Berichte 2015

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Besuch des Ausbildungszentrums und Waffenplatzes Bure JU
mit der Artillerie-Rekrutenschule 31 am 22. Oktober 2015
Zu Beginn gebe ich einige Fakten und wichtige Informationen zu diesem Waffenplatz
wieder:

Artillerie-Rekrutenschule 31
Das Kommando der Artillerie Schulen 31 ist verantwortlich für die Ausbildung der Artilleriesoldaten während deren ganzen Rekrutenschule. Parallel dazu ist sie für den praktischen Dienst während der Kaderausbildung verantwortlich. Ausserdem organisiert sie die technischen Lehrgänge für die künftigen Batterie- und Abteilungskommandanten
sowie für die Führungsgehilfen auf Stufe Abteilung bzw. Brigade.



Leitzentrale SIMUG und SIM KIUG
In der Leitzentrale stehen Aula (250 Plätze), Arbeitsräume für Bat Stab und modernste Leitzentralen für SIMUG / SIM KIUG zur Verfügung. Somit ist dies ein Herzstück der neuen Anlage SIMUG, welche der Truppe ab Mitte 2009 zur Verfügung steht.

Ausrüstungshalle 14
In der Ausrüstungshalle wird die Truppe mit dem neuen LASSIM PAB (Persönliche Ausrüstung und Bewaffnung) ausgerüstet. Der Ausrüstungsprozess ist so angelegt, dass 600 AdA (Angehörige der Armee) innert 6 Stunden vollständig ausgerüstet werden können. Das logistische Herzstück der Ausrüstungshalle ist das Hochregallager mit einer Höhe von 18 m und einer Länge von 30 m. Das Lager bietet für 1500 Europalette Platz

Ein mit Hochnebel bedeckter Himmel gab Bure im Kanton Jura, nahe an der Französischen Grenze, die für eine herbstliche Manöverübung schon fast obligate Stimmung. Auf jeden Fall war die Atmosphäre so wie manch einer der Besucher sie aus seinen früheren RS- oder WK-Zeiten der Armee 61 in den siebzigern und achtzigern Jahren
des vergangenen Jahrhunderts selber miterlebt hatte. Diese sowohl theoretisch als auch in praktischer Vorführung gezeigte Übung, lockte 9 Interessierte der SVMLT Sektion Bern (Schweizerischer Verband Mechanisierter und Leichter Truppen) und 11 Mitglieder aus der Artilleriefamilie aus Luzern an den befohlenen Einrückungsort, die Kaserne in Bure, an – Total 20 TeilnehmerInnen! Unser Vorstandsmitglied, Frau Oberst Sabin Weyermann war die Verbindungsperson zum ortsansässigen Kommando, dieses Waffenplatzes, Initiatorin und Wegbereiterin dieses Besuches. Der Waffenplatz-Kommandant, Oberst i Gst Philipp Brulhardt hiess uns am Morgen willkommen, begrüsste die BesucherInnen aus den beiden ausserdienstlichen Verbänden und stellte den Kdt Artillerie-Rekrutenschule 31 Oberst i Gst Serge Pignat und seine engsten Mitarbeiter für den heutigen Tag vor.

Technologisch hoch stehende und elektronisch gesteuerte Gefechtsausbildung
In einer ersten Etappe, zeigten der Waffenplatz-Kdt und seine Mitarbeiter uns Besuchern die hochtechnisierte und äusserst komplexe Ausbildungsinfrastruktur um eine Übung von der Übungsleitung realitätsnah vorzubereiten, durchzuführen, zu steuern und zu überwachen. Es wurde uns die technische Unterstützung für die heute möglichen
Gefechtsfelder aufgezeigt. Der moderne Soldat auf dem Gefechtsfeld, seine Fahrzeuge und Waffen sind heute so ausgerüstet, dass allfällige gegnerische Treffer, Verletzungen, Verwundungen oder Totalausfälle sofort elektronsich erfasst und angezeigt werden. Entsprechend müssen dann die Führungskräfte handeln, neue Massnahmen ergreifen
und die Befehl entsprechend der veränderten Lage anpassen! Damit dies alles funktioniert, sind dauernd zivile Mitarbeiter der Firma RUAG, dem Schweizerischen Technologiekonzern mit Kompetenzen zu Land, in der Luft und im Weltraum vor Ort, die die elektronisch gesteuerten Geräte überwachen und allfällige Pannen beheben. RUAG ist heute die strategische Technologiepartnerin der Schweizer Armee. Wir hatten einen kurzen Einblick in die äusserst komplexe und moderne Ausbildung zur Gefechtsführung. Neben dem Theoriesaal war auch der Gang nach draussen angesagt. Wir verfolgten
eine Häuserkampfübung, respektive dank den elektronisch und technologisch komplett vernetzten und verlinkten Infrastruktur, wurde uns die Wirkung des Einsatzes von Waffen am Menschen in einem Häuserkampf vor Augen geführt. Inzwischen war es Mittagszeit und wir gingen zum kulinarischen Teil über. Gemeinsam mit den Waffenplatz-Verantwortlichen nahmen wir Besucher das Mittagessen in Form eines leckeren Käsefondues, begleitet mit einem guten Schluck der Königsrebsorte Chasselas und grosszügigen Kirschrationen und einem feinen Dessert ein.

Versorgungsübung wie Auftanken der Panzerhaubitze
Der Nachmittag galt dem Ausrücken in Feld und Wald! Mit den Dienstfahrzeugen wurden wir auf den äusserst weitläufigen Truppenübungsplatz geführt. Zuerst nahmen wir an einer Übung «Auftanken der Panzerhaubitzen» unter Wahrung der heutigen Sicherheits- und Umweltvorschriften teil. Ebenfalls wurde die taktische Sicherung und Abwehrbereitschaft dieser Versorgungsübung mit den ihr zugeteilten Mitteln hervorragend demonstriert. Dies erfolgte in möglichst gedeckter Entfernung vom Kampfgeschehen und die sofortig erstellte Einsatzbereitschaft der jeweiligen gepanzerten Fahrzeuge wurde demonstriert.







Blick in den Gefechtstand des Abteilungs-Kdt und das Rollen der Haubitzen
In einem bestens getarnten Gefechtstand, durften wir die Gefechtsvorbereitungen des Abteilungskommandanten mit Teilen seines Stabes mit verfolgen. Selbstverständlich auch hier alles elektronisch, kein Zeichnen der verschiedenen Planungsunterlagen mit Schreibzeug und Filzstiften. Damit genügend Strom zur Verfügung stand, waren im Wald gut versteckt Stromaggregate in Betrieb. – Hier begegneten wir auch dem Kommandanten Panzer / Artillerie Br René Wellinger, der auf Truppenbesuch bei der Artillerie-Rekrutenschule 31 und einer Inspektionsreise auf dem Waffenplatz war. – Danach wohnten wir der Übung mit den Panzerhaubitzen M-109 KAWEST (kampfwertgesteigert) bei. Die Befehlsausgabe, das Aufstarten der Motoren, das Anfahren der Haubitzen und das beschleunigte Fortbewegen dieser gepanzerten Artilleriefahrzeuge in ihre Stellungen konnten wir unter kundiger Führung beobachten.






Als letzten Übungsteil, wohnten wir der Bergung eines defekten Panzers mit dem speziell dafür vorgesehenen Entpannungspanzer bei. Auch hier kann sich der Laie die Komplexität und das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte kaum vorstellen, wenn er es nicht unter kundiger Führung vor Augen geführt erhält. Dieser Bergepanzer «Büffel» ist wie
eine fahrende Werkstatt und hat die Aufgabe, die Fahrzeuge der Panzerformationen zu entpannen und abzuschleppen.





Manch einem schlug das Blut in die Glieder oder es lief ihnen kalt den Rücken hinunter wenn eine Panzerbatterie in Stellung fuhr und nach der Feuerfreigabe aus vollen Rohren schoss und die feindlichen Angriffe bis zum letzten Atemzug vernichtet wurden. Beobachten konnte ich auch, dass der eine oder andere der Altgedienten, in die innere Achtungsstellung verfiel und mit grossem Stolz die technologisch bestens ausgerüstete Schweizer Armee bei ihren Übungen mit der gewaltigen Feuerkraft bestaunte.

Urs Vogel, AV Luzern Chef Technische Kommission


83. Historisches Murten-Schiessen vom So, 21. Juni 2015
Zum 83. Mal führte der «Verband Historisches Murtenschiessen» diesen originellen und traditionellen Schiessanlass durch. Der Vorstand des Artillerievereins verband diese Gelegenheit mit dem jährlichen Vorstandausflug und eine Delegation nahm an diesem Traditionsanlass teil. Somit wurde der Ausflug nach Murten für einige teilnehmende Vorstandsmitglieder, neben dem gesellschaftlich-kulinarischen Teil, auch ein schiesssportlicher und ausserdienstlicher Wehrsportwettkampf. Die vier TeilnehmerInnen haben damit ihre Vielseitigkeit unterstrichen. Denn von den Vieren beweisen deren drei ihre Treffsicherheit nicht nur im Schiessen mit einem Ordonnanz-Sturmgewehr, sondern sie sind auch regelmässige Teilnehmer in der Marschszene und erfahrene Vierdaagse-Marschierer.



Dieses historische Schiessen ist die Gedenkfeier an die Schlacht bei Murten vom 22. Juni 1476 zwischen den Truppen der Eidgenossenschaft und denjenigen des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen im Rahmen der Burgunderkriege. Wer kennt nicht die bekannte Aussage: «Bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut und bei Nancy das Blut!»
Unser Wettkampftag begann mit der Gruppenauslosung und dem Fassen der Munition um 06.45 – 07.30 Uhr. Zu dem Zeitpunkt regnete es und das Schiessgelände wurde somit stark durchnässt. Um 07.45 war auf dem Schulhausplatz beim Berntor die Besammlung der Schützen und der geladenen Gäste aus Politik und Militär. – Als alle korrekt ausgerüstet und stramm bereitstanden, kommandierte der Kommandant und OK-Präsident punkt 08.00 Uhr den Abmarsch zum Schiessplatz. Der Umzug erfolgte durch die wunderschöne Altstadt von Murten angeführt von der Stadtmusik Murten, gefolgt von den historischen Paradeuniformen, den Fahnendelegationen, den Ehrengästen und dem grossen Feld der 1‘360 Schützen. Nach ungefähr einer halben Stunde traf der Umzug auf dem Festgelände in einer Waldlichtung an einem steil abfallenden Hang südwestlich von Murten ein.



Die eigentliche Gedenkfeier und damit der Festakt begannen um 08.45 Uhr mit Ansprachen und Grussbotschaften verschiedener kantonaler und kommunaler politischer Würdenträger, Schiessfunktionären und Vertretern der Armee. Ein Armeeseelsorger sorgte für ein gebührendes Gedenken und die Stadtmusik Murten umrahmte die Feierlichkeiten mit dem Spielen verschiedenster traditioneller Musikstücke. Zum Schluss wurde selbstverständlich die Nationalhymne gespielt und gesungen!



Das eigentliche Murten-Schiessen begann dann um 10.00 Uhr und zu diesem Zeitpunkt hatte es aufgehört zu regnen und sogar die Sonne schaffte den Durchbruch. Es wird feldmässig auf einer Anhöhe hinunter in ein kleines Tal geschossen. Wir Schützen lagen bergabwärts auf alten durchnässten EMD-Jutesäcken aus den 50er Jahren und darunter die frisch gemähte Wiese, die durch den Regen bereits stark aufgeweicht war. Es waren 130 Verbandssektionen und 6 Gastgruppen qualifiziert, was 136 Gruppen zu 10 Schützen, also total 1‘360 Schiessende ergab. Die zugelassenen Waffen sind die Ordonnanzwaffen gemäss VBS, vor allem die Sturmgewehre 90 und 57. Vereinzelt sah man auch den einen oder anderen Karabiner! – Die Schützen einer Serie schossen auf Kommando 12 Schüsse in 4 Minuten auf eine Distanz von 200 m und auf ein alljährlich neu kreiertes Scheibenbild. Diese Scheiben werden von Hand aufgestellt und abgeräumt und nach dem Rangverlesen den Gruppen ausgehändigt. Also keine elektronische Anzeige der Resultate und somit auch keine Korrekturmöglichkeiten.

   

Wie der knallrote Lippenstift das Schiessergebnis bestimmte!
Das Murten-Schiessen ist ein Gruppenwettkampf und nur Gruppen von 10 Schützen und Schützinnen werden gewertet und entsprechend in die Rangliste aufgenommen, also keine Einzelauswertungen!
Wir Luzerner-Artilleristen verstärkten eine örtliche Schützengesellschaft und trugen wesentlich zu ihrem positiven Ergebnis bei. Es schossen immer zwei Schützen auf eine Scheibe, respektive die Gruppe zu 10 Schützen nebeneinanderliegend auf die ihr zugeteilten 5 Scheiben. Somit ergaben sich, vorausgesetzt beide trafen, 24 Einschüsse auf einer Scheibe.

Trotzdem möchte der einzelne Schütze sein eigenes Ergebnis gerne kennen, um sich mit seinen Gruppenkollegen zu messen und zu vergleichen. So kamen erfahrene und einfallsreiche Teilnehmer zu folgendem Unterscheidungsmerkmal. Entweder schiessen zwei Schützen zusammen, wo der eine ein Stgw 57 oder Karabiner (mit GP 11) und der andere ein Stgw 90 (mit GwPat 90) besitzen, dann unterscheiden sich die Treffer aufgrund der unterschiedlichen Grösse der Einschusslöcher. Da jedoch heute die Meisten mit dem Stgw 90 schiessen und damit zwei gleiche Kaliber zusammentreffen, wie werden nun die Ergebnisse und Treffer dieser beiden Schützen voneinander unterschieden und ausgewertet? Der eine Schütze markiert seine Patronen vor dem Laden mit einem knallroten Lippenstift und hinterlässt damit im Einschussloch eine Lippenstiftspur und die Treffer können klar zugeordnet werden.

Das Murten-Schiessen war gegen 12.30 Uhr beendet und wir kehrten zurück in die Stadt um zum kulinarischen Teil zu wechseln. Um 16.00 Uhr war die Rangverkündigung und die Übergabe des Murtenfähnleins an die Sieger-Mannschaft, die Feldschützen aus Ulmiz FR und die Auszeichnungen an die 10 besten Gruppen.
Allen Gruppen wurden die Scheiben als Erinnerung ausgehändigt. Daraus waren die Resultate unserer vier Schützen auszumachen. Das mögliche Punktemaximum war 36 Punkte; unsere Schützen und die Schützin erzielten folgende Ergebnisse: – Renato Steffen 29, Adrian Achermann 21, Urs Vogel 19 und Sabin Weyermann 11 Punkte. – Herzlichen Glückwunsch und wir spenden ihnen einen grossen Applaus!

Als aktiver Teilnehmer und aufmerksamer Beobachter dieser historischen Gedenkfeier und abwechslungsreichen Schiessherausforderung fiel mir auch der eine oder andere Ehrengast auf. Fast selbstverständlich hatte ich die Gelegenheit gepackt und den folgenden Gästen in wenigen Worten die Kurzbotschaft über die Ausserdienstlichen Tätigkeiten und den Artillerieverein Luzern mit seinen vielseitigen Aktivitäten vorgestellt und sie gebeten, in ihren Kompetenz- und Wirkungsbereichen das Ausserdienstliche grosszügig zu fördern und zu unterstützen!
Es waren dies der ehemalige Bundesratskandidat und Freiburger SVP-Nationalrat Jean-François Rîme, ihm übermittelte ich die Botschaft in seiner Muttersprache französisch und Br Melchior Stoller; etwas später auch noch dem OK-Präsidenten Heinz Thalmann. Und somit wird auch dieser einmalige ausserdienstliche Anlass mit grosser Tradition als gelungener und erfolgreicher sonntäglicher Wehrsporteinsatz in unsere Vereinsgeschichte eingehen! Allen Beteiligten herzlichen Glückwunsch und ein grosses Dankeschön!


Urs Vogel – Chef Tech Kommission und Teilnehmer




Vereinsausflug vom 13. September 2015
Der diesjährige Vereinsausflug, wiederum organisiert durch den Ausschuss der Alten Garde, führte uns an den Sempachersee zur Schweizerischen Vogelwarte. Diese kann mit einem neu eröffneten Museum aufwarten. Ausgerüstet mit einem Ring, mit dem die Vogelwarte neuerdings auch die Besucher markiert, starteten wir in einem riesigen Ei den Rundgang durch das Museum. Mit diesem Ring lassen sich die verschiedenen Posten des mit modernster Technik ausgerüsteten Museums aktivieren. Auf diese geradezu spielerische Art konnten wir viel Interessantes und auch Spannendes über unsere Vogelwelt erfahren. Abgerundet wurde der Besuch in der Vogelwarte durch einen phantastischen Film, der auf einer Kinoleinwand gezeigt wurde.



Nach einem kurzen Spaziergang am Seeufer genossen wir die an Ort und Stelle grillierten Würste. Bei zunehmend sonnigerem Wetter kam beim Essen und dem nachfolgenden Kaffee auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Anschliessend an das Mittagessen erfolgte ein Ausbildungsblock durch den Militär-Sanitäter-Verein Emmenbrücke. Zwei Kameraden und eine Kameradin zeigten uns den letzten Stand bei den lebensrettenden Sofortmassnahmen. Die Herzmassage kombiniert mit Beatmung, jeweils mit und ohne Unterstützung durch einen externen Defibrillator, wurde ausführlich gezeigt und instruiert. Anschliessend hatten wir die Gelegenheit, die Herzmassage selbst an den mitgebrachten Phantoms zu üben und Fragen zu stellen, von denen keine unbeantwortet blieb. Wir danken Franz Erni und allen Helferninnen und Hefern herzlich für den gelungenen und bestens organisierten Vereinsausflug.

 
 


Text: Peter Imgrüt, Fotos: Fredy Fuchs und Peter Imgrüt


99. Internationaler Viertagemarsch Nijmegen
vom 21. – 24. Juli 2015
 



Einleitung – Statistiken – Zahlen
Wenn einem die ehrenvolle Aufgabe zufällt, den Bericht über die Teilnahme der Marschdelegation des Artillerievereins Luzern am diesjährigen Viertagemarsch im niederländischen Nijmegen zu verfassen, so ist dies auch für mich nach wie vor eine Herausforderung. Das Schöne an der Gestaltung dieses Erlebnisberichtes ist, dass es eigentlich nur Erfolgreiches und Positives zu erzählen gibt. Den im Jahre 2015 wurde dieses so berühmte und einmalige Marschereignis zum 99. Mal durchgeführt und für mich war es die 25. Nijmegen- Reise, jedoch wegen Abbruch im Jahre 2006, mein 24. erfolgreich absolvierter Viertagemarsch!
 
Zur Entstehung und Geschichte des Viertagemarsches werde ich dieses Jahr nicht näher eintreten. Einen Blick ins Geschichtsbuch drängt sich meines Erachtens im Vorfeld der 100. Durchführung im Jahre 2016 auf. Ich bin bereits daran mir Unterlagen zu beschaffen, diese zu sichten und bei Gelegenheit ins Deutsche zu übersetzen. In einer der nächsten Ausgaben des «Der Artillerist» oder auch als Vorschau auf das bevorste hende Jubiläumsereignis werde ich bestimmt einen Beitrag leisten, vorausgesetzt die Redaktion willigt ein und stellt mir die dafür benötigte Anzahl Seiten zur Verfügung.– Nur so viel bereits heute: Wie Vieles in der weltweiten Sportbewegung, war es die Armee, die diesen Marsch im Jahr 1909 ins Leben rief und die erste Durchführung mit 306 uniformierten Teilnehmern durchführte. Bestimmt dachte damals noch kaum jemand, dass 106 Jahre danach eine so grosse Völkerwanderung, mit um die 42’000
Marschierenden und Walkern durch die Gegend rund um Nijmegen in fröhlichem Marschschritt, stattfinden wird. – Seit 1959 verbringen uniformierte Schweizerinnen und Schweizer alljährlich eine Woche im Gelderland an der Waal um an der grössten Wanderveranstaltung der Welt aktiv mitzumachen. Damit sind wir eine der ganz wenigen Nationen, die einen solch grossartigen Leistungsausweis und eine marschsportliche Kontinuität vorzeigen können.

Die Hansestadt Nijmegen bezeichnet sich als die älteste Stadt der Niederlande und gehört zur Region Gelderland. Die Stadt liegt an der Waal, der Fortsetzung der Hauptader des Rheins und südöstlich vom Maas-Waal-Kanal. Sämtliche Schiffe auf dem Weg Rotterdam – Basel fahren hier vorbei. Nijmegen ist ostwärts ca. 15 Autominuten von der deutschen Grenze entfernt. Die historische Stadt mit ihren 160‘000 Einwohnern liegt ca. 20 Kilometer südlich von Arnhem (Arnheim). Das Gelderland mit Nijmegen und Arnhem hatte am Ende des Zeiten Weltkriegs, im Herbst 1944 eine grosse strategische
Bedeutung. Zahlreiche Flussübergänge, man denke an den Film «Die Brücke von Arnheim», musste von den alliierten Truppen in äusserst verlustreichen Kämpfen von der deutschen Wehrmacht befreit werden, um weiter ins Reich vorstossen zu können. Zahlreiche Denkmäler und Soldatenfriedhöfe erinnern uns an diese tragischen und verlustreichen Ereignisse, die dann am 8. Mai 1945 zum Ende des 2. Weltkriegs führten. – Heute ist Nijmegen bekannt für seine weltbekannte und grosse Universität mit gegen 20‘000 Studierenden in 125 Studiengängen. Sie gilt als die Ausbildungs- und Kaderschmiede und intellektuelle Hochburg des Königreichs.

Einige Zahlen gleich zu Beginn zum diesjährigen Vierdaagse. Damit kann ich mich selbstverständlich von all meinen Berichten früherer Jahre dahingehend unterscheiden und abheben, da sich diese von Jahr zu Jahr verändern. Besteht doch sonst die Gefahr sich zu wiederholen. Denn der so berühmt Viertagemarsch Nijmegen findet wie wir wissen immer am gleichen Ort, zur gleichen Zeit, Beginn ist immer der 3. Dienstag im Monat Juli und auf den gleichen Strecken, durch die gleichen Ortschaften und Städte statt. Jedoch halte ich erfreulich fest, dass es auch dieses Jahr, an der 99. Austragung Neuerungen gab. Und da meine ich im besten Willen nicht, dass endlich das Duschwasser in den entsprechenden Anlagen etwas angenehmer und nicht mehr so heiss eingestellt war oder das Schweizer-Camp mit einer neugestalteten Festwirtschaft einmal mehr ihre Willkommenskultur für ihre viel gelobte, äusserst beliebte und der Kultur des guten Bier-, Wein- und Kaffeegenusses aufs Erfreulichste pflegte! – Zur Neuerung werde ich nach der Berichterstattung des ersten Marschtages kommen, sie müssen sich noch etwas gedulden und dürfen vorerst einmal weiterlesen!

Nun hier die versprochenen Statistiken und Zahlen: 99. Austragung des 4-Daagse in Nijmegen; 57. Teilnahme der Schweizer Armee; 55. Teilnahme der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern; 50. Teilnahme unseres Mitgliedes, Oberst Hansruedi Weber, Beromünster.
Die offiziellen Zahlen des Veranstalters
Angemeldete
Registrierte Teilnehmer bis Montagabend
Gestartet am Dienstagmorgen
1. Tag ausgefallen
2. Tag ausgefallen
3. Tag ausgefallen
4. Tag ausgefallen
Erfolgreich beendet
46000
42684
697
894
795
206
40092
 
Für Aussenstehende, Neuinteressenten und solche die das 4-Daagse-Ereignis noch zu wenig oder gar nicht kennen, hier kurz zusammengefasst, um was es denn an diesem so viel beschriebenen und berühmten Sportanlass auch geht. Um den Marsch zu erfüllen und die einmalige Auszeichnung zu erhalten sind vier Tagesetappen in der Länge von 30, 40 oder 50 km in Abhängigkeit von Alter und Status (zivil oder militärisch) ohne Zeitvorgabe auf den vorgegebenen Strecken zu absolvieren. Die Regellänge liegt für Männer von 19 – 49 Jahren bei 50 km (Militär 40 km mit 10 kg Gepäck) und für Männer von 50 – 59 und Frauen von 16 – 59 Jahren bei 40 km pro Tag; für JuniorInnen (von 12 bis 15 Jahren) und SeniorInnen (ab 60 Jahren) gelten kürzere Tagesetappen von 30 Kilometern. Die Zeitbegrenzungen für die Streckenabschnitte sind auf 12 Stunden für 50-km, 10 h für 40-km, sowie 8 Stunden für die 30- km-Marschierer unterschiedlich festgelegt. Dass unsere Marschierer diese Zeitlimite bei weitem nicht ausschöpfen mussten, ist schon seit Jahren bekannt. Alle Etappen beginnen und enden an den bekannten Ausgangspunkten, auf dem Platz «De Wedren» in der Innenstadt von Nijmegen für die zivil Marschierenden und im »Camp Heumensoord» für die uniformierten MarschteilnehmerInnen. Die Strecken verlaufen rund um Nijmegen und eine Vielzahl von Zuschauern verfolgt dieses Spektakel von den Hausdächern und den Strassenrändern aus. Parallel zum Vierdaagse findet im Zentrum der Stadt ein grosses Volksfest statt.

Der 99. Vierdaagse:
Nichts ist so gut, dass es nicht auch noch besser werden könnte!

Wie wird wohl der diesjährige Viertagemarsch in die Geschichte eingehen? Wird er bei den Teilnehmern gross haften bleiben? Dies ist bestimmt sehr individuell. Für jemanden der das erste oder zweite Mal daran teilgenommen hat, wird der 99. bestimmt anders zurückbleiben, als bei jemandem der bereits 15, 25 oder 50 Vierdaagse geschafft hat. Aus Sicht unserer Marschgruppe ändert sich in all den Jahren fast immer wieder die Gruppenzusammensetzung. Wenn es in den vergangenen Jahren nicht immer einfach war die vorgeschriebene Gruppengrösse zusammen zu bringen, dieses Jahr ist es unserem Marschleiter gelungen mit elf MarschiererInnen und einem Betreuer in Nijmegen einzurücken. Es war ein dermassen heterogen zusammengewürfelter und dynamischer Haufen wie wir ihn nicht jedes Jahr erlebt hatten. Jedoch hatte ich als Schreibender dieses Aufsatzes schlussendlich ein gutes Gefühl und mehr oder weniger die Gewissheit, dass der diesjährige Vierdaagse ein Erfolg werden wird. Denn mit unserem vom Gruppenchef, Four Yves-Marc Häfliger zusammengestellten Vorbereitungsprogramm, den Marschübungen im Gruppenverband und den erfolgreich absolvierten uniformierten Distanzmärschen waren wir schon fast zum erfolgreichen Gelingen verdammt. Oder es war einmal mehr der Fluch und das Gelingen der Tüchtigen! Wobei auch hier gilt:

Nichts ist so gut, dass es nicht auch noch besser werden könnte! Denn der eine oder andere darf oder sollte in Bezug auf Trainingsfleissigkeit und Marschübungsanwesenheit durchaus noch zulegen!

Anreise – Auftakt
Zum zweiten Mal, nach 2014, reisten wir am Samstag, 18. Juli zusammen mit anderen Marschgruppen in zwei Reisebussen von Othmarsingen über Basel direkt an die südliche Peripherie von Nijmegen, ins Camp Heumensoord und damit in eines der wohl berühmtesten Zeltlager der Welt. Nach der Begrüssung und dem Einrichten ist am Anreisetag das gemeinsame Nachtessen bereits Tradition. Im Restaurant Romana bei «Anna» steigen wir schon seit Jahren ab! Der Samstagabend diente den Jungen und Neuen vor allem das Nachtleben von Nijmegen mit ihren Besonderheiten aufzustöbern und zu entdecken und den Altgedienten bestehende Kontakte aus früheren Jahren zu pflegen oder ganz einfach auch wieder Neues aufzureissen, denn auch hier bleibt die Welt nicht stehen und es ist wie bei uns, Jahr für Jahr gibt es guten Nachwuchs. Und auch hier gilt: Nichts ist so gut, dass es nicht auch noch besser werden könnte!

Der Sonntag und der Montag dienen den letzten Vorbereitungen. Einige machen Ausflüge bis nach Amsterdam, Rotterdam oder gehen auf andere Entdeckungsreisen. Wieder andere benützten die Gelegenheit für eine Stadtbesichtigung mit Einkaufsbummel, oder ganz einfach auch nur um die Stimmung in der Stadt zu geniessen. – Traditionell fand am Sonntagabend der gemeinsame Empfang der verschiedenen militärischen und politischen
Delegationen und Gäste durch Deutschland und die Schweiz statt. Dies ist immer ein gelungenes Stelldichein in einer Art Schweiz-Deutschen «Freundschaftsverein»!

Stelldichein der Genusskultur und des «leckeren Zimis»
Seit einigen Jahren ist es bereits zur Tradition geworden, dass in unserer Unterkunft, speziell im Schlaflager der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern jeweils ein Stelldichein der Genusskultur und des guten und schmackhaften Wein- und Brotzeitgenusses oder eben des «leckeren Zimis» gefrönt wird und immer auch Gäste mit dabei sind. Unser Betreuer Daniel und unser Gruppenchef Yves kristallisieren sich als wahre Gastronomen im Bereitstellen, Zuschneiden, Anrichten und Ausschenken der verschiedenen Köstlichkeiten heraus. Für dieses Jahre durfte ich als Chef Technische Kommission des AVL an einem Abend folgende Gäste begrüssen: Oberst Rita Eymann, mehrjährige Kommandantin des Schweizer Marschbataillons mit ihrem Ehemann und Altdivisionär. Divisionär a. D. Eymann hatte den Vierdaagse 1966 selber einmal als Zivilmarschierer erfolgreich absolviert. Selbstverständlich auch unseren Delegationschef Oberst Edgar Gwerder und sein Stellvertreter und LSO Oberstlt Romeo Premerlani, beide Marschkameraden unseres Vereins waren mit von der Partie.

     

An einem weiteren Abend waren der HSO Div Hans-Peter Kellerhals und der Chef SAT Oberst i Gst Pius Segmüller bei uns zu Gast. Div Kellerhals war als HSO und Vertreter der Armee / des Heeres die ganze Woche auf Besuch beim Schweizer Marschbataillon. Oberst i Gst Segmüller absolvierte den diesjährigen Vierdaagse erfolgreich als Einzelmarschierer, wie übrigens auch unser Vereinsmitglied und LSO Oberstlt Romeo Premerlani, der den
Vierdaagse zum 6. Mal erfolgreich absolvierte. Das Wetter war die ganze Woche und vor allem während den Marschtagen, wo kein Tropfen Regen viel, hervorragend. Zu heiss war es auch nicht, respektive ab 13 bzw. 14 Uhr, wenn die Wärme wirklich eintraf, waren wir zurück. Trotzdem dass die Sonne teilweise bis unter die Schädeldecke
schien und der Schweiss selbst bei Bewegungslosigkeit in den Ruhepausen ins Gesicht rann. Es herrschten hervorragende Wanderbedingungen.

1. Marschtag:
Tagwache war am Dienstag, 21. Juli um 04.15 Uhr in der Früh und der Startschuss in unserem Camp Heumensoord viel für uns um 05.40 Uhr. Kurz vor dem Aufruf «Switzerland ready» schwangen wir unsere mit 10 Kilogramm Gepäck beladenen Kampfrucksäcke auf die Rücken und folgten dem Befehl, vorwärts Marsch! Die Marschstrecke führte uns durch die Stadt Nijmegen über Lent nach Bemmel. Zu Bemmel kann ich berichten, dass dieses Jahr die «52. Schweizer Woche» stattfand. Das Schweizer Musikkorps, das hier tradtionsgemäss einquartiert ist, bestand aus der Musikgesellschaft Niedergösgen (SO) unter der Leitung von Christoph Oeschger und dem Tambourenverein Erlinsbach (AG + SO) unter Reto Käser. Sie umrahmten den Durchmarsch der über 42‘000 Marschierenden mit rassiger Marschmusik. – Die Fortsetzung führte uns anschliessend nach Elst, wo wir nach über drei Stunden unseren ersten Marschhalt einschalteten und uns verpflegten. Anschliessend führte uns die Wanderung über Valburg auf dem Waal-Damm entlang wieder über die eindrucksvolle alte Waal-Brücke zurück in die Stadt Nijmegen und in unser Militärlager im südlich gelegenen Wald und Naturschutzgebiet Heumensoord. Am ersten Marschtag ging es uns Marschierer noch relativ gut, wobei der eine oder andere bereits erste Bekanntschaften mit weniger wohltuenden Veränderungen an Füssen und Beinen machen musste. Unsere beiden Oberkrankenpfleger in der Gruppe, Marschierer Marco Grassi und unser Betreuer Daniel Winter hatten bereits nach dem ersten Marschtag genügend zu tun, um die doch zahlreichen Blasen fachgerecht zu verarzten. – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 43,9 km angegeben und wir benötigten eine effektive Marschzeit von 7 Stunden und 30 Minuten!




Neuerung – ein Abendspaziergang
Dieses Jahr wurde uns Marschteilnehmern eine Neuerung angeboten. Sowohl am Abend des ersten Marschtages, dem Dienstag, als auch am Zweiten, dem Mittwoch wurde für Freiwillige eine Abendwanderung vorbereitet, als wären wir mit den ersten 44 Kilometern des ersten und der 38 Km des zweiten Tages nicht schon genug marschiert. Neugierig wie ich war und als leistungsstarker Marschierer nahm ich diese Herausforderung an und meldete mich zusammen mit einem Kameraden aus unserer Marschgruppe zur Teilnahme an der auf ca. 4 Kilometer angekündigten lockeren Abendwanderung an. Was wird uns wohl erwarten und warum wurde uns dieses Angebot gemacht? Wir fanden uns pünktlich am befohlenen Standort, dem Square, dem Meldeplatz des Camp Heumensoord ein. Schätzungsweise um die 50 britische, vier niederländische und zwei Schweizer Armeeangehörige fanden sich ein. Mit Kleinbussen wurden wir ans Südufer der neu erstellten über einen kilometerlangen Auto- und Fussgänger- Hängebrücke nordwestlich von Nijmegen transportiert. Als Organisatoren dieses Abendausmarsches zeichneten sich die Briten verantwortlich. Deren Wanderleitung liess für jeden Teilnehmer eine weisse Kunststoffblume verteilen, die wir selbstverständlich unter unserem Namensschild an die TAZ-Jacke steckten. Immer noch war mir nicht klar, was dies den soll? Denn uns wurde es als lockere Abend- oder Sonnenuntergangswanderung angekündigt. Ich habe den leisen Verdacht, dass irgendjemand ein Übersetzungsfehler, eine Fehlinterpretation oder die Zielsetzung falsch verstanden hatte. Egal wir beiden einzigen Schweizer kamen uns etwas gar verlassen vor und glaubten dem falschen Aufgebot gefolgt zu sein. Wir unterwarfen uns jedoch loyal dem britischen Kommando und ordneten uns in die befohlene Zweierkolonne ein. Zuerst selbstverständlich die rund 50 Briten, dann wir zwei Schweizer und hinter uns die vier Niederländer. Wobei wir beide uns zu Beginn mitten unter den Briten befanden und auch dort einstanden, dann freundlich aber entschlossen aus dem britischen Verband hinaus, nach hinten beordert wurden und uns dann vor die vier Niederländer einordneten. Dahinter machten noch etwa drei Dutzend, mehrheitlich ältere Zivilisten vom Abendwanderangebot Gebrauch. In Zweierkolonne und stillschweigend marschierten wir über die Brücke ans andere Ufer, ca. 300 m der Wasserlaufrichtung entgegen zum bekannten Fallschirmspringer-Denkmal mit den zwei aufgestellten Granitsteinen, an dem wir um die Mittagszeit bei brühtender Hitze bereits im Gruppenverband vorbeimarschiert waren. Langsam wurde mir klar, dass es sich hier um eine kleine, bescheidene und mit einem Trompeter in Galauniform umrahmte Gedenkfeier und Neueinweihung des Denkmals handelte. Wegen baulichen Massnahmen, veränderter Strassenführung und der im Bau befindlichen neuen Ruderanlage nördlich und parallel zum Fluss Waal, wurde das bisherige Denkmal, bestehend aus zwei aufgestellten Granitsteinen neu angelegt. Vor den Granitsteinen wurde der Boden asphaltiert, ein grosser Marmorblock, sauber zugeschnitten, geschliffen und mit zahlreichen aufgesetzten Namen aufgestellt. Mit der Neugestaltung des Platzes und der Grünbepflanzung wurde an die Gefallenen, vor allem Fallschirmspringer und die weiteren grossen Verluste der Luftlandeoperationen im Herbst 1944 gedacht. – Auf dem gleichen Weg wanderten wir anschliessend zurück, bestiegen die Busse und fuhren zurück ins Camp. Was an der Abendwanderung des
Mittwochs geboten wurde, entzieht sich meinen Kenntnissen. Da bei mir der Mittwoch traditionsgemäss für den Konzertbesuch in Bemmel reserviert ist.

2. Marschtag:
Am Mittwoch, 22. Juli war die Tagwache um 03’45 Uhr und der Abmarsch im Camp Heumensoord war für uns um 04’50 Uhr angelegt. Die Marschstrecke führte uns durch Wijchen und den Vorort Beuningen, über die Schleuse Weurt des Maas-Waal-Kanals eingangs Nijmegen ins Hafenquartier und anschliessend durchs Zentrum von Nijmegen zurück an unseren gewohnten Start- und Zielort. – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 37,6 km angegeben und wir benötigten eine effektive Marschzeit von 6 Stunden und 55 Minuten! Trotz der deutlich kürzeren Strecke des zweiten Marschtages, wurde der eine oder andere bereits von einer gewissen Müdigkeit und einige mit Beschwerden an den Füssen und Beinen eingeholt oder bemerkten andere sonst unübliche Vorkommnisse an ihrem Fortbewegungsapparat. Unseren beiden Verarztern und Wundenpflegern ging auf jeden Fall die Arbeit nicht aus und sie mussten die eine oder andere Überstunde einlegen und dies zum Wohle unserer Marschierer. Am Abend des zweiten Marschtages war für uns uniformierte Vierdaagse-Wanderer der Besuch des Gala- Konzertes der Musikgesellschaft Niedergösgen in Bemmel einmal mehr Ehrensache!





3. Marschtag:
Am Donnerstag, 23. Juli war die Tagwache um 03’15 Uhr mit dem Abmarsch um 04’45 Uhr. Die Strecke führte uns über Malden, Molenhoek, Mook, dem Maas-Waal-Kanal entlang in die gebirgigste Gegend von Holland, nach Groesbeek. Der dritte Marschtag ist zweifellos der härteste Streckenteil. Erstens mussten wir uns wie alle Jahre beeilen, um rechtzeitig auf dem Kanadischen Friedhof die eindrucksvolle Gedenkfeier nicht zu verpassen. – Also wird im Tempo des gehetzten Hasen oder des gebissenen Affen gewandert und der Marsch wird hier fast zur «Rennerei»! – Zweitens war es der einzige der vier Tage, wo die Marschstrecke über hügeliges Gelände mit einigen steilen Anstiegen führte. Und hier machen sich die bepackten Rucksäcke besonders bemerkbar. – Und drittens war der eine oder andere bereits etwas angeschlagen und spürte seine Füsse und Beine oder hatte ganz einfach auch noch zu wenig geschlafen. – Wie immer, schafften wir es und trafen auch dieses Jahr rechtzeitig auf dem Friedhof ein. Zuerst durften wir uns verpflegen, etwas ausruhen, allfällige Verletzungen verarzten lassen oder uns mit den aus der Schweiz angereisten Gästen und mit unseren zum Teil sehr marscherprobten und fachkundigen Zivilmarschierern und Vereinskameraden unterhalten. – Nach der feierlichen Kranzniederlegung und dem individuellen Blumenstecken auf den Gräbern, marschierten wir weiter. Jedoch bereits nach wenigen Kilometern hiess es «Gruppe halt» und auch hier holte uns die Tradition ein und wir stiessen auf unseren, sich erfolgreich abzeichnenden Vierdaagse mit einer Cognac-Runden an! Der aus der Schweiz auf Besuch des Schweizer Marschbataillons weilende HSO, Divisionär Hans-Peter Kellerhals, marschierte ab dem Friedhof mit uns mit und wurde in die Geheimnisse der Kultur des gediegenen Cognacgenusses und damit der Stärkung unserer Leistungsfähigkeit eingeweiht. Danach marschierten wir an unseren Zielort Heumensoord. – Die offizielle Streckenlänge wurde mit 40,0 km angegeben und wir hatten eine effektive Marschzeit von 7 Stunden und 15 Minuten!

4. Marschtag:
Am Freitag, 24. Juli war die Tagwache um 04’00 Uhr und der Abmarsch um 05’15 Uhr. Der letzte Viertel der Vierdaagse-Strecke führte uns durch den Stadtteil Duckenburg, über Overasselt, Nederasselt nach Grave. Hier in Grave steht
eine der eindrucksvollsten Flussüberquerungen, die Brücke von Grave, die in Kriegsfilmen auch schon als Drehort und Kulisse diente. Nach über drei Stunden dynamischem Wandern legten wir hier die erste Verpflegungspause ein. Anschliessend führte uns die Wanderung weiter Richtung Ziel. Gemeinsam durften wir wieder einen der eindrücklichsten Durchmärsche erleben. Alljährlich ist es immer wieder ein besonderes Ereignis durch die reizvolle Stadt Cuijk mit den beiden von weither sichtbaren Kirchtürmen zu durchwandern.

Nach einem hervorragend gelungenen Durchmarsch und unter Applaus vor Abertausenden von Zuschauern am Strassenrand, überquerten wir gemeinsam die von der Niederländischen Armee über die Maas angelegte Pontonbrücke. In der Nähe des militärischen Rastplatzes in Cuijk war der zweite Marschhalt mit der Einkehr im traditionellen «Cognac-Zelt». Warum denn der Name Cognac-Zelt? Auch hier ist es bereits Tradition, dass Cognac ausgeschenkt und genossen wird. – Prost unseren Supermarschierern! – Anschliessend führten uns die letzten 10 Kilometer auf den Retablierungsund letzten Rastplatz Charlemagne ausserhalb der Stadt Nijmegen. Hier erhielten wir nach dem Einscannen und Zurückmelden von unserem Gruppenführer Yves die wohlverdiente Auszeichnung. Mit sichtlichem Stolz trug manch ein Marschierer seine Marschmedaille auf der linken Brust – nahe beim Herzen! – Bravo und herzlichen Glückwunsch! – Die offizielle Streckenlänge des letzten Marschtages wurde mit 46,4 km angegeben und wir hatten eine Marschzeit von 7 Stunden und 42 Minuten. – Manch einer wird spätestens hier erfahren dürfen, Blasen und Schmerzen werden vergehen, Ehre und Ruhm bleiben für immer positiv in Erinnerung!

Das letzte Teilstück war dann der eigentliche Triumphzug ins Stadtzentrum. Das Schweizerische Marschbataillon angeführt vom Bat-Kdt, gefolgt vom Bataillonsfähnrich Rolf Meister mit den beiden Fahnenwachen Yves-Marc Häfliger und Renato Steffen aus unserer Marschgruppe und begleitet von der Musikgesellschaft Niedergösgen und dem Tambourenverein Erlinsbach, marschierte stolz in Fünferkolonne nach Nijmegen, vorbei an den Abertausenden von Zuschauern. Auf der Ehrentribüne grüssten uns die Behördenvertreter, die Ehrengäste und verschiedene höhere Stabsoffiziere der teilnehmenden Nationen. Die Schweizer Armee war mit Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kommandant Territorial Region 3 des Heeres und unserem Kdt des Schweizer Marschbataillons, Oberst Edgar Gwerder vertreten.

Den 99. Vierdaagse haben rund 190 Marschierende des Schweizerischen Marschbat erfolgreich beendet und Ausfälle hatten wir keine. Also einmal mehr voll erfüllt! – Trotzdem machte ich mir aufgrund von Beobachtungen noch den einen oder anderen Gedanken beim Antritt der Heimreise: Wenn der Mensch freiwillig bereit ist, solche Strapazen auf sich zu nehmen, so kann man ihn durchaus als widersprüchliches Wesen betrachten. Denn einige gingen, wie jedes Jahr, äusserst schlecht aussehend, respektive mit grossen Schmerzen und/oder offenen Füssen nach Hause. Die «armen» Kerle konnten sich fast nicht mehr fortbewegen beim Ein- und Aussteigen in die Busse. – Mir taten sie jeweils leid! Einen grossen Applaus und herzliche Gratulation für die hervorragenden und nicht selbstverständlichen Leistungen verdienen:



AV Luzern-Marschgruppe mit ihren Supermarschierern

• Four Vogel Urs, 24. Teilnahme: Was soll oder darf ich wohl über mich selber schreiben? Fakt ist, dass ich diesen Bericht verfasst habe und wie bereits erwähnt zum 25. Mal in Nijmegen war und 24. Mal in ununterbrochener Reihenfolge den Vierdaagse erfolgreich absolviert habe. Selber würde ich mich immer noch als leistungsstarken Marschierer bezeichnen. Mit meiner 25. Nijmegen-Reise wurde ich von der Delegationsleitung mit der Schweizer-Marschmedaille ausgezeichnet.

• Wm Walther Hans, 10. Teilnahme: Hans ist ein langjähriger Kamerad der MG WSG Schwyz und kompetenter Fotograf der die zahlreichen wunderschönen Aufnahmen und Erinnerungsfotos machte. Er lief dieses Jahr als Gast in unserer Gruppe mit, damit auch wir einmal mit einer Vielzahl von bebilderten Eindrücken nach Hause fahren durften. Trotz des Trainingsrückstands, machte Hans einen äussert starken Eindruck. Mit seiner 10. Teilnahme ehrte ihn die Delegationsleitung mit der Schweizer- Marschmedaille! – Bravo Hans!

• Fw Meister Rolf, 9. Teilnahme: (8 x marschiert/1 x Betreuer) Rolf ist einer der sehr leistungsstarken und kompetenten Marschierer und trug unsere vielbeachtete Standarte. Als höherer Unteroffizier kam Rolf dieses Jahr die ehrenvolle Aufgabe zu, die Schweizerfahne vor dem Marschbataillon auf der Via Gladiola in die Stadt Nijmegen zu tragen. Zusammen mit dem Abbruch von 2006, hatte auch Rolf dieses Jahr seine 10. Nijmegen- Reise und wurde dafür von der Delegationsleitung ebenfalls mit der Schweizer-Marschmedaille ausgezeichnet. – Bravo Rolf!

• Four Häfliger Yves-Marc, 8. Teilnahme: (Marschgruppenleiter) Yves-Marc befindet sich im 3. Jahr der Marschgruppenführung und des Jahresmarschplangestalters und zeichnete sich für die Trainingsvorbereitungen verantwortlich. Auch er ein leistungsstarker Marschierer für den der Viertagemarsch schon eher ein ausgedehnter Spaziergang war. Yves hatte auch die recht umfangreichen administrativen Arbeiten vorgenommen und die wichtigen Kontakte für das erfolgreiche Zustandekommen einer eigenen Gruppe geknüpft. Täglich vertrat Yves unsere Marschgruppe an den Rapporten und war unser Verbindungsmann zur Delegationsleitung. Dies alles verdient einen grossen Applaus! – Bravo Yves!

• Oberst Weyermann Sabin, 8. Teilnahme: Sabin Weyermann ist dieses Jahr neu zum Artillerieverein gestossen und war die einzige Frau in unserer Gruppe. An der vergangenen Generalversammlung des AVL wurde Sabin als Chef Mutationen in den Vorstand gewählt. Sabin hatte bereits einige Viertagemärsche erfolgreich in der MG des SVMLT absolviert. Im Frühjahr erlitt Sabin anlässlich eines Vorbereitungsmarsches einen äussert tragischen, unangenehmen und schmerzhaften Unfall. Bestimmt hatte sich dieses Missgeschick auch auf die Vierdaagseleistungen ausgewirkt, jedoch Sabin hatte die diesjährige Herausforderung ohne sich etwas anmerken zu lassen, erfolgreich beendet! – Bestimmt halfen ihr ihre intellektuellen Fähigkeit und der unbändige Wille durchzuhalten und die Männerschar für die moralische Unterstützung zu zügeln! – Bravo Sabin!

• Stabsadj Steffen Renato, 4. Teilnahme: Renato unser Turmvogt, der Mitte der 70er-Jahre bereits die ersten Marscherfahrungen auf der Vierdaagsestrecke erlief, war letztes Jahr als Wiedereinsteiger und Neuentdecker des Vierdaagses zu uns gestossen. Dieses grosse Walkingerlebnis hatte ihn dermassen gepackt, dass Renato dieses Jahr wieder dabei war, vielleicht auch ab und zu etwas litt, jedoch souverän seinen Beitrag zum erfolgreichen Gelingen leistete. – Bravo Renato!

• Sdt Genter Michael, 3. Teilnahme: Ein junger Nachwuchsmarschierer mit akademischer Ausbildung. Scheinbar taten die Gedächtnisschulung und die geistigen Trainingseinheiten seiner Leistungsfähigkeit keinen Abbruch. Oder musste Michael allenfalls doch etwas leiden? Nein viel hatte ich ihm nicht angemerkt. Trotzdem für das nächste Mal: «Nichts ist so gut, als dass die Marschvorbereitungen nicht auch noch besser werden könnten»! – Bravo Michi!

• Wm Zurbrügg Adrian, 3. Teilnahme: Adrian bringt Erfahrungen vom Viertagemarsch mit, hatte er doch mit der Marschgruppe Aare bereits 2 Mal erfolgreich daran teilgenommen. Dieses Jahr wollte er sich als Gast von der Leistungsfähigkeit und der Dynamik unserer Marschgruppe überzeugen. Wobei auch er einer der Leistungsträger war, mit denen sich unsere Gruppe immer wieder auszeichnet. Auf Grund seinen äussert positiven Eindrücken wird Adrian kaum darum herumkommen, sich in Zukunft für unsere Gruppe zu entscheiden. Ebenfalls bringen seine kreativen
Einfälle, seine rhetorischen Fähigkeiten und deren sprachliche Wiedergabe in makellosen und perfekten Züritüsch eine intellektuelle Bereicherung! – Bravo Adrian!

• Sdt Bless Andreas, 2. Teilnahme: Für Andreas war es das zweite Hollandmarschabenteuer. Andreas ist ein grossgewachsener und kraftvoller Jungmarschierer. Jedoch hatte ich bei ihm den Eindruck, dass er vielleicht einmal sein Schuhwerk in Frage stellen oder dies mindestens überprüfen sollte. Trotz gewissen Verletzungen hatte er schlussendlich durchgehalten, musste jedoch manchmal kämpfen und ich meinte auch unter Schmerzen. Andreas, wenn du es schaffen solltest deine schlummernden, mentalen Kräftereserven zu starten und allenfalls den Verstand bereits
morgen in der Früh aufzuwecken und den ganzen Tag wach zu halten, sage ich dir eine lang andauernde Viertagemarschkarriere voraus! Trotzdem gut gemacht und erfüllt! – Bravo Andi!

• Sdt Grassi Marco, 2. Teilnahme: Der etwas zwirblige und oft sehr spontane Tessiner und Südschweizer mit seinem grandios schönen und stark ausgeprägten Italienischakzent! Hervorragend ihm bei seinen rhetorischen Ausflügen zu folgen und seinen Einfallsreichtum zu begleiten. Als Marschierer eine grosse Stütze für die Gruppe, denn er läuft, läuft und läuft! – Nach dem Einrücken hatte er sich auch als hervorragender Füsseverarzter und kompetenter Blasenbehandler hervorgetan und damit eine seiner Kernkompetenzen unter Beweis gestellt und unseren Betreuer
Daniel sehr unterstützt. – Bravo Marco!

• Wm Rölli Armin, 1. Teilnahme: Hier haben wir einen neuen Kameraden in der Gruppe, der von Ausdauer, Energie, Leistungsfähigkeit und Kraft nur so strotzt. Ein geübter Höhenwanderer und Bergsteiger für den der Viertagemarsch schon eher einem Ausdauerspazieren gleicht. Neben den erwähnten Fähigkeiten und Freizeitbeschäftigungen zeigt Armin auch grosses Interesse an unserem Schweizer Nationalsport, dem Schwingen. Für ihn war der erste Start in Nijmegen äussert gut und ohne Probleme gelungen! – Bravo Armin!

Unser Betreuer
 • Wm Winter Daniel, 7. Teilnahme: (3 x marschiert/4 x Betreuer) Was wäre eine leistungsstarke Marschgruppe ohne einen guten Betreuer? – Planen der Strecke, da der Betreuer seit diesem Jahr nicht mehr auf der Marschstrecke mit den Marschierenden mitradeln durfte, war er auch gefordert effiziente Abkürzungen und Seitenstrassen zu finden zu abzufahren. – Wasser holen, Kanister auftanken, Zubereitung der verschiedenen isotonischen Getränke, Abfüllen in die Flaschen, Abgabe der Getränke an uns Marschierer, Zuschneiden der sowohl vegetarischen Verpflegung, als auch der tierischen Eiweiss- und Kalorienträger, Schoggiriegel entriegeln und Vieles mehr. – Nach dem Einrücken, Füsse verarzten, Blasen aufschneiden und verbinden, übermüdete Muskeln kneten und massieren. – Zimis bereitstellen und die Gäste bewirten. – Bravo Daniel!

Vereinsmitglieder als Teilnehmer ausserhalb unserer Gruppe
Ebenfalls verdienen unsere Vereinskameraden die in einer anderen Marschgruppe oder unter den nichtuniformierten MarschteilnehmerInnen eine hervorragende Leistung absolviert hatten, hier kurz erwähnt zu werden:

Oberst Hansruedi Weber
Frau Hanneke Distel
Sdt Josef Distel
Oberst Edwin Singer
Obgfr Limacher Urs
Oberstlt Premerlani Romeo
50. Teilnahme
47. Teilnahme
42. Teilnahme
27. Teilnahme
9. Teilnahme
6. Teilnahme
Vereinsmitglieder mit Führungsaufgaben im Stab des Schweizer Marschbataillons
Oberst Edgar Gwerder
Oberstlt Premerlani Romeo
  Delegationschef und Kdt Schweizer Marschbataillon
LSO und Kdt-Stv Schweizer Marschbataillon




Die ausgezeichneten Jubilare des Schweizer Marschbataillons; davon 3 aus der Marschgruppe des AV Luzerns! Zum Schluss heisst es auch dieses Jahr wieder: Nach dem Marsch ist vor dem Marsch! Und daher auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr, zur 100. Austragung des Viertagemarsches in Nijmegen vom 19. – 22. Juli 2016!
Bestimmt werden auch wir wieder mit dabei sein!


Urs Vogel – Chef Tech Kommission

 



 
Zweitägige Herbstwanderung
vom 27. / 28. September 2015
 
Mit der diesjährigen Wanderung im Schaffhausische Klettgau wurde uns die Vielseitigkeit des Wanderlandes Schweiz aufgezeigt. Diese 12. Herbstwanderung unter der Führung unseres AV Luzern-Wanderleiters fand für einmal in einer nicht extrem ansteigenden Bergregion, sondern in leicht auf- und absteigendem bewaldeten Hügelgelände statt. – Damit war es für niemanden eine Tortur und alle Teilnehmer konnten ihrem Leistungsvermögen entsprechend die Schönheiten der Natur und die kulinarischen Köstlichkeiten der Region geniessen. Die diesjährige Austragung war das volle Dutzend
der Wanderausflüge und in diesem Fall wirklich für jedermann. Das Wetter verwöhnte uns mit zwei mehrheitlich sonnigen Tagen. Da jedoch eine manchmal doch starke Bise blies, war es relativ kühl, was wiederum für ein zügiges Vorwärtskommen hilfreich war.



1. Wandertag
Der Ausgang des ersten Wandertages war der Bahnhof Schaffhausen, der Kantonshauptort des einzigen Schweizer Kantons nördlich des Rheins und somit völlig von deutschem Boden umgeben. Von der Stadt führte unsere Streckenwahl dem Rhein entlang zum Rheinfall bei Neuhausen. Trotz des eher niedrigen Wasserstandes, ist und
bleibt der Rheinfall mit seinem enormen und durch den Fall stark felsigen Untergrund ein aufstäubendes Wasseraufkommen ein Naturwunder das den Besucher zu jedem Zeitpunkt in eine schon fast erstarrende Bewunderung dieses Schauspiels hält. Zu jeder Jahres- und Tageszeit findet ein Besucheraufmarsch asiatischer Touristen statt. – Nach dem Bestaunen dieses Naturspektakels führte uns die Wanderroute durch den westlichen Teil Neuhausens etwas bergauf in die Landwirtschaftszone und an einen Waldrand. Dem Wanderweg folgend durch den Wald des «Laufferbärgs» und grossteils in schöner Natur nicht weitab der Zivilisation. Einen Teil der Wanderpfade und
Wege führten entlang der Deutsch-Schweizerischen Grenze. Die Grenzsteine trugen die Jahreszahl 1839 und waren auf der einen Seite mit GB (für Grossherzogtum Baden) und auf der anderen Seite mit CS (für Canton Schaffhausen) beschriftet. Diese Grenzsteine stammen aus einer Zeit, wenige Jahre nach der Nach-Napoleonischen Zeit und
dem Wienerkongress (1815), wo der Grossteil der heutigen Grenzen gezogen wurde. Das Deutsche Reich existierte noch nicht; es formierte sich erst mit der Krönung des Kaisers 1871. Somit war unser damaliger Nachbar das Grossherzogtum Baden, das nach dem Zweiten Weltkrieg, 1952 im Bundesland Baden-Württemberg (bestehend aus Baden – Württemberg-Baden – Württemberg-Hohenzollern) aufgegangen war.

Die Mittagsrast fand auf der Terrasse und den Bänken der Wasenhütte bei warmen Sonnenstrahlen statt. Unweit von Neunkirch verliessen wir den Wald und kamen über Unterneuhaus in die Nähe des Hallauer Weingebietes nordwestlich des Kantons Schaffhausen und wir wanderten auf der Ebene des Unterklettgaus an unseren Tageszielort Trasadingen. In diesem Zipfel der Schweiz sind die einen oder anderen deutschen Einflüsse durchaus spürbar, befinden wir uns doch hier wenige Meter an der Landesgrenze. In den Holzfasszimmern des Weingutes Rüedi bezogen wir unser
Nachtquartier. Tritt man ein, ist die Vorfreude auf eine originelle Nacht geweckt. Zum Aperitif genossen wir eine Weinverköstigung auf der Terrasse von Rüedis-Weinstube. Zum anschliessenden Nachtessen verschoben wir uns ins Grillkota-Beizli. Dort verwöhnte uns unsere Gastgeberin Nadja mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten. Dazu
tranken wir recht ausgiebig die exzellenten Weine aus der Region. Somit war der erste Wandertag «Alles, nur kein Alltag!»

 2. Wandertag
Die Wanderlust war selbstverständlich noch nicht befriedigt. Nach dem Aufstehen und dem reichhaltigen Bauernfrühstück machten wir uns auf den Weg durch kleine schmucke Bauerndörfer mit der abwechslungsreichen Natur. Von Trasadingen über den Hof Blomberg nach Osterfingen hinauf auf die Waldlichtung Rossberg. Nach
dem wir jedoch davor unsere selbstmitgetragene Mittagsverpflegung genossen hatten, kehrten wir im auf der Anhöhe völlig alleinstehenden Gasthof Rossberghof zu Kaffee und Kuchen ein. Weiter führte der Weg durch die teilweise mediterran anmutenden Wälder hinunter ins deutsche Jestetten, dann an den Rhein und nach Neuhausen, um
anschliessend die Heimreise anzutreten.

Auch dieses Mal war es ein gelungenes Wanderwochenende mit Abwechslung, herrlichen Naturschönheiten, schönen Aussichten, guter körperlicher Betätigung und gemütlichem, kameradschaftlichem Beisammensein. Den Teilnehmern, Hanneke und Josef Distel, Luzia und Thomas Käppeli, Andrea Grisch und Urs Vogel, allen ein Dankeschön für das gute Gelingen.

Urs Vogel – AVL-Wanderleiter




Impressionen vom Salutschiessen








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Berner Zweitagemarsch, Premiere bei der 10. Teilnahme:
mit der Hollandmarschgruppe ALV
 
Die Integration von neuen Vereins- und Vorstandsmitgliedern ist ein wichtiger und nicht zu vernachlässigender Aspekt zum Nutzen aller Beteiligten. Dies ist eine banale Aussage, einverstanden, aber wie sieht es mit der tatsächlichen Umsetzung dieses Aspektes aus? Dies hautnah bzw. am eigenen Leibe zu erleben, hatte ich die Gelegenheit anlässlich des Schweizerischen Zweitagemarsches vom 16. bis 17. Mai 2015.



Bei meiner 10. Teilnahme am «Zweitägeler» absolvierte ich als neues AVL-Mitglied den Marsch mit der Marschgruppe des AVL. Sieben weitere Kameraden der Hollandmarschgruppe AVL hatten sich das gleiche vorgenommen. So trafen wir am Freitagabend in der Guisan Kaserne pünktlich gemäss Aufgebot des Gruppenführers, Yves-Marc Häfliger ein. Nach dem Bezug des Zimmers wurden wir von unserem Gruppenführer arg gefordert, mussten wir doch den von der Armee vorgeschriebenen 12 Minuten Lauf absolvieren, dies auf dem Sportplatz neben dem Stade de Suisse.

Habe ich bis zu diesem Zeitpunkt geglaubt, es genüge auch, wenn man/frau einfach während 12 Min sich rennend bewegt, wurde ich eines Besseren belehrt. Wir erhielten klare Vorgaben: «Personen, die den Rigi Marsch (68 Leistungskilometer) vom Mittwochabend auf den Donnerstag erfolgreich absolviert haben, müssen minimal 1,8 km, die
übrigen 2,8 km innerhalb der 12 Minuten zurücklegen.» Ob es ein Glück oder Unglück war, dass ich zu den 1,8-km-ler gehörte, kann ich im Nachhinein nicht beurteilen, aber ich schaffte auch das beim windig kalten Wetter. Danach ging es zum gemütlichen Teil über, kleines Apéro mit anschliessendem Essen im Ticino führte dazu, dass die Luzerner
bereits an drei bekannten Berner Örtlichkeiten waren.

Der Start am ersten Marschtag war etwas verhalten, wurden doch die Parkplätze in Belp dieses Jahr anders organisiert als im Vorjahr, dennoch konnten wir pünktlich und motiviert unter der Fahne des AVL losmarschieren. Die Fahne, wie auch der Badge an der Uniform des AVL sorgen während dem ganzen Marsch immer wieder zu sympathischen
Aha-Effekten, ist doch der Wasserturm, das Wahrzeichen von Luzern, darauf abgebildet. Zurück zum Marsch, in noch kühlem Wetter marschierten wir von Belp nach Gerzensee, Wattenwil und wieder zurück nach Belp. Als Bernerin, liess ich es mir am ersten Tag nicht nehmen, meine Kameraden auf die Wichtigkeit der Berner Örtlichkeiten und ehemaligen
Berühmtheiten wie Madame de Meuron hinzuweisen. Ein gutes Nachtessen im Restaurant «Lokal» neben der Kaserne beendete den Abend. Ja, das Berner Mittel- und Oberland ist auch für die Innerschweizer mindestens eine Reise wert.
Falls nun jemand motiviert ist, dies zu wagen, kann sich für weiter Informationen gerne an uns wenden, sei es, um mit unserer Gruppe SIRIUS zu marschieren, sei es um mit einer eigenen Gruppe, die Herausforderung anzunehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall.



Der zweite Marschtag verlief problemlos von Belp via Köniz und seinen vielen Weilern. Dabei wurde auch mir klar, was
das für Köniz genau bedeutet, nach Bern die flächenmässig grösste Gemeinde des Kantons zu sein. Der Höhepunkt an diesem Tag war sicher unsere Fotoaufnahme vor dem Bundeshaus, beobachteten uns doch einige Touristen aus West und Ost erstaunt dabei, was wir an einem friedlichen Sonntag in Uniform vor dem Bundeshaus so trieben. Nach dem Zieleinlauf war ich nicht nur müde, sondern auch ein wenig stolz, den Marsch mit dem AVL mehr oder weniger heil
(3 Blasen) be- und überstanden zu haben. Der Gruppenführer verteilte uns die Medaillen bei einem gut gekühlten Wein,
nein, nicht unseren feinen Turmwein diesmal, sondern einen ebenfalls leicht trinkbaren Wein aus dem bernischen Seeland.



An dieser Stelle möchte ich den Mitgliedern der Hollandmarschgruppe des AVL für die herzliche Aufnahme in ihre Gruppe danken und mich insbesondere für meine nicht ganz sattelfesten Ortskenntnisse der Berner Vorortgemeinden entschuldigen, ich werde mich nächstes Jahr wohl doch ein wenig auch in diesem Bereich vorbereiten.

Oberst Sabin Weyermann Odermatt
Mutationsführerin AVL

Ergänzung zum Bericht 56. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp vom 16./17. Mai 2015

Die 10 Marschierenden im Gruppenverband:
Four Urs Vogel 22. Teilnahme
Oberst Edgar Gwerder 7. Teilnahme
Sdt Robert Eiholzer 14. Teilnahme
Four Yves-Marc Häfliger 6. Teilnahme
Oberst Weyermann Sabin 10. Teilnahme
Oberstlt Romeo Premerlani 6. Teilnahme
Fw Rolf Meister 10. Teilnahme
Stabsadj Renato Steffen 3. Teilnahme
Wm Daniel Winter 10. Teilnahme
Sdt Andreas Bless 3. Teilnahme

Vereinsmitglieder als Teilnehmer ausserhalb unserer Gruppe
Ebenfalls verdienen unsere Vereinskameraden die in einer anderen Marschgruppe oder unter den nichtuniformierten MarschteilnehmerInnen ebenfalls eine hervorragende Leistung absolviert hatten, hier kurz erwähnt zu werden.

Die 6 Marschierenden ausserhalb unserer Marschgruppe
Oberst Hansruedi Weber 52. Teilnahme
Gfr Peter Schmid 33. Teilnahme
Oberst Edwin Singer 45. Teilnahme
Frau Hanneke Distel 26. Teilnahme
Motf Josef Distel 41. Teilnahme
Obgfr Urs Limacher 14. Teilnahme

Urs Vogel – TL und Marschteilnehmer



47. Ustertag-Schiessen, Samstag 21. November 2015




Bei kühlem Spätherbst-Wetter bestieg beim Carterminal der Fa. Gössi in Horw eine kleine, gutgelaunte Schützengruppe den Car, um wie jedes Jahr die Freiluftsaison mit dem Ustertagschiessen abzuschliessen. Dieses Jahr war es die 40. Teilnahme. Wie gewohnt, legten wir in Gisikon einen Zwischenhalt ein, um weitere Schützen-Kameraden
an Bord zu nehmen.

Unser Jubiläum war dem OK nicht verborgen geblieben und wir wurden entsprechend begrüsst und mit einem kleinen Präsent beschenkt. Als Erinnerung an die 40. Teilnahme hatte unser neuer OSM Adi Achermann zu dem für jeden Teilnehmer ein graviertes Sackmesser organsiert. Die interne Konkurrenz gewann die Gebrüder Paul und Franz
Achermann mit je 48 Punkten.

Bei den Pistolenschützen 50 m, wo nur eine Gruppe antrat, erreichte leider keiner ein Kranzresultat. Anschliessend begaben wir uns, wie es dir Tradition gebietet, ins Restaurant Neuhof in Rüti ZH. Vor dem wie gewohnt guten «Zobig» erfolgte das Absenden. Wie immer gab es Zufrieden und weniger Zufriedenen. Hier die wichtigsten Resultate:

Gruppenresultate 300 m
Gruppe Heliomalt: 184 Punkte, Gruppe Barbara: 168 Punkte

Einzelkränze
300m: Achermann Franz, Achermann Paul, Barmet Franz, Barmet Reto, Dubach Hansjörg, Mathis Markus

Allen Teilnehmern herzlichen Dank und Gratulation den Kranzschützen. Die 41. Teilnahme des AVL am 48.Ustertag-Schiessen findet am 19. November 2016 statt. Ich hoffe, dass wieder eine grössere Anzahl Schützinnen und Schützen teilnehmen wird.

Der Organisator: Roger Albisser

153. Rütlischiessen vom Mittwoch, 4. November 2015







In meiner bald 14-jährigen Vorstandstätigkeit, kam der Ruf einen Schiessbericht zu verfassen nach meinem Erinnerungsvermögen nur einmal vor, es war das letztjährige Murtenschiessen. Selbstverständlich stelle ich mich auch dieser Herausforderung und versuche mein Bestes zu geben! Vor allem wenn die Spezialisten im Verein durch ihre
sich selbst aufgezwungene Abwesenheit von diesem einmaligen Anlass glänzten.

Erste Versuche der Luzerner Feldschützen 1859 und 1860 die ihrer Meinung nach doch freundlich gesinnten Urner-Schützen zu einem Wettschiessen auf den Wiesen des Rütlis einzuladen, scheiterten jedoch kläglich. Schlussendlich konnte die erste Rütlifahrt im Jahr 1861 durchgeführt werden. Daran nahmen sieben Luzerner- und eine Anzahl
Schwyzer-Schützen teil. Eingeladen zu diesem Wettschiessen hatten die Luzerner Feldschützen. Wegen ihres Martini-Marktes in Altdorf, nahmen die Urner-Schützen jedoch nicht teil.

Wenn der letzte Mittwoch vor Sankt Martini zu tagen beginnt, machen sich in allen Landesteilen der Schweiz eine Vielzahl von Schützen auf den Weg in die Innerschweiz, aufs Rütli und folgten dem Aufgebot der diesjährigen Vorortssektion Engelberg/Anderhalten. An diesem Tag heisst es besonders früh Aufstehen, Hose, Hemd, Schuhe und
Kittel anziehen, das Gewehr mit der Zielvorrichtung umhängen, das übrige Material packen, bereitmachen, auf den Zug gehen, den Kameraden holen oder sich vom Kameraden abholen lassen.

In Brunnen angekommen, war für alle Schützen und Begleitpersonen Treffpunkt bei der Schiffsstation. Auszumachen waren neben einer Vielzahl Schützen verschiedenster Kantone auch Delegationen aus der Waadt, dem Wallis, dem Jura und dem Tessin. Mit sichtlichem Stolz trugen sie ihre Standarte und führten ihre neuste Schiessausrüstung vor. – Aufgefallen war mir, dass einige Delegationen ganze Harassen, Kartons und Rucksäcke von alkoholischen Getränken aufs Rütli verfrachteten, als hätte der Rütliwirt und die eingerichtete Festwirtschaft nicht genügend Bier, Wein
und Schnaps vorrätig.



Im Jahre 2015 wurde die 153. Austragung dieses legendären und von Myten und Schlagzeilen umworbenen Rütlischiessens ausgetragen. – Unter den 1151 teilnehmenden Schützinnen und Schützen, nahm wieder einmal eine Delegation des Artillerievereins Luzern unter der Führung unseres Vorstandsmitglieds, Stabsadj Renato Steffen
am diesjährigen Wettschiessen teil.

Die weiteren Teilnehmer aus unserem Verein: Oberst Sabin Weyermann, Wm Armin Rölli und Four Urs Vogel. Um die vorschriftsgemässe Mannschaft melden zu können, unterstützten uns Kameraden aus anderen Luzerner Artillerievereinen. Somit wurde dieses Stelldichein der etwas besonderen Art, bestimmt für alle zu einem gesellschaftlichen und kameradschaftlichen Erfolg. Sicher ist, dass mit dem Stgw oder dem Karabiner kniend und bergaufwärts auf eine Distanz von ca. 250 – 270 m zu schiessen, dies eine äusserst anspruchsvolle Herausforderung war und noch manch ein Schütze erkannte hier seine Leistungsgrenze, mindestens in dieser Disziplin!



Zur Mittagszeit versammelten sich die Schützen zum gemütlichen Teil. Die Festwirtschaft bot allen TeilnehmerInnen ein sehr schmackhaftes und währschaftes Schweizer Gericht an. Zusammen mit einem Glas Wein liess sich hier das kameradschaftliche Beisammensein auch gebührend pflegen. Als Neuling an diesem Anlass und durch die guten
Beziehungen unseres Detachementchefs durfte ich zahlreiche andere Schützenvereine kennenlernen und deren einmaligen Köstlichkeiten in Form von hervorragenden und kräftig getränkten Tortenstücken oder der
grossen Auswahl an gebrannten Wassern und Weinen aus ihrer Herkunftsregion kosten.

Eine spezielle Begegnung machten wir Artillerie-Schützen mit unserem Showstarmadl, Francine Jordi, die sich freute uns
Luzerner persönlich kennen zu lernen. Selbstverständlich beruhte es auf Gegenseitigkeit.

  

Ebenfalls darf uns gewiss sein, dass sich hier ein Völklein vereint, auf dessen Zustimmung zur Armee noch Verlass sein kann! – Allen ein Dankeschön für die gute Stimmung, das kameradschaftliche Zusammentreffen und die perfekte Organisation.

Urs Vogel, Chef Technische Kommission



Überfall Schiessen 2015
«Nur der frühe Vogel fängt den Wurm» genau nach diesem Motto starten wir am Sonntag 23. August früh am Morgen das Überfall Schiessen. Während die einen genüsslich schon früh am Morgen die erste Wurst oder Bier zu sich nahmen, galt es für die anderen sich am Pistolen Schiessen zu beweisen. Der Artillerieverein schoss zusammen mit dem Schützenverein Schweizerischer Studierender Zürich. Nach dem Schiessen kam auch das Gesellige nicht zu kurz. Bei Wurst und Bier und Ländermusik wartet man gespannt auf die Rang Verkündigung.



Die einen kauften noch Tombola Lose und waren überrascht von Super-Gewinnen. Man konnte Gutscheine von Restaurant gewinnen oder einen ganzen Korb mit «Fressalien» gefüllt und musste so am Montag nicht mehr einkaufen gehen. Herzlichen Dank geht an das OK des Überfallschiessen alles war super organisiert und es gab sogar ein «Shuttle» Bus von der Festwirtschaft bis zum Pistolen Stand.

Wir hörten gespannt die Festansprache von Bildungsminister Res Schmid (SVP). Wie die Nidwaldner 1798 verbissen um ihre und unsere Freiheit kämpften und gegen das «Joch» der Franzosen. Die Nidwaldner glaubten das die Obwaldner und Luzerner so wie Österreich, sie ihm Kampf gegen die Franzosen und gegen den «Zentralstaat» von Napoleons Gnaden unterstütz werden. Leider war das ein Irrtum. Die Nidwaldner mussten allein kämpfen, 60 Nidwaldner (Frauen, Kinder, Männer) hielten 300 Französische Garde-Soldaten in Schach. General Schauenburg war zutiefst beeindruckt von der Tapferkeit und der Raserei der Nidwaldner. Stans, Beckenried und weitere Ortschaften wurden dem Erdboden gleich gemacht. Viele Kinder waren Waisen und Heinrich Pestalozzi, der Vater der Schweizer Pädagogik, unterhielt Waisenhäuser… Res Schmid kam auch auf heute zu sprechen, das man auch heute um unsere Unabhängigkeit und Freiheit kämpfen müssen nur mit anderen Mitteln.

 

          

Jetzt noch die einzelne Resultate
Der erst Platzierte bekommt einen Kranz, sollte er das nächste Jahr wieder der Erste sein, so bekommt der zweit Platzierte den Kranz. Man muss in 3 Minuten 10 Schuss auf die Scheibe geben.
1) Burger Sebastian, Schützenverein Schweizer Studenten:
2) Kocher Wendelin, Schützenverein Schweizer Studenten:
3) Hodel Adrian, Artillerieverein Luzern:
4) Bitzi Herbert, Artillerieverein Luzern:
5) Galliker Marcel, Artillereieverein Luzern:
6) Achermann Adrian, Artillerieverein Luzern:
7) Achermann Kurt, (Vater von Adrian):
8) Widmer Christoph, Jahrgang 57, Artillerieverein:
9) Köppel Vincenz, Schützenverein Schweizer Studenten ZH
10) Widmer Matthias

Text: Adrian Achermann, Bilder: Herbert Bitzi

22 Punkte
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SOLOG-Plausch-Schiessen 2015
Der Fourierverband, der Logistikverband der Armee (SOLOG), der Artillerieverein, die Herrgottskanoniere und auch Schweizer Gardisten trafen sich am Donnerstag, 11. Juni, im Stand «Teufmoos» oberhalb von Hergiswil zum SOLOG-Plausch-Schiessen 2015.

Die Aussicht von da oben ist phänomenal. Auch AdAs der Infanterie waren am Schiessen mit dabei. Die SOLOG lud alle zu einem tollen Apéro ein, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Danach ging es beim Schiessen um die «Wurst». Das Programm war das Feldschiessen-Programm. Ein Mitglied des Artillerievereins wurde bei der Ausmarchung des Schiessens Dritter, nämlich Herbert Bitzi mit 164 Punkte – Gratulation!

Nach dem Schiessen war dann «Grillen und Chillen» angesagt. Die SOLOG verwöhnte uns mit Salat und Grillgut… ein grosses Lob an die Küchenmanschaft! Während sich die einen um die «Schlacht zum Dessert-Buffet» einritten, wollten sich die anderen doch einmal als «Dirty Harry» fühlen: Mitglieder der SOLOG und des Pistolenclubs Hergiswil hatten grosskalibrige Revoler vom Typ 44 Magnum mitgebracht.

Sich einmal als Clint Eastwood fühlen und eine solche «Wumme» (Revolver Typ 45 Magnum) abfeuern ist schon ein Erlebnis! Man spürt den Schuss durch alle Knochen und Glieder… einmalig. Es war ein gelungener Abend und viele neue Freunde und Kameraden wurden kennen gelernt.

Ein grosser Dank und Lob geht an die SOLOG und die Küchenmannschaft für den tollen und gelungen Anlass. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, auf das SOLOGPistolen-Plausch-Schiessen 2016!

Adrian Achermann



Impressionen von der Barbarafeier 2015




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Generalversammlung  2015
An der Generalversammlung, die am 25. März im Rütli - Saal, Restaurant Unicum in Luzern durchgeführt wurde, konnten die folgenden Ehrungen vorgenommen werden:

50 Jahre Mitglieder beim AVL per 1.1.2015 (Eintritt 1964)
Buchecker Leonhard
Erni Anton
Freimitglieder per 1.1.2015 (Eintritt 1989)
Achermann Paul, Ronhof,
Baumgartner Lilian
Fischer Urs
Huber Heinz
Rogger Carlo
Stocker Robert
Weibel Josef
Zimmermann Walter
Veteranen VSAV per 1.1.2015
Erfülltes 60. Altersjahr und 20 Jahre Mitgliedschaft im VSAV (Eintritt 1994)
Arnold Michael
Arnold Arthur
Beeler Bruno
Birrer Roland
Biscontin Remo
Dossenbach Silvan
Fähndrich Franco
Hunkeler Toni
Leuthard Urs
Lustenberger Hans
Meier Roger
Pfenniger Rita
Rüegsegger Rolf
Wipf Robert
Wyss Bruno


Jahresberichte
Jahresbericht des Präsidenten 2015

An der 154. Generalversammlung vom 25. März 2015 sind Sabin Weyermann als neue Mutationssekretärin und Herbert Bitzi als Beisitzer gewählt worden. Herbert Bitzi hat mit fundierter Fachkenntnis und grosser Begeisterung hervorragend und mit augenfälligem Erfolg zusammen mit der Schiesskommission nachhaltig und kollegial zusammengearbeitet und dadurch viele potentielle Schützen aktiviert und interessante Veranstaltungen vorbildlich mitgetragen. Leider ist Herbert Bitzi wegen Kompetenzüberschreitungen und selbstherrlichem Gebaren eines Vorstandsmitgliedes, als wahrheitsliebender Kamerad, im September per sofort aus dem Vorstand zurückgetreten.

Für die Anlässe, welche durch die einzelnen Kommissionen und Bereiche durchgeführt wurden, kann auf ihre jeweiligen Jahresberichte verwiesen werden. Dazu folgende Bemerkungen: Die Turmmannschaft hat unter der Leitung des Turmvogtes, Renato Steffen, im vergangenen Jahr unsere Mitglieder und die vielen Gäste im Wasserturm wie
stets, hervorragend betreut und grossartige Arbeit geleistet. Herzlichen Dank ihr und der ganzen Turmkommission.

Das Schiesswesen hat sich bis im Spätsommer sehr erfolgreich weiterentwickelt. Es ist problematisch, wenn in einem Vereinsvorstand Interessenskonflikte auftreten. Unabdingbar ist, dass die Statuten, Geschäftsordnung und Reglemente von allen Beteiligten strikte eingehalten werden. Eine Strukturbereinigung in unserem Verein ist notwendig
geworden.

Erfreulich ist, dass unser Vorstandsmitglied, Urs Vogel, als Leiter der Sport- und Technischen Kommission wiederum viele Anlässe erfolgreich selbst organisiert hat, so Märsche, Wehrsport, Artilleriewettkampf, Herbstwanderung, usw. Nichts ist ihm zu viel! Auch Yves-Marc Häfliger leistet einen grossen Beitrag als Leiter der Marschgruppe; Danke!

Der Obmann Alte Garde, Franz Erni, hat den Herbstanlass mit der Besichtigung der Vogelwarte Sempach, verbunden mit einem 1. Hilfe-Beitrag und einem perfekten Grill, wie gewohnt, tadellos durchgeführt. Besten Dank dem Ausschuss Alte Garde für die starke Unterstützung und ihre Arbeit.

Am 1. August 2015 fand das traditionelle Salutschiessen vom dem Casino statt. Die Vorbereitung durch den Kommandanten der Geschützmannschaft Marco Wicki und die Durchführung des Anlasses durch Peter Imgrüt war perfekt. Dank der Geschützmannschaft und der Artillerie-Musik Oberseetal für Ihren gefreuten Beitrag. Viele Zuschauer
haben ihre Freude offen bekundet und es macht den Anschein, dass den traditionellen Aufführungen wieder mehr Beachtung geschenkt wird.

Am 5. Dezember 2015 fand der Barbarabittgottesdienst, organisiert von Marco Wicki in der Peterskapelle, statt. Der Jodelklub Flueblüemli hat wiederum für eine feierliche Umrahmung gesorgt. Dieser schöne Gottesdienst zu Ehren unserer Schutzpatronin, der Hl. Barbara, wurde von unserem beliebten Feldprediger, Pfarrer Leopold Kaiser, lebendig und würdig gefeiert. Umgeben war er von einer stattlichen Anzahl Fahnendelegationen. Ganz herzlichen Dank alle Beteiligten und auch den vielen teilnehmenden Mitgliedern und Gästen für das aktive Mitfeiern.

Nach dem Bittgottesdienst hat sich eine stattliche Zahl an Mitglieder, Ehrenmitglieder, verdiente Ehrengästen, so Br Daniel Keller, Kdt Zentralschule(HKA) Luzern und Präsident der Winkelriedstiftung mit Gemahlin Vanessa, unser Mitglied Oberstlt Markus Oetterli, Präsident des SOGART, und Fahnendelegationen auf dem Schiff zur Barbarafeier
eingefunden. Es war ein schöner Anlass bei Essen, Musik und gemütlichen, intensivem Gedankenaustausch. Es ist uns eine besondere Ehre, dass Br Daniel Keller unserem Verein als Neumitglied beigetreten ist und heissen ihn herzlich willkommen.

Grossartige Arbeit leistet stets auch unser Redaktor, Peter Imgrüt. Die Hompage ist, was ihn betrifft, immer aktuell , was nicht ganz einfach ist und ihm oft unnötige Mehrarbeit beschert. Herzlichen Dank unserem Redaktor. Der Kassier, Peter Wolf, arbeitet schon viele Jahre für unseren Verein und wir alle wissen, dass dies viel Arbeit bedeutet. Für das fachmännische, vorwiegend stille Wirken, sei Peter ganz herzlich gedankt.

Viele andere haben ebenfalls mitgeholfen, die Vereinsarbeit zu erledigen. Dazu gehören auch die nicht speziell erwähnten Mitglieder des Vorstandes, der Kommissionen, Stubenmeister, Revisoren und alle aktiven Mitglieder unseres Artillerievereins Luzern – Gesellschaft zum Wasserturm .

Andrea Grisch, Präsident



Jahresbericht des Ausschusses der Alten Garde 2015

8 Kameraden haben uns im vergangenen Jahr verlassen, darunter 2 Ehrenmitglieder. Es sind dies die Kameraden Haslimann Max und Oswald Kaspar. Wir wollen Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren und den Hinterbliebenen wünschen wir viel Kraft und Zuversicht. Anlässlich unseres Bittgottesdienstes zu Ehren unserer heiligen Barbara
ergab das Opfer den Betrag von Fr. 436.—, vielen Dank. Das Geld wurde an das Blindenheim Horw überwiesen.

Der Familienausflug zur Vogelwarte Sempach wurde von 25 Personen – darunter ein einziges Kind – besucht. Den Helfern und den Freunden des Militär-Sanität-Vereins Emmen, die uns die erste Hilfe instruierten, möchte ich hier noch einmal danken (siehe Bericht im Artillerist, Oktober No. 4). Ein Familienausflug AVL wird von der Alten Garde
für Sonntag, 11. September 2016 zu den Höllgrotten in Baar ZG organisiert.


Franz Erni, Obmann Alte Garde



Jahresbericht der Schiesskommission 2015

An der GV 2014 wurde ich zum OSM gewählt. Mein Motto und das der Schiesskomission ist und war «Geselligkeit ist Trumpf», deshalb hat sich die Schiesskommission dazu verpflichtet, vermehrt an geselligen Anlässen teilzunehmen.

Der Auftakt war das Solog-Schiessen, wozu uns der Solog herzlich eingeladen hatte. Das Schiessen mit Grosskaliber-Munition machte vielen Kameraden Spass. Auch das anschliessende Grillieren kam bei den AVL-Kameraden gut an.

Das «Barbaraschiessen 2015» in Stans war gut organisiert. Funktionäre konnten früher Schiessen, was rege genutzt wurde. Der AVL nahm zudem am Überfallschiessen in Ennetmoos teil, und zwar zusammen mit «Studenten-Schützen» aus Zürich. 2016 wird der Artillerieverein wieder am Solog- und Überfallschiessen teilnehmen. Aufrufe werden im Artillerist und auf der Homepage platziert.

Beim VSAV-Schiessen nahmen wieder etwas weniger Schützen teil als letztes Jahr und wir hatten zum ersten Mal mehr Pistolen- als Gewehrschützen. Nehmt doch am VSAVSchiessen teil, es ist eine gute Übung und braucht keine Schiesslizenz.

Der Artillerieverein nahm zum 40. Mal am Ustertag teil. Wie schon Tradition, fuhren wir mit Car nach Uster. Zum Jubiläum bekam jeder Schütze ein Sackmesser in der Farbe blau mit der Gravur «40 Mal Ustertag AVL». Wir wurden vom OK-Präsident herzlich begrüsst und jeder Schütze bekam noch eine süsse Erinnerung aus der Konditorei, «Schlossgeister Uster» . Danach fuhren wir ins Restaurant Neuhof, wo es wie immer ein feines Nachtessen gab.

Ich möchte mich hiermit bei meinen Kameraden der Schiesskommission und allen Helfern für ihren Einsatz bedanken. Wir alle von der Schiesskommission freuen uns, Euch in der kommenden Saison zu den Schiessanlässen zu begrüssen.

Adrian Achermann, Oberschützenmeister AVL




Jahresbericht der Turmkommission 2015

Die Turmkommission darf wiederum auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Als verantwortlicher Turmvogt liegt es mir daran zu danken. Der Turmkommission und allen Stubenmeisterinnen und Stubenmeister für grossen Ihren Einsatz. Dank der zuverlässigen und sehr guten Arbeit welche das ganze Teams leistet, können wir erfolgreich arbeiten. Ganz besonders freut es mich, dass uns Dr. Werner Sarbach immer zur Seite steht und mit viel Liebe unsere Sammlung in der Rüstklammer ergänzt.

Im 2015 tagte die Turmkommission zweimal und erledigte die ihr zufallenden Geschäfte und fällte ihre Beschlüsse im Bereich Unterhalt und Investitionen. Sehr schätze ich die Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern und bedanke mich dafür.

Auch im 2015 haben wir einiges in den Unterhalt und die Werterhaltung investiert. So haben wir zusammen mit Sponsorenunterstützung 16 Stabellen angeschafft. Weiter habt ihr sicher gesehen, dass an speziellen Feiertagen Fahnen den Turm schmücken. Wir haben Fahnenstangenhalterungen montiert, welche es uns ermöglichen ohne grossen
Aufwand die Schweizer- und Luzernerfahne auszuhängen. Im Unterhaltsbereich haben wir nebst vielen kleinen Unterhaltsarbeiten einen neuen Geschirrspühler angeschafft.

Auch im 2016 werden wir etwas in den Unterhalt investieren. Wir dürfen auf ein gutes Jahr zurückblicken. An 247 Anlässen, davon 41 Führungen für Luzern Tourismus und 61 vereinsinterne Anlässen, durften wir insgesamt etwa 4’447 Personen im Turm begrüssen. Die Anlässe brachten uns beträchtliche Turmgebühren ein, was uns auch erlaubt die notwendigen Investitionen im Turm zu finanzieren. Aus dem Wirtschaftsertrag konnten wir dem Verein eine Gewinnablieferung zufliessen lassen.

Die Gästezahl an Stammabenden im 2015 war sehr unterschiedlich. Manchmal waren die Stubenmeister fast alleine und einige Mal hatten wir zu wenig Platz. Ich rufe alle Mitglieder auf, doch vermehrt die Gelegenheit zu benutzen, sich bei einem guten Glas Wein mit Kameradinnen und Kameraden im Turm zu treffen.

Renato Steffen, Turmvogt


Jahresbericht Sport- und Technische Kommission 2015

Einleitung
Heute stelle ich Ihnen den 14. Jahresbericht seit meiner Wahl in die Verantwortung als Vorsitzender der Technischen Kommission vor. Mit viel Freunde darf ich Ihnen die Aktivitäten unserer Wehrsportler, der Distanzmarschierer, der Mehrkämpfer, der Langstreckenläufer, der Wanderfreunde und auch einige wichtige wehrsportbezogene Schiessresultate unseres Vereins für das vergangene Jahr 2015 vorstellen.

Ich freue mich an dieser Stelle die ausserdienstlichen und militärsportlichen Erlebnisse und Fakten unserer begeisterten aktiven und junggebliebenen Vereinsmitglieder zusammen zu tragen. Einem 155-jährigen Verein mit über 500 kompetenten und an ausserdienstlichen, wehrsportlichen Aktivitäten interessierten Mitgliedern als militärsportlicher
Leiter vorzustehen, ist eine besonders herausfordernde Aufgabe, die mich immer wieder mit viel Genugtuung und Spass erfüllt. Daher lohnt es sich, sich hier einige Stunden an die Tastatur des elektronischen Schreibautomaten zu setzen und mit viel Einfallsreichtum auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken und all die besuchten wehrsportlichen Anlässe und ausserdienstlichen Veranstaltungen sowohl in Zahlen, als auch in wohlwollenden Worten zusammenzufassen.

Der Artillerieverein Luzern – die Gesellschaft zum Wasserturm ist nach wie vor ein bedeutender Luzerner Verein, wo die Kultur rund um den Wasserturm, Traditionen und die Geselligkeit gepflegt werden und das ist gut so. Nicht vergessen dürfen und wollen wir, dass der uniformierte Ausdauersport, die ausserdienstlichen, militärsportlichen Tätigkeiten und Wettkämpfe eine unserer Kernkompetenzen sind. Nach wie vor haben wir Vereinsmitglieder, die den ausserdienstlichen uniformierten Ausdauersport mit grossem Stolz ausüben oder sogar zelebrieren. – Jedoch mit Blick in die Zukunft
werden wir aufgrund der strukturellen und politisch gewollten Veränderungen in der Armee gefordert sein, nach neuen Ufern aufbrechen zu müssen.

Unser reichhaltiges Jahresprogramm gab auch im vergangenen Jahr den TeilnehmerInnen die Möglichkeit das Schweizer Kreuz und unsere Standarte mit grossem Stolz durch das Wettkampfgelände zu tragen. Wenn es all diesen Aktiven gelingt die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu ergattern, darf sich der Ausgezeichnete und tüchtige Medaillenträger selbstverständlich als Aushängeschild des uniformierten Sports und des Artillerievereins betrachten. Als verantwortlicher Sportleiter ist es mir eine Ehre all diesen verdienten Kameraden zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Sie waren auch im vergangenen Jahr stolze Leistungs- und Werbeträger für unser Milizsystems und vorbildliche
Sportler in Uniform, die einen grossen Applaus verdienen.

Damit dies auch erfolgreich gelingt, braucht es Strukturen, wo die Athleten eingebettet und aufgehoben sind und zu diesen gehört auch der Artillerieverein Luzern mit seinem abwechslungsreichen Jahres- und Tätigkeitsprogramm. Auch hier ein Bravo an all diejenigen Verantwortungsträger, die das Ihre dazu beitragen. Auch im abgelaufenen Jahr war unsere Vereinszeitschrift «Der Artillerist» und unsere Internetseite Träger zahlreicher bebilderter Berichte und Reportagen. Sie beweisen, dass der uniformierte Sport wie wenig andere Freizeitaktivitäten nach wie vor abwechslungsreich, attraktiv, herausfordernd und eingebettet in die für Viele wohl schönste Zeit, unsere Freizeit, ist!
Selbstverständlich freut uns, wenn wir an den Anlässen positiven Zuspruch der Zuschauer wahrnehmen und den wohlwollenden Applaus geniessen dürfen. Wir Wettkämpfer und marschierenden Aushängeschilder sind uns auch immer wieder bewusst, dass die Unterstützung, das Daumendrücken und der Applaus nicht nur im Wettkampfgelände,
sondern auch von zuhause aus erfolgt. Auch dafür klatschen wir in die Hände und sprechen ein grosses Dankeschön aus!

Umfeld eines traditionellen, ausserdienstlichen Vereins
Ich gehe kurz auf das Umfeld ein, in dem auch der Artillerieverein Luzern und damit auch wir Wehrsportler uns bewegen. Die Welt im Allgemeinen und sogar auch Europa waren in den vergangenen 12 Monaten in katastrophalen kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt. In Europa üben sich die Politiker in Kriegsrhetorik. Unser westliches
Nachbarland Frankreich sagt klar und deutlich, wir sind gegenwärtig im Krieg und der Präsident liess sich für mindestens drei Monate besondere Vollmachten geben, um den Ausnahmezustand auszurufen. Etwas, das in Deutschland und der Schweiz unvorstellbar wäre. Während früher völkerrechtlich anerkannte Staaten sich den Krieg erklärten, gegeneinander Waffengänge führten und sich bekämpften, so sind es heute Staaten, die gegen aufkommende terroristische Gewalttäter und in führungslosen und keiner staatlichen Kontrolle unterliegenden Territorien Auseinandersetzungen mit brutalster Waffengewalt und Völkermorden liefern.

Traditionsgemäss und glücklicherweise war und ist die Schweiz davon verschont. Was der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu schaffen machte und weiterhin stark beschäftigt, ist der am 15. Januar 2015 getroffene Entscheid der SNB (Schweizerischen Nationalbank), die Anbindung des Schweizer Frankens an den Euro seit Sept. 2011 zu verlassen und den Franken damit aufzuwerten. Dadurch verteuern sich die Exporte und die Preise einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, der Tourismus, werden mit einem Paukenschlag und von einem Tag auf den andern um rund 15 – 20 % erhöht.

Trotzdem floriert unser Erfolgsmodel SCHWEIZ nach wie vor und wir sind immer noch gut aufgestellt. Ein etwas geringeres Wachstum, bedingt durch die zuvor geschilderten Ereignisse führen zu einer äusserst schwierigen Wettbewerbsfähigkeit. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote noch auf einem erträglichen Niveau, die für unseren Haushalt
notwendigen Steuereinnahmen sind vorhanden, wenn auch etwas bescheidener als in den Jahren zuvor. In den meisten internationalen Ratings nimmt die Schweiz nach wie vor Spitzenplätze ein.

Persönlich bin ich überzeugt, dass nur politische Stabilität, eine florierende Wirtschaft, berechenbare Rechts- und Planungssicherheit und soziale Gerechtigkeit, uns die Mittel für das Ausüben unserer kulturellen und sportlichen Freizeitbeschäftigungen wie zum Beispiel den Ausdauersport und speziell unsere vielseitigen Aktivitäten im Artillerieverein erlauben! Die Veranstalter, die uns die Wettkämpfe anbieten, benötigen gute Sponsoren. Der Bund mit dem Verteidigungsdepartement benötigt ausreichend Steuereinnahmen um die Armee mit ihren Dienstleistenden auftrags- und zeitgemäss ausrüsten zu können. Das wiederum gewährleistet uns, auf die Logistikbasis der Armee zurückgreifen zu dürfen.

Auch im Jahr 2015 passierten zahlreiche weniger erfreuliche oder sogar sehr tragische Ereignisse. Denken wir nur an den Konflikt in der Ukraine, verursacht durch von Russland gestützte Kräfte. Diese kriegerische Auseinandersetzung ist noch immer ungelöst. Die mörderischen Terroranschläge, der unbegreifliche Flugzeugabsturz und die kriegerischen Auseinandersetzungen brachten auch in Europa eine grosse Unruhe und Ausnahmezustände.

Sehr kläglich und für die Betroffenen äusserst tragisch sind die modernen Armutswanderungen, Flüchtlings- und Migrationsbewegungen nach Mitteleuropa. All diese Ereignisse fordern neben den nötigen polizeilichen und zivilen Sicherheitskräften, vor allem eine starke miliztaugliche Verteidigungsbereitschaft. Der Bund und damit wir alle sind
heute gefordert, die Beratungen um die Weiterentwicklung der Armee entsprechend unseren berechtigten Sicherheitsbedürfnissen und den daraus resultierenden Aufgaben für eine schlagkräftige und starke Armee zu unterstützen.

Die diesjährigen gesamtschweizerischen Erneuerungswahlen in unsere beiden Parlamentskammern haben wohl die bürgerlichen Kräfte leicht gestärkt. Trotzdem ist die politische Wirklichkeit auch im neuen Parlament diesbezüglich alles andere als erfreulich. Die WEA sieht für die nächsten Jahre nur das politisch machbare von 100’000 AdA und rund 5 Milliarden für die Verteidigung pro Jahr vor. Wird dies reichen oder wird sich dies einmal rächen? Die zukünftigen Generationen und die Geschichtsschreibung werden dies beurteilen!

Zusammenfassend sehe ich die gut eidgenössischen Lösungsprozesse mit ihren demokratischen Volksentscheiden positiv und als einen wesentlichen Teil des Erfolgsmodels SCHWEIZ um das uns viele andere demokratische Staaten beneiden! Wir Wehrsportler werden zu unserer Armee stehen und dies immer wieder mit unseren Mitteln, dem Laufen,
Marschieren und Schiessen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung überzeugend beweisen! – Die ausserdienstlichen Tätigkeiten mit dem Militärsport sind eines der Bindeglieder zwischen der Bevölkerung und unserer Milizarmee! Hier beweist sich der Sportler in Uniform oder der Uniformierte als vielseitig Aktiver und Leistungssportler! –
Als Mitglied des Artillerievereins Luzern darf uns dies nicht gleichgültig sein.

Nun werte Leserin, geschätzter Leser dieses Jahresberichts, sie haben bestimmt Verständnis dass ich hier nicht weiter auf die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten und auch nicht auf all die weiteren grossen Erfolge und Errungenschaften eingehen werde, sondern mich auf die Aktivitäten unseres Vereins, den Artillerieverein Luzern beschränke. Tatsache ist, dass unser Verein einen Beitrag zur sportlichen und kulturellen Vielfalt unserer Stadt, des Kantons und auch des Landes leistet. Wir sind stolze Artilleristen und Wehrsportler! Ich komme zum eigentlichen Rückblick und Jahresbericht unseres Vereins:

1. Allgemeiner Rückblick
Ich danke an dieser Stelle all meinen Kameraden, die im vergangenen Jahr regelmässig an unseren Aktivitäten und Sportanlässen aktiv oder als Funktionäre teilgenommen hatten. Einen grossen Dank verdienen auch meine Vorstandskameraden, die mich in meinen organisatorischen Tätigkeiten wohlwollend und grosszügig unterstützt haben
Dem Leiter der Marschgruppe, Four Yves-Marc Häfliger, gratuliere ich für die kompetente Wahrnehmung der Aufgabe des Marschleiters, des Jahresmarschplangestalters und danke Yves-Marc für die gute Zusammenarbeit.

Ebenfalls bedanke ich mich bei allen Mitgliedern und deren Angehörigen, die den Verein mit ihren Mitgliederbeiträgen, grosszügigen Spenden und einem riesen Applaus unterstützt und damit zu einer erfolgreichen Vereinskultur beigetragen haben. – Macht weiter so!

Einen speziellen Dank gehört auch den Veranstaltern und Organisatoren von ausserdienstlichen, militärsportlichen Anlässen. Ohne ihrem Engagement und den unermüdlichen Arbeits- und Organisationseinsätzen könnten wir unsere Märsche und Lieblingssportarten gar nicht ausüben.

2. Vorstandstätigkeit
Das vergangene (Verbands-) Vereinsjahr 2015 begann wie immer am 1. November 2014. Der Vorstand, wo ich auch Einsitz habe, hatte an neun Strategie- und Vorstandssitzungen, am 3. November 2014, 5. Januar, am 17. und 30. März, am 8., 21. und 23. Juni, am 14. September und am 27. Oktober 2015 getagt, um die Geschicke des Vereins
zu führen. Unserem Präsidenten danke ich an dieser Stelle für seine kompetente und umsichtige Vereinsführung und das der Technischen Kommission geschenkte Vertrauen. Über die einzelnen Strategie- und Vorstandssitzungen liegen Beschlussprotokolle vor. Am Revisorenrapport im Januar 2015 vertrat ich die Technische Kommission und konnte
Rechenschaft über die Verwendung der finanziellen Mittel abgeben. Ich stelle fest, dass der Artillerieverein Luzern nach wie vor auf einer gesunden finanziellen Basis steht.

3. Technische Kommission
Das vergangene Vereinsjahr 2015 hat die Technische Kommission in der folgenden Zusammensetzung in Angriff genommen:
• Vogel Urs, Rheinfelden, Chef Technische Kommission (seit November 2002)
• Häfliger Yves-Marc, Luzern, Marschgruppenleiter (seit Januar 2013)


4. Statistiken / Ausserdienstliche Aktivitäten
Wertungsberechtigte Anlässe

Anlässe Anzahl Teilnemer (Mann/Tage)  
2015 2014 2013  
Total 556 529 514  
VSAV/Barbara-Schiessen 69 68 54  
Weitere Schiessübungen 10 0 0  
         
Wehrsport
• Märsche 214 159 202  
• Mehrkämpfe 7 2 5  
• Waffenläufe 10 12 16
• Langstreckenläufe zivil 12 7 6  
• Funktionärsaufgaben 0 31 0
         
Wanderungen 12 10 14  
Sicherheitspolitische Vorträge 7 16 0  
Gesellschaftliche Anlässe 146 95 138  
Repräsentationen / Sitzungen 93 126 62  
       

5. Kommunikationsorgane
5.1. Internetauftritt: www.avluzern.ch
Als elektronische Kommunikationsplattform stand uns auch im vergangenen Jahr unsere Internetseite www.avluzern.ch zur Verfügung. Hier danke ich speziell unserem Webmaster und meinem Vorstandskameraden Peter Imgrüt, der uns diese Plattform immer aktuell hält. Bravo und ein herzliches Dankeschön an Peter Imgrüt!
5.2. Der Artillerist
Als Kommunikations- und Informationsorgan stand uns auch in diesem Jahr der «Der Artillerist» zur Verfügung. Als Vorsitzender der Technischen Kommission und manchmal auch als Berichterstatter der einen oder anderen ausserdienstlichen, militärsportlichen Aktivität, darf ich hier regelmässig ein paar Zeilen schreiben. Die einzelnen Berichte, auch diejenigen meiner Sportskameraden, wollen Sie jeweils in den entsprechenden Ausgaben nachlesen und auch als Bestandteil dieses Jahresberichtes betrachten.
Speziell möchte ich unserem Vorstandskamerad und Redaktor Peter Imgrüt an dieser Stelle für die umfassende Gestaltung unseres Vereinsorgans danken. Ein weiteres Dankeschön verdienen diejenigen Vereinskameraden, die auch immer wieder zur Feder greifen oder in die Tasten hauen und einen aufschlussreichen und interessanten Beitrag
leisten. – Bravo und einen herzlichen Dank!

6. Vertretung des Artillerievereins Luzern nach Aussen / Verbandstätigkeit
Am Samstag, 17. Januar 2015 nahm ich aufgrund der Einladung an der 58. Generalversammlung der Wehrsportgruppe Schwyz in ihrem Stammlokal im Kantonshauptort teil und überbrachte die besten Grüsse der Luzerner Artilleristen. Speziell durfte ich die jahrelange gute Zusammenarbeit, die Kameradschaft und die immer erfolgreichen, gemeinsamen Auftritte am Viertagemarsch in Holland erwähnen, wenn eine der beiden Marschgruppen nicht auf den vorschriftsgemässen Bestand kam.

Am Montag, 2. März 2015 vertraten wir, unser Marschgruppenleiter Yves-Marc Häfliger und meine Wenigkeit den Artillerieverein Luzern am Rapport des Heeres / der SAT (Schiessen und Ausserdienstliche Tätigkeiten) für die Marschgruppenleiter des Schweizerischen Marschbataillons in Aarau. Dies war das Informations- und Vorbereitungsmeeting auf den 99. Viertagemarsch 2015 in Nijmegen (Niederlande).

Am Samstag, 25. April 2015 vertrat ich den Artillerieverein Luzern an der Übungsleiterkonferenz des VSAV (Verband Schweizerischer Artillerievereine) und am Sonntag, 26. April 2015 nahm ich an der 123. Delegiertenversammlung des VSAV-ASSA in Stans-Oberdorf teil. Als Chef Ausbildung oder zentraltechnischer Leiter habe ich selbstverständlich auch Einsitz im Zentralvorstand und nehme regelmässig an den entsprechenden Sitzungen für die Verbandsführung teil.

Am 25. April 2015 nahm ich am 71. Barbara-Schiessen organisiert vom AV Nidwalden / Engelberg in Stans teil.

7. Märsche – Mehrkämpfe – Wettkämpfe – Läufe und andere Vereinshöhepunkte

7.1. Die Teilnahme am 99. Internationalen Viertagemarsch in Nijmegen
Zum 55. Mal nahm eine Marschgruppe des Artillerievereins Luzern erfolgreich an der weltweit grössten Marsch- und Walking-Veranstaltung teil. Unser Verein brillierte wieder mit 14 uniformierten Marschierern, 4 zivil laufenden Kameraden und dem Kdt des Schweizerischen Marschbataillons, total 19 Teilnehmer, die die Farben der Schweiz und unseres Vereins mit Stolz vertraten. Ich gehe hier nicht weiter auf diesen einmalig schönen Anlass ein und verweise auf den ausführlichen Bericht in der Oktober-Ausgabe 2015 des «Der Artillerist».

7.2. Die Teilnahme an den offiziellen uniformierten Distanzmärschen
Im Verbandsjahre 2014/2015 nahm eine Marschdelegation des Artillerievereins Luzern Erfolgreich an den folgenden uniformierten Distanzmärschen teil:
8. November 2014, 56. Luzerner Distanzmarsch, mit 15 Teilnehmern in Sempach;
6. Dezember 2014, 58. Berner Distanzmarsch, mit 2 Teilnehmer in Thun;
18. April 2015, 47. Marsch um den Zugersee, mit 11 Teilnehmern;
13./14. Mai 2015, 25. Rigi-Marsch, mit 5 Teilnehmern;
16./17. Mai 2015, 56. Schweizerischer Zweitagemarsch, mit 16 Teilnehmern in Bern-Belp;
6./7. Juni 2015, 40. Klettgauer Marschtage, mit 3 Teilnehmern in Waldshut-Tiengen (BRD);
12./13. Juni 2015, 100- km-Militärpatrouillen-Lauf/Marsch, mit 2 Teilnehmern in Biel;
20./21. Juni 2015, 46. General Guisan-Marsch, mit 2 Teilnehmern in Mézières VD;
3./4. Okt. 2015, 54. Bündner Zweitagemarsch, mit 3 Teilnehmern in Chur.

7.3. Die 8 Waffenläufe
Acht Veranstaltungen zählten zur Schweizer Waffenlauf-Jahresmeisterschaft 2015. An allen diesen Waffenläufen waren Mitglieder des Artillerievereins Luzern erfolgreich über die anspruchsvollen Distanzen gelaufen. Hier halte ich jedoch die Waffenläufe fest, die in unserem Verbandsjahr stattfanden, die beiden Anlässe vom November 2015,
werden ihre Erwähnung erst im nächsten Jahr finden.

Waffenlauf im Allgemeinen benötigt überdurchschnittlich viel Härte und Durchstehvermögen. Es ist eine eindrückliche Herausforderung mit unzähligen wunderschönen Erlebnissen in der freien Natur, im Wald, an Bächen entlang und über Wiesen. Hinter dem Waffenlauf steckt manchmal bestimmt auch etwas laufsportliches Abenteuer. Um erfolgreich all diese militärsportlichen Herausforderungen absolvieren zu können braucht es Beständigkeit und Treue zum Laufen im Allgemeinen und zum Waffenlauf im Speziellen. Es verlangt abwechslungsreiches und regelmässiges Lauftraining, bei
schlechtem, wie bei schönem Wetter, bei Hitze, Kälte, Regen und Schnee. – Als Waffenläufer verbergen wir nicht, dass das Laufen im Tarnanzug und mit der Gewehrpackung, für manch einen neben der sportlichen Herausforderung immer wieder auch eine verteidigungspolitische Meinungsäusserung ist.

2. Nov. 2014, 3. Niederbipper Waffenlauf, 21,1 km, 1 AVL-Teilnehmer;
16. Nov. 2014, 80. Frauenfelder Militärwettmarsch, Frauenfeld, 42,2 km, 1 AVLTeilnehmer;
3. Mai 2015, 8. Domleschger Waffenlauf, Scharans GR, 14,2 km, 1 AVL-Teilnehmer;
23. Mai 2015, 12. Sprint Waffenlauf Wohlen, Wohlen AG, 10,0 km, 1 AVL-Teilnehmer;
30. Mai 2015, 9. Lenzburger Waffenlauf, Lenzburg AG, 14,4 km, 2 AVL-Teilnehmer;
28. Juni 2015, 9. Fricktaler Waffenlauf, Kaisten AG, 16,7 km, 2 AVL-Teilnehmer;
6. Sept. 2015, 5. Murianer Waffenlauf, Muri AG, 14,8 km, 1 AVL-Teilnehmer;
17. Okt. 2015, 3. Burgdorfer Waffenlauf, Burgdorf, 15,2 km, 1 AVL-Teilnehmer

7.4. Mehrkämpfe
17. Oktober 2015, Seetaler Mehrkampf in Hochdorf, Mehrkampf, 1 AVL-Teilnehmer;
18./19. Sept. 2015, Regionale Artillerie Sporttage in Inwil, Zweikampf, organisiert vom Artillerieverein Oberseetal, 5 AVL-Teilnehmer;
19. September 2015, Regionale Artillerie Sporttage in Inwil, Mehrkampf, organisiert vom Artillerieverein Oberseetal, 1 AVL-Teilnehmer.

Dieses Jahr kam der beste Zweikämpfer aus dem Artillerieverein Luzern. Unter 77 Teilnehmern gewann unser Kamerad Paul Achermann aus Urswil den Zweikampf mit Total 118 Punkten. Neben einem äusserst guten Schiessresultat, fand Paul Achermann sämtliche seine Würfe im Ziel und war auch hier der absolut Beste. – Im 22. Rang finden wir Renato Steffen mit 97 Punkten. Allen unseren fünf erfolgreichen Athleten einen herzlichen Glückwunsch!

7.5. Vereinswanderung
An der diesjährigen, auf zwei Tage aufgeteilten Herbstwanderung mit Start in Schaffhausen und durch das Klettgau ins Hallauische Trasadingen nahmen 6 Vereinsmitglieder teil. Bei wunderschönem Herbstwetter mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen war es eine geglückte Wanderung in einer für die meisten unbekannten Gegend. Auch
dieser Anlass verdient es, im Jahresbericht erwähnt zu werden. Hier verweise ich auf den ausführlichen Bericht in dieser Ausgabe des «Der Artillerist».

7.6. Marschübungen im Gruppenverband
• 22. März 2015, Marschübung im Oberen Fricktal mit 8 Teilnehmern, Wittnau AG
• 11./12. April 2015, Zweitägige Marschübung St. Galler mit 7 Teilnehmern, Rheintal und Appenzell
• 2. Mai 2015, Marschübung im Raum Root – Luzern mit 5 Teilnehmern
• 31. Mai 2015, Marschübung 50 km durchs Emmental mit 5 Teilnehmern, Hindelbank BE
• 27. Juni 2015, Marschübung im Entlebuch mit 6 Teilnehmern, Schüpfheim LU
• 5. Juli 2015, Marschübung auf dem Weg der Schweiz mit 11 Teilnehmern, (vom Rütli nach Seelisberg und um den Urnersee nach Brunnen)

7.7. Zivile Laufsportveranstaltungen
• 10. Oktober 2015, 41. Hallwilersee-Lauf (21,1 km) mit 4 Teilnehmern, in Beinwil am See
• 25. Oktober 2015, 9. Luzern Halbmarathon (21,1 km) mit 2 Teilnehmern

Diese beiden Laufsportanlässe haben seit einigen Jahren einen festen Bestandteil in unserem Jahresprogramm und gehören somit in den Jahresbericht.

7.8. Die 154. Generalversammlung vom 25. März 2015
Vor den 56 versammelten Vereinsmitgliedern durfte ich die Technische Kommission vertreten und über die erfolgreichen ausserdienstlichen militärsportlichen Tätigkeiten berichten und Auskunft erteilen. – Das von unserem Aktuar verfasste Protokoll gibt über die behandelten Themen und Entscheidungen Auskunft.
Unter dem Traktandum Ehrungen und Absenden durfte ich die erfolgreichen Gewinner ehren und Ihnen ihre verdiente Auszeichnung überreichen. Für alle Wertungen liegt eine Rangliste vor, die den Teilnehmern abgegeben wurde.

8. Schlusswort
Ich komme zum Schluss des Jahresberichts 2015 und spende allen verdienten Militärsportlern, Ausserdienstlichen und übrigen aktiven Vereinsmitgliedern einen riesen Applaus, ein Bravo und ein Dankeschön für den Einsatz und die hervorragenden Leistungen. Einen speziellen Dank verdienen vor allem auch unsere Partnerinnen und Familienangehörigen, die für unsere Freizeitbeschäftigung so viel Verständnis aufbringen!

Erwähnen darf ich, dass der Artillerieverein Luzern einen dynamischen Vorstand hat, der wesentlich zur erfolgreichen Vereinskultur beiträgt. Diejenigen, die dem Vorstand, der Technischen Kommission und mir immer wieder wohlwollende und positive Rückmeldungen liefern und den Verein mit einer Spende oder anderen Beiträgen unterstützen, denen sage ich ebenfalls herzlichen Dank!

Als Marschierer und Läufer im Tarnanzug sind wir einem harten Wettbewerb in der Vielzahl von neuzeitigen Freizeitbeschäftigungen ausgesetzt. Es liegt nun an uns, dem Zeitgeist zu trotzen und Werbung für unseren so geliebten Sport und unsere Vereinskultur der ausserdienstlichen Vielseitigkeit zu machen. Wir sind in der Pflicht uns durch unser
engagiertes Teilnehmen an den Anlässen und am Rekrutieren neuer junger Marschierer und Wehrsportler aktiv hervor zu tun und Kameraden aus dem persönlichen Umfeld zu umwerben. Wir müssen junge Armeeangehörigen persönlich mit dem uniformierten Sport vertraut machen, aktiv für die ausserdienstlichen Tätigkeiten werben, damit wir unseren Lieblingsport auch weiterhin erfolgreich ausüben können. Dies garantiert dem Verein eine prosperierende Zukunft und stellt dessen Fortbestand sicher. – HerzlichenDank!

Mit dem Aufruf: «Macht in der neuen Saison ebenso fleissig und zahlreich mit! Es lohnt sich!» Denn auch das Jahr 2016 wird uns mit positiven Neuerungen und vielversprechenden Veränderungen erwarten, freuen wir uns!

Urs Vogel, Leiter Technische Kommission