Berichte 2014

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Der AVL besucht die AIR 14 in Payerne

 

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100 Jahre Schweizer Luftwaffe
50 Jahre Patrouille Suisse, 25 Jahre PC-7 Team

Am Samstagmorgen, 6. September 2014, vor 7.00 Uhr, besammelten sich die meisten der 30 gemeldeten Teilnehmer/Innen im Bahnhof Luzern beim Gleis 8, um pünktlich um 7.00 Uhr mit der Bahn nach Corcelles Nord, via Bern, mit reservierten Sitzplätzen zu fahren. In Bern stiegen drei Kameraden aus dem Entlebuch in die BLS dazu. Von
Corcelles gelangten wir mit dem Bus zum Festgelände. Vom Zielort Busendstelle begaben wir uns auf einen halbstündigen Fussmarsch, um schlussendlich in das Festzelt zu gelangen, wo unsere Standarte montiert wurde. Das Dröhnen der Motoren der schon gestarteten Flug-Show begleitete uns vom Anfang an. Die Infos über das jeweilige Programm erfolgten in vier Sprachen (F, D, I, E) über ein gutes Lautsprechersystem, sowie über diverse Gross-Displays. Nebst der Flug-Show waren die gepanzerten Kommunikationssysteme, sowie die Panzer-Fahrzeuge zu deren Verteidigung mit Logistik- und Genie-Einheiten zu bestaunen.

Flächen-Luftfahrzeuge der Schweizer Luftwaffe, vom Anfang (Bleriot XI-2, erstes Flugzeug der Schweizer Luftwaffe) bis zur Gegenwart, präsentierten sich aufgereiht dem Publikum. Dazu gehörten auch ein paar kunstvolle Repliken im Massstab 1:1. Die 1 Mann LW-Stinger zur Luftabwehr von der Ruag (vom Ausland begehrt und gefürchtet),
konnte vor Ort mittels Simulationsset eigenhändig manipuliert werden. Eine Rarität aus dem 2ten Weltkrieg war der Bomber Boeing B-17 Flying Fortress (fliegende Festung) Besatzung 10 Mann, mit Bug-, Heck-, Dach und Unter-Maschinengewehrständen (kal 50 BMG). Daneben die Super Constellation von Lockheed in Zivilversion, die auch
militärisch genutzt werden konnte. U. a. sei noch die KC 767A von Boeing mit zwei Decks erwähnt, eines für 200 Personen (oben), das untere für Cargo, bis 70 Tonnen Treibstoff, bei einer Belastungsgrenze von max. 25’000 kg (fliegende Betankung mit 900 Lt/Min.). Die Flieger konnten von Innen besichtigt werden. Auch vor dem Rega-Ambulanzjet bildeten sich lange Kolonnen zur Besichtigung. Im Helipark waren besonders der Super Puma sowie der Eurocopter EC635 umlagert. Doch dazwischen schweifte unser Blick immer wieder zum strahlend blauen Himmel, wo die Piloten ihre
sensationellen Kunstflugprogramme demonstrierten.

Eine Formation Paraglider der Royal Air Force zeichnete mittels Rauchanlagen sowie Blitz-Petarden kunstvolle Ballett-Figuren am Himmel. Der Formationsflug von vier Helis – Hiller UH-12B, Alouette II, Eurocopter sowie Super Puma – fanden reges Interesse. Ein Airbus A330 der SWISS, sehr nahe an den Flügelenden begleitet von der Patrouille
Swiss und dazu noch Figuren präsentierend, war eine Sensation. Im Anschluss flog die Patrouille Suisse in tadellosen Formationen ihr feinstes Programm, beendend mit dem atemberaubenden «Tunnel» (zur Patrouille Suisse kann man sich nicht bewerben, man wird ausgewählt berufen). Die RAF Red Arrows mit ihren Hawk T1A, zauberte mit weissen
Rauchfarben vereint mit rasend schnellen Formations-Wechseln spektakuläre Bilder.

Das Team von Frecce Tricolori (Dreifarbige Pfeile) der Italienischen Luftwaffe operierte mit Ihren MB-339PAN Flugzeugen mit aussergewöhnlichen Figuren und Rauchfahnen in den Landesfarben atemberaubend. Die Patrouille de France verblüffte die Zuschauer mit aussergewöhnlichen Figuren (Snake, Screwdriver) die durch Rauchfarben (rot, weiss,blau) ein Super-Display zeichnete. Das PC-7 Team, die Kunstflugstaffel der Luftwaffe (F/A-18 Piloten), demonstrierten ihre Weltspitze mit sehr engen und spektakulären, schnellen Formationswechseln, die wiederum von Rauanlagen klar gezeichnet wurden. Dazwischen zeigten Solisten der verschiedensten Nationen und deren Flugzeuge, das mögliche Machbare. Interessant waren Demos mit simuliertem feindlichem Raketenangriff und deren Verteidigung durch abfeuern von sog. «Fehlleitungskörpern». Der Bericht beinhaltet nur einen Teil des überaus grossen Programms das geboten wurde (Presse: Grösste Luftschau Europas …). Ausführliche Beschreibungen würden ein Buch
beanspruchen.

Zum Abschluss der Luft-Show wurden die Besucher und Besucherinnen mit einem riesigen, von zwei Flugzeugen mittels weissem Rauch an den Himmel gezeichneten Herzen, somit herzlich verabschiedet. Voller Super-Erlebnisse trafen wir um 20.00 Uhr wieder in Luzern ein. Herzlichen Dank an Erni Franz, Obmann der alten Garde, für seine tolle Organisation.

Rolf Lötscher


4-Tagemarsch 15. bis 18.7.2014 Nijmegen Holland


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Der 4-Tagemarsch ist der weltgrösste Walkingevent und wird seit 98 Jahren in Njmegen (Holland) organisiert und durchgeführt. Über 53’000 zivile Marschierende aus der ganzen Welt und über 6’000 Armeeangehörige aus 18 Nationen bestreiten diesen Sportanlass. Bei den zivilen Marschierenden wird dieser in den Disziplinen 4 mal 30 km oder 4 mal 50 km in Sportbekleidung ausgetragen. Bei den Armeen auf 4 mal 40 km mit 10 kg Gepäck. Die Schweizerdelegation beteiligte sich bei der Armeedisziplin mit 188 Frauen und Männern, welche 4 Tage je 40 km marschierten.

Am Anfang stand der Fussball
Kaum würde man es glauben. Der Fussballclub Breda hat 1904 zur Feier seines einjährigen Bestehen ein Tournier organisiert, dessen grosser Erfolg zu Wiederholungen in den folgenden beiden Jahren führte. Nebst Fussball wurde auch Korbball, Rudern, Leichtathletik und Reiten angeboten. Aus ganz Holland kamen Militärmannschaften zu diesen Wettkämpfen. Bei den Vorbereitungen zu den Sporttagen 1907 entwickelte Leutnant C.D. Vierhoff die Idee, von der Kaserne Arnhem mit seinen Kameraden zu Fuss in vier Tagen nach Breda zu marschieren. Die Bredaer fanden diese Idee prachtvoll, nicht aber der Stab in Arnhem.

Die körperliche Verfassung der jungen Leute verbessen
Um die körperliche Verfassung um welche damals wie heute nicht zum Besten stand zu verbessern, wurde 1908 ein Bund geründet, der anfangs nur den Militärs offen stand, worauf man schnell zurückkam. So wurden dann die alle Niederländischen Sportverbände aufgefordert, sich zu einen Bund Leibeserziehung zusammenzuschliessen.
Davon wurde reger Gebrauch gemacht.

Erster Viertagemarsch 1909
Ab 1909 wurden dann erstmals an vier Tagen marschiert und die Veranstaltung für Militär und Bürger ausgetragen. Seit dann hat sich der Vierdaagse zum grössten Walkevent und Volksfest entwickelt und gewinnt laufend mehr Beachtung und Beliebtheit.
 
  

Artilleristen welche im 2014 die 4 x 40km marschierten:
Four
Fw
Four
Oberstlt
Stabsadj
Oblt
Sdt
Sdt
Oblt 
Vogel Urs
Meister Rolf
Häfliger Yves-Marc
Premerlani Romeo
Steffen Renato
Chopard Tristan
Genter Michael
Bless Andreas
Grassi Marco
23. Teilnahme
 8. Teilnahme (7x marschiert / 1x Betreuer)
 7. Teilnahme (Marschgruppenleiter)
 5. Teilnahme
 3. Teilnahme
 2. Teilnahme
 2. Teilnahme
 1. Teilnahme
 1. Teilnahme
 
Der Betreuer:
Ww Winter Daniel 6. Teilnahme (3 x marschiert / 3 x Betreuer) 
 

Artilleristen, welche im 2014 im Stab und Diensten mitgearbeitet haben:
Oberst Edgar Gwerder, Oberstl Romeo Premerlani

Vereinsmitglieder als Teilnehmer ausserhalb unserer Gruppe:
Ebenfalls verdienen unsere Vereinskameraden, die in einer anderen Marschgruppe oder unter den nichtuniformierten MarschteilnehmerInnen eine hervorragende Leistung absolviert hatten, hier kurz erwähnt zu werden.
Oberst 
Frau
Motf Oberst
Obgfr
Hansruedi Weber
Hanneke Distel
Josef Distel
Limacher Urs
49. Teilnahme
46. Teilnahme
41. Teilnahme
 8. Teilnahme
 

R. Steffen, Urs Vogel
4. Marschtag (18.07.201)
Heumensoord – Grave – Cuijk und Heimreise



Bereits um 01.00 Uhr erklang im Camp Heumensoord völlig unerwartet und überraschend die gewohnte Stimme aus dem Lautsprecher, die an den vorherigen Marschtagen uns aus unseren Träumen riss oder endlich das Zeichen zum Aufstehen gab, je nachdem wie man sich fühlte und gelaunt war. Etwas konsterniert suchte ich im Dunkel meinen Wecker und stellte die (zu) frühe Uhrzeit fest. «Das kann es ja nicht sein! – starten die jetzt noch früher? Oder was soll das?» fragte ich mich, kuschelte mich aber gleich wieder in den Schlafsack ein und entschied, weiterzuschlafen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, was in der Ukraine geschehen war und diesen 4. Marschtag unwiderruflich prägte und allen Teilnehmenden wie auch den Zuschauern unauslöschlich, in sehr trauriger Erinnerung bleiben würde.

Um 04.00 Uhr hielt ich es nicht mehr im Bett aus und stand auf. Noch war dunkel im Zelt, nur der Gang war beleuchtet. Guten Mutes und mit Vorfreude auf den letzten Marschtag trat ich in den Gang. Dort nahm ich im gedämpften Licht mehrere Personen wahr, die sich, wie ich später erkennen konnte, um ein an die Wand geheftetes beschriebenes
Papier scharten. Neugierig geworden, versuchte ich, auch einen Blick auf dieses Papier zu werfen. Dies gelang mir nach einer Weile auch. Wohl mit gleicher Ungläubigkeit, einem Nicht-wahrhaben-Wollen und Entsetzen drang der Inhalt des Papiers langsam in mein Bewusstsein ein: den Abschuss der malaysischen MH 17 in der Ukraine mit 298 Todesopfern, davon 40 Kinder. 193 Personen waren niederländischer Staatsbürgerschaft, einige davon mit Wohnsitz Nijmegen und Umgebung. Grauenvolle Bilder spielten sich vor meinem geistigen Auge ab bei der Vorstellung, was geschehen war, Schreckensbilder vom Flugzeugabsturz am 1.7.2002 in Überlingen gingen mir durch den Kopf. Wohl erst geraume Zeit später nahm ich den zweiten Teil des Schreibens wahr: Nationaler Trauertag in den Niederlanden – Konsequenzen für den 4 Tagemarsch. Rückblickend weiss ich nicht mehr, ob ich alles, was auf diesem Papier stand
richtig und vollständig wahrgenommen habe und ob diese Konsequenzen bzw. die Anordnungen des OK des 4-Tagemarsches auch alle auf dem Papier standen oder ob ich nur aus dem Erlebten rückwirkend annehme, es stand auf dem Zettel. Wie auch immer, auch anderen Marschierenden der HMG SVMLT und anderen Gruppen ist es ähnlich ergangen.

Mit einer dumpfen, bedrückten Stimmung startete das Schweizer Marschbataillon zum letzten Marschtag des 98. 4-Tagemarsch in Nijmegen, ohne Musik, ohne Fahnen, ohne Gesang, schweigend, jeder in eigenen Gedanken verloren bei einer bereits unangenehmen Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Nach dem Verlassen von Heumensoord war es ungewohnt ruhig, als wir dann kurze Zeit später beim Altersheim vorbeimarschierten, sassen und standen wohl die gleichen Personen wie an den Vortagen vor den Häusern, aber es war anders. Nun wurde uns wohl allen endgültig bewusst, dass dieser Marschtag, ein anderer Marschtag werden würde, ein trauriger, nachdenklich stimmender.

In seltsam anmutender Stimmung legten wir die 40 km zurück. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit wie auch die Blessuren der drei ersten Marschtage wirkten aufgrund der Anordnungen des OK umso mehr auf die Stimmung aller Marschierenden. Die dominanten Kirchtürme von Grawe und Cuijk bzw. der Blick vor Ort auf diese Wahrzeichen wurden an diesem Tag wohl von allen Marschierenden noch sehnlicher erwünscht als üblich. Trotz all diesem Ungemach erreichten alle Teilnehmenden der HMG SVMLT das Ziel und konnten wohlverdient ihre Medaillen nach 160 km entgegennehmen.

Das HV des Schweizer Marschbataillons unter der Anwesenheit von Div Marco Cantieni wurde mit einem kleinen Apéro, serviert vom Betriebspersonal der SAT, abgeschlossen. An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen der Marschierenden ganz herzlich beim Kdt, Oberst Edgar Gwerder, seinem Stab und insbesondere dem Betriebsdetachement unter der Führung von Fachof Ruedi Althaus danken. Je nach Befindlichkeit und Können feierten wir das Bestehen des 4 -Tage-Marsches 2014 und planten schon den nächsten Marsch. Die Heimkehr verlief problemlos.

Oberst Sabin Weyermann

 
65 Mal erfolgreich den Zweitagemarsch absolviert!


Am diesjährigen Schweizerischen Zweitagemarsches in Bern-Belp vom 17. / 18. Mai 2014 absolvierten unsere beiden Vereinsmitglieder, Josef und Hanneke Distel zusammen 65 Mal diesen Marsch und durften unter grossem Applaus und bei bester Gesundheit ihre grossartigen Teilnahmejubiläen feiern. Josef Distel nahm zum 40. und seine Gattin Hanneke zum 25. Mal erfolgreich am Zweitagemarsch teil. Unseren beiden Wandersportlern spenden wir einen grossen Applaus und gratulieren für diese ausserordentliche und bestimmt einmalige Topleistung! Herzlichen Glückwunsch Sepp und Hanneke!. Urs Vogel – TL


55. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp
vom 17./18. Mai 2014


Die 55. Austragung des Schweizerischen Zweitagemarsches belohnte unsere Teilnahme mit wunderschönem Wanderwetter. Für die Marschgruppe des Artillerievereins war es das 55. Mal, dass wir ebenfalls erfolgreich die anspruchsvollen Distanzen von täglich gegen 40 Kilometer zurücklegten. Also gehört die Marschgruppe des Artillerievereins mit zu den wenigen Gruppen und Vereinen, die seit dem Anfang an treu dabei sind und sämtliche Austragungen bis zum heutigen Tag erfolgreich durchgewandert haben! Der erste Marschtag führte uns durch das Gürbental und am zweiten Tag wanderten wir in den Raum Köniz und mitten durch die farbenprächtige und mit bunten Fahnen behangene Altstadt von Bern und dem linken Aareufer entlang zurück an den Zielort Belp. Für die zukünftigen Vierdaagseteilnehmer war dieser Anlass der eigentliche Qualifikationsmarsch. – Vier Kameraden durften aufgrund ihrer grossen und langjährigen Erfahrung zwei etwas kürzere Strecken von um die 30 Kilometer pro Tag zurücklegen. Allen ist gemeinsam, dass jeder Zweitagemarschierer nach dem erfolgreichen Beenden die wohlverdiente Auszeichnung an die Brust stecken und diese mit sichtbarem Stolz nach Hause tragen darf! – All diesen erfolgreichen Zweitage-Marschierern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, ein grosses Dankeschön.

Allen Absolventen und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, herzliche Gratulation und ein Dankeschön.

Die 11 Marschierenden im Gruppenverband:
Four
Sdt
Fw
Wm
Four
Oberstlt
Stabsadj
Sdt
Sdt
Oblt
Lt
Urs Vogel
Robert Eiholzer
Rolf Meister
Daniel Winter
Yves-Marc Häfliger
Romeo Premerlani
Renato Steffen
Andreas Bless
Michael Genter
Marco Grassi
Vanessa Von Viràg
21. Teilnahme
12. Teilnahme
9. Teilnahme
9. Teilnahme
5. Teilnahme
5. Teilnahme
2. Teilnahme
2. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
1. Teilnahme
 
Die 5 Marschierenden ausserhalb unserer Marschgruppe
Oberst
Oberst
Motf
Frau
Obgfr
Hansruedi Weber
Edwin Singer
Josef Distel
Hanneke Distel
Urs Limacher
51. Teilnahme
44. Teilnahme
40. Teilnahme
25. Teilnahme
13. Teilnahme
 
Urs Vogel – TL

 
Zweitägige Herbstwanderung
vom 27. / 28. September 2014
 
1. Wandertag
Willkommen geschätzte Naturliebhaber und Wanderfreunde! Am letzten September-Wochenende trafen sich 5 «Luzerner-Artilleristen» bei strahlend blauem Himmel am Ausgangpunkt am Bahnhof in Couvet im Val de Travers zu unserer zweitägigen Herbstwanderung. Couvet liegt auf 735 m ü. Meer und 24 km westsüdwestlich der Kantonshauptstadt Neuenburg (Luftlinie). Diese kleine Industriegemeinde erstreckt sich im zentralen Val de Travers beidseits der Areuse und auf dem Schwemmkegel des Seitenbachs Sucre, im südwestlichen Neuenburger Jura.

Von unserem Startort führte die Wanderung anfänglich etwas bergauf auf einem Wanderweg Richtung Les Verrières, der berühmten Neuenburger Gemeinde, die 1806 an Napoleon I. abgetreten werden musste und 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft kam, wobei die Könige von Preussen bis zum
Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben.

Les Verrières erhielt seine schweizweite Berühmtheit als am 1. Februar 1871 nach der Unterzeichnung eines Internierungsvertrages die im Deutsch-Französischen Krieg geschlagene Bourbaki-Armee die Grenze zur Schweiz überschritt. Schweizer Soldaten internierten die niedergeschlagenen, verfrorenen und völlig erschöpften, teilweise ausgehungerten Franzosen. Dieses Ereignis ist eindrücklich auf dem Bourbaki-Panorama in Luzern dargestellt.

Unser Tageszielort war «Les Petits Cernets», ein kleiner Weiler oberhalb Les Verrières auf 1142 Meter. Nach einer über 5 ½ stündigen abwechslungsreichen, teilweise ansteigenden Wanderung, erreichten wir die Gaststätte, wo wir auf der Sonnenterasse bei einem kühlen Hell die nachmittäglichen warmen Sonnenstrahlen genossen. Nach dem Unterkunftsbezug versammelten wir uns zum Nachtessen und liessen uns mit den kulinarischen Spezialitäten des Hauses und ihres Kellers verwöhnen und verbrachten einen gemütlichen Abend.



   

2. Wandertag

Mit einer reichhaltigen Frühstücksverpflegung stärkten wir uns für die Herausforderung des zweiten Tages. Auch am Sonntag wanderten wir bei sonnigem Herbstwetter zügig durch das am äussersten Rande der Schweiz liegende Hochtal Richtung La Brévine. Nennenswerte Anstiege gab hier keine mehr, so dass wir 5 AVL-Wanderer problemlos
den «Lac des Taillères» erreichten. Hier durften wir unsere wohlverdiente Mittagsrast mit Verpflegung aus dem Rucksack einlegen.

Warum wohl kennen die meisten diesen Namen? In La Brévine sinken die Temperaturen im Winter auf sibirische Tiefen. Doch zwischen Frühling und Herbst zeigen sich die Juraweiden von der milderen Seite. Die Wanderung vom Grenzort Les Verrières in die Nähe von La Brévine führt durch eine melancholisch anmutende und stille Landschaft, die manch eindrückliche Erinnerungen hinterlassen. Von den Gestaden des Seeleins wanderten wir durch die typischen Jurawälder und über die saftigen Juraweiden wieder an unseren Ausgangspunkt am Bahnhof in Couvet.

Auch dieser äusserst gelungene Wanderausflug brachte uns die Naturschönheiten einer ganz anderen, für die meisten völlig unbekannten Region etwas näher.

Allen ein Dankeschön für das positive Mitmachen.
Urs Vogel



Salutschiessen der Geschützmannschaft




Die Bilder zeigen unsere Geschützmannschaft im Einsatz bei der Jubiläumsfeier 2011



Seit vielen Jahrzehnten ist unsere Geschützmannschaft im Einsatz, wenn es um unseren Nationalfeiertag geht. In unseren (nachgemachten) historischen Uniformen von 1898 sowie mit den vereinseigenen zwei 7,5 cm-Krupp-Hinterladergeschützen zeigen wir jeweils auf dem Matthias-Luchsinger-Platz dem Publikum unser Können beim Schiessen. Insgesamt 31 Schuss werden abgefeuert – 23 für jeden vollen Kanton und vier Mal zwei Salven für die «acht alten Orte» der Eidgenossenschaft.

Nebst dem ordentlichen militärischen Ablauf wird natürlich auch auf die Sicherheit geachtet, wie z.B. der Umgang mit der Munition oder allgemein das Hantieren an den Geschützen mit vorgängiger Geschützschule. Unsere zwölf Mann starke Geschützmannschaft besteht einerseits aus älteren und erfahrenen Mitgliedern und wird andererseits tatkräftig unterstützt durch die jüngere Generation mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren.

Seit zwei Jahren wird unser Salutschiessen musikalisch umrahmt von der Artilleriemusik Oberseetal und am Schluss jeweils mit einem kleinen Apéro vor dem Casino Luzern beendet. Anschliessend geht für uns die Arbeit im Zeughaus weiter, wo wir unsere Geschütze putzen und wieder einfetten für den nächsten Einsatz. Danach kommen auch wir zu unserem bereits traditionellen «Zwipf». Wer also noch nie dabei war, sollte sich den Vormittag vom 1. August jeweils vormerken und vorbeischauen, wenn es wieder heisst: «Geschütz Eins – FEUER … Geschütz Zwei – FEUER … »

Weitere Einsätze der Geschützmannschaft in Uniform sind jeweils am 1. November (Allerheiligen) beim Soldatendenkmal im Friedental (10.00 Uhr) und am Barbarabittgottesdienst in der St. Peterskapelle (6. Dezember 2014, 18.00 Uhr) an der Jodlermesse mit anschliessender Barbarafeier.

Hptm Marco Wicki, Kdt

Schweizer Standarte
Für unsere historische Geschützmannschaft suchen wir noch eine Schweizer Standarte, da es sie leihweise von der Schweizer Armee nicht mehr gibt. Vielleicht haben Sie ja zufällig Zugriff auf solch eine, die Sie uns überlassen könnten? Oder vielleicht finden sich ja auch ein paar Standartengotten oder -göttis, um solch eine zu finanzieren?
Gerne bin ich für weitere Informationen erreichbar unter: archivar@avluzern.ch.


70. Barbaraschiessen 2014
Das 70. Barbaraschiessen, wurde vom AV Michelsamt durchgeführt. Es fand dieses Jahr im Spätsommer statt, nämlich am 5. / 6.September. Wir schossen auf dem Pistolenstand in Sursee und auf dem 300 m-Schiesstand in Gunzwil. Gesamthaft waren 20 AVL-Schützen da, wobei natürlich wiederum viele sich in mehreren Distanzen versucht
haben. Und nicht nur versucht: Peter Thalmann konnte mit 58 von 60 den 6. Platz erreichen und schoss damit das beste AVL-Resultat auf 300 m, Gratulation!

Die weiteren Resultate sind:
300 m

Name

Thalmann Peter
Achermann Paul
Steffen Renato
Barmet Reto
Hodel Adrian
Weber Hansruedi
Barmet Franz
Zimmermann Christian
Albisser Roger
Achermann Adrian
Sarbach Werner
Käppeli Luzia
Küng Franz
Vogel Urs



Punkte
 
58
56
55
55
55
54
54
54
51
51
50
49
48
39


Gesamtrang

6
20
36
43
45
48
54
61
97
98
100
125
128
162


AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
                    
Es gab achtundzwanzig Gruppen auf 300 m. Unsere Gewehrgruppe Barbara landete mit 265 Punkten auf Platz 10, die Gruppe Wasserturm auf Platz 18 mit 251 Punkten. Das beste Pistolen-Resultat auf 25 m-Distanz erreichte Oskar Bernet mit 147 Punkten. Er kommt damit auf den 5. Gesamtrang, Gratulation!

Die weiteren Resultate:
25 m

Name

Bernet Oskar
Probst Albert
Albisser Roger
Küttel Armin
Käppeli Luzia
Thalmann Peter
Henseler Josef
Hodel Adrian
Galliker Marcel
Spirig Peter
Steffen Renato


Punkte
 
147
146
143
142
140
139
137
137
133
132
128



Gesamtrang

5
7
16
19
29
30
38
42
49
51
53



AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
                    
Unsere 25 m-Gruppe Barbara erreichte Platz 3 von 10 mit 704 Punkten, die Gruppe Wasserturm kam auf Platz 5 mit immerhin noch 671 Punkten. Beim 50 m-Schiessen konnte Oskar sogar den zweiten Gesamtrang erreichen mit 65 Punkten, herzliche Gratulation!

Auch geschossen haben:
50 m

Name

Bernet Oskar
Thalmann Peter
Probst Albert
Hodel Adrian
Henseler Josef
Käppeli Luzia
Küttel Armin
Galliker Marcel
Steffen Renato
Albisser Roger
Achermann Adrian


Punkte
 
65
57
57
56
54
52
51
49
45
44
38


Gesamtrang

2
15
16
18
19
21
22
24
25
26
28



AVL-Rang

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
                    
Gruppenresultate

Gesamthaft nahmen vier 50 m-Gruppen teil. Unsere 50 m-Gruppe Barbara und die Gruppe Wasserturm belegen Platz 2 und 3, nämlich mit 268 Punkten bei der Barbaragruppe und mit 246 Punkten bei der Wasserturmgruppe.

Danke an alle Teilnehmer und an den Gastgeber AV Michelsamt.

Marcel Galliker, OSM


Rückblende auf VSAV Schiessen 2014

Obwohl der Sommer so richtig ins Wasser fiel und auch die Gripen Abstimmung nicht in unserem Sinn herausgekommen ist, liessen wir Schützen uns nicht entmutigen.

Erfreulich ist und war, dass wieder 19 Teilnehmen 300 m-Schützen mitmachten, 5 mehr als letztes Jahr. Auch ein Junior Schütze hat teilgenommen und fürs erste Mal gar nicht schlecht … Keller Livio.

So, jetzt möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen sondern die Resultate verkünden:

300 m

1.
2.
3.
4:
5:
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.



Käppeli Luzia
Barmet Reto
Achermann
Achermann Franz
Barmet Franz
Zinniker Roman
Käppeli Thomas
Messmer Patrick
Albisser Roger
Hodel Adrian
Küng Franz
Thalmann Peter
Steffen Renato
Dubach Hansjörg
Vogel Urs
Achermann Adrian
Achermann Kurt
Keller Livio
Punkte

57
57
56
56
55
55
54
54
53
52
51
51
50
50
48
36
31
0
Auszeichnung

Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
                    
25 m

1.
2.
3.
4:
5:
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14
15.


Probst Albert
Käppeli Thomas
Zinniker Roman
Küttel Armin
Thalmann Peter
Bernet Oskar
Albisser Roger
Käppeli Luzia
Galliker Marcel
Henseler Seppi
Hodel Adrian
Steffen Renato
Achermann Adrian
Keller Livio
Widmer Matthias
Punkte

147
147
145
143
143
141
140
139
139
137
137
136
119
119
110
Auszeichnung

Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Kranz
Karte
                    

Ich gratuliere all jenen, die Kranzkarte oder Annerkennungskarte gewonnen haben. Ich wünsche euch noch ein schönes Jahr und hoffe euch wieder zu begrüssen, am nächsten VSAV Schiessen 2016.

Schützengruss
Adrian Achermann


58. Berner Distanzmarsch nach Thun 6.12.14:
Nachwuchsförderung
 
Vier junge Menschen zwischen 7 und 14 Jahren marschieren in Begleitung von vier Erwachsenen und einem Hund gemeinsam gut gelaunt und erfolgreich 18 km.

Stolze 18 km konnten der wohl im Durschnitt jüngsten Gruppe mit dem Namen SIRIUS des 58. Berner Distanzmarsches bzw. deren Mitgliedern im Ziel gutgeschrieben werden. Wer jetzt annimmt, dies sei eine Premiere, der irrt. Bereits im 2013 hat diese Gruppe, in nicht ganz gleicher Zusammenstellung, gemeinsam 14 km nach Langenthal
zurückgelegt.

Die Präsidentin und die Vize der Sektion SVMLT Bern sind der Ansicht, dass diese Teilnahme im 2015 weitergeführt und wenn möglich weiter gesteigert werden soll, sondern auch, dass diese Leistung in einem kleinen Bericht im Verbandsorgan mit Namensnennung der jungen Leute ausgezeichnet werden soll. Nicht nur als Honorierung für die Marschierenden, sondern auch als Motivation für Nachahmer und Nachahmerinnen, sei es Eltern, Lehrpersonen, Vereinstrainer und -innen oder gar junge Leute selber, die sich zusammentun, um gemeinsam eine Strecke am 59. BE Distanzmarsch zurückzulegen.

Gemeinsam «laufend» und «marschierend» Spass zu haben, zu plaudern, anderen Marschierenden zuzuwinken oder mit ihnen Tipps für die nächste Pause auszutauschen und am Ende, glücklich müde am Ziel die wohlverdiente Medaille in Empfang zu nehmen, dies ist sicher ein Erlebnis, das nachhaltig ist im Leben von jungen Menschen. Wenn es geglückt ist, so nachhaltig, dass man / frau im nächsten Jahr wieder teilnehmen will und eventuell seine / ihre Leistung noch einmal steigern will, wie es unsere SIRIUS-aner und –innen beabsichtigen mit dem Ziel am 59. Berner Distanzmarsch am Samstag, 5. Dezember 2015, in Thun gemeinsam 21 km zurückzulegen.

Falls nun jemand motiviert ist, dies zu wagen, kann sich für weiter Informationen gerne an uns wenden, sei es, um mit unserer Gruppe SIRIUS zu marschieren, sei es um mit einer eigenen Gruppe, die Herausforderung anzunehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Mit Freude und Stolz können die folgenden Personen der Gruppe SIRIUS auf 18 km Marsch von Thun via Heimberg (Restaurant Bahnhof – der Insider Tipp für eine kurze Marschpause oder Essensmöglichkeit) nach Kiesen und retour zurückblicken:



Michael Leander Odermatt (2007), Lisa Buri (2007), Lenny Leibundgut (2005), Nadine (2001), Ramona Buri (1979), Ursula Schweizer (1968) – unsere Präsidentin und Gruppenführerin-, Sabin Weyermann Odermatt (1965), Paul M. Odermatt und nicht zu vergessen unser Maskottchen, der franz. Niederlaufhund, Sirius (2003).

Nicht nur der Nachwuchs hat Grosses geleistet, auch die 965 angemeldeten Erfahrenen konnten es nicht lassen und haben Kilometer um Kilometer, immer wieder hin und her, sprich Kaserne Thun – Restaurant Bahnhof Heimberg abmarschiert.

Auf beachtliche 60 km konnte so die internationale Marschgruppe mit Schweizer und Artillerie-Vereinsbeteiligung, vertreten durch den Turmvogt, Stabsadj Renato Steffen, ausweisen und wurde so einmal mehr Sieger in der Gruppenwertung. Der Turmvogt belegte den 6. Einzelrang. Herzliche Gratulation!

Oberst S. Weyermann Odermatt, Vizepräsidentin SVMLT Sektion BE,
Mitglied Artillerieverein Luzern und Chef Kommunikation SAT
 


Die wehrsportlichen Marschübungen im Frühjahr 2014
Im oberen Fricktal, ganz genau in Wittnau eröffneten wir unsere Wehrsportsaison 2014 mit einer ersten Marschübung im Gruppenverband. Unten stehend berichteten wir ausführlich darüber.

 Eine Fortsetzung fand vierzehn Tage später, am Sonntag, 30. März mit einem weiteren Marschtraining auf dem Unteren Hauenstein statt. Auch dieser Ausmarsch ist bereits zu einem Traditionsanlass geworden, der bei den Marschkameraden immer gut ankommt. Wunderschönes Frühlingswetter begleitete uns fünf Marschierer auf den Jurahöhen der Kantone Solothurn und Baselland in östlicher Richtung nach Langenbruck, unweit des Übergangs des «Oberen Hauensteins». Immer wieder interessant sind die Entdeckungen von zahlreichen alten Stellungen, Unterständen oder Felswandmalereien aus dem Aktivdienst während des 1. Weltkriegs, dessen Beginn sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt.
  


 



Dieses Jahr plante unser Marschgruppenleiter Yves-Marc Häfliger einen Trainingsanlass auf einer neuen Strecke vor den Toren Luzerns. Im Raum Littau fanden sich am Karsamstag, 19. April sieben Marschkameraden zur sechsstündigen Marschübung ein und beendeten diese mit dem erzielten Trainingseffekt erfolgreich.

Eine Woche später, am letzten Samstag im April fand die 46. Austragung des Marschs um den Zugersee statt. Die Marschierer des Artillerievereins Luzern waren bei hervorragendem Wetter mit 12 Teilnehmern unterwegs und absolvierten erfolgreich die rund 34 Kilometer effektive Marschdistanz. Einige wenige zogen jedoch die vom Organisator angebotene verkürzte Version vor und werden selbstverständlich auch die entsprechenden Punkte für die Jahresmeisterschaft gutgeschrieben erhalten. Allen erfolgreichen Marschiererinnen und Marschierern herzlichen Glückwunsch zum grossartigen Bestehens dieses anspruchsvollen Traditionsanlasses.

Vier Marschierer fanden sich am Sonntag, 4. Mai am Ausgangsort in Schüpfheim ein. Die von Seppi Distel rekognoszierte Strecke war wie erwartet eine sehr anspruchsvolle Trainingseinheit. Einige happige Steigungen halfen wesentlich mit, die bereits in den früheren Märschen erworbene Kraft und Grundkondition auszufeilen. Im Anschluss an die fünfstündige sonntägliche Leibesübung, führte uns die kulinarische Ehrenrunde ins Weghus bei Klusstalden. Dafür danken wir Euch, Hanneke und Seppi herzlich!   


Um 8 Uhr des Samstags, 31. Mai fand sich ein Kleinstkontingent von Marschierern in Hindelbank im Kanton Bern ein, um die Originalstrecke des ehemaligen 50 Kilometer Marsches durchs Emmental zu absolvieren. Wie eigentlich an allen unseren diesjährigen Marschübungen spielte auch hier das Wetter voll mit. Wunderschöner Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleitete uns auf der äusserst anspruchsvollen und beschwerlichen Stecke mit rund 1000 m Höhendifferenz. Wobei auf der Mänziwilegg noch ein kühler Wind über die Kreten blies und uns die Windschutzjacken verordnete. Diese Strecke absolvierten wir in einer effektiven Marschzeit von 8 Stunden und 5 Minuten. Dies darf sich sehen lassen und beweist den guten Trainingszustand der vier MarschiererInnen. – Bravo!

Dies war eine kurze Zusammenfassung eines Teils unserer Vorbereitungsmärsche in diesem Frühjahr.Wenn ich das Wort Vorbereitung benütze, so sind diese Marschübungen im Gruppenverband die sogenannten Trainingseinheiten für unseren alljährlichen Höhepunkt, auch dieses Jahr der bevorstehende Viertagemarsch in Nijmegen, Holland vom 15. – 18. Juli 2014, der zum 98. Mal ausgetragen wird!

Urs Vogel – TL


Start ins Wehrsportjahr 2014

Dieses Jahr begann die wehrsportliche Saisoneröffnung in Mitten einer welt- und sicherheitspolitischen Krisensituation. Die Ukraine, eine ehemalige Sowjetrepublik und seit dem Fall des Eisernen Vorhangs, ein unabhängiger Staat, erleidet seit Monaten eine innenpolitische Krise, die nach langen Protesten zu einem Machtvakuum und zu einem Regierungswechsel führte. Der Oberoligarch der benachbarten Grossmacht Russland, nahm den Anlass dieser Krise und trat die demokratischen Grundsätze dermassen mit Füssen und liess eine in Windeseile angeordnete und fragwürdige Abstimmung durchführen, die wie zu stalinistischen Zeiten mit über 96 % zu seinen Gunsten ausfiel. Die Ukraine verliert somit ungefragt die Halbinsel Krim an Russland oder wird um diese bestohlen und die westliche Welt schaut tatenlos zu! Nein die USA mit ihrem äusserst schwachen Präsidenten und die Diletanten an der Spitze der EU lamentieren, drohen mit unnützen Sanktionen und lassen sich von Präsident Putin regelrecht vorführen!

Und wir im Artillerieverein Luzern starten genau zu diesem Zeitpunkt in unser Wehrsportjahr 2014. Wenn ich im letzten Jahr von einer der langandauernsten Frühjahreskälteperioden in unserer über 50-jährigen Marsch- und Wehrsporterfahrung erzählte, so waren die diesjährigen meteorologischen Verhältnisse fast das pure Gegenteil. Ein wirklicher Winter fand nicht statt und die Temperaturen waren dieses Jahr nie der Jahreszeit entsprechend. Somit rieb sich der eine oder andere bereits an unserem ersten Ausmarsch im Gruppenverband mit Sonnencrème ein. Am Sonntag, 16. März fanden sich zehn Marschkameraden zu unserer ersten Marschübung im oberen Fricktal, in Wittnau ein. Der Gastgeber dieses schönen Sonntags heisst Daniel Winter, ein erfahrener Hollandmarschierer und Betreuer. Daniel wählte eine abwechslungsreiche Strecke von über 27,2 Kilometern durch die abwechslungsreiche Hügellandschaft des oberen Fricktals, von Wittnau nach Gipf-Oberfrick, Frick, Oeschgen, Eiken, Kaisten und zurück über Frick an unseren Ausgangspunkt Wittnau. Die effektive Marschzeit zum Saisonstart betrug 4 ½ Stunden. Danach war Einkehr bei Daniel, wo wir die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und die trockenen Kehlen gebührend mit einem Glas Wein aus seinem Fricktaler Weinberg feucht legen durften. Daniel, wir danken dir herzlich und freuen uns bereits wieder auf ein anderes Mal!
  

Die Marschgruppe des Artillerievereins Luzern wird dieses Jahr mit dem Schweizerischen Marschbataillon am berühmten Viertagemarsch in Nijmegen teilnehmen. Der Vierdaagse hat dieses Jahr seine 98. Austragung und für uns Luzerner Artilleristen wird es die 54. Teilnahme sein. Ebenfalls werden wir zum 55. Mal am Schweizerischen Zweitagemarsch in Bern-Belp starten.



Urs Vogel – TL


Impressionen von der Barbarafeier 2014




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Generalversammlung  2014
An der Generalversammlung, die am 12. März im Hotel Rütli in Luzern durchgeführt wurde, konnten die folgenden Ehrungen vorgenommen werden:

50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2014 (Eintritt 1963)
Amadò Renato
Marti Leo
Freimitglieder per 1.1.2014 (Eintritt 1988)
Albisser Roger
Bammert Franz
Barmettler Paul
Benz Ulrich
Eggstein Peter
Jeker Heinz
Kümin Stephan
Muri Alois
Oetterli Markus
Stucki Walter
Wartenweiler Edwin
Wassmer Stefan
Welf Edwin
Veteranen VSAV per 1.1.2014
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1993)
Baumgartner Urs
Bieri Sepp
Blättler Bernhard
Fischer Beat
Käppeli Josef
Müller Hans
Odermatt Carlo
Vogel Urs
Wassmer Stefan
Wolf Roberto
Wüest Ewald


Jahresberichte
Jahresbericht des Präsidenten 2014

Das Vereinsjahr war in allen Sektionen und Bereichen äusserst vielfältig und erfolgreich. Die Anlässe sind mit grossem Einsatz aller Beteiligten vorbereitet und durchgeführt worden. Die Teilnehmerzahl war unterschiedlich. Dem Echo der Beteiligten entsprechend, dürfte diese höher sein. Unter den vielen interessanten Veranstaltungen konnte jedes
Mitglied eine geeignete Gelegenheit dazu finden.

Besonders wertvoll waren die zahlreichen Begegnungen unter den Mitgliedern, den diversen Gesellschaften, Vereinen und Organisationen. Dabei galt und gilt es, den ständigen Wandel in der Gesellschaft, bzw. den Vereinen zu erkennen und daraus die Schlussfolgerungen für eine erfolgreiche Zukunft zu ziehen. Ein wertvolles Instrument dazu ist der Militär-Campus Luzern, wo wir aktiv mitwirken und gemeinsam Weichen stellen können.

Die Turmmannschaft, unter der Leitung unseres Turmvogtes Renato Steffen, hat im vergangenen Jahr wieder Grossartiges geleistet, danke. Ein einmaliger neuer, kunstvoller, runder Tisch steht für unsere Geselligkeit bereit. Dieser könnte über das verflossene Jahr bereits Einiges erzählen und Vieles steht noch bevor.

Das Schiesswesen hat unter dem Zepter von Marcel Galliker und den Mitgliedern der Schiesskommission einige interessante Anlässe vorzuweisen, auch wenn diese sich hauptsächlich auf verbandseigene und freundschaftliche Begegnungen ausrichten. Nach dem Moto, weniger ist mehr, gilt es auch hier, sich den gesellschaftlichen Entwicklungen
zu stellen, neue Wege zu finden und unsere Chancen zu nutzen. Für ihre grossartige Leistung verdienen sie unseren aufrichtigen Dank.

Einen ganz besonderen Dank geht an unseren Leiter der Sport- und Technischen Kommission, Urs Vogel und dem Marschgruppenleiter, Yves Häfliger. Wenn wir die entsprechenden Berichte lesen, können wir es uns gut vorstellen, was im wahrsten Sinne des Wortes hier alles abgelaufen ist.

Etwas ganz Besonderes waren die vielfältigen und geschätzten Beiträge der Alten Garde. Die tatkräftige Unterstützung unseres Obmanns, Franz Erni, und sein minuziös vorbereiteter Anlass in Payerne für Alt und Jung waren vorbildlich. Er ist auch stets spontan zur Stelle, wenn es darum geht, ein verdientes Mitglied zu beglückwünschen oder den Fähnrich, Marco Wicki, bei der letzten Ehre zu begleiten oder zu vertreten. Solche Vorbilder brauchen wir. Danke Franz.

Marco Wicki und seiner Schiessmannschaft danke ich auch herzlich für das 1. Augustschiessen vor dem Casino. Danke auch der Militärmusik des Artillerievereins Rottal für die feierliche Umrahmung und dem Casino für den Apéritiv. Eine grosse Zuschauerzahl war von diesem Anlass begeistert.

Am Barbarabittgottesdienst waren in einer vollbesetzten Peterskapelle neun Fahnendelegationen dabei. Danke unserem Feldprediger, Pfarrer Leopold Kaiser, für den würdigen und persönlichen Gottesdienst im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden. Danke auch dem Jodelklub Flueblüemli für die feierliche Umrahmung. Anschliessend durften wir im Kreis von rund 80 Personen die Barbarafeier auf dem Vierwaldstättersee begehen.

Nicht vergessen will ich die grosse ehrenamtliche, zuverlässige Arbeit im Vorstand, danke. Ganz speziell danke ich Luzia Käppeli für die langjährige, zuverlässige Betreuung der Mutationen. Mit dieser GV geht ihre Tätigkeit im Vorstand zu Ende. Ich wünsche ihr alles Gute. Danke auch allen nichterwähnten Mitgliedern die unseren Verein in irgendeiner Form unterstützt haben.

Andrea Grisch, Präsident



Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2014

Das Jahr 2014 brachte als Höhepunkt den Besuch der Flugschau in Payerne mit 34 Teilnehmer aus den Reihen des AVL als ein unvergesslicher und in bleibender Erinnerung schöner Anlass. Dazu ist ein Bericht im Artillerist Oktober No. 4 erschienen von unserem Front Bericht Schreiber Rolf Lötscher und den Bildern unseres Redaktors.

In einer Sitzung vom 14. November des Ausschuss Alte Garde AVL äusserte der Präsident AVL den Wunsch, einen Familienausflug wie in früheren Zeiten durchzuführen. Das heisst mehr Unterhaltung und weniger Marschzeit.
Wir werden uns bemühen etwas für Familie und Mitglieder zu Organisieren mit dem Motto «mehr Spiel und Spass».

Den Kameraden und Angehörigen, denen in letzter Zeit die Gesundheit einiges abverlangte, wünschen wir viel Kraft und Zuversicht. Den Angehörigen der verstorbenen Kameraden gilt unser herzliches Beileid.Anlässlich unseres Bittgottesdienstes in der Peterskapelle wurden alle namentlich erwähnt. Das Opfer anlässlich des Gottesdienstes ergab die schöne Summe von Fr. 374.25. Dieser Betrag wurde an das Blindenheim in Horw überwiesen. Besten Dank.

Die Mitglieder Ausschuss Alte Garde sind: Lustenberger Hans, Käppeli Thomas. Der Präsi AVL Andrea Grisch und unser Redaktor Imgrüt Peter.

Franz Erni, Obmann Alte Garde



Jahresbericht der Schiesskommission 2014

Das Schützenjahr 2014 startete für uns mit dem Freundschaftsschiessen Hochdorf Ende März, dem 29. Im Stand Kannenbühl. Trotzdem dies immer ein schöner und gemütlicher Anlass ist, war leider die Beteiligung mit 4 AVL-Schützen sehr mager. Unser bester Schütze war Hodel Adrian mit 84 Pt. und auch Albisser Roger, Lötscher Rolf und
Achermann Adrian haben gut geschossen. Besten Dank an Hansjörg Dubach für die erneute Organisation.

Im Mai machten wir das VSAV-Schiessen (am 13. und 24.) wiederum im Stand Hüslenmoos.Trotz einer Scheibe die spann, konnten wir den Schiessanlass erfolgreich durchführen. Wir hatten mit achtzehn 300-m-Schützen eine leicht höhere Beteiligung als voriges Jahr. Die besten Schützen waren mit 57 Pt. Käppeli Luzia und Barmet Reto. Mit 56 Pt. haben Achermann Paul und Achermann Franz abgeschlossen und 55 Pt. haben Barmet Franz und Zinniker Roman erreicht. Beim Pistolenschiessen 25 m waren fünfzehn Schützen dabei. Am besten: Probst Albert und Käppeli Thomas mit 147 Pt., gefolgt von Zinniker Roman mit 145 Pt. und Küttel Armin mit 143 Pt. Besten Dank wiederum an Adi Achermann für die Organisation.

Dieses Jahr war das 70. Barbaraschiessen. Es fand im September (5./6.) statt, in Sursee und Gunzwil. Wir waren gesamthaft 20 Schützen, viele haben auch auf mehr als eine Distanz geschossen. Unser beste Gewehr-Schütze war Thalmann Peter mit 58 Pt., unser beste Pistolenschütze Bernet Oskar mit 147 Pt., sowohl bei der 50-m- als auch bei
der 25-m-Distanz. Weitere sehr gute Schützen, alle auf den vorderen Rängen, waren Achermann Paul, Probst Albert, Albisser Roger, Steffen Renato und Hodel Adrian. Besten Dank an den AV-Michelsamt für die Durchführung dieses «Jubiläums-Barbaraschiessen».

Das Freundschaftsschiessen mit der LuPol war dann wieder im Oktober, nämlich dem 9. Wir fanden uns ab 18 Uhr im Schiesskeller der LuPol ein, wo wir unsere Treffkünste messen konnten. Fürs Absenden und Nachtessen dislozierten wir in den Wasserturm. Den schönen Steinpokal mussten wir leider wieder der Polizei überlassen, mit einem
Schnitt von 85 ¼ kamen wir nicht an zur LuPol mit fast 91er-Schnitt. Was da erwähnt werden muss ist, dass die Polizei mehr Schützen hatte und davon die besseren 8 Hauptresultate filtern konnte.

Der Abschluss unseres Schützenjahres machte traditionell das Ustertagsschiessen: am 22. November im Schiessstand Nebel, äh Uster. Ja wir mussten uns auf die Beschilderung verlassen, die Scheiben haben wir nämlich nicht gesehen. Deshalb haben Roger Albisser und Andrea Grisch kurzerhand den zweiten Programmteil vorverschoben
und wir besichtigten das interessante Militärmuseum in Uster (www.1861.ch). Danach kehrten wir zurück zu den Schützenscheiben und konnten unser Programm dann doch erfolgreich schiessen. Besten Dank an Roger und auch an Andrea und dem Unteroffiziersverein Uster für die Organisation. Vielen Dank an alle Schützen und Organisatoren und herzliche Gratulation den Kranz-Schützen

Marcel Galliker, Oberschützenmeister AVL




Jahresbericht der Turmkommission 2014

Als verantwortlicher Turmvogt liegt es mir daran zu danken: Der umsichtigen Turmkommission sowie allen Stubenmeisterinnen und Stubenmeistern für Ihren grossen Einsatz. Ohne die zuverlässige und sehr gute Arbeit des ganzen Teams könnten wir keinen solchen Erfolg wie in den letzten Jahren erreichen.

Die Turmkommission darf wiederum auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im 2014 tagte die Turmkommission zweimal und erledigte die ihr zufallenden Geschäfte und fällte ihre Beschlüsse im Bereich Unterhalt und Investitionen. Sehr schätze ich die Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern und bedanke mich dafür. Investieren mussten wir nach dem Wasserschaden in die Turmstube, welche komplett neu gestrichen wurde.

Sorgen machten uns auch die Elektrozuleitungen und deren Absicherung. Was zu flicken und umverteilt werden konnte haben wir erledigen lassen. Jedoch entsprechen die Zuleitungen und Absicherungen nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard. Im Juli durften wir den neuen Tisch einweihen, diese Investition wurde zu 93 Prozent durch
Sponsoren bezahlt. Der Tisch ist einzigartig und wird an jedem Anlass bewundert. In der Schatzkammer haben wir eine Beleuchtung eingebaut und den Zugang mit einer begehbaren Glasplatte abgedeckt, so haben die Besucher die Möglichkeit, auch in diesen Raum Einsicht zu haben. Als Erstes haben wir eine Kiste mit Münzen hineingestellt.
Wir suchen noch Pokale, Kannen, Becher, etc aus Zinn, Bronze oder auch anderen edlen Materialien, die wir dort als Schatz präsentieren können. Wer zu Hause solche Gegenstände hat und nicht weiss wohin damit, wir sind Abnehmer. Ganz besonders freut es mich, dass uns Dr. Werner Sarbach immer zur Seite steht und mit viel Liebe unsere Sammlung ergänzt.

Die Turmwirtschaft darf auf ein gutes Jahr zurückblicken. An 270 Anlässen, davon 50 Führungen für Luzern Tourismus und 44 vereinsinterne Anlässen, durften wir insgesamt etwa 5’607 Personen im Turm begrüssen. Davon alleine am Tag der offenen Türe 840 Personen. In diesem Jahr hatten wir etwas mehr Anlässe mit grossen Apéros oder Essen.

Die Gästezahl an Stammabenden im 2014 war sehr unterschiedlich. Manchmal waren die Stubenmeister fast alleine und einige Mal hatten wir zu wenig Platz. Ich rufe alle Mitglieder auf, doch vermehrt die Gelegenheit zu benutzen, sich bei einem guten Glas Wein mit Kameradinnen und Kameraden im Turm zu treffen.

Renato Steffen, Turmvogt


Jahresbericht Sport- und Technische Kommission 2014

Geschätzte Vereinsmitglieder, werte Wehrsportkameraden

Einleitung
Ich darf Ihnen einmal Mehr die Aktivitäten der Technischen Kommission und speziell die wehrsportlichen und die ausserdienstlichen Tätigkeiten unseres Vereins für das vergangene Jahr 2014 vorstellen. Diese ehrenvolle Aufgabe in Form des diesjährigen Jahresberichts ist bereits mein 13. Rechenschaftsbericht an die Vereinsmitglieder.

Ich freue mich an dieser Stelle die ausserdienstlichen und militärsportlichen Erlebnisse und Fakten unserer begeisterten aktiven und junggebliebenen Vereinsmitglieder zusammen zu tragen. Einem 154-jährigen Verein mit über 500 kompetenten und an ausserdienstlichen, wehrsportlichen Aktivitäten interessierten Mitgliedern als militärsportlicher
Leiter vorzustehen, ist eine besonders herausfordernde Aufgabe, die mich immer wieder mit viel Genugtuung und Spass erfüllt. Sich hier einige Stunden an die Tastatur des elektronischen Schreibautomaten, heute Computer genannt, zu setzen und zahlreiche kreative Einfällen zu schreiben, lohnt sich und ergibt für mich als Vorstandsmitglied eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Nach wie vor ist der Artillerieverein Luzern – die Gesellschaft zum Wasserturm ein bedeutender Luzerner Verein, wo der uniformierte Ausdauersport, die ausserdienstlichen, militärischen Wettkämpfe von manch einem noch mit Stolz ausgeübt oder manchmal auch richtiggehend gepflegt und zelebriert werden. Vom Frühjahr bis in den Winter
hinein trägt der eine oder andere immer wieder die persönliche Ausrüstung und das Schweizer Kreuz mit grossem Stolz vom Wettkampfgelände nach Hause zu den Angehörigen. Wenn es ihnen gelingt die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu ergattern, darf sich der Ausgezeichnete und tüchtige Medaillenträger selbstverständlich als Aushängeschild des uniformierten Sports und des Artillerievereins betrachten. Als verantwortlicher Sportleiter ist es mir eine Ehre all diesen verdienten Kameraden zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Sie waren auch im vergangenen Jahr stolze Leistungs- und
Werbeträger für unser Milizsystems und vorbildliche Sportler in Uniform, die einen grossen Applaus verdienen.

Übrigens mache ich an dieser Stelle auf zwei Schweizer Spitzensportler aufmerksam, die nicht Mitglied des Artillerievereins Luzern sind, jedoch symbolisch die ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivitäten besonders ehren. Beide sind aktive Waffenläufer und Wehrsportler, die die Schweiz im August 2014 an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich im Marathon vor über hunderttausend Zuschauern äusserst erfolgreich vertreten hatten und zur Bronzemedaille der Schweizer Marathonläufer im Teamwettbewerb beitrugen. Welche Randsportart, die von der veröffentlichten Meinung, den Medien, meistens todgeschwiegen wird, kann mit solchen Aushängeschildern
auf Europaklasseniveau aufwarten? – Bravo uniformierter Laufsport! – Damit oben an der Spitze Athleten herausragen, brauchen wir eine breite Basis mit einer Vielzahl von regelmässig trainierenden Ausdauer- und Wehrsportlern, die in den Vereinen ihre Lieblingsbetätigung ausüben. Damit dies auch erfolgreich gelingt braucht es Strukturen, wo die Athleten eingebettet und aufgehoben sind und zu diesen gehört auch der Artillerieverein Luzern mit seinem abwechslungsreichen Jahres- und Tätigkeitsprogramm. Auch hier ein Bravo an all diejenigen Verantwortungsträger, die das Ihre dazu beitragen.

Auch im abgelaufenen Jahr war unsere Vereinszeitschrift «Der Artillerist» und unsere Internetseite Träger zahlreicher bebilderter Berichte und Reportagen. Sie beweisen, dass der uniformierte Sport wie wenig andere Freizeitaktivitäten nach wie vor abwechslungsreich, attraktiv, herausfordernd und eingebettet in die für viele wohl schönste Zeit,
unsere Freizeit, ist! Selbstverständlich freut uns, wenn wir an den Anlässen positiven Zuspruch der Zuschauer wahrnehmen und den wohlwollenden Applaus geniessen dürfen. Wir Wettkämpfer und marschierenden Aushängeschilder sind uns auch immer wieder bewusst, dass die Unterstützung, das Daumendrücken und der Applaus nicht nur im Wettkampfgelände, sondern auch von zuhause aus erfolgt. Auch dafür klatschen wir in die Hände und sprechen ein grosses Dankeschön aus!

Umfeld eines traditionellen, ausserdienstlichen Vereins
Ich gehe kurz auf das Umfeld ein, in dem der Artillerieverein Luzern und damit auch wir als ausserdienstlich Aktive uns bewegen.

Die Welt, Europa und auch die Schweizerische Eidgenossenschaft hatten 2014 erneut ein interessantes und bewegtes Jahr durchgemacht. Nach meiner Wahrnehmung war die Schweiz in den vergangenen 12 Monaten im weltweiten Vergleich hervorragend aufgestellt und verhält sich mit ihren demokratischen Grundwerten, dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen eigenen Bürgern, gegenüber der Weltgemeinschaft und auch der Umwelt vorbildlich. In vielen Bereichen hebt sich unser Land von den anderen Nationen im positiven Sinn ab.

In wirtschaftlichen Belangen floriert die Schweiz weiterhin und ist bestens aufgestellt. Ein gesundes Wachstum, eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit, eine tiefe Arbeitslosenquote, die notwendigen Steuereinnahmen sprudeln und eine überzeugende und richtige Haushaltspolitik sind weitere Eckpfeiler unseres Erfolgsmodels. In den meisten internationalen Ratings nimmt die Schweiz Spitzenplätze ein.

Persönlich bin ich überzeugt, dass nur eine florierende Wirtschaft, uns die Mittel für das Ausüben unserer kulturellen und sportlichen Freizeitbeschäftigungen wie zum Beispiel den Ausdauersport und speziell die ausserdienstlichen, militärsportlichen Tätigkeiten erlauben und zu guten Leistungen führen! Die Veranstalter, die uns die Wettkämpfe, die Waffenläufe und Schiessanlässe anbieten, benötigen gute Sponsoren. Der Bund mit dem Verteidigungsdepartement benötigt ausreichend Steuereinnahmen um die Armee mit ihren Dienstleistenden auftrags- und zeitgemäss ausrüsten zu können. Das wiederum gewährleistet uns, auf die Logistikbasis der Armee zurückgreifen zu dürfen.

Jedoch sind im Jahr 2014 auch weniger erfreuliche oder sogar sehr tragische Ereignisse passiert. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass in Europa ein Krieg, ein Bürgerkrieg herrscht und eine völkerrechtswidrige Verschiebung von Staatsgrenzen gewaltsam vollzogen wurde. Wohl einer der grösste Skandale war, dass von einem der Kriegstreiber ein ausländisches ziviles Passagierflugzeug (17.07.2014 – MH17) mit 298 Personen an Bord grundlos abgeschossen wurde. Zufällig fand dieses tragische Ereignis während einer unserer grössten Herausforderungen im Jahre 2014 statt, während des Viertagemarsches in Nijmegen und betroffen waren eine Vielzahl von niederländischen Staatsbürgern. Wie wir feststellen müssen, schaut die internationale Staatengemeinschaft und die verschiedenen Organisationen wie die NATO oder die EU tatenlos zu, wie neue Fakten geschaffen werden! – Durch diese tragischen Ereignisse nur rund 1‘500 Kilometer oder 3 Flugstunden von unserer Grenze entfernt, kommt zwangsläufig der Zustand unserer Verteidigungsbereitschaft und unsere Sicherheitsbedürfnisse auf den Prüfstand. Unbestritten ist, wir müssen unsere Verteidigung miliztauglich selber in die Hand nehmen. Der Bund und damit wir alle sind heute gefordert, die Beratungen um die Weiterentwicklung der Armee entsprechend unseren berechtigten Sicherheitsbedürfnissen und den daraus resultierenden Aufgaben für eine schlagkräftige und starke Armee zu unterstützen.

Im Jahre 2013 wurde die Volksinitiative «Aufhebung der Wehrpflicht» von den Schweizer Stimmberechtigten und von allen Kantonen überwältigend abgelehnt. Die in diesem Jahr zur Abstimmung gelangte verteidigungspolitische Vorlage um die Finanzierung des Teilersatzes der veralteten Northrop F-5 Tiger II-Flugzeuge durch das neue Flugzeug des Typs Saab JAS 39E/F Gripen ging für uns Befürworter einer starken Verteidigungsbereitschaft leider knapp verloren. Meines Erachtens verursachten mehrere unglückliche Äusserungen einzelner Wortführer und unterschiedliche Meinungen von
Armeebefürwortern, allenfalls auch Fehlinterpretationen von Fakten, diese Niederlage. Mitverantwortlich sind auch die bürgerlich gesinnten Neinstimmenden, die nie in der Armee gedient hatten! Dadurch entstand eine unheilige Allianz, die dann noch das Ihre zum negativen Volksentscheid beisteuerte! Wobei die Geschichte beweist, dass Rüstungsvorlagen in Volksabstimmungen immer einen schweren Stand hatten. – Trotzdem sind die gut eidgenössischen Lösungsprozesse mit ihren demokratischen Volksentscheiden einen wesentlichen Teil des Erfolgsmodels SCHWEIZ und um dies beneiden uns viele andere demokratische Staaten!

Wir Luzerner Artilleristen werden zu unserer Armee stehen und dies immer wieder mit unseren Mitteln, dem Laufen mit der Gewehrpackung und dem Marschieren im Tarnanzug überzeugend beweisen! – Die ausserdienstlichen Tätigkeiten, der Militärsport und speziell der Waffenlauf und das Marschieren sind eines der Bindeglieder zwischen der Bevölkerung und unserer Milizarmee! Hier beweist sich der Sportler in Uniform oder der Uniformierte als Lauf-, Leistungs- und Freizeitsportler! – Als ausserdienstlich Aktive und Mitglieder des Artillerievereins Luzern darf uns dies nicht gleichgültig sein.

Nun werte Leserin, geschätzter Leser dieses Jahresberichts, sie haben bestimmt Verständnis dass ich hier nicht weiter auf die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und auch nicht auf all die grossen Erfolge und Errungenschaften eingehen werde, sondern mich auf die Aktivitäten unseres Vereins, die Tätigkeiten des Wehrsports und der Technischen Kommission beschränke. Tatsache ist, dass unser Verein einen Beitrag zur sportlichen und kulturellen Vielfalt unseres Landes leistet. Wir sind stolze ausserdienstlich Aktive!

Ich komme zum eigentlichen Jahresbericht, was den ausserdienstlichen, militärsportlichen Bereich unseres Vereins betrifft.

1. Allgemeiner Rückblick
Ich danke an dieser Stelle all meinen Kameraden, die im vergangenen Jahr regelmässig an unseren Aktivitäten und Sportanlässen aktiv oder als Funktionäre teilgenommen hatten. Einen grossen Dank verdienen auch meine Vorstandskameraden, die mich in meinen organisatorischen Tätigkeiten wohlwollend und grosszügig unterstützt haben.
Den Kameraden im Organisationskomitee, allen Funktionären, Helferinnen und Helfern bei den Regionalen Artillerie Sporttagen im Oktober in Emmen und Adligenswil danke ich hier für ihren grossatigen Einsatz. Dank ihrem kompetenten Handeln auf den zahlreichen Aussenposten, im Schiessstand, an den Wurfdisziplinen und bei den Auf- und Abbauarbeiten war der erfolgreiche Anlass ohne jegliche Panne oder Beanstandung durchgeführt worden.

Dem Leiter der Marschgruppe, Four Yves-Marc Häfliger, gratuliere ich für die kompetente Wahrnehmung der Aufgabe des Marschleiters und danke Yves-Marc für die gute Zusammenarbeit.

Ebenfalls bedanke ich mich bei allen Mitgliedern und deren Angehörigen, die den Verein mit ihren Mitgliederbeiträgen, grosszügigen Spenden und einem riesen Applaus unterstützt und damit zu einer erfolgreichen Vereinskultur beigetragen haben. – Macht weiter so!

Einen speziellen Dank gehört auch den Veranstaltern und Organisatoren von ausserdienstlichen, militärsportlichen Anlässen. Ohne ihrem Engagement und den unermüdlichen Arbeits- und Organisationseinsätzen könnten wir unsere Märsche und Lieblingssportarten gar nicht ausüben.

2. Vorstandstätigkeit
Das vergangene (Verbands-) Vereinsjahr 2014 begann wie immer am 1. November 2013. Der Vorstand, wo ich auch Einsitz habe, hatte an fünf Strategie- und Vorstandssitzungen, am 6. Januar, am 17. März, am 5. Mai, am 2. Juni und am 16. September 2014 getagt, um die Geschicke des Vereins zu führen.

Unserem Präsidenten danke ich an dieser Stelle für seine kompetente und umsichtige Vereinsführung und das der Technischen Kommission geschenkte Vertrauen. Über die einzelnen Strategie- und Vorstandssitzungen liegen Beschlussprotokolle vor. Am Revisorenrapport im Januar 2014 vertrat ich die Technische Kommission und konnte
Rechenschaft über die Verwendung der finanziellen Mittel abgeben. Ich stelle fest, dass der Artillerieverein Luzern auf einer gesunden finanziellen Basis steht.

3. Technische Kommission
Das vergangene Vereinsjahr 2014 hat die Technische Kommission in der folgenden Zusammensetzung in Angriff genommen:
• Vogel Urs, Rheinfelden, Chef Technische Kommission (seit November 2002)
• Häfliger Yves-Marc, Luzern, Marschgruppenleiter (seit Januar 2013)


4. Statistiken / Ausserdienstliche Aktivitäten
Wertungsberechtigte Anlässe

Anlässe Anzahl Teilnemer (Mann/Tage)  
2014 2013 2012  
         
VSAV/Barbara-Schiessen 69 68 54  
         
Wehrsport        
• Märsche 169 216 212  
• Mehrkämpfe 2 5 5  
• Waffenläufe 12 16 8  
• Langstreckenläufe zivil 7 6 8  
      3  
Sicherheitspolitische Vorträge 16 0 0  
Gesellschaftliche Anlässe 95 138 154  
Repräsentationen / Sitzungen 126 62 61  
       

5. Kommunikationsorgane
5.1. Internetauftritt: www.avluzern.ch
Als elektronische Kommunikationsplattform stand uns auch im vergangenen Jahr unsere Internetseite www.avluzern.ch zur Verfügung. Hier danke ich speziell unserem Webmaster und meinem Vorstandskameraden Peter Imgrüt, der uns diese Plattform immer aktuell hält. Bravo und ein herzliches Dankeschön an Peter Imgrüt!
5.2. Der Artillerist
Als Kommunikations- und Informationsorgan stand uns auch in diesem Jahr der «Der Artillerist» zur Verfügung. Als Vorsitzender der Technischen Kommission und manchmal auch als Berichterstatter der einen oder anderen ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivität, darf ich hier regelmässig ein paar Zeilen schreiben. Die einzelnen Berichte, auch diejenigen meiner Sportskameraden, wollen Sie jeweils in den entsprechenden Ausgaben nachlesen und auch als Bestandteil dieses Jahresberichtes betrachten.
Speziell möchte ich unserem Vorstandskamerad und Redaktor Peter Imgrüt an dieser Stelle für die umfassende Gestaltung unseres Vereinsorgans danken. Ein weiteres Dankeschön verdienen diejenigen Vereinskameraden, die auch immer wieder zur Feder greifen oder in die Tasten hauen und einen aufschlussreichen und interessanten Beitrag
leisten. – Bravo und einen herzlichen Dank!

6. Vertretung des Artillerievereins Luzern nach Aussen / Verbandstätigkeit
Am Samstag, 11. Januar 2014 nahm ich aufgrund der Einladung an der 57. Generalversammlung der Wehrsportgruppe Schwyz in ihrem Stammlokal im Kantonshauptort teil und überbrachte die besten Grüsse der Luzerner Artilleristen. Speziell durfte ich die jahrelange gute Zusammenarbeit, die Kameradschaft und die immer erfolgreichen, gemeinsamen Auftritte am Viertagemarsch in Holland erwähnen, wenn eine der beiden Marschgruppen nicht auf den vorschriftsgemässen Bestand kam.

Am Samstag, 26. April 2014 vertrat ich den Artillerieverein Luzern an der Übungsleiterkonferenz des VSAV (Verband Schweizerischer Artillerievereine) und an der 122. Delegiertenversammlung des VSAV-ASSA in Aarau. Als zentraltechnischer Leiter habe ich selbstverständlich auch Einsitz im Zentralvorstand und nehme regelmässig an den
entsprechenden Sitzungen für die Verbandsführung teil.

Am 5. / 6. September 2014 nahm ich am 70. Barbara-Schiessen organisiert vom AV Michelsamt-Beromünster in Gunzwil teil.

7. Märsche – Mehrkämpfe – Wettkämpfe – Läufe und andere Vereinshöhepunkte
7.1. Die Teilnahme am 98. Internationalen Viertagemarsch in Nijmegen
Zum 54. Mal nahm eine Marschgruppe des Artillerievereins Luzern erfolgreich an der weltweit grössten Marsch- und Walking-Veranstaltung teil. Unser Verein brillierte wieder mit 11 uniformierten Marschierern und 3 zivil laufenden Kameraden, total 14 Teilnehmer, die die Farben der Schweiz und unseres Vereins mit Stolz vertraten. Ich gehe hier nicht weiter auf diesen einmalig schönen Anlass ein und verweise auf den ausführlichen Bericht in der Oktober-Ausgabe 2014 des «Der Artillerist», verfasst von unserem Marschkameraden Renato Steffen.

7.2. Die Teilnahme an den offiziellen uniformierten Distanzmärschen
Im Jahre 2014 nahm eine Marschdelegation des Artillerievereins Luzern erfolgreich an den folgenden uniformierten Distanzmärschen teil:

9. November 2013, 55. Luzerner Distanzmarsch in Dagmersellen, 15 Teilnehmer;
7. Dezember 2013, 57. Berner Distanzmarsch in Langenthal, 1 Teilnehmer;
26. April 2014, 46. Marsch um den Zugersee, mit 12 Teilnehmer;
17./18. Mai 2014, 55. Schweizerischer Zweitagemarsch in Bern-Belp, 15 Teilnehmer;
13./14. Juni 2014, 100-km-Militärpatrouillen-Lauf / Marsch in Biel, 2 Teilnehmer;
21./22. Juni 2014,39. Klettgauer Marschtage in Waldshut-Tiengen (BRD), 2 Teilnehmer;
4./5. Okt. 2014, 53. Bündner Zweitagemarsch in Chur, 2 Teilnehmer.

7.3. Die 8 Waffenläufe
Acht Veranstaltungen zählten zur Schweizer Waffenlauf-Jahresmeisterschaft 2014. An allen diesen Waffenläufen waren Mitglieder des Artillerievereins Luzern erfolgreich über die anspruchsvollen Distanzen gelaufen. Hier halte ich jedoch die Waffenläufe fest, die in unserem Verbandsjahr stattfanden, die beiden Anlässe vom November 2014, werden ihre Erwähnung erst im nächsten Jahr finden.

Waffenlauf im Allgemeinen benötigt überdurchschnittlich viel Härte und Durchstehvermögen. Es ist eine eindrückliche Herausforderung mit unzähligen wunderschönen Erlebnissen in der freien Natur, im Wald, an Bächen entlang und über Wiesen. Hinter dem Waffenlauf steckt manchmal bestimmt auch etwas laufsportliches Abenteuer. Um erfolgreich all diese militärsportlichen Herausforderungen absolvieren zu können braucht es Beständigkeit und Treue zum Laufen im Allgemeinen und zum Waffenlauf im Speziellen. Es verlangt abwechslungsreiches und regelmässiges Lauftraining, bei
schlechtem, wie bei schönem Wetter, bei Hitze, Kälte, Regen und Schnee. – Als Waffenläufer verbergen wir nicht, dass das Laufen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung, für manch einen neben der sportlichen Herausforderung immer wieder auch eine verteidigungspolitische Meinungsäusserung ist.

3. Nov. 2013, 2. Niederbipper Waffenlauf, 21,1 km, 2 AVL-Teilnehmer;
17. Nov. 2013, 79. Frauenfelder Militärwettmarsch, Frauenfeld, 42,2 km, 0 AVL-Teilnehmer
Hier muss ich festhalten, dass es nicht Bequemlichkeit, Faulheit oder Desinteresse war, dass kein aktiver AVL-Teilnehmer diese Herausforderung auf sich nahm, sondern der Schreibende wegen grossem Verletzungspech nicht aktiv an diesem einmaligen und wunderschönen Traditionsanlass teilnehmen konnte und den spannenden und abwechslungsreichen Waffenlauf als Zuschauer mitverfolgte.
4. Mai 2014, 7. Domleschger Waffenlauf, Scharans GR, 14,2 km, 2 AVL-TeilnehmerInnen;
24. Mai 2014, 8. Lenzburger Waffenlauf, Lenzburg AG, 14,4 km, 2 AVL-Teilnehmer;
7. Juni 2014, 11. Sprint Waffenlauf Wohlen, Wohlen AG, 10,0 km, 1 AVL-Teilnehmer;
6. Juli 2014, 8. Fricktaler Waffenlauf, Kaisten AG, 16,7 km, 1 AVL-Teilnehmer;
6. Sept. 2014, 4. Murianer Waffenlauf, Muri AG, 14,8 km, 2 AVL-Teilnehmer;
18. Okt. 2014, 2. Burgdorfer Waffenlauf, Burgdorf, 15,2 km, 1 AVL-Teilnehmer

7.4. Mehrkämpfe
17./18. Oktober 2014, Regionale Artillerie Sporttage in Emmen, Zweikampf organisiert vom Artillerieverein Luzern, 2 AVL-Teilnehmer; 18. Oktober 2014, Regionale Artillerie Sporttage in Adligenswil, Mehrkampf, organisiert vom Artillerieverein
Luzern.

Dieses Jahr war turnusgemäss der Artillerieverein Luzern in der Verantwortung, die Regionalen Artilleriesporttage durchzuführen. Mit der Organisation dieser Wettkampftage erweisen sich die ehrenamtlichen Verantwortlichen des Artillerievereins Luzern zusammen mit ihren Mitgliedern und deren Angehörigen als fachkundige Funktionäre und kompetente Organisatoren und beweisen, dass der Artillerieverein mit viel Einsatz, Sachkompetenz und Übersicht in der Organisation von polysportiven Breitensportanlässen zu einem Verein mit wahrer Grösse in den Ausserdienstlichen Aktivitäten gehört. Und das ist doch gut so! – Herzlichen Glückwunsch!

7.5. Vereinswanderung
An der diesjährigen, auf zwei Tage aufgeteilten Vereinswanderung mit Start in Couvet im Val de Travers über Les Verrières auf die Alp «Les Petits Cernets» und auf dem Weg zum Lac des Taillères unweit vom schweizerischen Kälterekordort La Brévine zurück nach Couvet, nahmen 5 Vereinsmitglieder teil. Bei wunderschönem Herbstwetter mit
viel warmer Sonne und angenehmen Temperaturen war es eine geglückte Wanderung in einer für die meisten unbekannten Gegend. Auch dieser Anlass verdient es, im Jahresbericht erwähnt zu werden.

7.6. Marschübungen im Gruppenverband
• 16. März 2014, Marschübung im Oberen Fricktal, Wittnau AG, mit 10 Teilnehmern
• 30. März 2014, Marschübung auf dem Hauenstein, mit 5 Teilnehmern
• 19. April 2014, Marschübung im Raum Luzern-Littau, mit 7 Teilnehmern
• 4. Mai 2014, Marschübung im Entlebuch, in Schüpfheim LU, mit 5 Teilnehmern
• 31. Mai 2014, Marschübung 50 km durchs Emmental, Hindelbank BE, mit 4 Teilnehmern

7.7. Zivile Laufsportveranstaltungen
• 11. Oktober 2014, 40. Hallwilersee-Lauf (21,1 km) in Beinwil am See, mit 4 Teilnehmern
• 26. Oktober 2014, 8. Luzern Halbmarathon (21,1 km), mit 2 Teilnehmern

Diese beiden Laufsportanlässe haben seit einigen Jahren einen festen Bestandteil in unserem Jahresprogramm und gehören somit in den Jahresbericht.

7.8. Die 153. Generalversammlung vom 12. März 2014
Vor den 56 versammelten Vereinsmitgliedern durfte ich die Technische Kommission vertreten und über die erfolgreichen ausserdienstlichen militärsportlichen Tätigkeiten berichten und Auskunft erteilen. – Das von unserem Aktuar verfasste Protokoll gibt über die behandelten Themen und Entscheidungen Auskunft.
Unter dem Traktandum Ehrungen und Absenden durfte ich die erfolgreichen Gewinner ehren und Ihnen ihre verdiente Auszeichnung überreichen. Für alle Wertungen liegt eine Rangliste vor, die den Teilnehmern abgegeben wurde.

8. Schlusswort
Ich komme zum Schluss des Jahresberichts 2014 und spende allen verdienten Militärsportlern, Ausserdienstlichen und übrigen aktiven Vereinsmitgliedern einen riesen Applaus, ein Bravo und ein Dankeschön für den Einsatz und die hervorragenden Leistungen. Einen speziellen Dank verdienen vor allem auch unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen!
Erwähnen darf ich, dass der Artillerieverein Luzern einen dynamischen Vorstand hat, der wesentlich zur erfolgreichen Vereinskultur beiträgt. Diejenigen, die dem Vorstand, der Technischen Kommission und mir immer wieder wohlwollende und positive Rückmeldungen liefern und den Verein mit einer Spende oder anderen Beiträgen unterstützen,
denen sage ich ebenfalls herzlichen Dank!
Als Marschierer und Läufer im Tarnanzug sind wir einem harten Wettbewerb in der Vielzahl von neuzeitigen Freizeitbeschäftigungen ausgesetzt. Es liegt nun an uns, dem Zeitgeist zu trotzen und Werbung für unseren so geliebten Sport zu machen.
Wir sind in der Pflicht uns durch unser engagiertes Teilnehmen an den Anlässen und am Rekrutieren neuer junger Marschierer und Wehrsportler aktiv hervor zu tun und Kameraden aus dem persönlichen Umfeld zu umwerben. Wir müssen junge Armeeangehörigen persönlich mit dem uniformierten Sport vertraut machen, aktiv für die ausserdienstlichen Tätigkeiten werben, damit wir unseren Lieblingsport auch weiterhin erfolgreich ausüben können. Dies garantiert dem Verein eine prosperierende Zukunft und stellt dessen Fortbestand sicher. – Herzlichen Dank!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit! Es lohnt sich!» Denn auch das Jahr 2015 wird uns mit positiven Neuerungen und vielversprechenden Veränderungen erwarten, freuen wir uns!

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission