Salutschiessen 2018 –
Divertimento lockert Trockenübung auf
Die Freude war riesig: Auch am diesjährigen 1. August war mit grossartigem Wetter zu rechnen. Ein schöner, heisser Sommertag, blauer Himmel – lautes Knallen und Pulverrauch – was wünscht man sich mehr? Allerdings hatte die Geschützmannschaft die Rechnung ohne eine gewichtige Gegnerin gemacht, welche zunächst nicht wahrgenommen
bzw. völlig unterschätzt wurde: die Trockenheit.

Normalerweise spült man eine solche spätestens beim anschliessenden Apéro im Grand Casino Luzern mit einem Glas Weissen runter – diesmal war es allerdings ganz anders: das Verschiessen von Schwarzpulver war aufgrund der allgemeinen Brandgefahr nicht zu verantworten und somit verboten. Normalerweise wäre es somit angezeigt gewesen, die Krupp-Geschütze zu Hause zu lassen (dann muss man sie wenigsten nicht putzen). Wäre da nicht noch eine kleine Überraschung gewesen: Einige Wochen vor dem Nationalfeiertag wurde der AVL von einer Film-Produktionsgesellschafft angefragt, ob Divertimento vorbeikommen und sich der Geschützmannschaft anschliessen dürfte. Für die berühmte 24-Stunden-Liveproduktin von Emmentaler AOP. Divertimento? Gemäss unverzüglich angestellten Recherchen sind das äusserst populäre Kabarettisten; die Aufführungen seien jeweils innert 30 Minuten nach Start des Vorverkaufs weg.







Der AVL – insbesondere der Geschützkommandant und sein Stellvertreter – hatten sich (bereits bevor das volle Ausmass der Trockenheit zu erkennen war) einverstanden erklärt, die berühmten Spassvögel Jonny und Manu in den Reihen der Geschützmannschaft aufzunehmen. Welche Ehre! Und so kam es, dass das Schiessen unter der Leitung des stellvertretenden Geschütz-Kommandanten zwar nicht durchgeführt, aber trocken geübt wurde, und das mit Jonny und Manu direkt am Geschütz! Eine gelungene Überraschung für alle Zuschauer. Unter ihnen auch Stadträtin Franziska Bitzi und ihr Ehemann Adrian Staub.

Danke an dieser Stelle für die jährlich grosszügige Unterstützung der Stadt Luzern! Einweiterer Dank gilt natürlich unserer Geschützmannschaft, unseren Kameraden vom Musikkorps des AV Oberseetal sowie dem Grand Casino Luzern! Nun freuen wir uns auf einen weiteren schönen Sonnentag am 1. August 2019 – aber: die Brandgefahr
soll bitte zu Hause bleiben.

Thomas Christen



Besichtigung der Fliegerabwehr – Lenkwaffenstellung BL 64 (Bloodhound) auf dem Gubel, Kt. Zug, am 15. September 2018


Einleitung

Zu Beginn des „Kalten Krieges zwischen Ost - West“ von 1947 bis 1989, waren die Flieger-, sowie die Fliegerabwehrtruppen Materialmässig total veraltet. Unter strenger Geheimhaltung rüstete die Schweiz in den Jahren 1958 – 1972 im Sektor Luftverteidigung massiv auf. Es entstand ein „Flieger-Höhennetz“, bestehend aus Flugzeugkavernen und unterirdischen Radaranlagen mit den dazu erforderlichen Kommando-Einheiten. Die integrierten Projekte waren: Florida (Luftraum-Überwachung), Mirage (Abfangjäger), sowie Bloodhound (Flab-Lenkwaffen). 1961 sprach das Parlament den Kredit für die Beschaffung des Fliegerabwehrsystems Bloodhound. Der Kredit betrug 300 Millionen Franken. Geplant waren 9 Feuer-Einheiten mit 204 Lenkwaffen. 1963 bewilligte das Parlament weitere 80 Millionen Franken für Landerwerb und Bauten für die ortsgebundenen Lenkwaffenstellungen. 1964 begann in Emmen (Stellung LU) in der ersten Schulstellung die Ausbildung mit 4 Werfern. Die Beschaffung des Bloodhound-Systems wurde 1961 geplant und 1964 an die Armee übergeben, daher lautet die Schweizer Bezeichnung BL 64. 1968 war der Ausbau mit 5 weiteren Stellungen in Torny-le-Grand (Stellung FR), Laupersdorf (Stellung SO), Bettwil (Stellung AG), Schmiedrüti (Stellung ZH) und Menzingen (Stellung ZG) beendet und einsatzbereit. Das System Bloodhound deckte zusammen mit dem System Mirage den Luftraum über die Landesgrenzen bis auf  eine Höhe von über 20 000 Metern ab. 1979 beschaffte die Schweiz aus Schweden 50 weitere Lenkwaffen. Alle Stellungen wurden permanent in hoher Bereitschaft gehalten (im Winter wurden die Triebwerke jeweils, der Witterung angepasst, alle par Stunden auf Betriebstemperatur aufgeheizt). Befanden sich keine Truppen in den Stellungen, übernahmen BAMF-Grenadiere deren Bewachung. 1972 wurde die operationelle Bereitschaft aller neuen Systemkomponenten (Florida, Mirage, BL 64) in einem einzigen Korpsmanöver überprüft. Weil die BL 64 in der Schweiz nicht im scharfen Schuss getestet werden konnte, wurden in den Jahren 1970, 71, 74, 76, 77, 78 und 86 total 17 Lenkwaffen bei Kontrollschiessen in England getestet. Dabei wurden 17 Lenkwaffen verschossen, wobei 14 Volltreffer waren. In den 1980er Jahren wurde das Bloodhound System in Schweden ausgemustert. Die Schweiz kaufte folglich von Schweden eine grosse Anzahl Lenkwaffen und konnte so ihr Arsenal erheblich vergrössern. Auch wurde das System laufend den bedingten Anforderungen (elektronische feindliche Störversuche) nachgerüstet und gegen Ende 1980 neue Computer eingebaut und mit einem neuen leistungsfähigeren Feuerleitgerät versehen. Das System erwies sich als äusserst zuverlässig und erreichte hohe Bereitschaftszeiten. Geplant war die BL 64 bis 2007 in Betrieb zu halten. Die engen Finanzen und die veränderten politischen Rahmenbedingungen führten dazu, dass im Jahr 1999 das System ausser Dienst gestellt wurde.      

Technische Spezifikationen BL 64

Typ:
Hersteller:
Entwicklung:
Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffe
Bristol Aircraft Company
1958

Technische Daten
Länge:
Durchmesser:
Gefechtsgewicht:
Spannweite:
Antrieb:

Geschwindigkeit:
Reichweite:
7,75 m
546 mm
1360 kg
2830 mm
4 Feststoffbooster,
2 Staustrahltriebwerke
Mach 2,6
160 km

Austattung
Zielortung:
Gefechtskopf:
Zünder:
Waffenplattformen:
INS+ halbaktive Radarzielsuche (SARH)
150 kg Continuous Rod
Radar-Aufschlag- und Näherungszünder
Ortsfeste Stellung

Besichtigung Gubel

Vor der Kaserne Allmend begrüsste Obmann Franz Erni um 13 00 unseren Präsidenten Thomas Christen, sowie die leider – nur 7 gemeldeten – Teilnehmenden. Für den Organisator ist es frustrierend, wenn er nach umfangreichen Vorabklärungen das Desinteresse der Abwesenden zur Kenntnis nehmen muss. Nach der Begrüssung verschoben wir via Menzingen nach Gubel, zur heute weltweit einzigen Lenkwaffenstellung de Typs Bloodhound Mark II. Nach der Begrüssung durch Herrn Zimmerli, dem Sachverständigen der MHSZ (Militärhistorische Stiftung des Kantons Zug), der als Elektronikspezialist in den Lenkwaffenstellungen Militärdienst geleistet hat, bestaunten wir Filme über Organisation und in England erfolgte Lenkwaffenstarts, Abwurf der Booster, mit Flugverfolgung bis zum erfolgreichen Zieleinschlag. Die Stellung Gubel war, wie die anderen Stellungen, nicht Permanent durch Truppen besetzt. Im Krisenfall wäre eine erste Staffel Fachpersonal innert Minuten vom Flugplatz Emmen mittels Helis vor Ort gewesen um Zünder einzubauen, Systeme hoch zu fahren, und Bereitschaft zu erstellen. Die Stromversorgung erfolgte durch Netzeinspeisung, im Krisenfall oder bei Übungen durch eigene Generatoren, somit war die Stellung autark.

 
Generatorenraum, Abluftfilter fehlen                                 Schalterraum für Generatoren                 

Radarpanzerturm (Beleuchtungsradar) für zentrale Führung EZ – LUV der Feind meldet, mit Verbindung nach aussen an Alle, sowie dezentrale Führung der Stellung. Die Radaranlage war geschützt gegen feindliche Ablenkstrahlungen. Bei Ausfall, Volltreffer am Radar, wäre die Anlage durch Notradar ersetzt worden.

 

Die Einsatzstelle ist das Rechenzentrum der Feuereinheit. Von hier aus erfolgten  Koordination und Überwachung aller technischen Abläufe vor dem Abschuss einer Lenkwaffe, bis hin zum Treffer im Ziel. Die Kommandosprache war, um Übermittlungsfehler in Wort  und Schrift auszuschliessen, deutsch.

 
Konsolenraum……                                                             mit Relais- und Röhrentechnik

Lenkwaffenmagazin:  Jedes Magazin enthielt eine Lenkwaffe
Klimatisiertes und Atombombensicheres Magazin. Auf dem Gubel befanden sich 96 Lenkwaffen sowie 2 Werfergruppen mit je 4 Werfern.


BL 64 Querschnitt

 
Staustrahltriebwerk oberste Röhre                                        Flügellager mittleres rundes Lager


 
Thermalbatterie
enthält im Lagerzustand feste inaktive                   Ausstellungsgegenstände
Elektrolyte, die erst bei hohen Temperaturen aktiv werden.


 
So präsentiert sich die Werfereinheit des BL 64 Museums auf dem Gubel den Besuchern. Die weisse BL 64 ist ein Ausstellungsobjekt aus Schweden.

Um 16 30 Uhr endete ein sehr interessanter Ausflug in die Lenkwaffentechnik der Vergangenheit. Im Anschluss, bei einem Zobig auf dem Hof Fürschschwand wurden, wie könnte es anders sein, etliche Erinnerungen ausgetauscht. Franz Erni, recht herzlichen Dank für deine immer wieder sehr erlebnisreichen Exkursionen.

Rolf Lötscher (Text und Bilder)

Zusammen 95 Mal den Viertagemarsch von Nijmegen
absolviert
Wieder einmal dürfen wir den Ausdruck «Superlative» verwenden. Denn im wahrsten Sinne des Wortes ist hier mit Glückwünschen nicht zu Vorsicht geraten. Unsere Vereinskameraden Hanneke und Josef Distel haben zusammen 95 Viertagemärsche bestritten und verdienen es hier speziell hervorgehoben zu werden.

Am diesjährigen 102. Viertagemarsch von Nijmegen (Niederlande) vom 17. – 20. Juli 2018 war Hanneke Distel zum 50. Mal erfolgreiche Finisherin und ihr Gatte Josef Distel zum 45. Mal erfolgreicher Teilnehmer. Beide durften unter grossem Applaus und bei bester Gesundheit ihre grossartigen Jubiläen feiern. Beide haben sich zu «Aushängeschildern» hervorgewandert, deren Leistungen kaum mehr zu überbieten sein werden, höchstens von den beiden selber!

Stellen Sie sich vor, beide haben während 50, respektive 45 Jahren alljährlich über vier Tage 40 Kilometer und in den vergangenen Jahren, altersbedingt 30 Kilometer Asphaltstrecke auf Schusters Rappen zurückgelegt, dies muss zuerst gewandert werden! Um diese Wanderleistungen erfolgreich absolvieren zu können, benötigten die beiden auch die entsprechenden Vorbereitungs- und Trainingsmärsche, da kann man bereits von «zwei Leben für die den Wandersport» sprechen!

   

Unseren beiden grossartigen Wandersportlern spenden wir einen kräftigen Applaus und gratulieren für diese ausserordentliche und bestimmt einmalige Topleistung!
Herzlichen Glückwunsch Hanneke und Sepp!

Urs Vogel


102. Internationaler Viertagemarsch Nijmegen
vom 17. bis 20. Juli 2018

60 Jahre Schweizer Marschbataillon am Viertagemarsch Nijmegen

Hallo und willkommen zum Erlebnis 102. Viertagemarsch von Nijmegen in den Niederlanden. Da ich Jahr für Jahr die ehrenvolle Aufgabe habe, einen Rückblick über den erfolgreich absolvierten Vierdaagse unserer Marschkameraden zu verfassen, ist dies für mich auch jedes Mal eine Herausforderung, so kreativ zu sein, dass ich mich nicht alle Jahre mit Altbekanntem und mag es auch noch so interessant sein, wiederhole. Wie beim Marschieren am Vierdaagse, werde ich auch hier mein Bestes geben! Wobei dies für die Neueinsteiger oder jemanden der erst das zweite oder dritte Mal teilnimmt, trotzdem spannend sein kann, kennt er doch das Erlebte und Geschriebene von vor Jahren nicht. Und vermutlich sind es die Wiederholungen, das Jahr für Jahr gleiche Ritual, die gleich anspruchsvollen Strecken, die gleiche Organisation, die fast gleichen MarschteilnehmerInnen, die gleich schmucke Gegend, die immer grossartige Stimmung, das riesen Fest und so weiter, die diese Veranstaltung so anziehend, einmalig und erfolgreich machen. Beweisen tun dies all die Koryphäen, Leistungsträger und grossartigen Langdistanzmarschierer, die bereits 11, 27, 45 oder sogar über 50 Mal den Viertagemarsch im Gelderland zurückgelegt hatten. Und davon hat es einige im Artillerieverein Luzern, die sich sehen lassen dürfen, gehören doch einige «Luzerner Artilleristen» zu den erwähnenswerten und treuen Stützen des Marschbataillons.

In den vergangenen Jahren durften wir allerhand von Jubiläen erwähnen und feiern. Auch dies kann für langjährige Marschteilnehmer und wandersportliche Wiederholungstäter bald zur Gewohnheit werden, respektive es ist für manch einen eine Alterserscheinung. Trotzdem dürfen wir mit grossem Stolz gewisse runde Ereignisse speziell hervorheben: 60 Jahre uniformierte Schweizer Marschdelegation mag für manch langjährigen Hollandmarschierer wie Musik in den Ohren ertönen und somit für zahlreiche Armeeangehörige wie ein fantastischer Klang, der für manch einen Jahr für Jahr tief in die Beine drang, sein!

Als langjähriger Teilnehmer und Beobachter der Marschszene fällt auf, dass unsere AVL-Marschdelegation leider schrumpft und wir in den vergangenen zwei Jahren keine eigene schlagkräftige Marschgruppe zusammenstellen konnten. Somit ordneten wir uns wie im Vorjahr bei der Wehrsportgruppe Schwyz ein. Die Schwyzer waren wieder einmal sehr froh einige Leistungsstarke aus Luzern aufnehmen zu dürfen. – Da gleichzeitig mit unserem Vierdaaagse-Abenteuer die Fussballweltmeisterschaften zu Ende gingen, sehe ich gewisse Gemeinsamkeiten zur AVL-Marschgruppe. Jedes leistungsstarke und brillante Team oder eben auch Aushängeschild hat irgendeinmal seinen erfolgreichen Lebens- oder Leistungszyklus erreicht und muss sich mit der unangenehmen Gegebenheit eines Tiefs auseinandersetzen. So zum Beispiel der mehrmalige Weltmeister Italien und andere grosse Teams wie die Niederlande konnten sich schon gar nicht für die WM qualifizieren. Andere, wie Polen oder der amtierende Weltmeister Deutschland, schieden bereits in der Vorrunde aus! – Somit können auch wir hoffen, dass es bald wieder aufwärts gehen wird und wir wieder zahlreicher werden und uns eine glorreiche Marschzukunft bevorstehen wird.

Bereits zum fünften Mal reisten wir mit dem Bus des Reiseunternehmers Neukomm von Othmarsingen über Basel direkt an die südliche Peripherie von Nijmegen, ins Camp Heumensoord, für eine Woche das wohl berühmteste Zeltlager! Nach der Begrüssung und dem Einrichten ist am Anreisetag speziell die Pflege der Kameradschaft angesagt und für manch Altgedienten und Vielteilnehmer galt; ich drücke es aus mit meiner Interpretation des bekannten Marsches «Alte Kameraden»:

Freunde heut wird’s eine lange Nacht weil wir alte Kameraden sind, Freunde heut wird einer drauf gemacht weil wir wieder beieinander sind. – Heute kommen sie von nah und fern unsere alten Marschkameraden her. – Hoch soll’n sie leben, Wein, Saft und Bier, darauf freuen wir uns hier. – Singt und lacht durch die ganze Nacht, denn wir haben uns ein Jahr lang nicht geseh’n.

Singt und lacht bis der Tag erwacht, weil wir immer zueinander stehn. – Freud und Leid,alles wird geteilt und wir sind doch für einander da, denn wir sind Freunde, gute alteFreunde, Freunde eines ist doch klar. – Kameraden hoch die Tassen bis zum Morgenrot, wir leben nur so kurze Zeit und sind so lange tot. – Ach wie schön war einst die Zeit, als
wir jung war‘n und zum Glück bereit. Ach so vieles ist gescheh‘n, drum seid froh dass wir uns wiederseh‘n.

Lebe heut, schau nicht zurück, denn nur heute findest du beim Marschieren dein Glück, darum hebt das Glas voll Bier und Wein und lasst uns alte Kameraden sein. – Hast du Sorgen schick sie fort, denn noch immer gilt das Wort: schwarz und dunkel ist die Nacht, und aufstehn tun wir immer kurz bevor der Tag erwacht. Leid und Schmerzen das vergeht, weil die Welt sich weiter dreht, darum hebt das Glas voll Bier und Wein und lasst uns alte Kameraden sein!




Morgendliches Melden des Schweizer Marschbataillons: Delegationschef Oberst Edgar Gwerder und Br Marcel Amstutz

           
Eingekleidet für den Einmarsch auf der Via Gladiola       Eine Teilnehmerin, die 4 × 40 Kilometer zurückgelegt hatte


Das diesjährige Vierdaagse-Abenteuer war geprägt von einer einmaligen Schönwetterperiode. Ich meinte, eine Woche ohne Regen, kam in den vergangenen 28 Jahre noch nie vor. Entsprechend war es im Camp Heumensoord trocken und staubig. Kaum hatten wir unsere schwarzen Schuhe auf Hochglanz gebürstet, waren sie nach kurzen Bewegungen ausserhalb der Unterkunft wieder voll sandstaub – wenigstens die manchmal durchschwitzten Tarnanzüge trockneten rasch ab! Mit insgesamt 44‘500 Marschierern und Wanderer aus über 100 Nationen und davon über 5‘700 Militärs absolvierten wir den diesjährigen Viertagemarsch.

Hohe Besuche aus der Schweiz

Dem Schweizer Marschbataillon gaben die beiden höheren Stabsoffiziere (HSO), Br Marcel Amstutz, militärischer Vertreter der Schweiz bei der NATO und der EU am NATO-Hauptsitz in Brüssel und Frau Br Germaine Seewer, Kdt Führungsunterstützungsbrigade 41 die Ehre. Br Seewer ist auch Mitglied des Artillerievereins Luzern und die einzige Frau im Generalsrang der Schweizer Armee und hatte den Viertagemarsch selber schon mehrmals erfolgreich absolviert, so auch dieses Jahr. – Das Kdo Ausbildung war vertreten mit Oberst i Gst Pius Brantschen, Chef Ausbildungsunterstützung im Kdo Ausbildung und mit Frau Katrin Stucki Chef SAT (Schiessen und Ausserdienstliche Tätigkeiten).

Br Germaine Seewer hatte die ehrenvolle Aufgabe anlässlich des Empfangs der Delegationen und Gäste am Montagabend die Grussbotschaft der Schweizer Armee in den Sprachen deutsch, englisch und französisch an die zahlreich geladenen, vor allem ausländischen Gäste aus Politik, Militär und der Organisation, vorzutragen.


           
Br Germaine Seewer                               Aufmerksame Zuhörer.



v.l.n.r: Four Urs Vogel, Stabsadj Renato Steffen,Br Marcel Amstutz, Oberst i Gst Hans Georg Lüber und Oberst John Lingg

Die offizielle Statistik des Veranstalters:
Angemeldete (Teilnehmerlimit)
Gestartet am Dienstagmorgen
1. Tag ausgefallen
2. Tag ausgefallen
3. Tag ausgefallen
4. Tag ausgefallen
Erfolgreich beendet
Ausfallquote
47431
44480
607
1344
1225
298
41006
7,8 %
   


Das Schweizer Marschbataillon mit Teilnehmern des Artillerievereins Luzern
60. Teilnahme der Schweizer Armee;
Schweizer Marschdelegation: Gesamtbestand 237, davon 189 MarschteilnehmerInnen;
58. Teilnahme der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern

AV Luzern-Marschteilnehmer
Four       Vogel Urs
Oberst    Weyermann Sabin
Obgfr Limacher Urs
Oberstlt Premerlani Romeo
Br Seewer Germaine
Stabsadj Steffen Renato

Unser Betreuer:
Wm        Winter Daniel
27. Teilnahme
11. Teilnahme
    11. Teilnahme
9. Teilnahme
7. Teilnahme
6. Teilnahme


9. Teilnahme








(3 x marschiert / 7 x Betreuer)
Vereinsmitglieder als Teilnehmer ausserhalb unserer Gruppe

Ebenfalls verdienen unsere Vereinskameraden die in einer anderen Marschgruppe oder unter den nichtuniformierten MarschteilnehmerInnen eine hervorragende Leistung absolviert hatten, hier erwähnt zu werden.
Oberst   Hansruedi Weber
Frau       Hanneke Distel
Sdt         Josef Distel
53. Teilnahme
50. Teilnahme
45. Teilnahme
 
Vereinsmitglieder mit Führungsaufgaben im Stab des Schweizer Marschbataillons
Br Germaine Seewer



Oberst Edgar Gwerder
Oberstlt Premerlani Romeo
HSO (höherer Stabsoffizier), vertrat die offizielle Schweiz und die Schweizer Armee an den protokollarischen Anlässen und absolvierte erfolgreich die 4 × 40 Kilometer.

Delegationschef und Kdt Schweizer Marschbataillon
LSO Schweizer Marschbataillon und absolvierte geleichzeitig
auch die 4 × 40 Kilometer erfolgreich.

Das erfolgreiche Bestehen des diesjährigen grössten Wanderanlasses verdient für all unsere Gladiatoren des kollektiven Outdoor-Aktivismus einen grossen Applaus, ein Bravo und herzlichen Glückwunsch! Die erfolgreiche Zukunft des Viertagemarsches nimmt dahin gehend Gestalt an, dass sich Jahr für Jahr weit über 50‘000 Wanderinteressierte
für diese einmalige Veranstaltung interessieren. Damit entfernt sich der Vierdaagse Jahr für Jahr mit grossen Schritten und Dynamik vom 100-Jahrjubiläum von 2016. – Zum Schluss heisst es auch dieses Jahr wieder und da wiederhole ich mich zu Recht: Nach dem Marsch ist vor dem Marsch! Beginnen wir jetzt mit den Vorbereitungen, damit es
heissen darf auf Wiedersehen bis zur nächsten, 103. Austragung des Viertagemarsches Nijmegen vom 16.–19. Juli 2019! – Bestimmt werden auch wir wieder mit dabei sein!

Urs Vogel – Chef Technische Kommission und Marschteilnehmer

 
Marschgruppe WSG Schwyz und AV Luzern.

Rückblick Barbara-Bittgottesdienst und Standartenweihe
Traditionell am ersten Samstag im Dezember füllt sich das Rest. Cafè Suisse (Doorzögli) nach 16 Uhr mit vielen Uniformierten der geladenen Fahnendelegationen und denjenigen unserer Geschützmannschaft zum kleinen «Dankes-Apéro», dazu gesellen sich jeweils auch die Mitglieder des Jodelclubs Fluehblüemli, die unseren Gottesdienst jeweils
musikalisch umrahmen. Nach dem Apéro machen wir uns jeweils auf den Weg, diesmal zur Mariahilfkirche, da unsere St. Peterskapelle momentan komplett saniert wird.



Vor Ort sind die Gäste bereits in der Kirche und die Fahnendelegationen zelebrieren den Einzug unter dem Gesang des Jodelclubs. Unter der Leitung unseres Feldpredigers Leopold Kaiser dürfen wir jeweils einen schönen und erlebnisreichen Barbara-Bittgottesdienst erleben und Gedenken dabei unseren verstorbenen Mitgliedern. Zusätzlich hatten wir ein sehr altes Holzstück aus der St. Peterskapelle dabei, dass dann noch geweiht wurde, wobei die eigentliche Weihe der neuen Schweizer Standarte galt.

 Als Fahnengotte amtete Catharina Imbach, Frau unseres Vize-Fähnrichs Kurt Imbach, und als Fahnengötti Div Daniel Keller. Nach dem zusammenstecken der Stangen und dem entrollen während dem Tambourwirbel, konnten wir drei Salutschüsse mit der kleinen Festkanone draussen vor der Kirchentüre «hören» – während die Standarte geweiht wurde. Dieser Moment ging dem einen oder anderen sicher durch Mark und Bein. Nach dem Bittgottesdienst und dem Fahnengruss an unsere heilige Barbara – wir haben sie dieses mal aus dem Wasserturm herausgenommen – ging der Abend weiter im Haus der Gesellschaft der Herren zu Schützen, wo wir gemeinsam unsere Barabarafeier genossen bei gutem Wein, vorzüglichem Essen, guten Gesprächen unter Freunden und bei fätziger Musik…

Kurz gesagt – der Abend war genial und ein lang gehegter Wunsch der Historischen Geschützmannschaft ging in Erfüllung und mit grossem Stolz dürfen wir nun unsere eigene Schweizer Standarte führen. Dass dieses Projekt gelang, ist den vielen Spenden zu verdanken, die wir auf der folgenden Seite gerne erwähnen in alphabethischer Reihenfolge – vielen, vielen Dank!

Marco Wicki
Kommandant Historische Geschützmannschaft/Archivar und Fähnrich





 

 





Start in die Marschsaison 2018
Marschübung in Kaisten im Fricktal

Die Saisoneröffnung des diesjährigen Wehrsportjahres begann am Sonntag, 11. März mit der Marschübung im oberen Fricktal, in Kaisten, dem Wohnort unseres Kameraden und Betreuers Daniel Winter.
Im Gruppenverband marschierten wir auf einer abwechslungsreichen Wegstrecke von Kaisten über den Sulzerberg nach Sulz und auf den Aussichtspunkt «Chaisacherturm», Gemeinde Gansingen, wo wir bei Sonnenschein, jedoch kühlen Temperaturen die einmalige Aussicht betrachteten und den Aperohalt mit einem Glas Weisswein genossen.
Die Fortsetzung des Übungsprogramms im Marschschritt führte uns nach rund 4½ Stunden ans Tagesziel in Kaisten. Bei Dani Winter war Einkehr und wir durften die ausgetrockneten Kehlen gebührend anfeuchten und die verbrauchten Kalorien wieder nachrüsten. Somit war dieser Märzsonntag ein gelungener Anlass. Unserem Kameraden Daniel gebührt ein grosses Dankeschön.

 
Blick auf Gansingen, hinten die Dampfsäule des KKW Leibstadt



Marschübung auf dem Unteren Hauenstein

Der Chronologie unseres Jahresprogramms folgend, stellte sich die nächste Marschübung bereits 14 Tage später, am Sonntag, 25. März 2018 auf dem langgezogenen Juramassiv ein. Auch dieser Anlass hat bereits eine mehrjährige Tradition und die bezaubernde Gegend findet bei den Teilnehmern eine grosse Beliebtheit. Start und Ziel war auch dieses Jahr der Passübergang des Unteren Hauensteins an der Kantonsgrenze Basel-Land - Solothurn.
Dieser Pass war vor der Eröffnung der A 2 und des Belchentunnels am 8. Juni 1966, einer der grossen Nord-Süd-Verbindungen, mit einer für damalige Verhältnisse entsprechenden Verkehrslawine, die sich durch die Dörfer des oberen Baselbiets und den angrenzenden Kanton Solothurn schlängelten. - Heute ist auf dieser Anhöhe glücklicherweise die Ruhe und Gelassenheit zurückgekehrt. Dieses Jahr absolvierten wir unsere Marschübung in östlicher Richtung des Hauensteins über die Fixpunkte wie die «Frohburg» - «Burgweid» - «Burgchopf».
Auch dieses Mal herrschte wunderschönes Wanderwetter mit bereits leicht wärmeren Temperaturen als vor 14 Tagen. Nach dem überqueren der verschiedenen Jurahöhen, kam ein erster Abstieg ins Baselbiet, nach Zeglingen. Anschliessend führte uns der Marschgruppenleiter Richtung Häfelfingen über Mapprach, mit dem einen oder anderen steilen Anstieg um den Wisenberg ins Solothurnische Wisen. In einer der örtlichen Gaststätten machten wir auf der Sonnenterrasse einen verdienten Verpflegungshalt, um danach im Auf und Ab wieder an den Ausgangspunkt in Hauenstein zurückzukehren. Auch hier waren wir um die 5 Stunden unterwegs.


50. Marsch um den Zugersee vom Samstag, 21. April 2018

Ein Traditionsanlass feierte Jubiläum und was für eines, das Fünfzigste! Der Organisator, der UOV Zug zusammen mit der Militärmotorfahrer-Gesellschaft des Kantons Zug waren für das halbe Jahrhundert «Marsch um den Zuger See» verantwortlich. Für uns «Luzerner-Artilleristen» war es auch dieses Jahr die erste uniformierte Marschübung. 11 Kameraden folgten dem Aufruf und nahmen diese Herausforderung oder eine Teilstrecke unter die Füsse. Bei herrlichstem Frühlingswetter gelang uns die Seeumrunden von 31 Kilometern in 5 Stunden und 8 Minuten. Allen Teilnehmern ein grosses Bravo und herzlichen Glückwunsch für den tollen Erfolg.

28. Rigimarsch über 50 km

Die 28. Austragung des Nachtmarsches von Bremgarten im Kanton Aargau, der Reuss entlang auf die Rigi findet immer am Mittwoch vor Auffahrt statt. Es ist ein Distanzmarsch von rund 50 Kilometern und 1500 Metern Höhendifferenz, was in Leistungskilometer deren 65 ausmacht. Dieses Jahr absolvierten am 9./10. Mai vier Marschkameraden unseres Vereins erfolgreich das Abenteuer Rigimarsch. Auch diesen Topmarschierern herzliche Gratulation!

50-km-Marsch durchs Emmental -
Hindelbank BE vom Sonntag, 20. Mai 2018


Für unsere Marschgruppe ist diese Strecke seit ein paar Jahren ein fester Bestandteil unseres Jahresprogramms. Da der offizielle Marsch nicht mehr stattfindet, jedoch die Strecke äusserst anspruchsvoll und abwechslungsreich ist, nehmen wir sie Jahr für Jahr trotzdem unter die Füsse. Für die 50 Distanzkilometer mit zu absolvierenden rund 1000 m Höhendifferenz, was rund 60 Leistungskilometer ergibt, benötigten wir dieses Jahr ziemlich genau 8 Stunden. Hier verdienen die 4 TeilnehmerInnen für ihre hervorragende Ausdauerleistung einen grossen Applaus! - Bravo!

Marschübung in Schüpfheim im Entlebuch

Die letzte Marschübung vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe des «Der Artillerist» fand bei unseren beiden Vereinskameraden Hanneke und Josef Distel in Schüpfheim statt. Wieder waren es sechs Kameraden, die dem Aufgebot Folge leisteten und bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen die anspruchsvollen Anstiege von Schüpfheim über Heilig Kreuz auf die darüber liegende Anhöhe absolvierten. Oben auf dem Berg angekommen, legten wir eine wohlverdiente Pause ein und verköstigten die hinaufgetragene Verpflegung mit zwei Flaschen Wein. Nach der Rückkehr in Schüpfheim, war Einkehr bei Hanneke und Josef, die uns auch dieses Jahr wieder bestens bewirteten. Beiden ein herzliches Dankeschön!

Urs Vogel


Regionale Artillerie Sporttage in Willisau
Die diesjährigen Regionalen Artillerie Sporttage fanden am 27./28. April 2018 in Willisau statt. Der Organisator, der AV Willisau hatte mit einem neuen Konzept das Ziel, wieder mehr Wettkämpfer zu mobilisieren. Dies ist unseren Willisauer Kameraden gelungen. Die diesjährige Austragung bestand wie üblich aus zwei Wettkämpfen, einem Zweikampf, bestehend aus Stgw-Schiessen und Wurfkörperwerfen auf drei Ziele und einem Mehrkampf. Dem traditionellen Mehrkampf wurden mit der diesjährigen Neugestaltung jedoch die «Zähne» gezogen. Der Wettkampf wurde ohne einen Gelände- und einen Skorelauf durchgeführt. An deren Stelle wurden zwei weitere Wurf- und Geschicklichkeitsdisziplinen eingeführt. Neben den drei unterschiedlichen Wurfkörperzielen (analog zum Zweikampf) gab es neu den Korbballwurf und das Dartpfeilschiessen. - Manch einer, der sich im Wald noch etwas läuferisch und kartentechnisch betätigen wollte, musste darauf verzichten und mag diese Änderung bestimmt bedauern. - Somit absolvierten die meisten Zweikämpfer auch noch den Mehrkampf und der Organisator konnte erfreulich und auch selbstverständlich eine Steigerung der Teilnehmerzahlen festhalten. - Auch der Organisationsaufwand war somit wesentlich einfacher, da es kein Laufparcours mit integrierten Posten zu erstellen und zu betreuen gab. Alle Wettkämpfe konnten zentral am Austragungsort, beim Schützenhaus Cyrillenfeld durchgeführt werden. - Allen erfolgreichen Wettkämpfer herzlichen Glückwunsch und einen grossen Applaus.

 

Die Resultate unserer Luzerner Kameraden:

Zweikampf (94 klassiert)
11. Achermann Paul, 108 Punkte
16. Achermann Walter, 106 Punkte
60. Rölli Armin, 87 Punkte
65. Eiholzer Robert, 85 Punkte
72. Vogel Urs, 81 Punkte
93. Eiholzer Aaron, 54 Punkte

Mehrkampf (82 klassiert)
19. Eiholzer Robert, 70 Punkte
53. Achermann Walter, 58 Punkte
62. Vogel Urs, 48 Punkte
72. Rölli Armin, 43 Punkte
73. Eiholzer Aaron, 43 Punkte

Kombination (Zwei- + Mehrkampf - 70 klassiert)
26. Achermann Walter, 164 Punkte
31. Eiholzer Robert, 155 Punkte
57. Rölli Armin, 130 Punkte
61. Vogel Urs, 129 Punkte
69. Eiholzer Aaron, 97 Punkte

Urs Vogel


59. Schweizerischer 2 Tagemarsch Bern-Belp vom 2./3. Juni 2018
Die diesjährige und 59. Austragung des Schweizerischen Zweitagemarsches stand zum zweiten Mal unter der neuer Führung. Die Marschleiterin, Kommandantin und OKPräsidentin heisst Oberst Sabin Weyermann. Manch einer kennt Sabin persönlich, ist sie doch Mitglied im Artillerieverein Luzern.


Hier zwei OK-Mitglieder des Zweitagemarsches, Stabsadj Renato Steffen und Oberst Sabin Weyermann, Fw Willi Gisler als Vertreter der Marschierer

Neue Köpfe an der Spitze bringen öfters auch neue Mitarbeiter und veränderste Strukturen mit. Aus der Sicht von uns Marschteilnehmern darf ich beruhigt festhalten, dass die Organisation sehr gut war und alles bestens geklappt hatte. Die einzelnen Ressorts waren mit kompetenten Personen belegt und die HelferInnen waren flexibel und handelten unbürokratisch ganz im Interesse der TeilnehmerInnen.
Einzig der Preis, respektive die Kosten für uns Teilnehmer haben sich im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt! Ebenfalls ist uns Marschierer positiv aufgefallen, dass das neu zusammengesetzte Organisationskomitee die bisherigen Marschstrecken kritisch überpüft und die entsprechenden Korrekturen vorgenommen hatte. Denn die beiden langen (40-km-)Marschstrecken messen jetzt ziemlich genau 40 Kilometer. In den Jahren zuvor waren sie nur um die 34 bis 36 Kilometer lang.
Die beiden Marschtage absovierten wir bei wunderschönem und warmem Sommerwetter, also ein geglücktes Audauersport-Wochenende. Allen unseren Kameraden und erfolgreichen Zweitagemarschierern einen grossen Applaus, ein Bravo und herzliche Gratulation!
Zu erwähnen ist auch unser Vereinskamerad Fw Fredy Fuchs. Fredy war mit seinem Alphorn aktiv an der Gestaltung des Rahmen- und Unterhaltungsprogramms beteilgt. Zusammen mit einer Dudelsackgruppe und auch mit Soloauftritten spielte Fredy auf seinem Alphorn und gab dessen Klänge zum Besten. Auch ihm gehört ein Applaus und ein Dankeschön.



Alphornbläser Fredy Fuchs mit der Dudelsackgruppe


AV Luzern Marschierer

Mit Erfolg bestanden folgende Kameraden auf unterschiedlichen Streckenlängen (10/20/30/40 km) den diesjährigen 59. Schweizerischen Zweitagemarsch:
Oberst
Sdt

Four
Obgfr
Fw
Oberst
Oberstlt
Fw
Stabsadj
Wm Rölli
Weber Hansruedi
Distel Josef
Distel Hanneke
Vogel Urs
Limacher Urs
Meister Rolf
Gwerder Edgar
Premerlani Romeo
Gisler Willi
Renato Steffen
Rölli Armin
54. Teilnahme
44. Teilnahme
29. Teilnahme
25. Teilnahme
17. Teilnahme
12. Teilnahme
10. Teilnahme
9. Teilnahme
8. Teilnahme
6. Teilnahme
2. Teilnahme
Urs Vogel


Besichtigung Museggmauer und Türme
16. September 2017


Einleitung: Die auf der rechten Reussseite gelegene Altstadt erstreckt sich auf einer aufsteigenden Sandsteinrippe, deren oberster Grat nach Westost verläuft. Auf dieser aussichtsreichen Höhe standen schon vor dem 14.Jh. einzelne Wachttürme, so dass die Stadt sowie das Luzernerland beobachtet werden konnte. Nach der Stadt-Gründung von 1178 breitete sich die Stadt langsam aus, die kleine Stadtbefestigung wurde durch die Museggmauer mit weiteren Türmen ausgebaut. Bis 1860 existierte noch der zehnte Museggturm namens Äusseres Weggistor, der zuletzt unter anderem als Gefängnis genutzt wurde. Standort: Gegenüber Restaurant Lapin. Die Befestigungsanlage vom Nölliturm zum Äusseres Weggistor war 910 m lang. Nach 1860 wurde er Opfer des Schleifwahns, sowie Teile der kleinen Stadtbefestigung. Luzern wurde militärisch nie belagert. Merkspruch für die Türme; «Nölli, Männli, lueg is Land, Be Wach mer Zyt, Be Schirm mer s’Pulver ond em Allewende s’Dächli».

 

Um 13 30 Uhr begrüsste Obmann Franz Erni unseren Präsidenten Thomas Christen, die 23 Gemeldeten und machte uns mit dem Experten, Stiftungspräsident zur Erhaltung der Museggmauer, Beat Fischer bekannt. Beat erklärte uns anhand des alten Martiniplanes die Entstehung der Stadt Luzern, mit der Mauer und den Türmen. Anschliessend bestiegen
wir den Männliturm, Höhe 33 m. Fast alle Türme wurden mit einer Seite gegen die Stadt hin, offen gebaut, (Schachtbauweise) um bei einer Besetzung den Gegner von der Stadt aus zu beschiessen. Gegen oben waren die Türme offen, eine Bedachung erhielten sie erst ungefähr 150 Jahre später.

 

Der Zytturm wurde 1442 erbaut und mit einer Uhr aus dem Jahre 1535 ausgestattet. Das Zifferblatt konnte dank seiner Grösse sogar von de Fischern vom See aus abgelesen werden. Die zur Uhr gehörende Leodegarsglocke wurde 1380 gegossen, sie versah ihren Dienst zuerst in der St. Peterskapelle. Die Glocke hat das Privileg, eine Minute
vor der Rathausuhr die Zeit und den Glockenschlag anzugeben. Das Uhrwerk muss jeden Tag vom Stadtuhrmacher (früher Zytrichter genannt) per Handkurbel aufgezogen werden. Dem pensionierten Stadtuhrmacher Jörg Spöring verdanken wir die Erhaltung all jener bestens erhaltener Uhrwerke, die im Zytturm zu bestaunen sind. Unser neuer
Stadtuhrmacher Martin Spöring hat das Amt von seinem Vater übernommen. Die Fresken, welche im Jahre 1596 von Josef Moser erstellt wurden, haben stark den Zahn der Zeit verspürt, sodass die Luzerner Maler Schmidiger und Schobinger am Anfang dieses Jahrhunderts die Fresken erneuerten.

 

Am Durchgang des Schirmerturms ist der Gründerpatron von Luzern, der heilige Maurizius, der früher vor der Hofkirche stand, zu besichtigen. Turmauswärts, an der Wand ist das alte Stadtwappen von 1482 ersichtlich. Interessant ist die damalige Schreibweise. Beim genauen betrachten der Jahreszahl sieht man, dass die erste 8 der Jahreszahl
1882 unten abgeschnitten wurde, so ist nach damaliger Schreibweise 1482 zu lesen. Wer durch das Schirmertor trat, befand sich schon auf dem Land. Es gab ausser ein paar verstreuten Bauernhäusern keine weiteren Bauwerke. Der Schirmerturm ist ein verputzter Bruchsteinbau mit bossierten (auf Passsitz gehauene Natursteine) Eckquadern.
Sein Höhenabschluss trägt ein niederes Pyramidendach. Leider endete beim Schirmerturm eine sehr interessante Führung. Eine ausführliche Dokumentation über all das Wissenswerte das uns Beat während der Führung vermittelte, würde den vorgegebenen Rahmen sprengen.

Doch ohne Verein und Stiftung zur Rettung der Museggmauer und Türmen hätte diese Führung nicht stattgefunden. An der imposanten Mauer- und Turmanlage nagte stark der Zahn der Zeit, es bröckelte überall, eine Sanierung war unumgänglich. Die Vorabklärungen für die Budgetierung offenbarten Kosten von 12 Millionen Franken. Da für die
öffentliche Hand die finanziellen Mittel beschränkt waren, gründete man zur Erhaltung der Museggmauer 2002 einen Verein, sowie 2003 eine Stiftung. Als Präsident amtete Beat Fischer. Dank dem grossen Einsatz der Organisatoren wurden 4,5 Millionen Franken aus Privathand gespendet. Nach einer 12 Jahre dauernden ganzheitlichen Sanierung von Mauer und Türmen erstrahlt die Anlage im neuen Glanze. Die Bäume und das Buschwerk wurden belassen, da das durstige Wurzelwerk das von unten auf die Bauwerke einwirkende Wasser eliminiert.Wir verabschiedeten uns mit grossem Applaus und persönlichem Dank von Beat Fischer.



Verschiebung in unsere Heimat, zum Wasserturm war angesagt. Hier endete ein erlebnisreicher und interessanter Nachmittag bei einem feinen Imbiss. Herzlichen Dank einmal mehr an unseren Obmann Franz Erni, für die ganze Organisation.

Rolf Lötscher (Text und Bilder)

49. Ustertag-Schiessen, Samstag 18. November 2017
Kategoriensieger aus den Reihen des AV Luzern

Bei trüben Spätherbst-Wetter fuhr eine kleine, gutgelaunte Schützengruppe mit dem Car ins Zürcher Oberland, um wie jedes Jahr die Freiluftsaison mit dem Ustertag-Schiessen abzuschliessen. Dieses Jahr war es die 42. Teilnahme.

Den Exploit von letztem Jahr mit einem Kategoriensieger aus den Reihen der AVLSchützen konnte nicht wiederholt werden. Allgemein verliefe das Schiessen für die meisten eher unbefriedigend. Bei den Pistolenschützen 50m, wo nur fünf Schützen antraten, erreichte keiner ein Kranzresultat. Anschliessend begaben wir uns, wie es dir
Tradition gebietet, ins Restaurant Neuhof in Rüti ZH. Dieses Jahr zum letzten Mal, da das Restaurant verkauft wurde und einem Wohnhausneubau weichen wird.

Vor dem wie gewohnt guten «Zobig» erfolgte das Absenden. Hier die Kranzgewinner 300m: Achermann Paul, Mathis Markus, Barmet Reto. Allen Teilnehmern herzlichen Dank und Gratulation den Kranzschützen. Das 50. Ustertag-Schiessen werden wir voraussichtlich am 17.11.2018 besuchen.

Der Organisator Roger Albisser




Bericht der Schiesssektion
Barbaraschiessen 2017 in Menznau

Am 28. und 29. April 2017 durften wir an einem sehr gut organisierten Barbaraschiessen in Menznau teilnehmen. Das Wetter war am 28. April leicht arktisch und die Sicht nicht optimal – am 29. April dagegen erwartete uns ein wunderschöner Frühlingstag mit milden Temperaturen. Auch die Teilnahme des AVL war in diesem Jahr sehr erfreulich:
Es haben 11 Schützen am 25 Meter, zwei Schützen 50 Meter sowie 13 Schützen am 300 Meter teilgenommen. Ich hoffe, diese Zahlen im nächsten Jahr noch etwas steigern zu können. Auch der Festbetrieb lies keine Wünsche offen. Die Stimmung unter den Schützen war sehr kameradschaftlich und herzlich. Die Schiessresultate der besten
Schützen unseres Vereins sind:
300 m

Steffen Renato
Hodel Adrian
Barmet Franz
Barmet Reto
Käppeli Thomas
Zimmernamm Christian
Achermann Paul


57 Pkt.
55 Pkt.
54 Pkt.
54 Pkt.
52 Pkt.
52 Pkt.
51 Pkt.
 
50 m

Bernet Oskar
Hodel Adrian


58 Pkt.
56 Pkt.
 
25 m

Käppeli Thomas
Bernet Oskar
Hodel Adrian
Steffen Renato
Albisser Roger
Galliker Marcel
Spirig Peter


147 Pkt.
145 Pkt.
144 Pkt.
140 Pkt.
140 Pkt.
139 Pkt.
133 Pkt.
 
Gratulation zu diesem tollen Ergebnis!

Bessere Erreichbarkeit der Schützen
Es ist mir aufgefallen, dass einige E-Mail-Adressen nicht mehr aktuell sind. Um alle Schiessinteressierten gut und schnell über die neusten und manchmal auch spontanen Schiessen informieren zu können, bitte ich Euch, sich bei mir unter der E-Mailadresse osm@avl.ch anzumelden. Nur so kann ein lückenloser Informationsfluss garantiert werden.

Rütlischiessen
Aufgrund von zu wenig Anmeldungen nimmt der AV Luzern leider NICHT am diesjährigen Rütlischiessen teil. Ich bin jedoch optimistisch, dass wir nächstes Jahr mit einer Gruppe an den Start gehen können.

VSAV-Schiessen
Wegen einer Terminkollision gibt es eine Verschiebung des zweiten Schiessdatums:
Neu finden die Schiessen am 05.09.17 und 13.09.17 statt. Der Termin vom 16.09.17 wurde gestrichen. Vielen Dank für das Verständnis!


101. Internationaler Viertagemarsch Nijmegen
vom 18. bis 21. Juli 2017



Wann haben Sie zum letzten Mal einen Wanderbericht gelesen? – Oder gar selber eine Wanderung in Angriff genommen und erfolgreich absolviert? – Für manch einen mag dies nicht mehr als zeitgemäss gelten, vor allem wenn wir die gegenwärtige Begeisterung im einen oder anderen Verein betrachten. Fortbewegen tut man sich heute zu meist mit einem motorangetriebenen Fahrzeug und mit einem Fitnessabonnement glaubt man das schlechte Gewissen der mangelnden sportlichen Betätigung beruhigt zu haben. – Selbstverständlich erweckt es den Eindruck, dass ich damit mit einer Moralkeule um mich schlage. Jedoch gilt auch hier, nur derjenige den es trifft, bekommt sein Fett (eben nicht) ab oder schmerzt der Schlag! Unsere Aushängeschilder und aktiven Vierdaagsemarschierer sind ausdauernde und leistungsstarke Outdoor-Aktivisten, um den neudeutschen Ausdruck hier nun auch gesetzt zu haben.

Vor etwas über zwei Monaten kamen diese Langdistanzwanderer oder eben auch Gladiatoren des kollektiven Outdoor-Aktivismus aus den Niederlanden zurück, wo sie in Nijmegen die wohl berühmteste aller Marsch- und Wanderveranstaltungen der Welt erfolgreich abmarschierten! Ein solcher Anlass hat es in sich. Der berühmte Vierdaagse ist eine viertägige Wanderung mit über vierzigtausend TeilnehmerInnen. Aus der ganzen Welt kommen die Marschierenden und Langdistanzspaziergänger an die Waal, wie die Fortsetzung der Hauptader des Rheins in den Niederlanden genannt wird.

Für uns Vierdaagse-Wanderer gilt immer am dritten Dienstag des Monats Juli frühmorgens: Die entsprechende Kleidung anziehen, die Schuhe schnüren, den Rucksack mit Regenschutz und der Verpflegung packen und an den Rücken binden, sich auf den Weg machen und dieses Jahr mit 42‘036 Gleichgesinnten die Herausforderung anzupacken. Eine bescheidene, eher kleine Delegation von «Luzerner Artilleristen» rückte am Samstag, 15. Juli an die befohlenen Ausgangspunkte ein. Gemeinsam mit anderen Marschgruppen fuhren wir in einem zweistöckigen, komfortabeln Bus und bei sehr schönem Wetter nach Nijmegen. Der Marschgruppenführer Yves zusammen mit unserem Betreuer Daniel sorgte auf der Hinfahrt für das leibliche Wohl. Das heisst, einen ersten Genuss und die Pflege der Kultur der leckeren Zwischenverpflegungen, auch Zimis genannt, wurde getestet.

Die uniformierte Luzerner Delegation marschierte dieses Jahr mit der Marschgruppe der Wehrsportgruppe (WSG) Schwyz, die selber auch kein komplettes Team stellen konnte. Zusammen waren wir eine äusserst dynamische und heterogene Gruppe von 12 Marschierenden des Schweizer Marschbataillons; 9 «Schwyzer» und 3 «Luzerner»! Unsere Vereinskameradin, Oberst Sabin Weyermann verstärkte die Marschgruppe Aare. Jetzt soll noch jemand bemerken, die «Luzerner Artilleristen» seien nicht polyvalent, kollegial und anderen Marschgruppen gegenüber nicht unterstützungsbereit – bravo Sabin!

Selbstverständlich verbrachte die gesamte ad hoc-Gruppe den Samstagabend zusammen und pflegte gebührend die Kameradschaft. Die Samstagsnacht und der Sonntag galten der Pflege der bestehenden Kontakte in Nijmegen, mindestens für diejenigen, die welche haben und es sich lohnt diese aufrecht zu halten. Dies gehört jedoch zu den persönlichen Vierdaagseerlebnissen oder für den einen oder anderen auch zu seinen persönlichen Geheimnissen.



Hervorheben möchte ich den eindrücklichen Fahnenaufzug vom Sonntag, 16. Juli wo unsere Marschgruppe die Fahnendelegation stellen und somit das Schweizer Marschbataillon vertreten durfte. – Immer wieder besuchenswert ist der Empfang vom Montagabend, wo die Schweizer Delegation, zusammen mit der Abordnung der deutschen Bundeswehr die anderen Nationen zum Stelldichein der Freundschaftsaufrechterhaltung und zur Pflege der guten Essens- und Trinkkultur einladen. Hier treffen wir langjährige uniformierte Vierdaagsemarschierer und stramme Ersteinsteiger, bunt gemischt aus den unterschiedlichsten Ländern. Entsprechend ist jeweils auch das Sprachengewirr. Die Marschdelegation der deutschen Bundeswehr feierte dieses Jahr ihre 60. Vierdaagsemarschteilnahme. – Auch von unserer Seite herzlichen Glückwunsch.

Nach hundert Jahren Vierdaagse und einem grossartigen Jubiläum im Vorjahr, war die Überprüfung und kritische Betrachtung von Bestehendem durchaus angebracht. Dies wurde von den Verantwortlichen auch erkannt und siehe da, eine erste, meines Erachtens bestens bewährte Änderung wurde durchgeführt. Denn mit der 101. Austragung erwartete uns am ersten Marschtag eine völlig veränderte Streckenführung. Der erste Marschtag, der Dienstag, 17. Juli startete wohl zu den üblichen Zeiten und an den gewohnten Standorten, jedoch wurde die seit Jahrzehnten benützte Marschstrecke in umgekehrter Folge durchwandert. Das Ziel war es, die enorm grossen Massierungen zu den äusserst heissen Mittagsstunden, wo die Sonne am höchsten stand auszuschliessen. Dies war voll gelungen, denn der rechte, schattenlose Waaldamm zwischen der Waalbrücke bei Lent – Oosterhout – Slijk Ewjik durchwanderten wir dieses Jahr in der Früh wo es noch angenehm kühl war. Bekannt ist, dass sich auf diesem Damm in der Vergangenheit zur Mittagszeit schon zahlreiche Dramen abgespielt hatten, da es keine Zufahrtsmöglichgkeiten von Rettungsfahrzeugen und auch keine Schattenplätze gibt. Also der erste Marschtag führte uns bei hervorragendem Wetter über Valburg, Elst, Bemmel und zurück nach Nijmegen an unsere Ausgangspunkte. Für den Betreuer eine Herausforderung, denn er musste neue Verpflegungs- und Marschhaltlokalitäten ausfindig machen. Langjährige, erfahrene Marschierer und unsere niederländischsprechende Hanneke im Entlebuch standen ihm hier zur Seite und buchten ein Lokal bereits Wochen im voraus. Somit wurde der erste Rasthalt zu einem gelungenen kameradschaftlichen Verpflegungsevent, wo unser Betreuer Daniel Winter erste Honorationen entgegen nehmen durfte.

Die weiteren Marschtage verliefen planmässig und erfolgreich. Am Mittwoch bei bedecktem Himmel mit wenig Sonne über Wijchen und Beuningen. Für jeden Marschteilnehmer ist es Ehrensache am kulturen Freundschaftsabend in Bemmel mit dem Konzert der Harmoniemusik Kriens teilzunehmen.

Der dritte Marschtag, der Donnerstag, führt wie gewohnt über Malden – Plasmoolen – Milsbeek – Groesbeek über den Kanadischen Friedhof zur traditionellen Kranzniederlegung des Schweizer Marschbataillons. Das Wetter war am Donnerstag nicht besonders freundlich. Teilweise begleitete uns bedeckter Himmel und immer wieder starker Regen. Gegen Mittag verzogen sich die Wolken und die Sonne trocknete die leistungsstarken Marschierer wieder ab.

Der vierte Marschtag und krönende Abschluss des 101. Viertagemarsches fand erneut bei sehr schönem Wetter statt. Über die gewohnte Strecke von Nijmegen nach Grave – Beers – Cuijk und zurück ins Stadtzentrum war einmal mehr für uns Marschierer der Höhepunkt. 38 409 Gleichgesinnte beendeten erfolgreich den diesjährigen Vierdaagse. Für uns Militärmarschierer kamen an den vier Tagen gegen 167 Kilometer zustande und wir legten die jeweiligen Tagesleistungen in 7 bis 8 Stunden zurück. Von den Teilnehmern des Schweizer Marschbataillons hatten alle MarschiererInnen den Vierdaagse erfolgreich beendet und somit gab es keine Ausfälle!

 

 

 

Die offizielle Statistik des Veranstalters:
Angemeldete (Teilnehmerlimit)
Registrierte Teilnehmer bis Montagabend
Gestartet am Dienstagmorgen
1. Tag ausgefallen
2. Tag ausgefallen
3. Tag ausgefallen
4. Tag ausgefallen
Erfolgreich beendet
Ausfallquote
47 000
42 036
42 036
792
1525
1002
308
38 409
8,6 %
   


Das Schweizer Marschbataillon mit der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern
59. Teilnahme der Schweizer Armee
57. Teilnahme der Marschgruppe des Artillerievereins Luzern

AV Luzern-Marschgruppe
Four       Vogel Urs
Four        Häfliger Yves-Marc
Oberst    Weyermann Sabin

Unser Betreuer:

Wm        Winter Daniel
26. Teilnahme
10. Teilnahme
    10. Teilnahme



9. Teilnahme

(AVL-Marschgruppenleiter)




(3 x marschiert / 6 x Betreuer)
Vereinsmitglieder als Teilnehmer ausserhalb unserer Gruppe

Ebenfalls verdienen unsere Vereinskameraden die in einer anderen Marschgruppe oder unter den nichtuniformierten MarschteilnehmerInnen eine hervorragende Leistung absolviert hatten, hier erwähnt zu werden.
Oberst   Hansruedi Weber
Frau       Hanneke Distel
Sdt         Josef Distel
Oberstlt  Premerlani Romeo
Br Germaine Seewer
52. Teilnahme
49. Teilnahme
44. Teilnahme
8. Teilnahme
   6. Teilnahme
 
Vereinsmitglieder mit Führungsaufgaben im Stab des Schweizer Marschbataillons
Br Germaine Seewer


Oberst Edgar Gwerder
Oberstlt Premerlani Romeo
HSO (höherer Stabsoffizier), vertrat die offizielle Schweiz und die Armee an den protokollarischen Anlässen

Delegationschef und Kdt Schweizer Marschbataillon
LSO Schweizer Marschbataillon




Meine Kameraden beglückwünsche ich für das erfolgreiche Bestehen des diesjährigen grössten Wanderanlasses und wünsche allen weiterhin viel Spass bei der Ausübung ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Wandern. Die Zukunft des Viertagemarsches ist gesichert und geht mit neuer Dynamik ins zweite Jahrhundert. Der Tatbeweis liegt mit der 101. Austragung vor. Zum Schluss heisst es auch dieses Jahr wieder: Nach dem Marsch ist vor dem Marsch! Und daher auf Wiedersehen bis zur nächsten und 102. Austragung des Viertagemarsches Nijmegen vom 17. bis 20. Juli 2018! – Bestimmt werden auch wir wieder mit dabei sein!

Urs Vogel – Chef Tech Kommission

 
Fünf leistungsstarke Vierdaagse-Marschierer am Donnerstag, 20. Juli auf einer Anhöhe zwischen Milsbeek und Groesbeek, unmittelbar an der Deutschen Grenze.


Leventina-Marschübung vom 27. Mai 2017
Bereits die Fahrt ins Tessin am Freitagnachmittag hinterliess einen positiven Eindruck, denn das Wetter war hervorragend und kündete für den Samstag einen verheissungsvollen und wunderschönen Wandertag, respektive für uns Teilnehmer am diesjährigen Vierdaagse, eine Marschübung im Gruppenverband an.

Der verantwortliche Marschleiter, Stabsadj Renato Steffen bot uns in die Kaserne über Airolo auf, wo die rechtzeitig Eingerückten die Kasernenunterkunft bezogen, die Betten überzogen und sich gemütlich einrichteten. Danach verschoben wir uns mit einem ungepanzerten geländegängigen Mannschaftstransportfahrzeug der Schweizer Armee (Mowag Duro) zur Abendverpflegung im Gruppenverband in einer beim Bahnhof gelegenen Gaststätte. Einige weitere Kameradinnen stiessen mit dem Zug eintreffend ebenfalls zur Gruppe um gemeinsam zu verpflegen.


 Nach der Tagwache am Samstag, begann die Marschübung und äusserst anspruchsvolle Bergwanderung am Morgen um 8 Uhr. Total waren wir 12 Marschierende aus drei unterschiedlichen «Holland-Marschgruppen». Eine Teilnehmerin, die französisch sprechende Westschweizerin Fanny gehört zur Marschgruppe SVMLT, fünf TeilnehmerInnen aus der MG Aare und 5 Mitglieder des Artillerievereins Luzern, verstärkt mit Estelle, der «guten Hälfte» des Chefs Technische Kommission AVL.

     

In meinen 28-jährigen ausserdienstlichen Aktivitäten war es das erste Mal, dass unter den Eingerückten, die dienstleistenden Frauen in der Mehrzahl waren. Das heisst, an unserer Marschübung nahmen mehr Frauen als Männer teil, auch wenn ich nur die Angehörigen der Armee und ehemaligen AdA zähle, unsere geschätzten Damen waren nun einmal in der Mehrheit. Dies ist doch eine besonders erfreuliche Feststellung. Oder ist es schon eher bedenklich, dass sich die jungen Männer nicht in einer grösseren Zahl begeistern lassen?

Die Marschübung begann gleich zu Beginn mit einem längeren steilen Anstieg auf den Airoler-Skipisten nach Nante, also auf der rechten Talseite des Leventinatals. Danach folgten eher flachere Wegstrecken bis es wieder anstieg und entlang von Alpweiden und auf Waldpfaden hinauf auf den höchsten Punkt die «Alpe Tremorgio Brusada» 2014 m ü. M. führte. Dort oben richteten wir unseren Apérohalt bei einem guten Glas Wein ein. Dem Spender gehört ein herzliches Dankeschön. – Hervorragendes Wetter und eine grandiose Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite, die Strada Alta und hinunter in die Leventina belohnten die extrem steilen und manchmal recht mühsamen Anstiege, teilweise auch auf glitschigen und im tiefen Schnee versinkenden Restschneefelder von Schneeabrutschen und Lawinenniedergängen. – Danach stand uns der Abstieg mit permanentem Blick auf den kleinen Bergsee, den Lago Tremorgio bevor. Nach der Seeumrundung machten wir noch einen kurzen Badehalt und schwammen einige Züge im ca. 4 – 6 °C kalten Wasser. Damit waren wir für den über eineinhalb stündigen anspruchsvollen Schlussabstieg nach Ambri bestens gerüstet. Dort angekommen, war unsere Marschübung beendet und erfüllt. Bei Sonnenschein, etwas starkem Wind, einer schmackhaften Pizza und einem kühlen Bier begann in einem Grotto in Ambri bereits unsere Erholungsphase. Zu diesem Ort halte ich fest, Ambri ist eines der neun Dörfer die zusammen die Gemeinde Quinto, mit Total 1’079 Einwohnern bilden und weltweit wohl auch das kleinste Dorf, das eine national und international führende Profi-Eishockey-Mannschaft (HC Ambri-Piotta) beherbergt.

    


Die fünf TeilnehmerInnen des Artillerievereins Luzern: Stabsadj Renato Steffen, Motf Josef Distel, Four Urs Vogel, Oberst Sabin Weyermann und Frau Hanneke Distel.


Einen grossen Dank an den Organisator, Koordinator und Marschleiter dieser Marschübung, Renato Steffen.

Urs Vogel


58. Schweizerischer 2-Tagemarsch Bern-Belp
vom 20. / 21. Mai 2017
Zusammen mit unseren Kameraden der Wehrsportgruppe Schwyz (WSG) absolvierten die Teilnehmer des diesjährigen Viertagemarsches Nijmegen die 58. Austragung des Schweizerischen 2-Tagemarsches Bern-Belp. Andere Vereinskameraden liefen aus den unterschiedlichsten Grünen kürzere Strecken oder mischten sich unter die Zivilmarschierenden. Für unseren Verein war es die 58. Teilnahme und wir gehören somit zu den wenigen Marschgruppen, die seit dem Anfang an mit dabei sind und sämtliche Austragungen erfolgreich bestanden haben!

Wie üblich in all den vergangenen Jahren, bot uns unser Marschgruppenleiter, Four Yves-Marc Häfliger, am Freitagabend in die General Guisan-Kaserne in Bern auf, um dort die Unterkunft zu beziehen und die beiden bevorstehenden Nächte zu verbringen. Gemeinsam verbrachten die pünktlich Eingerückten den Abend und bereiteten sich für den morgigen Tag vor.

 

Am Samstag, wie auch am Sonntag, startete um 06.30 Uhr eine heterogene und gut durchmischte Gruppe von Angehörigen und ehemaligen Angehörigen der Armee aus den beiden Vereinen WSG Schwyz und Artillerieverein Luzern im Dorfzentrum von Belp. Die beiden schon seit rund 15 Jahren bekannten und anspruchsvollen Strecken von um die 40 Kilometer standen uns bevor. Glücklicherweise herrschte an beiden Tagen schönes Wanderwetter und angenehme Temperaturen, die selbstverständlich für eine gute und kameradschaftliche Stimmung sorgten. Somit war auch die diesjährige Wanderung in der wunderschönen Gegend im Gürbetal und im Raum Köniz und Bern ein einmaliges und gut gelungenes Erlebnis. – Übrigens, das Kommando und das OKPräsidium des Schweizerischen Zweitagemarsches liegt in der Verantwortung unseres Vereinsmitglieds, Oberst Sabin Weyermann, Sabin hat den 2-Tagemarsch selber bereits 11 Mal erfolgreich absolviert – bravo und herzlichen Glückwunsch!


 


Für die zukünftigen Vierdaagseteilnehmer war dieser Anlass der eigentliche Qualifikationsmarsch und wir holten uns damit das Ticket für die Fahrt nach Nijmegen in den Niederlanden. Die nachfolgende Aufstellung zeigt, welche Brustbehangung der einzelne Marschierer mit Stolz nach Hause tragen durfte. All diesen tüchtigen Zweitagemarschierern des Artillerievereins Luzern einen wohlverdienten Applaus und herzlichen Glückwunsch!


Teilnehmer
Oberst
Motf
Oberstlt
Gfr
Frau
Four
Obgfr
Wm
Oberst
Four
Oberstlt
Stabsadj
Sdt
Hansruedi Weber
Josef Distel
Kurt Bösch
Peter Schmid
Hanneke Distel
Urs Vogel
Urs Limacher
Daniel Winter
Edgar Gwerder
Yves-Marc Häfliger
Romeo Premerlani
Renato Steffen
Andreas Bless
54. Teilnahme
43. Teilnahme
35. Teilnahme
34. Teilnahme (?)
28. Teilnahme
24. Teilnahme
16. Teilnahme
11. Teilnahme
  9. Teilnahme
  8. Teilnahme
  8. Teilnahme
  5. Teilnahme
  5. Teilnahme
   

Urs Vogel – Chef Tech. Kommission


Der Lardelli-Cup 2016 geht an den Artillerieverein Luzern

Nach 2015 gewinnt der Artillerieverein Luzern auch im Verbandsjahr 2016 den «Lardelli- Cup». Dieser Wanderpreis besteht aus einer Basler Zinnkanne und wurde im Jahre 2007 vom ehemaligen Zentralpräsidenten des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine, Oberst Remo Lardelli, gestiftet. Anlässlich der 125. Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Artillerievereine (VSAV) vom 29. April 2017 in Menznau überreichte der Chef Ausbildung VSAV dem Artillerieverein Luzern diesen begehrten Wanderpreis. Der «Lardelli-Cup» zeichnet die Sektion mit der höchsten Punktzahl, die sich aus den Anzahl Teilnehmern an den offiziellen uniformierten Distanzmärschen und Waffenläufen, den Verbands- und Barbaraschiessen und der Barbarafeier errechnete.

Allen Vereinsmitgliedern, die zu diesem tollen Erfolg beigetragen haben, ein grosses Dankeschön, einen wohlverdienten Applaus und herzlichen Glückwunsch!





 Urs Vogel – Chef Tech. Kommissionr


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