Zugführer im Grade eines Leutnants des 2. Geschützzugs. Lt Moritz Rogger befehligte im November 1942: 5 Unteroffiziere, 4 Gefreite, 50 Kanoniere und Fahrer, Total 59 Wehrmänner und zusätzlich 28 Pferde. Der heutige Fähnrich Xaver Bründler war einer der Fahrer und Zugsangehöriger von Lt. Rogger.

Dieser Geschützzug war während des zweiten Weltkriegs mit folgenden Kanonen ausgerüstet: 15 cm Schwere Feldhaubitze 1916 L 14 Krupp Essen. Der Kauf von 14 Kanonen wurde am 24. März 1916 auf Beschluss des Bundesrats bewilligt. Die Lieferung erfolgte im April und im Mai 1916. Damals war nur Deutschland in der Lage, die nötige Anzahl schwerer Geschütze zu liefern. Weitere Tranchen von 32 Geschützen lieferte Krupp Essen im Dezember 1916 bis April 1917 aus. Hier einige Daten:

• Gewicht mit Protze 2750 kg
• Gewicht in Stellung 2200 kg
• Rohrlänge 2100 mm (14 Kaliber)
• Maximale theoretische Schussdistanz 8,85 km
•• Gewicht der Granate 42 kg

Aufgrund des grossartigen Einsatzes für die Bewahrung der Schweizerischen Unabhängigkeit und der Pflichterfüllung gegenüber Land und Volk während des Aktivdienstes und der für uns Artilleristen entstandenen historischen Bedeutung, wird der Artillerieverein Luzern diese Standarte gebührend in Ehre halten, getreu den Worten des letzten Kommandanten dieser Einheit: «Jeder, der einmal zu uns gehört hat, soll und wird diesen Geist treuer Pflichterfüllung hochhalten, wo immer er hingestellt wird, in dankbarer Erinnerung an unsere alte Batterie!»

Dieser Aussage ist nichts mehr beizufügen. Wir, der Vorstand und die Artilleristen des Artillerievereins Luzern, danken der Batterievereinigung Sch F Hb Bttr 5 und 175, speziell deren Obmann Hptm Moritz Rogger und deren Fähnrich Fhr Xaver Bründler für diese wunderschöne Standarte. Wir wünschen beiden weiterhin eine gute Gesundheit, Wohlergehen und weitere positive Erinnerungen im Kreise ihrer ehemaligen Kameraden. – Herzlichen Dank!

Urs Vogel

 


120. ordentliche Delegiertenversammlung des VSAV
  



Der Artillerieverein Lausanne war Organisator der diesjährigen 120. ordentlichen Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine in Morges am Genfersee. Gleichzeitig zeichnete sich die Sektion Lausanne auch für die tadellose Durchführung des diesjährigen, 68. Barbaraschiessens im «Stand de Tir in Romanel sur Lausanne» aus.

Traditionsgemäss wird eine Delegiertenversammlung an zwei Tagen durchgeführt. Ebenfalls fand das Barbaraschiessen in den vergangenen Jahren in der Regel anfangs September statt. Der Artillerieverein Lausanne hatte sich bereit erklärt beide Anlässe gemeinsam und am gleichen April-Wochenende zu organisieren. Damit lag der positive Nutzen für die teilnehmenden, vor allem die weither angereisten Sektionen, dass nur eine länger Reise zu unternehmen war und beide Anlässe besucht werden konnten. – Der Organisator, der AV Lausanne, konnte selbstverständlich mit geballter Ladung seine Organisationskompetenz unter Beweis stellen und hatte dies auch hervorragend erfüllt. Nun zur Chronologie der diesjährigen artilleristischen Jahreshöhepunkte: Am Samstagvormittag, 21. April 2012 nahm eine Delegation aus Luzern am diesjährigen Barbaraschiessen teil. Über diesen Ausflug ins Waadtland und die erzielten Schiessresultate wird unser Oberschützenmeister an anderer Stelle bestimmt ausführlich berichten.

Im Anschluss ans Barbaraschiessen fanden am Samstagnachmittag die Präsidenten-, Schützenmeister- und Übungsleiterkonferenzen statt. Den Artillerieverein Luzern vertraten an der Präsidentenkonferenz unser Vereinsvorsitzender Oberstlt Andrea Grisch und Zentral-Vizepräsident Andreia Grisch, der diese Konferenz moderierte, da der Zentral-Präsident beruflich bedingt in den USA weilte. Wm Christian Zimmermann, ebenfalls Mitglied des AVL, moderierte als Chef Standschiessen VSAV die Schützenmeisterkonferenz. Four Urs Vogel leitete als Chef Ausbildung VSAV die Übungsleiterkonferenz. – Im Anschluss an diese Sitzungen besuchten wir den Artillerie-Waffenplatz in Bière und konnten die aktuelle Ausbildungsinfrastruktur mit den neuen Simulatoren bestaunen. Nach den zwischendurch servierten Aperitifs, kehrten wir wieder in unser Tagungshotel in Morges zurück. Vor dem Nachtessen wurden wir Teilnehmer in der daneben stehenden Kapelle zum kulturellen Teil in Form eines musikalischen Konzertbesuchs eingeladen. Um dann anschliessend erneut zum Aperitif und dann zum Nachtessen zu gelangen.

Am Sonntagvormittag, 22. April 2012 war die eigentliche, 120. Delegiertenversammlung des VSAV. Die Delegierten der einzelnen Sektionen vertreten gesamtschweizerisch 4‘230 Mitglieder der einzelnen Artillerievereine, verteilt auf 31 Sektionen. Diese DV wurde sehr speditiv unter dem Vorsitz unseres Vereinskameraden und Zentral-Vizepräsident Andreia Grisch durchgeführt. Unter zahlreichen Gästen und Ehrenmitgliedern erwähne ich hier den ehemaligen Kommandanten des Geb AK 3, Alt-KKdt Adrien Tschumy und den Kdt Lehrverband Panzer / Artillerie Br Jean-Pierre Leuenberger. – Der aufmerksame Beobachter stellt fest, dass der Zentralvorstand und damit die Verbandsführung sehr stark von Mitgliedern des AV Luzerns geprägt werden und dies ist doch gut so!

Im Anschluss durften wir bei wunderschönem Sonnenschein eine eindrückliche Vorführung der berittenen Artillerie in Uniformen und mit den Geschützen aus dem zu Ende gehenden vorletzten Jahrhundert bestaunen. – Hier einige bewundernswerte Aufnahmen. – Nach dem erneuten Aperitif und dem Mittagessen, waren unsere beiden artilleristischen Verbandtage erfolgreich und in äusserst guter Erinnerung mit grosser Bravour zu Ende gegangen.





Urs Vogel Urs Vogel


Vereinsausflug zum Barbaraschiessen 2012
  



Samstag 21. 4. 2012
Wir fuhren am Morgen um 7.30 Uhr vom Inseli los, unser Fahrer Reto von Gössi fuhr Richtung Gisikon wo weitere Kameraden zustiegen. 8 Personen und Fahrer Reto fuhren dann Richtung Lausanne. Die Stimmung war gut und wir machten auf der Raststätte vor Payern den letzten Halt vor Lausanne und stärkten uns mit Kaffee und Gipfeli.

Mirage III S
Vor der Raststätte entdeckten wir die majestätische Mirage und wir entschieden uns spontan ein Gruppen-Foto zu machen. Reto war nicht nur ein guter Fahrer sondern auch ein ebenso guter Fotograf und so entstand das Foto mit der Mirage. Die Mirage wurde ihm Jahr 1964 beschafft, weil die Kosten der Mirage Beschaffung, bei weitem das Budget übertraf, musste der damalige Bundesrat den Hut nehmen, anstatt 140 Maschinen wurden dann nur 57 Maschinen beschafft. Die Mirage war äusserst erfolgreich bei der Luftwaffe und beliebt bei den Piloten sie flog Mach 2.4 und selbst amerikanischen Navy Piloten kamen bei einer Übung in Amerika ziemlich ins Schwitzen als sie gegen die Mirage «Dogfight» (Nah Luftkämpfe) flogen und sie mussten selbst mit ihren F/A 18 den kürzeren ziehen, das war 1998. 2004 wurde dann die Mirage ihm Militärflugplatz Buochs NW verabschiedet. Selbst der Ehemalige CDA (Chef der Armee) Keckeis flog die Mirage und hatte gute Erinnerung an den schönen Jet. Wer weiss, vielleicht flog Herr CDA Keckeis A.D das Flugzeug das jetzt vor der Raststätte stand.
Gestärkt ging es zu unserer Zieletappe nach Verande in der Nähe von Lausanne wo der Schiesstand stand.

300 Meter Schiessen, (Härdöpfel, Kranzkarte und Pizzas)
Das 300 Meter Schiessen machten die meisten Schützen zuerst, betreut durch unsere Kameraden aus Lausanne und aus der ganze Schweiz. Unser Fahrer Reto feuerte uns an, das hatte bei manchen Erfolg und so konnten sich die meisten an der erste nKranzkarte freuen. Die anderen sammelten derweil ab und zu «Härdöpfel» (Nuller) aber das muss gesagt werden, das war nur recht selten, sonst konnten die meisten Schützinnen und Schützen den ersten Erfolg verbuchen und mit den ersten Kranzkarten im Gepäck gings zum Mittagessen. Neben dem Stand war ein Restaurant mit Pizzas und Spaghetti und so mundeten den Schützen und Autor selber die Pizzas um so mehr.

Pistolen Schiessen und «encore une fois»
Am Nachmittag stand für die meisten Schützen Pistolen Schiessen auf den Programm. Während Marcel Galliker mit Erfolg mit den Waffen des Autors schoss, so muss ich klar sagen es liegt nicht an den Waffen sondern am Schützen, denn Marcel schoss erfolgreich mit den Waffen des Autors. Einer unsere Pistolenschützen bekam die falsche Munition statt 9.mm , 7,65 mm, unser Kamerad von Lausanne bemerkte das «Malheur» und der Schütze durfte nochmals «encore une fois» ran, mit Erfolg. Ein anderer Schütze rechnete nicht mit der Kranzkarte, da er aber Senior-Veteran ist, konnte er doch die Kranzkarte beziehen, das war ein schöne Überraschung für Ihn.

Abschied und Fahrt zurück nach Luzern
Gegen 16.30 Uhr nahmen wir Abschied von unseren Kollegen von Lausanne, «merci beaucoup» für den tollen Anlass. Wir fuhren Richtung Bern und nahmen auch Marcel Galliker mit, er musste nach Thun etwa 20 Kilometer vor Bern gingen wir ab der Autobahn und fanden in Günmigen neben der alte Brücke über die Saane das Restaurant Kreuz. Dort verpflegten wir uns, das Essen war schnell und fein auf dem Tisch, es war wirklich super fein, gestärkt ging es an die letzte Etappe. Wir brachten Marcel zum Bahnhof von Günmigen und fuhren dann zurück nach Luzern. Kurz vor Luzern öffnet «Petrus» die Schleusen und der Regen prasselte auf die Scheiben, während die einen schliefen, liessen die anderen den Tag Revue passieren und wir alle waren der Meinung ein toller Tag mit vielen Erlebnissen und neuen Freundschaften...

Time to say Goodbye
In Gisikon und Inseli Luzern verabschiedeten wir uns und alle machten sich glücklich auf den Heimweg. Ich möchte mich bei allen bedanken: bei den Schützen, die mit gekommen sind; bei den Kameraden aus Lausanne und der Schweiz für die gute Betreuung; beim Fahrer Reto Läubli, der gefahren ist und uns gut betreut hat; beim Verein, der diese Fahrt durchführte; bei der Firma Gössi Transport und bei allen, die ich vergessen habe zu erwähnen.

Vielen Dank!
Adrian Achermann


Bericht zum Rütlischiessen 2012
Wir durften heuer wieder dabei sein auf dem Rütli, dieses Mal bei der 50 m Distanz. Und das sogar im Jubiläumsjahr: 75 Jahre Rütli-Pistolenschiessen! Wie letztes Jahr hatten wir wieder unwahrscheinlich Glück mit dem Wetter: Ein nebelfreier, warmer, sonniger Herbsttag erfreute unser Tun. Die meisten von unserer Gruppe trafen sich auf dem 8-Uhr-Schiff in Brunnen. Mit unserer AVL-Standarte nahmen wir dann den Weg zur historischen Wiese. Oben angekommen trafen wir Adi Achermann, Adi Hodel und Peter Imgrüth, die schon früher gekommen waren.



Wir konnten gerade die Ablösung 1 beobachten und schauen wie der Ablauf ist. Wir selber mussten um 9 Uhr in der Ablösung 3 antreten. Oje, ziemlich schräg nach rechts und ausserdem nach oben muss auf die Scheibe gezielt werden. Am Start ging‘s dann ziemlich fix: hinstellen, laden zielen, schiessen (mir ging‘s ein bisschen zu schnell, da ich der letzte war, der das Standblatt abgeben konnte). Ein grosser Stein direkt dort, wo eigentlich mein «fester Stand» sein sollte, machte das Zielen auch nicht einfacher. Es war also aus meiner Sicht ein ziemlich anspruchsvolles Schiessen, welches auch mit Trainings im Stand nicht realistisch trainiert werden konnte. Das macht dieser Anlass aber auch aussergewöhnlich und interessant.

Roger hatte Pech – nicht während dem Schiessen sondern danach, beim Zeigen: Es ist wirklich nicht optimal, wenn der kleine Junge die Löcher überklebt, bevor der Warner durch ist. Dieser Warner hat dann auch prompt einige Mal mit der schwarzen Kelle gewunken: Auf Rogers Standblatt stehen nun alles Nuller in der letzen Serie! Trotzem: Getroffen haben wir nicht so schlecht: Peter Thalmann hat das beste Resultat unserer Sektion geschossen mit 52 Punkten! Und auch Luzia Käppeli hat sehr gut getroffen und ist mit 50 Punkten und wurde damit Bechergewinnerin unserer Sektion, Herzliche Gratulation!


Hier sind alle unsere Teilnehmer und Ihre Resultate:
Thalmann Peter
Luzia Käppeli
Adrian Hodel
Renato Steffen
52
50
49
44
Marcel Galliker
Peter Imgrüt
Adrian Achermann
Roger Albisser
44
39
29
23
 




Nach Vergleichen unserer Resultate gingen wir zum Verpflegungsstand und holten unseren Schüblig. Da wir eine frühe Ablösung hatten und somit bis zum Absenden noch viel Zeit war, haben wir uns dann getrennt: Der grösste Teil ging nach Hause, Luzia und ich wanderten nach Seelisberg und haben anschliessend am Absenden teilgenommen: Da es ein Jubiläum war, und sich Änderungen im OK-Gremium ergaben, gingen die Ansprachen ein wenig länger.. Die Musikkapelle hat gut gespielt hat und die Veranstaltung schön umrahmt. Nachdem wir 84 Gastsektionen abwarten mussten, durften wir als 85. (von gesamthaft 97) Sektion nach vorne treten und den Becher in Empfang nehmen. Es war wirklich ein interessanter Anlass und ein sehr schöner Tag; Wir sind froh, dass es uns ermöglicht wurde als AVL-Sektion wieder dabei gewesen zu sein.

Marcel Galliker, OSM



Zweitägige Herbstwanderung vom 20. und 21. Oktober 2012
Was unsere 6 Wanderer auch wirklich durchmachen mussten –
oder wie erlebten wir den Überfall auf die Denner-Filiale?

Einzige Gäste

Samstag, 20. Oktober war Aufbruch zur Herbstwanderung 2012. Aufgrund dass die Wanderbegeisterten den Weg ins Tal des romantischen Doubs aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen antraten, trafen wir uns um Viertel nach Zehn Uhr auf der örtlichen Bahnstation. Der kleine, schon fast etwas verlassene Bahnhof von St. Ursanne thront etwas oberhalb dem kleinen Städtchen am Doubs, an einem steilen Jurahang. Wir waren an diesem wunderschönen Oktobertag fast die einzigen Gäste und hatten die landschaftlichen Schönheiten schon fast für uns allein gepachtet.

Gilberte die berühmte Kellnerin
Bevor wir jedoch hier in St. Ursanne eintrafen, führte, die von der Reiseleitung gewählte Zugsverbindung, nach Courgenay zum Umsteigen. Auf dem kleinen und ebenfalls verlassenen Bahnhof auf den nächsten Zug wartend, waren unsere Gedanken bei der berühmten und patriotischen Kultfigur, Gilberte de Courgenay. Bekanntlich hiess die später wohl berühmteste Kellnerin der Schweiz, Gilberte Montavon, am 20. März 1896 geboren und am 2. Mai 1957 gestorben. «Unsere» Gilberte war zu Beginn des Ersten Weltkriegs 18 Jahre alt und arbeitete während den Kriegsjahren im elterlichen Hotel de la Gare in Courgenay, einem Truppenstützpunkt, nahe an der französischen Grenze gelegen. Gilberte bewirtete Tausende von Soldaten und Offizieren, die sich in ihrer Freizeit als wahre Schürzenjäger hervortaten. Übrigens einer dieser schwärmte dermassen von der schönen Gilberte, dass er 1917 das später populär gewordene Lied «La petite Gilberte de Courgenay» dichtete. Dadurch wurde sie berühmt. – Manch einer mag sich bestimmt auch an seine Dienstzeiten in kleinen Landgemeinden mit nur einer oder zwei Dorfbeizen zurückerinnern, wo mangels anderen Freizeitangeboten, wacker an der Karriere des Vorzeige-Batterie-Schürzenjägers gearbeitet und geübt wurde! – Nach ihrer Heirat zog Gilberte nach Zürich und starb 1957 im 62. Altersjahr an einem Krebsleiden.

Kleinod unweit der Doubs-Schleife
In St. Ursanne angekommen begleitete uns 6 Wanderer traumhaft schönes Herbstwetter auf dem ersten viertelstündigen Fussmarsch ins historische Städtchen. Dieses Kleinod unweit der Doubs-Schleife gelegen, ist schon fast in eine etwas schluchtähnliche breite Tiefebene auf 438 Meter über Meer eingebettet und protzt von Ruhe und Einsamkeit. Auf jeden Fall an diesem Oktoberwochenende war es so. Nach der kurzen Besichtigung des Städtchens St. Ursanne und dem Überqueren der Steinbrücke, mit der, in Tourismusprospekten öfters als Blickfang und Werbeträger aufgefahren wird, war der Ausgangspunkt.

Alltagsgrau gegen Himmelblau
Jetzt war die eigentliche Wanderung lanciert und wir tauschten definitiv das Alltagsgrau gegen Himmelblau! Am linken Flussufer des uns entgegenfliessenden Doubs entlang, wanderten wir westwärts über Tariche, Richtung Soubey. Dieser mehrheitlich flache Streckenabschnitt entlang des still fliessenden Flüsschens und teilweise durch Laubbaumwälder brillierte durch seine Ruhe und Einsamkeit. Ab und zu streiften wir grüne im Morgentau glänzende Wiesen mit weidenden Kuh- oder Pferdeherden. In schattigen Windungen und Schleifen des Doubs zogen schwache Nebelschwaden über der Wasseroberfläche und von uns aufgeschreckte Fischreiher flogen ruhig über das Wasser.



Wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen!
Diese einmalige und wohl auch im wahrsten Sinne des Wortes frohlockende Stimmung: «Im Frühtau zu Berge wir ziehn, vallera – grün schimmern wie Smaragde alle Höhen, vallera; wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen; (…) In dieser herrlichen Frühlingszeit (hier Herbstzeit); werft von euch, Ihr Menschen, alle Qual. Kommt mit uns auf die Höhen aus dem Tal, wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen! Kommt mit und versucht es doch auch einmal!» Dies war der Gedankengang der tief in uns schlummerte und mit zur Bereicherung unserer Wanderung bis zum Marschhalt auf der Raststelle «La Réchesse» begleitete.
Etwas vor dem geplanten Halt, überquerten wir in «La Charbonnière» auf einem Fussgängersteg den Doubs um am anderen Ufer an unseren geplanten Ort zu kommen. Die Mittagsrast mit Verpflegung aus dem Rucksack kam zur grossen Auslegeordnung des Selbstmitgebrachten. Dass eine Flasche Rotwein oder waren es sogar zwei, nicht fehlen durfte, versteht sich schon fast von selbst und ist Ehrensache! Selbstverständlich sind wir nicht nur sportliche Wanderer, sondern auch auf den guten Geschmack abonniert und Geniesser mit Anspruch auf den einen oder anderen kulinarischen Höhenflug! Dem war an diesem Wochenende nicht anders.

Ehemaliges Zoll- und Schmuggelgebiet
Danach führte der Weg am rechten Doubs-Ufer entlang nach Soubey. Soubey, ein kleines Dorf, das links und rechts zwischen steil abfallenden Jurahügelzügen eingebettet liegt. Von Frankreich her fliesst der Doubs und entzweit das Dorf. Ab und zu unterbricht ein zwei- oder vierrädriges motorgetriebenes Fahrzeug die darniederliegende Ruhe.
Am Dorfeingang empfing uns eine einsame Gaststätte. Dort liessen wir uns zur zweiten kulinarischen Ehrenrunde mit Kaffee und Dessert an einem der zahlreich freien Tische nieder. Die Durstigeren fanden hier, schon fast am Ende der Welt, ihre prickelnden oder kohlesäurehaltigen Sprudelgetränke oder ein auf Basis von Gerstenmalz und Hopfe
gebrauten Alkoholdurstlöscher. – Wenn ich die Gegend in ihrer Ruhe wahrnehme und die Menschen betrachte, kommt mir der neudeutsche Wirtschaftsfachausdruck zuGedanken, dass wir uns hier in eine äussert strukturschwache Gegend mit gewaltigem Nachholbedarf verirrt haben. Zu hoffen bleibt, dass dies so bleiben wird, sonst werden
eines Tages die Schöneheiten der Landschaft bis zur Unerkenntlichkeit zubetoniert und strukturbereinigt sein.
Die Fortsetzung unserer Wanderung, die wir übrigens auf dem offiziellen Weg «Trans Swiss Trail» absolvierten, führte uns weiter über «Clairbief» zum «Moulin Jeannottat», beides auf 482 Meter über Meer. Das heisst, die vergangenen Wanderstunden waren zum grössten Teil flaches Wandergelände. «Clairbief», am gegenüber liegenden Ufer des Doubs ist ein Weiler, der nur aus drei Häusern besteht, einem ehemaligen Zollhaus, einem Wohnhaus und Stallungen. Hier stösst die Grenze zu Frankreich vom steil abfallenden «Rocher de la Fille» hinunter an den Doubs und verläuft anschliessend flussaufwärts.

Aufstieg aus dem Tal der Ruhe hinauf zum «Pferdeschmaus»
Ab dem Standort «Moulin Jeannottat» begann nun der Anstieg durch das eine oder andere Jura-Gehöft, über «Les Pommesrats» ein kleines, typisches Freiberge-Dorf auf den «La Haut du Bémont» auf 1‘072 Meter über Meer. Dies war der höchste Punkt unserer beiden Wandertage. Hier warteten wir bei wolkenlosem Himmel kurz auf die weniger schnelleren Wanderer und durften die herrliche Aussicht auf unser nahegelegenes Tagesziel mit dem Nachtlager geniessen. Vor uns lag das bekannte «Saignelégier» in den Freibergen oder eben wie sie es hier nennen «Franche Montagne» mit ihren berühmten Pferden und der für uns etwas doch nicht alltäglichen Landschaft! Darüber berichte ich am zweiten Tag meiner Geschichte. Denn es war inzwischen bereits 19 Uhr und die Frau Wirtin erwartet uns zu Tisch.
Im Hotel Bellvue in «Saignelégier» angekommen, erfolgte die Zuteilung der Zweierzimmer und um 20’15 Uhr trafen wir uns zum Aperitif und dem anschliessenden, von unserem Wanderleiter vorbestellten Nachtessen. Der kulinarische Tageshöhpunkt war selbstverständlich die Spezialität aus der Gegend. Es war das äusserst zarte Fohlenentrecôte mit den reichhaltigen Beilagen, dem Saisongrün und dem originellen «Freiberger-Nachtisch». Für uns Wanderer endete bei kaiserlichem Wetter und königlicher Abendspeisung ein gelungener erster Tag. – Für die Wanderung von St. Ursanne nach «Saignelégier» mit zweimal Rasten benötigten wir rund 8 ½ Stunden oder eine effektive Wanderzeit von etwas weniger als 7 Stunden. Jetzt soll noch einer sagen wir hätten die kostbare Wanderzeit und das schöne Wetter nicht voll ausgekostet!

Spektakulärer Rambo-Einbruch und Überfall auf die Denner-Filiale
Der zweite Wandertag begann mit der Tagwache um Halbneun und dem anschliessenden Morgenessen nach Feibergerart und Stutenmilchkäse. Einer unserer Wanderkameraden benützte die Gelegenheit um in der örtlichen Dennerfiliale von der sonntäglichen Ladenöffnung zu profitieren und seinen Cognacbedarf nachzufüllen. Nicht dass sie jetzt denken, werte Leserin, geschätzter Leser, dass dieser Kamerad an der Cognacflasche hängt und diesen der Stutenmilch vorzieht. Nein wie bereits geschildert, sind die ganzen Wandergruppeteilnehmer kulinarische Geniesser! – Ein Knall – ein Schrei – scheinbar mit einem alten Peugot hatten zwei Einbrecher die Fensterscheibe des örtlichen Denner-Satelliten gerammt und sind eingebrochen. Räumten in der Eile aus, was im Wagen verstaut werden konnte und hauten ab! Dabei gingen die ganzen Wein- und Spirituosenregale zu Boden und ein Grossteil der Flaschen wurde dermassen in Mitleidenschaft gezogen, dass unserem Wanderkameraden der Cognacgenuss völlig verging. Unserem Kameraden gelang es, trotz grosser Anstrengung, nicht oder nur fast, einen der Täter festzuhalten. Sie entkamen vermutlich über den nur ca. vier Kilometer entfernte Grenzübergang «Goumois» nach Frankreich. Die ersten Bewohner kamen unserem Kameraden schon bald zu Hilfe geeilt! Da an diesem Sonntag die diensthabende Polizei von ihrem auswärtigen Stützpunkt über die kurvenreichen Jura-Freiberge heranrücken musste, dauerte selbstverständlich eine geraume Zeit.



Pferdegehacktes mit Hörnli

Für uns war es jetzt aber auch Zeit, den zweiten Wandertag anzupacken und das schöne Wetter zugeniessen. Wie bereits kurz angesprochen, befinden sich «Saignelégier » und die Freiberge in einer nicht alltäglichen schönen Landschaft. Es ist eine Hochebene auf 950 bis 1‘050 Metern über Meer. Es herrscht ein eher raues Klima und die Wiesen und Weiden sind mit zahlreichen alten, einzeln in die Landschaft gesetzten oder gewachsenen, sehr grossen Tannen bestückt. Rund um «Saignelégier» fehlt ein kompakter Wald. Jedoch gerade diese Pferdeweiden mit ihren grossen, wunderschönen Tannen oder teilweise auch kleineren Nadelbaumgruppen machen die Gegend so reizvoll. Ein ideales Wander-, Jogging-, Langlauf- und Mountainbikefahrgebiet, das auch bestens für die eine oder andere Felddienstübung mit Biwakieren im Freien, Kochen auf Benzinvergasern oder ins Erdreich eingegrabener, getarnter Küche oder einem Koreaofen und Verpflegung aus einem silberfarbenen und aussen schwarz oder feldgrau gefärbten Aluminiumdeckel, genannt Gamelle, geeignet wäre. Stellen Sie sich vor, wir verspeisen so ein zartes Pferde-Pot-au-feu oder Pferdegehacktes mit Hörnli. Mir läuft bereits das Wasser im Mund zusammen, so dass ich mich beim Schreiben dieser Zeilen mit einem fruchtigen Fricktaler Weisswein stärken darf.
Setzen wir nun die Wanderung fort. Unser Tagesziel für den zweiten Tag war der Bahnhof von Glovelier. Sie werden feststellen, dass ich einige Orts-, Weiler- oder Siedlungsnamen erwähne und diese ins Deutsche übersetzte. Ich finde die Namensgebungen äusserst originell. Von unserem vormittäglichen Ausgangspunkt führte die Wanderung über den «Pré Petitjean» (Wiesen- oder Landhof Kleinhans) über «Montfaucon» (Falkenberg) unterhalb des Dorfes «Les Enfers» (Die Höllen) bis zum Rastplatz «La Vacherie», übersetzt hiesse dies «Die Gemeinheit», wobei hier in dieser stark landwirtschaftlich geprägten Gegend, der Name vermutlich ursprünglich eher auf einen Kuhaufzuchtbetrieb, Kälbermästerei oder einfach Landwirtschaftsbetrieb zurückzuführen ist. An einem Waldrand, in der Nähe von mehreren und bereits stark besetzten Feuerstellen, machten wir unsere Mittagsrast und verpflegten uns wieder aus dem Rucksack und selbstverständlich einem Zinnbecher Rotwein.
Wenn ich am Vortag festhielt, dass dem Doubs entlang fast alles menschenleer war und wir die einzigen Wanderer waren, so war an diesem Sonntag gerade das Gegenteil der Fall. Dies vor allem, da die Zufahrtsstrassen und Wege äusserst gut ausgebaut und mit vierrädrigen Fahrzeugen befahren werden durften. Somit waren eine Vielzahl von Sonntagausflügler, Radfahrer, Biker und auch Wanderer unterwegs. Die Hauptachse des ostwärts führenden Wanderwegs verläuft teilweise fast parallel entlang der Regionalbahn Glovelier – Saignelégier – La Chaux-de-Fonds mit Haltestellen und Landgasthöfen. Selbstverständlich tat auch das wunderschöne Wetter das Seine dazu. Danach kamen wir an zwei Weihern mit äusserst stark frequentierten Rastplätzen und Feuerstellen vorbei.
Die Fortsetzung der Wanderung führte uns danach durch kühle Wälder und auf einem über mehrere Kilometer leicht abfallendem Weg nach Glovelier. Hier durchquerten wir das schmucke Dorf und beendeten unsere Wanderung nach gut 6 ½ Stunden am Bahnhof mit einer letzten Einkehr im altehrwürdigen Buffet de la Gare um den grossen Durst mit einem kühlen «Warteck» zu löschen. Auffällig ist, dass in zahlreichen Jura- Gaststätten das ehemalige Basler Traditionsbier Warteck, heute bei Feldschlösschen gebraut, immer noch stark vertreten ist und vielerorts ausgeschenkt wird. Mit der Bahn fuhren wir wieder an die unterschiedlichen Ausgangsorte zurück.
Wir waren uns einig, es war ein äusserst gelungener Wanderausflug mit eindrücklichen Erinnerungen, der uns die Naturschönheiten einer ganz anderen, für die meisten völlig unbekannten Gegend und Landschaften etwas näher brachte. Allen ein Dankeschön für das positive Mitmachen.

Urs Vogel

 



96. Internationaler 4-Tage-Marsch Nijmegen 2012
Erfolgreich die weltweit grösste Völkerwanderung absolviert!




Einmal im Leben musst du nach Nijmegen und den «Vierdaagse» unter die Füsse nehmen! Dieser Aufforderung leisteten auch dieses Jahr gegen 200 Angehörige der Schweizer Armee Folge und meldeten sich beim Schweizerischen Marschbataillon für den diesjährigen Viertagemarsch. Für einige war es auch wirklich das erste Mal und besonders diejenigen haben Ausserordentliches ertragen müssen und Einmaliges erleben dürfen!
Als Schreibender der diesjährigen 4-Daagse-Geschichte halte ich gleich zu Beginn fest, dass es meines Erachtens einer der kuriosesten, vielleicht auch kurligsten und in gewissen Punkten auch dramatischsten Viertagemärsche gewesen war. Zurückblicken kann ich auf 22 aktive Teilnahmen und meinte so einen Vierdaagse noch nie erlebt zu haben. Mehr dazu in der nun folgenden Erzählung.

Entstehung und Geschichte

Wenn wir zurückschauen in die Geschichte und uns mit dem Gedanken auseinandersetzen, warum und wie dieser Viertagemarsch entstanden war und wer ihn ins Leben gerufen hatte, so mag dies für den einen oder anderen Leser eine Wiederholung sein. Bestimmt, denn darüber habe ich schon öfters geschrieben, doch für manch eine Leserin,
manch einen Leser, der erst heute von dieser unglaublichen Entwicklung erfährt, möchte bestimmt in wenigen Zeilen auch etwas über die Vergangenheit erfahren.
Der Viertagemarsch 2012 wurde in diesem Jahr zum 96. Mal ausgetragen. Wie Vieles in der weltweiten Sportbewegung, war es die Armee, die diesen Marsch im Jahr 1909 ins Leben rief und die erste Durchführung mit 306 uniformierten Teilnehmern veranstaltete. Bestimmt dachte damals noch kaum jemand, dass über 100 Jahre später eine so
grosse Völkerwanderung mit um die 45’000 Marschierenden und Walkern stattfinden wird. Wegen der Besatzung des Königreichs Niederlande und den Kriegswirren des Ersten und Zweiten Weltkriegs konnte und wurde der Vierdaagse während 8 Jahren nicht ausgetragen, sonst hätten wir dieses Jahr die 104 Austragung gehabt! – Also wir werden uns bald dem grossen 100-jährigen Jubiläum nähern.

Etwas zur Stadt Nijmegen oder auf Deutsch Nimwegen: Die Hansestadt Nijmegen bezeichnet sich als die älteste Stadt der Niederlande und gehört zur Region Gelderland. Die Stadt liegt an der Waal, der Fortsetzung der Hauptader des Rheins und südöstlich vom Maas-Waal-Kanal. Sämtliche Schiffe auf dem Weg Rotterdam – Basel fahren hier vorbei. Nijmegen ist ostwärts ca. 15 Autominuten von der deutschen Grenze entfernt. Die historische Stadt mit ihren 160‘000 Einwohnern liegt ca. 20 Kilometer südlich von Arnhem (Arnheim). Das Gelderland mit Nijmegen und Arnhem hatte am Ende des Zeiten Weltkriegs, im Herbst 1944 eine grosse strategische Bedeutung. Zahlreiche Flussübergänge, man denke an den Film «Die Brücke von Arnheim», musste von den alliierten Truppen in äusserst verlustreichen Kämpfen von der deutschen Wehrmacht befreit werden, um weiter ins Reich vorstossen zu können. Zahlreiche Denkmäler und Soldatenfriedhöfe erinnern uns an diese tragischen Ereignisse, die dann am 8. Mai 1945 zum Ende des 2. Weltkriegs führten. – Heute ist Nijmegen bekannt für seine weltbekannte und grosse Universität mit gegen 20‘000 Studierenden in 125 Studiengängen. Sie gilt als die Ausbildungs- und Kaderschmiede und intellektuelle Hochburg des Königreichs.

Unsere 52. Teilnahme

Nun zurück zum eigentlichen Ereignis, dem Vierdaagse. – Wenn wir im vergangenen Jahr mit den Kameraden der Wehrsportgruppe Schwyz eine Marschgruppe bildeten, so gelang es uns dieses Jahr wieder aus eigener Kraft eine Gruppe von 11 Marschierenden und einem Betreuer zu stellen und dem Schweizerischen Marschbataillon
anzugehören! – Für uns Marschierer aus Luzern war es die 52. Teilnahme in Nijmegen und dies in ununterbrochener Reihenfolge! Nachwievor gehören wir zur Marschelite der Schweizer Armee und damit zu den unermüdlichen Leistungsträgern und zur harten Kerntruppe der Schweizer Marschdelegation in den Niederlanden. Selbstverständlich
ehrt uns dies und macht uns stolz, uns im Ausland als Aushängeschild präsentieren und die Schweizer Armee ehrenvoll vertreten zu dürfen.

Der Viertagemarsch und seine Distanzen

Die Aufgabenstellung für die Marschierenden ist nicht für alle gleich. Je nach Alter und Geschlecht sind in unterschiedlichen Kategorien kürzere oder längere Strecken zu absolvieren. Täglich sind also eine der vier Strecken von 50 km (Männer), 40 km (Frauen+ Männer 50+), 40 km (Militär mit 10 Kilogramm Gepäck) oder 30 km (Jugendliche und
Ältere) zurückzulegen, um anschliessend als wahre Sieger gefeiert werden zu können. Für alle ist gleich, es wird immer am 3. Dienstag im Monat Juli zum Vierdaagse gestartet und erfüllt hat, wer alle vier Tage die vorgeschriebene Streckenlänge korrekt zurückgelegt hat und sich damit als erfolgreicher und stolzer Sieger über sich selbst feiern darf!

Der 4-Tagemarsch und unsere Marschgruppe im Jahr 2012

Herzlich willkommen beim kurzen Rückblick auf das grösste Wanderspektakel der Welt und dies aus der Sicht unserer Marschgruppe mit einer äusserst tüchtigen Marschiererin, 10 strammen und druchhaltewilligen Marschierern und einem einsatzbereiten und vielbeschäftigten Betreuer. Persönlich fand ich, dass dieses Jahr das Wetter etwas gar verrückt gespielt hatte. Wir waren in der dritten Juli-Woche, also Mitten im Sommer und trotzdem herrschten nachts Temperaturen, dass es einem fröstelte und hätten wir die Heizung aufdrehen können, wer hätte den Thermostat nicht auf eine für uns gewohnte Zimmertemperatur eingestellt.

Bereits beim Einrücken am Samstag, 14. Juli empfing uns Nijmegen mit Regenschauern. Wer die Wald- und Zeltsiedlung Heumensoord kennt, weiss dass bei Nässe und Regen auf dem sandigen Erdreich ein kaum vorstellbarer Morast vorherrscht. Ich meinte, in den vergangenen 22 Jahren, so etwas noch nie erlebt zu haben. Denn dieses Mal entleerten sich die Wolken dermassen, dass vor unserer Zeltunterkunft die eine oder andere Überschwemmung stattfand. Trotzdem, während den Marschtagen hatten wir wieder grosses Glück. Mit Ausnahme des dritten Marschtages, dem Donnerstag, waren die übrigen Tage trocken und teilweise mit etwas Sonnenschein ideal zum Marschieren.
Es herrschten angenehme Marschtemperaturen vor. Die Niederschläge kamen mehrheitlich nachts und weckten uns aus dem Schlaf.

Nun wie begann alles? – Wer sich an einen Aufruf in der April-Nummer erinnert, so waren wir zu diesem Zeitpunkt noch weit weg von einer reglementskonformen Gruppe. Also hiess es, neue junge Marschierer zu rekrutieren. Dank grossem Engagement, besonders unserer einzigen weiblichen AdA, Marlen Plüss, die drei junge Unteroffiziere, einer davon aus der Französischen Schweiz für den diesjährigen Vierdaagse begeistern konnte und einem weiteren jungen Kameraden aus der Ostschweiz, Simon Kaiser, waren wir mit vier Neuen am diesjährigen Vierdaagse vertreten. Dies war in den vergangenen Jahren nicht öfters der Fall, dass wir auf Anhieb vier Neueinsteiger in unserer Gruppe hatten, letztmals im Jahre 2007. Somit war die Aufmerksamkeit besonders auch auf unsere vier jungen und mutigen Neuteilnehmer gerichtet. Alle vier hatten sich ja gebührend vorbereitet und wagten sich das erste Mal an die walkende Hollandbegeisterung heranzutasten.



1. Tag: Tagwache war am Dienstag, 17. Juli um 04.15 Uhr in der Früh und der Startschuss in unserem Camp Heumensoord viel für uns um 05.40 Uhr. Mit dem Startschuss, schwangen wir unsere mit 10 Kilogramm Gepäck beladenen Kampfrucksäcke auf die Rücken und folgten dem Befehl, vorwärts Marsch! Die Marschstrecke führte uns durch die Stadt Nijmegen über Lent nach Bemmel. Zu Bemmel kann ich berichten, dass hier alljährlich die «Schweizer Woche» stattfindet. Das Schweizer Musikkorps, dieses Jahr die im Jahre 1879 gegründete Stadtmusik Chur unter der Leitung von Jürg Valer, war hier einquartiert und umrahmte den Vorbeimarsch der über 45‘000 Marschierenden mit
rassiger Marschmusik. Die Fortsetzung führte uns anschliessend nach Elst, Valburg und auf dem Waal-Damm entlang wieder über die eindrucksvolle Waal-Brücke zurück nach Nijmegen und in unser Militärlager im südlich gelegenen Wald und Naturschutzgebiet Heumensoord. Am ersten Marschtag ging es uns Marschierer noch relativ gut, wobei der eine oder andere, vor allem die Neueinsteiger, bereits erste Bekanntschaften mit weniger wohltuenden Veränderungen an Füssen und Beinen machen mussten. – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 44,5 km angegeben und wir benötigten eine effektive Marschzeit von 6 Stunden und 45 Minuten!



2. Tag: Am Mittwoch, 18. Juli war die Tagwache um 03.45 Uhr und der Abmarsch im Camp Heumensoord war für uns um 04.50 Uhr angelegt. Die Marschstrecke führte uns durch Wijchen und den Vorort Beuningen, über die Schleuse Weurt des Maas-Waal- Kanals eingangs Nijmegen ins Hafenquartier und anschliessend durchs Zentrum von Nijmegen zurück an unseren gewohnten Start- und Zielort. – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 35,1 km angegeben und wir benötigten eine effektive Marschzeit von 6 Stunden und 35 Minuten! Dass wir für eine deutlich kürzere Strecke fast die gleiche Zeit hatten wie am Vortag, ruft den Verdacht hervor, dass der eine oder andere bereits grosse Probleme an ihren Fortbewegungsapparaten hatten. Tatsächlich hatte es unsere mutigen Neumarschierer bereits am zweiten Tag dermassen erwischt, dass auch unser Betreuer neben seiner Kernaufgabe der Verpflegung der Gruppe, seine andere Kernkompetenz, die eines Oberkrankenpflegers, in unserem Fall eher eines Bein- und Füssepflegers, voll unter Beweis stellen musste. Somit zeichnete sich an, dass unser Betreuer Daniel Winter für diesen und die folgenden Tage pausenlos zum Wohle der Angeschlagenen und auch der übrigen Marschierer im Einsatz war. Denn es galt nach wie vor, die immer wieder angekündigte Dynamik unserer Marschgruppe voll aufrecht halten zu wollen.

3. Tag: Am Donnerstag, 19. Juli war die Tagwache um 03.15 Uhr mit dem Abmarsch um 04.45 Uhr. Die Strecke führte uns über Malden, Molenhoek, Mook, dem Maas-Waal- Kanal entlang in die gebirgigste Gegend von Holland, nach Groesbeek. Der dritte Marschtag ist zweifellos der härteste Streckenteil. Erstens mussten wir uns wie alle Jahre beeilen, um rechtzeitig auf dem Kanadischen Friedhof die eindrucksvolle Gedenkfeier nicht zu verpassen. – Der Marsch wird hier fast zur «Rennerei»! Zweitens war es der einzige der vier Tage, wo die Marschstrecke über hügeliges Gelände mit einigen steilen Anstiegen führte. Und hier machen sich die bepackten Rucksäcke besonders bemerkbar. Und drittens war der eine oder andere bereits etwas angeschlagen und spürte Schmerzen und Verletzungen an Füssen und Beinen oder hatte ganz einfach auch noch zu wenig geschlafen. – Kurz nach der Ankunft an unserem ersten Rastplatz in Plasmolen fegte ein Regensturm über das Gelderland hinweg, wie ich ihn in den vergangenen 22 Jahren noch nie erlebt hatte. Die auf den Terrassen und Plätzen aufgestellten Sonnenschirme und Getränkestände wurden fast vom Boden gefegt. Das Wasser floss in Bächen und wer keinen trockenen Unterstand fand wurde auch mit Regenschutz komplett durchnässt. Und jetzt in diesem Zustand und im Tempo des gehetzten Hasen auf den Friedhof in Groesbeek rennen? – Selbstverständlich war dies auch für uns Ehrensache. Noch immer war in den vergangenen Jahrzehnten eine Marschdelegation aus Luzern bei der Kranzniederlegung auf dem Kanadischen Friedhof mit dabei! Und dem war auch dieses Jahr so! – Auf dem Friedhof angekommen, durften wir uns zuerst einmal verpflegen, etwas ausruhen, allfällige Verletzungen verarzten lassen oder uns mit den aus der Schweiz angereisten Gästen und mit unseren zum Teil sehr marscherprobten und fachkundigen Zivilmarschierern und Vereinskameraden unterhalten. – Unser ehemaliger Marschkamerad und heutige stellvertretender Marschkdt Oberst Edgar Gwerder liessen es sich nicht nehmen, unsere Marschgruppe über einige Kilometer zu begleiten. Zur Feier, dass die Halbzeit des Vierdaagses bereits deutlich überschritten war, genossen wir auch dieses Jahr, die bereits zur Tradition gewordenen, eine oder andere Cognac-Runden! – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 39,8 km angegeben und wir benötigten eine effektive Marschzeit von 7 Stunden und 15 Minuten!



4. Tag: Am Freitag, 20. Juli war die Tagwache um 04.00 Uhr und der Abmarsch um 05.15 Uhr. Der letzte Viertel der Vierdaagse-Strecke führte uns durch den Stadtteil Duckenburg, über Overasselt, Nederasselt nach Grave. Hier in Grave steht eine der eindrucksvollsten Flussüberquerungen, die Brücke von Grave, die in Kriegsfilmen auch schon als Drehort und Kulisse diente. Ebenfalls begegneten wir in Grave alljährlich einer Aargauer Blaskapelle, die hier mit ihrem Egerländersound aufspielt und wo einer unserer ehemaligen Waffenlaufkameraden und Spitzenwaffenläufer, Willi Urech, sich heute aktiv musisch betätigt. Wie die bebilderten Erinnerungen es schildern, war uns für einmal der zügige Marschschritt etwas abhanden gekommen. Einer unser Marschkameraden war dermassen angeschlagen, dass wir ihn auf den letzten 30 Kilometern unterstützen, ziehen und bereits fast tragen mussten. Eine vorbildliche Kameradschaft, einen einmaligen Teamgeist und ein gegenseitiges Helfen und Tragen der Gepäckeinheiten und Unterstützen der angeschlagenen Kameraden führten schlussendlich zum gemeinsam Ziel, die 96. Austragung des Viertagemarsches erfolgreich zu bestehen! Einmal mehr durften wir erfahren, Blasen und Schmerzen vergehen, Ehre und Ruhm bleiben für immer positiv in Erinnerung!

Gemeinsam durften wir auch dieses Jahr wieder einen der eindrücklichsten Durchmärsche erleben. Alljährlich ist es immer wieder ein besonderes Ereignis durch die reizvolle Stadt Cuijk mit den beiden von weither sichtbaren Kirchtürmen zu durchwandern. Nach einem hervorragend gelungenen Durchmarsch und unter Applaus vor Abertausenden von Zuschauern am Strassenrand, überquerten wir gemeinsam die von der Niederländischen Armee über die Maas angelegte Pontonbrücke. In der Nähe des militärischen Rastplatzes in Cuijk war der zweite Marschhalt mit der Einkehr im traditionellen «Cognac-Zelt». Warum denn der Name Cognac-Zelt? Auch hier ist es bereits Tradition, dass Cognac ausgeschenkt und genossen wurde. – Prost unseren Supermarschierern! Zwei unserer ehemaligen Marschkameraden, Marcel Furrer und Beat Schlüchter erwarteten uns bereits zur Congacrunde – Herzlichen Dank, denjenigen, die eine Flasche oder eine Runde Cognac spendierten! – Anschliessend führten uns die letzten 10 Kilometer auf den Retablierungs- und letzten Rastplatz Charlemagne kurz vor der Stadt Nijmegen. Hier erhielten wir nach dem Einscannen und Zurückmelden die wohlverdiente Auszeichnung und Medaille. – Bravo und herzliche Gratulation! Die offizielle Streckenlänge des letzten Marschtags wurde mit 44,9 km angegeben.

Das letzte Teilstück war dann der eigentliche Triumphzug ins Stadtzentrum. Das Schweizerische Marschbataillon, begleitet von der Stadtmusik Chur, marschierte stolz in Fünferkolonne nach Nijmegen, vorbei an mehreren Hunderttausenden von Zuschauern. Auf der Ehrentribüne grüssten uns die Behördenvertreter, die Ehrengäste und verschiedenen höheren Stabsoffiziere der teilnehmenden Nationen. Die Schweizer Armee war mit Divisionär Fritz Lier, Stellvertretender Kommandant des Heeres und unserem Kdt des Schweizer Marschbataillons, Oberst Rita Eymann vertreten.

Besucher aus der Schweiz

Auch dieses Jahr beglückwünschten uns ehemalige Marschierer aus der Schweiz mit ihrem Besuch in Nijmegen. Vier Kameraden besuchten den Vierdaagse und unterstützten uns vom Strassenrand aus oder feierten unseren Erfolg zusammen bei einem Gläschen! – Hier halten wir unsere werten Kameraden fest und danken ihnen für die grossartige Unterstützung: Franz Wicki (selber mit 45 Teilnahmen) und Peter Schmid (17) verbrachten eine Woche in Nijmegen und benützten den Vierdaagse als Feriendestination. Marcel Furrer (8) und Beat Schlüchter (7) überraschten uns mit ihrem
Kurzurlaubstripp am Waal.

Zum Schluss heisst es auch dieses Jahr wieder: Nach dem Marsch ist vor dem Marsch! Und daher auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr, zur 97. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 16. – 19. Juli 2013! Bestimmt werden auch wir wieder mit dabei sein!

Einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für ihre hervorragenden Leistungen verdienen:

Die 11 Marschierenden:
Four
Sdt
Adj Uof
Four
Adj Uof
Major
Major
Wm
Sgt
Obgfr
Wm
 
Vogel Urs
Eiholzer Robert
Plüss Marlen
Häfliger Yves-Marc
Masson Patrick
Premerlani Romeo
Seitz Thomas
Binggeli Marco
Criscione Salvino
Kaiser Simon
Tscharner Kevin
21. Teilnahme
6. Teilnahme
6. Teilnahme
5. Teilnahme
5. Teilnahme
4. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
 
Der Betreuer:
Wm Winter Daniel  5. Teilnahme
 
Ausserhalb unserer Marschgruppe (mit SVMLT):
Obgfr Limacher Urs  6. Teilnahme
Die 4 zivil Marschierenden:

Ebenfalls verdienen unsere fünf zivilen Marschteilnehmer ein grosses Bravo, einen Applaus und herzliche Gratulation für die eindrücklichen Leistungen! Wobei unser langjähriger Marschgruppenkamerad Franz Wicki seine 45. Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen am ersten Tag vorzeitig abbrechen musste. Darum wird Franz in der Statistik weiterhin mit 44 erfolgreichen Teilnahmen geführt.
Oberst 
Frau
Motf Oberst
Hansruedi Weber
Hanneke Distel
Josef Distel
Edwin Singer
47. Teilnahme
44. Teilnahme
39. Teilnahme
28. Teilnahme
 



Urs Vogel – TL


44. Ustertag-Schiessen, Samstag 17. November 2012
Bei nebligem Spätherbst-Wetter bestieg beim Carterminal der Fa. Gössi in Horw eine kleine, gutgelaunte Schützengruppe den Car, um wie jedes Jahr die Freiluftsaison mit dem Ustertagschiessen abzuschliessen. Wie gewohnt, legten wir in Gisikon einen Zwischenhalt ein, um unsere Schützen-Kameraden aus dem Seetal an Bord zu nehmen.

Kurz nach unserer Ankunft in Uster löste sich der morgendliche Nebel im Zürcher Oberland auf und so konnten wir bei besten äusseren Bedingungen unser Programm absolvieren. Selbstverständlich nicht ohne uns zuvor mit einer Ustertagwurst zu stärken.Die beiden Schützen Achermann Paul und Barmet Franz (erste Teilnahme) erreichten
sehr gute 49Pt. Achermann Paul gewann die intern Konkurrenz dank des 1 cm bessern Tiefschusses.

Bei den Pistolenschützen 50m, wo nur eine Gruppe und ein Einzelschütz antraten liefe es nicht wie erhofft. Kein einziges Kranzresultat resultiert. Nachdem alle ihre Programme absolviert hatten, wurde noch der eine oder andere Jass geklopft, bevor es Abfahrt Richtung Restaurant Neuhof in Rüti ZH hiess. Vor dem wie gewohnt guten «Zobig» im
Restaurant Neuhof erfolgte das Absenden. Wie immer gab es Zufrieden und weniger Zufriedenen. Hier die wichtigsten Resultate.
Gruppenresultate 300 m:
Gruppe Punkte
Heliomalt
Pilatus
Wasserturm
Barbara
183
172
166
146
     
Einzelkränze 300 m:
• Achermann Franz
• Achermann Paul
• Albisser Roger
• Barmet Franz
• Dubach Hansjörg
• Hodel Adrian
  • Imfeld Rudolf
• Jurt Carmen
• Mathis Markus
• Portmann Toni
• Zaugg Hans



Allen Teilnehmern herzlichen Dank und Gratulation den Kranzschützen.

Das nächste Ustertag-Schiessen findet am voraussichtlich am 16. November 2013 statt. Dies als Änderung zu den Informationen am Ustertagschiessen.

Ich hoffe, dass wieder eine beachtliche Anzahl Schützinnen und Schützen teilnehmen wird.

Der Organisator Roger Albisser



68. Barbaraschiessen 2012
Das Barbaraschiessen war dieses Jahr ungewohnt früh, nämlich schon am 20./21 April 2012. Es wurde zusammen mit der Delegiertenversammlung (21./22.4) bei Lausanne durchgeführt und organisiert vom Artillerieverein Lausanne. Geschossen wurde auf dem Stand de Vernand. Adrian Achermann organisierte am Samstag, den 21.4 einen kleinen Bus mit Fahrer, so dass wir gemütlich zusammen dorthin kamen und beim Mittagessen bereits über die ersten, erzielten Resultate reden konnten. Wir waren gesamthaft 12 Teilnehmer.

Die besten Einzelschützen waren im 300 m Renato Steffen mit 56 Punkten, im 50 m Albert Probst mit 59 Punkten und im 25 m Oskar Bernet mit 147 Punkten! Herzliche Gratulation den dreien!

Gruppenresultate

Unsere Gruppe Barbara wurde dieses Jahr leider nur Achte in der Rangliste, mit 254 Punkten. Aber beim 25 m wurde sie Zweite mit 711 Punkten und Vierte mit 650 Punkten und beim 50 m kam unsere Gruppe Barbara auf den ersten Platz mit 267 Punkten! Der Apriltag zeigte sich wettermässig von seiner besseren Seite: Es war schön sonnig. Auf der Rückfahrt am Abend machten wir noch einen Zwischenhalt und kehrten in einem guten Restaurant ein, bevor es dann mit dem kleinen Bus zurückging nach Gisikon, resp. zum Inseli in Luzern.

300 m

Name

Steffen Renato
Käppeli Luzia
Achermann Paul
Galliker Marcel
Zaugg Hans
Achermann Adrian
 Vogel Urs


Punkte
 
56
55
54
51
51
43
41



Gesamtrang

5
12
13
46
47
89
95



AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
                    
50 m

Name

Probst Albert
Galliker Marcel
Bernet Oskar
Henseler Josef
Käppeli Luzia
Steffen Renato
Koch Robert
Achermann Adrian


Punkte
 
59
58
56
56
55
49
42
31


Gesamtrang

3
6
9
10
12
18
22
23


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
                    
25 m

Name

Bernet Oskar
Probst Albert
Käppeli Luzia
Küttel Armin
Henseler Josef
Galliker Marcel
Zaugg Hans
Achermann Adrian
Koch Robert
Steffen Renato


Punkte
 
147
144
143
141
141
139
138
126
125
117


Gesamtrang

3
8
11
14
15
20
23
40
42
48


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
                    
Danke an alle Teilnehmer und Organisatoren.

Marcel Galliker, OSM


Rückblende auf VSAV Schiessen 2012

Liebe Schützen und Schützenkameradinnen, auch 2012 dürften wir zahlreiche Schützen begrüssen am 17.April und 28. Mai ans Traditionelle VSAV Schiessen. 2012 ein Jahr nach dem grossen Jubiläum des Artillerievereins, konnten wieder viele Schützen teilnehmen. Mein grosser Dank richtet sich wie jedes Jahr an die Funktionäre und die Schiesskommission, nur dank ihres Einsatzes konnte der Anlass so erfolgreich durchgeführt werden. Dieses Jahr war der Schiesstermin früh angesetzt, der Grund war das Barbaraschiessen. Deshalb habe ich noch «Nachschiessen» angesetzt für das 300 Meter, diese fand im Stand der Allmendlischützen in Udligenswil statt. Ein grosser Dank gilt auch den Allmendli Schützen, das wir Ihren Stand benutzen dürften, für das «Nachschiessen». Einer der Schützen erreichte sogar das Maximum der Punktzahl, herzliche Gratulation geht an Adrian Hodel. Den Kranzschützen gratuliere ich für das Resultat und den anderen sei auf das nächste VSAV-Schiessen 2013 hingewiesen. Alle Schützen Danke für die Teilnahme und bis 2013.

Resultate:
300 m


1.
2.
3.
4:
5:
6.
7.
8.
9.
10.
11:
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.

Punkte
 
Hodel Adrian
Barmet Franz
Küng Franz
Käppeli Luzia
Galliker Marcel
Zaugg Hans
Thalmann Peter
Zinniker Roman
Achermann Paul
Zemp Kurt
Barmet Reto
Steffen Renato
Heussler Ottmar
Albisser Roger
Hermans Franz
Achermann Adrian
Vogel Urs
Eiholzer Robert Achermann Kurt

Punkte

60
58
56
56
56
55
55
55
54
53
53
52
51
51
49
48
46
44
36




Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Karte


                    
25 m


1.
2.
3.
4:
5:
6.
7.
8.
9.
10.



Bernet Oskar
Käppeli Thomas
Küttel Armin
Zinniker Roman
Hodel Adrian
Henseler Josef
Albisser Roger
Käppeli Luzia
Thalmann Peter
Koch Robert

Punkte

148
146
145
144
144
142
142
140
139
138



Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
                    

Mit besten Grüssen, Adrian Achermann,
Mitglied der Schiesskommission



Wehrsportliche Aktivitäten Frühjahr 2012  
Marschgruppe – Marschtrainingsanlässe um den HallwilerMarschgruppe – Marschtrainingsanlässe um den Hallwilersee und im Raum Hauensteinses

Auch dieses Jahr fand der wehrsportbegeisterte Vereinskamerad verschiedene Anlässe, wo er seine Leistungsfähigkeit trainieren und unter Beweis stellen konnte. Nach dem Saisonstart im Oberen Fricktal, in der vergangenen Ausgabe des «Der Artillerist» wurde bebildert darüber berichtet, absolvierten wir am Sonntag, 25. März unsere zweite Marschübung im Gruppenverband. 10 KameradInnen fanden sich zum Marsch um den Hallwilersee in Beinwil ein. Sonniges Wetter begleitete uns auf den flachen 21 Kilometern rund um den See.



Eine Woche nach Ostern, am Samstag, 14. April fand unser dritter Ausmarsch mit Start- und Zielort im solothurnischen Hauenstein statt. Dieser Vorbereitungsanlass mit Ausgangspunkt «Unterer Hauenstein» ist bereits zur Tradition geworden, bietet doch die Grenzregion Baselland – Solothurn eine Vielzahl von schönen Wanderungen mit anspruchsvollen Anstiegen und erholenden Bergabwanderungen an – also ein stetiges Auf und Ab! 8 Kameraden liessen sich begeistern und marschierten auf den Kreten des Jurakamms vom «Unteren Hauenstein», nördlich des Belchens, Richtung «Oberen Hauenstein» (bei Langenbruck BL). Kurz vor Langenbruck, beim ehemaligen Kloster Schönthal, drehten wir nach links, wieder Richtung Belchen, diesmal jedoch südlich davon und über Ifenthal zurück an den Ausgangspunkt, die Passhöhe des «Unteren Hauensteins». Für den einen oder anderen war es auch dies Mal eine wahre Entdeckungswanderung auf den Spuren von Teilen der Grenzbefestigungen aus dem 1. Weltkrieg. Zahlreich sind die in den Felsen gespitzten und bemalten Erinnerungswappen der damaligen Einheiten aus allen Gegenden der Schweiz.

Zum Koster Schönthal

Da manch einer beim Vorbeigehen am ehemaligen Kloster Schönthal sich die eine oder andere Frage zur Geschichte stellte, stelle ich hier eine Kurzfassung des Eintrags bei Wikipedia vor:
Der älteste urkundliche Hinweis auf eine Schönthaler Mönchsgemeinschaft stammt aus dem Jahre 1145. In einer vom 2. März 1146 datierten Urkunde wurde das Kloster und der Name seines Stifters, des Frohburger Grafen Adalbero, erstmals erwähnt. Nach dem Willen des Stifters gehörte das Kloster den Benediktinern. Zu den Förderern des jungen Klosters gehörte Adalberos Verwandter Ortlieb von Frohburg, der zur Zeit der Klostergründung Bischof von Basel war. 1187 wurde die Klosterkirche eingeweiht. Im Hochmittelalter war es eine Zeitlang ein Doppelkloster (1266 erstmals erwähnt), wobei Männer und Frauen in getrennten Häusern lebten. Im 13. Jahrhundert verschwand der Männerkonvent. 1367 fällt das Aufsichtsrecht mit dem Erlöschen des Geschlechtes der Froburger an das Amt Waldenburg und 1400 mit dem Amt Waldenburg an die Stadt Basel. Das vom Aussterben bedrohte Frauenkloster wird 1415 dem Servitenorden übergeben. Am Kirchweihtag vom 1. Mai 1525 – zur Zeit des Deutschen Bauernkriegs – wurde das Kloster von durch einheimische Bauern geplündert und verwüstet.

Am 1. Mai 1529 hob man das Kloster infolge der Basler Reformation auf. 1836 ging es in Privatbesitz über und 1967 wurde das Kloster Schönthal unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. Nach diversen Renovationen wird der ehemalige religiöse Andachtsort seit dem Jahr 2000 als kulturelle Begegnungsstätte genutzt und gehört zu Sculpture at Schoenthal. 2001 wurde die Klosteranlage und das 100 ha Landwirtschaftsgut in eine private Stiftung überführt.

44. Marsch um den Zugersee

Am Samstag, 21. April fand der erste uniformierte Marschanlass im Gruppenverband statt. Traditionsgemäss nahm auch dieses Jahr unsere Marschgruppe am 44. Marsch um den Zugersee teil. 10 Kameradinnen und Kameraden konnten sich bei angenehmem Wetter für diese Ausdauerprüfung von um die 34 Kilometer begeistern.

Weitere Marschanlässe Hildisrieden und Hindelbank

14 Tage danach, am ersten Mai-Samstag war unser Trainigsanlass im Raum Sempachersee / Lindenberg angesagt. 7 KameradInnen trafen sich im Dorfzentrum in Hildisrieden, bei unserem Kameraden Edwin Singer. Wie in all den Jahren bereitete uns Edi auch dieses Jahr wieder eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Marschstrecke vor. Leider hatte dieses Wochenende wenig mit dem sonnigen Wonnemonat Mai gemeinsam. Denn es waren relativ kalte Temperaturen und der Regen verschonte uns an diesem Samstag nicht, teilweise goss es aus Kübeln! Dadurch waren gewisse Wege durch die Wälder etwas morastig und unsere Kleidung trotz Regenschutz alles andere als trocken! – Umso mehr freuten wir uns, nach über 4 Stunden auf den definitiven Marschhalt am Ausgangspunkt in Hildisrieden, um zum gemütlicheren Teil am Trockenen überzugehen. Wie gewohnt durften wir nach dem Marsch wieder eine verdiente Pause bei unserem Kameraden Edwin Singer und seiner Gattin Esther einlegen. Esther und Edi verwöhnten uns einmal Mehr mit einer echt Schweizerischen Käseplatte, einem guten Glas Wein und feinstem Süssgebäck, also purer Genuss aufs Vorzüglichste. – Wir spenden einen grossen Applaus und herzlichen Dank! Am Sonntag, 3 Juni fanden sich 7 KameradInnen zu unserem anspruchsvollen Marsch über 50 Kilometer durchs Emmental ein. Seit 2007, also dieses Jahr zum 6. Mal wo wir diese Härteprüfung mit 1‘000 m Höhendifferenz erfolgreich als Trainingsanlass absolvierten. Wir brachen um 8.00 Uhr in Hindelbank bei Burgdorf auf und absolvierten die 60 Leistungskilometer in rund 7 ½ Stunden effektiver Marschzeit. Leider wurden wir dieses Jahr vom Regen nicht verschont, goss es doch phasenweise erheblich. Anschliessend war Einkehr bei unserer Gastgeberin, Marlen Plüss in ihrem Zuhause im benachbarten Jegenstorf. Auch Marlen hatte uns kulinarisch verwöhnt und wir durften die verbrannten Kalorien wieder auftanken. Auch dir Marlen ein ganz grosses Dankeschön für diesen sehr angenehmen Teil!



Regionale Artilleriesporttage in Gunzwil und Neudorf – vom 11./12. Juni 2012

Der Artillerieverein Michelsamt war Organisator der diesjährigen Wettkampftage. Traditionsgemäss wurden auch dieses Jahr ein spannender Zweikampf und ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Mehrkampf angeboten. Leider spielte am Samstag das Wetter, wo sich unsere drei AV Luzern-Athleten an den Start begaben, gar nicht mit. Es regnete in Strömen, die Waldwege waren morastig und das Gelände teilweise stark durchnässt und die Rutschgefahr stieg, wie kaum jemals in den vergangenen 20 Jahren. Der Zweikampf besteht nach wie vor aus dem 300 m-Schiessen und dem Werfen von Wurfkörpern, je 4 Würfe, a) als «Zielwurf» auf eine Distanz von 20 m in einen 3 m-Kreis, b) durch eine Türe (1 m breit / 2 m hoch) auf eine Distanz von 15 m und c) durch ein Fenster (1 x 1 m) auf eine Distanz von 10 m, was Total 12 Würfe ergibt. – Unter 93 rangierten Wettkämpfern belegten Paul Achermann mit 108 Punkten den sehr guten 14., Robert Eiholzer mit 89 Punkten den 66. und Urs Vogel mit 87 Punkten den 74. Rang. Im Mehrkampf waren nur zwei AVL-Wettkämpfer am Start. Robert Eiholzer erreichte unter 44 Teilnehmern, mit 138,0 Punkten den hervorragenden 5. Schlussrang! Urs Vogel erreichte mit 105,5 Punkten den 27. Gesamtrang. Die Distanz des Gelände- und Skorelaufs betrug ca. 11,5 Kilometer. Robert hatte sich im gesamten Teilnehmerfeld als einer der besten Läufer hervorgetan und die technischen Disziplinen fast überall mit sehr guten Ergebnissen werten lassen. Robert, herzliche Gratulation, wir spenden unserem hervorragenden Mehrkämpfer einen grossen Applaus! Auch die übrigen Teilnehmer verdienen unsere Glückwünsche. Festhalten tue ich hier, dass Robert Eiholzer und Urs Vogel gleich im Anschluss an den Mehrkampf in Neudorf, sofort nach Lenzburg an den Start des Waffenlaufs weiterreisten. Denn an diesem Samstag fand der 6. Lenzburger Waffenlauf über eine Distanz von 14,4 Kilometer statt, was den beiden ein einem Tag mehrere Startmöglichkeiten und eine Gesamtlaufdistanz von 26 Kilometern anbot.




Waffenlauf

Der Monat Mai war dieses Jahr der Waffenlaufmonat und bot denen, dem uniformierten Langstreckenlauf verfallenen Ausdauersportbegeisterten drei Startmöglichkeiten. Was für uns Luzerner-Artilleristen hiess, Gewehrpackung schultern und antreten! Also starteten wir am ersten Maisonntag, dem 6. des Monats in Scharans im bündnerischen Domleschg, zur Saisoneröffnung. Zum 5. Mal fand diese Veranstaltung über die äusserst anspruchsvolle und beschwerliche Bergstrecke von 14,2 Kilometer statt. Mit über 270 Metern Höhendifferenz ist es eine der härtesten Laufprüfungen, die immer wieder sämtliche Kräfte benötigt um erfolgreich ans Ziel zu gelangen. Leider spielte das Wetter nicht mit und die ganze Region war mit Wolken verhangen und Scharans im Domleschg zeigte sich von seiner verregneten Seite.

Auch am 12. des Monats, am 6. Lenzburger Waffenlauf regnete es. Der «Lenzburger» mit Start und Ziel am Fusse des auf einem kreisrunden Molassehügel liegenden alt ehrwürdigen Schlosses der Grafen von Lenzburg, führte über die traditionelle und teilweise nicht besonders läuferfreundliche Strecke von 14,4 Kilometern. – Da wir zwei AV-Waffenläufer an diesem Samstag, bereits am Vormittag an den Regionalen Artillerie Sporttagen an einem Mehrkampf mit integriertem Geländelauf und Orientierungslauf teilnahmen, fehlten uns am Nachmittag etwas die Kräfte um voll anzugreifen und mit den Besten mithalten zu können. Für zufriedenstellende Platzierungen reichte es jedoch dann trotzdem.

Der dritte der Frühjahres-Waffenläufe, die 9. Ausgabe des Wohler Waffenlaufs fand am Pfingstsamstag, 26. Mai 2012 bei wunderschönem Frühlingswetter mit Temperaturen von deutlich über 20 °C statt. Der Lauf über 10 Kilometer, mehrheitlich durch den kühlen Wald, ist eine abwechslungsreiche Vorzeigestrecke eines gut angelegten Laufs. Entsprechend schnell und spannend war dieses Rennen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung von 6,2 Kilogramm!

06. Mai 2012 5. Domleschger Waffenlauf, Scharans GR 14,2 km
AVL-Teilnehmer: Four Urs Vogel

12. Mai 2012 6. Lenzburger Waffenlauf, Lenzburg AG 14,4 km
AVL-Teilnehmer: Sdt Robert Eiholzer und Four Urs Vogel

26. Mai 2012 9. Sprint Waffenlauf Wohlen, Wohlen AG 10,0 km
AAVL-Teilnehmer: Four Yves-Marc Häfliger und Four Urs Vogel

Allen die an den Wettkämpfen und an unseren Trainingsveranstaltungen ihren Beitrag für ein gutes Gelingen geleistet haben, ein herzliches Dankeschön, einen grossen Applaus und weiterhin eine erfolgreiche Saison. Der Höhepunkt, der 96. Vierdaagse steht uns ja erst bevor!

Urs Vogel, Technischer Leiter
 


53. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp – vom 19./20. Mai 2012
 



Zum 53. Mal nahm eine Marschgruppe des Artillerievereins Luzern an der diesjährigen Austragung des Schweizerischen Zweitagemarsches durch das Gürbental und im Raum Köniz und durch die Altstadt von Bern teil. Der Zweitagemarsch mit seinem internationalen Teilnehmerfeld ist schweizweit die bedeutendste Marsch- und Wanderveranstaltung.

Mit 12 Kameraden nahm unser Verein im Gruppenverband die diesjährige Herausforderung unter die Füsse und absolvierte die beiden Tage bei angenehm schönem Wanderwetter. Für die zukünftigen Vierdaagseteilnehmer war es einmal mehr der eigentliche Qualifikationsmarsch und somit absolvierten wir die beiden Hauptstrecken über je 40 Kilometer.

4 Kameraden absolvierten in unterschiedlichen Formationen die eine oder andere Marschdistanz. Allen ist gemeinsam, dass jeder Zweitagemarschierer nach dem erfolgreichen Beenden die wohlverdiente Auszeichnung an die Brust gesteckt bekommt und diese mit sichtbarem Stolz trägt!

Allen Absolventen und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und ein Dankeschön.

Die 12 Marschierenden im Gruppenverband:
Oberst
Motf
Oberstlt
Four
Wm
Sdt
Fw
Adj Uof
Wm
Four
Major
Major
Edwin Singer
Josef Distel
Kurt Bösch
Urs Vogel
Benjamin Zwahlen
Robert Eiholzer
Beat Schlüchter
Marlen Plüss
Daniel Winter
Yves-Marc
Romeo Premerlani
Thomas Seitz
42. Teilnahme
38. Teilnahme
33. Teilnahme
19. Teilnahme
15. Teilnahme
12. Teilnahme
10. Teilnahme
7. Teilnahme
7. Teilnahme
4. Teilnahme
4. Teilnahme
2. Teilnahme
Ausserhalb unser Marschgruppe:
Oberst
Gfr
Frau
Obgfr
Hansruedi Weber
Peter Schmid
Hanneke Distel
Urs Limacher
49. Teilnahme
32. Teilnahme
23. Teilnahme
11. Teilnahme
 



Start in die Marschsaison 2012

Marschtraining im Oberen Fricktal vom Samstag, 10. März 2012

Schöner kann die Marschsaison wirklich nicht beginnen. Einmal mehr hatten wir zum Saisonauftakt strahlend blauen Himmel und wunderschönen Sonnenschein, wobei die Temperaturen noch weit weg waren, um in Sommerbekleidung den Ausmarsch zu geniessen und die Haut bräunen zu lassen. Diesen ersten Trainingsanlass organisierte unser Kamerad Daniel Winter aus Wittnau im Oberen Fricktal. Somit war Wittnau auch dieses Jahr wieder Start- und Zielort der Saisoneröffnung. Für Ausmärsche und Wanderungen sind die Oberfricktaler und die angrenzenden Baselbieter Jurahügelzüge bestens geeignet. Hier befinden wir uns in einem fantastischen Wander- und Naherholungsgebiet, das vor allem bei so wunderschönem Wetter beste Werbung für Ausdauersportarten, wie unter anderen das Wandern, macht. Unser Anlass führte uns von Wittnau aus auf die steil ansteigenden Jurahügel im Gebiet von Schupfart (AG), Wegenstetten (AG), Hemmiken (BL), Rothenfluh (BL) und zurück nach Wittnau. Leider waren für diesen Trainingsanlass nur wenige Marschierer und Wanderer zu begeistern, um ihren Formaufbau in Angriff zu nehmen. – Im Anschluss an den 4½-stündigen Ausmarsch, war Einkehr bei Daniel, wo wir die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und die trockenen Kehlen gebührend mit einem Glas Wein feucht legen durften. Daniel, wir danken dir herzlich und freuen uns bereits wieder auf ein anderes Mal!

Urs Vogel








Generalversammlung  2012
An der Generalversammlung, die am 14. März im Hotel Rütli in Luzern durchgeführt wurde, konnten die folgenden Ehrungen vorgenommen werden:

Ehrungen

Thomas Käppeli wurde  aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt



Das Bild zeigt die nachgeholte Übergabe der Urkunde im Wasserturm
50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2012 (Eintritt 1961)
Berger Walter
Gauch Walte
Helfenstein Franz
Heri Peter
Muggli Gottlieb
Renggli Ruedi
Schärli Ruedi
Sigrist Robert
Widmer Werner
Freimitglieder per 1.1.2012 (Eintritt 1986)
Achermann Hubert
Benz Ulrich
Bründler Werner
Portmann Toni
Rieder Urs
Rogger Carlo
Scherer Erwin
Stalder Hans-Jörg
Thomann Hans
Veteranen VSAV per 1.1.2012
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1991)
Bättig Rolf
Bucher Martin
Gwerder Edgar
Honegger Saemi
Inäbnit Markus
Krummenacher Peter
Küttel Armin
Lustenberger Thomas
Meier Roger
Niederberger Beat
Nyffenegger Peter
Odermatt Carlo
Rothenfluh Peter
Stoll Bernhard
Weber Hansruedi
Welf Beatrice
Willen Jürg
Wirz Joseff


Jahresberichte
Jahresbericht des Präsidenten 2012

Auch nach dem grossen Jubiläumsjahr sind die zahlreichen Aktivitäten in allen Sektionen mit viel Schwung vorbereitet und erfolgreich durchgeführt worden, obwohl die Teilnehmerzahl in vielen interessanten Anlässen noch grösser sein könnte. Erfreulich war auch, dass einige junge Mitglieder dazugekommen sind und aktiv teilnehmen.

Die aktiven Kontakte und das zielgerichtete Zusammenwirken mit Gesellschaften, Vereinen und Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen wie wir, waren sehr erspriesslich. Als wichtigster Eckpfeiler war und ist der Militär Campus Luzern, der aus dem Militärischen Konvent hervorgegangen ist. Unter aktiver Leitung ihres Obmanns, Helmut Bäder, konnte am 15. Mai der erste Anlass im Armeeausbildungszentrum Luzern mit dem Thema «Vom Réduit National zur heutigen Verteidigungsdoktrin» erfolgreich durchgeführt werden. Speziell gut ist auch der Kontakt zur Bruderschaft der Herrgottskanoniere unter seinem Kommandanten, Bernhard Blättler, was gegenseitig Synergien erzeugt. Einige unserer Mitglieder sind dort aktiv dabei.

Ein ganz besonderes Augenmerk verdient der Turmvogt, Renato Steffen, mit seiner Turmmannschaft und vielen beteiligten Helferinnen und Helfer. Was sie geleistet haben, ist ganz gelinde gesagt, vorbildlich und beispielhaft, sei es in der Betreuung oder in der Pflege des Wasserturms. Zeugnis davon ist das sorgfältig gehegte und gepflegte Wahrzeichen selber und die präsentierten Zahlen bestätigen es zudem eindrücklich. Ein Besuch des Wasserturms begeistert immer wieder. Die Monatsstämme dürften entsprechend noch mehr Anklang finden. Allen Beteiligten einen herzlichen Dank.

Auch die anderen Sektionen haben Grosses geleistet, so das Schiesswesen mit seinen vielen interessanten Programmen. Ganz besonders an Bedeutung gewinnt das Kurzdistanzschiessen mit den neuen Schiesseinrichtungen in der Allmend, wo wir für das Luftpistolenschiessen eine Scheibe sponsern durften.

Die vorbildliche Leistung der Sport- und Technischen Kommission, sprich Urs Vogel, ist wie jedes Jahr unschlagbar. Wiederum hat er die meisten Anlässe mit gewaltiger Energie meist im Einmannbetrieb selbstlos organisiert und höchst professionell durchgeführt, so für die Marschgruppe, den Wehrsport und auch für die Bergwanderung. Es lohnt sich noch vermehrt mitzumachen und ihm auch Wünsche anzubringen. Danke Urs für Deinen enormen Einsatz.

Herzlichen Dank an unseren Obmann der Alten Garde, Franz Erni. Er ist so etwas wie der Weise in unserem Verein. Stets zur Stelle wo es einen ausserordentlichen Einsatz oder eine Unterstützung braucht. Er denkt und handelt, wo immer angezeigt, sei es auch beim Beglückwünschen unserer verdienten Mitglieder oder bei der Letzten Ehre. Hier wird er, wo immer möglich, von unserem aktiven Fähnrich und Archivar, Marco Wicki, mit vollem Einsatz unterstützt. Danke.

Peter Imgrüt, in Stellvertretung von Marco Wicki, und der Geschützmannschaft danke ich für das perfekte Salutschiessen am 1. August. Es war ein tadelloser und schöner Anlass zur Ehre und Dank an unsere Heimat und zur Freude der vielen Freunde und Gäste bei strahlendem Sonnenschein. Ein ganz besonderer Dank dem Casino für den Apéritiv. Nach dem würdigen Barbara-Bittgottesdienst unseres Feldpredigers, Pfarrer Leopold Kaiser, durften wir am 1. Dezember wiederum an unsere Barbara-Feier auf den Vierwaldstättersee. Es war eine freudige Seefahrt bei phantastischer Weihnachtsbeleuchtung, ein kulinarischer Gesellschaftsanlass bei Musik und Trank . Die Schifffahrtsgesellschaft hat uns vorzüglich betreut und bewirtet, herzlichen Dank.

Unter den vielen Tätigkeiten erwähne ich hier die Homepage, die Peter Imgrüt fachmännisch und möglichst aktuell führt. Er wartet stets auf interessante Berichte und Beiträge, machen wir mit unter www.avluzern.ch. Unbezahlbar ist die Arbeit unseres Kassiers, er arbeitet sorgfältig und viel um Gotteslohn. Wir können ihm nur danken. Unterstützt wird er natürlich vom Kassier der Turmkommission, Lukas Lengwiler, der ihm Berge von eindrücklichen Zahlen liefert. Auch er ist ein stiller Schaffer, danke. Letztmals schreibt unser Vorstandsmitglied und Aktuar, Roland Birrer, nach 33jähriger Tätigkeit an dieser Generalversammlung das Vereinsprotokoll. Zusammengefasst ergäbe es ein ansehnliches Buch, wofür ich Dir Roland herzlich danke.

Allen meinen Vorstandsmitgliedern danke ich für den uneigennützigen Einsatz und für die gute Kameradschaft. Ich danke allen, die einen Beitrag an unseren Verein geleistet haben, direkt oder indirekt. Und Ihnen allen danke ich, dass Sie dabei sind und uns unterstützen. Machen Sie mit, sagen Sie uns, was Sie interessiert, wir sind, wenn immer möglich, dabei.

Andrea Grisch, Präsident



Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2012

Der Besuch der Neat Baustelle in Erstfeld Kt. Uri war für alle die dabei sein konnten sehr interessant. Wir konnten uns überzeugen, was in diesem Berg für saubere und präzise Arbeit geleistet wird.

Für das Jahr 2013 werden wir die Indoor Schiesssport Anlage auf Zihlmatt einer Inspektion unterziehen. Wir hoffen auf viele neugierige Artilleristen mit ihren Angehörigen. Ein Programm wird mit unserer Schiesskommission und den Stadtschützen vorbereitet. Für ein währschaftes Zobig in der Standstube der Stadtschützen wird gesorgt.

An dem Barbara-Bittgottesdienst in der Peters Kapelle, der von unserem Feldprediger Leopold Kaiser in sehr würdiger Form gestaltet wurde, wurden unserer Verstorbenen Kameraden, die uns im Jahre 2012 für immer verlassen haben, in Erinnerung gerufen. Kameraden die während vielen Jahren für unseren Verein viel Freizeit investiert haben.

Das Opfergeld ergab einen Betrag von Fr. 229.– und wird auf ein Konto für die Renovation der Peterskapelle verwendet. Herzlichen Dank.

Franz Erni, Obmann Alte Garde



Jahresbericht 2012 des Oberschützenmeisters

Es war wieder ein schönes und erfolgreiches Schützenjahr 2012. Höhepunkt war meiner Meinung nach unsere Teilnahme am historischen Rütlischiessen, von dem auch ein Bericht im Artillerist ist.

Das Schützenjahr startete für uns mit dem VSAV-Schiessen im April, am 3. und 14. Wir hatten 17 Teilnehmer auf 300 m und 11 Teilnehmer auf 25 m. Das VSAV zählt wie immer mit zur Jahresmeisterschaft, unserem Barbaracup.

Das Barbaraschiessen war heuer schon im April, am 20. und 21 in Lausanne. Da die Strecke ziemlich weit war, haben wir ausnahmsweise einen Transport organisiert und konnten so zusammenbleiben und nach dem Schiessen zusammen Nachtessen.

Am 8.September war das Freundschaftsschiessen Hochdorf. Organisiert vom Wehrverein Hochdorf. An einem wunderbaren warmen Spätsommerabend wurde draussen das Absenden bei Wein und Bier durchgeführt.

Am Abend des 11. Oktober 2012 ging’s um 18 Uhr in den Schiesskeller der LuPol wo wir wieder unser traditionelles Freundschaftsschiessen mit der Luzerner Polizei absolvieren durften. Anschliessend ging´s fürs Absenden in den Wasserturm. Den Wanderpreis, ein schöner Kristall, gestiftet vom Präsidenten, ging mit 92 Punkten an die LuPol. Wir haben uns mit 89.75 Punkten wacker geschlagen.

Wir durften am 21. Oktober 2012 mit Wetterglück ans Jubiläums-Rütlischiessen. Die Verhältnisse mit dem schrägen Stand auf der Wiese, dem in beiden Richtungen schrägen Winkel zur Scheibe und der kurzen Einricht-Zeit war ungewohnt. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus. Zweitbeste Schützin und damit Bechergewinnerin war Luzia Käppeli mit guten 50 Punkten. Der Anlass war ein schönes, interessantes Erlebnis.

Der Abschluss unseres Schützenjahres machte am 17. November das traditionelle Ustertagsschiessen, wieder organisiert von Roger Albisser.

Vielen Dank und allen ein schönes Schützenjahr 2013
Marcel Galliker, Oberschützenmeister AVL




Jahresbericht der Turmkommission 2012

Die Turmkommission darf wiederum auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Es liegt mir daran, zuerst zu danken. Der Turmkommission und allen Stubenmeisterinnen und Stubenmeister gebührt ein herzliches Dankeschön für ihren grossen Einsatz. Ohne die zuverlässige und sehr gute Arbeit des ganzen Teams könnten wir nicht so erfolgreich arbeiten.

Die Turmkommission tagte im 2012 dreimal und erledigte die ihr zufallenden Geschäfte und fällte ihre Beschlüsse im Bereich Unterhalt und Investitionen.

Investiert haben wir in diesem Jahr in die Infrastruktur des Wasserturms. Für den Gaden haben zwei Tische und eine Ausstellungsvitrine angeschafft. Das von Hans Erni geschenkte Bild haben wir einrahmen lassen. In der Turmstube mussten wir die Abwaschmaschine ersetzen und haben zwei Tellerwärmer anschafft. Weiter haben wir die Beleuchtung in der Turmstube auf LED umgestellt, Nischenbeleuchtungen eingebaut und die Fenster saniert.

Ganz besonders freut mich, dass uns Dr. Werner Sarbach immer zur Seite steht und mit viel Liebe unsere Waffensammlung ergänzt. Zudem hat er die Beschriftung der Ausstellungsgegenstände im Gaden in Angriff genommen.

Sehr schätze ich die Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern, insbesondere mit dem Stadtbaumeister Bruno Weishaupt und bedanke mich dafür.

Die Turmwirtschaft darf auf ein gutes Jahr zurückblicken. An 278 Anlässen davon 52 Führungen für Luzern Tourismus und 38 vereinsinterne Anlässe. insgesamt durften etwa 6‘400 Personen im Turm begrüssen. Die Anlässe (Apéro’s und Essen) haben weiter zugenommen. Dies brachte uns Turmgebühren von Fr.  ein, was uns auch erlaubt, die notwendigen Investitionen im Turm zu finanzieren. Aus der Wirtschaft konnten wir dem Verein eine Gewinnablieferung von Fr. zufliessen lassen. Nicht so erfreulich ist, dass die Stammabende im 2012 durch unsere Mitglieder sehr schlecht besucht wurden. Ich rufe alle Mitglieder auf, doch vermehrt die Gelegenheit zu nutzen, sich bei einem guten Glas Wein mit Kameradinnen und Kameraden im Turm zu treffen.

Renato Steffen, Turmvogt


Jahresbericht Sport- und Technische Kommission 2012

Geschätzte Vereinsmitglieder, werte Wehrsportkameraden

Zum 11. Mal fällt mir die erfüllende Aufgabe zu, den Jahresbericht und damit den Rechenschaftsbericht der Technischen Kommission, mit all den ausserdienstlichen und militärsportlichen Aktivitäten allen unseren Vereinsmitgliedern vorzustellen. Für mich ist es der Anfang einer neuen Dekade. Ein idealer Zeitpunkt in der Technischen Kommission Veränderung herbeizuführen. Als erster Schritt beginne ich heute mit einem etwas anders strukturierten Jahresbericht. Das Ziel ist, noch besser und übersichtlicher zu informieren und damit eine noch grössere Begeisterung für die ausserdienstlichen Tätigkeiten zu wecken! Weitere Änderungen und Optimierungen werden in den nächsten Monaten folgen!

Einem 152-jährigen Verein als militärsportlicher Leiter vorzustehen, ist eine besonders ehrenvolle Aufgabe, die mich immer wieder mit viel Genugtuung und Spass erfüllt. Als ich im Herbst 2002 das erste Mal an einer Vorstandssitzung Einsitz nehmen durfte, war anfänglich nur die Aufgabenstellung, den in den Jahren zuvor nicht mehr erstellten Jahresbericht, mit den Statistiken und den Meldungen an den Verband zu erstellen. Gleichzeitig war mir klar, den Vereinsmitgliedern sollte auch etwas über die ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivitäten des vergangenen Jahres in Form eines Jahresberichts der Technischen Kommission und damit einen sogenannten Rechenschaftsbericht erstellt werden. Wenn wir diesen ersten Jahresbericht rückwirkend betrachten, so stellen wir fest, dass er wenig mehr als eine Seite umfasste. Verglichen mit der 10. Ausgabe vor einem Jahr, hat sich der Umfang in etwa versechsfacht. Heute steht wieder einemilitärsportliche Mannschaft im Artillerieverein Luzern, die sich sehen lassen darf. Die ausserdienstlichen Tätigkeiten stehen gut da und entwickelten sich hervorragend. Und dies ist doch gut so! – Elf Jahre, wo der uniformierte Ausdauersport wieder eine Struktur hat und diese weltweit einmaligen militärsportlichen und ausserdienstlichen Aktivitäten in Uniform erfolgreich fortgesetzt werden. – Wir uniformierten Sportler sind Aushängeschilder. Wir sind Leistungs- und Werbeträger für unser Milizsystem, wir sind vorbildliche Sportler in Uniform. Da dürfen wir stolz sein und ich glaube, wir sind es auch! Und auch das ist gut so!

Zahlreich und ausführlich waren die Reportagen in unserer Vereinszeitschrift «Der Artillerist» über das vergangene Jahrzehnt und diese beweisen, dass der uniformierte Sport wie wenig andere Freizeitaktivitäten über Jahrzehnte nach wie vor attraktiv und populär ist! Wenn wir den positiven Zuspruch der Zuschauer an den Anlässen wahrnehmen und den wohlwollenden Applaus geniessen dürfen, so freut uns dies besonders. Wohlwissend, dass auch diejenigen Vereinsmitglieder, die uns nicht im Wettkampfgelände unterstützen, jedoch von zu Hause aus mit Daumendrücken mit dabei sind! – Bravo und herzlichen Dank!

Umfeld eines traditionellen, ausserdienstlichen Vereins

Ich gehe kurz auf das Umfeld ein, in dem der Artillerieverein Luzern und damit auch wir als ausserdienstlich Aktive uns bewegen. – Die Welt, Europa und auch die Schweizerische Eidgenossenschaft hatten 2012 erneut ein bewegtes und spannendes Jahr durchgemacht. Nach meiner Wahrnehmung hat sich die Schweiz im internationalen Vergleich in den vergangenen zwölf Monaten hervorragend gehalten oder sogar von den anderen Nationen qualitativ und im positiven Sinn abgehoben. Die Schweiz ist sehr gut aufgestellt und in zahlreichen Bereichen Vorbild und dazu gehören unsere Armee mit ihrem Milizsystem und damit zweifellos auch die ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivitäten.

Die Wirtschaft hält sich hervorragend und floriert, muss jedoch einen gewissen Strukturwandel hinnehmen. Der wiederum stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Die Frankenstärke resultiert aufgrund der enormen und fast unfassbaren Schuldenwirtschaft in der gesamten Europäischen Union, was unsere Exporte nach und die Preise für die Touristen aus Europa enorm verteuert. Nur eine florierende Wirtschaft, erlaubt uns die Mittel für das Ausüben unserer so geliebten Freizeitbeschäftigung, wie den ausserdienstlichen Militärsport, zu finden! Die Veranstalter, die uns die Anlässe anbieten, benötigen gute Sponsoren. Das Verteidigungsdepartement benötigt ausreichend Mittel um die Armee aufrechtzuerhalten und ihre Dienstleistenden entsprechend auszurüsten. Das wiederum gewährleistet uns, auf die Logistikbasis der Armee zurückgreifen zu dürfen.

Im Rahmen der Ausrichtung und des Fortbestandes unserer Armee hat uns in diesem Jahr der bürgerlich dominierte Bundesrat überrascht. Entgegen dem Parlamentsbeschluss vom Herbst 2011, was die Weiterentwicklung der Armee betrifft, entschied der Gesamtbundesrat im vergangenen April, die Mittel für die Armee erneut zu kürzen. Dies heisst im Klartext, dass die Armee trotz drastischen Kürzungen in den vergangenen Jahren, erneut weniger Mittel zur Verfügung haben soll. Der Gesamtbundesrat wiedersetzte sich damit dem vom Volk gewählten Parlament! – Früher oder später werden sich solche einschneidenden Kürzungen auch auf die Rekrutierung, Ausrüstung, Motivation und damit auch auf die ausserdienstlichen, militärsportlichen Tätigkeiten auswirken! – Als 152-jähriger ausserdienstlicher Verein darf uns dies nicht gleichgültig sein. Unsere Vereinskultur mit dem Militärsport und dem Schiessen ist eines der Bindeglieder zwischen der Bevölkerung und unserer Milizarmee! Hier beweist sich der Sportler in Uniform oder der Uniformierte als Leistungssportler und Schütze!

Im kommenden Jahr wird die GSoA-Initiative «Aufhebung der Wehrpflicht» vors Volk zur Abstimmung kommen. Zu dieser Initiative «Armeeabschaffung auf Raten» sagen wir klar Nein! Mit unseren Mitteln, dem Laufen und Marschieren im Tarnanzug, dem stolzen Tragen der Gewehrpackung, dem regelmässigen Schiesstraining und Besuch der Schiessanlässe leisten wir den überzeugenden Tatbeweis!

Nun werte Leserin, geschätzter Leser dieses Jahresberichts, sie haben bestimmt Verständnis dass ich hier nicht weiter auf die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und auch nicht auf all die grossen Erfolge und Errungenschaften eingehen werde, sondern mich auf die Aktivitäten unseres Vereins, die militärsportlichen Tätigkeiten im Artillerieverein Luzern beschränke. Tatsache ist, dass unser Verein einen Beitrag zur sportlichen und kulturellen Vielfalt unserer Region und unsers Staates leistet. Wir sind stolze ausserdienstliche Leistungsträger!

Ich komme zum eigentlichen Jahresbericht:

1. Allgemeiner Rückblick
Ich danke an dieser Stelle all meinen Kameraden, die im vergangenen Jahr regelmässig an unseren Aktivitäten und Sportanlässen aktiv oder als Funktionäre teilgenommen haben. Einen grossen dank verdienen auch meine Vorstandskameraden, die mich in meinen Initiativen so wohlwollend und grosszügig unterstützt haben. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen Mitgliedern und deren Angehörigen, die den Verein mit ihren Mitgliederbeiträgen, grosszügigen Spenden und einem riesen Applaus unterstützt und damit zu einer erfolgreichen Vereinskultur beigetragen haben. – Macht weiter so! Einen speziellen Dank gehört auch den Veranstaltern und Organisatoren von ausserdienstlichen, militärsportlichen Anlässen. Ohne ihrem Engagement und den unermüdlichen Arbeits und Organisationseinsätzen könnten wir unsere Märsche und Lieblingssportarten gar nicht ausüben.

2. Vorstandstätigkeit
Das vergangene (Verbands-) Vereinsjahr 2012 begann wie immer am 1. November 2011. Der Vorstand, wo ich auch Einsitz hatte, hatte an sechs Strategie- und Vorstandssitzungen, am 9. und 13. Januar, am 19. März, am 11. Juni, am 10. September und am 5. November 2012 getagt, um die Geschicke des Vereins zu führen. Unserem Präsidenten danke ich an dieser Stelle für seine kompetente und umsichtige Vereinsführung und das der Technischen Kommission geschenkte Vertrauen. Am Revisorenrapport vom 16. Januar 2012 vertrat ich die Technische Kommission und konnte Rechenschaft über die Verwendung der finanziellen Mittel abgeben. Über die einzelnen Strategie- und Vorstandssitzungen liegen Beschlussprotokolle vor. Ich stelle fest, dass der Artillerieverein Luzern auf einer gesunden finanziellen Basis steht.

3. Statistiken / Ausserdienstliche
Aktivitäten Wertungsberechtigte Anlässe

Anlässe Anzahl Teilnemer (Mann/Tage)  
2012 2011 2010  
       
VSAV/Barbara-Schiessen 54 54 71  
       
Wehrsport      
• Märsche 212 185 271  
• Mehrkämpfe 5 5 271  
• Waffenläufe 8 13 7  
• Langstreckenläufe zivil 8 7 12  
    3  
Gesellschaftliche Anlässe 154 171 97  
       
Repräsentationen / Sitzungen 61 99 68  
       

4. Kommunikationsorgane
4.1. Internetauftritt: www.avluzern.ch
Als elektronische Kommunikationsplattform stand uns auch im vergangenen Jahr unsere Internetseite www.avluzern.ch zur Verfügung. Hier danke ich speziell unserem Webmaster und meinem Vorstandskameraden Peter Imgrüt, der uns diese Plattform immer aktuell hält. Bravo und ein herzliches Dankeschön an Peter Imgrüt!

 4.2. Der Artillerist
Als Kommunikations- und Informationsorgan stand uns auch in diesem Jahr der «Der Artillerist» zur Verfügung. Als Vorsitzender der Technischen Kommission und als Berichterstatter der ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivitäten darf ich hier regelmässig ein paar Zeilen wiedergeben. Die einzelnen Berichte wollen Sie jeweils in den entsprechenden Ausgaben nachlesen.
Speziell möchte ich unserem Vorstandskamerad und Redaktor Peter Imgrüt an dieser Stelle für die umfassende Gestaltung unseres Vereinsorgans danken. Ein weiteres Dankeschön verdienen diejenigen Vereinskameraden, die auch immer wieder zur Feder greifen oder in die Tasten hauen und einen aufschlussreichen und interessanten Beitrag leisten. – Bravo und einen herzlichen Dank!

5. Vertretung des Artillerievereins Luzern nach Aussen / Verbandstätigkeit
Am Donnerstag, 9. Februar 2012 vertrat ich den Artillerieverein Luzern am Rapport der Marschgruppenleiter des Heeres / der SAT (Schiessen und Ausserdienstliche Tätigkeiten) in Aarau. Dies war der Informations- und Vorbereitungsrapport auf den 96. Viertagemarsch in Nijmegen (Niederlanden). Am Wochenende vom 21. und 22. April 2012 nahm ich am 68. Barbara-Schiessen, an der Übungsleiterkonferenz des VSAV und an der 120. Delegiertenversammlung des VSAV (Verband) in Morges im Kanton Waadt teil. Am Donnerstag, 30. August 2012 hatte ich eine Sitzung mit dem neuen Chef SAT (Schiesswesen und Ausserdienstliche Tätigkeiten – im VBS / Heer) Oberst i Gst Pius Segmüller. – Das Thema war selbstverständlich die Ausserdienstlichen Tätigkeiten, eine Standortbestimmung, Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft.

6. Märsche, Mehrkämpfe, Wettkämpfe, Läufe u.a. Vereinshöhepunkte
6.1. Die Teilnahme am 96. Internationalen Viertagemarsch in Nijmegen Zum 52. Mal nahm eine Marschgruppe des Artillerievereins Luzern erfolgreich an der weltweit grössten Marsch- und Walking-Veranstaltung teil. Unser Verein brillierte mit 13 uniformierten Marschierern, 4 zivil laufenden Kameraden und 4 Besuchern, die die Farben der Schweiz und unseres Vereins mit Stolz vertraten. Ich gehe hier nicht weiter auf diesen einmalig schönen Anlass ein und verweise auf meinen ausführlichen Bericht in der Oktober-Ausgabe 2012 des «Der Artillerist».

6.2. Die Teilnahme an den offiziellen uniformierten Distanzmärschen
Im Jahre 2012 nahm eine Marschdelegation des Artillerievereins Luzern erfolgreich an den folgenden uniformierten Distanzmärschen teil:
05. November 2011, 53. Zentralschweizer Distanzmarsch in Nottwil, 17 Teilnehmer;
21. April 2012, 44. Marsch um den Zugersee, 11 Teilnehmer;
19./20. Mai 2012, 53. Schweizerischer Zweitagemarsch in Bern-Belp, 18 Teilnehmer (Sie finden in der Juli-Ausgabe des «Der Artillerist» einen ausführlichen Bericht über dieses abwechslungsreiche Marschwochenende);
8./9.06.2012, 100-km- Militärpatrouillen-Lauf/Marsch in Biel, 4 Teilnehmer;
16./17.06.2012, 37. Klettgauer Marschtage in Waldshut-Tiengen (BRD), 2 Teilnehmer.

6.3. Die 6 Waffenläufe Sieben Veranstaltungen zählten zur Schweizer Waffenlauf-Jahresmeisterschaft 2012. An allen diesen Waffenläufen waren Mitglieder des Artillerievereins Luzern erfolgreich über die anspruchsvollen Distanzen gelaufen. Hier halte ich jedoch die Waffenläufe fest, die in unserem Verbandsjahr stattfanden, die beiden Anlässe vom November 2012, werden ihre Erwähnung erst im nächsten Jahr finden.

Waffenlauf im Allgemeinen benötigt überdurchschnittlich viel Härte und Durchsteh vermögen. Es ist eine eindrückliche Herausforderung mit unzähligen wunderschönen Erlebnissen in der freien Natur, im Wald, an Bächen entlang und über Wiesen. Hinter dem Waffenlauf steckt manchmal bestimmt auch etwas laufsportliches Abenteuer. Um erfolgreich all diese militärsportlichen Herausforderungen absolvieren zu können braucht es Beständigkeit und Treue zum Laufen im Allgemeinen und zum Waffenlauf im Speziellen. Es verlangt abwechslungsreiches und regelmässiges Lauftraining, bei schlechtem, wie bei schönem Wetter, bei Hitze, Kälte, Regen und Schnee. – Als Waffenläufer verbergen wir nicht, dass das Laufen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung, für manch einen neben der sportlichen Herausforderung immer wieder auch eine verteidigungspolitische Meinungsäusserung ist.

20.11.2011, 77. Frauenfelder Militärwettmarsch, Frauenfeld, 42,2 km, 1 AVLTeilnehmer; 6.05.2012, 5. Domleschger Waffenlauf, Scharans GR, 14,2 km, 1 AVL-Teilnehmer; 12.05.2012, 6. Lenzburger Waffenlauf, Lenzburg AG, 14,4 km, 2 AVL-Teilnehmer; 26.05.2012, 9. Sprint Waffenlauf Wohlen, Wohlen AG, 10,0 km, 2 AVL-Teilnehmer; 18.08.2012, 19. Schweizerische Militärstafette 3 x 5,7 km, 2 AVL-Teilnehmer; 26.08.2012, 6. Fricktaler Waffenlauf, Kaisten AG, 16,7 km, 1 AVL-Teilnehmer; 1.09.2012, 2. Murianer Waffenlauf, Muri AG, 14,8 km, 1 AVLTeilnehmer

Der Monat Mai war dieses Jahr der Waffenlaufmonat. Sämtliche drei uniformierten Frühjahres- Militärgepäckwettläufe fanden im Wonnemonat statt. Also starteten wir am ersten Maisonntag, dem 6. des Monats in Scharans im bündnerischen Domleschg, zur Saisoneröffnung. Zum 5. Mal fand diese Veranstaltung über die äusserst anspruchsvolle und beschwerliche Bergstrecke von 14,2 Kilometer statt. Mit über 270 Metern Höhendifferenz ist es eine der härtesten Laufsportprüfungen, die immer wieder sämtliche Kärfte mobilisieren lässt. Leider spielte das Wetter nicht mit und die ganze Region war mit Wolken verhangen und Scharans im Domleschg zeigte sich von seiner verregneten Seite.

Auch am 12. des Monats, am 6. Lenzburger Waffenlauf, ein Samstag, regnete es. Der «Lenzburger» mit Start und Ziel am Fusse des auf einem kreisrunden Molassehügel liegenden alt ehrwürdigen Schlosses der Grafen von Lenzburg, führte über die traditionelle Strecke von 14,4 Kilometern. Der dritte der Frühjahres-Waffenläufe, die 9. Ausgabe des Wohler Waffenlaufs fand am Pfingstsamstag, 26. Mai 2012 bei wunderschönem Frühlingswetter mit Temperaturen von deutlich über 20° C statt. Ein Lauf über 10 Kilometer, mehrheitlich durch den kühlen Wald, ist eine abwechslungsreiche Vorzeigestrecke eines gut angelegten Laufs. Entsprechend schnell und spannend war dieses Rennen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung von 6,2 Kilogramm!

Am Sonntag, 26. August 2012, also bereits im Spätsommer begann für uns Waffenläufer die Herbstsaison mit dem 6. Fricktaler Waffenlauf in Kaisten. Erfreulich, dass sich hier auch ein höherer Stabsoffizier, ein Divisionär, unter die Wehrsportler mit der Gewehrpackung mischte und erfolgreich die abwechslungsreiche Strecke des Fricktaler Waffenlaufs absolvierte.

Eine Woche später, am Samstag, 1. September 2012, fand die 2. Austragung des Murianer Waffenlaufs bei kühlem, teilweise leicht regnerischem Wetter statt. Wobei wir Waffenläufer noch Glück hatten, denn während unseres Wettkampfs setzte der Regen erst gegen Schluss ein. Ein Teil der Waffenläufer kam mehr oder weniger nur vom Schweiss getränkt und weniger wegen dem Regen nass ans Ziel. Im Vergleich zum Vorjahr herrschte ein Temperaturunterschied von fast 20° C. Im letzten Jahr war es eine Hitzeschlacht mit Temperaturen von um die 33° Celsius, war es dieses Jahr angenehm kühl. Das Thermometer stieg bei Wettkampfbeginn um 14’15 Uhr auf ca. 13° Celsius. – Dies war selbstverständlich ein Grund, dass es ein schnelles Rennen gab. Nach dem letztjährigen Einbruch einiger Läufer, konnte der eine oder andere dieses Jahr seine Schlappe wieder wettmachen und war auf der genau gleichen Strecke um 5 bis 20 oder mehr Minuten schneller.

6.4. Mehrkämpfe
Am 11. / 12. Mai organisierte der AV Michelsamt/Beromünster in Gunzwil und Neudorf die diesjährigen Regionalen Artillerie Sporttage. Der Artillerieverein Luzern war im Mehrkampf mit 2 und im Zweikampf mit 3 erfolgreichen Teilnehmern vertreten. Sie finden in der Juli-Ausgabe 2012 des «Der Artillerist» einen ausführlichen Bericht über diese beiden interessanten und spannenden Wettkämpfe.

6.5. Herbstwanderung
Wenn dieses Jahr nur 6 Teilnehmer an unserer wunderschönen Herbstwanderung in der Gegend entlang des Doubs und in den Franche Montange, Kanton Jura, mitmachten, so betrachte ich auch diesen Anlass als einen der Saisonhöhepunkte, der es verdient hier in diesem Jahresbericht erwähnt zu werden. Ich gehe jedoch nicht weiter auf diesen Wanderanlass ein und verweise auf meinen ausführlichen Bericht an anderer Stelle dieser oder einer späteren Ausgabe des «Der Artillerist».

6.6. Marschtrainings im Gruppenverband
10.03.2012 im Oberen Fricktal, Wittnau AG mit 4 Teilnehmern;
25.03.2012 rund um den Hallwilersee mit 10 Teilnehmern;
14.04.2012 auf dem Unteren Hauenstein mit 8 Teilnehmern;
05.05.2012 in Hildisrieden mit 7 Teilnehmern;
03.06.2012 50 km durchs Emmental in Hindelbank mit 7 Teilnehmern;
24.06.2012 in Schüpfheim LU mit 5 Teilnehmern;
01.07.2012 im Unteren Fricktal, in Rheinfelden AG mit 5 Teilnehmern.

6.7. Zivile Laufsportveranstaltungen
13.10.2012 38. Hallwilersee-Lauf (21,1 km) in Beinwil am See mit 4 Teilnehmern;
28.10.2012 6. Luzern Halbmarathon (21,1 km) mit 4 Teilnehmern.

Diese beiden Laufsportanlässe haben seit wenigen Jahren einen festen Bestandteil in unserem Jahresprogramm, darum halte ich sie im Jahresbericht fest. Am Anlass in Luzern nahmen unsere 4 «Marathoni» am Halbmarathon über 21,1 Kilometer teil.

6.8. Die 151. Generalversammlung vom 14. März 2012
Vor den versammelten Vereinsmitgliedern durfte ich die Technische Kommission vertreten und über die erfolgreichen ausserdienstlichen militärsportlichen Tätigkeiten berichten und Auskunft erteilen. – Das von unserem Aktuar verfasste Protokoll gibt über die behandelten Themen und Entscheidungen Auskunft.

Unter dem Traktandum Ehrungen und Absenden durfte ich die erfolgreichen Gewinner ehren und Ihnen ihre verdienten Auszeichnung überreichen. Für alle Wertungen liegt eine Rangliste vor, die den Teilnehmern abgegeben wurde.

7. Schlusswort
Zum Schluss wollen wir all den Verdienten einen riesen Applaus spenden, ein Bravo und ein Dankeschön sagen! Diese Worte des Dankes richte ich an alle unsere Vereinskameraden und alle ehemaligen und aktiven Marschierer, Wettkämpfer und Militärsportler! – Einen speziellen Dank verdienen vor allem auch unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen. Auch an euch, macht weiter so! Diejenigen, die der Technischen Kommission und mir immer wieder wohlwollende und positive Rückmeldungen liefern, sage ich ebenfalls herzlichen Dank!

Mir ist bewusst, als aktive Militärsportler sind wir einem harten Wettbewerb mit zahlreichen Freizeitaktivitäten ausgesetzt. Und trotzdem trotzen wir dem Zeitgeist! – Wir alle, geschätzte ausserdienstlich Engagierte und Vereinsmitglieder sind in der Verantwortung. Wir müssen uns durch unser engagiertes Teilnehmen an den Veranstaltungen und am Rekrutieren neuer junger Marschierer und Wehrsportler aktiv hervortun. Zukünftig werben wir noch vermehrt im Kreise von jungen Angehörigen der Armee, damit das ausserdienstliche, uniformierte Sporttreiben überleben wird. Im neuen Jahr und auch in den folgenden nimmt jeder einen Jungen oder auch Junggebliebenen mit an die nächste Veranstaltung!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit! Es lohnt sich!» Das Jahr 2013 wird uns Neuerungen und Veränderungen bringen, freuen wir uns! – Besten Dank!

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission